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Was für ein krankes Land - Waffen in den USA

Letzte Nachricht: Gestern um 11:21
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dickunddoof
01.06.22 um 16:28

Ich verstehe es nicht.

Der Amoklauf in einem Supermarkt in Buffalo
Der Angriff auf Kirchgänger im Bezirk Orange County, nahe Los Angeles
Das Schulmassaker in Uvaldi

Gestern las ich, dass nur einem Tag nach dem entsetzlichen Geschehen an der texanischen Grundschule ein 11 Jähriger im Bundesstaat New York einem Mitschüler gedroht hat "Dann bringe ich dich eben um", weil dieser ihn nicht abschreiben ließ. Der Vater des 11 Jährigen besitzt 28 Waffen

Gerade eben stieß ich auf eine Mitteilung, dass eine 10 Jährige eine Frau erschossen hat, die sich mit ihrer Nutter (also der der 10 Jährigen) stritt. Das Mädel hat einfach so zwei Mal abgedrückt.

Was ist das für ein krankes Land da drüben?
Was stimmt nicht mit diesen Menschen?
Wie erziehen die ihre Kinder, welche Werte vermitteln die?

Mir wurde schon als Kind beigebracht, dass man andere Menschen nicht verletzt, nicht haut...
Und dort haben Kinder kein Problem damit andere mit dem Tode zu bedrohen oder gar umzubringen. Von Erwachsenen, die soetwas immer wieder in die Tat umsetzen, ganz zu schweigen.

Das ist doch einfach Irrsinn!

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esmeralda1701
01.06.22 um 19:31


Kinder verstehen den Tod nicht! Das sind die Eltern! Aber Waffenbesitz im Elternhaus sehe ich als gefählich! Sollte nicht sein!

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R
rubina_27867603
01.06.22 um 19:41

Hast du eine Waffe bist du wer. So ein Teil möbelt das Selbstbewusstsein auf. Dient ja zum Schutz von der Familie und sich selbst.
Und Kinder müssen den Umgang mit Waffen frühzeitig lernen. 
Solange die Menschen diesem Motto treu bleiben und nicht umdenken wird die Waffenlobby unantastbar mächtig bleiben. 
Ich bin mit einem Amerikaner verheiratet und habe lange in den U.S.A. gelebt. Aber eine Waffe kam mir nie ins Haus und in die Nähe meiner Kinder. 
Wir haben 2018 so einen Amoklauf hautnah mitbekommen. Die Tochter einer Freundin wurde dabei verletzt, überlebte aber. 
Für mich war dann der Punkt erreicht wo ich mit meinem Kindern zurück nach Österreich wollte. 
Leider wird dieser Waffenwahnsinn immer schlimmer statt besser. 

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E
esmeralda1701
01.06.22 um 19:47


Das finde ich toll, dass du den Schlusstich gezogen hast! In der Schweiz hatte jeder seine Militärknarre zuhause! Es gab unzählige Suizide bei uns von jungen von jungen Männern! 

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rubina_27867603
01.06.22 um 19:56
In Antwort auf esmeralda1701


Das finde ich toll, dass du den Schlusstich gezogen hast! In der Schweiz hatte jeder seine Militärknarre zuhause! Es gab unzählige Suizide bei uns von jungen von jungen Männern! 

Ich musste damals weg. 
Solche Dinge sind schon schlimm genug wenn man sie in den Nachrichten sieht. Einem selbst kann ja sowas nicht passieren. Erlebt man dann so einen Amoklauf in der Nachbarschaft mit denkt man um. 
Als dann dieser Terroranschlag 2020 in Wien war kamen bei mir wirklich schlimme Erinnerungen hoch. 
 

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dickunddoof
01.06.22 um 21:46
In Antwort auf esmeralda1701


Kinder verstehen den Tod nicht! Das sind die Eltern! Aber Waffenbesitz im Elternhaus sehe ich als gefählich! Sollte nicht sein!

Kinder verstehen den Tod nicht? Also, ich bitte dich!
Kleinkinder, Kindergartenkinder vielleicht nicht.
Aber Schulkinder doch wohl schon.
Und selbst wenn sie "tot" nicht als endgültige Beendigung des Lebens erfassen können, nicht in seiner absoluten Dimension begreifen, sie verstehen doch was es heißt, jemandem wehzutun.

Du bist doch selbst Mutter. Wann hast du denn deinem Kind beigebracht, dass man anderen nicht wehtut, dass man andere nicht bedroht? Doch vermutlich nicht erst, als dein Kind im Teenager-Alter war!?
Natürlich sind hier in erster Linie die Eltern gefordert, deshalb frage ich ja auch, welche Werte diesen Kindern da vermittelt werden.

Waffenbesitz nur im Elternhaus? Oder generell?

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D
dickunddoof
01.06.22 um 21:56
In Antwort auf rubina_27867603

Hast du eine Waffe bist du wer. So ein Teil möbelt das Selbstbewusstsein auf. Dient ja zum Schutz von der Familie und sich selbst.
Und Kinder müssen den Umgang mit Waffen frühzeitig lernen. 
Solange die Menschen diesem Motto treu bleiben und nicht umdenken wird die Waffenlobby unantastbar mächtig bleiben. 
Ich bin mit einem Amerikaner verheiratet und habe lange in den U.S.A. gelebt. Aber eine Waffe kam mir nie ins Haus und in die Nähe meiner Kinder. 
Wir haben 2018 so einen Amoklauf hautnah mitbekommen. Die Tochter einer Freundin wurde dabei verletzt, überlebte aber. 
Für mich war dann der Punkt erreicht wo ich mit meinem Kindern zurück nach Österreich wollte. 
Leider wird dieser Waffenwahnsinn immer schlimmer statt besser. 

Hast du eine Waffe bist du wer?

Warum?
Wenn ich das richtig sehe kann sich in den USA wirklich JEDER mit Waffen eindecken.
Was genau ist denn dann das Besondere daran? 

Streng genommen ist doch eine Schusswaffe, also eine Distanzwaffe, nichts, worauf man sich was einbilden könnte. Ganz im Gegenteil. Klar, man kann damit Menschen bedrohen und sogar töten. Aber eigentlich zeigt man doch mit der Waffe nur, dass man ein ganz armes feiges Würstchen ist. Aus einer Entfernung jemanden töten, was für eine "Leistung".

Mir würden Waffen auch niemals ins Haus kommen.
Obwohl die Gefahr diesbezüglich in Deutschland ja eher gering ist.

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D
dickunddoof
01.06.22 um 22:00
In Antwort auf esmeralda1701


Das finde ich toll, dass du den Schlusstich gezogen hast! In der Schweiz hatte jeder seine Militärknarre zuhause! Es gab unzählige Suizide bei uns von jungen von jungen Männern! 

In der Schweiz hatte jeder seine Militärknarre zuhause!

Was meinst du damit?
Ich kenne mich mit den Waffengesetzen der Schweiz nicht aus.
Darf bei euch jeder Waffen haben?
Oder redest du von der/den Waffen bei der Armee? Auch da weiß ich nicht, wie das bei euch läuft. Darf da jeder Soldat/Wehrpflichtige seine Waffe(n) aus der Kaserne mit nach Hause nehmen?

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D
dickunddoof
01.06.22 um 22:08
In Antwort auf rubina_27867603

Ich musste damals weg. 
Solche Dinge sind schon schlimm genug wenn man sie in den Nachrichten sieht. Einem selbst kann ja sowas nicht passieren. Erlebt man dann so einen Amoklauf in der Nachbarschaft mit denkt man um. 
Als dann dieser Terroranschlag 2020 in Wien war kamen bei mir wirklich schlimme Erinnerungen hoch. 
 

Das mit dem Amoklauf, bei dem die Tochter deiner Freundin verletzt wurde, finde ich sehr schlimm. Und dass das nachhaltig "beeindruckt" und man das Gefühl habt, dass eine Greze erreicht ist, kann ich wirklich gut nachvollziehen.

Was ich halt nicht nachvollziehen kann, ist der gegenteilige Effekt. Man erlebt soetwas hautnah mit oder doch in relativer Nähe und schreit als Folge dessen nach nur noch mehr Waffen. 

Am Wochenende fand ja das Treffen der NRA in den USA statt.
Dort hat wohl auch Trump geredet. Und wie üblich immer noch mehr Waffen für die Bürger gefordert.
"Fun-fact" dabei, während seines Auftritts waren Besucher mit Waffen in den Räumlichkeiten verboten! Zu gefährlich!
 

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J
jana23072002
02.06.22 um 0:15

Es ist ja nicht nur der Waffenwahn. ZB in San Francisco schrauben sie am hellichten Tag Autos auseinander um die Teile zu klauen, denn die Polizei greift allenfalls ein wenn Gefahr für Leib und Leben besteht. Oder klauen hemmungslos ganz offen im Supermarkt weil keiner einschreitet.

Abgesehen davon wird die Schere zwischen arm und reich immer größer und die arme Unter- und Mittelschicht wird auch immer größer.

Viele kommen im Land der Freiheit und der Demokratie gar nicht mehr dazu, ihre Kinder zu erziehen, denn beide Elternteile machen zwei Jobs um die Familie finanziell über die Runden zu bringen. Abgesehen davon sitzen die Kinder den ganzen Tag in der Schule, wo die erzieherischen Maßnahmen meiner Erfahrung beim einmonatigen Schüleraustausch nach im Wesentlichen darin bestehen,
- sich am Schuleingang beim Durchsuchtwerden nach Waffen beim Metalldetektor und
- beim Anstehen in der Schulcafeteria für ekelhaftesten Fraß von Leuten anschnauzen zu
  lassen, die dabei selbst bellen wie bissige Hunde,
- morgens beim Fahnenappell patriotisch das Händchen zu heben,
- wenn man zu den Army-Sympathisanten gehört, zweimal in der Woche
  Pseudo-Armee-Uniförmchen zu tragen - viele ärmere Kinder machen da mit,
  weil die Uniform und somit ein zusätzlicher Satz Klamotten zumindest bezuschusst
  wird.

Oft sind die Leute auch noch extrem schlecht krankenversichert und haben irgendwelche pflegebedürftigen Angehörigen daheim, zB Opa oder Oma, weil kein Geld für eine vernünftige Altersversorgung da ist.

Etliche Kinder bekommen von klein auf übelste menschenverachtende soziale Verhältnisse serviert/vorgelebt und es wird ihnen von klein auf beigebracht, sich auf alle möglichen Arten zu verrenken, um zu verbergen, dass die Familie finanziell nicht gut dasteht. Ich finde es nicht gut aber mich wundert es nicht wenn da ab und zu jemand durchknallt.

