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Welche Werte wollen wir in unserer Gesellschaft Teenager-Mädchen vermitteln?

Letzte Nachricht: 31. Juli um 16:29
K
kleinerfuchs
17.06.21 um 15:22

Neulich saß ich (40 J) mit ein paar etwa gleichaltrigen Freundinnen, die ich schon sehr lange kenne, zusammen. Wir alle , die wir zusammensaßen und uns unterhielten, haben Söhne und Töchter, die sich in der Pubertät bzw. der Vorpubertät befinden. Meine Tochter ist nun in dem Alter, wo sich die weibliche Brust zu entwickeln beginnt und wo sich erste Anzeichen der Periode bemerkbar machen. Die Töchter meiner Freundinnen sind etwas jünger. Nun muss ich vorab – damit Ihr die Situation , die ich nun schildere, voll erfassen könnt – erwähnen, dass ich von Natur aus sehr schlank und schmal bin ( egal was ich esse und egal ob ich Sport mache oder nicht: ich habe Kleidergröße 34, gleichermaßen vor wie nach meinen Schwangerschaften) während meine Freundinnen geschätzt Kleidergröße 42/44 und 44/46 tragen. Ich war immer der Meinung, dass jeder Mensch gut uns schön genau so ist, wie er ist, und irgendwie ging ich naiver weise davon aus, dass meine Freundinnen dieses Gedankengut teilen.  Ich  war eigentlich im Großen und Ganzen zufrieden mit meinem Körperbau, denn die Leichtigkeit und Beweglichkeit ist sehr praktisch – und ich mag es gerne praktisch : T-Shirt, Bustier drunter, Jeans : fertig!)) und ich fand auch stets meine etwas üppigeren Freundinnen in ihren weiblichen Kleidern schön und fraulich.  Nun ist es so, dass meine Tochter eindeutig nach mir zu gehen scheint. Sie ist auffallend schmal und schlank , obwohl  sie beim Essen gut zulangt.  In Sport hat sie oft eine 1 und sie ist flink und grazil unterwegs. Eine mini Brust zeichnet sich ab und sie erinnert mich an mich damals als Mädchen bzw. an mich jetzt und viele Menschen sprechen mich aufgrund dieser Ähnlichkeit an.  Meine Tochter und ich haben ein sehr gutes Verhältnis zueinander und sie sagt stets „ich möchte später so sein und so ausschauen wie du, Mama“. Klar macht mich das glücklich, aber ich sage ihr auch immer, dass  - egal ob sie mir im Erwachsenenalter ähnlich ist oder ähnlich sieht – dass sie stets „richtig“ und „gut“ sein wird wie sie eben wird. Jeder entwickelt sich so wie es für ihn/sie vorgesehen ist und das ist auch gut so.  Nunja. Und dann diese Frauenrunde , mit den Gesprächen, die mich irgendwie aus der Fassung gebracht haben: Es ging also um unsere Söhne, Töchter, und deren Entwicklung.  Meine eine Freundin sprach mich an, wie es denn meiner Tochter nun in der Pubertät so erginge, grade  wo es so warm sei, im Schwimmbad, und sich alle quasi nackt sehen, wie sie es denn so wegsteckt , im Vergleich zu den andren Mädchen, dass sie wohl nach mir schlägt …
Schluck, Hust. Ich war baff und dachte,  ich hätte mich hoffentlich verhört bzw. ich hätte das Ganze hoffentlich falsch aufgefasst. Ich fragte daher mal nach: „Was bitte ist daran verkehrt nach mir zu schlagen?!“ 
Naja,.. was heißt schon verkehrt, meinte sie. Verkehrt nicht im eigentlichen Sinne… . Sie meinte, sie wolle drauf hinaus , dass sich bei meiner Tochter „obenrum wohl nicht mehr viel  tun wird“-
Ich hakte erneut ein wenig nach. Sie redete weiter. In etwa wie folgt: Nun ….  Genetik gebe ja so einiges vor und egal wie die Vorstellungen oder Hoffnungen junger Mädels so wären, man müsse ja auch schauen was realistisch anzunehmen wäre…  
Und nun meldete sich meine andere Freundin zu Wort und betonte den Wunsches Ihrer Tochter,  mal so richtig richtig große….
JA ICH BIN N I CH T Pamela Anderson. Und das weiß meine Tochter. Und meine Tochter will auch NICHT Pamela Anderson sein. Auch nicht so ähnlich.  Sie ist (noch) ein fröhliches glückliches selbstbewusstes Mädchen von 13 Jahren und ich hoffe sie wird noch lange lange fröhlich und glücklich und zufrieden und selbstbewusst bleiben.  Irgendwie hat mich dieses Gespräch irritiert und JA, AUCH  verletzt . Es kamen alte Erinnerungen hoch. Erinnerungen an meine Mutter, die einen anderen Körperbau hat als ich, und wie ich meine Teenagerzeit erlebt habe. Meine Mutter hatte stets eine Freundin, die wiederum sehr kleinbrüstig war ( wie ich. Ich war damals 15 Jahre alt) und meine Mutter machte sich mir gegenüber lustig über den stark gepolsterten BH der Freundin : „Sie legt ihn quasi um gar nichts herum , um ein wenig Volumen vorzutäuschen, damit die Klamotten besser sitzen.