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Vom Heimatort für immer wegziehen

1. Mai um 9:04 Letzte Antwort: 5. Mai um 18:21

Hallo,

ich bin Anja und ich fühle mich in einem Zwiespalt, deswegen würd ich euch bitten eure Meinungen zu äußern. 

ich bin mit meinem Partner seit 8 Jahren zusammen , aufgrund dessen das bei uns im Heimatort wenig Jobs gibt (und wenn muss man 40 min oder mehr mit dem Auto fahren ) sind wir weggezogen und haben uns eine Eigentumswohnung 50km weit weg gekauft wo wir seid 4 Jahren wohnen. Nun fahren wir 10 min. In die Arbeit , und haben von Kino bis Lokale alles hier und können überall zu Fuß hin.... das genießen wir auch sehr . Nun sind wir 24 und unser Kinderwunsch wird größer ... dazu müssen wir aber in eine größere Wohnung mit mehr Platz. Mein Problem ist das ich immer dachte wenn ich Kinder habe kann ich wieder zurück in die Nähe der Familie . Ihr müsst wissen wir kommen beide aus dem gleichen Heimatort und sind sehr ländlich auf dem Bauernhof aufgewachsen mit vielen Familienmitgliedern die man öfters die Woche getroffen hat und ich fand das immer wunderschön. Mein Partner möchte aber nicht mehr zurück und fragt hier schon Baugründe an , die mir zwar auch gefallen aber ich bin mir unsicher ob ich für immer hier glücklich bin . Derzeit bin ich hier glücklich aber mit dem Gedanken das ich hier nicht gebunden bin. Was sagt ihr sind 50 km viel? Sind so 40 min mit dem Auto von zu Hause weg . Wollte eigentlich immer Oma und Opa für meine Kinder in der Nähe haben ... ich bin halt so aufgewachsen . Mir fällt es schwer das loszulassen. Mein Freund weiß über meine Bedenken Bescheid und versteht mich auch aber seine Argumente sind immer besser wiso wir hier bleiben sollen wo Kinder zu Fuß überall hin können und wir uns ein Auto sparen und und und. Es ist ja auch schön hier und auch nicht so weit weg aber dennoch bin ich mir unsicher ... bitte sagt mir eure Meinungen . 

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1. Mai um 16:25

Gerade mit Kindern finde ich kurze Wege besser, ob zur Freizeit, zur Arbeit, zum Einkaufen etc und wenn man eben nicht ständig das Auto braucht. Für die Kinder ist das später auch besser. Meine Kinder können allein zur Schule, zumVerein, zur Musikschule etc weil alles fußläufig erreichbar ist und auch ich finde es super, dass ich sie quasi 10 Min nach Feierabend an Kita bzw Hort einsammeln kann. Aber letztlich ist da jeder anders, anderen wäre das schon zuviel. Da müsst ihr euren Weg finden...

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1. Mai um 19:07

Nein, 40 Minuten mit dem Auto zur Familie ist nicht weit! Keiner unserer Familienangehörigen wohnt näher und meine Mutter ist sogar fast 400 km weit weg. Das ist tatsächlich weit und doch ist es im Vergleich zu anderen noch nah, denn wir können immerhin auch einfach mal für ein Wochenende hin fahren und brauchen dafür kein Flugzeug oder gleich ein paar Urlaubstage. 
40 Minuten Fahrt bedeutet: deine Eltern sind in der Nähe und jederzeit greifbar. Warum willst du dir da lieber eine tägliche fahrt in die Arbeit antun?

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3. Mai um 10:40

Danke für eure hilfreichen Antworten es hilft zu sehe wie es anderen geht oder was sie denken ... ich bin's halt nicht anders gewohnt als das alle zu Fuß oder 5 Minuten Autofahrt erreichbar sind vielleicht sollt ich das echt nicht so eng sehen und froh sein das sie nicht 400 km weg sind 🙊🤷🏼‍♀️

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3. Mai um 22:01
In Antwort auf angi69

Danke für eure hilfreichen Antworten es hilft zu sehe wie es anderen geht oder was sie denken ... ich bin's halt nicht anders gewohnt als das alle zu Fuß oder 5 Minuten Autofahrt erreichbar sind vielleicht sollt ich das echt nicht so eng sehen und froh sein das sie nicht 400 km weg sind 🙊🤷🏼‍♀️

Also falls es dich tröstet: Ich lebe in München, meine Eltern und eine Schwester in Norddeutschland und die andere Schwester in Norwegen. Die Welt ist groß und jede Ecke hat ihre Vorteile. 

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4. Mai um 0:20

Ich kann dich verstehen, du bist so aufgewachsen und es war diese Gemeinschaft, die dir offensichtlich viel gegeben hat und die du jetzt vermißt. Mir würde es sicher auch so gehen. Ich kenne zwar die Situation mit größerer Familie nicht, aber ich musste zum Studium weg...200km von meiner gewohnten Umgebung und meinen Freunden. Es war die Hölle...es ist jetzt über 20 Jahre her, aber erst seit ein paar Jahren kann ich die Autobahn (die ich damls immer fahren musste) wieder ohne beklemmendes Gefühl fahren. Die Strecke zurück war nie ein Problem, aber die Richtung weg war lange Zeit danach noch sehr schwierig. Ich bin immer erst Montag früh gefahren, auch wenn Sonntag abend entspannter gewesen wäre...und mein Stundenplan war, soweit möglich, immer so gewählt, dass ich möglichst früh wieder zurück konnte. Es war eine schlimme Zeit für mich, von da her verstehe ich dich voll und ganz.

Aber vielleicht kannst du den Vorteilen ja auch auch etwas abgewinnen...und 40 oder 50 km sind nicht so viel, das kann man auch mal an einem Abend machen...trotzdem, mir wäre es auch schon fast zu viel...

Ich wünsche dir, dass du das Beste aus der Situation machen kannst...aber ich fühle, dass du nicht glücklich dabei bist...
 

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5. Mai um 18:21

Ich versteh die Gedanken bez. Familie voll und ganz.

Ich würde euch empfehlen, eure Wohnung erstmal zu behalten oder ist sie def. zu klein, um mit einem Baby darin zu wohnen? Wenn sich das Leben mit Kind mal eingependelt hat, könnt ihr nach 1-2 Jahren viel besser entscheiden und habt nicht grosses Eigentum "am Hals", das euch bindet.

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