Im Haus meiner Gastfamilie habe ich mir das Zimmer mit meiner Austauschpartnerin und deren Schwester geteilt. Wir haben oft Schüsse und Krankenwagensirenen gehört. Denen ist das gar nicht mehr groß aufgefallen. Auf meine Frage hin, was da los ist, wurde mir erklärt, dass ich mir keine Sorgen machen bräuchte, das seien irgendwelche Gangs im Nachbarviertel. Von denen käme nur selten jemand hierher. In der Nachbarschaft hatten sie alle scharfe Hunde, und jeder Pater Familias/Maior Domus hatte eine Schusswaffe.
Als ich am dritten Tag allein ins Haus zurückkam, stand plötzlich ein Nachbar schwer atmend mit Baseballschläger in kurzen Hosen und Unterhemd in der Hand in der Tür des kleinen Press-Spanplatten-Einfamilien-Häuschens und fragte die Schwester meiner Austauschpartnerin ob alles in Ordnung sei, er habe von drüben aus eine Fremde das Haus betreten sehen.
Etwa anderthalb Kilometer vom Haus entfernt, also in Sichtweite, nicht in der Richtung aus der immer die Schüsse zu hören waren, gabs einen Supermarkt. Weil ich zur Abwechslung mal was vernünftiges essen wollte, nicht nur geschmacklich zu Tode frittierten Schulkantinenfraß und was die Gast-Mama abends von ihrem Zweit-Job bei Burger-King geschafft mit nach Hause brachte, bin ich dort hingelatscht und hab eingekauft weil ich für alle kochen wollte.
Als ich so vor mich hin hufte, heulte neben mir plötzlich eine Polizeisirene kurz auf, eine gemischte Streife, schwarzer und weisser Polizist im Polizeiauto, und sie fragten mich, warum ich zu Fuß unterwegs sei, ob mein Auto liegengeblieben sei oder ich sonst ein Problem hätte.
Ich fand nett, dass sie fragten, ob alles in Ordnung ist. In den USA ist die Polizei ja eigentlich eher Ordnungsmacht als Freund und Helfer. Als ich erklärte, dass alles in Ordnung ist und was es mit mir auf sich hat und dass das Haus, in dem ich zur Zeit zu Gast bin, keine fünfhundert Meter die Straße runter ist, und dass der Supermarkt gleich da vorne ist, meinte der Schwarze, ihm sei nicht wohl wenn ich zu Fuß gehe. Wenn ich wolle, könnten sie mich im Streifenwagen mitnehmen und am Parkplatz vvom Supermarkt absetzen. Äusserst großzügiges Angebot. Was ich witzig fand: Ich hab denen im Gespräch angeboten, ihnen meinen Reisepass zu zeigen. Der eine hat ihn sich angeschaut und mir erklärt, er schaue ihn aber nicht als Teil einer Polizeikontrolle an, sondern aus Neugier. Er habe noch nie einen deutschen Pass gesehen und wisse deshalb auch gar nicht, wie ein deutscher Pass aussehen müsse, und könne mich von daher sowieso nicht kontrollieren. Er hat ihn schön andächtig durchgeblättert und wollte wissen von welchen Ländern die Stempel alle sind, bis der andere gemeint hat, sie müssten jetzt weiter.
Wie ich das der Gastfamilie später erzählt habe, konnten die nicht fassen, dass die Polizisten so nett zu mir waren. Wie ich das Essen gekocht hatte, und die Gasteltern von der Arbeit geschafft heim kamen, war das für die Leute ein Riesenereignis, dass alle zusammen am Tisch waren. Gemeinsame Mahlzeiten und am Esstisch schon für jeden ein Gedeck aufgelegt gabs sonst nicht. Sie haben noch den jüngeren Bruder der Gastmutter angerufen, damit er auch kommt und sich ein selbstgekochtes warmes Essen reinstellt. Weil den Leuten das so gefallen hat, hab ich dann öfter gekocht. In meiner Gastfamilie konnten sie alle es nicht fassen, dass ich es interessanter fand, den jüngeren Geschwistern meiner Austauschpartnerin, die in der Hinsicht sonst immer auf sich allein gestellt waren, zu erklären, wie ihre Schulaufgaben zu machen sind als in die Mall zu gehen um gesehen zu werden.
Nachdem meine Austauschpartnerin ihrerseits einen Monat bei uns im Internat war, hat sie Rotz und Wasser geheult, dass sie wieder zurück musste. Ein geregelter Tagesablauf, in dem jemand Zeit hat, sich dafür zu interessieren wo du bist und bleibst und ob du mit den dir aufgetragenen Dingen klarkommst, war für sie eine völlig neue Erfahrung.
Es war für mich unglaublich, was für ein sozialer Druck auf die Leute herrschte, und zwar in jeder Hinsicht. Kleine Beispiele: Wenn du als Schülerin sogar daheim noch beim Hausaufgabenmachen über das von der Schule gestellte Laptop von der Schule per Videochatüberwachung schikaniert wirst... Ich wurde am zweiten Tag von einer Lehrerin Hundegebell-mäßig angekläfft, ich hätte meine Schularbeiten nicht gemacht, was man daran erkennen könne, dass es keinen Eintrag in den Log-Files darüber gäbe, dass ich das von der Schule gestellte Laptop angeschaltet und mich bei der Schule eingeloggt hätte um sie zu machen. Die sind dann aus allen Wolken gefallen als ich mein Schulheft zeigte, in das ich alles von Hand reingeschrieben hatte. Dann hiess es, auch wenn ich auf Papier schreibe müsse ich beim Schularbeitenmachen daheim das Laptop anschalten, damit man mich dabei mit der Webcam sehen und so sicherstellen könne, dass ich sie wirklich selbst mache. Am Sonntag musste die ganze Familie in Sonntagskleidung erst in die Kirche und die Kinder/Jugendichen danach in die Sonntagsschule - und wehe wenn da an den Klamotten was nicht gestimmt hätte, da wäre man bei den anderen Christen unten durch gewesen...

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jana23072002
02.06.22 um 1:06

Schau dir doch mal die gewaltverherrlichende Medienlandschaft an, die die USA seit Generationen produziert, und die sich in aller Welt von Medienschaffenden zum Vorbild genommen wird.

Die haben da so eine Art Vernichtungsromantik als Leitmotiv. Gegen diese seit Generationen stattfindende Schwemme von Vernichtungsromantik bin ich noch echt harmlos wenn ich meine fünf Atombomben-Minuten habe.

Grundschema, egal ob Western oder Action-Film oder Komödia à la Police Academy oder ein Cartoon/Zeichentrickfilm:

Das Abballern der Mitmenschen geht los und die/der Gute bleibt übrig. In allen Variationen. Das wirkt sich in allen Altersstufen auf den Realitätsbezug aus. Schon kleine Kinder lernen so: Wer ein guter Mensch sein will muss mutig eine Waffe benutzen und alle Bösen abknallen. Und dabei ausserdem eine gute Figur machen. Verhältnismäßigkeit braucht es nicht - stattdessen hat man ja schon in Gut und Böse eingeteilt. Sozialkompetenz im Umgang braucht es nicht - man hat ja schon die Waffe zum Aufräumen. Wenn der Zorn gerecht ist, muss man nicht rational sein.

Wenn alle Bösen abgeknallt sind stellt sich automatisch ganz romantisch die Liebe ein und zwar in Form einer Gelegenheit, Sex zu haben - das zu begehrende Objekt verliebt sich in den überlebenden Sieger/die überlebende Siegerin, was bei modernen Produktionen heisst, dass, wenn allle Bösen totgeschosssen sind, die toughe Lesbe endlich mit der schüchternen Lesbe oder der toughe schwule Cowboy endlich mit dem schüchternen schwulen Greenhorn zusammenkommt.
So oder so muss jedenfalls immer jemand sterben/vernichtet werden, um eine Weltverbesserung und Liebe zu bewirken. Wenn der Teil mit dem Vernichten durch ist, dann knutscht die/der starke Gute die/den schwachen beschützten Guten ab und du kannst dir vorstellen, dass die bald einen miteinander wegstecken und dann ist Happy End.

[ Da ich schon so munter in Fahrt bin polemisiere ich mal grade weiter: ]

Aber wenn man im Film Leute in unschuldiger Nacktheit sieht, zB im Astrid Lindgren Film, wo keine gewaltsamen Tode vor Augen geführt werden, dann kriegen die braven Bürger im Bible Belt offiziell Schnappatmung. Um sich zu beruhigen ziehen sie sich dann daheim wieder ihre Internet-Pornos mit übelsten Schändungen in Heim- und Amateurproduktion rein, oder drehen welche. Den Kindern den Pan Tau zu zeigen, also die tschechoslowakisch-deutsche Produktion aus den 70er-Jahren mit meinem Idol Otto Šimánek, wiederum wird als problematisch und unpatriotisch bis landesverräterisch empfunden, weil der Herr Tau mit seiner Melone in einem kommunistischen Land unterwegs ist, auch wenn das in der Filmhandlung gar nicht so sehr thematisiert wird.

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J
jana23072002
02.06.22 um 2:28
In Antwort auf esmeralda1701


Kinder verstehen den Tod nicht! Das sind die Eltern! Aber Waffenbesitz im Elternhaus sehe ich als gefählich! Sollte nicht sein!

In der Medienlandschaft wird suggeriert, Töten sei eine von den Guten angewandte Problemlösungsstategie.

Das ist fatal bei Leuten, die ein Problem lösen wollen und leicht an Waffen kommen, aber nicht gelernt oder verlernt haben, die Konsequenzen der von ihnen beabsichtigten Handlungen rechtzeitig zu bedenken. Es ist auch dann fatal wenn sie das gelernt aber mangels entsprechender Förderung kein kultiviertes Gewissen entwickelt oder ihr Gewissen zB durch Gehirnverletzung/-schädigung verloren haben.

> Aber Waffenbesitz im Elternhaus sehe ich als gefählich!

Waffen sind so gefährlich wie die Menschen, die sie führen. Deshalb ist darauf zu achten, dass es nicht dazu kommt, dass Waffen von Menschen geführt werden, die für sich selbst gefährlich sind. Solche Menschen könnten sich zB aus Schludrigkeit/Fahrlässigkeit versehentlich mit den Waffen selbst schaden. Auch Menschen, die sich nicht selbst kontrollieren, sind gefährlich. Es ist darauf zu achten, dass es nicht dazu kommt, dass Waffen von solchen Menschen geführt werden. Man sollte keine Waffen in Milieus geben, in denen nicht sicher ist, dass die Waffen nicht in die Hände solcher Leute geraten. Deshalb sollte man übrigens auch keine Waffen ausser Landes geben, wo man keine Kontrolle darüber hat, was für Leute die im Umlauf befindlichen Waffen mal führen werden.

Was mich selbst angeht: Zur Zeit stehe ich hin und wieder unter Schmerzmitteln und befinde mich tatsächlich in Seinszuständen, die sich auf meine Selbstkontrolle auswirken. Ich mache deshalb zur Zeit unter anderem keine Wehrübungen mit. Und außer den Shinai aus Bambus und den Bokken aus Holz, die ich für meine Kendo- und Iaido-Übungen brauche, die wiederum mir wegen des meditativen Aspekts zu mehr Selbstkontrolle verhelfen, habe ich keinerlei Gegenstände in meiner Wohnung, bei denen das Konzept "Waffe" im Vordergrund steht.

Man kann aber alles als Waffe verwenden.

Von daher: Woher will man wissen wie die kleine Zehnjährige gehandelt hätte wenn sie keine Schusswaffe in die Finger bekommen hätte, stattdessen aber der Werkzeugkasten mit der Nagelpistole oder ein großes Küchenmesser oder ein Rasiermesser in ihrer Reichweite und sie zu dem geistigen Transfer, der nötig ist, um aus einem Werkzeug eine Waffe zu machen, in der Lage gewesen wäre?

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E
esmeralda1701
02.06.22 um 13:44

Ich habe es heute abgeklärt. In der Schweiz darf jeder Soldat, der bei einem bewaffneten Regiment ist oder war, seine Waffe zuhause aufbewahren. Auch nach Ende seiner Wehrpflicht.

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jana23072002
02.06.22 um 15:54
In Antwort auf esmeralda1701

Ich habe es heute abgeklärt. In der Schweiz darf jeder Soldat, der bei einem bewaffneten Regiment ist oder war, seine Waffe zuhause aufbewahren. Auch nach Ende seiner Wehrpflicht.

