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Zu wenig Respekt?

19. Oktober 2004 um 15:22

Hallo Ihr Lieben,

heute wende ich mich mal mit einem Problem an Euch, denn ich weiß mir echt keinen Rat mehr!

Was würdet Ihr unternehmen, wenn Euer Partner wenig Respekt zeigt?
Wir sind verheiratet und haben eine kleine Tochter. Ich bin Hausfrau und stundenweise berufstätig.
Die Kleine geht noch nicht in den Kindergarten und Oma & Opa wohnen weit entfernt.
Mein Mann respektiert einfach nicht meinen Tagesablauf und stellt sich als Geldeinbringer immer in den Vordergrund. Er räumt nicht auf, lässt alles liegen und kümmert sich auch nur bedingt um das Kind. Er spielt mit ihr, ist ein liebevoller Vater, aber wenns ums Wickeln, Baden etc. geht, drückt er sich.
Eigentlich lieben wir uns, aber dass er meinen Tagesablauf als Freizeit mit Vergnügungsfaktor ansieht, macht mich echt traurig.
Wenn ich mal krank bin, muss ich trotzdem weiterfunktionieren, denn eine Unterstützung seinerseits ist völlig ausgeschlossen.
Das Schlimme ist, dass er nicht nur mir gegenüber keinen Respekt hat, sondern er auch schon Freunde und Bekannte aus diesem Grund verloren hat. Er kennt einfach keine Grenzen und weiß nicht, wann er aufhören muss.
Jegliche Auseinandersetzung endet im Streit, da er nicht einsichtig genug ist. Er kapiert es nicht, er hat es nie gelernt.

Jetzt überlege ich, ob ich mal zum Anwalt gehe und dass dieser mal einen Brief an ihn schreibt. Und zwar, dass wenn er nicht einwenig mehr Anstand und Respekt seiner Familie gegenüber zeigt, dass ich dann auf eine Trennung bestehe.
Ich weiß er hängt sehr an uns, irgendetwas fehlt da aber bei ihm.

Ich hoffe, ihr könnt mich verstehen. Ich möchte NICHT, dass er noch abends den Haushalt schmeisst. Ich möchte einfach nur, dass er mir zeigt, dass er mein TUN akzeptiert, respektiert und anerkennt.
Könnt Ihr mir einen Rat geben??

Viola

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19. Oktober 2004 um 20:51

Danke kleineente
für Deine Antwort.
es geht in der Tat nicht darum, ob ich ausgelastet bin oder nicht, sondern darum, wie er mir entgegen tritt.
Ich kann mich mit der Rolle der Hausfrau und der Mama gut identifizieren. Mein Mann ist Selbständig und jede Arbeit rund um das Geschäft mache ich (Putzen, Werbung, Aktionen und Buchhaltung). Bei jedem Pieps seinerseits stehe ich im bei.
Doch wenn ich ihn einmal um etwas bitte, dann kann er nicht für mich da sein.
Und dann muss ich mir manchmal mit anhören, dass ich eh den ganzen Tag nichts produktives mache. Und das ist genau der Punkt, der mich verletzt. Er weiß es einfach nicht zu schätzen.
Einfach verschwinden geht natürlich nicht. Schon alleine wegen des Kindes nicht.
Geredet haben wir schon viel.
Es kommt bei ihm nicht an. Alles muss sich um ihn drehen, dann ist seine Welt in Ordnung.

