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Was Du willst, das man Dir nicht tu...

18. Januar 2017 um 8:51

hier gibt es ja schon einen Thread zu guten Sprüchen / Zitaten - aber mir ist gerade mal wieder einer aufgefallen, der mich regelmässig mit den Zähnen knirschen lässt:

"Was Du willst, das man Dir nicht tu, das füg auch keinem anderen zu"

Oft zitiert und das immer im reinen Gewissen, das "moralisch richtige" zu tun - naja, zumindest zu sagen

Was mich daran mit so sehr stört. Denn ist das das Richtige? Wenn man moralisch handeln möchte, muss man dann nicht als Grundlage das nehmen, was den anderen verletzt und nicht das, was einen selbst an dessen Stelle verletzen würde?

Klar, jeder Mensch geht erst einmal von der eigenen Perspektive aus. Man lernt im Laufe des Lebens erst, dass das bei anderen ganz anders sein kann - mit Glück lernt man es nie. Und die Perspektive des anderen kennt man teilweise auch (noch) gar nicht. Aber dennoch stört mich die Arroganz und die Scheinheiligkeit, so selbstverständlich davon auszugehen, dass die eigenen Vorstellungen das Maß der Dinge für das Universum sind schon ...

Andere Meinungen?
Andere verbreitete Sprüche, die in Euch so etwas auslösen? (Bei mir wäre "Stärke liegt nicht darin, nie zu fallen, sondern darin, immer wieder aufzustehen" auch noch so ein Kandidat, wenn auch aus völlig anderen Gründen)

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Top 3 Antworten

4. Februar 2017 um 19:06
In Antwort auf avarrassterne1

in welchem Kontext magst Du diesen Spruch?
Da sind wir beim Auslegen... als ... "ok, diesmal hast Du gewonnen, aber wer weiß, wie es in der nächsten Runde aussieht" habe ich den schon gehört, aber auch schon oft im Kontext, dass jemand Personen, wo damit nicht zu rechnen war, nach Jahren zufällig wieder getroffen hat. - also nicht auf die "offene Rechnung" (oder eher eine unausgeglichene Rechnung) sondern auf den unberechenbaren (und unwahrscheinlichen) Zufall gemünzt.

Ich meine, dass man immer so auseinander gehen sollte, dass man sich wiedertreffen kann, ohne eine offene Rechnung zu haben. .....auf beide  Seiten nicht ...... und egal nach welcher Zeit.
Manchmal trifft man in bestimnten Situationen aufeinander, in denen man jemanden übers Ohr hauen kann. Denjenigen trifft man vielleicht in einem anderen Zusammenhang wieder. .....und ist froh, es nicht getan zu haben. 

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4. Februar 2017 um 0:40
In Antwort auf avarrassterne1

hier gibt es ja schon einen Thread zu guten Sprüchen / Zitaten - aber mir ist gerade mal wieder einer aufgefallen, der mich regelmässig mit den Zähnen knirschen lässt:

"Was Du willst, das man Dir nicht tu, das füg auch keinem anderen zu"

Oft zitiert und das immer im reinen Gewissen, das "moralisch richtige" zu tun - naja, zumindest zu sagen

Was mich daran mit so sehr stört. Denn ist das das Richtige? Wenn man moralisch handeln möchte, muss man dann nicht als Grundlage das nehmen, was den anderen verletzt und nicht das, was einen selbst an dessen Stelle verletzen würde?

Klar, jeder Mensch geht erst einmal von der eigenen Perspektive aus. Man lernt im Laufe des Lebens erst, dass das bei anderen ganz anders sein kann - mit Glück lernt man es nie. Und die Perspektive des anderen kennt man teilweise auch (noch) gar nicht. Aber dennoch stört mich die Arroganz und die Scheinheiligkeit, so selbstverständlich davon auszugehen, dass die eigenen Vorstellungen das Maß der Dinge für das Universum sind schon ...

Andere Meinungen?
Andere verbreitete Sprüche, die in Euch so etwas auslösen? (Bei mir wäre "Stärke liegt nicht darin, nie zu fallen, sondern darin, immer wieder aufzustehen" auch noch so ein Kandidat, wenn auch aus völlig anderen Gründen)

"Wer in den Fußstapfen anderer geht, hinterlässt keine eigenen Spuren"

Der Spruch gehört zu meinen Favoriten und mit ihm bin ich quasi aufgewachsen.