Da tun sich bei mir ein paar Fragen auf - vielleicht kannst du mir eine zuverlässige Informationsquelle nennen, wo ich das nachlesen kann, aber nur, wenn es dir keine Mühe macht:

Heisst das, wenn die Leute ganz ausgemustert sind und nicht mehr zum Dienst mit der Waffe herangezogen werden, dann dürfen sie ihre Waffen trotzdem daheim im Schränkchen behalten? Was passiert mit den Waffen wenn die Leute Alzheimer bekommen oder sonst irgendwie dement werden oder halt irgendwann sterben und zB die Erben die Wohnung ausräumen? Müssen die Waffen dann abgegeben werden?

Es ist ja nicht nur der Waffenbesitz alleine, sondern auch die Tabus und Werte, die man hat. Und man kann Tabus und Werte ja nicht nur durch gesellschaftlichen Moral- und Sittenverfall verlieren, sondern zB auch ohne "Schuldhaftigkeit" durch Krankheiten wie Demenz.

Was ich sehr problematisch finde, ist, wenn Leute an Waffen kommen, ohne die für einen verantwortungsvollen Umgang erforderliche persönlichkeitsprägende Schulung erhalten zu haben. Für mich ist es ein großer Unterschied, ob jemand zB ein Schwert führt, der sich das einfach mal geschnappt hat und draufloshackt, oder ein/e Kenshi, die/der selbst eine lange Schule der Disziplin und Ehrerbietung durchlaufen hat und im Laufe vieler Jahre zu einem Meister seiner Kunst/einer Meisterin ihrer Kunst geworden ist. Oder ein/e Schüler/in in einem Dojo, der/die unter sorgfältiger Anleitung steht und als Voraussetzung für weiteres Lernen die Ehrerbietung gegenüber den Lehrenden verinnerlicht hat.
ZB auch in Afghanistan und vielen anderen Gegenden der Welt kann man quasi auf dem Flohmarkt/Bazar beispielsweise vollautomatische Schnellfeuerwaffen kaufen ohne dass jemanden interessiert, ob man jemals eine Schule durchlaufen hat, die den Charakter so geprägt hat, dass man verantwortungsvoll handelt.
Wenn ich mir in den USA im Gun-Shop oder in der Rifle-Abteilung des Eisenwarenladens einfach so ein Stück hochgezüchteter Technologie holen kann, mit dem man kaum daneben schiessen kann, dann ist da keinerlei eigene Disziplin, kein Weg des Lernens, keine Selbstbeherrschung, keine Meisterschaft erforderlich, sondern es ist ähnlich einem Jüngling, der ein großes Vermögen erbt ohne selbst einen Weg gegangen zu sein, der es ihm ermöglichen würde, damit verantwortungsvoll und in gewisser Weise demütig/ehrerweisend umzugehen.

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E
esmeralda1701
02.06.22 um 17:02


Ich habe der kantonalen Verwaltung des Kantons Zürich angerufen und das Departement für Militär verlangt! Der hat mir die Auskunft gegeben! 
Aber deine Fragen sind durchaus berechtigt! 
Sehe ich eigentlich auch so!
 

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R
rubina_27867603
02.06.22 um 17:11
In Antwort auf dickunddoof

Hast du eine Waffe bist du wer?

Warum?
Wenn ich das richtig sehe kann sich in den USA wirklich JEDER mit Waffen eindecken.
Was genau ist denn dann das Besondere daran? 

Streng genommen ist doch eine Schusswaffe, also eine Distanzwaffe, nichts, worauf man sich was einbilden könnte. Ganz im Gegenteil. Klar, man kann damit Menschen bedrohen und sogar töten. Aber eigentlich zeigt man doch mit der Waffe nur, dass man ein ganz armes feiges Würstchen ist. Aus einer Entfernung jemanden töten, was für eine "Leistung".

Mir würden Waffen auch niemals ins Haus kommen.
Obwohl die Gefahr diesbezüglich in Deutschland ja eher gering ist.

Es gibt sicher Menschen die mit einer Waffe im Haus besser schlafen. Gerade in den Großstädten gibt es Gegenden wo keiner freiwillig wohnen möchte weil die Kriminalität längst überhand genommen hat. 
Sowas kann ich dann auch verstehen. 
Aber es gibt eben auch die Menschen für die eine Waffe ein Statussymbol ist. 

Es ist nur meine Meinung, aber ich halte diese gewalttätigen Videospiele die am laufenden Band auf dem Markt erscheinen für Mitschuld an solchen Amokläufen. 
Wie groß der Einfluß von solchen Spielen tatsächlich ist habe ich selbst miterlebt. 
Mein 15jähriger Sohn ist ein sehr friedliebender Mensch. Hat aber in den letzten Wochen ein agressives Verhalten entwickelt. Ich respektiere die Privatsphäre meiner Kinder. Habe aber aus Sorge doch mal einen Blick in die Playstation geworfen und ein Spiel gefunden das noch nicht in seine Hände gehört. 
Ich habe an diesem Abend auch mit meinem Mann heftig diskutiert. 

Es wäre schön wenn sich die Gesetzeslage in den USA endlich ändern würde damit wirklich nur noch diejenigen eine Waffe bekommen die auch wissen was Verantwortung bedeutet. 
 

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J
jana23072002
02.06.22 um 17:18
In Antwort auf esmeralda1701


Ich habe der kantonalen Verwaltung des Kantons Zürich angerufen und das Departement für Militär verlangt! Der hat mir die Auskunft gegeben! 
Aber deine Fragen sind durchaus berechtigt! 
Sehe ich eigentlich auch so!
 

Ich meinte meine Fragen nicht als Kritik an Dir oder so etwas.

Dass heisst also, wenn die Wehrpflicht des Betreffenden erlischt, zB durch Krankheit oder Tod, dann werden die ihm überlassenen Waffen nicht eingezogen sondern können in Umlauf geraten? Das hat was. 

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esmeralda1701
02.06.22 um 17:32


Ich habe das auch nicht als Kritik aufgegasst! Aber stimmt wirklich! 
Eigentlich verantwortungslos!
Als ich noch bei meinen Eltern wohnte war eine Nachbarin zu Besuch und ein Nachbar! Offizier in der Armee! Die Nachbarin hat ihm erzählt, dass ihr verstorbener Mann eine Parabellum habe im Nachttisch! Der Offizier war begeisetert und sie ging die holen! Und hat einen Schuss abgefeuert in ihrem Wohnzimmer! Zum Glück hatten meine Eltern einen dicken Teppich und einen antiken Schrank! 
Dass ein Offizier nicht vorsichtiger war kann ich nicht verstehen!

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dickunddoof
02.06.22 um 17:51
In Antwort auf esmeralda1701

Ich habe es heute abgeklärt. In der Schweiz darf jeder Soldat, der bei einem bewaffneten Regiment ist oder war, seine Waffe zuhause aufbewahren. Auch nach Ende seiner Wehrpflicht.

Das nenn ich engagiert; danke, dass du dich da extra erkundigt hast.

Ich hab mal ein wenig im Netz gesucht. Dass die Schweizer so ein liberales Waffenrecht haben, dass auch da wirklich jeder Waffen erwerben und besitzen darf, hab ich gar nicht gewußt, Und hätte ich auch nicht gedacht.
Finde ich echt problematisch.
Besonders schräg finde ich, dass zwar Schweizer Waffen haben dürfen oder Deutsche, Franzosen, eigentlich alle "west"-Europäer, aber gleiches bspw. für Staatsbürger der Balkanstaaten oder der Türkei nicht gilt. Denen sind Waffen grundsätzlich verboten. "Irre", so eine Differenzierung.

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dickunddoof
02.06.22 um 18:09
In Antwort auf rubina_27867603

Es gibt sicher Menschen die mit einer Waffe im Haus besser schlafen. Gerade in den Großstädten gibt es Gegenden wo keiner freiwillig wohnen möchte weil die Kriminalität längst überhand genommen hat. 
Sowas kann ich dann auch verstehen. 
Aber es gibt eben auch die Menschen für die eine Waffe ein Statussymbol ist. 

Es ist nur meine Meinung, aber ich halte diese gewalttätigen Videospiele die am laufenden Band auf dem Markt erscheinen für Mitschuld an solchen Amokläufen. 
Wie groß der Einfluß von solchen Spielen tatsächlich ist habe ich selbst miterlebt. 
Mein 15jähriger Sohn ist ein sehr friedliebender Mensch. Hat aber in den letzten Wochen ein agressives Verhalten entwickelt. Ich respektiere die Privatsphäre meiner Kinder. Habe aber aus Sorge doch mal einen Blick in die Playstation geworfen und ein Spiel gefunden das noch nicht in seine Hände gehört. 
Ich habe an diesem Abend auch mit meinem Mann heftig diskutiert. 

Es wäre schön wenn sich die Gesetzeslage in den USA endlich ändern würde damit wirklich nur noch diejenigen eine Waffe bekommen die auch wissen was Verantwortung bedeutet. 
 

Verstehen...

Naja, ich weiß nicht, ich finde hier zäumst du/zäumt man das Pferd dann aber von hinten auf.
Weil die Kriminalität steigt, überhand genommen hat, dürfen noch mehr Menschen Waffen besitzen?

Was wenn ein "rechtschaffender" Mensch eine Waffe zu Hause hat, bei ihm wird eingebrochen - und der Kriminelle klaut dann diese Waffe? Noch ne Waffe mehr, mit der ein Krimineller Straftaten begehen kann.
Was wenn sich ein "rechtschaffender" Mensch verteidigen möchte - und erst dadurch eine gesteigerte Aggressivität eines Kriminellen hervorruft, so dass ursprünglich vielleicht nur ein Einbruch/Diebstahl "geplant" war und es dann letztlich doch Tote gibt?Was wenn sich ein eigentlich "rechtschaffender" Mensch mal irrt, mal täuscht, bspw. weil er, wie Jana anführt, in bestimmten Situationen (Schmerzmittel, Alkohol, bloße Übermüdung/Stress) nicht mehr "normal" reagiert und übereilt schießt? Vielleicht klingelt jemand, will nur nach dem Weg fragen - der Waffeninhaber fühlt sich bedroht, schießt - Mensch tot.
Könnte alles ohne Waffe gar nicht erst passieren.

Gegen gesteigerte Kriminalität wäre der Staat gefordert, durch mehr Polizei, mehr Sicherheitspersonal, mehr und bessere Justiz/Gesetze, entsprechende Prävention, Erziehung/Aufklärung der Kinder/Bürger, ein vernünftiges Sozialsystem, das bestimmten Straftaten die Grundlage entzieht.

Mehr Waffen für noch mehr Menschen ist da in meinen Augen die denkbar schlechteste Option.

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esmeralda1701
02.06.22 um 18:10

Die Waffen sind des Schweizers heilige Kuh! Es wurde schon x mal darüber abgestimmt und jedesmal haushoch verworfen von ländlichen Gegenden! Jeder will seine Waffe besitzen! 
Mein Mann hat seine Waffe sofort abgegeben nach Ende der Militärzeit was ich sehr befürwortet habe! 

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dickunddoof
02.06.22 um 18:21
In Antwort auf rubina_27867603

Es gibt sicher Menschen die mit einer Waffe im Haus besser schlafen. Gerade in den Großstädten gibt es Gegenden wo keiner freiwillig wohnen möchte weil die Kriminalität längst überhand genommen hat. 
Sowas kann ich dann auch verstehen. 
Aber es gibt eben auch die Menschen für die eine Waffe ein Statussymbol ist. 

Es ist nur meine Meinung, aber ich halte diese gewalttätigen Videospiele die am laufenden Band auf dem Markt erscheinen für Mitschuld an solchen Amokläufen. 
Wie groß der Einfluß von solchen Spielen tatsächlich ist habe ich selbst miterlebt. 
Mein 15jähriger Sohn ist ein sehr friedliebender Mensch. Hat aber in den letzten Wochen ein agressives Verhalten entwickelt. Ich respektiere die Privatsphäre meiner Kinder. Habe aber aus Sorge doch mal einen Blick in die Playstation geworfen und ein Spiel gefunden das noch nicht in seine Hände gehört. 
Ich habe an diesem Abend auch mit meinem Mann heftig diskutiert. 