“  Ich „lernte“, dass meine Mutter kleine Brüste bedauerlich und unschön findet.  Dass man über sie hinwegtäuscht, weil es ein Manko ist, ein gar-nicht-geher.  Das änderte sich erst, als ich in einem Alter war, in dem man die ersten ernsthafteren Beziehungen hatte. Komischerweise hatte keiner meiner Partner ja ein  „Problem“ mit meiner kleinen Brust.  Beim Ersten war ich noch nervös, ob er „enttäuscht“  wäre ( sowas wurde einem schon damals gerne eingeredet) aber schnell stellte ich fest, dass es auch Männer gibt, die durchaus  auch androgyne Frauen attraktiv finden.
Und mein Mann  und Vater meiner Kinder, mit dem ich inzwischen seit etlichen Jahren verheiratet bin,  fand/findet mich schön, wie ich war/bin, ob mit Schwangerschaftsbauch, großer  Milchbrust, oder mit kleiner Brust .  Für ihn war das alles nie ein Thema.
.Mit meiner Mutter hatte ich später im Leben noch ein Happening.  Als ich erstmals schwanger war, wuchs meine Brust rasant an und ich trug ein Sommerkleid und meine Mutter sagte „Holla, du hast ja endlich mal ein richtiges Dekolleté“-  ich war irgendwie sauer.  Also falls das ein Kompliment sein sollte….
Ja. So war das alles. Ich dachte, bis zu diesem Vorfall mit meinen Freundinnen,  ich sei inzwischen  über all die Jahre super selbstbewusst als mehrfach Mama und stünde über allem.  Hm, nun beschleicht mich der Gedanke, dass ich ggf. auch vor diesem Vorfall nie ECHT selbstbewusst war, sondern meine unguten Gefühle nur weggeschlossen hatte . Denn plötzlich waren sie ja wieder da, die alten Verletzungen, die Erinnerung an Sprüche damaliger Teenager-Mitschüler,  wie:  „Hey du, siehst aus wie Schneewittchen, ohne Arsch und ohne Tittchen“. Oder der Umstand, dass ich noch immer ( im 21. Jh!) nicht in einem normalen Klamottenladen Bikinis oder BHs kaufen kann, sondern muss AA im Internet bestellen. Oder, in meinem Erwachsenenalter folgender Umstand: ich musste dienstlich ins Ausland, auf der Dienstreise erst stellte sich heraus, dass ich an einem wichtigen Empfang teilnehmen muss. Abends. Abendkleider /Smoking erwünscht. Gut, ich beugte mich, ging in einen edlen Laden. Das Abendkleid war teuer, saß super in der Teille, im Rücken : bloß vorne nicht. Ich sprach die Verkäuferin verwundert an, wer denn so ein Kleid designed, dass es eine Wespentaille hat aber man geschätzt ein C-D Cup braucht um es oben rum auszufüllen. Ob sie mir  nicht auch Kleider mit  „normalem“ Schnitt zeigen könne zur Anprobe. Sie schaute mich an und erklärte, die Damen die in diesem Laden verkehren würden nicht nach anderen Kleidern fragen sondern sich die Brüste „machen lassen“.  Ja, all das kam mir nach bzw während des Gesprächs mit meinen Freundinnen wieder hoch.
Nun ist meine einzige Tochter in dem „Brüste-wachs-Alter“ und es kommen blöde Kommentare.  Und das heute, wo wir gendern ,  und wo wir doch angeblich alle gott-weiß-was tolerant und aufgeklärt und aufgeschlossen  sind.  Warum wird Mädchen – noch dazu von anderen Frauen/Mädchen (!!!) – also noch immer eingeredet, sie wären nur schön und begehrenswert , wenn sie möglichst große Körbchen haben?!
Ich wünsche meiner Tochter und allen anderen Mädchen, dass sie – egal wie ihre Brüste sich entwickeln – verstehen und verinnerlichen, dass die auch „bloß ein Körperteil“ sind.  Und dass sie sich keinesfalls jemals einreden lassen, groß sei  „besser“ als klein , oder sonst irgendeinen Nonsens.  Wir leben im 21. Jahrhundert.  Gleichgeschlechtliche Ehen sind möglich, wir haben die Möglichkeit zur Geschlechtsumwandlung, wir haben Frauen die Karriere machen ebenso oft wie Männer, die daheim als Hausmann die Kinder umsorgen ...  WIE um alles in der WELT kommen immer noch Leute ( SOGAR FRAUEN) dazu, anderen Frauen und Mädchen irgendwie einzureden, die Körbchengröße habe einen großen Stellenwert fürs Frausein.  
Wie seht Ihr das? Habt Ihr Ähnliches erlebt? Soll ich meine Freundinnen noch mal auf dieses besagte Gespräch ansprechen? Ich würde mich freuen, wenn Ihr das alles nicht nur gelesen habt, sondern ggf, mit Eurer Sichtweise ergänzt. 
 

