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Wann wird Cannabis endlich auch hierzulande legalisiert?

31. August 2002 um 17:48

So langsam frustet's mich echt...

Die Niederlande, England, Schweiz... Sie alle haben begriffen, und was ist mit Deutschland? Warum kann man hier nicht mal in Ruhe und Frieden sein Tütchen baun?
Es kann doch so schön sein, mit Freunden, mit dem Liebsten, bei Migräne...

Nicht dass ich's brauchen würde. Ich hab jetzt ein halbes Jahr nichts mehr geraucht, da mir einfach die "Quellen" fehlen. Aber es gibt Situationen, wo man denkt: Was wäre das jetzt schön!

Letztens wollt ich eigentlich mit 'ner Freundin gen Westen fahren und zwei, drei Gramm mit rübernehmen. Aber da ich gehört hab, dass die freundlichen Beamten jetzt schon mit Spürhunden durch die Züge aus westlicher Richtung ziehen, ham wir's dann doch gelassen.

Um meinen Job nach dem Studium antreten zu können, brauch ich ein lupenreines Führungszeugnis, und auch ein Verfahren, das wegen "Geringer Menge" eingestellt wurde, würde einen Schandfleck auf der weißen Weste verursachen, der mich hätte umsonst studieren lassen.

Haben wir nicht andere Probleme? Haben die Gesetzgeber nichts besseres zu tun?
Kinderpornographie, sexueller Missbrauch, Gewalt gegenüber Minderheiten; ist ja schließlich alles ein Scheiß gegen Cannabisrauchen.
Und als ob ein Gesetz die Tausende von Rauchern irgendwie kratzen würde...

Wenn man sich sein Kraut selbst anbaut, steht u.U. gleich Knast drauf. Diese undifferenzierte, unverhältnismäßige Drogenpolitik hierzulande kotzt mich echt an. Wem tut man damit weh, wenn man sich mal ein Tütchen baut oder ein Kekschen backt? Warum ist nichtmal ein Gramm für den Eigenbedarf erlaubt? Einschränkungen halte ich für in Ordnung und sinnvoll, aber ein Verbot?

Und von wegen Einstiegsdroge: Ich hätte nie das Verlangen, was anderes auszuprobieren, da ich genau weiß, dass andere Sachen mich physisch und/oder psychisch zugrunde richten würden.

Aber alle paar Wochen mal eine Kleinigkeit rauchen? Warum nicht??? Ist mir persönlich lieber als sich auf irgendwelchen Parties zuzuschütten und dadurch laut oder vielleicht gar aggressiv zu werden.

Warum? warum?? Warum??? Ist es nicht mein "Problem" wenn ich das tun will? Warum nimmt man einem das Recht, sich ein wenig zu berauschen, schöne Situationen hin und wieder zu optimieren?

Bitte nicht falsch verstehen. Ich will hier nicht für den Konsum werben. Wer's nicht will, soll's lassen. Und Missbrauch ist immer scheiße, egal ob es um Alkohol, Cannabis oder andere Sachen geht. Und wer mit Opiaten anfängt, der ist schlicht selbst schuld.

Aber ich fühl mich einfach in meiner Freiheit eingeschränkt, nach meiner Fasson selig zu werden.

Es musste einfach mal raus. Legalize it!

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31. August 2002 um 17:58

Genau
unterschreib

Knurpsel

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4. September 2002 um 11:21

Meine Rede!
Dann soltest du hier unbedingt mal vorbeischaun (falls du es noch nicht getan hast):

http://www.hanf-fuer-alle.de/100.000/

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4. September 2002 um 14:51

Das ist mal wieder...
...das typische Gelaber von Leuten, die keine Ahnung haben, und alle Drogen in einen Pott schmeißen. Hast du's überhaupt schonmal selbst ausprobiert?
Falls nicht, dann gib hier nicht so'n vorurteilsbeladenes Gesülze von dir.
Vermutlich hast du höchstens von einem Bekannten eines Freundes gehört, dass dessen Schwester jemanden kennt, der Fixer ist und in seiner Jugend mal Hasch konsumiert hat.

