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Zivilcourage oder: Bin ich dumm?

8. April um 1:19

Guten Abend!

Ich komme gerade von einer Bar-Tour in der Stadt zurück. Vielleicht muss ich vorher sagen, dass ich schon den ganzen Tag recht dünnhäutig auf verbale Interaktionen reagiert habe (sehr leicht reizbar eben) und ein paar Zickereien sicher nicht abgeneigt war. 

Auf der Suche danach war ich aber nicht. Ich wartete mit meinen Freunden an der Bus-Halte. Die halbe Stadt war wegen einer Veranstaltung abgesperrt gewesen und die Busse hatten wegen den Umwegen ziemliche Verspätungen, weshalb auch dauernd Informations-Leuchtwesten-Personal an der Haltestelle auf und ab ging. Wir fragten einen der Info-Typen, ob die Busse überhaupt fahren, was der bejahte und wir stellten uns (unbewusst) neben ihn. Wir warteten ein paar Minuten, quatschen ein wenig, bis auf einmal einer von den Wartenden auf den Info-Typen zukommt. Jetzt gehts los. 
Der Wartende fragt den Info-Mann nicht unbedingt freundlich, was mit dem Bus los sei (es standen eigentlich überall Infotafeln rum). Ich dachte mir nichts dabei und der Info-Mann gab normal Auskunft: Es sei wegen der Veranstaltung zu ein paar Verspätungen gekommen. Der Wartende lässt ihn nicht mal ausreden. Er spricht ihm drein und sagt, es interessiere ihn nicht. Er verlange, dass er (also der Info-Mann) jetzt unverzüglich in der Zentrale anruft und nachfragt, wann dieser Bus endlich kommt, in einem wirklich echt  respektlosen Tonfall. Ich beobachtete das Gespräch entsetzt, und sagte dem Wartenden ein paar Mal: "Hey, ruhig jetzt!" Bis der Wartende handgreiflich wird. Er greift dem Info-Mann einfach an die Westentasche, wo er das Handy, bzw. das Funkgerät vermutete, wird immer ausfälliger. Und mir selber platzte der Kragen endgültig. Ich schrie den Mann regelrecht an, ob es ihm eigentlich noch gut  gehe, Arsch**** war einer der netteren Ausdrücke. Meine Freunde hielten mich nach ein paar flücherischen Ergüssen zurück (Jetzt tu nicht so). Und ich zittere vor Wut. Ich liess den respektlosen Wartenden sein Gefecht austragen und schüttelte nur noch unnachlässig den Kopf, murmelte immer wieder was für ein Wi**er er doch sei und so weiter. Der Info-Mann konnte sich dann irgendwann lösen und kam dann noch kurz zu mir: Er fand es ja nett, das ich mich so einsetzte, aber ich dürfe das nicht wieder tun. 

Ich verstehe schon warum. Meine Wortwahl war sicher alles andere als diplomatisch und meine Lautstärke, naja. Sogar meine Freunde schämten sich dann für mich. Im Nachhinein würde ich auch nicht mehr so aus der Haut fahren, aber wenn ich Leute sehe, die anderen einfach absolut grundlos ohne jeglichen Respekt begegnen, dann speit bei mir die Galle und meine Veräusserungen richten sich dann leider meist danach. 

Aber abgesehen von meiner fehlgeleiteten Reaktion: Ich war weit und breit die einzige, die sich irgendwie für den Info-Typen einsetzte. Wenn mich jemand so herablassend angemachen würde, hätte ich wohl zu einer Ohrfeige gegriffen. Die Haltestelle war während des Szenarios recht gut besetzt, mehr als ein paar geistleere Gaffer, die den Streit zwischen den beiden Männern verfolgten, resultierte sich daraus aber nicht. 

Irgendwie komme ich mir richtig dämlich vor. War die Absicht, sich für den Info-Mann einzusetzen, überhaupt angebracht? Oder ist die geistige Präsenz der Gesellschaft in ihrem Alltag so dermassen ins Delirium abgedriftet, dass die meisten gar nicht mehr kapieren, was um sie herum passiert/ sich von der Aussenwelt abschotten? Wie handhabt ihr es mit Zivilcourage? Wie fühlt ihr euch in solchen Situationen? Werdet ihr auch zu tickenden Zeitbomben oder könnt ihr diese neutral und distanziert handhaben? 

Würde mich sehr über eine angeregte Diskussion freuen. 

