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Zeitgeist und Modetrends.

6. Juli 2009 um 12:03

Die neue Herbstmode bringt es an den Tag: siehe Gofeminin.de

Verrückter gehts kaum noch!

Von den neuen Herbstkatalogen habe ich maximal 5 Seiten durchgesehen.

Mein Urteil: Druckkostenverschwendung!

ABER: die Leute kaufen das Zeug, obwohl überall das Geld knapp ist.

Die Leute gehen auch feiern, fahren in Urlaub und lassen es sich gut gehen, obwohl sie nicht wissen, ob sie im Herbst überhaupt noch Arbeit haben werden.

Ein Blick in die Geschichtsbücher genügt, um das Phänomen zu erklären: vor radikalen politischen Umwälzungen gehen die Bürger nochmal aufs Ganze.

Schließlich könnte es ja das letzte Mal gewesen sein, dass man sich was leisten kann.

Nach uns die Sintflut.

Die nächsten Generationen werden ja die Rechnungen begleichen, die wir gemacht haben.

Ich habe eine Erklärung und begreife doch nichts.

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6. Juli 2009 um 12:46

Du hast es erfasst, Mona!
Anstatt sich irgendwelche unnötigen Dinge zu verkneifen, drehen manche Leute jetzt erst richtig auf.

Spaß und Feiern bis zum Abwinken.

Und hinterher wird gejammert, was man doch für Schulden hätte.

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6. Juli 2009 um 13:24


Ich vergleiche die Situation auf unserer Weltkugel mit dem Untergang der Titanic: Alle wissen von der Katastrophe und die Bordkapelle spielt fröhliche Weisen.

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6. Juli 2009 um 13:28

Aber ist es denn nicht so,
dass konsum immer auch die wirtschaft ankurbelt?


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6. Juli 2009 um 14:04
In Antwort auf lemonice73

Aber ist es denn nicht so,
dass konsum immer auch die wirtschaft ankurbelt?


Ja sollte
wenn die nötige Liquidität vorhanden ist

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6. Juli 2009 um 14:35
In Antwort auf monixs

Ja sollte
wenn die nötige Liquidität vorhanden ist

Sparen oder ausgeben
meine selige omi war zeit ihres lebens äußerst sparsam. die mageren kriegsjahre haben sie wohl so nachhaltig geprägt, dass sie selbst später, in den fetten jahren, sehr sehr knausrig war. - nicht geizig, so dass sie uns nichts geboten hätte, viel eher sparsam mit sich selbst!
als sie längst nicht mehr gut zu fuß war, nahm sie lieber den weiten, für sie enorm mühseligen weg zur bushaltestelle auf sich, als sich ein taxi zu gönnen. sie verzichtete weitgehendst auf fleisch, denn das war ihr zu teuer. sie saß lieber im dunkeln, denn das sparte geld. und sie verließ das krankenhaus lieber früher als empfohlen, denn auch das war vermeintlich sparsamer.
sie wollte ihren nachkommen immer etwas hinterlassen, auf dass man gerne an sie zurückdachte.

die andere omi ist das pure gegenteil. sie lebt gerne auf großem fuß, kauft sich dieses und jenes (markenprodukt MUSS sein und je teurer, desto besser), fährt hier hin und dorthin, liebt üppige speisen und kostspielige ausflüge. ihr einziges kapital ist eine eigentumswohnung, die nun wahrscheinlich verkauft werden muss, um ihr pflegepersonal bezahlen zu können. ihre witwenrente haut sie komplett auf den putz. da wird es hinterher nicht mehr viel zu erben geben, aber das soll ihr problem nicht sein.

ich denke an beide omis voller liebe. an die eine, weil sie so bescheiden mit sich war, und an die andere, weil sie eben bis zum letzten tag das leben, das einst hart genug war, genießen möchte...



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6. Juli 2009 um 14:46

Ich weiß nicht.....
...."Ottonormalverbraucher" spürt die Krise einfach noch nicht so stark!
Die Arbeitslosenzahl ist doch kürlich erst sogar gesunken! (Gut, das sagt noch nichts über die Qualität der Jobs aus....)

