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warum ist alles so verklemmt?

Letzte Nachricht: 4. Januar um 13:19
nina1970
nina1970
06.08.21 um 12:29

ich frage mich schon seit langem, warum die gesellschaft nicht mehr so locker wie noch in den 80er ist. was ist geschehen?
wenn ich anfang der 80er mit meiner mutter im sommer ins bad bin, ging sie oben ohne und ihre freundinnen auch. wie meine brüste anfingen zu wachsen, habe ich sie auch noch versteckt. ist klar, als 13/14 jährig ist man da etwas schüchtern. aber mit 16 ging ich auch oben ohne. das war für uns selbstverständlich.
jetzt viele jahre später, habe ich töchter und die würden das überhaupt nicht mal in betracht ziehen. selbst als reife frau die in den 80ern gross wurde, würde ich es mir auch nicht mehr trauen.
also was ist da passiert? hat jemand eine antwort? mir ist schon klar, dass ist nur ein beispiel von vielen…

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lauras1999
06.08.21 um 14:00

Ja du, das frage ich mich auch.
Meine Eltern sind in der DDR aufgewachsen und haben mir viel erzählt. Bis auf wenige Ausnahmen badete man da in Seen und in der Ostsee nackt. Sie schwärmen noch heute vom FKK-Campingplatz in Prerow. Da haben sie mir etwas davon vererbt. Aber FKK gibts heute nur an versteckten Ecken und vielleicht auch noch in Prerow. Ich war als Kind zum letzten mal dort.
Eine Erklärung und damit Antwort auf deine Frage habe ich nicht wirklich. Vielleicht weil es jede Generation anders machen will als die Generation davor. Vielleicht bin ich dafür noch zu jung. Ich darf aber trotzdem sagen, das ich die Verklemmtheit bescheuert finde.

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thomasn
thomasn
07.08.21 um 0:32

Bei FKK usw. kann ich mir das erklären, weil heute jede/jeder immer und überall ein Smartphone in der Hand hat. Damit ist es möglich alles mögliche abzulichten und das "Netz" hat eben für alles einen Markt.
Ggf. haben daher viele Menschen ein Problem damit, sich nackt in der Öffentlichkeit zu bewegen (auch wenn es wie beispielsweise am Strand angebracht wäre).

Ich meine auch folgendes bemerkt zu haben:
In unserer Gesellschaft ist alles geregelt - viel schlimmer als noch vor 30/35 Jahren. 
Es scheint für alles und jede Verhaltensweise entweder Gesetze oder zumindest gesellschaftliche Vorgaben zu geben. 

Und hat sich jemand eine Meinung gebildet, dann ist diese unumstößlich. Das war früher anders.
Ich merke das immer daran: Ich bin nahezu 95% barfuß unterwegs und fast wöchtlich erlebe ich es, dass mir jemand erzählt, dass ich das im Supermarkt, in der Bahn, in der Kneipe oder .... nicht dürfe und ich mir doch G2efälligst" Schuhe anziehen soll. Außerdem: Das gehört sich (für einen Mann!) nicht (liegt ggf. auch an den lackierten Fußnägeln).

Das ist natürlich Blödsinn - aber eine ehrliche Diskussion an deren Ende ein "Erfahrungs-/Meinungsaustausch" steht, will keiner mehr führen. "Ich habe meine Meinung! Basta!"
 

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lude14
07.08.21 um 6:25

Hallo,

Smartphone ist auf jeden Fall ein Punkt. Damit kann jeder innerhalb von 2 Sekunden öffentlich auftauchen. Sowas ändert auch etwas am gesellschaftlichen Verhalten.

Ich glaube auch, dass immer mehr geregelt wird. Aber auch das kommt ja nicht von ungefähr. Man siehe sich als Beispiel mal die Schulen an. Keine Lehrkraft kann heute noch so agieren wie früher, da sofort alles von irgendwelchen Eltern kritisiert wird, ggf quch direkt bis zur Schulleitung. Gleichzeitig wird von denselben Eltern oft erwartet, dass die Lehrkräfte mehr und mehr erzieherisch tätig sind. 
Ich bin kein Lehrer und ich finde auch nicht alle toll. 
Es ist aber ein Beispiel für das Auseinanderdriften von Anspruchshaltung an andere (die Gesellschaft) und das eigene Verhalten. Und das fühlt zu mehr Regulierungswahn.

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lauras1999
07.08.21 um 8:07
In Antwort auf lude14

Hallo,

Smartphone ist auf jeden Fall ein Punkt. Damit kann jeder innerhalb von 2 Sekunden öffentlich auftauchen. Sowas ändert auch etwas am gesellschaftlichen Verhalten.

Ich glaube auch, dass immer mehr geregelt wird. Aber auch das kommt ja nicht von ungefähr. Man siehe sich als Beispiel mal die Schulen an. Keine Lehrkraft kann heute noch so agieren wie früher, da sofort alles von irgendwelchen Eltern kritisiert wird, ggf quch direkt bis zur Schulleitung. Gleichzeitig wird von denselben Eltern oft erwartet, dass die Lehrkräfte mehr und mehr erzieherisch tätig sind. 
Ich bin kein Lehrer und ich finde auch nicht alle toll. 
Es ist aber ein Beispiel für das Auseinanderdriften von Anspruchshaltung an andere (die Gesellschaft) und das eigene Verhalten. Und das fühlt zu mehr Regulierungswahn.

Das stimmt. Mit dem Regulierungswahn sind wir in Deutschland aber auch besonders "gut".
Da gibt es z.B. Straßen auf denen innerhalb 50m zehn Verkehrsschilder stehen. Oder es gibt Strände, da MÜSSEN alle vor dem Schild "FKK-Bereich vollständige Badekleidung tragen und dahinter alle nackt sein. Beknackt...

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lauras1999
07.08.21 um 8:14
In Antwort auf lauras1999

Das stimmt. Mit dem Regulierungswahn sind wir in Deutschland aber auch besonders "gut".
Da gibt es z.B. Straßen auf denen innerhalb 50m zehn Verkehrsschilder stehen. Oder es gibt Strände, da MÜSSEN alle vor dem Schild "FKK-Bereich vollständige Badekleidung tragen und dahinter alle nackt sein. Beknackt...

Es fehlt aber auch vielerorts an Toleranz. Wenn man gern nackt badet, warum stören denn Leute in Badekleidung oder umgekehrt? Es stört mich auch nicht wenn mein Freund in meiner Anweseheit mal nach einem anderen nackten Busen guckt, solange er nur meine anfasst.

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lude14
07.08.21 um 8:27
In Antwort auf lauras1999

Es fehlt aber auch vielerorts an Toleranz. Wenn man gern nackt badet, warum stören denn Leute in Badekleidung oder umgekehrt? Es stört mich auch nicht wenn mein Freund in meiner Anweseheit mal nach einem anderen nackten Busen guckt, solange er nur meine anfasst.

Sehe ich genauso. Sowohl mit dem Regulierungswahn wie auch mit der Toleranz.

Um bei Deinem Beispiel zu bleiben: Man sollte Abschnitte einrichten, an denen Textilpflicht besteht und andere an denen Nacktpflicht besteht. An allen anderen Bereichen (und das sollte der Grosteil sein) ist einfach alles erlaubt. Keine Ahmung weshalb da alle so ein Problem mit haben.

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lauras1999
07.08.21 um 8:37
In Antwort auf lude14

Sehe ich genauso. Sowohl mit dem Regulierungswahn wie auch mit der Toleranz.

Um bei Deinem Beispiel zu bleiben: Man sollte Abschnitte einrichten, an denen Textilpflicht besteht und andere an denen Nacktpflicht besteht. An allen anderen Bereichen (und das sollte der Grosteil sein) ist einfach alles erlaubt. Keine Ahmung weshalb da alle so ein Problem mit haben.

Das ist ein verdammt guter Vorschlag! 

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V
veca_25221824
07.08.21 um 9:22

Ich denke das ist eher eine Einstellungs und Erziehungssache. Bei uns in der Familie war weder Nacktheit noch FKK üblich. Ich bin damit groß geworden das es sich als Frau nicht gehört ihre Brüste der Öffentlichkeit zu präsentieren. Ist bei mir so und ich würde nie oben ohne gehen, geschweigen denn FKK machen.
Für meine Nachbarn dagegen war es schon immer normal FKK zu machen oder im Freibad oben ohne zu laufen.

 Im übrigen weiß ich gar nicht ob es noch erlaubt ist als Frau im Freibad den Oberteil abzulegen. Bei unserem letzten Besuch im Bad ist eine Dame rausgeflogen weil sie sich oben ohne sonnen lassen wollte. Laut Bademeister und Polizei war die Erregung öffentlichen Ärgernisses. 

