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Wie ist das, wenn man einen Menschen verliert?

29. September 2002 um 23:10

Meine beste Freundin hat durch einen Verkehrsunfall ihre Mutter verloren und ist völlig fertig. Ich würde ihr sehr gerne helfen, doch die Tips, wie ich mich verhalten könnte, finde ich allesamt unpassend. Leider (oder besser Gott sei dank) kann ich mich nicht in ihre Lage versetzen. Wie ist das, wenn man einen Menschen verliert, der einem extrem viel bedeutet hat? Wenn hier jemand damit Erfahrungen gemacht hat und es ihn nicht zu sehr belastet, darüber zu reden, dann möchte ich diese Person bitten, mir die Situation mit allen aufkommenden Gedanken, Gefühlen etc. zu schildern.

Danke.

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30. September 2002 um 1:06

Wie es ist ,wenn man einen Menschen verliert...
...lässt sich mit Worten nicht beschreiben!

Ich habe in der Vergangenheit einige, mir liebe und wichtige Menschen,verloren. Sei es plötzlich und unerwartet oder durch Krankheit(aufs Ableben von den Ärtzten vorbereitet)
So oder oder war es jedesmal ein Schock, der physisch wie psychisch verarbeitet werden musste.
Wie so etwas verarbeitet wird , ist sehr individuell.
Deshalb rate ich Dir, erstmal einfach nur für Deine Freundin da zu sein, ihr zu zuhören,sie in die Arme zu nehmen,einfach nur da sein.
Das ist mehr Trost als jede Phrase:"die guten nimmt gott zuerst zu sich/ist vielleicht besser/jetzt hat er sie wenigstens keine schmerzen mehr" etc.
Alles Liebe und viel Kraft
ayla

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30. September 2002 um 9:27

Hi Du
Meine Mutter starb durch Selbstmord, ich war elf jahre jung und heute bin ich 34 jahre und es tut immer noch sehr weh, sobald ich länger als eine Minute dran denke, dieser Schmerz wird niemals vergehen, er wird aber abschwächen.
Danmals hatte niemand Verständnis und zeit für mich, ich sprach niemals über meine Mutter und unsere gemeiname Liebe zueinander, die Leute waren nur entsetzt wie sie uns allen diese Schande aufbürden konnte etc.
Heute mache ich eine Therapie wiel ich extreme Verlustangst habe, wieder jemanden durch Tod zu verlieren, der mir nahe steht, das alles kam erst vor einigen jahren raus bei mir, ich hab es immer verdrängt.

Der Verlsut der Eltern ist immer ein sehr einschneidendes Erlebenis und deine Freundin tut mir von ganzem herzen leid, sowie die Angehörigen.
Ich hoffe sehr, sie wird es schaffen, irgendwann darüber zu reden, über all das schöne, was sie zusammen erlebt haben, auch wenn sie viel weinen wird dabei, das wird ihr gut tun. Sie wird in ihrer Erinnerung immer weiter da sein, sie wird sie lebendig erhalten.
Im Moemtn kann man da garnicht viel machen, als für sie da zu sein und ihr immer zuzuhören. Trsot kann man nicht spenden, außer eben da sein für sie.
Alles Liebe

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2. Oktober 2002 um 23:19
In Antwort auf dania_12469605

Hi Du
Meine Mutter starb durch Selbstmord, ich war elf jahre jung und heute bin ich 34 jahre und es tut immer noch sehr weh, sobald ich länger als eine Minute dran denke, dieser Schmerz wird niemals vergehen, er wird aber abschwächen.
Danmals hatte niemand Verständnis und zeit für mich, ich sprach niemals über meine Mutter und unsere gemeiname Liebe zueinander, die Leute waren nur entsetzt wie sie uns allen diese Schande aufbürden konnte etc.
Heute mache ich eine Therapie wiel ich extreme Verlustangst habe, wieder jemanden durch Tod zu verlieren, der mir nahe steht, das alles kam erst vor einigen jahren raus bei mir, ich hab es immer verdrängt.

Der Verlsut der Eltern ist immer ein sehr einschneidendes Erlebenis und deine Freundin tut mir von ganzem herzen leid, sowie die Angehörigen.
Ich hoffe sehr, sie wird es schaffen, irgendwann darüber zu reden, über all das schöne, was sie zusammen erlebt haben, auch wenn sie viel weinen wird dabei, das wird ihr gut tun. Sie wird in ihrer Erinnerung immer weiter da sein, sie wird sie lebendig erhalten.
Im Moemtn kann man da garnicht viel machen, als für sie da zu sein und ihr immer zuzuhören. Trsot kann man nicht spenden, außer eben da sein für sie.
Alles Liebe

Hallo Natasha und Verena
Hallo Natasha -mir geht es fast genauso wie Dir.
Meine Mutter ist gestorben (keiner weiß ob gewollt oder nicht) als ich 8 war. Nun bin 35 und denke immer noch fast jeden Tag an sie.
Wenn ich irgendwo Mutter und Tochter so in meinem Alter sehe, dann denke ich darüber nach wie wohl mein Verhältnis zu meiner Mutter geworden wäre. Ich vermisse so richtige Mutter-Tochter-Gespräche und würde z.B. gerne wissen wie sie meine Geburt empfunden hat. Das alles werde ich nie erfahren und das tut sehr weh.
Verlustängste habe ich auch, aber zum Glück einen superlieben Mann, der mir sehr viel Geborgenheit und Sicherheit gibt.
Wenn er mal zu spät nach Hause kommt, werde ich schnell sehr nervös und stelle mir alle möglichen schrecklichen Sachen vor.
Ich glaube der Verlust der Mutter ist für die meisten Menschen der schlimmste.

@Verena- Du kannst Deiner Freundin wohl im Moment nur durch Anwesenheit und ein offenes Ohr helfen. Auch wenn sie zum x-ten Mal darüber redet, sei geduldig-irgendwelche Sprüche helfen da gar nicht. Man möchte in dem Moment auch nur darüber reden und keine guten Ratschläge bekommen. Über den Verlust der Mutter kommt man nie hinweg, besonders wenn er so plötzlich kommt. Ich wünsche Deiner Freundin sehr viel Kraft

Karina

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