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V
violet-luna
29.06.21 um 1:07

Das ist ein Thema, das immer wieder polarisiert: das Menschen nunmal verschiedene Körper haben und es immer wieder welche gibt, die andere hänseln, wenn sie nicht ihren eigenen Vorstellungen gemäß aussehen. Das hat gar nicht so sehr was mit der Größe deiner Brust zu tun, sondern damit, dass Menschen einfach gerne über andere lästern. Das trifft alle mal, große, kleine, dicke, dünne Menschen, Frauen mit großer und kleiner Oberweite, Menschen mit großer Nase, abstehenden Ohren, schiefen Zähnen, Pickeln. Wer hänseln will, wird etwas finden.

Du könntest genauso gut über deine Freundinnen und ihre großen Kleidergrößen lästern, wenn du der Typ dafür wärst. Deinen Freundinnen gebenüber solltest du das ansprechen, dass dich die Bemerkungen verletzt haben und dass es nicht gerade von guten Umgangsformen zeugt, Menschen auf ihren Körper zu reduzieren.

Deine Tochter ist, wie sie ist und ihre Töchter eben auch. Wie groß die Brust wird, kann sich keiner von uns aussuchen. Weiblichkeit oder Fruchtbarkeit hat nichts mit der Größe der Brust zu tun, auch nicht mit der Form der Vulva oder der Klitoris. Menschen haben ihre Vorlieben und es gibt natürlich auch Männer, die auf große Brüste stehen. Das sind aber nicht alle. Manche stehen auf kleine Brüste und manchen ist es schlichtweg egal, wie groß die Brust ihrer Partnerin ist.

Und genau das würde ich jedem Kind beibringen. Nicht der Körper ist irgendwie mangelbehaftet, sondern die Hänsler und Lästerer sind dumm. So einfach ist das.

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karsta_23085521
29.06.21 um 8:36

Ich würde nichts dazu sagen. Deine Freundinnen sagen das um von sich abzulenken. Wer mit sich zufrieden und im reinen ist, der äußert solche Dinge nicht. Sie sind mit sich selbst unzufrieden. Lass dich nicht in dieses Boot ziehen. Aber dennoch ist es so, dass sie bei dir eine Reaktion ausgelöst haben. Lass die anderen denken, was sie wollen, auch deine Mutter, reduzier dich nicht auf Äußerlichkeiten. Finde dich schön so wie du bist und gib auch deiner Tochter das Gefühl, dass sie schön ist. Ich glaube das machst du eh schon sehr gut. Wer sich innerlich schön findet, der ist auch mit seinem Äußeren zufrieden. Menschen dürfen denken und sagen, was sie wollen, aber wenn deine innere Einstellung stimmt, dann kannst du gelassen damit umgehen.

