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Wenn sich Blauäugige nicht an unsere Regeln halten, verwirken sie ihr Gastrecht

5. Dezember 2008 um 14:18

habe gerade ein interessantes Experiment entdeckt:

"Ich wurde verachtet und beschimpft!"
Beim Antirassismus-Training an deutschen Schulen müssen Schüler in die Rolle von Minderheiten schlüpfen. BamS-Redakteurin machte mit

Sie werden beschimpft - weil sie anders sind. Werden bespuckt, geschlagen, gejagt. Und getötet. Weil sie anders sind.

Was kann man gegen die alltägliche Diskriminierung, gegen Gewalt und Hass tun? Härtere Strafen, strengere Gesetze, gnadenlos durchgreifen? Eine Agentur aus dem hessischen Marburg versucht es mit anderen Methoden: Sie veranstaltet Rollenspiele, um die Barrieren in den Köpfen der Menschen zu durchbrechen.

Rollenspiele gegen brutale Gewalt? Klingt harmlos, uneffektiv, beinahe albern. Dachte auch BamS-Reporterin Nina Maurischat - bis sie selbst an so einem Anti-Rassismus-Training teilnahm. Ihr Bericht:

Mir ist kalt, ich spüre alle Knochen im Leib. Zusammengekauert muss ich auf dem Boden hocken. Seit 8 Uhr morgens bin ich nun in diesem hässlichen kleinen Raum der Regelschule in Gera gesperrt. Jetzt ist es bald 10 Uhr und ich weiß immer nicht, was das hier werden soll. "Antirassismus-Training", denke ich, "darunter habe ich mir etwas anderes vorgestellt." Ich betrachte meine Leidensgenossen - zwölf Hauptschüler der neunten Klasse, alle zwischen 14 und 16 Jahren alt. "Das ist wie im Knast hier", schimpft Steffi. Und Manuel regt sich auf: "Was soll das? Es ist doch gemein, Menschen nach der Augenfarbe zu unterscheiden. Die da drüben haben es bestimmt gemütlich und warm."

Die da drüben, das sind die Braunäugigen - die Guten. Sie sitzen nebenan im Klassenzimer. Wir, die Blauäugigen, sind der Abschaum. Jedenfalls behandelt man uns so. Nun hocken wir hier - zwei Stühle für dreizehn Leute - und wissen nicht, wie es weitergeht.

Diskriminierung am eigenen Leib zu erfahren ist das Konzept des Anti-Rassismus-Trainings, das der Marburger Politologe Jürgen Schlicher (33) mit seinem Team durchführt. "Rechtsextreme sind im Osten nicht häufiger, sie treten nur deutlicher auf", sagt er.

Wie deutlich, wird mir klar, als ich unseren "Blauaugen-Knast" betrete. Einige der Jungs haben sich Davidsterne an die Brust geheftet, auf denen "Deutscher" steht. "Mittlerweile werden Rechte in Deutschland verfolgt wie die Juden damals", behauptet Stephan auf meine Frage nach der Bedeutung des Sterns.

Endlich geht die Tür auf: "Los, mitkommen!", herrscht uns eine schwarz gekleidete Frau an. Wir dürfen ins Klassenzimmer, es ist warm hier, auf einem Tisch stehen Kekse und Cola. Die Braunäugigen sitzen am Rand, beobachten uns. Sie haben die Anweisung bekommen, uns abschätzend zu mustern, erfahre ich später. Wir müssen in der Mitte Platz nehmen. André setzt sich zu den Braunaugen. "Hab ich dir das erlaubt?", wird er angeherrscht. André schluckt und setzt sich auf den Boden. "So ists gut, da gehört ihr Blauaugen auch hin!" Ich spüre Übelkeit in der Magengegend.

Dann müssen wir die Plakate vorlesen, die überall im Klassenzimmer hängen. "Blauäugige neigen verstärkt zur Kriminalität", steht da. Und: "Wenn sich Blauäugige nicht an unsere Regeln halten, verwirken sie ihr Gastrecht", "Blueyes nehmen uns die Ausbildungsplätze weg!"

Wir sind nervös, stotern beim Lesen. Wieder und wieder lässt uns der böse Mann in Schwarz unsere Sätze wiederholen. "Seht ihr", wendet er sich an die Braunaugen, "Blauäugige sind zu dum, um einen deutschen Satz vernünftig vorzulesen." Wut steigt in mir auf. Wut auf meine eigene Gruppe. "Warum halten wir nicht einfach gegen ihn zusammen?", frage ich mich und merke, dass ich gerade etwas gelernt habe: Nich jeder der schlecht behandelt wird, zeigt sich automatisch solidarisch.

