Forum / Gesellschaft & Leben

Weiblich, 30 und unglücklich

5. April um 23:57 Letzte Antwort: 8. April um 15:26

Hallo zusammen, ich bin neu hier. Ich bin weiblich, 30 Jahre alt und stehe so gar nicht Mitten im Leben. 

Eigentlich habe ich mir mein Leben bis zum jetztigen Zeitpunkt immer anders vorgestellt. Ich dachte immer, dass ich mit 30 schon verheiratet wäre, mit Kind und Kegel ein glückliches Leben führen würde.
Aber wer würde sich denn heutzutage als wirklich glücklich bezeichnen, selbst wenn diese Lebensziele bereits erreicht wären. Jeder hat immer etwas zu beanstanden und gibt sich nie mit dem schon Errungenem zufrieden.
Auch ich habe einiges erreicht, habe studiert , aber bin leider auch schon karrieretechnisch gescheitert, sodass ich nie einen weiteren Schritt in meiner Lebensplanung wagen konnte. Denn ich hatte mir immer das Ziel gesetzt zuerst auf eigenen Beinen zu stehen, bevor ich heirate, Kinder bekomme und ein Haus baue. Nun rücken meine Pläne immer mehr in die weite Ferne. 

Mein Partner (39), mit dem ich nun seit 2 Jahren zusammen bin und vor einem Jahr zusammengezogen bin, unterstützt mich zwar in meinem Vorhaben, meine Karriere neu anzugehen, aber gibt mir auch von Zeit zu Zeit das Gefühl, keine ernsthaften Absichten mit mir zu haben. Zwar sagte er mir vor kurzem noch, dass er sich schon sehr darüber freut, bald mit mir Kinder zu haben. Ich setze jedoch voraus, dass er mir zunächst einen Antrag macht. Das habe ich auch schon des Öfteren angesprochen. 
Von seiner Seite kam aber bisher nichts... 

Irgendwie habe ich das Gefühl, in einem Hamsterrad gefangen bzw. stagniert zu sein. Alle meine Freunde haben schon Kinder, haben gebaut oder sind zumindest dabei.

Wem geht es so ähnlich und kann diese Gemütslage nachvollziehen? 

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6. April um 9:28

er ist seit 2 Jahren mit Dir zusammen und spricht von gemeinsamen Kindern - was ist denn da "nicht ernst"? Wir haben 2021, eine Heirat ist echt optional und eher eine pragmatische Frage als eine von "ernsten Absichten". Bei gemeinsamen Kindern spart es echt viel Theater mit Vaterschaftsanerkennung & Co. Bei der Steuer macht es einen Unterschied und rechtlich, dass man nicht für jeden Mist extra Vollmachten braucht, wenn einer von beiden mal schwer verletzt im Krankenhaus liegen sollte bspw.
Aber nach 2 Jahren hätte ich auch noch nicht heiraten wollen. Ernst genug war es trotzdem, ich bin jetzt 17 Jahre verheiratet. Abgesehen davon, dass ich meinem Mann damals den Antrag gemacht habe, als ich heiraten wollte (nach ~5 Jahren im Übrigen und da war ich schon schwanger, als wir geheiratet haben, war ich Mitte 5. Monat und tbh: ausschlaggebend war die deutlich einfachere Bürokratie bei der Geburt unseres Kindes, dass es uns "ernst" war, hätten wir auch ohne Hochzeit gewußt ). Wir sind schließlich nicht mehr im Mittelalter

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6. April um 16:07
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er ist seit 2 Jahren mit Dir zusammen und spricht von gemeinsamen Kindern - was ist denn da "nicht ernst"? Wir haben 2021, eine Heirat ist echt optional und eher eine pragmatische Frage als eine von "ernsten Absichten". Bei gemeinsamen Kindern spart es echt viel Theater mit Vaterschaftsanerkennung & Co. Bei der Steuer macht es einen Unterschied und rechtlich, dass man nicht für jeden Mist extra Vollmachten braucht, wenn einer von beiden mal schwer verletzt im Krankenhaus liegen sollte bspw.
Aber nach 2 Jahren hätte ich auch noch nicht heiraten wollen. Ernst genug war es trotzdem, ich bin jetzt 17 Jahre verheiratet. Abgesehen davon, dass ich meinem Mann damals den Antrag gemacht habe, als ich heiraten wollte (nach ~5 Jahren im Übrigen und da war ich schon schwanger, als wir geheiratet haben, war ich Mitte 5. Monat und tbh: ausschlaggebend war die deutlich einfachere Bürokratie bei der Geburt unseres Kindes, dass es uns "ernst" war, hätten wir auch ohne Hochzeit gewußt ). Wir sind schließlich nicht mehr im Mittelalter