Es wäre schön wenn sich die Gesetzeslage in den USA endlich ändern würde damit wirklich nur noch diejenigen eine Waffe bekommen die auch wissen was Verantwortung bedeutet. 
 

Videospiele

Ich habe mal gelesen, dass es keinen hinreichenden Beleg dafür geben soll, dass Videospiele solche Amoktaten hervorrufen oder auch nur begünstigen.
Ob das stimmt, kann ich natürlich nicht sagen.

Aber ich gebe zu, ich spiele selbst gerne am PC, durchaus auch Actionspiele, bei denen es - im Rahmen einer Handlung - darum geht, Gegner "auszuschalten", nicht unbedingt reine Ego-Shooter, aber selbst die habe ich schon gespielt.
Ich schaue auch durchaus gerne Horror/Splatterfilme.
Beides seit meiner Jugend, die einige Jahrzehnte zurückliegt.
Das Bedürfnis entsprechendes in die Realität umzusetzen oder in real zu erleben, hatte ich allerdings nie.
 

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dickunddoof
02.06.22 um 18:50
In Antwort auf jana23072002

Es ist ja nicht nur der Waffenwahn. ZB in San Francisco schrauben sie am hellichten Tag Autos auseinander um die Teile zu klauen, denn die Polizei greift allenfalls ein wenn Gefahr für Leib und Leben besteht. Oder klauen hemmungslos ganz offen im Supermarkt weil keiner einschreitet.

Abgesehen davon wird die Schere zwischen arm und reich immer größer und die arme Unter- und Mittelschicht wird auch immer größer.

Viele kommen im Land der Freiheit und der Demokratie gar nicht mehr dazu, ihre Kinder zu erziehen, denn beide Elternteile machen zwei Jobs um die Familie finanziell über die Runden zu bringen. Abgesehen davon sitzen die Kinder den ganzen Tag in der Schule, wo die erzieherischen Maßnahmen meiner Erfahrung beim einmonatigen Schüleraustausch nach im Wesentlichen darin bestehen,
- sich am Schuleingang beim Durchsuchtwerden nach Waffen beim Metalldetektor und
- beim Anstehen in der Schulcafeteria für ekelhaftesten Fraß von Leuten anschnauzen zu
  lassen, die dabei selbst bellen wie bissige Hunde,
- morgens beim Fahnenappell patriotisch das Händchen zu heben,
- wenn man zu den Army-Sympathisanten gehört, zweimal in der Woche
  Pseudo-Armee-Uniförmchen zu tragen - viele ärmere Kinder machen da mit,
  weil die Uniform und somit ein zusätzlicher Satz Klamotten zumindest bezuschusst
  wird.

Oft sind die Leute auch noch extrem schlecht krankenversichert und haben irgendwelche pflegebedürftigen Angehörigen daheim, zB Opa oder Oma, weil kein Geld für eine vernünftige Altersversorgung da ist.

Etliche Kinder bekommen von klein auf übelste menschenverachtende soziale Verhältnisse serviert/vorgelebt und es wird ihnen von klein auf beigebracht, sich auf alle möglichen Arten zu verrenken, um zu verbergen, dass die Familie finanziell nicht gut dasteht. Ich finde es nicht gut aber mich wundert es nicht wenn da ab und zu jemand durchknallt.

Im Haus meiner Gastfamilie habe ich mir das Zimmer mit meiner Austauschpartnerin und deren Schwester geteilt. Wir haben oft Schüsse und Krankenwagensirenen gehört. Denen ist das gar nicht mehr groß aufgefallen. Auf meine Frage hin, was da los ist, wurde mir erklärt, dass ich mir keine Sorgen machen bräuchte, das seien irgendwelche Gangs im Nachbarviertel. Von denen käme nur selten jemand hierher. In der Nachbarschaft hatten sie alle scharfe Hunde, und jeder Pater Familias/Maior Domus hatte eine Schusswaffe.
Als ich am dritten Tag allein ins Haus zurückkam, stand plötzlich ein Nachbar schwer atmend mit Baseballschläger in kurzen Hosen und Unterhemd in der Hand in der Tür des kleinen Press-Spanplatten-Einfamilien-Häuschens und fragte die Schwester meiner Austauschpartnerin ob alles in Ordnung sei, er habe von drüben aus eine Fremde das Haus betreten sehen.
Etwa anderthalb Kilometer vom Haus entfernt, also in Sichtweite, nicht in der Richtung aus der immer die Schüsse zu hören waren, gabs einen Supermarkt. Weil ich zur Abwechslung mal was vernünftiges essen wollte, nicht nur geschmacklich zu Tode frittierten Schulkantinenfraß und was die Gast-Mama abends von ihrem Zweit-Job bei Burger-King geschafft mit nach Hause brachte, bin ich dort hingelatscht und hab eingekauft weil ich für alle kochen wollte.
Als ich so vor mich hin hufte, heulte neben mir plötzlich eine Polizeisirene kurz auf, eine gemischte Streife, schwarzer und weisser Polizist im Polizeiauto, und sie fragten mich, warum ich zu Fuß unterwegs sei, ob mein Auto liegengeblieben sei oder ich sonst ein Problem hätte.
Ich fand nett, dass sie fragten, ob alles in Ordnung ist. In den USA ist die Polizei ja eigentlich eher Ordnungsmacht als Freund und Helfer. Als ich erklärte, dass alles in Ordnung ist und was es mit mir auf sich hat und dass das Haus, in dem ich zur Zeit zu Gast bin, keine fünfhundert Meter die Straße runter ist, und dass der Supermarkt gleich da vorne ist, meinte der Schwarze, ihm sei nicht wohl wenn ich zu Fuß gehe. Wenn ich wolle, könnten sie mich im Streifenwagen mitnehmen und am Parkplatz vvom Supermarkt absetzen. Äusserst großzügiges Angebot. Was ich witzig fand: Ich hab denen im Gespräch angeboten, ihnen meinen Reisepass zu zeigen. Der eine hat ihn sich angeschaut und mir erklärt, er schaue ihn aber nicht als Teil einer Polizeikontrolle an, sondern aus Neugier. Er habe noch nie einen deutschen Pass gesehen und wisse deshalb auch gar nicht, wie ein deutscher Pass aussehen müsse, und könne mich von daher sowieso nicht kontrollieren. Er hat ihn schön andächtig durchgeblättert und wollte wissen von welchen Ländern die Stempel alle sind, bis der andere gemeint hat, sie müssten jetzt weiter.
Wie ich das der Gastfamilie später erzählt habe, konnten die nicht fassen, dass die Polizisten so nett zu mir waren. Wie ich das Essen gekocht hatte, und die Gasteltern von der Arbeit geschafft heim kamen, war das für die Leute ein Riesenereignis, dass alle zusammen am Tisch waren. Gemeinsame Mahlzeiten und am Esstisch schon für jeden ein Gedeck aufgelegt gabs sonst nicht. Sie haben noch den jüngeren Bruder der Gastmutter angerufen, damit er auch kommt und sich ein selbstgekochtes warmes Essen reinstellt. Weil den Leuten das so gefallen hat, hab ich dann öfter gekocht. In meiner Gastfamilie konnten sie alle es nicht fassen, dass ich es interessanter fand, den jüngeren Geschwistern meiner Austauschpartnerin, die in der Hinsicht sonst immer auf sich allein gestellt waren, zu erklären, wie ihre Schulaufgaben zu machen sind als in die Mall zu gehen um gesehen zu werden.
Nachdem meine Austauschpartnerin ihrerseits einen Monat bei uns im Internat war, hat sie Rotz und Wasser geheult, dass sie wieder zurück musste. Ein geregelter Tagesablauf, in dem jemand Zeit hat, sich dafür zu interessieren wo du bist und bleibst und ob du mit den dir aufgetragenen Dingen klarkommst, war für sie eine völlig neue Erfahrung.
Es war für mich unglaublich, was für ein sozialer Druck auf die Leute herrschte, und zwar in jeder Hinsicht. Kleine Beispiele: Wenn du als Schülerin sogar daheim noch beim Hausaufgabenmachen über das von der Schule gestellte Laptop von der Schule per Videochatüberwachung schikaniert wirst... Ich wurde am zweiten Tag von einer Lehrerin Hundegebell-mäßig angekläfft, ich hätte meine Schularbeiten nicht gemacht, was man daran erkennen könne, dass es keinen Eintrag in den Log-Files darüber gäbe, dass ich das von der Schule gestellte Laptop angeschaltet und mich bei der Schule eingeloggt hätte um sie zu machen. Die sind dann aus allen Wolken gefallen als ich mein Schulheft zeigte, in das ich alles von Hand reingeschrieben hatte. Dann hiess es, auch wenn ich auf Papier schreibe müsse ich beim Schularbeitenmachen daheim das Laptop anschalten, damit man mich dabei mit der Webcam sehen und so sicherstellen könne, dass ich sie wirklich selbst mache. Am Sonntag musste die ganze Familie in Sonntagskleidung erst in die Kirche und die Kinder/Jugendichen danach in die Sonntagsschule - und wehe wenn da an den Klamotten was nicht gestimmt hätte, da wäre man bei den anderen Christen unten durch gewesen...

Ehrlich gesagt weiß ich nicht, was ich dir darauf jetzt antworten soll.

Ich war noch nie in den USA, Und wie es dort an den Schulen zugeht, kann ich gleich gar nicht beurteilen.
Es liest sich für mich jedenfalls nicht "normal", was du schilderst.
Ich meine, dass es dort viele Leute nicht leicht haben über die Runden zu kommen, ist ja bekannt.  Auch das an Schulen "Eingangskontrollen" stattfinden, erfährt man immer wieder.

Dass Schüler bei den Hausaufgaben quasi überwacht werden, habe ich allerdings noch nie gehört.

Dass viele Familien dort eher weniger selbst frisch kochen, sondern Fertiggerichte/Fast Food vorziehen, wundert mich jetzt auch nicht, bzw. sprechen die Fakten über das dort vielfach herrschende Übergewicht ja für sich.
Wobei ich das auch nicht wirklich nachvollziehen kann. Sind die Preise für frische Lebensmittel dort denn im Verhältnis zu dem Fraß von McDoof so exorbitant hoch, dass viele sich selbst kochen nicht leisten können?
Oder haben die Leute dort keinen Kühlschrank/Gefrierschrank?
Sonst könnte man ja bspw. am Wochenende ein paar Gerichte für die nächsten Tage vorkochen. Und damit wenigstens ab und an für gesündere Ernährung sorgen.

Dass deine Gastmutter Burger von ihrer Arbeit mitbrachte, finde ich jetzt nicht so schlimm.
Selbst daraus kann man ja was machen. Ein großer frischer Salat dazu oder einfach die Burger mit zusätzlichem fischem Gemüse etwas pimpen - dann passt das ja schon.

Was ich mich frage, wie alt war deine "Gast-Schwester"? Konnte die nicht kochen?

Und ist das Essen dort in den Schulkantinen echt so schlecht? Warum isst man das dann? Bezahlen muss man das doch wohl, oder?

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jana23072002
02.06.22 um 18:54
In Antwort auf dickunddoof

Verstehen...

Naja, ich weiß nicht, ich finde hier zäumst du/zäumt man das Pferd dann aber von hinten auf.
Weil die Kriminalität steigt, überhand genommen hat, dürfen noch mehr Menschen Waffen besitzen?