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lauras1999
07.08.21 um 9:55
In Antwort auf veca_25221824

Ich denke das ist eher eine Einstellungs und Erziehungssache. Bei uns in der Familie war weder Nacktheit noch FKK üblich. Ich bin damit groß geworden das es sich als Frau nicht gehört ihre Brüste der Öffentlichkeit zu präsentieren. Ist bei mir so und ich würde nie oben ohne gehen, geschweigen denn FKK machen.
Für meine Nachbarn dagegen war es schon immer normal FKK zu machen oder im Freibad oben ohne zu laufen.

 Im übrigen weiß ich gar nicht ob es noch erlaubt ist als Frau im Freibad den Oberteil abzulegen. Bei unserem letzten Besuch im Bad ist eine Dame rausgeflogen weil sie sich oben ohne sonnen lassen wollte. Laut Bademeister und Polizei war die Erregung öffentlichen Ärgernisses. 

Auf der einen Seite könnte man sagen, das zwischen Freibad einerseits und Baggersee und Strand andererseits ein Unterschied besteht...

Auf der anderen Seite sage ich lieber "Da haben wir es doch wieder: Thema Überregulierung" Es muss für jeden Pups eine Vorschrift geben, natürlich mit Durchführungsbestimmungen...
Von einer freien, toleranten Gesellschaft sind wir meilenweit entfernt. Wenn ich meine Eltern erzählen höre, habe ich den Einduck das es selbst in der DDR in dieser Hinsicht mehr Freiheit gab.

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lauras1999
07.08.21 um 10:04
In Antwort auf veca_25221824

Ich denke das ist eher eine Einstellungs und Erziehungssache. Bei uns in der Familie war weder Nacktheit noch FKK üblich. Ich bin damit groß geworden das es sich als Frau nicht gehört ihre Brüste der Öffentlichkeit zu präsentieren. Ist bei mir so und ich würde nie oben ohne gehen, geschweigen denn FKK machen.
Für meine Nachbarn dagegen war es schon immer normal FKK zu machen oder im Freibad oben ohne zu laufen.

 Im übrigen weiß ich gar nicht ob es noch erlaubt ist als Frau im Freibad den Oberteil abzulegen. Bei unserem letzten Besuch im Bad ist eine Dame rausgeflogen weil sie sich oben ohne sonnen lassen wollte. Laut Bademeister und Polizei war die Erregung öffentlichen Ärgernisses. 

Ich möchte noch etwas ergänzen:
Ich finde es toll das du das so handhaben kannst, wie du dich am wohlsten fühlst. So soll es auch sein! Aber es ist eben nicht in Ordnung alle zu zwingen, das genauso zu zu mögen und so zu machen.

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V
veca_25221824
07.08.21 um 10:11
In Antwort auf lauras1999

Ich möchte noch etwas ergänzen:
Ich finde es toll das du das so handhaben kannst, wie du dich am wohlsten fühlst. So soll es auch sein! Aber es ist eben nicht in Ordnung alle zu zwingen, das genauso zu zu mögen und so zu machen.

Ich sehe das auch so. 
Anderen etwas aufzuzwingen muss nicht sein. 
Ich fand auch die Reaktionen im Freibad wegen nackten Brüsten völlig überzogen. 

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nordlicht0812
nordlicht0812
07.08.21 um 11:00
In Antwort auf lauras1999

Auf der einen Seite könnte man sagen, das zwischen Freibad einerseits und Baggersee und Strand andererseits ein Unterschied besteht...

Auf der anderen Seite sage ich lieber "Da haben wir es doch wieder: Thema Überregulierung" Es muss für jeden Pups eine Vorschrift geben, natürlich mit Durchführungsbestimmungen...
Von einer freien, toleranten Gesellschaft sind wir meilenweit entfernt. Wenn ich meine Eltern erzählen höre, habe ich den Einduck das es selbst in der DDR in dieser Hinsicht mehr Freiheit gab.

Ich habe die DDR als Jugendlicher selbst erlebt und muss sagen, das ich deinem Eindruck nur zustimmen kann. Allerdings gabs insgesamt deutlich weniger Freiheiten als bei uns vor Corona.

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B
banananas
08.08.21 um 0:58

Das ist mir auch aufgefallen. Es wird immer prüder, scheint mir. Es gerät außer Kontrolle. Sieh dir an, wie seit ein paar Jahren auf öffentlichen Fotos weibliche Merkmale immer stärker retuschiert und ausgeblendet werden, während Männer, wie ja schon immer, gerne zeigen dürfen, was sich so in der Badehose tummelt. Und es ist nicht nur die Kleidung. Leute wollen generell nicht mehr so gerne gesehen oder erreicht werden. Deswegen werden auch die öffentlichen Telefonbücher jedes Jahr dünner. Sogar auf sozialen Medien kapseln sich die Leute ab und die öffentlichen Profile verschwinden immer mehr.

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lillybeth
lillybeth
08.08.21 um 16:29

Ich verstehe nicht, warum man sich nicht einfach an die Vorgaben halten kann, wenn man schwimmen geht. Es gibt doch genuegend Gelegenheiten oben ohne oder nackt zu schwimmen. Dann geht man eben da hin und nicht wo Badekleidung vorgeschrieben ist. 

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zuckermaus2003
zuckermaus2003
08.08.21 um 17:01

Wie es früher war weiß ich nicht. Aber ich kann nicht behaupten das die Gesellschaft prüde wäre.

Ich habe es gestern abend wieder erlebt. Geplant hatte ich mit meinem Freund ein gemütliches Picknick ander Donau. War auch anfangs ganz schön. Bis eine Gruppe aus zehn Leuten aufgetaucht ist sich ausgezogen hat und baden gegangen ist. 
Direkt neben uns. Ein paar Meter weiter ein stark befahrener Radweg. Intolerant waren da eher die FKKler. Mein Freund und ich wurden ständig bedrängt uns auch auszuziehen. 
Als eine der Personen dann auch noch ins Wasser geschi*** hat war es uns zuviel und wir sind gegangen. 

Jeder sollte seine Frehiehiten habe. Aber auch die Grenzen der Anderen respektieren. 

 

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amalfi2
amalfi2
08.08.21 um 17:31

Ich denke der ganze Druck auf die Gesellschaft ist gewachsen,dann die ständige Angstmache Corona kleine etc bla bla , Arbeitsplatz Verlust , Überverwaltung und einiges mehr plus Teile der Presse hat den Brunnen vergiftet.

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Y
yesmin1991
11.08.21 um 8:18

Das glaube ich auch irgendwie,

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lauras1999
11.08.21 um 8:33
In Antwort auf yesmin1991

Das glaube ich auch irgendwie,

Ihr habt ja recht mit der aktuellen Sitation.
Ich habe mich mit meinen Eltern darüber unterhalten. Die verstehen auch nicht, das dies dazu führt, das die Leute verklemmt sind. Sie haben in der DDR auch einen gewissen Druck empfunden durch den Zwang sich politisch konform zu zeigen, obwohl sie anderer Meinung waren. Dort war aber ein offener Umgang mit dem Körper und der Sexualität ein Ventil um damit fertig zu werden, also genau das Gegenteil.

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C
chaoskeks
11.08.21 um 9:26

Vll liegt es ja daran, dass (ich bin Jahrgang 1996) es in den 80er viel mehr klar war wie die Rollen verteilt sind? So hatte man mehr Zeit für alles andere. Ich habe 0 plan ich merke einfach heute muss alles Schubladisiert werden, es gibt nicht mehr einfach weiblich und männlich und irgend was dazwischen heute heute ist man von allem etwas in ganz wirren Kombinationen so das man dauernd auf der Suche ist sich noch mehr und besser einzuordnen. Heute kann man nicht mehr einfach Mensch sein heute ist man Nonbinary XD ich denke das verunsichert und überfordert viele und überforderte Menschen sind automatisch nicht mehr so offen und Frei. 
gleichzeitig fordern wir Gleichberechtigung stellen immer mehr Punkte öffentlich zur schau wo man als Frau überall diskriminiert wird, was wiederum Männer aggressiv macht weil sie Vll merken dass sie ganz viele Privilegien abgeben müssten damit Gleichberechtigung herrschen würde. Schaut euch mal das Video Tochter bittet Vater um einen Gefallen bei YouTube an, und dann die Kommentare. 
Im Video geht es darum, das sie ihren Vater darum bittet wenn sie zur Welt kommt, soll er sich drum bemühen, dass sie nicht als Schlampe, Nutte, Freiwild etc betitelt werden soll aus Spass versteht sich dass sie nicht ungefragt angefasst werden will ebenfalls aus Spass natürlich weil es wird immer einer geben der das nicht als Spass versteht sondern als Aufforderung. Es geht immer von Typen aus
Diese minimale kleine bitte die eigentlich Standard sein sollte zeigt eigentlich schon wie weit weg wir noch von Gleichberechtigung sind. 