Und wie will man so jemanden den Ernst der Lage verdeutlichen? Daher meine Überlegung zum Anwalt zu gehen.

viola


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19. Oktober 2004 um 21:01

Danke
für Eure lieben Ratschläge.
Er weiß es ja, wieviel Zeit ich in Familie und Geschäft investiere. Mein Arbeitstag beginnt mind. 2 Stunden vor seinem und hört erst Abends gegen 21 Uhr auf. Ist ja auch nicht schlimm, ich mache das wirklich alles gerne.
Es zählt halt nicht für ihn. Er fragt mich nie, wie es mir geht und bin ich mal krank dann sagt er, ich solle mich nicht so anstellen. Seine Klamotten wirft er trotzdem ins Eck und das Bad sieht morgens nach seinem Besuch zum Gruseln aus.
Rede ich mit ihm, dann klappt es zwei Tage, dann verfällt er wieder in den alten Trott.
Auch verbal schießt er ganz oft unter die Gürtellinie und das ist das, was so schlimm ist. Er kennt keine Grenzen und haut (verbal!) einfach drauf.

Leider finde ich vielleicht hier nicht die richtigen Worte, um mein Problem näher darzulegen.

Es tut einfach weh und ich fühle mich machtlos. Ich weiß nicht, wie ich ihm das alles klar machen kann.
Er muss jetzt endlich mal erkennen, dass es so nicht weiter geht.
Aber hier alles liegen und stehen lassen kann und will ich auch nicht.

viola

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19. Oktober 2004 um 21:13

Einen freien Tag
habe ich ja bereits, auch mehrere, wenn es so sein soll. Ich habe ein Hobby, bin oft unterwegs und kann mich auch frei bewegen.
Ich habe es ja schon beschrieben, ich fühle mich nicht ÜBERbelastet. Ich mache alles gerne, kann viel Zeit mit meiner Tochter und Freundinnen verbringen. Komme aber meinen Verpflichtungen im Haushalt und Geschäft nach und das sehr gewissenhaft.
Ich koche zweimal täglich warm, kaufe ein, räume ihm alles hinterher und habe dabei immer gute Laune.
In seinen Augen ist mein Tagesablauf ein Zuckerschlecken gegen seine Arbeit und wenn ich ihn bitte, beim Verlassen der Wohnung den Müll mit zu nehmen, bleibt der einfach liegen.
Spreche ich ihn drauf an, reagiert er gereizt und fängt an ungerecht zu werden.
Und das teilweise so massiv, dass ich dastehe und sprachlos bin.

Ach je, innerlich zerreißt es mich gerade.
Ich fühle mich so machtlos. Und ich habe Angst, dass die Liebe dabei zerstört wird.

Vielen Dank nochmals für Deine Antwort,
viola

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20. Oktober 2004 um 7:50

Guten Morgen Marité
Lieben Dank für Deinen tollen Beitrag.

Hm, ich habe mir Gedanken gemacht, ob ich überhaupt selbst meine Arbeit anerkenne und mich in der Rolle der Hausfrau/Mutter und Geschäftsfrau Ernst nehme. Und das ist so.
Ich weiß, was ich jeden Tag leiste und sehe es hauptsächlich an unserer Tochter wie zufrieden und glücklich sie ist.

Aber ich habe ein Problem damit und verliere die Achtung vor mir selbst, wenn ich sehe, wie mein Mann mich teilweise behandelt.
Jede andere Freundin sagt mir, dem würde ich in den H... treten, wenn er sich so benimmt.

Und irgendwie liegt genau da mein Problem. Ich kann mich ihm gegenüber nicht durchsetzen.
Ich habe keine Lust hier ständig im Streit zu Leben und lasse mir daher viel gefallen.
Nachtragend bin ich auch nicht wirklich lange.

Bisher konnte ich drüber stehen, aber langsam zweifle ich an mir und meiner Selbstachtung.

viola






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20. Oktober 2004 um 9:41

Hmmm...
...scheint doch etwas komplizierter zu sein wie ich am anfang dachte.

zuerst dachte ich, dass deine mann schon eine ziemlicher egoitischer depp ist, aber wenn ich dann weiter lesen, muss ich sagen, dann habe ich meine meinung doch wieder etwas revidiert.

sicher ist es nicht toll, dass dein mann sich als geldverdiener aufspielt und deine arbeit im haushalt nicht zu schätzen weiss. war das eigentlich schon immer so??

