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Wir Kinder vom Bahnhof Zoo.....

25. Februar 2003 um 9:26

Hallo ihr Lieben,

habe gestern das Buch zu Ende gelesen und muss sagen, dass mir die Geschichte noch in den Knochen liegt und muss immer daran denken, was die Christiane F. mit 13-14 Jahren schon alles durchgemacht hat. Von den leichten bis zu den härtesten Drogen, Babystrich, 1000 auf Entzug und nichts gebracht und und und....wahnsinn!!!!!!
Habt ihr vielleicht das Buch gelesen?? Wie war euer Gefühl danach???
Das Buch hat mich echt gepackt!!!!!

Eure
Brooklyn

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25. Februar 2003 um 14:57

Mann..
also ich war auch danach fix und fertig! Die waren noch Kinder... das die Eltern nichts gemerkt haben, das ihre Tochter fixt..unfassbar!
Weis echt nicht, wer da mehr Schuld hat, die Kinder oder die Eltern????
Hab auch gehört das Christiane F. heute 40 ist und noch immer mit ihrem Leben nicht klarkommt und immer wieder rückfällig wahr. Schlimm...

Es grüßt
Noxia

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25. Februar 2003 um 14:59

Hallo Brooklyn!
Ich habe dieses Buch das erste Mal gelesen als ich 12Jahre alt war. Und es war wirklich sehr fesselnd. Du kommst nicht mehr los, wenn du einmal angefangen hast, es zu lesen. Und ich habe auch noch Wochen später darüber nachgedacht. Vor allem, wenn man weiß, dass die Geschichte wahr ist. Insgesamt habe ich es 4mal gelesen und ich werde es wieder tun. Aber den Film dazu kann ich nicht empfehlen. Es fehlt soviel und es kommt auch nicht so wirklich rüber. Naja, das ist bei fast allen Verfilmungen so. Auf jedenfall kann ich es nur empfehlen.

Liebe Grüße
Ruth

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26. Februar 2003 um 4:41
In Antwort auf yen_12285093

Mann..
also ich war auch danach fix und fertig! Die waren noch Kinder... das die Eltern nichts gemerkt haben, das ihre Tochter fixt..unfassbar!
Weis echt nicht, wer da mehr Schuld hat, die Kinder oder die Eltern????
Hab auch gehört das Christiane F. heute 40 ist und noch immer mit ihrem Leben nicht klarkommt und immer wieder rückfällig wahr. Schlimm...

Es grüßt
Noxia

Stimmt,
das Buch gab es schon in meiner Jugend, ich werde auch bald 40. Wenn ich mir dieses Leben vorstellen soll, nein danke. Hab letztens auch einen Artikel gelesen, dass Christiane F. immer wieder rückfällig wird.

Meine Tochter ist 14 Jahre und ich hab mit ihr über Drogen geredet. Also ich denke, wenn die Eltern etwas aufmerksam sind, werden sie die Veränderung merken. Ich hoff, daß meine Kleine nie mit Drogen in Berührung kommt, ich weiss, rosarote Brille....

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15. März 2003 um 4:29
In Antwort auf pepa

Stimmt,
das Buch gab es schon in meiner Jugend, ich werde auch bald 40. Wenn ich mir dieses Leben vorstellen soll, nein danke. Hab letztens auch einen Artikel gelesen, dass Christiane F. immer wieder rückfällig wird.

Meine Tochter ist 14 Jahre und ich hab mit ihr über Drogen geredet. Also ich denke, wenn die Eltern etwas aufmerksam sind, werden sie die Veränderung merken. Ich hoff, daß meine Kleine nie mit Drogen in Berührung kommt, ich weiss, rosarote Brille....

Gefährlich
Hallo,

auch ich habe das Buch mehrmals gelesen. Ich muß sagen, daß ich mich in Christiane sehr gut einfühlen konnte und ich kann von Glück sagen, daß ich nicht in ihren Verhältnissen aufgewachsen bin. Es wäre mir mit Sicherheit ganz genauso gegangen und ich bin mir sicher, daß das meistsen von uns so ergangen wäre.

Mich hat das Buch es auch sehr zum Nachdenken gebracht. Allerdings muß ich sagen, daß es bei mir die zweischneidige Wirkung entfachte, die damals als das Buch oder der Film rauskam, stark kritisiert wurde. Damals war ich zwar noch sehr jung (8?), aber ich erinnere mich noch gut daran, weil meine Mutter mich mit aller Gewalt davon fernhielt.

Dennoch, als ich das Buch schließlich las mit ca. 20 Jahren, hat es mich auf eine Art betroffen gemacht und auch sehr fasziniert. Ich denke es ist die allgemeine Faszination, die von Drogen ausgeht, wenn man sich diesen einmal neutral gegenüber stellt und nicht vorurteilsbehaftet ungeprüft ablehnt.

Denn Drogen können durchaus den Genius wecken, so haben vor allem viele Künstler Drogen genommen, die ihnen letztlich die Kreationen gaben, die dann hernach von allen bewundert wurden und auch heute noch werden.

Jedoch sind die Drogen bei Kindern und Verzweifelten genauso destruktiv, wie sie für andere konstruktiv sein können.

So hat mich glaube ich am meisten berührt, das Bedürfnis danach, das Leben etwas mehr im Griff haben zu wollen, nicht nur "gelebt" zu werden, sondern "selbst zu leben". Ich denke, das macht einen Teil der Faszination aus. Auch sind es sicherlich die überschwänglichen Glücksgefühle, die man mit vielen Drogen erreicht, die Visionen, Bilder, Farben, Klänge, Gefühle, etc. was eben sicherlich auch ein spannendes Erlebnis sein kann.

Auch ist es ja nicht so, daß jeder, der Drogen nimmt, zwingend auf dem Babystrich landet und völlig verwahrlost.

Aber bevor ich jetzt weiter vom Thema abschweife: Wenn ich auch die späteren Dinge wie die Prostitution sehr abstoßend fand, so hat bei mir das Buch insgesamt sehr gemischte Gefühle hinterlassen. Ganz hervorstechend war für mich der Wunsch, Christiane kennen zu lernen und sie davon zu überzeugen, daß das Leben so nicht sein muß. Und soooo sehr hätte ich es ihr gewünscht, sie hätte ihr Leben lang auf diesem Bauernhof nahe Hamburg zugebracht, wo es ihr so gut ging und die Szene weit weit weg war.

Vor einigen Jahren habe ich mal irgendwo gelesen, daß sie sich ihr Leben mit der Droge nun eingerichtet habe und es dank dem Buch und der Verfilmung sich nun auch leisten kann und nicht mehr anschaffen gehen muß.

Ich finde es soooo schade, daß ein so aufgewecktes und intelligentes Mädchen, die ja nur stellvertretend für viele steht, so am Leben vorbeilebt in dem Glauben, in den Drogen tatsächlich zu leben, nur weil sie einem das verhältnismäßig kurze Gefühl von unrealistischer Glückseligkeit vermitteln, um einen in ein unlebenswertes Tal von Depression zu stoßen, so daß man eigentlich jeglichen Glauben verlieren muß und durch die Gefühlsüberreizung an einem normalen Leben keinen Gefallen mehr finden kann.

LG

MissEd

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