Warum betrachtest du Hasch als eine Einstiegsdroge? Dieses Vorurteil ist längst wiederlegt.
1. Fangen die meisten Leute nicht mit Hasch oder Gras an, sondern mit legalen Drogen. Insofern müsste Alkohol als Einstiegsdroge gesehen werden oder die erste heimlich gerauchte Zigarette hinter den Büschen am Schulhof. Nur werden solche Dinge nicht als Einstiegsdroge betrachtet weil sie legal sind, somit gesellschaftlich akzeptiert. Und alle Gefahren, die sie bergen, werden auch nicht ernst genommen. Schließlich kippt ja jeder mal sein Bierchen.

2. Ob man von Cannabis auf andere Sachen "umsteigt" hängt von vielen Faktoren ab. Von der Persönlichkeit des Betreffenden, von den Motiven, aus denen heraus er es konsumiert etc.

Ich will hier jetzt auch echt keine Diskussion anfangen. Alles was ich dazu noch sagen will:
Wenn du nicht kiffen willst, dann lass es. Jeder wie er will. Aber lass den Kiffern ihren Joint.

Aber bevor du weiterhin gegen's kiffen wetterst, informier dich bitte vorher vernünftig. Du findest genug Material im Netz.

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4. September 2002 um 15:32

Also,
ich komme ursprünglich aus der Nähe von Aachen nahe der holländischen Grenze. Und ich bin auch der Ansicht, dass Cannabis hierzulande dringend legalisiert werden sollte. Ich habe halt gesehen, wie das in Holland läuft, und ich kann nur sagen, die haben es richtig gemacht.

1. In den Coffeeshops wird das Zeug kontrolliert, es gibt keine Dealereien mehr mit gestrecktem Stoff zu überhöhten Preisen. Wer da noch vom Dealer von der Strasse kauft, ist echt blöd. In den Coffeeshops weiss man wirklich, was drin ist.

Allerdings ist es mittlerweile wirklich so, dass die deutsche Polizei ständig deutsche Autos anhält, die gerade aus Holland kommen. Die warten halt nur darauf, also am besten nichts rüberschmuggeln. Lieber in Holland rauchen und ohne Stoff in der Jacke nach Hause fahren.

2. Ich bin nicht der Ansicht, dass es eine Einstiegsdroge ist. Das ist Müll. Ich bin darüber hinaus der Meinung, dass Alkohol um einiges gefährlicher ist und schneller zur Abhängigkeit führt als Haschisch.

3. Cannabis ist auch medizinisch wirksam (ich nehme an, hier in Deutschland immer noch nicht in der Medizin eingesetzt). Mit Cannabis lassen sich bestimmte Symptome verbessern (Beispiel: MS). Das hat sich in einer Testreihe bestätigt.

Es wird höchste Zeit, dass wir es den Niederlanden nachmachen (die haben übrigens noch andere tolle Gesetze, die wir hier mal dringend einführen sollten, aber das ist ein anderes Thema).

Also, kann mich den meisten Beiträgen hier nur anschliessen.

Gruß
Parfum

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4. September 2002 um 19:22

Sorry,...
...das ist wohl etwas aggressiver rübergekommen als es gemeint war.

Ich kann nur einfach diesen Einstiegsdrogenquatsch nicht mehr hören, der durchgängig von Leuten kommt, die mit dieser Droge überhaupt keine Erfahrung haben. Andernfalls kämen sie eben auch nicht auf die Idee, gerade Cannabis als DIE Einstiegsdroge schlechthin zu bezeichnen.

Ich denke auch nicht, dass man, wird C. legalisiert, die Hemmschwelle für andere Drogen herabsetzt.
Es gibt gute Gründe dafür, andere Sachen nicht zu legalisieren. Das sehe ich ja ein. Aber nicht umsonst wird C. als "weiche" Droge bezeichnet. Körperliche Schäden sind so gut wie keine zu befürchten. Psychische nur bei Dauerkonsum. Alkohol macht Birne hohl und physisch krank und körperlich abhängig. Das kann er zumindest.

Ich bin mit einer Drogenberaterin befreundet, und selbst sie steht Cannabis nicht feindlich gegenüber, betont, dass es dem Körper nicht mehr schadet als Nikotin, räumt höchstens ein, dass es die Psyche verändern kann bei Abusus. Aber wie ich schon sagte: Missbrauch ist immer schädlich.