Was wenn ein "rechtschaffender" Mensch eine Waffe zu Hause hat, bei ihm wird eingebrochen - und der Kriminelle klaut dann diese Waffe? Noch ne Waffe mehr, mit der ein Krimineller Straftaten begehen kann.
Was wenn sich ein "rechtschaffender" Mensch verteidigen möchte - und erst dadurch eine gesteigerte Aggressivität eines Kriminellen hervorruft, so dass ursprünglich vielleicht nur ein Einbruch/Diebstahl "geplant" war und es dann letztlich doch Tote gibt?Was wenn sich ein eigentlich "rechtschaffender" Mensch mal irrt, mal täuscht, bspw. weil er, wie Jana anführt, in bestimmten Situationen (Schmerzmittel, Alkohol, bloße Übermüdung/Stress) nicht mehr "normal" reagiert und übereilt schießt? Vielleicht klingelt jemand, will nur nach dem Weg fragen - der Waffeninhaber fühlt sich bedroht, schießt - Mensch tot.
Könnte alles ohne Waffe gar nicht erst passieren.

Gegen gesteigerte Kriminalität wäre der Staat gefordert, durch mehr Polizei, mehr Sicherheitspersonal, mehr und bessere Justiz/Gesetze, entsprechende Prävention, Erziehung/Aufklärung der Kinder/Bürger, ein vernünftiges Sozialsystem, das bestimmten Straftaten die Grundlage entzieht.

Mehr Waffen für noch mehr Menschen ist da in meinen Augen die denkbar schlechteste Option.

> Gegen gesteigerte Kriminalität wäre der Staat gefordert, durch mehr Polizei,
> mehr Sicherheitspersonal, mehr und bessere Justiz/Gesetze, entsprechende
> Prävention, Erziehung/Aufklärung der Kinder/Bürger, ein vernünftiges
> Sozialsystem, das bestimmten Straftaten die Grundlage entzieht.

Da der Staat(tm) aus Leuten besteht, muss sich die Mentalität der Leute
ändern. Letztenendes sind also wir Leute selbst gefordert. Wenn die Mentalität
sich ändert, schlägt sich das darin nieder, wie die Summe der Teile, die den
Staat bilden, handelt.
Stellt sich die Frage, wer warum die Mentalität der Leute wie steuert und in
welchen Bahnen hält.

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shortcake83
02.06.22 um 19:03

Ich habe dazu eine ganz klare Meinung. 
Waffen gehören nicht in die Hände von Privatpersonen. 
Das es in den USA immer wieder zu Amokläufen kommt liegt daran das man dort Waffen kaufen kann wie anderswo Brötchen. 
Nicht die USA sind krank. Sondern leider die Welt als ganzes. Würden wir hier bei uns nicht so strenge Auflagen für den Besitz von Waffen haben hätten wir dieselben Zustände wie in den USA. Denn leider werden immer wieder Tiere zu Zielscheiben von solchen Verrückten. Man muss ja üben. 
Ich habe leider einen Nachbarn der ein Waffennarr ist. Und dazu noch sehr rassistisch. In dem Fall frage ich mich aber auch wie er immer wieder in den Besitz von Waffen gelangt. 

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dickunddoof
02.06.22 um 19:03
In Antwort auf jana23072002

In der Medienlandschaft wird suggeriert, Töten sei eine von den Guten angewandte Problemlösungsstategie.

Das ist fatal bei Leuten, die ein Problem lösen wollen und leicht an Waffen kommen, aber nicht gelernt oder verlernt haben, die Konsequenzen der von ihnen beabsichtigten Handlungen rechtzeitig zu bedenken. Es ist auch dann fatal wenn sie das gelernt aber mangels entsprechender Förderung kein kultiviertes Gewissen entwickelt oder ihr Gewissen zB durch Gehirnverletzung/-schädigung verloren haben.

> Aber Waffenbesitz im Elternhaus sehe ich als gefählich!

Waffen sind so gefährlich wie die Menschen, die sie führen. Deshalb ist darauf zu achten, dass es nicht dazu kommt, dass Waffen von Menschen geführt werden, die für sich selbst gefährlich sind. Solche Menschen könnten sich zB aus Schludrigkeit/Fahrlässigkeit versehentlich mit den Waffen selbst schaden. Auch Menschen, die sich nicht selbst kontrollieren, sind gefährlich. Es ist darauf zu achten, dass es nicht dazu kommt, dass Waffen von solchen Menschen geführt werden. Man sollte keine Waffen in Milieus geben, in denen nicht sicher ist, dass die Waffen nicht in die Hände solcher Leute geraten. Deshalb sollte man übrigens auch keine Waffen ausser Landes geben, wo man keine Kontrolle darüber hat, was für Leute die im Umlauf befindlichen Waffen mal führen werden.

Was mich selbst angeht: Zur Zeit stehe ich hin und wieder unter Schmerzmitteln und befinde mich tatsächlich in Seinszuständen, die sich auf meine Selbstkontrolle auswirken. Ich mache deshalb zur Zeit unter anderem keine Wehrübungen mit. Und außer den Shinai aus Bambus und den Bokken aus Holz, die ich für meine Kendo- und Iaido-Übungen brauche, die wiederum mir wegen des meditativen Aspekts zu mehr Selbstkontrolle verhelfen, habe ich keinerlei Gegenstände in meiner Wohnung, bei denen das Konzept "Waffe" im Vordergrund steht.

Man kann aber alles als Waffe verwenden.

Von daher: Woher will man wissen wie die kleine Zehnjährige gehandelt hätte wenn sie keine Schusswaffe in die Finger bekommen hätte, stattdessen aber der Werkzeugkasten mit der Nagelpistole oder ein großes Küchenmesser oder ein Rasiermesser in ihrer Reichweite und sie zu dem geistigen Transfer, der nötig ist, um aus einem Werkzeug eine Waffe zu machen, in der Lage gewesen wäre?

Medienlandschaft - klar.
aber die sind doch da drüben nicht alle meschugge. Da wird es doch Leute geben, deren moralischer Kompass noch normal ausschlägt, und eigentlich sollte doch jeder Mensch, egal ob Kind oder Erwachsener, auch solchen mormalen Personen begegnen. Gerade in der Schule sollte doch auch irgendwie Erziehung stattfinden. Kinder, wie auch Erwachsene sind doch eben nicht nur der Medienlandschaft ausgesetzt, es gibt doch auch andere Einflüsse, normale Kontakte.
Die bestenfalls ein anderes Konzept für Problemlösungen parat haben und nicht auf Gewalt setzen.


Dass man nahezu alles als "Waffe" benutzen kann, ist richtig.
Allerdings besteht zwischen einem Messer/Rasierklinge und Schusswaffe eben der Unterschied, dass die Schußwaffe auf Distanz verwendet werden kann. Bei Messer/Klinge muss man an die andere Person nah heran, was immer die Gefahr birgt,vom Gegenüber körperlich attackiert zu werden, womöglich überwältigt zu werden.
Aus ein paar Meter Entfernung einfach, selbst ungefährdet vor einem Gegenangriff, schießen zu können, ist da schon was anderes.

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dickunddoof
02.06.22 um 19:14
In Antwort auf shortcake83

Ich habe dazu eine ganz klare Meinung. 
Waffen gehören nicht in die Hände von Privatpersonen. 
Das es in den USA immer wieder zu Amokläufen kommt liegt daran das man dort Waffen kaufen kann wie anderswo Brötchen. 
Nicht die USA sind krank. Sondern leider die Welt als ganzes. Würden wir hier bei uns nicht so strenge Auflagen für den Besitz von Waffen haben hätten wir dieselben Zustände wie in den USA. Denn leider werden immer wieder Tiere zu Zielscheiben von solchen Verrückten. Man muss ja üben. 
Ich habe leider einen Nachbarn der ein Waffennarr ist. Und dazu noch sehr rassistisch. In dem Fall frage ich mich aber auch wie er immer wieder in den Besitz von Waffen gelangt. 

Waffen gehören nicht in die Hände von Privatpersonen. 

Da stimme ich dir absolut zu.

Das es in den USA immer wieder zu Amokläufen kommt liegt daran das man dort Waffen kaufen kann wie anderswo Brötchen. 

Da bin ich nicht sicher.
Weiter oben wurde über das Schweizer Waffenrecht geschrieben. Auch dort ist es wohl so, dass jeder das Recht zum Erwerb und Besitz von Schusswaffen hat.
Von ständigen Amokläufen in der Schweiz höre ich allerdings nichts.
Es muss also schon noch irgendwie einen mentalen, sozialen, gesellschaftlichen Unterschied geben, der in den USA die ständigen Gewalttaten begünstigt.
 

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juta_24426554
02.06.22 um 19:36

Ich finde dieses Thema sehr interessant. 
Für mich sind hier klar die Gesetze schuld das es in den USA immer wieder zu solchen schlimmen Geschehnissen kommt. 
Immerhin trgen laut einer Statistik 90% der Amerikaner eine Waffe bei sich. 

Vor zwei Jahren bin ich wegen meinem Mann ausgewandert. Und ich muss sagen das in dem Land wo ich jetzt lebe waffentechnisch in den letzten Jahren viel passiert ist. 
Die Gesetze und auch die Kontrollen sind dermaßen streng das es für Privatpersonen nicht mehr möglich ist in den Besitz einer Waffe zu kommen. 
Waffen gibt es nur für Polizei, Militär und Jäger. Aber auch die müssen sich in regelmäßigen Abständen testen lassen ob sie körperlich und psychisch geeignet sind eine Waffe zu tragen. 
Ich hoffe nur das Joe Biden nach den letzten Amokläufen nicht nur große Reden schwingt und wirklich etwas ändert. 
 

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jana23072002
02.06.22 um 20:38
In Antwort auf dickunddoof

Ehrlich gesagt weiß ich nicht, was ich dir darauf jetzt antworten soll.

Ich war noch nie in den USA, Und wie es dort an den Schulen zugeht, kann ich gleich gar nicht beurteilen.
Es liest sich für mich jedenfalls nicht "normal", was du schilderst.
Ich meine, dass es dort viele Leute nicht leicht haben über die Runden zu kommen, ist ja bekannt.  Auch das an Schulen "Eingangskontrollen" stattfinden, erfährt man immer wieder.

Dass Schüler bei den Hausaufgaben quasi überwacht werden, habe ich allerdings noch nie gehört.

Dass viele Familien dort eher weniger selbst frisch kochen, sondern Fertiggerichte/Fast Food vorziehen, wundert mich jetzt auch nicht, bzw. sprechen die Fakten über das dort vielfach herrschende Übergewicht ja für sich.
Wobei ich das auch nicht wirklich nachvollziehen kann. Sind die Preise für frische Lebensmittel dort denn im Verhältnis zu dem Fraß von McDoof so exorbitant hoch, dass viele sich selbst kochen nicht leisten können?
Oder haben die Leute dort keinen Kühlschrank/Gefrierschrank?
Sonst könnte man ja bspw. am Wochenende ein paar Gerichte für die nächsten Tage vorkochen. Und damit wenigstens ab und an für gesündere Ernährung sorgen.

Dass deine Gastmutter Burger von ihrer Arbeit mitbrachte, finde ich jetzt nicht so schlimm.
Selbst daraus kann man ja was machen. Ein großer frischer Salat dazu oder einfach die Burger mit zusätzlichem fischem Gemüse etwas pimpen - dann passt das ja schon.

Was ich mich frage, wie alt war deine "Gast-Schwester"? Konnte die nicht kochen?

Und ist das Essen dort in den Schulkantinen echt so schlecht? Warum isst man das dann? Bezahlen muss man das doch wohl, oder?

