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Umfrage - Neue Öffnungszeiten

4. Dezember 2002 um 0:15

Eben höre ich, das die Bundesregierung das Ladenschlußgesetzt lockern will.

Somit soll es nun erlaubt sein, auf einen Samstag bis 20.00 h geöffnet zu haben.

Was haltet Ihr davon?
Würdet Ihr es gerne haben wollen oder eher nicht oder ist es Euch egal?

Sagt doch mal Eure Meinung dazu.

LG von Romara

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4. Dezember 2002 um 1:17

In London..
..ist es glaube ich schon seit langer zeit so. Die haben immer bis 22 Uhr geöffnet, Lebensmittel und ein paar Kleídungsgeschäfte.

Ich fände es für den KOnsumenten praktisch, aber für die Verkäufer wäre es sicher umständlich. Sie müssten ihren Samstag-Abend-Plan total umstellen. Das wäre ganz fair. Wahrscheinlich würden sie etwas mehr Umsatz machen, aber ich bezweifel, dass sich das lohnt.

Mit freundlichen Grüßen
nicole

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4. Dezember 2002 um 9:00

Hi!
Die rot-grünen pldieren einerseits auf den Konsumverzicht und wollen andererseits das ladengesetz lockern? Wieder mal sehr gegensätzlich, aber wie auch immer, ich glaube eh nicht, daß das durchgeht, zu viele sind dagegen.
So schön es für Verbraucher ist, ich finde gerade die Adventszeit lädt zum lange bummeln ein, aber ob auch mehr gekauft wird, ist die Frage. Das geld wird nur einmal ausgegeben aber die Kosten sind enorm hoch, Angestellte etc.

Bin mal gespannt.

Grueßis Natasha

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4. Dezember 2002 um 9:27

Nicht nur für die verkäuferInnen
wäre das eine schlechte lösung. es fasert auch die bedeutung von freizeit auf: wenn die geschäfte bis 20 uhr samstag geöffnet haben, fährt man doch noch schnell jacke kaufen, in den baumarkt, erledigt am späten nachmittag noch andere dinge. das richtige wochenende, sprich freier tag auch für dich selbst, verschiebt sich weiter nach hinten und bleibt dann als kleiner rest sonntag stehn. ich habe manchmal schon das problem, dass der sonntag nicht mehr richtig sonntag ist, sondern man da noch die sachen vom wochenende erledigt.
samstag bis 20 uhr wär nix für mich.
ines

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4. Dezember 2002 um 10:27

Ich bin dafür!
Hallo Romara,

ich bin absolut dafür, dass sich an den Ladenchlussgesetzen was ändert. Allerdings sollten die Zeiten nicht ausgedehnt werden, sondern das Ganze ganz einfach abgesschafft.

Klar hat es viele Nachteile, wenn Läden länger aufmachen dürfen. Es ist teuer für die Geschäftsleute, die Kleinen können nicht mithalten, und die ach so armen Verkäuferinnen sehen ihr Familie niemals mehr, weil sie immer arbeiten müssen... Stimmt.

Trotzdem ärgert mich diese Argumentation immer wieder. Denn auch heute ist es schon so, dass die kleineren Läden, gerade auch auf dem Land, wesentlich früher schließen. Und die Kundschaft geht trotzdem hin, wenn sie was spezielles da kaufen will (denn bei aller Nostalgie: der Tante-Emma-Laden um die Ecke ist doch eh schon fast ausgestorben und wird es auch ohne längere Öffnungszeiten tun, da er einfach bei den Preisen nicht mithalten kann; Kleine Läden können sich nur als Fachgeschäfte halten, oder halt auf dem Land, wo es keine großen gibt.).

Auch dass die Kosten so hoch werden, weil man mehr Personal braucht finde ich lustig. Das wiederspricht nämlich ziemlich dem Argument, dass die Verkäufer dann so viel mehr arbeiten müssen...

Ich denke, es wird niemand gezwungen, seinen Laden länger aufzumachen, es wird nur die Möglichkeit gegeben dies zu tun, wenn man möchte.