weiter unten schreibst du, wieviel freizeit du doch hast. da drängt sich mir die frage auf, ob nicht doch die arbeiten bei euch ungerecht aufgeteilt sind und dein mann ab und zu auch eifersüchtig auf deine freizeit ist. als selbständiger wird er nicht gerade einen 8 stunden tag haben und ich denke mal, dass er wie so viele täglich ums überleben kämpfen muss.

ich arbeite mehr wie mein freund und habe auch öfters termine bei denen ich übernachten muss. ich bin froh, wenn ich dann zu hause mal einfach die füsse hochlegen kann. mein freund macht deshalb auch mehr im haushalt. aber ich respektiere seine arbeit natürlich, wobei er mir nie den müll in die hand drücken würde.

ich kann mir nicht vorstellen, dass diese einstellung deines mannes über nacht kam, oder? und wieso kümmert er sich nicht um sein kind? wollte er keines?

das mit dem anwalt finde ich auch nicht besonders gut. wenn, dann musst du dir selbst respekt verschaffen. wie, das kann ich dir auch nicht genau sagen. die einstellung deines mannes zu ändern, ist wohl sicherlich nicht leicht....vielleicht solltest du mal garnichts mehr machen. vielleicht merkt er dann doch, was du so machst.

gruß

tigerle

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20. Oktober 2004 um 10:20

Naja...
...also ich habe oben auch geschrieben, dass ich ein wenig verständnis für ihren mann habe, aber so extrem würde ich das doch wieder nicht sehen.

sie hat auch noch ein kleines kind. es geht dabei nicht darum, dass wegen einer person mehr, etwas mehr wäsche anfällt. sondern es geht hier auch darum, dass man sich mit meinem kind beschäftigt (haben deine elter wohl nie getan). meine mutter war auch "nur" hausfrau, aber sie hatte zeit für mich (hausaufgaben machen, spielen, basteln). klar, das sind für dich auch dinge, die nicht nötig sind! schliesslich kann sich das kind auch den ganzen tag alleine beschäftigen oder man setzt einfach vor den fernseher.

liebe kleine ente, ein haushalt mit einem kleinen kind ist sicherlich nicht in 4 stunden zu machen. ausserdem arbeitet sie bei ihrem mann stundenweise im geschäft mit.

gruß, tigerle

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20. Oktober 2004 um 11:02

Ach, liebe ente...
...manchmal vergisst du einfach, dass man nicht alle teile einer beziehung aufrechnen kann und eine gleichung nach betriebswirtschaftlichen funktionen aufstellen kann.

du denkst mir einfach zu sehr monentär. für dich zählen nur arbeiten, die auch in der freien wirtschaft geld bringen, alles andere ist für dich nichts wert. echt schade!

ich soll einem kleinen kind also schon sagen, dass wenn ich mit ihm spiele, dass eigentlich zeit verschwendung ist, da ich in dieser zeit ja eigentlich auch etwas "sinnvolles" tun kann, wie in einem büro arbeiten und rechnungen schreiben o.ä. ach, nein noch besser, ich könnte gleich 3 oder 4 kinder beaufsichtigen, damit es sich auch lohnt.

meinst du echt, es ist toll für ein kind, den ganzen in einem büro zu sein...aber wenn man so denkt wie du, sicherlich...das werden die kleinen gleich an die arbeit gewöhnt. sie könnten ja auch kleine dinge übernehmen wie z.b. briefmarken aufkleben (ist ja auch basteln!)

ich denke, du hast echt die richtige entscheidung getroffen, dass du keine kinder willst.

tigerle,

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20. Oktober 2004 um 11:18

Also
liebt er dich nicht (liebe bedingt einfach respekt und achtung).

ich würde den teufel tun und ihm seinen kram hinterher räumen. er würde sich daran gewöhnen und dann hast du es immer an der backe.

den schritt mit dem anwalt finde ich eher albern. wenn du meinst, dass er den ernst der lage nur dann erkennt, wenn er post vom anwalt bekommt .. na, dann ...
ich würde mit ihm reden: setzt euch zusammen und sag ihm deutlich, was sache ist und dass sein verhalten konsequenzen haben wird, wenn er es nicht ändert. seinen eigenen müll wegräumen kann doch nicht zuviel verlangt sein.
(die konsequenzen dürfen natürlich keine heiße luft sein - ist wie bei der kindererziehung )

h.