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charlotte86
29.06.21 um 9:56

Liebe TE. 
Kurz zu mir. Ich bin 156cm groß, habe eine zierliche Figur. Mit normaler Frauenkleidung habe ich durchaus meine Schwierigkeiten. 
Beim einkaufen werde ich öfter mal von anderen Frauen belächelt wenn ich BHs mit A-Cup Größe kaufe oder bei den Hosen die kleinste Größe suche. 
Stört mich nicht. Ich bin ich und stolz darauf. 
Mein Kind kommt nach mir. Mein Sohn ist genauso groß wie ich. Zierliche Figur. Eigentlich das Gegenteil von dem was man sich unter einem Mann vorstellt. 
Ein Mann sollte ja groß sein, breite Schultern, Muskeln. 
Stört meinen Sohn nicht. Er steht trotzdem mit beiden Beinen im Leben und ist glücklich. 
Das einzige was du deiner Tochter mit auf den Weg geben kannst ist ein großes Bündel Selbstbewusstein um gegen blöde Sprüche gewappnet zu sein. 
Ansprechen solltest du deine Freundinnen darauf nicht mehr. 
Wer über andere lästert ist mit sich selbst nicht zufrieden. 

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bissfest
bissfest
29.06.21 um 13:26

Hier, ich! Körbchgröße A, für alle, die es wissen oder nicht wissen wollen . 1,60m groß (oder klein), sportlich schlank mit Tendenz zur Zierlichkeit, normalgewichtig. Dass man beim BH-Kaufen und Kleiderkaufen wie ein Alien behandelt und belächelt wird, kenne ich, vor allem dann, wenn ich äußere, dass ich Körbchengröße A ohne Polsterung will. Das gibt es oft gar nicht, weil man es offenbar gar nicht glauben kann, dass eine Frau mit Körbchengröße A nicht alles dafür tut, dass ihr Busen so groß wie möglich aussieht. Ich will es aber so. Mein Busen passt zu mir. Aber ich bin vielleicht weniger angreifbar, weil man mir das als Jugendliche nie vorgehalten hat. Deine Freundinnen haben dich getriggert, dich an deine Mutter erinnert. Meine Mutter und meine Schwester sind "Vollblutweiber" und größer als ich (meine Schwester hat einen anderen Vater), aber das war nie ein Thema bei uns in der Familie. Ich denke mir dann nur, wie geschmack- und stillos diese Leute sind. Wenn es Freunde oder Bekannte sind, geht nach so einer Aktion ein Vorhang herunter. Ein Geschäft, in dem man mich so behandelt, wird nicht mehr aufgesucht. Das Problem bin ja nicht ich. Das Problem ist ja nicht mein kleiner Busen. Wenn ich wollte, könnte ich andere ja auch so behandeln und Gründe dafür finden. Aber ich habe keine Lust darauf. Es würde mir nie in den Sinn kommen, solche Gedanken habe ich nicht. Wenn man den Kontakt nicht einstellen kann, erreichen mich solche Menschen dennoch nicht mehr, weil sich in mir etwas verändert hat und weil ich alles auf ein Minimum reduziere, gar nicht unbedingt, weil ich so verletzt bin, sondern weil ich einen extrem unattraktiven Charakterzug entdeckt habe und weil ich glaube, dass sich Dinge dann wiederholen werden. Auf Englisch nennt man so ein Verhalten "low rent". Das ist einfach Bodyshaming. Wer es nötig hat, hat eigene Defizite, wie hier schon steht. Und da geht es nicht um die kleine Brust. Wer andere ausgrenzen will, findet immer einen Grund. Ich kann dir nur raten, dich abzugrenzen. Das ist kein Umgang für dich. Auf eine Diskussion würde ich mich nicht einlassen. 