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femprincess
femprincess
12.08.21 um 15:17

Es wird heute einfach wahnsinnig viel, extrem sexualisiert. Wenn eine Frau oberkörperfrei rum läuft, verbinden das die aller meisten Leute sofort mit etwas sexuellem. Die Option "Neutral", kommt bei vielen da gar nicht. Weist du?

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H
henrietta27
12.08.21 um 17:06

es ist "nur" eine überforderte Gesellschaft, nichts geht mehr normal, alles wird extre oder extrem dargestellt. Viele "Nein-Sager" sind gegen Alles was es gibt, kennen aber keinen besseren Weg, haben kein Lösung und sind absolut nicht bereit, selbst was gesellschaftlich notwendiges zu tun! Ja, ich weiß, es gibt auch welche, die das nicht so sehen, besser machen, doch sind sie in der mInderheit und werden oft noch beschimpft, attakiert! Sie Polizei, Feuerwehren und selbst Ärzte! 
Die Gesellschaft ist überdemokratisiert, hat Angast vor klaren Entscheidungen und erst recht, vor einem Durchgreifenn  gegen die "Gegen Alles-Bürger".
Übrigens: ich lieb Nacktheit und FKK. Es gibt zwei Arten von Menschen, viele haben ihre eigenen Ansichten, Männer sind nun mal anders als wir, also die Frauen, wenn es nicht so wäre, würde die Menschheit aussterben!
Henrietta - ich glaube an eine vernünftige Zukunft, wann die kommt? Ich weiß es auch nicht!

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J
john-doe
12.08.21 um 22:28
In Antwort auf lauras1999

Das stimmt. Mit dem Regulierungswahn sind wir in Deutschland aber auch besonders "gut".
Da gibt es z.B. Straßen auf denen innerhalb 50m zehn Verkehrsschilder stehen. Oder es gibt Strände, da MÜSSEN alle vor dem Schild "FKK-Bereich vollständige Badekleidung tragen und dahinter alle nackt sein. Beknackt...

Ich glaube an der Regulierungswut ist die Gesellschaft auch gut selbst schuld.
Da jeder versucht immer alles für seine Zwecke, sein Empfinden so sich zurechtzulegen wie es ihm passt auch wenn es dem allgemeinen Empfinden nach nicht richtig oder angebracht ist.
So lange etwas nicht ausdrücklichst verboten ist wird alles so weit ausgereizt bis man es schließlich nur noch mit verboten in schach halten kann.
An den vielen Regularien, Bestimmungen, Verboten und Gesetzen sind wir, die extrem ich bezogene Gesellschaft selbst schuld.

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D
daina_25140844
12.08.21 um 23:09

Das Sicherheitsgefühl der Leute ist heutzutage aufgrund vieler Ursachen viel kleiner als in den 80er Jahren. Neben ökologischen und klimatischen Problemen, die sich immer gravierender auswirken, liegt es unter anderem auch an einer massiven Zunahme des Fehlinformierens und Ängsteschürens durch Medien, sowie an der Korruption und Korrumpiertheit sämtlicher Behörden, Körperschaften, Organisationen und Institutionen, die man in den 80er-Jahren noch für verlässlich hielt. Von der bizarren Wirtschaftslage, dem verbrämten Niedergang des Gesundheitswesens,  und dem Wertewandel, was zB ordentliches und sorgfältiges Arbeiten und den Willen zu korrektem Erfassen und Aufdröseln von Sachverhalten und Verantwortlichkeiten angeht, ganz zu schweigen.

Kleines, eher harmloses  Beispiel: Hätte man in den 80er-Jahren der Post eine Störung des Telefons gemeldet, wäre die Ursache gesucht und das Problem behoben worden. Sofern man die Störung nicht zu verantworten hat, wäre man nicht weiter behelligt worden. Heutzutage: Dort, wo ich wohne, wird die Strasse aufgerissen und im Auftrag der Telekom werden Telefonleitungen anders verlegt. Dabei passiert es, dass Telefonanschlüsse verwechselt werden, d.h., der Nachbar kriegt meine Sprachbox und meine Telefonanrufe, und ich kriege die seinigen. Ich melde diesen Sachverhalt der Telekom. Die Telekom behebt erst nach drei Wochen und hat dann noch die Dreistigkeit, mir dafür eine Rechnung zu schicken. Und ich darf mich damit herumschlagen, denen zu erklären, dass sie keinerlei Ansprüche an mich haben, weil es nicht mein Problem ist wenn sie ihre Leitungen falsch verschalten, und dass abgesehen vom von ihnen dadurch verletzten Datenschutz wir einen Vertrag haben, demzufolge sie mir für mein Geld eine Leistung erbringen müssen, die sie geschlagene drei Wochen nicht erbracht haben, sodass umgekehrt jetzt ich einen Anspruch auf Schadenersatz habe.

Seit den 80er-Jahren wurden hemmungslos und dreist viele Spiesse falsch herum umgedreht. Bezogen auf das Telefonbeispiel: Früher hat die Post sich als Dienstleister des Kunden gesehen. Die Telekom hingegen sieht den Kunden als Manövriermasse, die sich dirigieren und verarschen und abzocken und alles gefallen zu lassen hat. Unsere Behörden machen da mit.

Wirklich abgründige Beispiele, zB aus dem Gesundheits- oder Rechtswesen, erspare ich mir.

In einem so doppelbödig-verlogenen, korrumpierten, allenfalls nur noch am Anschein von Seriosität interessierten Gesellschaftsgefüge - wir haben hier in Deutschland ja nicht nur eine Gesellschaft, sondern viele Parallelgesellschaften - wie dem derzeitigen will man natürlich nicht das wilde Ausleben der Hemmungslosigkeit und Gier vieler Mitmenschen triggern, indem man zB irgendwo freizügig rumläuft und Assoziationen in Richtung Freiwild weckt.

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C
chaoskeks
13.08.21 um 0:03
In Antwort auf daina_25140844

Das Sicherheitsgefühl der Leute ist heutzutage aufgrund vieler Ursachen viel kleiner als in den 80er Jahren. Neben ökologischen und klimatischen Problemen, die sich immer gravierender auswirken, liegt es unter anderem auch an einer massiven Zunahme des Fehlinformierens und Ängsteschürens durch Medien, sowie an der Korruption und Korrumpiertheit sämtlicher Behörden, Körperschaften, Organisationen und Institutionen, die man in den 80er-Jahren noch für verlässlich hielt. Von der bizarren Wirtschaftslage, dem verbrämten Niedergang des Gesundheitswesens,  und dem Wertewandel, was zB ordentliches und sorgfältiges Arbeiten und den Willen zu korrektem Erfassen und Aufdröseln von Sachverhalten und Verantwortlichkeiten angeht, ganz zu schweigen.

Kleines, eher harmloses  Beispiel: Hätte man in den 80er-Jahren der Post eine Störung des Telefons gemeldet, wäre die Ursache gesucht und das Problem behoben worden. Sofern man die Störung nicht zu verantworten hat, wäre man nicht weiter behelligt worden. Heutzutage: Dort, wo ich wohne, wird die Strasse aufgerissen und im Auftrag der Telekom werden Telefonleitungen anders verlegt. Dabei passiert es, dass Telefonanschlüsse verwechselt werden, d.h., der Nachbar kriegt meine Sprachbox und meine Telefonanrufe, und ich kriege die seinigen. Ich melde diesen Sachverhalt der Telekom. Die Telekom behebt erst nach drei Wochen und hat dann noch die Dreistigkeit, mir dafür eine Rechnung zu schicken. Und ich darf mich damit herumschlagen, denen zu erklären, dass sie keinerlei Ansprüche an mich haben, weil es nicht mein Problem ist wenn sie ihre Leitungen falsch verschalten, und dass abgesehen vom von ihnen dadurch verletzten Datenschutz wir einen Vertrag haben, demzufolge sie mir für mein Geld eine Leistung erbringen müssen, die sie geschlagene drei Wochen nicht erbracht haben, sodass umgekehrt jetzt ich einen Anspruch auf Schadenersatz habe.