Um nochmal auf deine befürchtete Legalisierungswelle einzugehen: Die ist mit Sicherheit nicht zu befürchten. Das XTC einigermaßen harmlos ist, bezweifle ich. Du kannst in jedem Auklärungsheftchen nachlesen wie kolossal es Kreislauf und Nervensystem schädigt, und zwar irreparabel. Du weißt außerdem nie, was reingepanscht ist. So'n Pillchen hat schon so manch einer mit dem Leben bezahlt.
Hast du dagegen schonmal gehört, dass jemand nach Cannabiskonsum ins Gras gebissen hat?

Nein, die Legalisierung ist einfach überfällig. Und zwar nur für Cannabis. Von anderen Sachen (Halluzinogene, Opiate) redet hier ja keiner. Und das aus gutem Grund.

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4. September 2002 um 21:33
In Antwort auf vada_12683779

Also,
ich komme ursprünglich aus der Nähe von Aachen nahe der holländischen Grenze. Und ich bin auch der Ansicht, dass Cannabis hierzulande dringend legalisiert werden sollte. Ich habe halt gesehen, wie das in Holland läuft, und ich kann nur sagen, die haben es richtig gemacht.

1. In den Coffeeshops wird das Zeug kontrolliert, es gibt keine Dealereien mehr mit gestrecktem Stoff zu überhöhten Preisen. Wer da noch vom Dealer von der Strasse kauft, ist echt blöd. In den Coffeeshops weiss man wirklich, was drin ist.

Allerdings ist es mittlerweile wirklich so, dass die deutsche Polizei ständig deutsche Autos anhält, die gerade aus Holland kommen. Die warten halt nur darauf, also am besten nichts rüberschmuggeln. Lieber in Holland rauchen und ohne Stoff in der Jacke nach Hause fahren.

2. Ich bin nicht der Ansicht, dass es eine Einstiegsdroge ist. Das ist Müll. Ich bin darüber hinaus der Meinung, dass Alkohol um einiges gefährlicher ist und schneller zur Abhängigkeit führt als Haschisch.

3. Cannabis ist auch medizinisch wirksam (ich nehme an, hier in Deutschland immer noch nicht in der Medizin eingesetzt). Mit Cannabis lassen sich bestimmte Symptome verbessern (Beispiel: MS). Das hat sich in einer Testreihe bestätigt.

Es wird höchste Zeit, dass wir es den Niederlanden nachmachen (die haben übrigens noch andere tolle Gesetze, die wir hier mal dringend einführen sollten, aber das ist ein anderes Thema).

Also, kann mich den meisten Beiträgen hier nur anschliessen.

Gruß
Parfum

Hallo Parfum
Zu Punkt 3. in Deinem Beitrag, habe ich gefunden:


THC, Dronabinol, Marinol

Seit dem 1. Februar 1998 ist Dronabinol in Deutschland auf einem Betäubungsmittelrezept rezeptierfähig. Dronabinol ist der internationale Freiname für das pharmakologische wirksame trans – Isomer des Delta – 9 – Tetrahydrocannabinol, dem wichtigsten psychotropen Inhaltsstoff der Hanfpflanze. Es wird gern Delta – 9 – THC oder THC abgekürzt. In der Schweiz und Österreich besteht bisher keine Möglichkeiten zur Rezeptierung einzelner Cannabinoide.

Das weltweit bisher einzige Dronabinol – Präparat ist das in den USA hergestellte und dort zugelassene Marinol. Marinol wird geliefert als weiche runde Gelatinekapsel, die 2,5 mg, 5 mg oder 10 mg synthetisch hergestelltes Dronabinol, gelöst in Sesamöl, enthält. Die 2,5 mg Kapseln sind erhältlich in Packungsgrößen zu 25, 60 und 100 Kapseln, die 5 mg Kapseln in Größen zu 25 und 60, die 10 mg Kapseln in Packungsgrößen zu 25 und 100 Kapseln.

