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WG über 30 Vor und Nachteile...

4. August 2004 um 10:21

Meine Lieben,

ich bräuchte mal eure geschätzte Meinung.

Bin gerade dabei mir eine neue Wohnung zu suchen.

Einige meiner Freunde(3 an der Zahl) haben mich unabhängig voneinander gefragt, ob ich nicht mit ihnen zusammen in eine 2er WG ziehen möchte.
Eigentlich will ich ja nicht. Aber ich denke trotzdem bei einer Person darüber nach...
Ich weiß nicht ob mich das auf Dauer nervt. Bin ja auch nicht mehr die Jüngste (jenseits der 30). Einfach bin ich auch nicht...
Ist WG nicht nur was für Studenten? Ich hatte das schon mal vor 4 Jahren für ein halbes Jahr und fühlte mich furchtbar gestört und kontrolliert, weil mein Mitbewohner mir keine 5 Minuten Ruhe gelassen hat... Immer war was anderes. Und ich hasse es, wenn Leute plötzlich in meinem Schlafzimmer stehen...

Die WG-Bewohner wären ich w. 34, Single und er, Ende 20 schwul und auch Single...

Wir verstehen uns prächtig, aber ich stell mir das trotzdem komisch vor...
Vielleicht lernt man oder frau ja auch mal jemanden kennen.
Ganz ausgeschlossen ist das ja nicht...
Im hohen Alter stelle ich mir eine WG wieder total lustig vor, aber jetzt...

Was meint Ihr denn? Was wären für Euch die Vor und Nachteile bei sowas?

Das ToffiFee
*grübeltschwer*

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4. August 2004 um 10:31

Liebste ToffiFee!
Ich bin früher mit sehr vielen anderen aufgewachsen (Heim), fand das sehr schön und tat mir mit 18 schwer, alleine zu wohnen, hatte immer mit meinen Partnern fest zusammengewohnt, alleine sein war für mich schlimm.
Wärend meiner Single Phase so mit 25 jahren mußte ich allein leben und auf einmal merkte ich, wie gut mir das tut, endlich das tun oder zu lassen, was mir gefällt, ohne Rücksicht zu nehmen auf andere Menschen..
Heute lebe ich auch wieder alleine, werde aber sicher in einem jahr wieder mit meinem freund zusammenwohnen wollen, darauf freu ich mich auch.
Aber es käme für mich nicht in Frage mit einem Freund oder einer Freundin zu wohnen, es reizt mich nicht und ich halte es nicht für "nötig". Ich hatte das früher auch mal , eine Dreier WG, mein Partner , ich und sein Kumpel, und es war eher anstrengend, denn es kommt doch drauf an, daß alle harmonieren und auch die gleichen Ansprüche z.B. an Sauberkeit haben, so banal ist das leider nicht...kann natürlcih aber auch super klappen, Du kennst die leute ja besser.
Dann war es ärgerlich wenn einer auszog, die Kosten aber weiterlaufen...umgekehrt war ich auch nicht flexibel..was wird mit gemeinsamen Zimmern gemacht wg. Einrichtung?
Wenn Partner da sind, wie ruhig muß ich mich verhalten, kann ich nakkich über den Flur laufen oder im Wohnzimmer Sex haben?? Ich hatte immer das bedürfnis, das bad nach jedem benutzen des Kumpels zu putzen, ich fühlte mich einfach nicht wohl, obwohl er nett war.

Also, für mich defintiv tabu!

Liebe Grüße
Natasha

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4. August 2004 um 10:36

Hi Toffi,
also ich habe selber in mehreren WGs gelebt, damals, als ich im Ausland war.
Und ich habe es jedesmal gehaßt und fand es nicht so toll. Nie wieder.