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8. April um 1:32

Ich greife ein wenn ich denke das jemand Hilfe braucht. Ansonsten empfinde ich das als unangebracht. Vermutlich hatte der Info-Typ die Situation unter Kontrolle, er wird wohl öfter mit solchen Typen konfrontiert sein.

Wenn man die Leute belehren möchte reicht auch ein Spruch den man ihnen drücken kann, statt so abzugehen wie ein Zäpfchen.

LG

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8. April um 6:52
In Antwort auf lohtse

Guten Abend!

Ich komme gerade von einer Bar-Tour in der Stadt zurück. Vielleicht muss ich vorher sagen, dass ich schon den ganzen Tag recht dünnhäutig auf verbale Interaktionen reagiert habe (sehr leicht reizbar eben) und ein paar Zickereien sicher nicht abgeneigt war. 

Auf der Suche danach war ich aber nicht. Ich wartete mit meinen Freunden an der Bus-Halte. Die halbe Stadt war wegen einer Veranstaltung abgesperrt gewesen und die Busse hatten wegen den Umwegen ziemliche Verspätungen, weshalb auch dauernd Informations-Leuchtwesten-Personal an der Haltestelle auf und ab ging. Wir fragten einen der Info-Typen, ob die Busse überhaupt fahren, was der bejahte und wir stellten uns (unbewusst) neben ihn. Wir warteten ein paar Minuten, quatschen ein wenig, bis auf einmal einer von den Wartenden auf den Info-Typen zukommt. Jetzt gehts los. 
Der Wartende fragt den Info-Mann nicht unbedingt freundlich, was mit dem Bus los sei (es standen eigentlich überall Infotafeln rum). Ich dachte mir nichts dabei und der Info-Mann gab normal Auskunft: Es sei wegen der Veranstaltung zu ein paar Verspätungen gekommen. Der Wartende lässt ihn nicht mal ausreden. Er spricht ihm drein und sagt, es interessiere ihn nicht. Er verlange, dass er (also der Info-Mann) jetzt unverzüglich in der Zentrale anruft und nachfragt, wann dieser Bus endlich kommt, in einem wirklich echt  respektlosen Tonfall. Ich beobachtete das Gespräch entsetzt, und sagte dem Wartenden ein paar Mal: "Hey, ruhig jetzt!" Bis der Wartende handgreiflich wird. Er greift dem Info-Mann einfach an die Westentasche, wo er das Handy, bzw. das Funkgerät vermutete, wird immer ausfälliger. Und mir selber platzte der Kragen endgültig. Ich schrie den Mann regelrecht an, ob es ihm eigentlich noch gut  gehe, Arsch**** war einer der netteren Ausdrücke. Meine Freunde hielten mich nach ein paar flücherischen Ergüssen zurück (Jetzt tu nicht so). Und ich zittere vor Wut. Ich liess den respektlosen Wartenden sein Gefecht austragen und schüttelte nur noch unnachlässig den Kopf, murmelte immer wieder was für ein Wi**er er doch sei und so weiter. Der Info-Mann konnte sich dann irgendwann lösen und kam dann noch kurz zu mir: Er fand es ja nett, das ich mich so einsetzte, aber ich dürfe das nicht wieder tun. 

Ich verstehe schon warum. Meine Wortwahl war sicher alles andere als diplomatisch und meine Lautstärke, naja. Sogar meine Freunde schämten sich dann für mich. Im Nachhinein würde ich auch nicht mehr so aus der Haut fahren, aber wenn ich Leute sehe, die anderen einfach absolut grundlos ohne jeglichen Respekt begegnen, dann speit bei mir die Galle und meine Veräusserungen richten sich dann leider meist danach. 

Aber abgesehen von meiner fehlgeleiteten Reaktion: Ich war weit und breit die einzige, die sich irgendwie für den Info-Typen einsetzte. Wenn mich jemand so herablassend angemachen würde, hätte ich wohl zu einer Ohrfeige gegriffen. Die Haltestelle war während des Szenarios recht gut besetzt, mehr als ein paar geistleere Gaffer, die den Streit zwischen den beiden Männern verfolgten, resultierte sich daraus aber nicht. 

Irgendwie komme ich mir richtig dämlich vor. War die Absicht, sich für den Info-Mann einzusetzen, überhaupt angebracht? Oder ist die geistige Präsenz der Gesellschaft in ihrem Alltag so dermassen ins Delirium abgedriftet, dass die meisten gar nicht mehr kapieren, was um sie herum passiert/ sich von der Aussenwelt abschotten? Wie handhabt ihr es mit Zivilcourage? Wie fühlt ihr euch in solchen Situationen? Werdet ihr auch zu tickenden Zeitbomben oder könnt ihr diese neutral und distanziert handhaben? 

