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Wie fühlt sich der "Tod" an ?

2. August 2017 um 17:45

Hey, ich habe eine etwas ernstere Frage...ein Familienmitglied liegt im sterben & ich frage mich was mit uns passiert wenn wir tot sind. Zerfallen wir zu Staub & man fühlt einfach nichts mehr? Was ein Sinn hatte dann das Leben? Wenn man gar nicht mehr weiß das man existiert hat...Gibt es ein Leben nach dem Tod ? Geht es ewig so weiter ? Sieht man seine Lieben/seine treuen Haustiere wieder? Vor der Ewigkeit habe ich genauso Angst wie vor dem "nichts fühlen." Ich bin auch nicht gläubig... Wie sind eure Meinungen dazu?
 

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20. August 2017 um 16:41
In Antwort auf seeigel123

Hey, ich habe eine etwas ernstere Frage...ein Familienmitglied liegt im sterben & ich frage mich was mit uns passiert wenn wir tot sind. Zerfallen wir zu Staub & man fühlt einfach nichts mehr? Was ein Sinn hatte dann das Leben? Wenn man gar nicht mehr weiß das man existiert hat...Gibt es ein Leben nach dem Tod ? Geht es ewig so weiter ? Sieht man seine Lieben/seine treuen Haustiere wieder? Vor der Ewigkeit habe ich genauso Angst wie vor dem "nichts fühlen." Ich bin auch nicht gläubig... Wie sind eure Meinungen dazu?
 

Das einzig Wichtige im Leben, 
sind die Spuren der Liebe ,
die wir hinterlassen,
wenn wir weggehen.... 
                                    Albert Schweitzer

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7. August 2017 um 0:37

Warum bezeichnest du etwas, was du absolut nicht kennst als HUMBUG?
 

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7. August 2017 um 0:33
In Antwort auf seeigel123

Hey, ich habe eine etwas ernstere Frage...ein Familienmitglied liegt im sterben & ich frage mich was mit uns passiert wenn wir tot sind. Zerfallen wir zu Staub & man fühlt einfach nichts mehr? Was ein Sinn hatte dann das Leben? Wenn man gar nicht mehr weiß das man existiert hat...Gibt es ein Leben nach dem Tod ? Geht es ewig so weiter ? Sieht man seine Lieben/seine treuen Haustiere wieder? Vor der Ewigkeit habe ich genauso Angst wie vor dem "nichts fühlen." Ich bin auch nicht gläubig... Wie sind eure Meinungen dazu?
 

Der Sinn des Lebens?
Es hat absolut keinen Sinn...außer dem, den WIR ihm geben.
Der Tod ist das Ende des Lebens.....
es steht unserem Glauben oder unserem Vorstellungsvermögen frei, sich das
" Leben " nach dem Tod herrlich auszumalen....
Erlebt hat es wohl noch keiner...also stelle dir einfach das vor, was du dir vorstellen möchtest. Bewiesen ist, dass wir verfallen, verwesen, uns auflösen.... aber was dann kommt...keiner weiß es.

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3. August 2017 um 17:42

Naja, aber dieses nicht existieren. Das hört sich so unvorstellbar an...für was Lebe ich wenn ich dann einfach weg bin & mich an mein Leben & meine Liebsten nicht erinnern kann?! Ich kann mir einfach nicht vorstellen auf einmal "weg" zu sein...

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7. August 2017 um 0:33
In Antwort auf seeigel123

Hey, ich habe eine etwas ernstere Frage...ein Familienmitglied liegt im sterben & ich frage mich was mit uns passiert wenn wir tot sind. Zerfallen wir zu Staub & man fühlt einfach nichts mehr? Was ein Sinn hatte dann das Leben? Wenn man gar nicht mehr weiß das man existiert hat...Gibt es ein Leben nach dem Tod ? Geht es ewig so weiter ? Sieht man seine Lieben/seine treuen Haustiere wieder? Vor der Ewigkeit habe ich genauso Angst wie vor dem "nichts fühlen." Ich bin auch nicht gläubig... Wie sind eure Meinungen dazu?
 

