Forum / Gesellschaft & Leben

Warum sitzt das Geld oft so locker?

Letzte Nachricht: 16:58
K
kalika
04.11.21 um 9:00

Hallo Zusammen, 

immer wieder stelle ich mir die Frage warum das Geld oft so ,,locker" sitzt.

Gerade erst wieder folgendes erlebt:

Eine Freundin wird Anfang des Jahres 30 Jahre alt.
Eine andere Freundin von mir hatte die Idee ihr ein Wellnesswichenende zu schenken, was Gerade noch in einem Rahmen war wo ich sage das geht noch und ich ziehe da mit. Kurz darauf dann aber der veränderte Vorschlag 3 Tage Disneyland. Da hat es mir erstmal die Sprache verschlagen, denn 3 Tage kosten zwischen 750 Euro und 1000 Euro. Ich habe ganz klar gesagt, dass ich mir das nicht leisten kann, und gleich war wieder der Funke schlechtes Gewissen dabei hierzu abzusagen. Es kostet mich ja nicht nur meinen Teil für mich, sondern man bezahlt ja für das Geburtstagskind auch noch mit. 
Da kam ich dann auf den Gedanken ,,Warum sitzt das Geld bei vielen Leuten doch so locker?" 
Ich komme immer wieder in die Zwickmühle zu sagen:,,Nein das ist mir zu teuer!"
Das fängt bei Junggesellenabschieden an wo meist für einen Tag/Abend gut und gerne 500 Euro hingeblättert werden sollen, oder eben Wellnessausflüge bis hin zu Disneyland.
Sehen wir uns mal die Preise an wie Sprit und Heizöl oder auch andere lebenserhaltende Kosten, jammern viele und fallen aus allen Socken wenn der Sprit fast 2 Euro kostet, aber Geld für Luxus ist irgendwie immer da. Jetzt ist es aber so das ich noch keine Kinder habe und mich oft Frage wie es zukünftig finanziell weiter geht.
Ich habe das Gefühl, dass die Ansprüche immer höher werden, aber das Geld im Geldbeutel immer kleiner, wo fängt das an wo hört es auf?
Ich bin zum Glück so stark um zu sagen ,,Das gibt mein Geldbeutel nicht her!" aber was ist mit Leuten die genau für so etwas ihr letztes Erspartes zusammen kratzen nur um nicht nein sagen zu müssen? 
Ich erwähne noch dazu, dass die Freundin, die andere Freundin und ich aus dem sozialen Bereich kommen und nicht zu den Spitzenverdienern gehören. Ich weiß, dass jeder eine andere Komfortzone zum Geld hat und jeder seine Prioritäten anders setzt.
meine Frage an euch: Wie ist das bei euch? Wie seht ihr die Gesellschaft und das Thema Geld? 

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K
kalika
04.11.21 um 10:02

Berichtigung *eine andere Freundin von ihr nicht von mir!

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saskia81007hh
saskia81007hh
04.11.21 um 12:45
In Antwort auf kalika

Berichtigung *eine andere Freundin von ihr nicht von mir!

Ich für mich habe den Anspruch "ich kann so viel Geld ausgeben, wie ich habe"!

Was ich an Geld nicht habe, kann ich auch nicht ausgeben.

Zum Glück brauche ich mir wegen meines Einkommens und meiner Ersparnisse keine Sorgen um mein Geld machen.

Wie andere es handhaben, ist mir egal. Sie müssen mit ihrem vorhandenen (oder auch nicht vorhandenen) Geld auskommen. Wenn sie mehr ausgeben als sie haben, müssen sie damit klar kommen - nicht ich!

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J
jasminberger
06.11.21 um 10:15

Sehe ich auch so, es ist echt jedem selbst überlassen, wie viel Geld und wofür es jemand ausgibt.

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E
evakron
10.11.21 um 10:55

Ich bin auch der Meinung, dass jeder selbst entscheiden kann, was er oder sie mit dem Geld macht.

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S
skycaptain07
10.11.21 um 14:57

Ihr seid keine Schwaben, oder? 