Ich fühle mihc allein gelassen und hilflos. Noch nie im Leben wurde ich so beleidigt, unterdrückt und verachtet ...

Auch später, als die Stimme von Jürgen Schlicher versöhnlicher klingt und er die Schüler fragt: "Könnt ihr euch vorstellen, dass es Menschen in Deutschland gibt, die so behandelt werden?" Später erfahre ich, dass sie den Ausländeranteil in ihrer Stadt auf 46 Prozent geschätzt haben. In Wirklichkeit sind es gerade mal 1,2 Prozent!

"Wollt ihr wie ein Blauäugiger leben?", fragt Jürgen Schlicher in die Runde. Alle schütteln den Kopf. "Dann wünsche ich euch, dass es euch nie wieder im Leben so ergehen wird."

Ich wünsche mir das auch und mache mich auf den Weg nach Hause. Doch das dumpfe Gefühl in meinem Bauch lässt mich noch lange nicht los...
http://www.eyetoeye.org/de/presse/bams.shtml

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5. Dezember 2008 um 15:49

Da muß ich Dir Recht geben
Ich bin sonst auch eine Verfechterin der Methode sich erst in andere zu versetzen, bevor man über sie urteilt; aber in Sachen Ausländer, muß ich mittlerweile doch sehr bitten.

Es gibt z. B. in Berlin und auch anderen Städten ganze Bezirke, die von Ausländern beherrscht werden, wo der Deutsche im eigenen Land Angst haben muß unbewaffnet auf die Straße zu gehen.
Von dem Benehmen der ausländischen Mitschüler an den Schulen mal ganz zu schweigen.

Ich finde es traurig, wenn Lehrer die schon 10 Jahre und länger im Beruf stehen sagen, dass 95% der an Schulen begangenen Straftaten auf das Konto von ausländischen Mitschülern gehen.

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6. Dezember 2008 um 6:53

Ich stell
es mir auch interessant vor. Die Idee die dahinter steht auf jeden Fall. Jemand der viele Jahre irgendwo auf einer Insel lebt, nur mit seiner Familie. Und keine Kontakte hat zur Außenwelt, PC, Fernseher, Zeitung und auch keine persönlichen Kontakte, derjenige würde meiner Meinung nach ganz anders auf die Menschen zugehen und sie sehen als das was sie sind.

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6. Dezember 2008 um 9:31

Antirassismus-Aktionen gibts und gabs doch mittlwerweile bestimmt zehntausende
".. - speziell auf Deutsche zugeschnitten."

Traurig, dass Deutschland so viele Aktionen nötig hat, da sieht man den Bedarf. Andererseits erfreulich, dass sich tausende für solche Ziele einsetzen.

Auf einer solchen Seite steht:
Werner Brix, Kabarettist
Dass man für Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit überhaupt einen Verein braucht, ist eigentlich traurig.
http://www.zaramonie.at/komitee.html


"Nicht die deutschstämmigen menschen in diesem Land brauchen noch ein weiteres Antirassismus-Programm, sondern die meisten türkisch- und arabischstämmigen Bürger."

Man erntes was man sät.

Meiner Meinung nach sollte man schon vor Antirassismusprogrammen anfangen. So könnte man sich einiges an Geldern sparen wenn man an die Ursachen geht. Es sind sicher viele und eines greift ins andere.

Mir fiel auf, dass in Gegenden in denen es den Menschen besser geht sie nicht so ausländerfeíndlich sind. Kann ein Zufall sein, andere haben es eventuell anders erlebt.

Und dann gibt es Gegenden in denen man den Ausländern die Schuld gibt, dass manche keine Arbeit haben obwohl es dort kaum Ausländer gibt.

Dann hätte man die Möglichkeit in Fernsehsendungen mal eine wirkliche Sendung über Islam (als Beispiel weil ich Muslima bin) zu bringen, anstatt den Menschen einen falschen Eindruck zu vermitteln. Ich denke da gibt es kaum etwas an guten Sendungen.
Wie Meinungen entstehen können:
"Das Islambild im öffentlich-rechtlichen Fernsehen und im Spiegel"
http://www2.kommunikationswissenschaf t-erfurt.de/uploads/juliane_binder_spiegel.pdf

Viele der Ursachen von Rassismus liegen in Unwissenheit, andere in der Erziehung und eine weitere zum Ziel der Machterlangung, um mal einige zu nennen.

