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Von zu Hause ausziehen

12. Juni 2003 um 8:48

Ich weiss nicht recht ob ich hier richtig bin, aber wo sonst könnt ich mein 'problem' reinschreiben.

ich werde im oktober 21 und ich ziehe nächsten monat von zu hause aus. ich werde mit meinem freund zusammen ziehen. auf die eine art freue ich mich mit meinem freund zu wohnen, nahe zur arbeit zu haben, in der stadt zu wohnen etc. aber andererseits vermisse ich mein zu hause jetzt schon. den garten, das haus, das alleine sein, mein zimmer. ich hab keine probleme zu hause und ich bin auch gerne da. ich weiss nicht recht ob es die richtige entscheidun ist, auszuziehen. bin ich noch nicht bereit, oder ist es immer so, wen man von zu hause auszieht (wen man gern zu hause ist). werd ich mich schnell daran gewöhnen? ach.....

grüssle

fem

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12. Juni 2003 um 9:27

Unterschiedlich
Hallo femilein,

was hat denn den Ausschlag gegeben, dass du dich entschieden hast, auszuziehen?
So abgedroschen es sich mittlerweile auch anhören mag, aber sieh es positiv. Mit ganzem Herzen positiv: Hebe die schönen Seiten hervor, die dich erwarten, die Vorteile, das Nützliche, Praktische, Bequeme.
Und verdränge deine Befürchtungen nicht, im Gegenteil, schau sie dir von allen Seiten genau an. Lass los, trauer, sei wehmütig ... das gehört dazu.
Da du von zuhause ausziehst, verlierst du ja nichts. Es hört sich auch so an, als würden deine Eltern nicht weit weg von eurer neuen Wohnung wohnen, oder?

Hm, bei mir war es so, das ich es kaum erwarten konnte, auszuziehen. Ich hatte das Gefühl, keinen Tag länger mit meinen Eltern unter einem Dach wohnen zu können
Aber abgesehen von den Differenzen habe ich mich auch darauf gefreut, "selbständig" zu sein. Mein altes heißgeliebtes Zimmer habe ich recht schnell vergessen, als ich mir meine Wohnung eingerichtet habe - sie war um so vieles schöner ... bist du schon am Renovieren? Diese Zeit ist sehr hilfreich, um sich ganz behutsam mit der neuen Bleibe vertraut zu machen. Und dann kannst du sehen, wie dein Zuhause wächst und gedeiht ... wie du dir deinen Wohlfühlort selbst gestaltest.

Man entwickelt ganz schnell neue Rituale. Unseren Riesengarten habe ich auch vermisst ... allerdings nicht lange, denn ich habe schnell neue Lieblingsplätze gefunden. Habt ihr einen Balkon? Das kann oft viel gemütlicher sein.

Das Alleine-Sein ... Zusammenleben heißt ja nicht, dass man Tag und Nacht aufeinander hockt. Wie groß ist denn die Wohnung? Habt ihr ein gemeinsames Schlafzimmer oder soll jeder ein eigenes Zimmer beziehen? Wenn die Wohnung groß genug ist, ist letzteres nicht die übelste Lösung.
Ansonsten würde ich schon beim Einrichten darauf achten, dass es immer einen Rückzugsort gibt. Dass man sich alleine mit einem guten Buch verkrümeln kann und die Tür zumachen kann. Und dass dieser Ort schön und gemütlich ist, damit man sich in seinen eigenen 4 Wänden nicht "vertrieben" vorkommen muss.

Eigentlich ist die Zeit "dazwischen" am gemeinsten, oder? Du wohnst noch nicht in der neuen Wohnung, bist aber schon mit einem kleinen Teil deines Herzens ausgezogen ...
Ich würde diese nicht-Fisch-noch-Fleisch-Phase dafür nutzen, um Wohnideen zu sammeln und durch Einrichtungshäuser zu laufen ... das macht großen Spaß, weil man weiß, dass man demnächst sooo viele Möglichkeiten haben wird.

LG von peas

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12. Juni 2003 um 13:00
In Antwort auf winnie_12164884

Unterschiedlich
Hallo femilein,

was hat denn den Ausschlag gegeben, dass du dich entschieden hast, auszuziehen?
So abgedroschen es sich mittlerweile auch anhören mag, aber sieh es positiv. Mit ganzem Herzen positiv: Hebe die schönen Seiten hervor, die dich erwarten, die Vorteile, das Nützliche, Praktische, Bequeme.
Und verdränge deine Befürchtungen nicht, im Gegenteil, schau sie dir von allen Seiten genau an. Lass los, trauer, sei wehmütig ... das gehört dazu.
Da du von zuhause ausziehst, verlierst du ja nichts. Es hört sich auch so an, als würden deine Eltern nicht weit weg von eurer neuen Wohnung wohnen, oder?