Indikationen: Die therapeutische Verwendung von Marinol ist in den USA auf zwei Indikationen beschränkt: Appetitlosigkeit bei Gewichtsverlust von Aids – Patienten sowie Übelkeit und Erbrechen bei Krebschemotherapie, die mit anderen Medikamenten nicht zu beherrschen waren. Das deutsche Gesetz sieht eine derartige Beschränkung nicht vor. Dronabinol kann bei jedem Krankheitszustand rezeptiert werden, bei der sich der behandelnde Arzt einen Behandlungserfolg verspricht. Die Behandlung fällt unter die Therapiefreiheit und gilt als individueller Heilversuch. Mögliche Indikationen für Dronabinol entsprechen denen von Cannabis: Spastik, Bewegungsstörungen, Schmerzzustände, Übelkeit und Erbrechen, Appetitlosigkeit und Abmagerung etc.

Nebenwirkungen: Die Nebenwirkungen von THC bzw. Marinol entsprechen weitgehend denen natürlicher Cannabisprodukte. Direkte wissenschaftliche Vergleiche liegen allerdings nicht vor.

Dosierung: Unterschiedliche Indikationen verlangen unterschiedliche Dosierungen zur Erzielung eines befriedigenden Effektes. Die interindividuelle Ansprechbarkeit ist groß. Daher ist zur Erzielung eines optimalen therapeutischen Effektes die Ermittlung der besten individuellen Dosierung wichtig. Wenn möglich sollte zur Vermeidung unerwünschter Nebenwirkungen – hier sind vor allem die psychischen Wirkungen und die Wirkungen auf das Herzkreislaufsystem zu nennen – eine einschleichende Dosierung erfolgen. Begonnen werden kann beispielsweise mit 2 x 2,5 mg, 1 x 5 mg oder 2 x 5 mg THC pro Tag. Bei Bedarf ist eine Steigerung auf 50 mg täglich und mehr möglich. Eine wirksame brechreizhemmende Behandlung verlangt Dosierungen von 5 mg THC pro Quadratmeter Körperoberfläche 1-2 Stunden vor Beginn der Chemotherapie und dann alle 3-4 Stunden vier- bis sechsmal täglich.

Kosten Marinol ist sehr teuer, etwa 30 bis 50 Mal teurer als das THC in natürlichen Cannabisprodukten wie Marihuana oder Haschisch. Die kleinste Packung, 25 Kapseln zu 2,5 mg, kostet etwa 700 DM, so dass sich Behandlungskosten von monatlichen mehrere hundert bis mehrere tausend Mark ergeben.



TaoTao

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4. September 2002 um 21:36
In Antwort auf lilo_12313314

Hallo Parfum
Zu Punkt 3. in Deinem Beitrag, habe ich gefunden:


THC, Dronabinol, Marinol

Seit dem 1. Februar 1998 ist Dronabinol in Deutschland auf einem Betäubungsmittelrezept rezeptierfähig. Dronabinol ist der internationale Freiname für das pharmakologische wirksame trans – Isomer des Delta – 9 – Tetrahydrocannabinol, dem wichtigsten psychotropen Inhaltsstoff der Hanfpflanze. Es wird gern Delta – 9 – THC oder THC abgekürzt. In der Schweiz und Österreich besteht bisher keine Möglichkeiten zur Rezeptierung einzelner Cannabinoide.

Das weltweit bisher einzige Dronabinol – Präparat ist das in den USA hergestellte und dort zugelassene Marinol. Marinol wird geliefert als weiche runde Gelatinekapsel, die 2,5 mg, 5 mg oder 10 mg synthetisch hergestelltes Dronabinol, gelöst in Sesamöl, enthält. Die 2,5 mg Kapseln sind erhältlich in Packungsgrößen zu 25, 60 und 100 Kapseln, die 5 mg Kapseln in Größen zu 25 und 60, die 10 mg Kapseln in Packungsgrößen zu 25 und 100 Kapseln.

Indikationen: Die therapeutische Verwendung von Marinol ist in den USA auf zwei Indikationen beschränkt: Appetitlosigkeit bei Gewichtsverlust von Aids – Patienten sowie Übelkeit und Erbrechen bei Krebschemotherapie, die mit anderen Medikamenten nicht zu beherrschen waren. Das deutsche Gesetz sieht eine derartige Beschränkung nicht vor. Dronabinol kann bei jedem Krankheitszustand rezeptiert werden, bei der sich der behandelnde Arzt einen Behandlungserfolg verspricht. Die Behandlung fällt unter die Therapiefreiheit und gilt als individueller Heilversuch. Mögliche Indikationen für Dronabinol entsprechen denen von Cannabis: Spastik, Bewegungsstörungen, Schmerzzustände, Übelkeit und Erbrechen, Appetitlosigkeit und Abmagerung etc.