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6. Dezember 2008 um 13:59
In Antwort auf lzcia_11852414

Antirassismus-Aktionen gibts und gabs doch mittlwerweile bestimmt zehntausende
".. - speziell auf Deutsche zugeschnitten."

Traurig, dass Deutschland so viele Aktionen nötig hat, da sieht man den Bedarf. Andererseits erfreulich, dass sich tausende für solche Ziele einsetzen.

Auf einer solchen Seite steht:
Werner Brix, Kabarettist
Dass man für Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit überhaupt einen Verein braucht, ist eigentlich traurig.
http://www.zaramonie.at/komitee.html


"Nicht die deutschstämmigen menschen in diesem Land brauchen noch ein weiteres Antirassismus-Programm, sondern die meisten türkisch- und arabischstämmigen Bürger."

Man erntes was man sät.

Meiner Meinung nach sollte man schon vor Antirassismusprogrammen anfangen. So könnte man sich einiges an Geldern sparen wenn man an die Ursachen geht. Es sind sicher viele und eines greift ins andere.

Mir fiel auf, dass in Gegenden in denen es den Menschen besser geht sie nicht so ausländerfeíndlich sind. Kann ein Zufall sein, andere haben es eventuell anders erlebt.

Und dann gibt es Gegenden in denen man den Ausländern die Schuld gibt, dass manche keine Arbeit haben obwohl es dort kaum Ausländer gibt.

Dann hätte man die Möglichkeit in Fernsehsendungen mal eine wirkliche Sendung über Islam (als Beispiel weil ich Muslima bin) zu bringen, anstatt den Menschen einen falschen Eindruck zu vermitteln. Ich denke da gibt es kaum etwas an guten Sendungen.
Wie Meinungen entstehen können:
"Das Islambild im öffentlich-rechtlichen Fernsehen und im Spiegel"
http://www2.kommunikationswissenschaf t-erfurt.de/uploads/juliane_binder_spiegel.pdf

Viele der Ursachen von Rassismus liegen in Unwissenheit, andere in der Erziehung und eine weitere zum Ziel der Machterlangung, um mal einige zu nennen.

@abidah
*Meiner Meinung nach sollte man schon vor Antirassismusprogrammen anfangen. So könnte man sich einiges an Geldern sparen wenn man an die Ursachen geht. Es sind sehr viele und eines greift ins andere.*

Schon mal darüber nachgedacht, dass kein europäisches Land keine Begrenzung der Kapazität zur Ausländeraufnahme hat, mit Ausnahme von Deutschland? Hier wird alles reingelassen und jedem Asyl gegeben. Auch in Sachen Spenden fürs Ausland sind die Deutschen an erster Stelle. Nur wo es in Deutschland mächtig hapert, ist die Anpassungsfähigkeit der nach Asyl schreienden Ausländer. Da werden Kinder, Jugendliche und erwachsene Deutsche von Asylantenkindern und -jugendlichen bedroht, beschimpft und belästigt und wenn dann Stimmen laut werden, die eine dementsprechende Begrenzung wollen, bekommen die den Rat an so einem Antirassismustraining teilzunehmen, um ihre Agressionen und "Vorurteile" abzubauen. Dabei entstehen solche "Vorurteile" doch erst aus diesem unflätigen Benehmen dieser Leute heraus

*Dann hätte man die Möglichkeit in Fernsehsendungen mal eine wirkliche Sendung über Islam zu bringen, anstatt den Menschen einen falschen Eindruck zu vermitteln.*

Glaube mir, es gibt genug Wissenssendungen im TV die die Unwissenden sehr gut belehren. Wenn aber die islamischen Widerstandskämpfer immernoch zu dämlich sind ihren Glauben aus den Attentaten rauszulassen und diese immer wieder im Namen Allahs begehen und sich offiziell dazu bekennen, muß man sich nicht wundern, wenn ganz von selbst ein Islambild entsteht, was friedfertigen Muslimen nicht in den Kram passt.

Erzieht die Kinder so wie sich das gehört, damit sie nicht agressiv den anderen Mitschülern in der Schule und privat sind und dann schafft ihr es auch, nicht die nächste Generation Terroristen heranzuziehen. Oder was ist der Grund, dass ausgerechnet diese Schüler sich immer wieder am Eigentum anderer Mitschüler vergreifen, es zerstören, erwachsene Frauen als ... beschimpfen und schlimmere Straftaten begehen

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