Hausaufgabenüberwachung via Laptop-Login bei der Schule/via WebCam gibts wohl nicht überall. An der staatlichen High School, an der ich damals vor fast fümfzehn Jahren war, war das so. Und alle Eltern hatten gefälligst gut zu finden, dass die Schule sich so darum sorgt, dass die Kinderchen ihre Hausaufgaben machen.

Die staatlichen High Schools werden hauptsächlich von den Gemeinden/Stadtvierteln getragen - je nach Wohlstand der tragenden Gemeinde sind sie sehr sehr unterschiedlich. Es ist in der Regel eher nicht so, wie man das in den aus Amerika kommenden Fernsehserien und Filmen sieht, sondern meistens heruntergekommener.

Ich war in keiner reichen sondern einer normalen Gegend. Die Laptops für die Schüler hatten sie aus irgendeinem speziellen Förderprogramm der Schulbehörden finanziert bekommen, für das sie im Gegenzug als IT-Versuchskaninchen herhielten. Darauf war die Schulleitung sehr stolz. Für die ausgehändigten/aufgezwungenen Laptops musste für dortige Einkommensverhältnisse ein ordentlicher Batzen Kaution hinterlegt werden. Von mir wollten sie 750 Dollar. Obs bei allen so viel war weiss ich nicht, hat man bei Rückgabe aber wiederbekommen. Ich beschwere mich nicht - ich mache nur darauf aufmerksam, dass es für die "Einheimischen" ein ziemlicher Batzen war. Dort wo ich war, musste zB jede/r Lehrer/in die Möbel für ihr/sein Klassenzimmer, in dem sie/er unterrichtet hat, selbst organisieren. Sie konnten dazu zwar über die Schule von der Stadt Mittel beantragen, entweder Geld oder Ausstattung, bekamen dann aber halt für irgendwas anderes kein Geld mehr, und sehr üppig war das nicht. Manche Lehrer knauserten ja sogar mit der Kreide. Präsentationsgeräte wie Tageslichtprojektoren oder gar Beamer gab es nicht viele und die wurden mit Argusaugen bewacht weil die teuer waren. Nicht wie bei uns, wo die Lehrer sich nicht um die Grundausstattung kümmern und wo man in der Regel durch die Klassenzimmer gehen kann und überall die selben Tische und Stühle sieht, die vom Hausmeister in Schuss gehalten werden. In den Sport wurde allerdings viel Geld reingepumpt. Spielfelder und Turnhalle waren gut in Schuss. An Basketbällen und Footbällen und Trikots für die Schulmannschaften und Cheerleader/innen und so Zeug bestand gar kein Mangel. Es gab aber auch genug Leute, die zweckgebunden für den Sport spendeten oder gegen Geld bei den Spielen Werbung an die Banden hängen durften.

Beim Essen wurde davon ausgegangen, dass die Kinder unter der Woche durch das Mittagessen in der Schulkantine versorgt sind und sonst nicht viel brauchen. Dass meine Gastmutter Zeug vom Burger King mitbrachte fand ich im Prinzip auch nicht schlimm bis auf die einseitige Ernährung. Worauf ich hinauswollte, war, dass da im Haus unter der Woche jede/r mehr oder weniger vor sich hinlebte weil die Eltern einfach erschöpft waren wenn sie heimkamen. Die Eltern kamen zu ihren Zeiten von der Arbeit heim und waren beide groggy. Da war nicht mehr viel Elan für große Kochaktionen. Nicht Faulheit, sondern die gingen liebevoll und freundlich lächelnd auf dem Zahnfleisch. Samstag war der freie Tag. Da wurde alles erledigt was unter der Woche nicht ging. Das war ausserdem der einzige Tag, an dem zB mein Gastvater die Chance hatte, mal auf acht Stunden Schlaf am Stück zu kommen. Und am Sonntag vorkochen statt in Kirche und Sonntagschule auftauchen - da wären sie ja als asozial verschrien worden.
Aber da war halt aufgrund der Lebensumstände nicht wirklich viel generationenübergreifende Familienatmosphäre - wie gesagt, für die Leute war es ein Highlight, ohne Rödelei gemeinsam zusammen am Tisch sitzen zu können. Und die haben sich dem nicht verweigert, sondern es genossen, dass sie das endlich mal konnten. Das wurde sonst nicht gemacht, weil sonst halt jeder irgendwann irgendwas was aus dem Kühlschrank geholt hat.

Meine Austauschpartnerin und ich waren da beide 16, die Schwester 14. Im Gegensatz zu mir, die ich das im Internat lernen musste/durfte, hat denen niemand viel übers Kochen beigebracht. Aber Haushaltsarbeiten gemacht haben sie schon, Staubsaugen und putzen und solche Sachen. Abgesehen davon hat meine Austauschpartnerin neben der Schule her gejobbt und Geld an die Eltern abgeliefert und für den Schüleraustausch auf die Seite gelegt und hatte somit auch nicht so furchtbar viel Zeit, und auf ihre Schwester wurde auch schon Druck gemacht, dass sie jetzt in dem Alter sei, in dem man sich Jobs sucht...

Was das Essen in der Schulkantine angeht, muss ich sagen, die Geschmäcker sind verschieden. Mein Urteil ist da kein Objektives sondern ein Subjektives. Mir war das oft zu fettig und zu sehr totfrittiert. Ich habs aber immer ohne Gemeckere gegessen weil ich mit Gemeckere niemandem das Leben erleichtert sondern es höchstens denen vermiest hätte, die es mochten. Viele mochten es. Viele mochten es nicht. Das Essen musste man bezahlen, aber für ärmere Leute wurde es bezuschusst. Ich war nicht in einer reichen Gegend. Da gab es magere Schüler/innen, die einen Teil von ihrem Schulessen eingepackt haben, nicht um es später selbst zu essen, sondern, um es daheim der alleinerziehenden Mutter/dem bettlägrigen Vater zu bringen.

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jana23072002
02.06.22 um 20:58
In Antwort auf dickunddoof

Medienlandschaft - klar.
aber die sind doch da drüben nicht alle meschugge. Da wird es doch Leute geben, deren moralischer Kompass noch normal ausschlägt, und eigentlich sollte doch jeder Mensch, egal ob Kind oder Erwachsener, auch solchen mormalen Personen begegnen. Gerade in der Schule sollte doch auch irgendwie Erziehung stattfinden. Kinder, wie auch Erwachsene sind doch eben nicht nur der Medienlandschaft ausgesetzt, es gibt doch auch andere Einflüsse, normale Kontakte.
Die bestenfalls ein anderes Konzept für Problemlösungen parat haben und nicht auf Gewalt setzen.


Dass man nahezu alles als "Waffe" benutzen kann, ist richtig.
Allerdings besteht zwischen einem Messer/Rasierklinge und Schusswaffe eben der Unterschied, dass die Schußwaffe auf Distanz verwendet werden kann. Bei Messer/Klinge muss man an die andere Person nah heran, was immer die Gefahr birgt,vom Gegenüber körperlich attackiert zu werden, womöglich überwältigt zu werden.
Aus ein paar Meter Entfernung einfach, selbst ungefährdet vor einem Gegenangriff, schießen zu können, ist da schon was anderes.

> aber die sind doch da drüben nicht alle meschugge. Da wird es doch Leute geben,
> deren moralischer Kompass noch normal ausschlägt, und eigentlich sollte doch
> jeder Mensch, egal ob Kind oder Erwachsener, auch solchen mormalen Personen
> begegnen.

Ja, Menschen mit normalem moralischem Kompass gibts auch in den USA durchaus
recht viele. Es knallen ja auch nicht alle Kinder durch. Das sind immer noch ganz
wenige.

Der Unterschied ist halt: Wenn bei uns einer mal ausflippt, dann hat der eher keine
Waffe zur Verfügung. Schon deswegen plant der keinen Amoklauf, sondern wie er
denen, die er als Peiniger ausmacht, die Fresse polieren kann. Wenn er dann loslegt,
wird das nicht unbedingt als geplant/sich schon lange vor dem inneren Auge ausgemalt
empfunden. Den bringen die Mitschüler/innen selbst zur Raison weil sie mit ihm
fertigwerden. Dann ist das kein Drama, sondern ein einmaliger Nervenzusammenbruch
und der Betreffende fängt sich wieder ohne dass es Tote gibt.

Wenn man bei uns Waffen im selben Ausmaß im Umlauf hätte wie in den USA, dann
hätten wir vermutlich auch ganz andere Amokraten an den Schulen.

Das Spektrum an Seinszuständen, in die hin und wieder Schüler/innen geraten,
unterscheidet sich vermutlich nicht sonderlich. Es stehen aber nicht im selben
Ausmaß -äh- Aufmerksamkeit erregenden Mittel zur Verfügung.

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jana23072002
02.06.22 um 21:10
In Antwort auf shortcake83

Ich habe dazu eine ganz klare Meinung. 
Waffen gehören nicht in die Hände von Privatpersonen. 
Das es in den USA immer wieder zu Amokläufen kommt liegt daran das man dort Waffen kaufen kann wie anderswo Brötchen. 
Nicht die USA sind krank. Sondern leider die Welt als ganzes. Würden wir hier bei uns nicht so strenge Auflagen für den Besitz von Waffen haben hätten wir dieselben Zustände wie in den USA. Denn leider werden immer wieder Tiere zu Zielscheiben von solchen Verrückten. Man muss ja üben. 
Ich habe leider einen Nachbarn der ein Waffennarr ist. Und dazu noch sehr rassistisch. In dem Fall frage ich mich aber auch wie er immer wieder in den Besitz von Waffen gelangt. 

> In dem Fall frage ich mich aber auch wie er immer wieder in den Besitz von Waffen gelangt. 

Warum fragst du dich das in dem Fall? Stellt er sich beim Einkaufen/Internetshopping ungeschickt an? 

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S
shortcake83
02.06.22 um 21:16
In Antwort auf jana23072002

> In dem Fall frage ich mich aber auch wie er immer wieder in den Besitz von Waffen gelangt. 

Warum fragst du dich das in dem Fall? Stellt er sich beim Einkaufen/Internetshopping ungeschickt an? 

Er stellt sich sehr ungeschickt an. Einer der Gründe warum alle paar Wochen die Polizei ins Haus kommt. 
Bereits zwei mal wurde seine Wohnung gestürmt. 

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dickunddoof
02.06.22 um 21:25
In Antwort auf juta_24426554

Ich finde dieses Thema sehr interessant. 
Für mich sind hier klar die Gesetze schuld das es in den USA immer wieder zu solchen schlimmen Geschehnissen kommt. 
Immerhin trgen laut einer Statistik 90% der Amerikaner eine Waffe bei sich. 

Vor zwei Jahren bin ich wegen meinem Mann ausgewandert. Und ich muss sagen das in dem Land wo ich jetzt lebe waffentechnisch in den letzten Jahren viel passiert ist. 
Die Gesetze und auch die Kontrollen sind dermaßen streng das es für Privatpersonen nicht mehr möglich ist in den Besitz einer Waffe zu kommen. 
Waffen gibt es nur für Polizei, Militär und Jäger. Aber auch die müssen sich in regelmäßigen Abständen testen lassen ob sie körperlich und psychisch geeignet sind eine Waffe zu tragen. 
Ich hoffe nur das Joe Biden nach den letzten Amokläufen nicht nur große Reden schwingt und wirklich etwas ändert. 
 

Und was soll Joe Biden machen?

Er hat keine Mehrheit für ein strengeres Waffenrecht, für Backgroundchecks, für ein Verbot des oft genutzten AR-15 oder sonstiges.
Es besteht eine Patt-Situation zwischen Demokraten und Republikanern.
Und für eine Änderung des Waffenrecht würden 50 Prozent der Stimmen, so wie ich gelesen habe, nicht einmal genügen. Es müsste also neben allen Demokraten auch noch etliche Republikaner für ein neues Gesetz stimmen.