Würde mich sehr über eine angeregte Diskussion freuen. 

Ich finde deine Reaktion nicht angebracht. Grad als Student hab ich öfter in solchen Positionen gearbeitet, in denen die Leute gerne mal ungemütlich wurden (Ordnertätigkeiten) und später hab ich dann in der Reklamation gearbeitet.

Hätte sich da jemand Anderes so aufgespielt und "für mich eingesetzt" hätte ich das nur als extrem anstrengend empfunden.
Im Prinzip ist das ja seine Arbeit mit den maulenden und genervten Leuten umzugehen, in der Tätigkeit ist man es gewohnt, dass die Leute ihre schlechte Laune an einem auslassen.

Du hast da nicht geholfen, sondern auch einfach nur deine schlechte Laune ausgelassen - nicht mehr und nicht weniger.

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8. April um 13:30
In Antwort auf lohtse

Guten Abend!

Ich komme gerade von einer Bar-Tour in der Stadt zurück. Vielleicht muss ich vorher sagen, dass ich schon den ganzen Tag recht dünnhäutig auf verbale Interaktionen reagiert habe (sehr leicht reizbar eben) und ein paar Zickereien sicher nicht abgeneigt war. 

Auf der Suche danach war ich aber nicht. Ich wartete mit meinen Freunden an der Bus-Halte. Die halbe Stadt war wegen einer Veranstaltung abgesperrt gewesen und die Busse hatten wegen den Umwegen ziemliche Verspätungen, weshalb auch dauernd Informations-Leuchtwesten-Personal an der Haltestelle auf und ab ging. Wir fragten einen der Info-Typen, ob die Busse überhaupt fahren, was der bejahte und wir stellten uns (unbewusst) neben ihn. Wir warteten ein paar Minuten, quatschen ein wenig, bis auf einmal einer von den Wartenden auf den Info-Typen zukommt. Jetzt gehts los. 
Der Wartende fragt den Info-Mann nicht unbedingt freundlich, was mit dem Bus los sei (es standen eigentlich überall Infotafeln rum). Ich dachte mir nichts dabei und der Info-Mann gab normal Auskunft: Es sei wegen der Veranstaltung zu ein paar Verspätungen gekommen. Der Wartende lässt ihn nicht mal ausreden. Er spricht ihm drein und sagt, es interessiere ihn nicht. Er verlange, dass er (also der Info-Mann) jetzt unverzüglich in der Zentrale anruft und nachfragt, wann dieser Bus endlich kommt, in einem wirklich echt  respektlosen Tonfall. Ich beobachtete das Gespräch entsetzt, und sagte dem Wartenden ein paar Mal: "Hey, ruhig jetzt!" Bis der Wartende handgreiflich wird. Er greift dem Info-Mann einfach an die Westentasche, wo er das Handy, bzw. das Funkgerät vermutete, wird immer ausfälliger. Und mir selber platzte der Kragen endgültig. Ich schrie den Mann regelrecht an, ob es ihm eigentlich noch gut  gehe, Arsch**** war einer der netteren Ausdrücke. Meine Freunde hielten mich nach ein paar flücherischen Ergüssen zurück (Jetzt tu nicht so). Und ich zittere vor Wut. Ich liess den respektlosen Wartenden sein Gefecht austragen und schüttelte nur noch unnachlässig den Kopf, murmelte immer wieder was für ein Wi**er er doch sei und so weiter. Der Info-Mann konnte sich dann irgendwann lösen und kam dann noch kurz zu mir: Er fand es ja nett, das ich mich so einsetzte, aber ich dürfe das nicht wieder tun. 

Ich verstehe schon warum. Meine Wortwahl war sicher alles andere als diplomatisch und meine Lautstärke, naja. Sogar meine Freunde schämten sich dann für mich. Im Nachhinein würde ich auch nicht mehr so aus der Haut fahren, aber wenn ich Leute sehe, die anderen einfach absolut grundlos ohne jeglichen Respekt begegnen, dann speit bei mir die Galle und meine Veräusserungen richten sich dann leider meist danach. 

Aber abgesehen von meiner fehlgeleiteten Reaktion: Ich war weit und breit die einzige, die sich irgendwie für den Info-Typen einsetzte. Wenn mich jemand so herablassend angemachen würde, hätte ich wohl zu einer Ohrfeige gegriffen. Die Haltestelle war während des Szenarios recht gut besetzt, mehr als ein paar geistleere Gaffer, die den Streit zwischen den beiden Männern verfolgten, resultierte sich daraus aber nicht. 