Seit den 80er-Jahren wurden hemmungslos und dreist viele Spiesse falsch herum umgedreht. Bezogen auf das Telefonbeispiel: Früher hat die Post sich als Dienstleister des Kunden gesehen. Die Telekom hingegen sieht den Kunden als Manövriermasse, die sich dirigieren und verarschen und abzocken und alles gefallen zu lassen hat. Unsere Behörden machen da mit.

Wirklich abgründige Beispiele, zB aus dem Gesundheits- oder Rechtswesen, erspare ich mir.

In einem so doppelbödig-verlogenen, korrumpierten, allenfalls nur noch am Anschein von Seriosität interessierten Gesellschaftsgefüge - wir haben hier in Deutschland ja nicht nur eine Gesellschaft, sondern viele Parallelgesellschaften - wie dem derzeitigen will man natürlich nicht das wilde Ausleben der Hemmungslosigkeit und Gier vieler Mitmenschen triggern, indem man zB irgendwo freizügig rumläuft und Assoziationen in Richtung Freiwild weckt.

Warum ist Deutschland den so korrupt? Also ich merke das als Schweizerin ja auch, dass in Deutschland ziemlich viel Vetternwirtschaft herrscht, und zwar so völlig offen, ich glaub in keinem land der Welt kann man sich mit laufendem Korruptionsverfahren noch ins EU-Parlament einkaufen.... van Der Leyen FTW... oder sich an der Covid Pandemie bereichern und ungestraft davon kommen- Maskenaffäre oder Lebenslauf aufpolieren und trotzdem noch als Kanzler Kandidatin zählen... oder e-Zigaretten zu Tode Regulieren mit z.b. einer Steuer auf Glyzerin und Propylenglykohl Industrie Produkte die Hektoliter weise Verwendung finden, aber Zigaretten Werbung weiterhin praktisch Unreguliert laufen lassen also Deutschland ist doch ein Suveräner Staat? Und keine Bananen Republik. Also warum ist das so? Korruption gibts überall logo auch in der Schweiz aber so offen wie in Deutschland, da fallen mir gerade echt keine Beispiele zu ein. 

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daina_25140844
13.08.21 um 2:16
In Antwort auf chaoskeks

Warum ist Deutschland den so korrupt? Also ich merke das als Schweizerin ja auch, dass in Deutschland ziemlich viel Vetternwirtschaft herrscht, und zwar so völlig offen, ich glaub in keinem land der Welt kann man sich mit laufendem Korruptionsverfahren noch ins EU-Parlament einkaufen.... van Der Leyen FTW... oder sich an der Covid Pandemie bereichern und ungestraft davon kommen- Maskenaffäre oder Lebenslauf aufpolieren und trotzdem noch als Kanzler Kandidatin zählen... oder e-Zigaretten zu Tode Regulieren mit z.b. einer Steuer auf Glyzerin und Propylenglykohl Industrie Produkte die Hektoliter weise Verwendung finden, aber Zigaretten Werbung weiterhin praktisch Unreguliert laufen lassen also Deutschland ist doch ein Suveräner Staat? Und keine Bananen Republik. Also warum ist das so? Korruption gibts überall logo auch in der Schweiz aber so offen wie in Deutschland, da fallen mir gerade echt keine Beispiele zu ein. 

Warum Deutschland korrupt ist?

Weil der Kapitalismus ein System ist, welches nicht auf Abschaffung von Elend, sondern auf Outsourcing von Elend gerichtet ist. Diesen Umstand muss man aber verbergen, denn ansonsten könnten sich manche Leute unwohl fühlen. Wer was zu verbergen hat, kann nicht ehrlich sein.

Weil reiche Leute Geld verdienen können, ohne zu arbeiten, indem sie für angelegtes/verliehenes Geld Zinsen einstreichen.

Weil Deutschland von Menschen gesteuert wird. Den Rest kannst du den lieben Gott fragen, der die Menschen macht.

Abgesehen davon haben wir seit Jahrzehnten ein Bildungssystem, in dem nichts hinterfragende, sich durchschlängelnde konformistische, auf Naturwissenschaften und Umgang mit Kompjuter (habs absichtlich so geschrieben) und BWL gerichtete Dünnintelligenz höher bewertet wird als Sozialkompetenz und die Fähigkeit, ethische und politische Probleme zu erfassen und in Anstand zu lösen. Allein der Umstand, dass an den Schulen Fächer wie Ethik und Philosophie und Gesellschaftskunde allenfalls als Nebenfächer unterrichtet werden, während aber zB die sogenannte "Medienkompetenz" ganz groß geschrieben wird, spricht Bände. Sachen wie Alten- und Krankenpflege - darüber lernt man in der Schule gar nichts, obwohl die Gesellschaft überaltert und die, die jetzt jung sind, in viel höherem Maße mit den Folgen des Niedergangs des Sozialstaates und der Überalterung konfrontiert sein werden.

Ich kenne haufenweise Akademiker, die ausserhalb ihres Fachbereichs nicht wirklich in der Lage sind, sinnentnehmend zu lesen und zu denken, sodass sie zwar labern können, aber nicht fähig sind, das Perlatorsieb vom Wasserhahn abzuschrauben und zum Entkalken in Essig zu legen und dafür oder fürs Flusensieb der Waschmaschine einen Fachmann brauchen. Fürs Auswechseln einer Sicherung oder Glühbirne brauchen die einen Elektriker. Im Zimmer die Raufasertapete neu streichen wird als großer Akt angesehen. Sofern sie keine Juristen sind, sind sie verraten und verkauft sobald es zB um juristische Dinge geht und kneifen lieber den Schwanz ein als selbst einen Prozess zu führen. Ein Auswuchs dieses Umstandes ist zB die Tatsache, dass heutzutage viele niedergelassene Apotheker und Ärzte nicht mal mehr zu eigener Buchhaltung und Rechnungstellung und -eintreibung fähig sind und deshalb Abrechnungsgesellschaften beauftragen, denen sie sich de facto ausliefern ohne zu wissen, was die treiben, was dazu führt, dass sie aus allen Wolken fallen wenn mal wieder Patienten falsche/überhöhte Rechnungen bekommen haben, und ausserdem das Geld, das sie von der den Bach hinunter gegangenen Abrechnungsgesellschaft bekommen sollten, verschoben und futsch ist.

Was die Offenheit der Vetternwirtschadt und Korrumpiertheit angeht, sind die deutschen Durchschnittsbürger im Vergleich zu vielen anderen Ländern aber immer noch naive Waisenknaben. Ich denke da an die Behördenapparate von Ländern wie Belarus oder Italien. Von Myanmar und Somalia ganz zu schweigen. Oder was sich Frankreich seinerzeit zB in Ruanda geleistet hat ohne dass von den oberen Chargen irgendwer vor Gericht gestellt worden wäre...

Wenn du was zum Lachen haben willst, empfehle ich Volker Pispers, zB Deutschland und der Leichtsinn:

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D
daina_25140844
13.08.21 um 2:33
In Antwort auf chaoskeks

Warum ist Deutschland den so korrupt? Also ich merke das als Schweizerin ja auch, dass in Deutschland ziemlich viel Vetternwirtschaft herrscht, und zwar so völlig offen, ich glaub in keinem land der Welt kann man sich mit laufendem Korruptionsverfahren noch ins EU-Parlament einkaufen.... van Der Leyen FTW... oder sich an der Covid Pandemie bereichern und ungestraft davon kommen- Maskenaffäre oder Lebenslauf aufpolieren und trotzdem noch als Kanzler Kandidatin zählen... oder e-Zigaretten zu Tode Regulieren mit z.b. einer Steuer auf Glyzerin und Propylenglykohl Industrie Produkte die Hektoliter weise Verwendung finden, aber Zigaretten Werbung weiterhin praktisch Unreguliert laufen lassen also Deutschland ist doch ein Suveräner Staat? Und keine Bananen Republik. Also warum ist das so? Korruption gibts überall logo auch in der Schweiz aber so offen wie in Deutschland, da fallen mir gerade echt keine Beispiele zu ein. 

Zum Thema "offene Korruption" in Deutschland: Dass die Korruption so offen ist bzw so oft auffällt, liegt einerseits daran, dass viele zu dumm und zu naiv sind, sie richtig zu verbergen. Andererseits daran, dass man eh ungestraft davonkommt wenn man bei der Volksverarschung dreist genug ist.