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18. Januar 2017 um 9:38

Ich mag den Spruch sehr:
Man sieht sich immer zwri mal im Leben

Viele Sprüche sind wie ein Lebensmotto  und haben immer einen Wahrheitsgehalt obwohl die unterschiedlich ausgelegt werden können 

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18. Januar 2017 um 11:18

zum Thema Toleranz fällt mir einer ein, den ich mag: "wer nach allen Seiten offen ist, kann nicht ganz dicht sein"

Ich bin kein Mensch, der Toleranz und Respekt als ein Muss ansieht - auch mir selbst gegenüber nicht, natürlich.

Bei "Aug-um-Aug, Zahn-um-Zahn" stimme ich Dir zu, damit macht man sich ja eigentlich zu dem, was man verurteilt

"der Zweck heiligt die Mittel" ist auch so etwas. Damit ist man bei "der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert"

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18. Januar 2017 um 11:23
In Antwort auf ani19671

Ich mag den Spruch sehr:
Man sieht sich immer zwri mal im Leben

Viele Sprüche sind wie ein Lebensmotto  und haben immer einen Wahrheitsgehalt obwohl die unterschiedlich ausgelegt werden können 

in welchem Kontext magst Du diesen Spruch?
Da sind wir beim Auslegen... als ... "ok, diesmal hast Du gewonnen, aber wer weiß, wie es in der nächsten Runde aussieht" habe ich den schon gehört, aber auch schon oft im Kontext, dass jemand Personen, wo damit nicht zu rechnen war, nach Jahren zufällig wieder getroffen hat. - also nicht auf die "offene Rechnung" (oder eher eine unausgeglichene Rechnung) sondern auf den unberechenbaren (und unwahrscheinlichen) Zufall gemünzt.

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18. Januar 2017 um 13:40

hehe, das mit dem Ausbilder ist natürlich fies
Aber das trifft schon das, was mich zu dem Thread veranlasst hat, ja.

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18. Januar 2017 um 13:41

das sollte man eh nie tun, finde ich. Sich ändern sollte man nur, wenn man selbst Probleme mit der eigenen Person / Persönlichkeit hat (oder einem die Folgen davon zu große Probleme machen) - aber nie, wenn irgend wer anderes das anders sieht.

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18. Januar 2017 um 13:43

nun, ich würde sagen, wenn jemand ausreichend wenig "zimperlich" ist, ist das schlicht und ergreifend als sehr effektive Abeschreckung zu verstehen. (mal sehen, was da jetzt hinein interpretiert wird ^^)

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20. Januar 2017 um 13:59

hihi, da kann ich gleich die Hand heben, ich halte mich meistens nicht daran.

Dazu habe ich in meinem inzwischen nicht mehr so kurzem leben einfach zu oft feststellen müssen, dass andere etwas (sehr) verletzt, wo ich beim besten Willen das Problem nicht erkennen kann - geschweige denn, dass es bei mir selbst auch nur zur gehobenen Augenbraue gereicht hätte - Gilt aber auch umgekehrt - und auch damit habe ich schon so meine Erfahrungen gemacht - was sicherlich (zumindest mit) der Hauptgrund ist, warum mich dieser Spruch so mit den Zähnen knirschen lässt.

 

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20. Januar 2017 um 15:10

huch, hatte ich die ganze Zeit überlesen, sorry...

ja, das braucht viel Empathie - und bei Menschen, die man gar nicht kennt, ist es meistens noch nicht einmal möglich.

Aber mir würde es auch völlig reichen, wenn die meisten mal nicht grundsätzlich von "stört mich nicht, hat also auch keinen anderen zu stören" ausgehen würden. Und umgekehrt auch nicht unbedingt davon, dass allen anderen sonnenklar sein muss, was sie verletzend finden.

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4. Februar 2017 um 0:40
In Antwort auf avarrassterne1

hier gibt es ja schon einen Thread zu guten Sprüchen / Zitaten - aber mir ist gerade mal wieder einer aufgefallen, der mich regelmässig mit den Zähnen knirschen lässt:

"Was Du willst, das man Dir nicht tu, das füg auch keinem anderen zu"

Oft zitiert und das immer im reinen Gewissen, das "moralisch richtige" zu tun - naja, zumindest zu sagen

Was mich daran mit so sehr stört. Denn ist das das Richtige? Wenn man moralisch handeln möchte, muss man dann nicht als Grundlage das nehmen, was den anderen verletzt und nicht das, was einen selbst an dessen Stelle verletzen würde?