Es gab ständig Streit um Hausarbeit, putzen etc. Auch ein Putzplan hat oft nichts gebracht. Der eine hat dem anderen die Lebensmittel weggefuttert usw.
Ein weiteres Problem waren bei uns auch die unterschiedlichen Arbeitszeiten und Lebensstile.
Beispiel: ich hatte oft Frühschicht und musste um halb sechs morgens aufstehen. Meine Mitbewohner arbeiteten z. Teil in einer Bar und kamen erst nachts um 3 nach Hause, konnten dafür aber bis mittags schlafen, weil sie erst am späten Nachmittag mit der Arbeit anfingen. Es gab viel Lärm, oft wurde Besuch mitgebracht, die Musik aufgedreht etc.

Als ich in Urlaub war (und eine andere Mitbewohnerin auch), haben unsere beiden männlichen Mitbewohner die Gelegenheit genutzt und in unseren Zimmern und Betten Orgien mit wildfremden Frauen gefeiert. Meine Mitbewohnerin fand ihr Bettzeug zerwült vor, die Laken waren eingesaut und es lagen zum Teil noch Kondome rum.

Ich würde es nie wieder machen. Ich genieße es, alleine zu leben und tun und lassen zu können, was ich möchte. Ich kann meine Wäsche waschen, wann ich will und die Waschmaschine ist durch niemand anderen belegt.

Als Student mag sowas noch ganz lustig sein, aber als Berufstätiger ist es sicher nicht so toll, in einer WG zu leben. Übrigens denke ich nicht, dass es leichter wird, je älter man ist. Es wird sicher schwieriger, weil man schon recht eingefahren ist und seine Unabhängigkeit etc. gewohnt ist.
Und vielleicht muss man auch ein Typ dafür sein. Ich bin es offensichtlich nicht.

Letztendlich musst du das für dich selber entscheiden, aber für mich steht fest, dass ich das nie wieder tun werde.

LG
parfum

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4. August 2004 um 11:21

Einstellunssache...
ich habe 3 jahre lang in ner 2er WG gewohnt und fand es meistens schön. War allerdings auch noch STudentin.

Mein Freund ist auch mit Anfang 30 noch mal mit nem Kumpel zusammengezogen (auch über 30) und hat ne Herren-WG gegründet. Das lief exakt solange gut, wie Sie beide die gleichen Ansprüche an dieses Zusammenleben stellten...

Ich glaube, entweder ist man ein Typ fürs Zusammenleben oder nicht. Und als Single ist es difinitv einfacher. Auch bei mir fingen die probleme an, als wir beide nen Freund hatten... Vorher haben wir in unserer WG so eine Art "Familie" gebildet, zusammen einkaufen, zusammen essen, etc.. Und danach waren da halt die Partner... Man wollte mehr alleine bzw. mit freund machen, mal nackig über den Flur laufen, romantisch auf dem Balkon sitzen (alleine...). Und das gab dann probleme.

Fazit: Wenn es dir damals nicht gefallen hat, dann lass es lieber. Es sei denn, der neue WG-Mitbewohner ist jemand, der nie in dein Zimmer platzt, nie an deine Sachen geht und am Besten auch nie zu hasue ist.

LG, Nindscha

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4. August 2004 um 12:10

Niemals mit Freunden eine WG gründen!
1. Niemals mit Freunden eine WG gründen!

Ich habe zu viele Freundschaften erlebt, die dadurch zerstört wurden. Das WG-Leben ist manchmal alles andere als einfach und nur zu glauben das alles eitel Sonnenschein ist, geht völlig an der Realität vorbei. Über "fremde" Mitbewohner kann man sich auch mal auslassen und sich in gebührendem Maße ärgern und damit ist die Sache erledigt. Bei Freunden ist das schon schwieriger: Da wird dann schon wegen des nicht eingehaltenen Putzplans die Freundschaft in Frage gestellt.

2. Das Alter
Wie parfum schon richtig angemerkt hat, wird es mit den Jahren schon schwieriger, um nicht zu sagen man wird skuriler und auch eigenbrödlerischer. Das macht die Sache nicht einfacher.