Der Sinn des Lebens?
Es hat absolut keinen Sinn...außer dem, den WIR ihm geben.
Der Tod ist das Ende des Lebens.....
es steht unserem Glauben oder unserem Vorstellungsvermögen frei, sich das
" Leben " nach dem Tod herrlich auszumalen....
Erlebt hat es wohl noch keiner...also stelle dir einfach das vor, was du dir vorstellen möchtest. Bewiesen ist, dass wir verfallen, verwesen, uns auflösen.... aber was dann kommt...keiner weiß es.

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7. August 2017 um 0:35
In Antwort auf seeigel123

Naja, aber dieses nicht existieren. Das hört sich so unvorstellbar an...für was Lebe ich wenn ich dann einfach weg bin & mich an mein Leben & meine Liebsten nicht erinnern kann?! Ich kann mir einfach nicht vorstellen auf einmal "weg" zu sein...

Vor 30 Jahren war ein Handy unvorstellbar....
Navigeräte waren unvorstellbar....
Die Welt ist voll von unvorstellbaren Dingen....
Betrachte den Tod als des schlafes Bruder..... du schläfst einfach ein..... und merkst es kaum.

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7. August 2017 um 0:37

Warum bezeichnest du etwas, was du absolut nicht kennst als HUMBUG?
 

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20. August 2017 um 16:41
In Antwort auf seeigel123

Hey, ich habe eine etwas ernstere Frage...ein Familienmitglied liegt im sterben & ich frage mich was mit uns passiert wenn wir tot sind. Zerfallen wir zu Staub & man fühlt einfach nichts mehr? Was ein Sinn hatte dann das Leben? Wenn man gar nicht mehr weiß das man existiert hat...Gibt es ein Leben nach dem Tod ? Geht es ewig so weiter ? Sieht man seine Lieben/seine treuen Haustiere wieder? Vor der Ewigkeit habe ich genauso Angst wie vor dem "nichts fühlen." Ich bin auch nicht gläubig... Wie sind eure Meinungen dazu?
 

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                                    Albert Schweitzer

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23. August 2017 um 10:59

Ich bleibe dabei.... etwas, was man absolut nicht kennt, könnte ja völlig anders sein, als man es sich vorstellt. Ist es deswegen HUMBUG?
Du bemerkst völlig zu Recht, dass NIEMAND etwas davon weiß.
Genau so ist es.
Nur DU...DU scheinst mehr zu wissen..... bist du da wirklich sicher?

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23. August 2017 um 19:18

Eigentlich ist es nicht wichtig, was nach dem Tod kommt.
Gibt es einen Himmel? Wunderbar!
Leben ist aus und nix? Egal, man merkt es ja nicht.

Der Tod ist nur relevant für die Menschen, denen Du wichtig warst, die Dich lieben und Dich vermissen werden.

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25. August 2017 um 14:48

Muss das Leben einen Sinn haben? In der Kunst sagt man "Kunst der Kunst willen". Daran anschließend würde ich sagen "Leben des Lebens willen"; Leben als Selbstzweck das nicht zu irgendetwas anderem gut sein muss. Nach dem Tod spürt man nichts mehr; man vermisst auch nichts mehr. Aber man hinterlässt die Erinnerung an einen. Die Weichen die man bewusst oder unbewusst in den Leben anderer Menschen gestellt hat, sie wirken weiter. 

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2. September 2017 um 17:35

Ich glaube so pauschal kann man das nicht sagen. Auch ist die Frage, wie wichtig es einem ist, dass sich noch Leute an einen erinnern, die man gar nicht kannte.

Aber man könnte z.B. ein Buch schreiben. Man müsste es gar nicht veröffentlichen, sondern vielleicht nur einmal binden lassen und es ins heimische Bücherregal stellen. Und vielleicht wird es irgend ein Nachfahre einmal aus dem Regal nehmen und lesen und sich daran erfreuen und vielleicht sogar für den Autor interessieren und nach ihm fragen.
Andere bauen vielleicht ein Haus das für viele Generationen in Familienbesitz bleibt und mit ihren Namen verbunden ist.

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2. September 2017 um 22:38
In Antwort auf seeigel123

Hey, ich habe eine etwas ernstere Frage...ein Familienmitglied liegt im sterben & ich frage mich was mit uns passiert wenn wir tot sind. Zerfallen wir zu Staub & man fühlt einfach nichts mehr? Was ein Sinn hatte dann das Leben? Wenn man gar nicht mehr weiß das man existiert hat...Gibt es ein Leben nach dem Tod ? Geht es ewig so weiter ? Sieht man seine Lieben/seine treuen Haustiere wieder? Vor der Ewigkeit habe ich genauso Angst wie vor dem "nichts fühlen." Ich bin auch nicht gläubig... Wie sind eure Meinungen dazu?
 