Hm, bei mir war es so, das ich es kaum erwarten konnte, auszuziehen. Ich hatte das Gefühl, keinen Tag länger mit meinen Eltern unter einem Dach wohnen zu können
Aber abgesehen von den Differenzen habe ich mich auch darauf gefreut, "selbständig" zu sein. Mein altes heißgeliebtes Zimmer habe ich recht schnell vergessen, als ich mir meine Wohnung eingerichtet habe - sie war um so vieles schöner ... bist du schon am Renovieren? Diese Zeit ist sehr hilfreich, um sich ganz behutsam mit der neuen Bleibe vertraut zu machen. Und dann kannst du sehen, wie dein Zuhause wächst und gedeiht ... wie du dir deinen Wohlfühlort selbst gestaltest.

Man entwickelt ganz schnell neue Rituale. Unseren Riesengarten habe ich auch vermisst ... allerdings nicht lange, denn ich habe schnell neue Lieblingsplätze gefunden. Habt ihr einen Balkon? Das kann oft viel gemütlicher sein.

Das Alleine-Sein ... Zusammenleben heißt ja nicht, dass man Tag und Nacht aufeinander hockt. Wie groß ist denn die Wohnung? Habt ihr ein gemeinsames Schlafzimmer oder soll jeder ein eigenes Zimmer beziehen? Wenn die Wohnung groß genug ist, ist letzteres nicht die übelste Lösung.
Ansonsten würde ich schon beim Einrichten darauf achten, dass es immer einen Rückzugsort gibt. Dass man sich alleine mit einem guten Buch verkrümeln kann und die Tür zumachen kann. Und dass dieser Ort schön und gemütlich ist, damit man sich in seinen eigenen 4 Wänden nicht "vertrieben" vorkommen muss.

Eigentlich ist die Zeit "dazwischen" am gemeinsten, oder? Du wohnst noch nicht in der neuen Wohnung, bist aber schon mit einem kleinen Teil deines Herzens ausgezogen ...
Ich würde diese nicht-Fisch-noch-Fleisch-Phase dafür nutzen, um Wohnideen zu sammeln und durch Einrichtungshäuser zu laufen ... das macht großen Spaß, weil man weiß, dass man demnächst sooo viele Möglichkeiten haben wird.

LG von peas

Danke
Hi Peas

danke für deine Antwort.

es ist so, mein freund wohnte vorher mit seinem bruder zusammen und der will nun auch mit der freundin zusammenziehen. damals hab ich mir einfach überlegt, wie schön es wär mit meinem freund zusammen zu wohnen. und das freut mich auch jetzt noch. jedoch seh ich nun halt auch das andere. die nachteile. ich hab mich auch für den auszug von zu hause entschieden, um meinem freund finanziell zu helfen. es ist halt einfach zu zweit. die miete, möbel etc. wird halt alles geteilt. für ihn ein riesen vorteil, für mich n nachteil. ich musste bisher nichts daheim abgeben, hatte n lockeres leben, musste nur mein zimmer und meine wäsche machen etc. nun muss ich halt miete zahlen, versicherungen, möbel, essen etc. Ich hab das gefühl, dass ich ein wunderschönes leben aufgeben werde. haus, garten, mein zimmer.... Aber ich versuche die Vorteile zu sehen.. und ausserdem kann ich ja immer wieder nach hause zurück. wohn ja nur 15 min von meinem alten zu hause.

das einrichten der wohnung macht mir auch riesen spass... ich freu mich auch aufs selbständig sein, aber das wir keinen balkon haben, find ich eben doch n bisschen schade...

naja, mal sehen wie das wird...

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12. Juni 2003 um 14:57

Das ist normal...
Wenn man gerne zuhause gewohnt hat bzw. wohnt, dann fällt es einem natürlich schwer, von dort auszuziehen. Mir ging es damals ganz genauso.

Aber es hat halt auch viele Vorteile. Man ist sein eigener Herr, kann sein Leben so leben, wie man möchte und ist irgendwie "erwachsener". Natürlich ist die sache nicht ganz billig, aber über kurz oder lang, hättest du ja sowieso diesen Schritt machen müssen.

Du solltest wirklich mehr die positiven Seiten an der ganzen Sache sehen, und deine Ängste etwas zurückdrängen. Du wohnst nicht weit weg von deinen Eltern, kannst sie folglich immer besuchen, und wenn ihr ein gutes Verhältnis zueinander habt, dann wird das sicher auch noch oft genug vorkommen.

Also: mach dir nicht zu viele Gedanken. Deine Bedenken sind normal, das ist halt der Abschiedsschmerz...

Ich wünsche dir ganz viel Spaß und viele glückliche Tage in deiner neuen Wohnung!

Liebe Grüße,
Nindscha

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13. Juni 2003 um 10:23

Hallo femilein,
mach Dir keine Sorgen, das wird schon. Ich fand das damals (wie lang das schon her ist *ggg*) super spannend, und kenne niemanden, der das Ausziehen bereut hat.
Sich neu einzurichten, neue Lieblingsplätze zu finden, ein großes Stück Selbstständigkeit zu gewinnen. Wenn ich könnte, würde ich's direkt noch mal machen . Ich konnte beim Auszug nicht mal kochen, das war Abenteuer pur. "Sag mal, Mam, wie gehen eigentlich Pfannekuchen?" *kicher*
Bist ja auch nicht weit von zu Hause entfernt, da gibt's wahrscheinlich nicht mal Heimweh. Du machst das schon.
Liebe Grüße,
Petal

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