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20. Oktober 2004 um 15:27

Danke
für eure Beiträge.

Habs sie gerade auf die Schnelle durchgelesen, muss auch gleich weiter.
Nur eine kurze Anmerkung, die Ihr vielleicht falsch verstanden habt:
Ja, ich habe ein Hobby und dem gehe ich einmal in der Woche ab 20 Uhr nach. Dann liegt die Kleine gewöhnlich im Bett und schläft. Mein Mann muss dann eben nur anwesend sein.
Wenn mal eine Freundin zu Besuch kommt oder ich einfach nochmal einen Abend für mich benötige ist das kein Problem, aber es kommt sehr selten vor.
Wenn mein Mann ausgehen möchte, macht er das meist Freitags und kommt dann so spät wieder, dass ich Samstags ins Geschäft gehe. Dann nehme ich die Kleine mit.
Ich arbeite oft dort, aber mit dem Kind ist ein vernüftiges Schaffen einfach nicht möglich. Man kann nicht in Ruhe telefonieren, auch die Buchhaltung ist dann etwas schwierig.

Freizeit nehmen wir uns und einer ist immer bereit, bei dem Kind zu bleiben.
Ich sehe Kindeserziehung auch nicht als solche, mein Kind den ganzen Tag vors TV zu setzen oder es im Zimmer alleine spielen zu lassen. Wir zwei unternehmen sehr viel, sind oft draussen.

Ich kann sagen, dass ich eine gute Organisation habe und alles miteinander verbinden kann, ohne dabei wirklich Stress zu haben.
Mein Mann muss sich um NICHTS kümmern, er muss nur seine Arbeit verrichten und dabei helfe ich ihm auch.

Aber er benimmt sich abwertend und ignorant und genau da fängt unser Problem an.

Sorry, ich muss los - schaue später wieder rein.

Danke für Eure Beiträge
viola

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20. Oktober 2004 um 20:42

Hallo kleineente,
ja, ich habe vorher voll gearbeitet und habe den Haushalt ebenfalls alleine gemacht.
Wir hatten einmal in der Woche eine Putzfrau, dass wir wenigstens das Wochenende zusammen verbringen konnten.
All das ist aber auch okay, denn jetzt bin ich ja schließlich zu Hause und kann all diese Dinge machen.
Versorgt bin ich auch, die Rentenversicherung läuft privat.
Das sind ja auch alles nicht die Punkte, die mich stören. Mein Mann war schon immer eher ein Pascha und ich wußte, auf was ich mich da einlasse.
Das Kind wollten wir beide, es ist ein absolutes Wunschkind.
Er hat einfach ein geringschätziges Verhalten anderen Mitmenschen gegenüber. Er kennt keine Grenzen und verlangt, dass man ihn so nimmt, wie er ist. Ist er zuweit gegangen, merkt er es nicht selbst, man muss ihn mit der Nase drauf stupsen und dann kommt auch eine Entschuldigung. Aber leider nur verbal, nicht von Herzen.
Das merke ich daran, dass er das nächste Mal in einer ähnlichen Situation genauso wieder reagiert.
Das ist das eine, das Andere ist, dass er keineswegs für sich alleine sorgen kann.
Bin ich mal bei meinen Eltern und er muss morgens alleine aufstehen, dann kommt er zu spät. Ich muss ihn also rausklingeln.
Hört er es nicht und kommt trotzdem zu spät, bekomm ich zu hören, dass ich das Telefon nicht lange genug habe klingeln lassen. Also wieder bin ich Schuld.
Termine vergisst er, wenn ich mich nicht drum kümmer.
Ich muss für ihn mitdenken und er "schlägt" nur um sich.
Es ist seine Erziehung, die er (NIE!)genossen hat. Dessen bin ich mir sicher. Aber er ist alt genug, um zu wissen, dass er so nicht weiter machen darf und kann.

