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Wirkt jemand, der im allgemeinen einen hilflosen Eindruck macht, behindert?

4. Mai 2017 um 18:08

Liebe Community,

Bekannte, ein Ex-Freund und auch ein Dozent in einer Weiterbildung vermittelten mir desöfteren, dass ich "hilflos" erscheine. Nicht in bestimmten Situationen, sondern im allgemeinen. Eine Kollegin ging sogar einmal soweit zu sagen, sie würde gern meine Mami sein. Ich bin inzwischen Mitte 40!

Leider mache ich immer wieder die Erfahrung, dass viele Menschen mich entweder belächeln oder wie Dreck behandeln. Sowohl im Privat- als auch im Berufsleben. Oft lasse ich mir das gefallen, aber häufig werde ich dann auch aggressiv.

Im Moment mache ich mal wieder die Erfahrung, im Fitnessstudio wie ein Ar... behandelt zu werden. Dabei bin ich nicht fett oder extrem unsportlich. Mag sein, dass ich nicht besonders motiviert wirke. Doch die Trainer grüßen kaum oder gar nicht, wenn ich sie grüße. Wenn ich einige schon mal anlächele, gucken sie weg. Als ich beim letzten Mal nicht wusste, wie ein Gerät funktioniert und nachfragte, wurde der Trainer sehr schnell ungehalten. Obwohl ich meine Ungeschicktheit ein bisschen ins lächerliche gezogen habe.

Auf der Feier eines Bekannten sagte mir dessen Vater einfach so nach wenigen Sätzen des Austauschs, dass ich sehr unbedarft wirke.

Kann man hilflos und vielleicht auch unbedarft bei einer Frau von annähernd 40 Jahren fast schon gleichsetzen mit einer Behinderung?

Wobei ich dazu schreiben muss, dass ich Epilepsie habe. Glaube aber nicht, dass ich dadurch geistig beschränkt bin!

LG
Serlina

 

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4. Mai 2017 um 19:00

Am einfachsten ist wenn es dir egal ist was andere von dir halten. 

Probier es mal aus 

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4. Mai 2017 um 19:00

Am einfachsten ist wenn es dir egal ist was andere von dir halten. 

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6. Mai 2017 um 23:20

Also zu denken geben würde es mir schon, wenn ich von mehreren Leuten in unterschiedlichsten Kontexten sowas gesagt kriegen würde.  Mach doch mal ein Training mit, um mehr Selbstbewusstsein aufzubauen. Du solltest da echt irgendwie dran arbeiten.

Es gibt ja auch Coaching. Such dir einen guten Coach. Und sei es nur, um besser mit dem klar zu kommen, was dir an Reaktionen deiner Mitmenschen so entgegen kommt.

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7. Mai 2017 um 20:02
In Antwort auf dieluise

Also zu denken geben würde es mir schon, wenn ich von mehreren Leuten in unterschiedlichsten Kontexten sowas gesagt kriegen würde.  Mach doch mal ein Training mit, um mehr Selbstbewusstsein aufzubauen. Du solltest da echt irgendwie dran arbeiten.

Es gibt ja auch Coaching. Such dir einen guten Coach. Und sei es nur, um besser mit dem klar zu kommen, was dir an Reaktionen deiner Mitmenschen so entgegen kommt.

Danke für deine Antwort.

Ja, es gibt mir auch sehr zu denken, dass ich mir so etwas von verschiedenen Leuten anhören muss. Manchmal heißt es auch, dass ich so kindlich rüberkomme.
Eigentlich ist es egal, wie ich mich verhalte, es ist immer irgendwie falsch.

Neulich war ich mit einer wirklich netten Bekannten und deren  erwachsenen Tochter essen. Ich habe den Abend als angenehm und locker empfunden. Oft bin ich aufgrund meiner Unsicherheit zu zurückhaltend und rede nicht viel. Doch an dem Abend war ich ziemlich unverkrampft und machte auch ein paar Scherze.
Als wir aus dem Restaurant raus waren, hörte ich meine Bekannte ihre Tochter fragen, wie sie mich denn findet. Deren Antwort war: "Sie zieht eine Schleimspur hinter sich her".
Da war ich natürlich bedient, habe aber nichts gesagt.

Mir einen Coach zu suchen, ist sicherlich eine gute Idee!
Ich habe es nämlich mal mit einer Psychotherapie versucht, aber da hat die Chemie zwischen der Psychotherapeutin und mir nicht gestimmt.

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7. Mai 2017 um 20:10

Ich glaube, meine Unsicherheit hat mit mehreren Faktoren zu tun, und die Epilepsie ist einer davon. Auch hatte ich ein sehr strenges Elternhaus und wurde ständig kontrolliert und mir wurde nichts zugetraut. Genauso hat man mir in der Schule nie etwas zugetraut. Das alles hat mich geprägt.

Ich bin insgesamt sehr verlangsamt, was aber nichts mit den Medikamenten zu tun hat. Schon immer fiel ich durch meine Langsamkeit und Verträumtheit auf, lange bevor die Epilepsie diagnostiziert wurde.
Ich glaube, dass das einfach zu meiner Persönlichkeit dazugehört und ich daran leider nichts ändern kann. Nur halten mich deswegen viele Leute für faul und dumm.

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