Nebenwirkungen: Die Nebenwirkungen von THC bzw. Marinol entsprechen weitgehend denen natürlicher Cannabisprodukte. Direkte wissenschaftliche Vergleiche liegen allerdings nicht vor.

Dosierung: Unterschiedliche Indikationen verlangen unterschiedliche Dosierungen zur Erzielung eines befriedigenden Effektes. Die interindividuelle Ansprechbarkeit ist groß. Daher ist zur Erzielung eines optimalen therapeutischen Effektes die Ermittlung der besten individuellen Dosierung wichtig. Wenn möglich sollte zur Vermeidung unerwünschter Nebenwirkungen – hier sind vor allem die psychischen Wirkungen und die Wirkungen auf das Herzkreislaufsystem zu nennen – eine einschleichende Dosierung erfolgen. Begonnen werden kann beispielsweise mit 2 x 2,5 mg, 1 x 5 mg oder 2 x 5 mg THC pro Tag. Bei Bedarf ist eine Steigerung auf 50 mg täglich und mehr möglich. Eine wirksame brechreizhemmende Behandlung verlangt Dosierungen von 5 mg THC pro Quadratmeter Körperoberfläche 1-2 Stunden vor Beginn der Chemotherapie und dann alle 3-4 Stunden vier- bis sechsmal täglich.

Kosten Marinol ist sehr teuer, etwa 30 bis 50 Mal teurer als das THC in natürlichen Cannabisprodukten wie Marihuana oder Haschisch. Die kleinste Packung, 25 Kapseln zu 2,5 mg, kostet etwa 700 DM, so dass sich Behandlungskosten von monatlichen mehrere hundert bis mehrere tausend Mark ergeben.



TaoTao

Nachtrag..
Heute mittag hatte ich schon einen ellenlangen Text geschrieben, aber der PC machte nicht mehr mit..
So viel nur:
Legalize it!
TaoTao

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4. September 2002 um 21:57

Wieso stolz?
Ich wär nicht unbedingt begeistert, wenn mein Kind mit 12 schon anfangen würde mit Kiffen, da man in dem Alter noch nicht unbedingt "gefestigt" ist und damit umzugehen weiß, und weil Dope nunmal keine Schokolade ist.
Aber ich find's ganz normal, dass man ab einem gewissen Alter Erfahrungen mit sowas macht, um dann entscheiden zu können, ob es einem zusagt oder nicht.
Mir wär's vor allem wichtig, mein Kind über solche Dinge aufzuklären, statt mit dem erhobenen Zeigefinger anzukommen.

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5. September 2002 um 0:18

Hoi tresserl
weiß nicht wie die gesetze bei euch aussehen... in österreich ist es auf alle fälle absolut besch...eiden...

du DARFST shit rauchen... aber besitzen darf mans nicht... mhm... blöd... wie will ich etwas legal rauchen, wenn ich es nur illegal besitzen darf *ob der, der das gesetz entworfen hat, ganz nüchtern war*grübel*

in österreich ist die verfolgung der cannabiskonsumenten unterschiedlich... wird man in wien mit ein paar grämmle ("eigenbedarf") erwischt, dann kommt es drauf an, wie der ordnungshüter drauf ist... ist er "locker" und du hast glück, dann lässt er dir dein zeug und du kannst nach einem "du weißt aber schon, dass es nicht legal ist" ohne amtshandlung von dannen ziehen ... wennst pech hast, dann nimmt er dirs ab und wenns ganz blöd hergeht, dann bekommst eine anzeige (die wegen geringfügigkeit) wieder eingestellt wird)...

