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Zwei Fragen - Jungfräulichkeit in der Hochzeitsnacht

15. Februar 2009 um 14:16

Man verzeihe mir, dass ich es hier anspreche, aber da es mir um den kultur- und sozialgeschichtlichen Aspekt geht, hielt ich es für angebracht.
Es richtet sich wahrscheinlich am ehesten an die Vertreter muslimischer Wertegesellschaft hier...in christlichen Religionen, zumindest in Europa, ist der Fokus auf diesen Punkt ja nicht mehr so stark verbreitet (bei Georgiern und Armeniern ist das natürlich wieder anders, aber die nehme ich mal von Europa aus).

Frage 1, ganz grundsätzlich: ist Jungfräulichkeit oder nicht bei Beginn der Ehe tatsächlich ein großes Thema in der muslimischen Diaspora in Deutschland, oder doch nur einer extremaler gesinnten Minderheit zuzuschreiben?

Frage 2: Nehmen wir an wir haben eine von konservativen Werten/Ansichten beherrschte Hochzeit, ob nun Regel oder Ausnahme. Es gibt ja nun genügend Frauen, die wegen Sport etc gar kein Jungfernhäutchen mehr haben...dh in besagter Hochzeitsnacht gibt es keinen "Beweis" für besagte Jungfräulichkeit. Was passiert dann? Das kommt ja nicht so selten vor.
Ich weiß zB vom europäischem Mittelalter, dass die ins Schlafzimmer gebrachten frisch Vermählten unter anderem ein Glas Wein mit auf den Weg bekamen - inoffiziell als Mittel, notfalls einen künstlichen Fleck zu produzieren. Man ging hier also durchaus von den Realitäten aus, die nicht unbedingt gegen die Braut gewandt wurden. Deswegen kam mir nun auch die Frage, wie man mit so etwas in konservativen Kreisen der muslimischen Welt heute umgeht - oder auch wie man früher damit umging. Weiß da jemand etwas?


Prophylaktische Anmerkung: Über Sinn und Unsinn solcher Ansichtien und Frauenbehandlung fragte ich nicht, das ist ein anderes Thema. Wer sich darüber auslassen wll, bitte einen neuen Thread eröffnen, mich interessieren konkret die obigen zwei Fragen.

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15. Februar 2009 um 14:58

Hallo
Zu Frage 1: Es ist schon ein großes Thema bei den Muslimen. Es war sogar eine Zeit so, dass man vom Frauenarzt eine Bescheinigung zu den Eltern des Bräutigams gebracht hat, dass man noch Jungfrau ist. Kommt bestimmt immer noch vor, aber viele muslimische Eltern legen inzwischen mehr Wert auf eine glückliche lange Eher ihrer Kinder als auf den definitive Jungfräulichkeit.

Zu Frage 2: Das hat Maybe schon richtig beantwortet. Aber auch heute reden die Paare mehr miteinander. Die Frauen sagen ihren Männern, dass es sein kann, dass sie nicht bluten, weil sie zB als Kind auf eine Fahrradstange geknallt sind. Und wenn man sich liebt, dann steht sowas wie bluten oder nicht bluten eh gar nicht im Vordergrund.

Im konservativen Kreisen ist das natürlich alles anderes. Ich hab da jetzt von Erfahrungen in Freundeskreis geschrieben und wie ich es empfinde.

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21. Februar 2009 um 11:57


also ich habe vor 4 jahren geheiratet mein mann ist ein strenger moslem (er ist nur streng zu sich gegenüber mir verbietet er gar nichts ich soll so leben wie ich es richtig halte ) ich war zwar jungfrau aber hábe net geblutet !!! mein liebster hatte mir keine vorwürfe gemacht schliesslich geht es auch bisschen ums vertrauen !!!!!! er ist nicht blöd oder naiv er war auch jungfrau ...... er hat sich davor keine gedanken gemacht UND was ist wenn sie nicht blutet oder so er hat nur geforscht das es auch frauen gibt die nicht unbedinngt bluten müssen .

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