Das Organisationstalent unserer Behörden ist inzwischen so groß, dass sie es nicht mal mehr auf die Reihe bekommen, rechtskräftig verurteilte Straftäter in den Strafvollzug zu bekommen. Es gab schon mehrere Fälle, in denen rechtskräftig verurteilte Straftäter den Staat verklagt haben, um endlich die seit über einem Jahr anstehende Haftstrafe verbüßen zu können, weil sie, solange die Strafe noch aussteht, keinen Job bekommen, und das ihnen durch den Umstand, dass kein Strafbefehl kommt, auferlegte Leben ohne Einkommen als eine Art Doppelbestrafung empfinden. 

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nordlicht0812
nordlicht0812
13.08.21 um 7:25

Ich habe über das Thema weiter nachgedacht und möchte noch zwei Gedanken äußern, ohne auf die letzten Beiträge näher einzugehen, die ich recht gut finde.
Ich glaube der Toleranzbereich jedes einzelnen Menschen ist im Laufe der Zeit sehr viel kleiner geworden ist. Immer mehr Menschen entwickeln die Haltung, das deren Meinung die einzig richtige Meinung ist und nicht eine Meineung von vielen. Jedenfalls empfinde ich das so. Woran das liegt kann ich nicht erklären, aber ist vielleicht durch die vorigen Beiträge erklärbar. Ich sehe jedenfalls alles was ich in diesem Forum schreibe als meine persönliche Meinug, die ich hier äußern, aber niemandem aufzwingen möchte und ich interessiere mich auch für andere Meinungen.

Und dann geht mir noch etwas durch den Kopf, was ich hier schildern möchte:
In zwei verschiedenen Lebensabschnitten bin ich als Vater eines kleinen Mädchens unterwegs (gewesen).
Als junger Mann habe ich eine Stieftochter (Jg. 1984) mit groß gezogen. Wenn ich mit ihr im Alter von 3 Jahren in der Natur unterwegs war und sie musste mal, habe ich ihr einfach die Hose herunter gezogen und sie abgehalten. Das war damals völlig normal und niemand hätte etwas schlimmes dabei gedacht. Heute bin ich der leibliche Vater einer 3-jährigen Tochter (Jg. 2017) und bin heilfroh, das sie blitzschnell gelernt hat sich selbst an- und auszuziehen, weil ich heute Angst hätte sofort unter Verdacht zu geraten.

Ich will damit sagen, das man heute im Gegensatz zu damals als erstes an verwerfliche Dinge denkt und erst wenn das ausgeschlossen werden kann, ist es vielleicht etwas völlig normales. Das kann sicher potentielle Opfer schützen, macht aber auf der anderen Seite die Gesellschaft kaputt.

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vanessa073
13.08.21 um 16:51

Ist nur meine persönliche Meinung, und es fällt mir etwas schwer dies zu erklären. 
Ich denke schon das unsere Gesellschaft noch locker ist. Aber auf der anderen Seite auch verklemmt und krank. 

Ich bin achtfache Mama und mein ältestes Kind ist bereits 23. Denke ich zurück an die Zeiten wie er noch ein Kind war und vergleiche ich die Zeiten mit jetzt habe ich das Gefühl die Menschheit entwickelt sich zum negativen. 

Ehrlich gesagt würde ich in der heutigen Zeit nicht mehr ohne oben rumlaufen. Geschweige denn meine Kinder. In Zeiten der Smartphone Zombies ist man schnell fotografiert oder geflimt. Und das ganze auch dann schnell hochgeladen. 

Allerdings gibt es auch noch richtig schöne Oasen wie ich heute feststellen musste. Ich besuche mit meinen Kindern seit vielen Jahren dasselbe Freibad. Dort dürfen sich die kleineren Kids auch noch unbekleidet im Wasser austoben ohne das jemand was falsches denkt. 
 

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femkom2
13.08.21 um 18:00

Das ist irgendwie schon fast ein wenig, wie in den ach so bewunderten US of A: Einerseits eine Art "Prüderie", die ihresgleichen sucht, hinter geschlossenen Türen dann machen die Frauen im Strip-Club derart die Beine auseinander und holen sich auch schonmal das Gesicht eines ganz vorn am "Schnüffelbalken" sitzenden Gastes in ihr "Dreieck", daß der Gast zwar nichts mehr sehen, aber dafür "alles" riechen und schmecken kann...
Aber wehe, man qagt es, mit einer Bierdose über die Straße zu laufen...
Und auch bei uns hat doch jede/r Smartphonenutzer schon "alles" an Nackheit und Porno - auch in abartig- und strafbewehrten Formen - gesehen.
Insofern ist es geradezu verwunderlich, daß "ansonsten" nicht so viel Freizügigkeit vorherrscht.
Aber wie schon mehrfach angesprochen, ist eben die ständige Anwesenheit der Aufnahmegerät und die abartig Gewohnheit, wirklich "alles und jede/n" und eben auch bei jeder auch ungewollten Situation abzulichten und das dann noch zu "veröffentlichen" sicher ein starker Hinderungsgrund.
Ok, auch "damals" gab's schon den "Spanner" der heimlich mit der Telelinse im Geduscht saß und versuchte, die nackten Brüsten seiner "Angebeteten" o.a. abzulichten.
Normalerweise gab es aber eben nur einige "gewollte" Fotos, die auch nicht Sekunden nach Aufnahme bereits "weltweit" verfügbar waren.
Schöne, neue Welt!?

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daina_25140844
13.08.21 um 22:45
In Antwort auf nordlicht0812

Ich habe über das Thema weiter nachgedacht und möchte noch zwei Gedanken äußern, ohne auf die letzten Beiträge näher einzugehen, die ich recht gut finde.
Ich glaube der Toleranzbereich jedes einzelnen Menschen ist im Laufe der Zeit sehr viel kleiner geworden ist. Immer mehr Menschen entwickeln die Haltung, das deren Meinung die einzig richtige Meinung ist und nicht eine Meineung von vielen. Jedenfalls empfinde ich das so. Woran das liegt kann ich nicht erklären, aber ist vielleicht durch die vorigen Beiträge erklärbar. Ich sehe jedenfalls alles was ich in diesem Forum schreibe als meine persönliche Meinug, die ich hier äußern, aber niemandem aufzwingen möchte und ich interessiere mich auch für andere Meinungen.

Und dann geht mir noch etwas durch den Kopf, was ich hier schildern möchte:
In zwei verschiedenen Lebensabschnitten bin ich als Vater eines kleinen Mädchens unterwegs (gewesen).
Als junger Mann habe ich eine Stieftochter (Jg. 1984) mit groß gezogen. Wenn ich mit ihr im Alter von 3 Jahren in der Natur unterwegs war und sie musste mal, habe ich ihr einfach die Hose herunter gezogen und sie abgehalten. Das war damals völlig normal und niemand hätte etwas schlimmes dabei gedacht. Heute bin ich der leibliche Vater einer 3-jährigen Tochter (Jg. 2017) und bin heilfroh, das sie blitzschnell gelernt hat sich selbst an- und auszuziehen, weil ich heute Angst hätte sofort unter Verdacht zu geraten.

Ich will damit sagen, das man heute im Gegensatz zu damals als erstes an verwerfliche Dinge denkt und erst wenn das ausgeschlossen werden kann, ist es vielleicht etwas völlig normales. Das kann sicher potentielle Opfer schützen, macht aber auf der anderen Seite die Gesellschaft kaputt.

> Ich glaube der Toleranzbereich jedes einzelnen Menschen ist
> im Laufe der Zeit sehr viel kleiner geworden ist. Immer mehr
> Menschen entwickeln die Haltung, das deren Meinung die
> einzig richtige Meinung ist und nicht eine Meineung von
> vielen. Jedenfalls empfinde ich das so. Woran das liegt kann
> ich nicht erklären, aber ist vielleicht durch die vorigen
> Beiträge erklärbar. 


Ich vermute, es hat auch damit zu tun, dass Fähigkeiten
wie Sozialkompetenz immer weniger eingefordert und
deshalb auch nicht beigebracht/gelernt werden.

Da steckt dann bei vielem, was so passiert, nicht ein Wille
zu Bosheit dahinter, sondern das Bestreben, die eigene
Unbeholfenheit zu vertuschen.

Ältere Leute kann man in der Stadt zB problemlos nach dem
Weg fragen und kriegt Auskunft. Aber es kommt immer öfter
vor, dass Leute, die nach dem Weg gefragt werden, die
Fragestellerin/den Fragesteller ignorieren, aufs Smartphone
starren und den Schritt beschleunigen, um möglichst schnell
von der fragenden Person wegzukommen. Wenn ich das sehe,
habe ich öfter den Eindruck, dass da jemand Angst hat, der
Dialog/die Wechselwirkung mit der fragenden Person
könnte zu irgendeiner Art von Überforderung führen.