Irgendwie komme ich mir richtig dämlich vor. War die Absicht, sich für den Info-Mann einzusetzen, überhaupt angebracht? Oder ist die geistige Präsenz der Gesellschaft in ihrem Alltag so dermassen ins Delirium abgedriftet, dass die meisten gar nicht mehr kapieren, was um sie herum passiert/ sich von der Aussenwelt abschotten? Wie handhabt ihr es mit Zivilcourage? Wie fühlt ihr euch in solchen Situationen? Werdet ihr auch zu tickenden Zeitbomben oder könnt ihr diese neutral und distanziert handhaben? 

Würde mich sehr über eine angeregte Diskussion freuen. 

Zivilcourage sehe ich bei deinem Handeln nicht. Der Andere mag respektlos gewesen sein, später auch leicht handgrifflich aber was hast du gemacht? Nur gezetert und provoziert. Wenn man sich entschließt einzugreifen dann ist diese Art die schlechteste. Sie hilft keinen und statt 1 "Verrückten" hat es der arme Info-Mann auf einmal mit 2 zu tun.
Wenn man eingreift, sollte man schon wissen was man tut. Meist ist ein Anruf bei der Polizei das beste Eingreifen, insbesondere für den Eigenschutz.

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9. April um 11:08
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Guten Abend!

Ich komme gerade von einer Bar-Tour in der Stadt zurück. Vielleicht muss ich vorher sagen, dass ich schon den ganzen Tag recht dünnhäutig auf verbale Interaktionen reagiert habe (sehr leicht reizbar eben) und ein paar Zickereien sicher nicht abgeneigt war. 

Auf der Suche danach war ich aber nicht. Ich wartete mit meinen Freunden an der Bus-Halte. Die halbe Stadt war wegen einer Veranstaltung abgesperrt gewesen und die Busse hatten wegen den Umwegen ziemliche Verspätungen, weshalb auch dauernd Informations-Leuchtwesten-Personal an der Haltestelle auf und ab ging. Wir fragten einen der Info-Typen, ob die Busse überhaupt fahren, was der bejahte und wir stellten uns (unbewusst) neben ihn. Wir warteten ein paar Minuten, quatschen ein wenig, bis auf einmal einer von den Wartenden auf den Info-Typen zukommt. Jetzt gehts los. 
Der Wartende fragt den Info-Mann nicht unbedingt freundlich, was mit dem Bus los sei (es standen eigentlich überall Infotafeln rum). Ich dachte mir nichts dabei und der Info-Mann gab normal Auskunft: Es sei wegen der Veranstaltung zu ein paar Verspätungen gekommen. Der Wartende lässt ihn nicht mal ausreden. Er spricht ihm drein und sagt, es interessiere ihn nicht. Er verlange, dass er (also der Info-Mann) jetzt unverzüglich in der Zentrale anruft und nachfragt, wann dieser Bus endlich kommt, in einem wirklich echt  respektlosen Tonfall. Ich beobachtete das Gespräch entsetzt, und sagte dem Wartenden ein paar Mal: "Hey, ruhig jetzt!" Bis der Wartende handgreiflich wird. Er greift dem Info-Mann einfach an die Westentasche, wo er das Handy, bzw. das Funkgerät vermutete, wird immer ausfälliger. Und mir selber platzte der Kragen endgültig. Ich schrie den Mann regelrecht an, ob es ihm eigentlich noch gut  gehe, Arsch**** war einer der netteren Ausdrücke. Meine Freunde hielten mich nach ein paar flücherischen Ergüssen zurück (Jetzt tu nicht so). Und ich zittere vor Wut. Ich liess den respektlosen Wartenden sein Gefecht austragen und schüttelte nur noch unnachlässig den Kopf, murmelte immer wieder was für ein Wi**er er doch sei und so weiter. Der Info-Mann konnte sich dann irgendwann lösen und kam dann noch kurz zu mir: Er fand es ja nett, das ich mich so einsetzte, aber ich dürfe das nicht wieder tun. 

Ich verstehe schon warum. Meine Wortwahl war sicher alles andere als diplomatisch und meine Lautstärke, naja. Sogar meine Freunde schämten sich dann für mich. Im Nachhinein würde ich auch nicht mehr so aus der Haut fahren, aber wenn ich Leute sehe, die anderen einfach absolut grundlos ohne jeglichen Respekt begegnen, dann speit bei mir die Galle und meine Veräusserungen richten sich dann leider meist danach. 