Von einem Besuch beim Rechtsanwalt werde ich absehen, dass leuchtet mir ein.
Am Wochenende werde ich ihn nochmals in Ruhe auf das Problem ansprechen.
Wie ich es ganau auf den Punkt bringen soll, weiß ich zwar noch nicht, aber ich werde mir bis dahin noch viele Gedanken machen.

Nochmals vielen Dank, für weitere Tipps bin ich offen

viola

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21. Oktober 2004 um 19:39

Liebe kleineente,
als wir wußten, dass ich schwanger bin, war es für mich klar, dass ich fortan zu Hause bleiben würde. Ich war glücklich darüber, dass es finanziell überhaupt möglich war. Denn das ist nicht selbstverständlich, zumal ich einen hochqualifizierten Job und somit auch gut Geld verdient habe.
Also das habe ich mir selbst ausgesucht. Meine Stärken sind eigentlich u.a. mein gesundes Selbstbewußtsein. Ich glaube, sonst hätte ich es nie mit meinem Mann aushalten können. Ich stand immer über den Dingen und grundsätzlich ist er ein liebevoller Ehemann und Vater.
Er tickt aus, wenn es um gewisse Pflichten geht. Er meint einfach, dass ER sie nicht erledigen muss.
Wie ich schon sagte, genau das ist ihm anerzogen worden (andere Baustelle - führt jetzt zu weit). Weiter oben habe ich selbst geschrieben, dass ich weiß, woher es kommt. Aber natürlich ist das keine Entschuldigung, er selbst ist alt genug, um Fehler zu erkennen und daran zu arbeiten.
Eine liebe Freundin hat mir ebenfalls dazu geraten, eine Familienberatung aufzusuchen.
Ich denke wirklich, wir können den Versuch starten.
Ich hoffe sosehr, dass es bei ihm "fruchtet", denn eine Trennung wäre sehr schwer für uns.

Ich werde weiter berichten, wenns interessiert!

Vielen Dank, viola


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22. Oktober 2004 um 10:15
In Antwort auf lim_12334600

Hallo kleineente,
ja, ich habe vorher voll gearbeitet und habe den Haushalt ebenfalls alleine gemacht.
Wir hatten einmal in der Woche eine Putzfrau, dass wir wenigstens das Wochenende zusammen verbringen konnten.
All das ist aber auch okay, denn jetzt bin ich ja schließlich zu Hause und kann all diese Dinge machen.
Versorgt bin ich auch, die Rentenversicherung läuft privat.
Das sind ja auch alles nicht die Punkte, die mich stören. Mein Mann war schon immer eher ein Pascha und ich wußte, auf was ich mich da einlasse.
Das Kind wollten wir beide, es ist ein absolutes Wunschkind.
Er hat einfach ein geringschätziges Verhalten anderen Mitmenschen gegenüber. Er kennt keine Grenzen und verlangt, dass man ihn so nimmt, wie er ist. Ist er zuweit gegangen, merkt er es nicht selbst, man muss ihn mit der Nase drauf stupsen und dann kommt auch eine Entschuldigung. Aber leider nur verbal, nicht von Herzen.
Das merke ich daran, dass er das nächste Mal in einer ähnlichen Situation genauso wieder reagiert.
Das ist das eine, das Andere ist, dass er keineswegs für sich alleine sorgen kann.
Bin ich mal bei meinen Eltern und er muss morgens alleine aufstehen, dann kommt er zu spät. Ich muss ihn also rausklingeln.
Hört er es nicht und kommt trotzdem zu spät, bekomm ich zu hören, dass ich das Telefon nicht lange genug habe klingeln lassen. Also wieder bin ich Schuld.
Termine vergisst er, wenn ich mich nicht drum kümmer.
Ich muss für ihn mitdenken und er "schlägt" nur um sich.
Es ist seine Erziehung, die er (NIE!)genossen hat. Dessen bin ich mir sicher. Aber er ist alt genug, um zu wissen, dass er so nicht weiter machen darf und kann.