Oder Blick in den Schulhof: Schon lange vor Corona konnte
man, wenn die Schüler in der großen Pause auf dem
Schulhof waren, zuschauen, wie Kinder nebeneinander
saßen oder standen, sich gegenseitig SMS und später
WhatsApp schickten und dabei das Handy/Smartphone
anlachten anstatt direkt miteinander zu reden.

"Nicht nur durch Medien verursachte, sondern auch
mithilfe von Medien bewerkstelligte Abschottung" nenne ich
das.

Viele Menschen in unserem Land entwickeln ausserhalb vom
oft recht asozialen Schul- bzw Berufsleben ihr Menschenbild
zu einem weit geringeren Teil als früher durch den direkten
Umgang mit realen Menschen und zu einem wesentlich
größeren Teil als früher durch das, was in den diversen
Medien darüber erzählt und auf alle Arten vorgespielt wird,
wie Menschen seien bzw zu sein hätten.

Das mediale Bombardement hat auf Dauer ziemlich
ungesunde Auswirkungen auf den Realitätsbezug vieler
Leute. Es verzerrt das Menschenbild und das Bild vom
wirklichen Leben, was wiederum dazu führt, dass viele
mit sich selbst, zB mit ihrem Aussehen, mit ihrem Leben,
unzufrieden sind und anfangen, sich unzulänglich und
machtlos zu fühlen oder Ängste zu entwickeln, anstatt
wirkliche Selbstsicherheit, gelassene Souveränität und
einen starken Willen.

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schnuckweidev
schnuckweidev
14.08.21 um 13:43

Ich geh auch nicht oben ohne und fühl mich nicht verklemmt. Man nennt es "natürliches Schamgefühl".

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john-doe
14.08.21 um 17:18
In Antwort auf schnuckweidev

Ich geh auch nicht oben ohne und fühl mich nicht verklemmt. Man nennt es "natürliches Schamgefühl".

Finde auch merkwürdig das Freiheit und unverklemmtheit immer mit für andere sichtbare Nacktheit gleichgesetzt wird.

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daina_25140844
14.08.21 um 18:13
In Antwort auf schnuckweidev

Ich geh auch nicht oben ohne und fühl mich nicht verklemmt. Man nennt es "natürliches Schamgefühl".

"Natürliches Schamgefühl" bedeutet für mich, mich dann zu schämen, wenn ich etwas tue/getan habe, was nicht angebracht ist/war.

Würde ich Leute vor den Kopf stossen, indem ich irgendwo nackt oder oben ohne herumlaufe, wo das nicht angebracht ist, und die Leute damit konfrontieren, egal ob es ihnen recht ist oder nicht, zB irgendwo auf einer normalen Straße, zB in einem normalen textilen Schwimmbad, wo man Badekleidung trägt, wäre das ein Grund für Scham.

Laufe ich in einem extra dafür eingerichteten Bereich, den keiner aufsuchen muss, der damit nicht konfrontiert sein will, zB an einem als solchen ausgezeichneten FKK-Strand, oder auf dem Gelände eines FKK-Vereins, oder auch in einem Swingerclub, nackt oder oben ohne herum, muss ich mich der Nacktheit wegen nicht schämen.

Verklemmt finde ich Leute, die allein schon bei dem abstrakten Gedanken, an einem Ort, an dem Nacktheit akzeptiert ist, nackt bzw teilweise unbedeckt gesehen zu werden, hohldrehen anstatt sachlich zu bleiben. Sie müssen da ja nicht hin wenn sie nicht wollen. Ausnahme vielleicht: Muss grade an eine Mitarbeiterin im Unternehmen denken, die mich mal einen geschlagenen Tag lang damit vollgetextet hat, dass sie zum Arzt muss, und dass der, wenn sie sich entblöst, vielleicht was von ihr sehen könnte. Die musste da hin, zum Arzt. Trotzdem fand ich das verklemmt und hab mir gedacht, man kann sich das Leben auch selbst schwermachen.

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daina_25140844
14.08.21 um 18:35
In Antwort auf john-doe

Finde auch merkwürdig das Freiheit und unverklemmtheit immer mit für andere sichtbare Nacktheit gleichgesetzt wird.

Ich widerprech Dir da entschieden:

Insbesondere zB im arktischen Winter oder beim Arbeiten in der Eisengießerei oder beim Schweisen oder beim Vulkankrater oder in der Chemiefabrik sind nur verklemmte unfreie Leute nicht nackt.  

(Um sicher zu gehen, dass sich niemand aufregen muss: Leute, die dieses Statement lesen, sind auf jeden Fall davon ausgenommen, es sei denn, sie würden sich durch das Davon-Ausgenommensein diskriminiert fühlen.)

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daina_25140844
14.08.21 um 19:42
In Antwort auf femkom2

Das ist irgendwie schon fast ein wenig, wie in den ach so bewunderten US of A: Einerseits eine Art "Prüderie", die ihresgleichen sucht, hinter geschlossenen Türen dann machen die Frauen im Strip-Club derart die Beine auseinander und holen sich auch schonmal das Gesicht eines ganz vorn am "Schnüffelbalken" sitzenden Gastes in ihr "Dreieck", daß der Gast zwar nichts mehr sehen, aber dafür "alles" riechen und schmecken kann...
Aber wehe, man qagt es, mit einer Bierdose über die Straße zu laufen...
Und auch bei uns hat doch jede/r Smartphonenutzer schon "alles" an Nackheit und Porno - auch in abartig- und strafbewehrten Formen - gesehen.
Insofern ist es geradezu verwunderlich, daß "ansonsten" nicht so viel Freizügigkeit vorherrscht.
Aber wie schon mehrfach angesprochen, ist eben die ständige Anwesenheit der Aufnahmegerät und die abartig Gewohnheit, wirklich "alles und jede/n" und eben auch bei jeder auch ungewollten Situation abzulichten und das dann noch zu "veröffentlichen" sicher ein starker Hinderungsgrund.
Ok, auch "damals" gab's schon den "Spanner" der heimlich mit der Telelinse im Geduscht saß und versuchte, die nackten Brüsten seiner "Angebeteten" o.a. abzulichten.
Normalerweise gab es aber eben nur einige "gewollte" Fotos, die auch nicht Sekunden nach Aufnahme bereits "weltweit" verfügbar waren.
Schöne, neue Welt!?

Die Sache mit dem Stripclub bzw der Bierdose auf der Straße mag man auf den ersten Blick vielleicht schon doppelmoralisch finden.

Aber es gibt da einen Umstand:

Nämlich die Frage: Bin ich an einem Ort, an dem die Leute mit meinen Verhaltensweisen klarkommen?

Der Stripclub ist ein Areal, welches keiner betreten muss, und welches extra eingerichtet ist für Leute, die es so, wie es dort zugeht, haben wollen. ZB Kinder, die noch nicht einschätzen können, womit sie klarkommen, sollten da nicht reinkommen. Im Stripclub, der genau dafür konzipiert ist, dass ich mich da verhalte, wie ich mich da verhalte, und wo ich davon ausgehen kann, dass die Leute damit klarkommen, kann ich mich so amüsieren, wie man sich dort amüsiert.

Auf der Straße kann ich eben nicht davon ausgehen, dass jede/r mit allem klarkommt. Auf der Straße Bier saufen und Leute verschrecken, die mit der Möglichkeit bzw ggfs Tatsache nicht klarkommen, dass ich sie angesoffen anlabern könnte bzw anlabere, ist nicht okay. 
"Auf die Straße" müssen, ob sie wollen oder nicht, Leute aller Alters- und Reifestufen, in allen möglichen Seins- und Befindlichkeitszuständen, die ausser Haus etwas zu erledigen haben.
Deshalb ist hier hinsichtlich Verhaltensweisen, die mit der Frage in Zusammenhang stehen, womit man Leute ungefragt/unvorbereitet/unverhofft konfrontiert, besondere Rücksichtnahme, Umsicht und Vorsicht angebracht.

Die Doppelbödigkeit, die mich stört, geht von Leuten aus, die so tun als würden sie in diesem Sinne mit etwas nicht klarkommen, obwohl sie damit klarkommen.

Wenn jemand, die/der sich jedes Wochenende durch alle Kneipen säuft, Moralin träufend so tut, als würde der Anblick eines Bierdosenträgers auf der Straße sie/ihn gar fürchterlich traumatisieren, dann ist das doppelbödig.

Wenn jemand, die/der sich durch alle Kneipen säuft, erklärt, in Kneipen zu saufen, die dafür eingerichtet sind, findet sie/er okay, aber auf der Straße, wo man nicht weiss, wie die verschiedenen Leute damit klarkommen, findet sie/er das nicht okay, dann muss diese Sicht auf die Dinge nicht doppelbödig sein.