Da man in der Pubertät aber doch das Gerede der anderen mitbekommt, dachte ich mir damals immer, dass ein Mann meinen kleinen Busen immer Abstrich, den er machen muss, empfinden wird. Ich habe in meinem Leben aber so wie du von männlicher Seite nie Schlechtes über meinen Busen gehört, im Gegenteil, die Herren fanden ihn sehr schön und äußerten dies auch unaufgefordert und konnten es glaubhaft vermitteln. Ich glaube aber dennoch, dass der Großteil der Männer große Brüste sehr anziehend findet, aber es scheint auch genug Männer zu geben, die kleine Brüste schön finden. Mein Busen war nie ein Problem, ganz im Gegenteil. Blöde Kommentare gab es (wenn überhaupt) immer nur von Leuten, die mein Busen ja gar nichts angeht. Bei deinen Freundinnen ist es ja auch so. Dein Busen geht sie nichts an. Auch der deiner Tochter nicht. Und Vergleichen ist immer eine schwache Leistung. 

So wie du bin ich relativ bewertungslos gegenüber Körpertypen. Ich wundere mich immer darüber, was andere für Bewertungen mit sich herumtragen.

Dass man einen bestimmten Typ hat oder sexuell vielleicht das eine anziehend findet, das andere aber nicht, das finde ich ganz verständlich. Ich finde es ganz normal, dass sich ein Mann, der auf große Brüste steht, nicht mich aussuchen wird. Ich habe auch meine Vorlieben. Aber Akzeptanz auf der menschlichen Ebene sollte allumfassend sein. Es ist ganz mies, anderen das Gefühl zu geben, nicht vollwertig. nicht gut genug zu sein. 

Das Thema triggert dich, deshalb grenz dich gut ab und schütze dich. Mit dir ist alles in Ordnung. Die Kommentare deiner Freundinnen waren extrem übergriffig und geschmacklos. Freundinnen wären sie für mich nicht mehr. Wegen der Kinder würde ich den Kontakt auf ein Minimum reduzieren. 
 

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M
mirna_22103102
30.06.21 um 5:04

Was sind das für " Freundinnen " ? Du mußt deiner Tochter vermitteln das sie ein toller Mensch ist und zwar so wie sie ist. Und es stimmt nicht, das alle Männer nur auf Brüste stehen und stieren ,es gibt Männer die durchaus auch die Person sehen. Es ist wohl auch eher Dein Problem ,als das deiner Tochter. Gerade in der Pubertät , wo Jugendliche auch an ihrem Körper zweifeln muß man ihnen Stärke und Selbstvertrauen vermitteln.
Von diesen Freundinnen würde ich mich distanzieren, Dir würde ich raten dein Trauma aufzuarbeiten und sei vor allen Dingen stark für deine Tochter, das sie nicht gedanklich " Heidi Stumpf " verfällt ,die meint jungen Frauen vorzuschreiben wie " man " auszusehen hat.

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meerschweinchen09
meerschweinchen09
30.06.21 um 16:03

Ich verstehe deine Bedenken. Ich war zwar nie wirklich schlank, hatte aber auch leider nie große Brüste. Da ging es mir in Teenager Jahren ähnlich. Lustigerweise wollte ich aber, als meine Brüste angefangen hatten zu wachsen gar nicht dass sie größer werden, das war mir damals einfach noch zu früh – ein paar Jahre später hab ich mich dann darüber geärgert. Ähnlich wie bei dir hat mich aber (abgesehen von dem ein oder anderen weiblichen Familienmitglied) kein einziger Mann jemals darauf angesprochen. Nun habe ich auch selbst eine Tochter im Teenager Alter, die auch sehr nach mir kommt und der ich (hoffentlich auch oft genug gesagt habe, dass jeder Körper jeder Form schön ist, wenn man sich darin wohl fühlt und dass Gesundheit wichtiger als Schönheitsideale ist). Ich habe auch jahrelang mit jungen Mädchen zwischen 10 und 13 Jahren zusammengearbeitet und viele Mädls durch diese oft schwierige Zeit begleitet. Da war es mir immer sehr wichtig, dass sie wissen, wie stark und schön sie alle sind, auch wenn sie alle verschieden sind. Ich finde also auch, dass wir allen Mädchen und jungen Frauen Werte vorleben sollten, die zu mehr Selbstliebe und Mut führen. Sich gegenseitig fertig zu machen ist nur kontraproduktiv. 
 