3. Der Lebenswandel
Wichtig! Wenn man selbst arbeitet, früh raus muss und abends erschöpft von der Arbeit kommt, kann einen ein "ich habe mir den Wecker auf 17 Uhr gestellt" schon gewaltig nerven...

Ich bin, als ich in eine andere Stadt gezogen bin, in eine WG gezogen und habe auch zuvor in einer (Studenten)WG gelebt. Mein jetziger Mitbewohner ist 40, ich 28. Es läuft gut, aber ich habe das Gefühl, dass ich einfach zu alt dafür bin. Irgendwann ist damit einfach schluss.

Vorteile sehe ich in deinem Fall keine. Im Gegenteil: Der gewichtigste Grund fehlt...der finanzielle Anreiz.

lg
kratzamkopp

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4. August 2004 um 15:11

Vielen Dank für eure Beiträge...
ich glaube ich mache es NICHT.
War mir ja von Anfang an unsicher. Aber Eure Berichte... Die Hölle
Naja, jetzt bin ich mir wenigstens sicher, dass ich lieber 2 Stunden im Badezimmer tanzen
und nackig durch die Wohnung hüpfen und alleine kochen und essen und hemmungslosen Sex auf der Couch haben möchte und ein sauberes Bett ohne benutzte Kondome ...
Ich glaube ich bin kein WG-Mensch.

@ Imandra: Dir drücke ich feste die Daumen, dass du gaaaaanz liebe, saubere, schnuffige Mitbewohner bekommst.
Auf den Bericht über das WG-Leben trotzdem gespannt ist...

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4. August 2004 um 15:46
In Antwort auf majara_12280990

Vielen Dank für eure Beiträge...
ich glaube ich mache es NICHT.
War mir ja von Anfang an unsicher. Aber Eure Berichte... Die Hölle
Naja, jetzt bin ich mir wenigstens sicher, dass ich lieber 2 Stunden im Badezimmer tanzen
und nackig durch die Wohnung hüpfen und alleine kochen und essen und hemmungslosen Sex auf der Couch haben möchte und ein sauberes Bett ohne benutzte Kondome ...
Ich glaube ich bin kein WG-Mensch.

@ Imandra: Dir drücke ich feste die Daumen, dass du gaaaaanz liebe, saubere, schnuffige Mitbewohner bekommst.
Auf den Bericht über das WG-Leben trotzdem gespannt ist...

Versteh mich nicht falsch,
ich bin ein großer Verfechter des WG-Lebens. Allerdings müssen hierzu einfach ein paar Voraussetzungen gegeben sein, um das ganze erträglich zu gestalten.
Bei dir fehlt mir da der nötige Enthusiasmus. Nur zu sagen "is vielleicht ganz nett" und "schaun mer mal" reicht einfach nicht. Und, wie gesagt, wenn dabei dann noch eine Freundschaft aufs Spiel gesetzt wird, ist es noch unnötiger.

lg
kratzamkopp

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5. August 2004 um 9:52
In Antwort auf runa_12850644

Versteh mich nicht falsch,
ich bin ein großer Verfechter des WG-Lebens. Allerdings müssen hierzu einfach ein paar Voraussetzungen gegeben sein, um das ganze erträglich zu gestalten.
Bei dir fehlt mir da der nötige Enthusiasmus. Nur zu sagen "is vielleicht ganz nett" und "schaun mer mal" reicht einfach nicht. Und, wie gesagt, wenn dabei dann noch eine Freundschaft aufs Spiel gesetzt wird, ist es noch unnötiger.

lg
kratzamkopp

Aber nein...
ich versteh' dich nicht falsch
Du hast völlig recht mit dem was du schreibst. Ja, mir fehlt der Enthusiasmus.
Ich habe einfach schlechte Erfahrungen damit gemacht.
Für mich ist das wohl nichts, obwohl ich es ein bischen schade finde...

LG Toffi

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