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Was haltet ihr von dieser Regelung?

30. Juli 2007 um 23:07

In Holland gibt es schon lange Sterbehilfe. Aber Holland war das 1. Land der Welt, in dem aktive Sterbehilfe erlaubt wurde.
Aktive Sterbehilfe heißt, dass Ärzte schwer kranke Menschen töten dürfen. Die schwer kranken Menschen müssen vorher sagen, dass sie sterben wollen. Die Ärzte werden nicht bestraft, wenn sie schwer kranke Menschen töten.
Bei aktiver Sterbehilfe dürfen die Ärzte einem schwer kranken Menschen zum Beispiel Gift spritzen. Der kranke Mensch stirbt dann an dem Gift. Bei aktiver Sterbehilfe helfen die Ärzte schwer kranken Menschen schneller zu sterben.
Seit über 1 Jahr ist aktive Sterbehilfe in Holland erlaubt. Das steht in einem besonderen Gesetz. Das Gesetz erlaubt jedem Holländer selbst zu bestimmen wann er stirbt.
Das Gesetz erlaubt auch passive Sterbehilfe.
Passive Sterbehilfe heißt, dass Ärzte schwer kranken Menschen nicht mehr helfen, um weiter zu leben. Bei passiver Sterbehilfe hören die Ärzte auf, die schwer kranken Menschen richtig zu versorgen.
In den Niederlanden legal: die Giftspritze. Bei passiver Sterbehilfe dürfen Ärzte zum Beispiel alle Maschinen abstellen, die ein schwer kranker Mensch zum Leben braucht. Die Ärzte dürfen zum Beispiel eine Maschine abstellen, die einem kranken Menschen beim Atmen hilft. Weil der kranke Mensch nicht mehr alleine atmen kann, stirbt er dann.
In Holland gibt es nur ein Wort für aktive und passive Sterbehilfe: Das Wort ist Euthanasie. Das ist ein schweres Wort. Euthanasie heißt "schöner Tod".
Holländische Ärzte werden nicht bestraft, wenn sie schwer kranke Menschen töten oder beim Sterben helfen. Aber es gibt Regeln für die Euthanasie. Die Ärzte müssen sich an diese Regeln halten. Nur dann dürfen sie kranke Menschen töten oder beim Sterben helfen. Und dann werden die Ärzte auch nicht bestraft.

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30. Juli 2007 um 23:28

Was ist es
Ist es töten oder helfen, wenn man nach Abwägung aller Umstände jemanden hilft, sein Leiden zu beenden?

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30. Juli 2007 um 23:36

Ich bin dagegen, aber
man sollte schwer kranke Menschen oder unheilbar Kranke nicht tausend Mal wieder zurückholen, sondern es einfach dabei belassen, wenn ihr Herz versagt.
Meine Oma war 10 Jahre nur am leiden, wegen schwerer Leukämie und wurde nach dem klinischen Tod wieder ins Leben zurückgeholt. Für was?
Dafür, das die Menschen weiter leiden müssen und ihr Schmerzen kaum noch ertragen?
In meinen Augen ist die Sterbehilfe nicht zulässig, aber Wiederbelebung in solchen Fällen einfach nur Quälerei.

LG ein Engel

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30. Juli 2007 um 23:42

Nicht andere entscheiden
Es geht nicht darum, dass andere für einen entscheiden sollen. Denn Missbrauch setzt spätestens dann ein, wenn ein Erbe zu erwarten ist. Bestes Beipsiel ist ja die Vergangenheit. Durch die Euthanasie-Aktionen der Nazis wurden in Deutschland mehr als 270'000 körperlich oder geistig behinderte Menschen getötet. Die Argumente der Befürworter lauteten:
1. Die Erlösung der Kranken von sinnlosem Leiden
2. Die Beendigung von lebensunwertem Leben
3. Die Befreiung der Gesellschaft von den Kosten der Pflege und der Behandlung
4. Der Ausschluss der getöteten Behinderten von der Fortpflanzung im Sinne der Eugenik
5. Die Schwachen hindern die Entfaltung der Starken

Das habe ich nicht damit natürlich auch nicht gemeint.
Sondern: In Deutschland ist ja die passive Sterbehilfe zum Teil möglich. Zum Beispiel dadurch, dass man eine rechtsgültige Patientenverfügung hat, in der man bestimmen kann, unter welchen Umständen lebenserhaltende Maßnahmen eingestellt werden. Verboten ist aber bei uns, dass ein Mensch, der zum Beispiel an einer unheilbaren Krankheit leidet die ihm kein lebenswertes Leben mehr ermöglicht, entscheiden kann, dass es nun genug ist, und er z.B. eine Tablette erhält, die ihn erlöst, eben wie in den Niederlanden.

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30. Juli 2007 um 23:46
In Antwort auf epona_12917628

Ich bin dagegen, aber
man sollte schwer kranke Menschen oder unheilbar Kranke nicht tausend Mal wieder zurückholen, sondern es einfach dabei belassen, wenn ihr Herz versagt.
Meine Oma war 10 Jahre nur am leiden, wegen schwerer Leukämie und wurde nach dem klinischen Tod wieder ins Leben zurückgeholt. Für was?
Dafür, das die Menschen weiter leiden müssen und ihr Schmerzen kaum noch ertragen?
In meinen Augen ist die Sterbehilfe nicht zulässig, aber Wiederbelebung in solchen Fällen einfach nur Quälerei.

LG ein Engel

Ja genau
Nach dem Gesetz ist es unterlassene Hilfeleistung, wenn nicht versucht wird, so einen Patient wiederzubeleben. Wehren konnte sich aber deine Oma auch nicht dagegen. Was wäre ihr lieber gewesen? Genau das ist meine Frage, sollte man selbst den Punkt bestimmen können, wann es genug ist?

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31. Juli 2007 um 0:10

Aber
wäre das nicht das gleiche? Wenn ich einen Selbstmord nicht verhindere, ist es doch auch Beihilfe. In beiden Fällen wünscht doch jemand seinen Tot. Nur ist es doch gerade bei Selbstmordversuchen oft so, dass es jemand aus Verzweiflung tut, weil er keine Lösung sieht, obwohl es sie aber gäbe. Also in Wirklichkeit gar kein Grund zum Sterben vorliegt.

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