P.S.: wenn Du Dir eine Hochzeit wünschst - Dein gutes Recht und davon unbenommen. Aber die Unterstellung "keine ernsthaften Absichten mit mir" ist da nicht angebracht. Und ich glaube echt nicht, dass Du Dir einen großen Gefallen damit tust, Dein Glück so an diesen Punkt zu hängen.

Wenn es Dir so wichtig ist - sage es ihm klipp und klar: Ich will Kind/er und ich will vorher heiraten - also entweder machen wir das - und zwar bald oder ich muss auf die Suche nach jemandem gehen, der das auch so sieht. Und da die eher rar sein werden, fange ich am besten gleich morgen an zu suchen, ich hab nur noch 4 Jahre Zeit dafür.
Ok, nicht unbedingt wörtlich, aber ein Kompliment wird das nun einmal in keiner möglichen Formulierung - und irgendwelche mehr oder minder versteckten Andeutungen, dass man gern heiraten möchte, sind oft nur für Frauen klar (direkte vs. indirekte Kommunikation... von "ich würde gern heiraten" ist noch kein "JETZT, oder ich muss weiter suchen" zu erkennen.... )
 

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8. April um 11:51
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Hallo zusammen, ich bin neu hier. Ich bin weiblich, 30 Jahre alt und stehe so gar nicht Mitten im Leben. 

Eigentlich habe ich mir mein Leben bis zum jetztigen Zeitpunkt immer anders vorgestellt. Ich dachte immer, dass ich mit 30 schon verheiratet wäre, mit Kind und Kegel ein glückliches Leben führen würde.
Aber wer würde sich denn heutzutage als wirklich glücklich bezeichnen, selbst wenn diese Lebensziele bereits erreicht wären. Jeder hat immer etwas zu beanstanden und gibt sich nie mit dem schon Errungenem zufrieden.
Auch ich habe einiges erreicht, habe studiert , aber bin leider auch schon karrieretechnisch gescheitert, sodass ich nie einen weiteren Schritt in meiner Lebensplanung wagen konnte. Denn ich hatte mir immer das Ziel gesetzt zuerst auf eigenen Beinen zu stehen, bevor ich heirate, Kinder bekomme und ein Haus baue. Nun rücken meine Pläne immer mehr in die weite Ferne. 

Mein Partner (39), mit dem ich nun seit 2 Jahren zusammen bin und vor einem Jahr zusammengezogen bin, unterstützt mich zwar in meinem Vorhaben, meine Karriere neu anzugehen, aber gibt mir auch von Zeit zu Zeit das Gefühl, keine ernsthaften Absichten mit mir zu haben. Zwar sagte er mir vor kurzem noch, dass er sich schon sehr darüber freut, bald mit mir Kinder zu haben. Ich setze jedoch voraus, dass er mir zunächst einen Antrag macht. Das habe ich auch schon des Öfteren angesprochen. 
Von seiner Seite kam aber bisher nichts... 

Irgendwie habe ich das Gefühl, in einem Hamsterrad gefangen bzw. stagniert zu sein. Alle meine Freunde haben schon Kinder, haben gebaut oder sind zumindest dabei.

Wem geht es so ähnlich und kann diese Gemütslage nachvollziehen? 

Auch wenn ich ein paar Jahre jünger bin als du geht es mir genauso.
Warum klappt das den mit deiner Karriere nicht, was sind die Gründe?

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8. April um 15:26

Wenn der Kinderwunsch so groß ist und dein Partner auch Kinder will, wo ist dann das Problem? Heiraten kannst du später immer noch 

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