Unsere Seele....dein ICH, ist von dem "Wirt" befreit und nun Teil des Großen  Ganzen, mit jedem verbunden, der auf Erden ein Guter Gläubiger Mensch gewesen war/ist.....der Rest von Egoistischen Lebenstrotteligen Ich Menschen dreht noch eins oder zwei Leben  bis er es hat .

Der Moment wo man den Körper los ist der hat schon was .....man ist Glück und Freude bis zu dem Moment wo man wiederbelebt wird und man wieder hier ist .

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3. September 2017 um 4:09
In Antwort auf seeigel123

Hey, ich habe eine etwas ernstere Frage...ein Familienmitglied liegt im sterben & ich frage mich was mit uns passiert wenn wir tot sind. Zerfallen wir zu Staub & man fühlt einfach nichts mehr? Was ein Sinn hatte dann das Leben? Wenn man gar nicht mehr weiß das man existiert hat...Gibt es ein Leben nach dem Tod ? Geht es ewig so weiter ? Sieht man seine Lieben/seine treuen Haustiere wieder? Vor der Ewigkeit habe ich genauso Angst wie vor dem "nichts fühlen." Ich bin auch nicht gläubig... Wie sind eure Meinungen dazu?
 

Wie alt bist Du?

Was heißt "ein Familienmitglied liegt im Sterben" ?

Heißt das, das Familienmitglied ist todkrank, pflegebedürftig und wird in den nächsten Monaten sterben?

Heißt das, der Sterbeprozess hat bereits eingesetzt, und die verbleibende Lebensspanne kann in Stunden bemessen werden?

Ich frage diese Dinge, denn ich sehe Dich nicht vor mir und kann von daher nicht so gut einschätzen, wie es Dir grade geht und was man Dir grade an Betextung zumuten kann. Wenn ein Familienmitglied von mir im Sterben liegen würde, sodass wir in den nächsten Stunden mit dem Tod rechnen müssten, hätte ich nicht den Nerv, mit irgendwelchen Leuten völlig abstrakt über Leben und Tod zu philosophieren und womöglich über Meinungen zu streiten.

Ich weiss nicht, wie bei Dir die Dinge gerade liegen, aber mit dem Tod konfrontiert zu werden, ist nie einfach. Hast Du Leute, die Dich danach fragen, wie es Dir dabei geht?

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3. September 2017 um 14:46
In Antwort auf SkyCaptain07

Wie alt bist Du?

Was heißt "ein Familienmitglied liegt im Sterben" ?

Heißt das, das Familienmitglied ist todkrank, pflegebedürftig und wird in den nächsten Monaten sterben?

Heißt das, der Sterbeprozess hat bereits eingesetzt, und die verbleibende Lebensspanne kann in Stunden bemessen werden?

Ich frage diese Dinge, denn ich sehe Dich nicht vor mir und kann von daher nicht so gut einschätzen, wie es Dir grade geht und was man Dir grade an Betextung zumuten kann. Wenn ein Familienmitglied von mir im Sterben liegen würde, sodass wir in den nächsten Stunden mit dem Tod rechnen müssten, hätte ich nicht den Nerv, mit irgendwelchen Leuten völlig abstrakt über Leben und Tod zu philosophieren und womöglich über Meinungen zu streiten.

Ich weiss nicht, wie bei Dir die Dinge gerade liegen, aber mit dem Tod konfrontiert zu werden, ist nie einfach. Hast Du Leute, die Dich danach fragen, wie es Dir dabei geht?

Grade fällt mir noch eine Frage ein, die mir zur frühen Morgenstunde durch die Lappen gegangen ist, obwohl eine entsprechende Information auch hilfreich sein könnte dabei, zu entscheiden, worauf man beim Antworten auf Deine Fragen seinen Fokus legt:

Du schreibst davon, dass Du Angst vor der Ewigkeit und vor dem Nichts-Fühlen hast. Es gibt kaum Menschen, bei denen die Themen Sterben und Tod nicht auch irgendwie mit Ängsten und vielleicht Seelennöten verbunden sind.
Inwiefern geht es bei Deinen Fragen auch um den adäquaten Umgang mit der Seelennot der sterbenden Person?