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M
martinam
25.07.21 um 20:09

Sagtest Du 'Freundinnen'?



44/46? Und deren Problem sind die Brüste einer Pubertierenden?

Da haben die ja eigentlich schon reichlich Antworten geliefert. 
 

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elisalein90
elisalein90
29.07.21 um 11:50

hey, erstmal finde ich deine werte, die du auch an deine tochter weitegibst, wirklich klasse! du hast absolut recht, wenn du meinst, jeder körper ist gut, so wie er ist. bitte behalte dir das bei und hör nicht auf deine freundinnen. (tust du ja offensichtlich eh nicht!) ich bin auch sehr oft schockiert, wie zur heutigen, vermeintlich toleranten zeit, die frauenbilder suggeriert werden. irgendwie steckt das noch tief in unserer gesellschaft. fast jede frau hat probleme mit ihrem körper, weil uns ja durch die medien also vorallem die werbung vermittelt wird, es stimmt was nicht mit ihm. entweder die brüste sind zu klein, zu hängend, zu spitz, was auch immer. oder die schenkel sind zu dick, die kleidergröße zu groß oder gar zu klein, schultern zu breit, körperhaare sind unhygienisch, aber nur bei frauen, bei männern gehören sie ja dazu. intimzone am besten auch mit parfumierter seife waschen, weils ja grauslich ist. btw: werden intimwaschlotionen auch für männer beworben? hätte ich noch nicht gesehen. ist halt die welt in der wir leben, die konsumgesellschaft. den leuten einzureden, dass sie etwas brauchen, was sie in wirklichkeit nicht brauchen bringt halt einfach enorm viel kohle. 

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schnuckweidev
schnuckweidev
31.07.21 um 16:29

Ja ich denke, du bist in dem Punkt wirklich verletzt und als kleinbrüstige Frau kann ich das gut verstehen.

Beim ganzen Gender-Wahn darfst du eins nicht vergessen: Es gibt noch immer die Biologie.
Und man kann sagen was man will, dem Unterbewusstsein suggeriert ein großer Busen einfach Weiblichkeit.
Das ist ja ncihts persönliches, das ist nur einfach so.
Ich bin auch der festen Überzeugung, dass es wenige Männer gibt die sagen: mein kleiner, dünner Penis ist so gut wie ein großer dicker und ich will ihn gar nicht anders.

Natürlich gibt es auch Männer, die Kleine wie große Brüste mögen und auch solche, die kleine bevorzugen.
In Wahrheit gibt es keinen Grund, sich darüber zu grämen.

Und doch ist man durch die kleinen Brüste vielleicht nicht die begehrteste Henne im Stall.
Aber es ist nicht wichtig, dass viele Männer deine Brüste begehren.
Und ich kenne auch einige Frauen, die sind nicht so glücklich mit ihrem großen Busen und den Problemen, die er mitbringt.

Vor 2 Generationen haben gut ausgestattete Mädchen noch versucht, ihre Brüste zu verstecken.
Und auch die Mädchen, denen der Busen als erstes wächst, finden das oft unangenehm. Man wäre dann doch gerne durchschnittlich und unauffällig.

Ich denke dass die Verletzung tief ist und es immer wieder passieren kann, dass eine Begebenheit oder Aussage die alten Wunden aufreißt.
Wenn die eigene Mutter noch so blöde Kommentare ablässt, dann kann es nur schiefgehen.

Ich kann mir übrigens auch vorstellen, dass deine übergewichtigen Freundinnen sich auch nur an deinen kleinen Brüste aufhängen, damit sie sich wegen ihres überschüssigen Gewichts weniger schlecht fühlen.

Selbstbewusstsein hängt auch nicht unbedingt mit der Körbchengröße zusammen. Ich denke, du hast es geschafft, deiner Tochter viel davon mitzugeben. Und dann kann eine junge Frau mit kleinem Busen eine sehr erotische Ausstrahlung haben.

Tut mir nur leid, dass deine Freundin irgendwie ein bisschen doof sind.

Alles Liebe!

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