im "wilden westen" (tirol, vorarlberg) hingegen geht es härter zu... da muss man schon damit rechnen, dass man seinen führerschein los ist, wenn man mit hanf erwischt wird... egal ob du eingekifft gefahren bist oder nicht... das ist nicht relevant... hier sind die hüter des gesetzes viel strenger

liebe grüße, paindl__________|)))~~~

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5. September 2002 um 0:25

Hoi layla
ich hoff doch, dass ich zu meinen (noch?nicht vorhandenen) kindern mal so ein vertrauensverhältnis habe, dass wir über rauscherzeugende substanzen sprechen, BEVOR sie sie probieren und wenn sie dann geraucht haben, dann freu ich mich darüber, dass sie das vertrauen zu mir haben, dass sie mir von ihren erlebnissen angstfrei erzählen können, auch wenn es etwas illegales ist...

liebe grüße, painderl

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5. September 2002 um 0:51

Nochmal hoi layla
mhm... der vergleich shit (hasch, cannabis, hanf, dope,...) - xtc hinkt ein wenig... nein... nicht ein wenig, er ist fast lahm...

ich hab noch NIEMALS gehört, gelesen, berichtet bekommen, dass jemand aufgrund von shit gestorben ist... xtc hat schon einige tote gefordert...

weiters erzeugt shit keine physische abhängigkeit... xtc garwohl...

meinem empfinden nach ist shit auch wesentlich harmloser als alk... ausserdem ist der rausch ein angenehmerer und am nächsten tag ist man zwar ein wenig müde, aber nicht so verkatert und übel zugerichtet, wie nach einem alkvollrausch...

ich würde niemanden raten, dass er dies oder jenes konsumieren soll... am besten ist es auf alle fälle, wenn man ohne bewußtseinsverändernden substanzen leben kann... aber der mensch ist nunmal ein genussspecht

wegen deiner sorge, dass irgendwann dann auch die harten drogen legalisiert werden... mhm... teilweise ist es doch schon so... in ö zumindest... hier werden substitutionsmedikamente ausgegeben... der großteil der substituierten patienten konsumieren jedoch weiterhin auch illegale substanzen... dies hat mehrere gründe... zum einen weil ihnen der "kick" fehlt... vom substitol, methadon, supertex,... werden sie nicht high... zum anderen sind junkies nadelgeil... allein das ritual des spritzens gibt ihnen schon ein kick... die substitutionsmedikamente werden entweder als pillen oder als saft eingenommen...

ich kenn einige substitutler, die sich das zeug intravenös geben... nicht täglich, aber doch dann und wann... die gefahr dabei ist, dass bei manchen submeds die substanz in wachsperlen "verpackt" ist und sie es niemals schaffen, dass sie das ganze wachs rausfiltern... sprich sie spritzen sich mehr oder weniger geringe mengen (je nachdem wie genau "gearbeitet" wird)wachs mit... was das für den körper bedeutet kannst du dir sicher vorstellen...

ich persönlich würde es sinnvoller finden, wenn statt der submeds heroin KONTROLLIERT abgegeben werden würde... durch gleichbleibende qualität des stoffes sind die leute mit heroin genauso arbeitsfähig, wie mit den submeds... weiters ist der entzug von heroin & kokain um ein vielfaches einfacher und weniger schmerzhafter als von den submeds... es ist ein ammenmärchen, dass der entzug von submeds leichter als von heroin und kokain ist...

das shit die einstiegsdroge nr. 1 ist, ist völliger blödsinn... kein einziger meiner junkies hat mit shit begonnen... ALLE hatten zumindest einmal einen vollrausch davor und rauchten davor normale zigis... somit sind wohl tabak und alk die einstiegsdrogen nr. 1...

solange es die menschheit gibt, gibt es substanzen, mit denen sie sich zudröhnen... es ist mehr als naiv zu glauben, dass man irgendwann die menschheit drogenfrei bekommt... das wird nie gelingen... und je mehr verboten ist, umso mehr wird (wenn auch heimlich) konsumiert... ala prohibition in usa...

nochmals liebe grüße, eine dir absolut keinen vorwurf machende und nicht aggressive pain

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5. September 2002 um 10:18

Eben.
Die Kriminalisierung nutzt niemandem, aber schadet den vielen netten harmlosen Leuten, die wegen solch einer Sache als kriminell abgestempelt werden.