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jana95
jana95
10.11.21 um 17:28

ja es ist teilweise schon krass, wieviel Geld so ausgeben wird.
Bei mir war es auch manchmal so das ich dachte, ohje wie wird das gehen. Aber mittlweile bin ich in einer ganz guten Situation, das ich mir auchmal etwas leisten kann , ohne zu überlegen ob es eng wird.
Aber bei so einem Trip ist das schon eine Sache, da finde ich es überhaupt nicht schlimm zu sagen, das ist mir zu teuer.

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L
levia.
11.11.21 um 1:19

Ich bin sehr religiös und empfinde die Überlegung, seine Entscheidungen von solchen Dingen wie Geld abhängig machen zu müssen, als eine weltliche Frechheit. Werde morgen auf mein Konto schauen, ob es eh noch halbwegs passt, daher ich weltliches nicht so berücksichtige.......

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iwako
iwako
14.11.21 um 11:44

Viele verschulden sich radikal für Anschaffungen, die ich selbst für fragwürdig halten würde. Aber ja, es steht allen frei, zu entscheiden, womit sie ihre Zukunft belasten wollen.  
Ich habe beschlossen, dass ich mich an keiner Art von "Schuldensklaverei" beteiligen werde. Die Vorstellung, gezwungen zu sein, meine Arbeit, meine Zukunft, vielleicht unter extremen Umständen, an jemandes Lust und Laune zu verkaufen, ist einfach nichts für mich.  
Das heißt, ich werde mich an der "Schuldenfrei"-Revolution beteiligen. Ich werde meinen eigenen Weg gehen und jederzeit selbst entscheiden können, was ich tun will, auch ohne geborgtes Geld.

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B
bruichladdich
Gestern um 0:05

Ich kann dich verstehen. Mir geht es auch oft so, dass ich ich wundere, wofür die Leute ihr Geld ausgeben. Meine Eltern hatten nicht viel Geld, wir hatten kein Auto und in meiner ganzen Kindheit und Jugend waren wir nur zwei mal im Urlaub. Einmal Mallorca und einmal Österreich. Sonst alle zwie Jahre mal bei meiner Tante im Ruhrgebiet. Wenn ich irgend etwas wollte, dann musste ich sparen, bis ich es mir leisten konnte.

Das war nicht immer toll, aber ich habe selber auch sparsam weiter gelebt. Im Moment profitiere ich davon, weil ich komplett ohne Einkommen bin und so aber von meinem ersparten Geld noch eine Zeit leben kann.
 

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S
skycaptain07
16:52

> immer wieder stelle ich mir die Frage warum das Geld oft so ,,locker" sitzt.

Vielleicht, weil durch das Schüren von Inflationsängsten in Zeiten von Covid19 die Inflation/der Wertverlust des Geldes/der Verlust der "Kaufkraft" des Geldes systematisch vorangetrieben wird.

Ehrlich gesagt überlege ich mir zur Zeit immer wieder, das Geld, das ich habe, auszugeben bzw in inflations-sichere Werte umzusetzen bevor es durch die Covid19-Inflation völlig wertlos wird und ich gar nichts mehr dafür bekomme.

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S
skycaptain07
16:58
In Antwort auf iwako

Viele verschulden sich radikal für Anschaffungen, die ich selbst für fragwürdig halten würde. Aber ja, es steht allen frei, zu entscheiden, womit sie ihre Zukunft belasten wollen.  
Ich habe beschlossen, dass ich mich an keiner Art von "Schuldensklaverei" beteiligen werde. Die Vorstellung, gezwungen zu sein, meine Arbeit, meine Zukunft, vielleicht unter extremen Umständen, an jemandes Lust und Laune zu verkaufen, ist einfach nichts für mich.  
Das heißt, ich werde mich an der "Schuldenfrei"-Revolution beteiligen. Ich werde meinen eigenen Weg gehen und jederzeit selbst entscheiden können, was ich tun will, auch ohne geborgtes Geld.

Sehr viele Menschen werden reich, indem sie mit geliehenem Geld Geschäfte machen, Gewinne abschöpfen und Verluste den Gläubigern überlassen.

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