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Was ganz anderes - universitäre Übeltaten

7. Oktober 2009 um 11:07

Ich erzähle euch eine kleine Geschichte, und vielleicht stieß jemand damit einmal zusammen und weiß was zu tun ist. Eine gute Freundin von mir, nennen wir sie Kunigunde, hat in diesem Sommer ihre Prüfungsphase durch und nun einen Abschluss in Geschichte und Philosophie. Sie wollte alledings noch zusätzlich den Monobachelor in Sozialwissenschaften machen - der dauert nicht lang, und für ihre Berufsziele braucht sie das noch.

Also noch im Sommer an der Uni X beworben, gemäß den Anweisungen auf der Unihomepage "wie für ein Erststudium", da sie ihr Abschlusszeugnis damals noch nicht hatte und in besagter Prüfungsphase steckte. Die Zulassung kam auch bald, noch im Sommer, und Anfang September schickte sie Unterlagen zur Immatrikulation ein (das ging von der Fristsetzung her erst September los) und überwies das Geld.

Ende September, um den 30sten, kriegt sie eine Postkarte vom Sekretariat, sie solle sich mit ihrer Zulassung innerhalb von drei Tagen im Sekretariat melden. Da die Uni X weit weg ist, war es Kunigunde natürlich finanziell nicht möglich, das so kurzfristig zu machen. Kunigunde versucht nun eine Woche lang, das Sekretariat per Telefon, Brief und Mail zu erreichen - wir gehen ja immer noch davon aus, dass nur irgendeine Frage geklärt werden muss. Keine Reaktion.

Gestern schließlich erreicht sie jemanden. Die Dame am Telefon ist gereizt und nervös, will ihr nicht sagen was los ist und verlangt die ganze Zeit dringend die Zulassung zurück. Nach einigem Nachbohren schließlich wird Kunigunde eröffnet, dass die Zulassung zurückgezogen wird, weil sie irgendwelche Hochschulsemester beim Ausfüllen der Zulassungsbewerbung nicht angegeben hätte (wir erinnern uns - wie für ein Erststudium) und ihre Kontodaten verlangt, auf dass man ihr das Geld zurücküberweisen könne.

Eine seltsame Geschichte unter der Hand also, kein offizieller Schrieb. Ich muss nicht betonen, dass die liebe Kunigunde mittlerweile im Vertrauen auf die gültigkeit der vor DREI Monaten erhaltenen Zulassung bereits Jobs gekündigt, Umzug vollbracht etc etc hat. In zwei Stunden sitzen wir beim Anwalt, während ein zweiter Anwalt des Studentenwerks der Uni X ebenfalls eine Email des Falls bekommen hat und sich darum kümmern möchte.

Abschlussfrage für die,die bisher durchkamen: kennt ihr solche Späße? Vielleicht sogar direkt, was zu tun ist? Je mehr Infos, desto besser.

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7. Oktober 2009 um 11:34


Ist das übel!

Nein, Polmanina, das kenne ich gar nicht! Ich bin entsetzt über die Dreistigkeit! Aber ich gehe schwer davon aus, dass Kunigunde im Recht ist! Sie muss sich ja auf die Informationen, die man ihr bezüglich der Formalitäten zukommen lässt, auch verlassen können!

Btw.: Der Anwalt wird ja die Chancen für den Ausgang nennen können. Wenn die wirklich gut sind, wäre vielleicht Verfahrenshilfe kein schlechte Sache. Oder ist das Verfahren finanziell kein Problem für sie?

LG
Ele

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