Meine Frage anders ausgedrückt:

Fragst Du auch deshalb nach unserer Meinung hinsichtlich eines Lebens nach dem Tod, weil die sterbende Person sich mit solchen Fragen und damit in Zusammenhang Stehendem beschäftigt und solche Dinge Dir gegenüber anspricht?

Hat die sterbende Person zB Wünsche an Dich gerichtet, die sich auf ein Weiterleben nach dem Tode beziehen, sodass Du vor der Frage nach einem adäquaten Umgang mit diesen Wünschen stehst?

In dem Altenheim, wo mein Opa lebt, ist neulich jemand verstorben, wobei der Sterbeprozess doch eher unerwartet eingesetzt hat. Diese Person hatte zB den mit einer Vorstellung von einem Leben nach dem Tode verbundenen Wunsch, dass wir, die wir da waren, ganz schnell sicherstellen sollen, dass beim Sterben ein römisch-katholischer Geistlicher anwesend ist, der die Sterbesakramente spendet.

In selbigem Altenheim habe ich auch gehört, wie eine ältere Dame, die davon ausging, dass sie bald sterben würde, ihren Angehörigen ans Herz gelegt hat, ihr Grab immer schön zu pflegen, und dabei die Vorstellung geäußert hat, dass es ihr Freude machen würde, vom Himmel aus zu sehen, wie die Lebenden ans Grab kommen um sie zu besuchen, und dass deshalb der Ort, an dem sie besucht wird, ordentlich aussehen müsse, so, wie früher das Haus, in dem sie gewohnt hat, und in dem man sie zu Lebzeiten besuchen konnte, immer ordentlich ausgesehen hat.

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4. September 2017 um 16:38
In Antwort auf seeigel123

Naja, aber dieses nicht existieren. Das hört sich so unvorstellbar an...für was Lebe ich wenn ich dann einfach weg bin & mich an mein Leben & meine Liebsten nicht erinnern kann?! Ich kann mir einfach nicht vorstellen auf einmal "weg" zu sein...

Du stellst bezüglich Leben und Tod etliche Fragen und willst Meinungen dazu hören.

Leider kann ich Dir zu der Frage, ob es ein Leben nach dem Tod gibt, wohl nichts sagen, was Dir ein Gefühl von Gewissheit vermitteln könnte.

Du stellst die Frage nach dem Sinn des Lebens, und offenbar möchtest Du diese Frage gekoppelt an den Aspekt "Vergänglichkeit" beleuchten.

Unvergänglichkeit ist für mich nicht alles was zählt.

Für mich zählt der Moment, auch wenn er gleich wieder vorbei ist.

Denn nicht die Unvergänglichkeit, sondern das Wahrnehmen des Momentes ist die Voraussetzung für mein Erleben:
In Zusammenhang mit Erinnerungen spricht man von guten und schlechten Momenten.
Anders ausgedrückt: Ich schmeiße mein leckeres Essen doch nicht weg anstatt es zu genießen, bloß weil ich weiß, dass es irgendwann mal verdaut sein wird.

Daran, dass Du fragst, was "das Leben dann für einen Sinn hatte", sieht man, dass Du nach Sinn strebst, dass Du Sinn willst.
Das ist eine menschliche Eigenschaft:
Menschen wollen Sinn. Überall und bei allem suchen sie ihn. Überall fragen sie danach und hinterfragen ihn. Überall theoretisieren und (er)forschen sie und suchen nach dem Sinn hinter dem, was sie beobachten.
Da Du Sinn willst, sieh es mal so: Immerhin ist das Leben für Menschen unter anderem eine Phase, in der sie nach Sinn suchen können. 


Was das Physiologische angeht:

Ein abgestorbener und somit toter biologischer Organismus befindet sich nicht mehr im homöostatischen Bereich, d.h., die (bio)chemischen Parameter sind außerhalb desjenigen Bereichs, innerhalb dessen Leben möglich ist.
Ob/wann ein abgestorbener biologischer Organismus "zu Staub zerfällt", hängt von vielen Faktoren ab. ZB zerfällt er nicht zu Staub solange er eingefroren ist.


Was das Metaphysische angeht:

Ein lebender Mensch unterscheidet normalerweise zwischen sich selbst und seiner Umwelt. Er teilt ein, welche Dinge er auf sich selbst bezieht und welche nicht.
Es gibt also ein Selbst.