Es stimmen aber eben nicht einmal alle Demokraten dafür.
Da muss man sich nur diesen blaugetarnten Roten, Manchin, anschauen.
Dem "Parteibuch" nach angeblich ein Demokrat, blockiert dieser seit Jahren demokratische Gesetzesvorhaben; schon unter Obama hat er das getan, hat aber andererseits viele Vorhaben von Trump und Republikanern unterstützt.
Und es gibt in den demokratischen Reihen noch den ein oder anderen Abweichler.

Biden hat nicht die Macht, das zu ändern.
Ändern können das nur die Menchen selbst,
Indem sie endlich aufhören, diese bigotten Republikaner zu wählen.

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antea_27774802
02.06.22 um 22:01

Ich habe vor kurzem eine Doku über dieses Thema gesehen. 
Seit 1789 ist es ein Grundrecht in den USA das jeder eine Waffe besitzen und tragen darf. Was mich schockiert hat ist, das man Waffen im Supermarkt kaufen kann. 
Und das es fünf mal mehr Waffenläden als Mc Donalds Lokale in den USA gibt. 
In einer Umfrage gab ein Teil der Amerikaner an eine Waffe zu benötigen um ihren Besitz zu verteidigen. Ein Großteil gab an das schießen für sie ein Hobby sei. Außerdem wollen sich die Amerikaner ihr Grundrecht nicht nehmen lassen. Dies sei der amerikanische, hart erarbeitete Stolz. 
Es gibt ja auch schöne, bunte Waffen für Kinder um ihnen das Hobby schmackhaft zu machen. 
Ändern wird sich da drüben wohl so schnell nichts denn die NRA hat genug Geld um Politiker zu unterstützen die Waffen befürworten. 
Der nächste Amoklauf nach dem Schulmassaker hat ja nicht lange auf sich warten lassen. 
Ein echt krankes Land. 
 

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jana23072002
02.06.22 um 22:13
In Antwort auf antea_27774802

Ich habe vor kurzem eine Doku über dieses Thema gesehen. 
Seit 1789 ist es ein Grundrecht in den USA das jeder eine Waffe besitzen und tragen darf. Was mich schockiert hat ist, das man Waffen im Supermarkt kaufen kann. 
Und das es fünf mal mehr Waffenläden als Mc Donalds Lokale in den USA gibt. 
In einer Umfrage gab ein Teil der Amerikaner an eine Waffe zu benötigen um ihren Besitz zu verteidigen. Ein Großteil gab an das schießen für sie ein Hobby sei. Außerdem wollen sich die Amerikaner ihr Grundrecht nicht nehmen lassen. Dies sei der amerikanische, hart erarbeitete Stolz. 
Es gibt ja auch schöne, bunte Waffen für Kinder um ihnen das Hobby schmackhaft zu machen. 
Ändern wird sich da drüben wohl so schnell nichts denn die NRA hat genug Geld um Politiker zu unterstützen die Waffen befürworten. 
Der nächste Amoklauf nach dem Schulmassaker hat ja nicht lange auf sich warten lassen. 
Ein echt krankes Land. 
 

> Der nächste Amoklauf nach dem Schulmassaker hat ja nicht lange auf sich warten lassen. 

Als Maßnahme gegen bewaffnete Amokläufe an Schulen schaffen sie irgendwann die Schulen ab. Oder nehmen den Leuten die Schuhe weg. 

Was ich so nett finde: Es gibt Staaten, da wurde jede Verschärfung der Waffengesetze vehement abgelehnt, aber dafür agitiert, das Verkaufen von Soft-Drinks wie Coca Cola, Fanta oder Sprite in Gefäßen, die mehr als einen halben Liter fassen, zu verbieten, weil das ungesund sei. Immer mehr Staaten legalisieren Cannabis. Mal schauen, wie sich das auf den Waffengebrauch und die Amok-Raten auswirkt.

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jana23072002
02.06.22 um 22:33
In Antwort auf antea_27774802

Ich habe vor kurzem eine Doku über dieses Thema gesehen. 
Seit 1789 ist es ein Grundrecht in den USA das jeder eine Waffe besitzen und tragen darf. Was mich schockiert hat ist, das man Waffen im Supermarkt kaufen kann. 
Und das es fünf mal mehr Waffenläden als Mc Donalds Lokale in den USA gibt. 
In einer Umfrage gab ein Teil der Amerikaner an eine Waffe zu benötigen um ihren Besitz zu verteidigen. Ein Großteil gab an das schießen für sie ein Hobby sei. Außerdem wollen sich die Amerikaner ihr Grundrecht nicht nehmen lassen. Dies sei der amerikanische, hart erarbeitete Stolz. 
Es gibt ja auch schöne, bunte Waffen für Kinder um ihnen das Hobby schmackhaft zu machen. 
Ändern wird sich da drüben wohl so schnell nichts denn die NRA hat genug Geld um Politiker zu unterstützen die Waffen befürworten. 
Der nächste Amoklauf nach dem Schulmassaker hat ja nicht lange auf sich warten lassen. 
Ein echt krankes Land. 
 

> In einer Umfrage gab ein Teil der Amerikaner an eine Waffe zu benötigen um ihren Besitz zu verteidigen. 

Spitzenargument von diesen Leuten. Wieviele von denen haben ihre Waffen schon einmal tatsächlich zur Verteidigung ihres Besitzes genutzt in Situationen in denen es nicht anders gegangen wäre?

Und so verhältnismäßig. Ich mag ja den Grundsatz, dass das Recht dem Unrecht nicht weichen muss. Aber wegen Gegenständen/Besitz, also wegen Sachen, Körperverletzung begehen und/oder Menschen töten ist nicht unbedingt verhältnismäßig.

Deutsche Notwehr sieht anders aus - damit die überhaupt greifen kann muss ein rechtswidriger Angriff auf einen Menschen stattfinden und nicht ein Diebstahl oder eine Beschädigung von Sachen.

Und wenn die Leute nicht mehr wahllos an Schusswaffen kommen - ich meine - ein Stock könnte dann auch Unholde in die Flucht schlagen ohne dass es Tote und Schwerverletzte gibt.

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justincredible
02.06.22 um 22:48
In Antwort auf dickunddoof

Das nenn ich engagiert; danke, dass du dich da extra erkundigt hast.

Ich hab mal ein wenig im Netz gesucht. Dass die Schweizer so ein liberales Waffenrecht haben, dass auch da wirklich jeder Waffen erwerben und besitzen darf, hab ich gar nicht gewußt, Und hätte ich auch nicht gedacht.
Finde ich echt problematisch.
Besonders schräg finde ich, dass zwar Schweizer Waffen haben dürfen oder Deutsche, Franzosen, eigentlich alle "west"-Europäer, aber gleiches bspw. für Staatsbürger der Balkanstaaten oder der Türkei nicht gilt. Denen sind Waffen grundsätzlich verboten. "Irre", so eine Differenzierung.

Schusswaffenbesitz und -gebrauch hat in der Schweiz eine lange historische und sportliche Tradition. In ländlichen Gegenden siehst du sogar wenn das "Obligatorische" ist, heut noch Teenager auf ihren Mopeds mit ihrem Sturmgewehr auf dem Rücken durch das Dorf fahren zum nächsten Schiessplatz.

Glaube bei der Beurteilung der Nationalitäten, geht es vorallem darum ob innerpolitische Stabilität herrscht und aktiv an kritischen Konflikten kriegerisch teilgenommen wird. Türkei ist die PKK ein Thema, Albanien die UCK und so weiter. Aber es steht jedem frei sich um die Staatsbürgerschaft zu bewerben. Ich kenne einige Landsleute mit Migrationshintergrund (eingebürgert) aus Kroatien, Kosovo, Türkei etc., die haben Zuhause ganze legale Waffensammlungen.

Aber ja, es ist so, jeder Schweizer oder EU-Bürger, mit einwandfreiem Leumund darf im Prinzip einen Waffenerwerbschein beantragen und damit dann legal Waffen kaufen, entweder zum Sammeln oder fürs Sportschiessen. Streng verboten sind allerdings, und das ist ein grosser Unterschied zu den USA (zumindest in gewissen Staaten), Waffen mit Seriefeuer-Funktion (diese muss deaktiviert werden), übergrosse Magazine, Laserzielvorrichtungen etc.

Am Ende sind es kranke Menschen, die kranke Dinge tun. Auch bei uns hält schleichend eine Verrohung der Gesellschaft einzug. Gottlob noch nicht so schlimm wie in den USA, aber wir müssen aufpassen.
 

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dickunddoof
03.06.22 um 14:28

Und die nächsten "Kandidaten" im Reigen des Irrsinns

- gestern eine Schießerei in einer Klinik in Tulsa, Oklahoma

- heute eine vor einer Kirche in Iowa
- und eine auf einem Friedhof in Wisconsin


Ich weiß auch nicht, ich glaube, käme es zu einem dritten Weltkrieg, dann haben wir allesamt das echt nicht anders verdient. Bei all der Gewalt, mit der hier tagtäglich Menschen aufeinander losgehen.
Und dann hätte zumindest der Rest des Planeten vielleicht wirklich noch eine Chance.

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jana23072002
04.06.22 um 10:49
In Antwort auf shortcake83

Er stellt sich sehr ungeschickt an. Einer der Gründe warum alle paar Wochen die Polizei ins Haus kommt. 
Bereits zwei mal wurde seine Wohnung gestürmt. 

Gestürmt? War da Gefahr im Verzug? Ich meine, dass bei entsprechender Kenntnis- und Verdachtslage manchmal tatsächllich etwas getan wird und dann zB mit richterlicher Anordnung Wohnungen geöffnet und durchsucht werden, ist klar. Aber stürmen ist noch eine andere Kategorie. Kommt auch teurer.

Hatte der sich mit Waffen im Anschlag verschanzt und Leute bedroht - zB die Beamt/inn/en vom "Durchsuchungstrupp"?

Wenn er tatsächlich schuldhaft Anlass zum Stürmen der Wohnung gegeben hat, dann wäre das in Zeiten von PEBB§Y ein leichter Job und damit ein gefundenes Fressen für jeden Staatsanwalt/jede Staatsanwältin, der/die unter dem Druck steht, schnelle Erfolge vorweisen zu müssen. Sodass er eine Weile dafür einfahren müsste. Ist er womögich noch nicht volljährig? Oder gehört er zu denen, die jahrelang auf den Strafbefehl warten weil im Gefängnis noch kein Platz frei ist?

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digdog69
07.06.22 um 10:28

Ich verstehe es auch nicht. Aber jedes Land hat so seine Pläsierchen. Versuch mal in D eine sachliche Diskussion über ein Tempolimit zu führen. Die Fronten sind da ähnlich hart umkämpft, wie in den USA beim Waffenrecht. Das wir darüber eine sehr europäische haben und dass dieses Recht aus einer Zeit stammt, in der es sogar sinnvoll war, wird vergessen. Was ich den USA nachsehe ist, dass sie anscheinend unfähig sind, sich (in diesem Fall) der Zeit anzupassen.
Aber wie gesagt...wir sind da bei anderen Themen keinen Deut besser.

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eisbrecher
07.06.22 um 14:18

Es ist auch in den USA nicht normal oder erwünscht, dass Kinder anderen drohen oder Gewalt anwenden. Sicher gibt es das, aber toleriert wird das dort ebensowenig wie bei uns. Da muss das Kind dann zum Psychologen, was auch richtig ist.