Natürlich gibt es auch unter der "Zivilbevölkerung" (also jenen, die direkt nichts oder wenig mit der Börse zu tun haben) Opfer. Aber so lange das Geld eben nicht knapp ist - warum einschränken? Damit sich die Menschen alle ins Geld flüchten und wir eine Inflation erleben? Konsum ist gut und wichtig für die Wirtschaft.
Außerdem wird ja nicht mehr ausgegeben als sonst. Überall hört man "Der Kleinhandel verzeichnet keine Einbußen und erwartet keine Einnahme-Defizite im Sommer" oder ähnliches. Nichts mit "Rekord-Konsum! Menschen kaufen blind den letzten Dreck!"

Die Rechnungen müssen die nächsten Generationen begleichen? Ja, welche Rechnungen denn? Wurde im Fernsehen von riesigen Kredit-Schwemmen gesprochen? Ich verstehe es so, dass die Menschen immer noch eher dazu tendieren, Geld auszugeben, das sie auch haben.
Was aber künftige Generationen (und auch wir) sehr bald wieder gerade rücken müssen, sind die ganzen Konjunktur-Pakete, mit denen die Politik gerade im Blindschuss-Verfahren versucht die Wirtschaft zu retten. Bingo mit Steuergeldern spielen.... Das könnte gefährlich werden.

Nichts desto trotz schätzen Unternehmer aus vielen Ländern Deutschland als Rrisikosicherstes Land in der Krise ein. Vielleicht ein Zeichen, dass wir aus der Krise gestärkt hevor gehen könnten?
Wer weiß? Diesen Hoffnungsschimmer am Horizont würde ich aber zumindest nicht wegreden wollen.

LG
Ele

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6. Juli 2009 um 15:39


Ich bin auch gegen voreilige Panikmache. Zu früh zu geizig zu werden ist das Schlimmste, was wir jetzt tun könnten. Woher kommt denn unser Gehalt? Für gewöhnlich doch direkt oder indirekt ebenfalls durch Konsum.
Dazu raten, den Konsum einzuschränken? Wer gewinnt dadurch?

Und wozu den Leidensweg auch noch vorschieben? Wollen wir etwa alle noch ein wenig länger als nötig leiden?

Daher gebe ich auch gerne ein paar Euronen für ein Bäumchen aus und hoffe, dass im nächsten Jahr Früchte daran wachen

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6. Juli 2009 um 15:40
In Antwort auf eleonor


Ich bin auch gegen voreilige Panikmache. Zu früh zu geizig zu werden ist das Schlimmste, was wir jetzt tun könnten. Woher kommt denn unser Gehalt? Für gewöhnlich doch direkt oder indirekt ebenfalls durch Konsum.
Dazu raten, den Konsum einzuschränken? Wer gewinnt dadurch?

Und wozu den Leidensweg auch noch vorschieben? Wollen wir etwa alle noch ein wenig länger als nötig leiden?

Daher gebe ich auch gerne ein paar Euronen für ein Bäumchen aus und hoffe, dass im nächsten Jahr Früchte daran wachen

..Früchte daran wachsen...
Wachen brauchen sie nicht.....

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6. Juli 2009 um 15:59

Ganz genau!
Das Problem lag von Anfang an nicht beim Konsumenten, der Arbeit gegen abstrake Werte (Geld) und Geld gegen echte Werte (Waren) tauscht.


Falls jemand nicht so recht weiß, ob er bei all der Absurdität (Wirtschaftskrise aufgrund von abstrakten Werten, die teilweise nie einen Gegenwert besessen haben) lachen oder weinen soll, der schaue sich folgendes, lehrreiches und dennoch nicht ganz ernst gemeinte Video zum Thema "Geld" und "Weltherrschaft" an:

http://www.youtube.com/watch?v=9BrLrwbkQWQ

Danach weiß man zwar immernoch nicht, ob man lachen oder weinen sollte, aber das ist bei dieser Art von Humor ja auch üblich

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6. Juli 2009 um 16:57

Also, wenn ich als kleiner Verbraucher nicht weiß,
ob ich in 3 Monaten noch Arbeit haben werde, dann stören mich erst mal nicht die Probleme der Banken, sondern mein eigenes Überleben.