Auf die Frage, was mit diesem Selbst passiert wenn der biologische Organismus abstirbt, kenne ich keine beweisbare/apodiktische Antwort.

Vielleicht kommt man in ein Jenseits. Vielleicht nicht. Ich weiß es nicht.

Aber es stellt sich die Frage, was Totsein in Bezug auf dieses Selbst überhaupt bedeutet.

Ich fasse mein Selbst als einen zeitlich verlaufenden Vorgang auf, als einen Prozess mit vielen Subprozessen.

Dieser Prozess kann zeitweilig unterbrochen sein. ZB wenn ich in Narkose liege oder ohnmächtig bin, oder auch jede Nacht in jenen Schlafphasen, in denen ich nicht wach bin und auch nicht träume.

Das Unterbrechen des Selbstprozesses in solchen Situationen ist etwas normales, wovor man keine Angst zu haben braucht.

Von diesen Situationen weiß ich, wenn ich aufgewacht bin, nichts, denn mein Selbstprozess, zu dem auch gehört, dass ich Dinge wahrnehme und auf mich selbst beziehe und mir merke, war ja unterbrochen.

Bisher konnte mein biologischer Organismus den Selbstprozess, der mich ausmacht, nach jeder Unterbrechung wieder anwerfen, sodass ich zB aus der Narkose oder der tiefen Ohnmacht wieder aufgewacht bin.


Die Vorstellung, dass der mich ausmachende Selbstprozess irgendwann mal nicht nur unterbrochen ist, sondern irreversibel terminiert, finde ich nicht sonderlich beängstigend, denn sollte es so kommen, dann fällt dieser Selbstprozess als diejenige Instanz, die mich und meine Gefühle und ggfs mein Gewärtigen von Unwohlsein ausmacht, ja weg.

Wenn es mich bzw meinen Selbstprozess nicht gibt, kann ich mich nicht unwohl fühlen geschweige denn beurteilen ob ich mich unwohl fühle und wie ich mich fühlen sollte. Dann kann ich auch nicht mehr merken, dass ich "einfach weg" bin.

Mein Selbstprozess bildet denjenigen "Ort", an dem mir Dinge/Aspekte/Wirkungen bewusst werden, an dem zB auf rationaler und emotionaler Ebene meine Beurteilung der Dinge/Aspekte stattfindet.

Wenn es diesen Prozess nicht mehr gibt, dann gibt es nicht mehr denjenigen "Ort", an dem mein Bewusstsein stattfindet, an dem die Dinge stattfinden, die dazu führen, dass mir Aspekte bewusst werden. Dann gibt es nicht mehr denjenigen "Ort", an dem es stattfinden könnte, dass mir Aspekte wie "Zeit" oder "Ewigkeit" oder "Fühlen" bzw "nichts Fühlen" bzw "einfach weg sein" und eine Wirkung dieser Aspekte auf mich bewusst wird.
All das wird mich ggfs nicht stören, weil das fürs Störungsgefühl notwendige "mich" weggefallen ist.


Ich habe grade geschrieben, dass die Vorstellung, dass der mich ausmachende Selbstprozess irgendwann irreversibel terminiert, mich nicht sonderlich ängstigt.

Aber dass er irgendwann irreversibel terminiert, und dass dieses Terminieren mit dem Absterben meines biologischen Organismus einhergehen wird, ist nur eine Annahme.

Ich weiß nicht, ob diese Annahme zutrifft. Vielleicht terminiert der mich ausmachende Selbstprozess ja nicht wenn mein biologischer Organismus abstirbt, sondern es ändert sich nur, woran der mich ausmachende Selbstprozess gekoppelt ist - nicht mehr an meinen diesseitigen biologischen Organismus, sondern vielleicht an ein Jenseits?

Ich weiß es nicht. Aber wenn der Selbstprozess nicht irreversibel terminiert, sondern zB in einem Jenseits weiterläuft - inwiefern kann man dann in Bezug auf diesen Selbstprozess überhaupt von Totsein sprechen? 

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6. September 2017 um 11:55

Da muss man jetzt unterscheiden zwischen Sterben und tot sein.

