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Zur Situation der Lebensmittelverschwendung

26. März 2016 um 13:58

Ich glaube jedem von uns ist das Thema einigermaßen geläufig. Wir haben ja alle schonmal gehört, wieviel von unserem Essen eigentlich weggeworfen wird. In meinem Bekanntenkreis gehen viele Leute "Dumpstern", das heißt sie holen ihr Essen eigentlich nur mehr aus den Müllkübeln der Supermärkte und versorgen sich damit eigentlich sehr gut.
Wie geht ihr mit dem Thema um? Was kann man auf persönlicher wie auf gesellschaftlicher Ebene dagegen tun?

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26. März 2016 um 22:38

Tja, was kann man gegen das Containern tun?
Schlösser an den Tonnen wären schon mal eine gute Sache und hier in der Gegend sind die Mülltonnen der großen Läden videoüberwacht.

Weniger gute Sachen wegzuwerfen wäre aber wohl die beste Lösung, dass würde das Containern unattraktiv machen.

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30. März 2016 um 22:57
In Antwort auf dummschnack5

Tja, was kann man gegen das Containern tun?
Schlösser an den Tonnen wären schon mal eine gute Sache und hier in der Gegend sind die Mülltonnen der großen Läden videoüberwacht.

Weniger gute Sachen wegzuwerfen wäre aber wohl die beste Lösung, dass würde das Containern unattraktiv machen.

Der Lebensmittelverschwendung muss man den Kampf ansagen.
Andere Länder, wie zum Beispiel Frankreich, sehe ich da in einer Vorreiterrolle. Dort dürfen in Zukunft unverkaufte Lebensmittel nicht mehr weggeworfen werden, sondern sollen von Supermärkten an Wohltätigkeitsorganisationen gespendet werden. Wenn nicht mehr derart viele Lebensmittel weggeschmissen würden, wäre Dumpstern auch nicht mehr attraktiv.

Ich selbst kaufe in Supermärkten ausserdem oft Lebensmittel, die deshalb reduziert sind, weil das Mindesthaltbarkeitsdatum in Bälde abläuft.


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31. März 2016 um 7:39
In Antwort auf hallie_12169992

Der Lebensmittelverschwendung muss man den Kampf ansagen.
Andere Länder, wie zum Beispiel Frankreich, sehe ich da in einer Vorreiterrolle. Dort dürfen in Zukunft unverkaufte Lebensmittel nicht mehr weggeworfen werden, sondern sollen von Supermärkten an Wohltätigkeitsorganisationen gespendet werden. Wenn nicht mehr derart viele Lebensmittel weggeschmissen würden, wäre Dumpstern auch nicht mehr attraktiv.

Ich selbst kaufe in Supermärkten ausserdem oft Lebensmittel, die deshalb reduziert sind, weil das Mindesthaltbarkeitsdatum in Bälde abläuft.


Ob das der richtige Weg ist
weiß ich nicht.
Hier bei uns wird ein erstaunlich großer Teil der gespendeten Nahrungsmittel in die Botanik geschmissen. Das kann auch nicht der Sinn der Sache sein.

Man könnte die Händler verpflichten, die ablaufenden Waren für die Hälfte zu verkaufen.

Oder was die EU derzeit plant, das MHD komplett abschaffen.

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31. März 2016 um 15:25

Bewusstsein schaffen
Ganz klar: man muss sich bewusst mit dem Thema auseinandersetzen, um zunächst einmal zu begreifen, wie relevant das Thema ist und wie oft es Tag für Tag passiert. Jede Person muss mal bei sich selbst anfangen. Es bringt nix, wenn man versucht, andere zu bekehren, die es eigentlich gar nicht ernst nehmen. Zunächst mal im Haushalt beginnen, das Kaufverhalten beobachten und Alternativen überlegen - brauche ich XXL Mengen oder reichen einzelne Produkte. Das müssen mir die paar Mehrkosten wert sein. Nur wenn sich das gesellschaftliche Denken ändert, können die Produzenten ihre Maßnahmen ändern. Angebot & Nachfrage - eine einfache Schlussrechnung! Wenn es jedoch so einfach wäre....

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31. März 2016 um 22:11
In Antwort auf dummschnack5

Ob das der richtige Weg ist
weiß ich nicht.
Hier bei uns wird ein erstaunlich großer Teil der gespendeten Nahrungsmittel in die Botanik geschmissen. Das kann auch nicht der Sinn der Sache sein.

Man könnte die Händler verpflichten, die ablaufenden Waren für die Hälfte zu verkaufen.

Oder was die EU derzeit plant, das MHD komplett abschaffen.

Mindesthaltbarkeitsdatum
Für viele Menschen ist etwas, für das man nichts bezahlt hat, leider auch nichts wert. Aber ich denke auch da kann man in den Köpfen der Menschen noch etwas bewegen. Das dauert halt nur seine Zeit.

Ob man das Mindesthaltbarkeitsdatum direkt abschaffen sollte, das weiß ich nicht. Mehr Klarheit wäre auf jeden Fall wünschenswert. Ich wusste zum Beispiel auch lange nicht, dass das Mindesthaltbarkeitsdatum und das Verbrauchsdatum nicht ident sind: http://lebensmittel.greenpeace.at/?m=mindesthaltbarkeitsdatum

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19. April 2016 um 11:57

So
so wie ich die Sache sehe, geht es bei vielen Antworten hier um eine grundlegende Sache der Einstellung zu unseren Lebensmitteln, bzw. zu den Dingen überhaupt. Alan Watts hat gesagt, dass wir ja eigentlich nicht materialistisch denken, da uns das Material selbst überhaupt nichts wert ist. Ich glaube man könnte es auf Sorgsamkeit generell ummünzen!
Aber welche Hebel könnten da am besten umgelegt werden?