Von einem Besuch beim Rechtsanwalt werde ich absehen, dass leuchtet mir ein.
Am Wochenende werde ich ihn nochmals in Ruhe auf das Problem ansprechen.
Wie ich es ganau auf den Punkt bringen soll, weiß ich zwar noch nicht, aber ich werde mir bis dahin noch viele Gedanken machen.

Nochmals vielen Dank, für weitere Tipps bin ich offen

viola

Im Prinzip
hast Du also 2Kinder. nur ist es fraglich, ob Du das große Kind noch erziehen kannst.

Du bist leider finanziell von ihm abhängig. Wenn das nicht so wäre, würde ich ihn ab und zu auflaufen lassen.
Wenn er den Termin verpennt, muß er es auch ausbaden, aber da dabei euer Auskommen dranhängt wird das schwierig.

wolkenschaf

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22. Oktober 2004 um 16:20

Gegenseitiger Respekt ?
eine schwierige, für mich bekannte, Problematik.

Meine Frau hat auch oft den Eindruck das ich ihr zuwenig Respekt, bzw. Annerkennung, für ihre Leistung als Hausfrau entgegenbringe.

Tatsächlich empfinde ich es jedoch nicht so. Ich kann sie ja schlecht jeden Abend bemitleiden wie hart sie es doch hat. Wie sollte deiner Meinung nach der Respekt den gezeigt werden ?

Im Gegenzug empfinde ich es oft so das meine Frau meine Leistungen für die Famile nicht gebührend anerkennt.

Hier hilft meiner Meinung nach nur das man sich (sofern es der Partner auch verdient) gegenseitig die notwendige Anerkennung gewährt.

Am besten wäre es wenn man die Möglichkeit hätte für gewisse Zeit die Rollen zu tauschen. Ich persönlich würde sehr gerne mal für 1-2 Jahre nur Hausmann sein. Finanziell ist dies leider nicht möglich.

Bei Bekannten von uns, zwei Beamte, war dies möglich und sie haben den Erziehungsurlaub geteilt. Das war hochinteressant. Beide haben jeweils immer die gerade ausgeführte Zeit (Beruf oder Erziehungszeit) als die härtere betrachtet. Die beiden hatten gewaltige Streitereien bezüglich der Anerkennung der jeweiligen Tätigkeit, und jeder beharrte darauf das er gerade mehr leisten müsse, egal ob er (oder sie) zu der Zeit im Beruf oder im Erziehungsurlaub waren.
Wie kann das wohl möglich sein ??? Na ja, vielleicht liegt es ja daran das beide Beamte sind und es hier tatsächlich Diskussionen geben kann wer mehr leisten muß.

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22. Oktober 2004 um 23:26

Also,
bisher konnte ich noch relativ neutral Deine Beiträge beantworten. Jetzt finde ich allerdings auch, dass du einen absoluten Tunnelblick hast.
Erstens sehe ich mich nicht in finanzieller Abhängigkeit, denn ich könnte jederzeit auch ohne ihn zurecht kommen.
Und ob Du es glaubst oder nicht, mein Beruf hat mir über 10 Jahre Erfüllung geboten, aber als ich meinen Mann kennenlernte, war mir anderes wichtiger.
Schade, dass Du diese Erfahrung noch nicht machen durftest.
Ich wünsche Dir für Deine ach so tolle Lebenseinstellung alles Gute und hoffe, dass Du Deinen Pfad nie verlassen musst!!

Ciao viola

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