Wenn jemand, die/der sich jedes Wochenende im Stripclub vergnügt, Moralin träufend so tut, als würde der Anblick eines zu eng geschnürten Busens auf der Straße sie/ihn gar fürchterlich traumatisieren, dann ist das doppelbödig.

Wenn jemand, die/der sich jedes Wochenende im Stripclub vergnügt, erklärt, sich im Stripclub zu vergnügen, der dafür eingerichtet ist, findet sie/er okay, aber die Leute auf der Straße, wo man nicht weiss, wie die verschiedenen Leute damit klarkommen, mal eben mit Nackheit zu konfrontieren, findet sie/er nicht okay, dann muss diese Sicht auf die Dinge nicht doppelbödig sein.

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S
sanftundsinnlich
23.10.21 um 22:44

Ja. Das mit dem FKK stimmt schon. Ich komme aus der DDR und da war das ganz normal. Allerdings weiß ich nicht, ob die Gessellschaft wirklich prüder geworden ist. Heute gibt es dafür andere Dinge. Tantraworkshops für sinnliche Massagen sind z.B. sehr beliebt geworden und auch nicht mehr so weit weg vom Mainstram. Da rennen dann auch alle nackt rum und sogar in einem sexuellen Kontext und die Altersgruppen sind anscheinend sehr gemischt (von Mitte 20 bis Mitte 60). Ist also glaube ich nicht so einfach. Finde ich aber auch merkwürdig, warum FKK so außer Mode gekommen ist (zumindest in Deutschland). Wir waren vor 2 Jahren in Frankreich und da war der FKK-Starnd deutlich bevölkerter als die in Deutschland.

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S
sanftundsinnlich
23.10.21 um 22:49
In Antwort auf lauras1999

Ja du, das frage ich mich auch.
Meine Eltern sind in der DDR aufgewachsen und haben mir viel erzählt. Bis auf wenige Ausnahmen badete man da in Seen und in der Ostsee nackt. Sie schwärmen noch heute vom FKK-Campingplatz in Prerow. Da haben sie mir etwas davon vererbt. Aber FKK gibts heute nur an versteckten Ecken und vielleicht auch noch in Prerow. Ich war als Kind zum letzten mal dort.
Eine Erklärung und damit Antwort auf deine Frage habe ich nicht wirklich. Vielleicht weil es jede Generation anders machen will als die Generation davor. Vielleicht bin ich dafür noch zu jung. Ich darf aber trotzdem sagen, das ich die Verklemmtheit bescheuert finde.

Ganz so schlimm ist es nicht. Es gibt schon noch etliche FKK-Strände. Allerdings lange nicht mehr so viele wie früher. Und es gibt Saunen, die es in der DDR höchstens privat gab. Und die sind mitunter sehr voll.

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S
sanftundsinnlich
23.10.21 um 22:52
In Antwort auf veca_25221824

Ich denke das ist eher eine Einstellungs und Erziehungssache. Bei uns in der Familie war weder Nacktheit noch FKK üblich. Ich bin damit groß geworden das es sich als Frau nicht gehört ihre Brüste der Öffentlichkeit zu präsentieren. Ist bei mir so und ich würde nie oben ohne gehen, geschweigen denn FKK machen.
Für meine Nachbarn dagegen war es schon immer normal FKK zu machen oder im Freibad oben ohne zu laufen.

 Im übrigen weiß ich gar nicht ob es noch erlaubt ist als Frau im Freibad den Oberteil abzulegen. Bei unserem letzten Besuch im Bad ist eine Dame rausgeflogen weil sie sich oben ohne sonnen lassen wollte. Laut Bademeister und Polizei war die Erregung öffentlichen Ärgernisses. 

Oben ohne als Frau war in der Tat vor 20 Jahren viel üblicher als heute. Schon eine seltsame Entwicklung.

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sonnenstern
sonnenstern
24.10.21 um 2:13
In Antwort auf sanftundsinnlich

Ganz so schlimm ist es nicht. Es gibt schon noch etliche FKK-Strände. Allerdings lange nicht mehr so viele wie früher. Und es gibt Saunen, die es in der DDR höchstens privat gab. Und die sind mitunter sehr voll.

Ich bin einfach mal ganz ehrlich - Sauna und FKK ist für mich etwas für ältere Leute, besonders für alte Lüstlinge. Also nicht für mich. 

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S
sanftundsinnlich
24.10.21 um 7:59
In Antwort auf sonnenstern

Ich bin einfach mal ganz ehrlich - Sauna und FKK ist für mich etwas für ältere Leute, besonders für alte Lüstlinge. Also nicht für mich. 

Muß jeder selbst wissen. Für mich ist es einfach Wellness und dazu noch sehr gesund.

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O
otheruli
29.10.21 um 18:18
In Antwort auf sonnenstern

Ich bin einfach mal ganz ehrlich - Sauna und FKK ist für mich etwas für ältere Leute, besonders für alte Lüstlinge. Also nicht für mich. 

So eine pauschalisierte Abwertung von älteren Menschen (v.a. Männern) finde ich schon recht beleidigend, anmaßend und engstirnig.
Passt aber zur Zeit und der heute deutlich prüderen Jugend mit vorgefassten Meinungen.

Nacktheit=Lust? Da kommt der Mensch also schon als Lüstling auf die Welt.

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sonnenstern
sonnenstern
31.10.21 um 15:31
In Antwort auf otheruli

So eine pauschalisierte Abwertung von älteren Menschen (v.a. Männern) finde ich schon recht beleidigend, anmaßend und engstirnig.
Passt aber zur Zeit und der heute deutlich prüderen Jugend mit vorgefassten Meinungen.

Nacktheit=Lust? Da kommt der Mensch also schon als Lüstling auf die Welt.

Nein, das ist keine Abwertung älterer Menschen. Ich bin Mitte 20 und finde den Gedanken nicht prickelnd, dass sich ein älterer Herr in der Sauna an mir aufgeilt. Das ist einfach creepy für mich. Das hat nichts mit prüde zu tun. 

Ich habe von mir selbst nicht den Eindruck prüde zu sein, aber diesen Trend gibt es schon in der jüngeren Generation. Ich bin davon auch nicht unbedingt begeistert und finde es eher einen schlechten Trend.

 

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O
otheruli
31.10.21 um 17:39
In Antwort auf sonnenstern

Nein, das ist keine Abwertung älterer Menschen. Ich bin Mitte 20 und finde den Gedanken nicht prickelnd, dass sich ein älterer Herr in der Sauna an mir aufgeilt. Das ist einfach creepy für mich. Das hat nichts mit prüde zu tun. 

Ich habe von mir selbst nicht den Eindruck prüde zu sein, aber diesen Trend gibt es schon in der jüngeren Generation. Ich bin davon auch nicht unbedingt begeistert und finde es eher einen schlechten Trend.

 

>>Ich bin Mitte 20 und finde den Gedanken nicht prickelnd, dass sich ein älterer Herr in der Sauna an mir aufgeilt. Das ist einfach creepy für mich.<<
Gegen einen Jüngeren hättest du dann also eher nichts? Frage rein interessehalber.

Bin schon was älter, aber wenn ich eine junge Frau in der Sauna treffe, geile ich mich nicht daran auf. Ich fände das genau so unpassend, wenn es ein junger Mann täte, weil es da nicht hingehört. Doch letztlich kann man die Gedanken nicht lesen. Daraus abzuleiten, sich nicht mehr attraktiv zu kleiden oder nicht mehr in eine öffentlich Sauna zu gehen etc. , schränkt doch ganz schön ein, oder?

Wenn man mal einen Blick riskiert, finde ich das nicht schlimm - völlig altersunabhängig. 

Ich glaube je eher, dass die zunehmende Verhüllung tatsächlich mit dem sinkenden Selbstwertgefühl der Menschen zu tun hat: soziale Medien mit ihren idealisierenden (und stark bearbeiteten) Foto-Postings tragen dazu bei, seinen eigenen Körper ungenügend zu finden. Betrifft v.a. Frauen, aber auch zunehmend Männer (wenn es z.B. um die lästigen Penisgrößen-Diskussionen geht).

 

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greenthumb
greenthumb
07.12.21 um 14:24
In Antwort auf lillybeth

Ich verstehe nicht, warum man sich nicht einfach an die Vorgaben halten kann, wenn man schwimmen geht. Es gibt doch genuegend Gelegenheiten oben ohne oder nackt zu schwimmen. Dann geht man eben da hin und nicht wo Badekleidung vorgeschrieben ist. 