Wie sich die letzten Momente im Leben anfühlen wenn man stirbt, weil man vom Laster überfahren worden ist, gehört wohl mehr in die Rubrik, wie es sich anfühlt, zu sterben, und nicht so sehr in die Rubrik, wie es sich anfühlt, tot zu sein nachdem man gestorben ist.

Man ist wohl erst tot, nachdem man gestorben ist.

Obwohl: Ausnahmen bestätigen die Regel, und bei Schrödingers Katze mögen die DInge anders liegen. (https://de.wikipedia.org/wiki/Schr%C3%B6dingers_Katze) 

Leider kenne ich keine solche Katze, ansonsten hätte man sie ja vielleicht mal fragen können...

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9. September 2017 um 21:55

wie der Tod sich anfühlt?

endgültig.

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10. September 2017 um 18:44

Meine Oma hat mal zu mir gesagt:

Ich hab keine Angst vor dem Totsein. Ich hab keine Angst vor dem Sterben. Ich hab keine Angst vor den Schmerzen. Ich hab nur Angst, dass ich die Schmerzen und das Sterben nicht überleb.

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10. September 2017 um 18:50

es passiert, daß die Angst so groß ist daß Sterbende dadurch eben nicht ohnmächtig werden können. Selber 2x so erlebt.
Schmerzfrei waren sie, aber bei Bewußtsein. Nicht klar, aber doch.

Manche haben das Glück und schlafen einfach ein.
 

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10. September 2017 um 21:44

Das ist die Frage, wie sich Sterben anfühlt.

Ich bin meines Wissens noch nie vom Leben in den Tod hinübergeglitten.

(Ich schreibe das nicht aus Ironie so, sondern weil es Weltanschauungen gibt, die mit Vorstellungen von Wiedergeburt verbunden sind und ich kann diese Weltanschauungen weder beweisen noch widerlegen.)

Außerdem weiß ich nicht, ob andere Leute dabei das gleiche fühlen würden wie ich.
Die Menschen sind unterschiedlich, und zB das, was der eine schön und anregend findet, findet der andere langweilig. Das was dem einen schmeckt löstb beim anderen Ekelgefühle und Brechreiz aus. Warum sollte es ausgerechnet beim Sterben so sein, dass alle es gleich empfinden?

Von dem her, was ich bisher in meinem Umfeld gesehen habe, denke ich, dass das von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich ist, und unter anderem auch davon abhängt,
- woran man stirbt,
- in welchem Seinszustand die sterbende Person sich zu dem Zeitpunkt befindet,
  zu dem der Absterbeprozess des biologischen Organismus einsetzt (zB Sinne
  bereits geschwunden und Gefühl für den Körper bereits reduziert, oder volles
  Bewusstsein),
- welche Einstellung die sterbende Person zum Leben hat: Ob es ihr leichtfällt,
  loszulassen, oder ob sie sehr am Leben hängt. Ob sie das Gefühl hat, im Leben
  erreicht zu haben, was sie erreichen wollte, oder ob sie das Gefühl hat, etwas zu
  verpassen oder etwas nicht vollenden zu können wenn sie jetzt schon stirbt.
- welche Einstellung die sterbende Person zum Tod und zur Vergänglichkeit hat.
  (Der römische Kaiser und Philosoph Mark Aurel, einer der letzten herausragenden
  Vertreter der jüngeren Stoa, hat zB geschrieben: "Der Tod ist ein natürlicher
  Vorgang, und nur ein Kind fürchtet einen solchen". Für viele Stoiker war Furcht vor
  dem Tod ein Zeichen dafür, mit der Harmonie des Kosmos noch nicht ganz in
  Einklang zu sein, und viele Stoiker dachten auch, es gäbe so etwas wie einen
  Urgrund alles Seienden, den man sich vorstellen könne wie ein wogendes Meer -
  das Hochspritzen eines Wassertröpfchens aus diesem Meer und das
  Zurückfallen dieses Wassertröpfchens in dieses Meer würde dem Leben eines
  Lebewesens entsprechen -- Sterben sei so gesehen nur eine Rückkehr in den
  Urgrund alles Seienden, aus dem man in Form eines Lebewesens
  emporgeschleudert worden sei.)
- welche Vorstellungen die sterbende Person hinsichtlich eines etwaigen "Lebens
  nach dem Tode" hat.
- ob die sterbende Person in ihrem Sterben einen Sinn ausmachen kann.
  ZB gibt es im Altenheim, wo mein Opa lebt, Leute, die sich angesichts ihrer
  Sterblichkeit mit dem Gedanken trösten, dass es sinnvoll sei, dass sie sterben,
  weil dadurch Platz für neues Leben entstehe.