Das Problem sind aber die zu laxen Waffengesetze. Die sind natürlich von Bundesstaat zu Bundesstaat verschieden, aber wenn man ab 18 legal jegliche Waffe kaufen kann ohne Psychotest und es auch egal ist, ob man unbescholten ist oder nicht, dann ist das nicht in Ordnung. Wenn man mit geladenen Waffen in der Hosentasche legal herumlaufen darf, so wie das in manchen Bundesstaaten erlaubt ist, dann ist das sehr gefährlich. Auch wenn es keine Bestimmungen gibt, wie man Waffen zu Hause aufzubewahren hat. Eine geladene Waffe unterm Kopfkissen, in der Handtasche, im Handschuhfach, in der Nachttischschublade kann halt auch leicht das Kind erwischen. Oder der Einbrecher. 

Auf gesunden Menschenverstand kann man offenbar nicht setzen. 

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eisbrecher
07.06.22 um 14:21
In Antwort auf jana23072002

Da tun sich bei mir ein paar Fragen auf - vielleicht kannst du mir eine zuverlässige Informationsquelle nennen, wo ich das nachlesen kann, aber nur, wenn es dir keine Mühe macht:

Heisst das, wenn die Leute ganz ausgemustert sind und nicht mehr zum Dienst mit der Waffe herangezogen werden, dann dürfen sie ihre Waffen trotzdem daheim im Schränkchen behalten? Was passiert mit den Waffen wenn die Leute Alzheimer bekommen oder sonst irgendwie dement werden oder halt irgendwann sterben und zB die Erben die Wohnung ausräumen? Müssen die Waffen dann abgegeben werden?

Es ist ja nicht nur der Waffenbesitz alleine, sondern auch die Tabus und Werte, die man hat. Und man kann Tabus und Werte ja nicht nur durch gesellschaftlichen Moral- und Sittenverfall verlieren, sondern zB auch ohne "Schuldhaftigkeit" durch Krankheiten wie Demenz.

Was ich sehr problematisch finde, ist, wenn Leute an Waffen kommen, ohne die für einen verantwortungsvollen Umgang erforderliche persönlichkeitsprägende Schulung erhalten zu haben. Für mich ist es ein großer Unterschied, ob jemand zB ein Schwert führt, der sich das einfach mal geschnappt hat und draufloshackt, oder ein/e Kenshi, die/der selbst eine lange Schule der Disziplin und Ehrerbietung durchlaufen hat und im Laufe vieler Jahre zu einem Meister seiner Kunst/einer Meisterin ihrer Kunst geworden ist. Oder ein/e Schüler/in in einem Dojo, der/die unter sorgfältiger Anleitung steht und als Voraussetzung für weiteres Lernen die Ehrerbietung gegenüber den Lehrenden verinnerlicht hat.
ZB auch in Afghanistan und vielen anderen Gegenden der Welt kann man quasi auf dem Flohmarkt/Bazar beispielsweise vollautomatische Schnellfeuerwaffen kaufen ohne dass jemanden interessiert, ob man jemals eine Schule durchlaufen hat, die den Charakter so geprägt hat, dass man verantwortungsvoll handelt.
Wenn ich mir in den USA im Gun-Shop oder in der Rifle-Abteilung des Eisenwarenladens einfach so ein Stück hochgezüchteter Technologie holen kann, mit dem man kaum daneben schiessen kann, dann ist da keinerlei eigene Disziplin, kein Weg des Lernens, keine Selbstbeherrschung, keine Meisterschaft erforderlich, sondern es ist ähnlich einem Jüngling, der ein großes Vermögen erbt ohne selbst einen Weg gegangen zu sein, der es ihm ermöglichen würde, damit verantwortungsvoll und in gewisser Weise demütig/ehrerweisend umzugehen.

Das liegt daran, dass in der Schweiz jeder Mann zur Miliz gehört. Das heißt, im Notfall darf jeder sofort einberufen werden, schnappt sich seine Waffe und muss einrücken.

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eisbrecher
07.06.22 um 14:24
In Antwort auf shortcake83

Ich habe dazu eine ganz klare Meinung. 
Waffen gehören nicht in die Hände von Privatpersonen. 
Das es in den USA immer wieder zu Amokläufen kommt liegt daran das man dort Waffen kaufen kann wie anderswo Brötchen. 
Nicht die USA sind krank. Sondern leider die Welt als ganzes. Würden wir hier bei uns nicht so strenge Auflagen für den Besitz von Waffen haben hätten wir dieselben Zustände wie in den USA. Denn leider werden immer wieder Tiere zu Zielscheiben von solchen Verrückten. Man muss ja üben. 
Ich habe leider einen Nachbarn der ein Waffennarr ist. Und dazu noch sehr rassistisch. In dem Fall frage ich mich aber auch wie er immer wieder in den Besitz von Waffen gelangt. 

Und wie sollen dann die ganzen Sportschützen und Biathleten trainieren ohne Waffe? Jäger darf es dann auch keine mehr geben, denn die sind alle Privatpersonen (jeder Mensch kann den Jagdschein machen und dann jagen gehen).

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eisbrecher
07.06.22 um 14:29
In Antwort auf dickunddoof

Und die nächsten "Kandidaten" im Reigen des Irrsinns

- gestern eine Schießerei in einer Klinik in Tulsa, Oklahoma

- heute eine vor einer Kirche in Iowa
- und eine auf einem Friedhof in Wisconsin


Ich weiß auch nicht, ich glaube, käme es zu einem dritten Weltkrieg, dann haben wir allesamt das echt nicht anders verdient. Bei all der Gewalt, mit der hier tagtäglich Menschen aufeinander losgehen.
Und dann hätte zumindest der Rest des Planeten vielleicht wirklich noch eine Chance.

Wieso "wir"? Also ich hab in meinem ganzen Leben noch nie jemanden erschossen oder jemandem Gewalt angetan. Ich bin also der Meinung, den dritten Weltkrieg nicht verdient zu haben.

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dickunddoof
07.06.22 um 15:43
In Antwort auf eisbrecher

Wieso "wir"? Also ich hab in meinem ganzen Leben noch nie jemanden erschossen oder jemandem Gewalt angetan. Ich bin also der Meinung, den dritten Weltkrieg nicht verdient zu haben.

Ganz von Gewalt kann ich mich nicht freisprechen; ich habe in meiner Jugend mal jemanden geohrfeigt, obwohl ich das auch hätte sein lassen können.

Das "wir" meinte allgemein "wir Menschen" oder "wir, die Menschheit".
Mir ist bewusst, dass nicht jeder Einzelne Gewalt ausübt/ausgeübt hat oder auch nur befürwortet.
Trotzdem sehe ich jeden Einzelnen in einer Mitverantwortung für den Zustand der Welt insgesamt. Wir hängen doch alle im System mit drin. Und haben Anteil an dem, was auf der Welt geschieht.
Und irgendwie scheinen wir leider zu blöde zu sein, friedlich, ohne Gewalt miteinander auf dieser Erde zu leben.

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dickunddoof
07.06.22 um 15:49
In Antwort auf eisbrecher

Und wie sollen dann die ganzen Sportschützen und Biathleten trainieren ohne Waffe? Jäger darf es dann auch keine mehr geben, denn die sind alle Privatpersonen (jeder Mensch kann den Jagdschein machen und dann jagen gehen).

Sportschützen - das heißt ja nicht zwangsläufig, dass man die Waffen mit nach Hause nehmen muss, die könnten auch irgendwo sicher in amtlicher Verwahrung gelagert werden.
Wozu braucht man eine scharfe Knarre zu Hause?

Und Jäger - selbst das Jagdwesen könnte man staatlicher regeln, als das bisher der Fall ist.
Auch hier könnten Waffen in amtlicher Verwahrung verschlossen sein. Und wer dann jagen gehen möchte, könnte sein Gewehr und Munition holen, wohlgemerkt streng dokumentiert gegen Unterschrift etc.

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dickunddoof
07.06.22 um 15:57
In Antwort auf eisbrecher

Das liegt daran, dass in der Schweiz jeder Mann zur Miliz gehört. Das heißt, im Notfall darf jeder sofort einberufen werden, schnappt sich seine Waffe und muss einrücken.

Prima, und wenn der Typ ein Schlamper ist, der seine Waffe nicht hinreichend pflegt, fliegt ihm - und den neben ihm stehenden "Genossen" - dann im Zweifel Waffe nebst Kugeln um die Ohren.
Tolle Zustände!

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esmeralda1701
07.06.22 um 16:45

Ich als Schweizerin bin anders orientiert über unser Milizsystem!
Das heisst, dass man Miltärdienst leisten kann oder Zivildienst oder Zivilschutz!
Es heisst, dass man für die Allgemeinheit etwas machen muss oder kann! Sei es für die Feuerwehr, in einem Verein mitmachen, für die Kirche sich engagieren und..und!
Es hat nicht jeder eine Knarre zuhause! 
Sanität oder Musik sind nicht bewaffnet!
Zivildienst umd Zivilschutz eh nicht! 

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jana23072002
07.06.22 um 18:31
In Antwort auf eisbrecher

Das liegt daran, dass in der Schweiz jeder Mann zur Miliz gehört. Das heißt, im Notfall darf jeder sofort einberufen werden, schnappt sich seine Waffe und muss einrücken.

Ich nehme an, auch in der Schweiz ist die Heranziehung zu Wehrdiensten, zumindest was das Alter der Leute angeht, befristet.

Rechtsgrundlagen für die Heranziehung zu Wehrdiensten sind in Deutschland neben dem Grundgesetz im Wesentlichen das Wehrpflichtgesetz, das Soldatengesetz, das Reservistengesetz und das Kriegsdienstverweigerungsgesetz. Aufgrund des Wehrpflichtgesetzes können Leute allenfalls bis zum Ablauf des Jahres, zu dem sie ihr 60. Lebensjahr vollenden, herangezogen werden. ZB aufgrund §51 und §59 des Soldatengesetzes können beispielsweise in den Ruhestand versetzte Berufssoldaten unter Umständen bis zum Ablauf des Jahres, zu dem sie ihr 65. Lebensjahr vollenden, wieder in das Verhältnis als Berufssoldaten berufen und herangezogen werden.

Hätten die für ein Heranziehen zu Wehrdiensten Infragekommenden ihre Waffen daheim, könnte man, wenn die Leute ein Alter erreicht haben, in dem sie nicht mehr herangezogen werden dürfen, die Waffen einziehen.

Wenn man Wert darauf legt, dass die Leute möglichst schnell aufrödeln, könnte man die Waffen auch in der Waffenkammer der Gemeinde und die Munition im Munitionsbunker nebenan lagern anstatt sie den Leuten fröhlich und unbefangen nach Hause mitzugeben.
Die Lagerbuchhaltung und -verwaltung müsste dann halt so organisiert sein, dass jemand aufpasst und nachfragt bevor man sich da fröhlich bedient und ausräumt. 

Ich bin ja auch Reservistin und wir kriegen es irgendwie hin ohne dass ich mein G36 und die Magazine und die Patronen und meine Fliegerfäuste prophylaktisch bei mir daheim unterm Bett aufbewahren muss. 

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dickunddoof
07.06.22 um 19:11

Und der nächste Vorfall

In Orlando, Florida, hat ein 2-jähriger, versehentlich, seinen Vater erschossen
die Schusswaffe soll geladen und ungesichert zugänglich gewesen sein

Beide Eltern standen laut Medienberichten unter Bewährung, wegen Drogenbesitzes und Kindesvernachlässigung

Glückwunsch - tolle Bilanz, ein toter junger Vater, eine nun im Knast sitzende junge Mutter, und drei Kinder, die nun ohne Eltern aufwachsen (der 2-Jährige hat zwei Geschwister, 5 Jahre und 5 Monate)

Wann werden die da endlich wach?

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