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19. April 2016 um 12:15
In Antwort auf lisimilli

So
so wie ich die Sache sehe, geht es bei vielen Antworten hier um eine grundlegende Sache der Einstellung zu unseren Lebensmitteln, bzw. zu den Dingen überhaupt. Alan Watts hat gesagt, dass wir ja eigentlich nicht materialistisch denken, da uns das Material selbst überhaupt nichts wert ist. Ich glaube man könnte es auf Sorgsamkeit generell ummünzen!
Aber welche Hebel könnten da am besten umgelegt werden?

Wem messen wir denn dann Wert bei?
Nicht den Dingen, sondern nur ihrem Nutzen?

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12. Mai 2016 um 11:42

Einkaufslisten machen
Das Thema ist wirklich interessant! Vor allem, weil ich früher extrem viel weggeschmissen habe. Als Single hat man es schwer, wenn man kostengünstig aber gleichzeitig nicht zu viel einkaufen möchte. Deshalb gehe ich mittlerweile jeden Tag am Weg zur Arbeit und am Weg nachhause am Supermarkt vorbei und hole mir genau das, was ich auch wirklich konsumiere. So bleibt bei mir nichts im Kühlschrank übrig, was ich dann wegwerfen müsste. Natürlich funktioniert das nicht immer, aber ich versuche schon, mich da bewusster zu "benehmen". Soweit es halt eben geht...

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19. Mai 2016 um 13:46

Gründe sind vielfältig
In der Zahl ist auch der Teil enthalten, was im Gasthaus weggeworfen wird und nicht nur was in meinem Vorratsschrank vergammelt oder auf der Straße landet.

Zum einen ist es das Einkaufsverhalten. Ich habe nur relativ kleine Vorräte an verderblichen Sachen. Allerdings liegt der Einkaufszettel auf dem Fensterbrett in meiner Küche, auf den ich dann sofort notiere, wenn was zur Neige geht. Da vergesse ich nichts und kaufe nur das ein, was ich wirklich benötige und lasse mich nicht von irgendwelchen Sonderangeboten verwirren. Was nutzen mir zehn Semmeln zum Preis von neun, wenn ich nur zwei benötige??? Meine Mutter hatte noch "Reste" auf ihrer Speisekarte: Da gab es halt für jeden etwas anderes auf dem Teller und es wurde nichts weggeworfen.

Desweiteren ist es auch mangelnde Information über das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD). Es ist das Datum, bis zu dem der Hersteller garantiert, dass sein Produkt noch uneingeschränkt verwendbar ist und noch ordentlich aussieht. Danach kann es durchaus noch verbraucht werden. Es gibt schließlich am 22. Februar 2018 um 14:14 Uhr keinen Knall in meinem Vorratsschrank, weil die Erdnußbutter abgelaufen ist und ganz plötzlich schlecht geworden ist. Hier entscheidet auch der gesunde Menschenverstand: Der wirklich ungenießbare Joghurt riecht auch unangenehm und schmeckt scheußlich. Hier muss das Gefühl, was noch verzehrt werden kann oder nicht, geschult werden. Schließlich hatten sich unsere Altvorderen kein MHD auf ihre (noch selbst hergestellten) Nahrungsmittel gepappt.

Als drittes ist die Gastronomie noch zu nennen: Ist die Portion zu groß, wird der Rest weggeworfen. Wass soll der Gastwirt auch sonst damit machen? Ihr würdet euch bedanken, wenn ihr bemerkt, dass in der Küche Essensreste vom Teller gekratzt werden und Ihr die vorgesetzt bekommt. Das ist nur schwer in den Griff zu bekommen. Den bei einigen Arbeitskollegen im Büro so beliebten Pizzaservice nutze ich nicht: Den "Reisberg mit Schlachthofabfällen an fettigem Glutamatsee" mag ich nicht, die Hälfte landet im Mülleimer und ich bin viel zu geizig dauernd fünf Euro im Müll zu versenken.

Das "Containern" wäre meiner Meinung nicht durch das Abschließen der Container zu lösen, sondern durch Beseitigung der Gründe für die Armut. Ein erster Schritt war schon die Einführung des Mindestlohnes; er muss nur an die allgemeine Lohnentwicklung angepasst werden. Desweiteren muss die Zeit, die ein Arbeitsloser (insbesondere bei den Qualifizierten) benötigt um wieder in Lohn und Brot zu kommen, stark verkürzt werden. Ein Arbeitsloser hat in Deutschland die größten Chancen zu verarmen.

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6. Juli 2016 um 11:57

Leider
ja. leider ist das echt so! Tut mir im Herzen weh wenn ich sehe was die großen Fast Food Ketten weg werfen.. Also ich kaufe viele Sachen, zwar nicht Lebensmittel, aber dennoch online, in einem Shop der sich goodworks nennt. Da gibt's Sachen, die aus alten Sachen recycelt werden und so gibt es viel weniger Müll, welcher dann im Ozean landet oder sonst wo. Kannst ja mal vorbeischauen und einkaufen
na gut, Tschüß

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