Sehe ich genauso! Nicht jeder möchte fremde Menschen nackt rumlaufen sehen! Ich selbst empfinde das als Zumutung, vor allem, wenn es an Plätzen geschieht, die nicht als FKK Bereich ausgewiesen sind. Da kann man ja hingehen und tun, was man möchte. Ansonsten bitte nein! Am schlimmsten sind die Leute, die sich offensiv zeigen, um andere zu provozieren. Die wollen unbedingt im Leben gesehen und beachtet werden, vielleicht weil sie ansonsten "übersehen" werden. Ganz schlimme Gestalten meistens. Also bitte ab damit in den FKK Bereich und gut!

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S
sanftundsinnlich
07.12.21 um 14:32
In Antwort auf greenthumb

Sehe ich genauso! Nicht jeder möchte fremde Menschen nackt rumlaufen sehen! Ich selbst empfinde das als Zumutung, vor allem, wenn es an Plätzen geschieht, die nicht als FKK Bereich ausgewiesen sind. Da kann man ja hingehen und tun, was man möchte. Ansonsten bitte nein! Am schlimmsten sind die Leute, die sich offensiv zeigen, um andere zu provozieren. Die wollen unbedingt im Leben gesehen und beachtet werden, vielleicht weil sie ansonsten "übersehen" werden. Ganz schlimme Gestalten meistens. Also bitte ab damit in den FKK Bereich und gut!

"Ganz schlimme Gestalten" bitte auch nicht in den FKK-Bereich oder die Sauna, sondern irgendwo in die Wüste vielleicht ...

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J
janina3
13.12.21 um 22:12
In Antwort auf femprincess

Es wird heute einfach wahnsinnig viel, extrem sexualisiert. Wenn eine Frau oberkörperfrei rum läuft, verbinden das die aller meisten Leute sofort mit etwas sexuellem. Die Option "Neutral", kommt bei vielen da gar nicht. Weist du?

Ja, stimmt. Ich war diesen Sommer in Berlin, da gab' es Beschwerden, weil sich eine Frau im Freibad Oben-Ohne gesonnt hat. Am Ende kam der Sicherheitsdienst.
Die Beschwerden gab's angeblich, weil sich jemand wegen der in der Nähe spielenden Kinder beschwert hatte.
Völlig Panne!

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carmen12cortez
carmen12cortez
22.12.21 um 20:36

Ohh sehr neuer Beitrag, nett


Ja du, das fragen sich alt so wie jung, es gibt alles über damals ja online zu finden, und was tun wir alle? GENAU surfen surfen surfen


Mich regt das auch auf, bin 23, bisher Single und mit Freunden läufts schlecht, hatte viel Mobbing, klingt erstmal nach okai? sry dafür, aber das zeigt finde ich, da ich auch gleiche storys von zich anderen des Alters kenne, das das Leid schon vor JAhren begann, die ZEit als Disziplin und co wohl immer weniger eine Rolle spielten, mit dabei der Selbstmut und sich selbst zeigen was eh verloren geht

Was seh ich heute draussen, Verkorkste gelangweilte Musik hörende Roboter die ihre Mit Menschen nicht mehr beachten....... BÄH wie unangnehm ist das bitte? Es muss ja nicht jeder immer  mit jedem reden, aber GAR NICHTS??? MEhr als ein gespieltes HEY schafft keiner mehr, aber dann heulen viele wenn se JAhrelang alleine sind, was stimmt nicht mit uns? War das früher so besser? Ich HOFFE es, denn mir fehlt das, die Gesellschaftliche Bindung das gegenseitig Connectet wird,  das man draussen am Bäcker der fremden sagt, HEY was geht, Lust auf nen KAffee`? Sowas findest heute kaum noch

im Westen soll das ja noch besser und etwas leichter sein, oh man, ich befürchte das mit diese neue Welt nicht gefallen

Dann mal noch die DEpressionen der Selbsthass und die Sozialen Phobien bei Jungen Leuten die sich oft bis in die 30er ziehen, in was rutschen wir da bitte rein, WIR sind dafür verantwortlich, scheint nur niemanden zu interessieren, heul heul, das wichtigste fehlt damit immer mehr, das wovon alle und alles gelebt hat, Soziale Bindung, ohne sie wird alles zerbrechen


Du sprichst da noch das mit verboten und dem an das sich eh keiner mehr was traut, ich war nämlich auf der Suche nach Themen über verklemmte Modernheit, DAS MACHT MICH MÜDE, und in so einer Welt will ich eigentlich nicht leben, ich hab mich so auf offene Sozial motivierte Menschen gefreut und heute liest du dauernd von EINSAMKEIT IN DER STADT, Oh Hölle

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greenthumb
greenthumb
23.12.21 um 14:58
In Antwort auf carmen12cortez

Ohh sehr neuer Beitrag, nett


Ja du, das fragen sich alt so wie jung, es gibt alles über damals ja online zu finden, und was tun wir alle? GENAU surfen surfen surfen


Mich regt das auch auf, bin 23, bisher Single und mit Freunden läufts schlecht, hatte viel Mobbing, klingt erstmal nach okai? sry dafür, aber das zeigt finde ich, da ich auch gleiche storys von zich anderen des Alters kenne, das das Leid schon vor JAhren begann, die ZEit als Disziplin und co wohl immer weniger eine Rolle spielten, mit dabei der Selbstmut und sich selbst zeigen was eh verloren geht

Was seh ich heute draussen, Verkorkste gelangweilte Musik hörende Roboter die ihre Mit Menschen nicht mehr beachten....... BÄH wie unangnehm ist das bitte? Es muss ja nicht jeder immer  mit jedem reden, aber GAR NICHTS??? MEhr als ein gespieltes HEY schafft keiner mehr, aber dann heulen viele wenn se JAhrelang alleine sind, was stimmt nicht mit uns? War das früher so besser? Ich HOFFE es, denn mir fehlt das, die Gesellschaftliche Bindung das gegenseitig Connectet wird,  das man draussen am Bäcker der fremden sagt, HEY was geht, Lust auf nen KAffee`? Sowas findest heute kaum noch

im Westen soll das ja noch besser und etwas leichter sein, oh man, ich befürchte das mit diese neue Welt nicht gefallen

Dann mal noch die DEpressionen der Selbsthass und die Sozialen Phobien bei Jungen Leuten die sich oft bis in die 30er ziehen, in was rutschen wir da bitte rein, WIR sind dafür verantwortlich, scheint nur niemanden zu interessieren, heul heul, das wichtigste fehlt damit immer mehr, das wovon alle und alles gelebt hat, Soziale Bindung, ohne sie wird alles zerbrechen


Du sprichst da noch das mit verboten und dem an das sich eh keiner mehr was traut, ich war nämlich auf der Suche nach Themen über verklemmte Modernheit, DAS MACHT MICH MÜDE, und in so einer Welt will ich eigentlich nicht leben, ich hab mich so auf offene Sozial motivierte Menschen gefreut und heute liest du dauernd von EINSAMKEIT IN DER STADT, Oh Hölle

Hej, schwer zu lesen dein Text, aber wenn ich das richtig verstanden habe, klagst du darüber, dass man kaum Kontakt zueinander findet und alle nur noch depressiv herumlaufen. Sehe ich nicht so, was vielleicht aber auch daran liegt, dass ich selbst gerne und oft und schnell auf Leute zugehe! Bin ein extrem kontaktfreudiger und offener Mensch. Denke auch, dass man heute lockerer ist als früher. Da stand man sich eher komplexbeladen gegenüber und achtete auf Abstand und Anstand und viele Dinge "gehörten sich nicht". Offen hat keiner geredet und Höflichkeit war wichtiger als Ehrlichkeit. Heute ist mehr erlaubt und man darf auch anders sein als andere. Die Vorschriften, wie man zu leben hat, haben sich auch verabschiedet. Mein Tipp wäre also: sei du selbst, geh einfach auf andere zu, rechne mit allem und wenn es schief geht, auch nicht schlimm und weitermachen. Ich hab die Erfahrung gemacht, dass man meistens ein Lächeln zurückbekommt, wenn man selbst eins schenkt. Wenn man aber darauf wartet, dass jemand auf einen zukommt, kann es lange dauern! 

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L
levia.
27.12.21 um 22:29

Ich glaube, es liegt an der Oberflächlichkeit der Gesellschaft. Der Reduktion auf das Aussehen. Der/die Eine traut sich ja nicht zu viel zeigen. Man könnte ja zu dick sein. Oder zu dünn, oder zu durchschnittlich....

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