Und wenn nur noch Geld-Ausgeben Sinn macht, dann lege ich mir zuallererst mal einen haltbaren Lebensmittelvorrat an; sowie alle Alltagssachen, die ich und meine Familie immer brauchen. Glaubt mir, wer eine Familie zu ernähren hat, bei dem gehen auf diese Art sehr schnell einige Tausend Euro über die Ladentheke.

Überlebenspläne gabs noch lange nach dem 2. Weltkrieg; die sind allerdings heute in Vergessenheit geraten. Sinnvoll sind sie allemal.

Auf alles würde ich auch nicht verzichten, aber ich würde sehr genau überlegen, welche Ausgaben sinnvoll sind und welche nicht. Modischer Firlefanz würde in unsicheren Zeiten zu allererst dem Rotstift zum Opfer fallen.

Meine Oma hat mich gelehrt, dass man in guten Zeiten vorsorgen soll auf magere Zeiten.

Viele Tiere machen es auch so und überleben die schlechte Saison im Winter.

Sind die alle blöd oder was?

Ich glaube nicht alles, was uns an Nachrichten vorgekaut wird.

Dem Handel gehts gut. Ja, das sehe ich jeden Tag in der Stadt, wie gut es dem Handel geht.....

An welcher Stelle darf ich lachen

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6. Juli 2009 um 17:11
In Antwort auf guake

Also, wenn ich als kleiner Verbraucher nicht weiß,
ob ich in 3 Monaten noch Arbeit haben werde, dann stören mich erst mal nicht die Probleme der Banken, sondern mein eigenes Überleben.

Und wenn nur noch Geld-Ausgeben Sinn macht, dann lege ich mir zuallererst mal einen haltbaren Lebensmittelvorrat an; sowie alle Alltagssachen, die ich und meine Familie immer brauchen. Glaubt mir, wer eine Familie zu ernähren hat, bei dem gehen auf diese Art sehr schnell einige Tausend Euro über die Ladentheke.

Überlebenspläne gabs noch lange nach dem 2. Weltkrieg; die sind allerdings heute in Vergessenheit geraten. Sinnvoll sind sie allemal.

Auf alles würde ich auch nicht verzichten, aber ich würde sehr genau überlegen, welche Ausgaben sinnvoll sind und welche nicht. Modischer Firlefanz würde in unsicheren Zeiten zu allererst dem Rotstift zum Opfer fallen.

Meine Oma hat mich gelehrt, dass man in guten Zeiten vorsorgen soll auf magere Zeiten.

Viele Tiere machen es auch so und überleben die schlechte Saison im Winter.

Sind die alle blöd oder was?

Ich glaube nicht alles, was uns an Nachrichten vorgekaut wird.

Dem Handel gehts gut. Ja, das sehe ich jeden Tag in der Stadt, wie gut es dem Handel geht.....

An welcher Stelle darf ich lachen

@Viele Tiere machen es auch so und überleben die schlechte Saison im Winter
Ja, aber sie können schließlich auch keinen Einfluss darauf nehmen, ob der Winter kommt oder nicht.

Ob die Wirtschaft sich nun gut und schnell erholt oder ganz zusammen bricht liegt nicht zuletzt daran, wie sich der größte Teil der Konsumenten verhält.
Und was haben wir davon, wenn alle Menschen Geld sparen? Das durchschnittliche Gehalt sinkt! Und dann wird entsprechend noch mehr gespart und infolge dessen nimmt die Arbeitslosigkeit zu (zuallererst die Discothekenbetreiber und andere Nutznießer der verschwenderischen Freizeitsgestaltung, zu deren Einschränkung du ja appellierst), das Sozialsystem bricht dann irgendwann, wenn es zu viele Arbeitslose gibt, zusammen und schwupps... Super-GAU!