Mag schon sein, das die Polizei auch mal wegsieht, grad so auf Festivals, wo man scharenweise über Grüppchen stolpert, die friedlich ihr Gras rauchen.
In anderer Umgebung ist das aber eine andere Sache. Ich denke da an die Leute, die zu unseren liberalen Nachbarn rüberfahren und sich ein bisschen was mit hinübernehmen wollen. Die Kontrollen um die Grenze herum sind, so scheint es mir, in letzter Zeit arg verschärft worden.
Die einen haben Glück, aber die anderen...

Ich kann's mir jedenfalls nicht leisten, auch nur ein einziges Mal erwischt zu werden, und es ist schon echt übel, wenn einem wegen sowas die Zukunft versaut wird.

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5. September 2002 um 11:33
In Antwort auf banu_12743647

Das ist mal wieder...
...das typische Gelaber von Leuten, die keine Ahnung haben, und alle Drogen in einen Pott schmeißen. Hast du's überhaupt schonmal selbst ausprobiert?
Falls nicht, dann gib hier nicht so'n vorurteilsbeladenes Gesülze von dir.
Vermutlich hast du höchstens von einem Bekannten eines Freundes gehört, dass dessen Schwester jemanden kennt, der Fixer ist und in seiner Jugend mal Hasch konsumiert hat.

Warum betrachtest du Hasch als eine Einstiegsdroge? Dieses Vorurteil ist längst wiederlegt.
1. Fangen die meisten Leute nicht mit Hasch oder Gras an, sondern mit legalen Drogen. Insofern müsste Alkohol als Einstiegsdroge gesehen werden oder die erste heimlich gerauchte Zigarette hinter den Büschen am Schulhof. Nur werden solche Dinge nicht als Einstiegsdroge betrachtet weil sie legal sind, somit gesellschaftlich akzeptiert. Und alle Gefahren, die sie bergen, werden auch nicht ernst genommen. Schließlich kippt ja jeder mal sein Bierchen.

2. Ob man von Cannabis auf andere Sachen "umsteigt" hängt von vielen Faktoren ab. Von der Persönlichkeit des Betreffenden, von den Motiven, aus denen heraus er es konsumiert etc.

Ich will hier jetzt auch echt keine Diskussion anfangen. Alles was ich dazu noch sagen will:
Wenn du nicht kiffen willst, dann lass es. Jeder wie er will. Aber lass den Kiffern ihren Joint.

Aber bevor du weiterhin gegen's kiffen wetterst, informier dich bitte vorher vernünftig. Du findest genug Material im Netz.

Macht dich
dein joint so aggressiv??? Doch vernebeltes Hirn *g*

Ich hab es mal probiert als 20 Jahre alt war und genutzt hat es nichts. War einfach nur so lala. Mach nur weiter so, und ich lass es. Jeder, wie er will. Allerdings hast Du Dich ganz schön im Ton vergriffen, da war die Wirkung vom Joint wohl net mehr stark genug.

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5. September 2002 um 11:56

LEGALIZE IT !
High Spoilingenergy !!!

Deine Wut verstehe ich zu gut.
Ich selbst habe mich durch die verquere GesetztesLage eben auf Eigenanbau speziallisiert.
*grünen Daumen hat *
Aber es ist eigentlich kein Problem über die Grenzen zu kommen. NL und so.
Ich weiß leider nicht wo du herkommst...?
Können uns ja gerne mal in Ruhe drüber unterhalten, schreib mir halt ne Mail, wenn Du interesse hast !

So long - So High
LG v. *grasblättle*
(der Name ist Programm *fg*)

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5. September 2002 um 11:59
In Antwort auf Grasblaettle

LEGALIZE IT !
High Spoilingenergy !!!

Deine Wut verstehe ich zu gut.
Ich selbst habe mich durch die verquere GesetztesLage eben auf Eigenanbau speziallisiert.
*grünen Daumen hat *
Aber es ist eigentlich kein Problem über die Grenzen zu kommen. NL und so.
Ich weiß leider nicht wo du herkommst...?
Können uns ja gerne mal in Ruhe drüber unterhalten, schreib mir halt ne Mail, wenn Du interesse hast !

So long - So High
LG v. *grasblättle*
(der Name ist Programm *fg*)

Öhm
um mir zu schreiben brauchst du meine email- addy lol - sorry...
hihi
grasblaettle@gofeminin.de

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