Bei allen, deren Sterben ich bisher miterlebt habe, war es so, dass ihnen längere oder kürzere Zeit vor dem Eintritt des Todes die Sinne geschwunden sind, und dass das, was ich bei ihnen an Regungen wahrgenommen habe, sich eher auf die Phase vor dem Schwinden der Sinne bezogen hat.

Meine Oma zB ist an durch ALS verursachter Atemschwäche gestorben. Wir sind bei ihr gewesen bis sie nicht mehr da war, und haben unter anderem mitbekommen, wie die zuständige Ärztin den Todeszeitpunkt dokumentiert hat. In ihren letzten Tagen und auch in ihren letzten wachen Stunden ist sie uns gegenüber sehr gelassen gewesen. Dann ist sie eingeschlafen. Sie hat bis zum Schluss ausgesehen als würde sie ruhig schlafen, nur ist die Atmung immer weniger geworden, und irgendwann wars ganz aus. Ging ganz allmählich. Sie wusste, was kommen würde, und hatte vorher ihren Frieden damit gemacht.

Im Altenheim, wo mein Opa jetzt lebt, war ich zufällig dabei, als ein anderer Heimbewohner doch eher unerwartet gestorben ist. Er hat das wohl ganz anders wahrgenommen. Er hatte sich noch nicht damit abgefunden, dass er sterben würde. Er wollte unbedingt einen katholischen Pfarrer da haben. Als der dann da war und ihm die Sterbesakramente gespendet hat, ist er eine zeitlang etwas ruhiger geworden, aber im Prinzip ist ihm das Sterben schwergefallen und zwar - wie ich vermute - weniger wegen der Schmerzen, sondern mehr, weil er leben wollte, und er hat bis zuletzt gegen den Tod angekämpft und am Leben gehangen. Er war bis ganz kurz vor dem Exitus nicht bewusstlos, und im Gegensatz zu meiner Oma, die geschlafen hat, hatte er die ganze Zeit die Augen offen.

In der Kinderklinik, in der ich die letzten Semesterferien als "studentischer Nachtschicht-Bettpfannenleerer" gejobbt habe, habe ich miterlebt, wie ein Kind gestorben ist. Seine Hauptsorge galt in seinen letzten wachen Momenten nicht so sehr sich selbst, sondern mehr der Frage, ob die Eltern und Geschwister unter der Trauer sehr leiden würden. Die zuständige Ärztin hat alles dafür getan, dass das Kind keine Schmerzen hat. Das Kind hat gegenüber der Ärztin geäußert, dass es denkt, dass es jetzt bald sterben wird, und dass es, wenn es so weit ist, nicht bewußtlos gemacht werden sondern nur eine flache Sedierung bekommen will, damit es mitbekommen kann wenn es stirbt, damit es, falls danach noch was kommt, weiss, was los ist. War sehr müde und abgekämpft, hat vor dem Eintritt des Todes alle Wachheitsstadien durchgemacht, dh ist eingeschlafen, dann Übergang zum Sopor, und dann immer tiefer ins Koma. Am Schluss Tod. Von außen betrachtet hat es nicht so ausgesehen als ob das Kind Schmerzen hätte oder irgendwelche Angstzustände durchleben würde. Zu Lebzeiten bzw wenn es wach war, hat man ihm mehr Schmerzen angesehen.

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15. September 2017 um 20:08
In Antwort auf seeigel123

Hey, ich habe eine etwas ernstere Frage...ein Familienmitglied liegt im sterben & ich frage mich was mit uns passiert wenn wir tot sind. Zerfallen wir zu Staub & man fühlt einfach nichts mehr? Was ein Sinn hatte dann das Leben? Wenn man gar nicht mehr weiß das man existiert hat...Gibt es ein Leben nach dem Tod ? Geht es ewig so weiter ? Sieht man seine Lieben/seine treuen Haustiere wieder? Vor der Ewigkeit habe ich genauso Angst wie vor dem "nichts fühlen." Ich bin auch nicht gläubig... Wie sind eure Meinungen dazu?
 


Das NICHT-Wahrnehmen von etwas beweist nicht dessen Nicht- Existenz
 

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