Klar, jeder Mensch geht erst einmal von der eigenen Perspektive aus. Man lernt im Laufe des Lebens erst, dass das bei anderen ganz anders sein kann - mit Glück lernt man es nie. Und die Perspektive des anderen kennt man teilweise auch (noch) gar nicht. Aber dennoch stört mich die Arroganz und die Scheinheiligkeit, so selbstverständlich davon auszugehen, dass die eigenen Vorstellungen das Maß der Dinge für das Universum sind schon ...

Andere Meinungen?
Andere verbreitete Sprüche, die in Euch so etwas auslösen? (Bei mir wäre "Stärke liegt nicht darin, nie zu fallen, sondern darin, immer wieder aufzustehen" auch noch so ein Kandidat, wenn auch aus völlig anderen Gründen)

"Wer in den Fußstapfen anderer geht, hinterlässt keine eigenen Spuren"

Der Spruch gehört zu meinen Favoriten und mit ihm bin ich quasi aufgewachsen.

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4. Februar 2017 um 13:26

Schöner Thread. Danke dafür, Avrarrassterne.

Der hier gefällt mir besonders gut:

Der einfachste Weg, etwas zu ändern, ist deinen eigenen Standpunkt zu ändern, denn nur deine eigene Entscheidung, Grenzen zu haben, begrenzt dich.

 

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4. Februar 2017 um 19:06
In Antwort auf avarrassterne1

in welchem Kontext magst Du diesen Spruch?
Da sind wir beim Auslegen... als ... "ok, diesmal hast Du gewonnen, aber wer weiß, wie es in der nächsten Runde aussieht" habe ich den schon gehört, aber auch schon oft im Kontext, dass jemand Personen, wo damit nicht zu rechnen war, nach Jahren zufällig wieder getroffen hat. - also nicht auf die "offene Rechnung" (oder eher eine unausgeglichene Rechnung) sondern auf den unberechenbaren (und unwahrscheinlichen) Zufall gemünzt.

Ich meine, dass man immer so auseinander gehen sollte, dass man sich wiedertreffen kann, ohne eine offene Rechnung zu haben. .....auf beide  Seiten nicht ...... und egal nach welcher Zeit.
Manchmal trifft man in bestimnten Situationen aufeinander, in denen man jemanden übers Ohr hauen kann. Denjenigen trifft man vielleicht in einem anderen Zusammenhang wieder. .....und ist froh, es nicht getan zu haben. 

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6. Februar 2017 um 8:40

erst mal allgemein Danke an alle, die noch geantwortet haben.

@dieleni: genau diesen Spruch höre ich meist in einem Kontext, wo er für mich nicht gilt. Eben nicht in Hinblick auf Raub, Mord, Vergwaltigung etc @purple, sondern beispielsweise in Bezug auf Fremdgehen o.ä.
Naja, ist mir ehrlich gesagt herzlich egal, mit wem mein Mann Sex hat - sollte ich dennoch nicht selbst mit dem Partner einer Kollegin, guten Bekannten usw. versuchen. Umgekehrt sollten die bitte auch so einiges unterlassen, womit sie selbst kein Problem haben, wenn sie auch in Zukunft sich noch mit mir unterhalten wollen.
Wenn Dich etwas verletzt, was Dir jemand antut - welche Rolle spielt es, ob mich oder Hinz und Kunz oder auch denjenigen, der das tut, das auch verletzen würde? Gar keine, oder?

@kostler:
ja, das kenne ich als "der einzige Mensch auf der ganzen Welt, den Du ändern kannst, bist Du selbst" oder als "wir können nur eingeschränkt unser Schicksal ändern, aber zu jeder Zeit unsere Art, damit umzugehen" - beide zusammen kommen glaube ich bei dem heraus, den Du zitiert hast. Aber eigentlich ging es mir auch @belladonna hier um Sprüche / Zitate, die man eben nicht gut findet (die "guten" haben einen eigenen Thread, den wollte ich ihnen nicht nehmen) - sondern um das Gegenteil. Um die Sprüche / Zitate, wo es einem die Nackenhaare auf links dreht und die einen mit straff nach hinten gekämmten Zähnen dastehen lassen
@belladonna: ist es schlimm, keine Spuren zu hinterlassen?

@ani:
Danke für die Erklärung. Da wären wir wieder beim Thema des Threads: meistens nehme ich egoistisches Verhalten, auch "über's Ohr hauen" noch nicht einmal übel. Aber das gilt bestimmt nicht für die meisten

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