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Warum so wenig schwarz/weiss Denker

19. Mai 2018 um 10:34

Hi
kann mir die Welt da draussen sagen,was falsch daran ist s/w zu denken und nur bedingt grau zuzulassen?

jeder kann denken machen was er will.
aber warum muss ich das denn auch so?
Beispiel:
in der bahn laut sagen, die anderen mögen doch bitte durchrutschen.
a)wird man schief angeschaut-oh da sagt wer was
b)man wird dennoch ignoriert
c)eigtl.schlimm genug dass die leute nicht von allein drauf kommen

Selbst unter Freunden muss man aufpassen wie man wann, was sagt...
Nein der Brautstrauss gefällt mir nicht-JA und??geht nun die Welt unter?
muss ich des "Anstands wegen" lügen??

im Büro:
Kollegin (10jahre tag für tag im büro)
Ist beleidigt weil ich sagte"da haste geschlafen"als ein Mini Fehler von ihr aufploppte auf den ich sie aufmerksam machen sollte.

was sind denn das alles für mimosen da draussen?
Haben wir nicht Kriege... Müll und sonstige Probleme???
Bin echt genervt!

 

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21. Mai 2018 um 0:28

Wie schon meine vorredner schreiben: deine beispiele haben nichts mit schwarz/weiß denken zu tun, sondern mit umgangsformen.

ums aufrutschen bitten, ist keine große sache so lange es nicht unterirdisch unfreundlich raus geblafft wird.

einem beautpaar zu sagen, dass man den brautstrauß nicht schön findet, ist so unglaublich sinnlos (weil nicht mehr änderbar) und destruktiv (weil er ihnen ja wohl gefällt und die meinung außenstehender im nachhinein einfach nicht interessiert und dann nur enttäuscht), dass man sich so einen kommentar sparen kann. 

und dem kolllegen zu sagen, dass er mist gebaut hat....da ist halt taktgefühl gefragt wie man das formuliert ohne ihm auf den schlips zu treten. Bei dem thread fürchte ich, dass das nicht unbedingt deine Stärke ist. 

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21. Mai 2018 um 6:22

Taktgefühl ist auch nicht meine Stärke. Am liebsten sag ich was ich denke gerade heraus. Bei heiklen Themen halt ich mittlerweile aber meine Klappe außer ich werde direkt gefragt.
Denk einfach vorher über mögliche Konsequenzen/Reaktionen. Lügen tu ich auch nicht (außer zum Selbstschutz), aber man kann lernen es besser auszudrücken. Noch was positives dran oder vor zu setzen. Und evtl. begründen. Oder einfach gar nichts drüber zu sagen wenn es einfach keinen Nutzen hat.

Z.B. beim Brautstrauß “Der ist hübsch gemacht, aber passt nicht zu dir weil...“ das aber nur wenn man noch zur Wahl des Objektes befragt wird. Wenn das Ding schon fest steht kann man sich so ne Antwort sparen.
Wenn ich zu sowas gefragt, hänge ich zu meiner Meinung irgendwas positives dran. Kann ja nicht alles schlecht/hässlich dran sein. Irgendwelche nützlichen Eigenschaften haben doch auch die schlechtesten Sachen. Z.B. “Ist nicht mein Geschmack, aber die Farbe harmoniert mit dem Kleid“ (Ich mag Farbenharmonie oder -kontraste, deswegen fallen mir solche Sachen zuerst auf). Die nächste Stufe wäre den ersten Teil weg zu lassen und nur das Positive stehen zu lassen Voila, kein Fauxpas und trotzdem nicht gelogen.

Aber Schwarz Weiß Denker sind mir meist zuwider. Dafür gibt es einfach zu viele Variationen und Möglichkeiten auf der Welt. Trotzdem hat jeder so seine Begrenzung an Grautönen was sich je nach Thema ändert.

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