Aber abgesehen von meiner fehlgeleiteten Reaktion: Ich war weit und breit die einzige, die sich irgendwie für den Info-Typen einsetzte. Wenn mich jemand so herablassend angemachen würde, hätte ich wohl zu einer Ohrfeige gegriffen. Die Haltestelle war während des Szenarios recht gut besetzt, mehr als ein paar geistleere Gaffer, die den Streit zwischen den beiden Männern verfolgten, resultierte sich daraus aber nicht. 

Irgendwie komme ich mir richtig dämlich vor. War die Absicht, sich für den Info-Mann einzusetzen, überhaupt angebracht? Oder ist die geistige Präsenz der Gesellschaft in ihrem Alltag so dermassen ins Delirium abgedriftet, dass die meisten gar nicht mehr kapieren, was um sie herum passiert/ sich von der Aussenwelt abschotten? Wie handhabt ihr es mit Zivilcourage? Wie fühlt ihr euch in solchen Situationen? Werdet ihr auch zu tickenden Zeitbomben oder könnt ihr diese neutral und distanziert handhaben? 

Würde mich sehr über eine angeregte Diskussion freuen. 

ich finde es sehr gut, dass du reagiert hast. ich zähle auch zu den wenigen, die sofort einschreiten wenn was ist. ich mache das ganz automatisch. allerdings bewahre ich mehr die haltung als du. das solltest du unbedingt lernen, denn dadurch wirkst du asiozial, obwohl du total gute absichten hast. 

dennoch gut gemacht. 

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21. April um 11:29

Ich finde es gut, dass Du eingegriffen hast, aber Du musst lernen reservierter zu sein.
Ich kann verstehen, dass dir die Hutschnur geplatzt ist, denn das Verhalten von dem Kerl ist wirklich unerträglich gewesen und solche Asozialen treiben mich auch an den Rand der Vernunft. Die Serviceleute sind aber in der Regel für solche Fälle geschult und kennen solche Situationen. Man sollte da eher deeskalierend wirken und den Bekloppten, wenn nötig, beruhigen und vom Servicepersonal weglenken. Die Polizei rufen hilft auch schon und bis die eintrifft, kann man den Deppen ablenken. Wenn er dann ggü. einem selbst handgreiflich wird, kann man sich ja verteidigen. ... da ist aber auch vorsicht geboten, da mittlerweile viele Deppen ein Messer einstecken haben und falls doch zugeschlagen wird, dann meist auch nur im Rudel - auf einen ehrlichen und fairen Handkampf Mann gegen Mann lässt sich kaum noch einer ein, die Zeiten sind leider vorbei.

Es muss wieder mehr Zivilcourage geben. Das kann allerdings auch schnell in die Hose gehen und man sollte dann eine gute Rückzugsstrategie parat haben. Ich habe auch schon häufiger eingegriffen und es war ein paar Mal auch ziemlich unüberlegt und dumm, da ich alleine war oder die Situation ganz schnell meiner Kontrolle hätte entgleiten können. Wichtig wäre es andere miteinzubinden und aufzufordern. Du hättest etwas zu den Umstehenden sagen können ala - Was meinen Sie denn dazu? So kann der Kerl den Mitarbeiter nicht behandeln. Helfen Sie bitte mit!
... übrigens, wenn man Hilfe braucht - NIEMALS HIlfe rufen, ruf(t) lieber Feuer! Das ist erwiesenermaßen besser, da mehr Leute reagieren, als wenn jmd. um Hilfe ruft.

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21. April um 11:34

... und übrigens vorsicht ... wenn Drogen im Spiel sind. Wenn jemand synthetische oder aufputschende Drogen wie Speed, Kokain, Meth oder dergleichen konsumiert hat, sind die Leute nicht nur aggressiv und aufgeputscht, die haben dazu auch noch eine herabgesetzte Hemmschwelle und vorallem auch oft ein vermindertes Schmerzempfinden - dein Gegenüber merkt also nicht unbedingt, wenn es ihm bei einer Handgreiflichkeit mies geht oder Schluss sein sollte und am Ende bist Du noch der Dumme, weil er dir im Rausch etwas zufügt und es nicht merkt oder er nicht merkt, dass er besser aufhören sollte, da er zuviel eintsecken musste und am Ende bist Du noch der Dumme, der den Schaden zu tragen hat.

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