Einen gesunden Puffer für schlechte Zeiten zu behalten ist eine Sache. Das kann man auch ohne Krise tun. Etwas anderes ist aber, den Konsum, der die Wirtschaft trägt, einzuschränken.
Geld ist ohne die Bewegung des Geldes nichts wert!

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6. Juli 2009 um 17:20
In Antwort auf eleonor

@Viele Tiere machen es auch so und überleben die schlechte Saison im Winter
Ja, aber sie können schließlich auch keinen Einfluss darauf nehmen, ob der Winter kommt oder nicht.

Ob die Wirtschaft sich nun gut und schnell erholt oder ganz zusammen bricht liegt nicht zuletzt daran, wie sich der größte Teil der Konsumenten verhält.
Und was haben wir davon, wenn alle Menschen Geld sparen? Das durchschnittliche Gehalt sinkt! Und dann wird entsprechend noch mehr gespart und infolge dessen nimmt die Arbeitslosigkeit zu (zuallererst die Discothekenbetreiber und andere Nutznießer der verschwenderischen Freizeitsgestaltung, zu deren Einschränkung du ja appellierst), das Sozialsystem bricht dann irgendwann, wenn es zu viele Arbeitslose gibt, zusammen und schwupps... Super-GAU!

Einen gesunden Puffer für schlechte Zeiten zu behalten ist eine Sache. Das kann man auch ohne Krise tun. Etwas anderes ist aber, den Konsum, der die Wirtschaft trägt, einzuschränken.
Geld ist ohne die Bewegung des Geldes nichts wert!

Das System bricht so und so zusammen.
Da ist es meines Erachtens egal, ob das in 3 Monaten oder erst in 3 Jahren passiert.

Schneller wäre besser.

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6. Juli 2009 um 17:42
In Antwort auf guake

Das System bricht so und so zusammen.
Da ist es meines Erachtens egal, ob das in 3 Monaten oder erst in 3 Jahren passiert.

Schneller wäre besser.


So pessimistisch bin ich da noch nicht. Und glücklicherweise auch nicht der Großteil Deutschlands.
Ja, es ist eine Risiko-Abschätzung. Du bewertest das Risiko höher als ich. Die Zukunft wird zeigen, wer im Nachhinein richtig gedacht hat.

Mein Problem ist aber auch: Ich habe nichts zu sparen! Ich bin noch kein Vollverdiener, stecke noch im Studium. Natürlich liegt es da in meinem Interesse, dass die Wirtschaft eben nicht so schnell wie möglich zusammen bricht.
Deine Taktik produziert nämlich zwangsläufig Verlierer. Nicht jeder hat viel Geld übrig, wenn die regelmäßigen Ausgaben ausgegeben sind. Und das, was diese Personen sparen könnten würde ohnehin nicht über die ganze Krise helfen. Bei weitem nicht.
Für mich persönlich ist also die Taktik "Jetzt leben!" selbst dann die sinnvollere, wenn die Wirtschaft wirklich nur noch zuckt.

Darüber hinaus haben wir aber wahrscheinlich noch nicht den "Point of no return" erreicht. Mit der Geiz-Taktik wird er jedoch viel wahrscheinlicher.
Daher bin ich nach wie vor froh, wenn die meisten sich eben nicht schon in das stille "Jeder ist sich selbst der Nächste"-Kämmerlein verzogen haben, sondern auch noch hier und da einen Euro mehr als nötig ausgeben.

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6. Juli 2009 um 19:25

Hab ich gesagt, dein Beitrag ist komisch?
NEIN, hab ich NICHT!

Du kannst also aus deiner Schmollecke rauskommen.

Du beziehst dein Wissen von Nachrichtenagenturen oder woher auch immer.

Ich mach die Augen auf, wenn ich durch die Stadt laufe und denke darüber nach, warum wohl die vielen Läden aufgeben.

Wahrscheinlich nicht, weil sie soviel Geld eingenommen haben, dass sie sich zukünftig ausruhen und ein Federchen in die Luft blasen könnten.

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