Und ich denke auch, dass es im Zweifel immer nur mit Umstrukturierungen im Personalbereich möglich sein wird. Ob man nun die vorhandenen Angestellten "umverteilt" oder zusätzliche Kräfte einsetzt, wird sicherlich situationsabhängig sein. Auf jeden Fall finde ich es nicht richtig, dass sich die Angestellten im Einzelhandel immer aufregen, dass sie dann so schlechte Arbeitszeiten haben. Zum einen arbeiten Millionen von Menschen in Deutschland zu weitaus schlechteren Zeiten (Schichtarbeiter, Krankenschwestern und Ärzte --> da fragt keiner nach Nacht, Wochenende oder Feiertag, Köche, Kellnerinnen, Busfahrer,...) und zum anderen ist es auch heute schon oft so, dass für die Abendstunden und die Samstage Aushilfskräfte eingestellt werden. Jedenfalls war es in dem Laden so, in dem ich gearbeitet habe. Die ursprüngliche Belegschaft ist nahezu komplett Nachmittags gegangen und danach waren fast nur noch Studenten u. ä. da. (Die im übrigen oft weitaus freundlicher waren, als die guten Damen, die seit 30 Jahren da gearbeitet haben. Aber das ist ein anderes Thema...)

Und dann kommt da ja noch mein ganz privater Vorteil. Ich gehöre zu den Menschen, die manches am "american way of life" (wie unten erwähnt) ganz schön finden. Und ich finde es mehr als nur schön, wenn ich einkaufen kann, wann ich will. Das beschneidet auch nicht meine "Freizeit", denn ich muss ja nicht einkaufen. (Entschuldigung, aber dieser Argumentation unten kann ich so gar nicht folgen...) Im Gegenteil. Es ghibt mir mehr Freizeit durch mehr Freiheit. Denn ich habe es nicht selten, dass ich zum Teil wichtigere, zum Teil auch einfach Sachen, die ich gerne mache, nicht tun kann, weil ichja noch "schnell einkaufen muss." So kurz vor acht. Wären Läden länger, oder sogar durchgehend geöffnet, wäre dass Leben wesentlich stressfreier.

Daher denke ich, man sollte das Ladenschlußgesetz ganz abschaffen. Keiner würde gezwungen, seinen Laden aufzumachen. Und es würde auch nicht jeder tun. Aber es sollte wenigstens die Möglichkeit geben.

Aber: Ich glaube nicht, dass man sowas in unserem schönen Land durchsetzen kannn (Servicewüste Deutschland... anders kann man es leider nicht nennen). Die Gegenlobby ist zu stark. Schade.

So, jetzt habe ich mal richtig viel geschrieben, aber dass ist ein Thema, was mich schon lange beschäftigt, und wo ich mich immer wieder aufrege.

Liebe Grüße,
nindscha

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4. Dezember 2002 um 11:31

Aber Sischer !
Mir würde Samstags auch schon bis 18.00 Uhr reichen.
Hauptsache ich habe die Chance noch in Ruhe ohne Stress einkaufen gehen zu können.
Unter der Woche ALLE LÄden bis 19.00 Uhr.
Das wäre am besten für mich , dann könnt ich immer gehn wann ich wollte.
Und für die Angestellten im Einzelhandel, würde da sicherlich auch finanziell was rausspringen.

So -
LG v. *grasblättle*

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4. Dezember 2002 um 11:52

Hallo Tina
Also ich bin auch vom "Fach" und ich halte überhaupt nichts davon die Läden noch länger zu öffnen, egal ob jetzt samstag abend oder unter der Woche.

Wer samstags um 16/18 Uhr seinen Einkauf noch nicht getätigt hat, der schafft es auch nicht, wenn der Laden bis um 20 Uhr offen hat. Das Gleiche gilt auch unter der Woche.

Vor Weihnachten mag es sich in Großstädten mit Fußgängerzone lohnen, aber es wird sich aufs Jahr nicht rechnen, da die Personalkosten anfangen zu explodieren und nicht mehr aufgefangen werden können auch nicht mit den 325 € Kräften.

Außerdem wird nicht mehr Geld ausgegeben, der Umsatz fängt nur an, sich zu verteilen.

Liebe Grüße
Buffy

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4. Dezember 2002 um 14:55

Dagegen...
Hallo!!

Also... ich bin definitiv dagegen!!
Mich betrifft es zwar nicht direkt, aber mir tun ehrlich gesagt die Leute im Einzelhandel echt leid...
Zeit ist ja bekanntlich Geld... und ich glaube, dass sich die Kundschaft bei längeren Öffnungszeiten nur "verteilt"... so entsteht dem Einzelhandel wohl eher nur noch mehr Kosten ...

Allerdings bin ich dafür, die Läden an den kommenden Adventssamstagen länger zu öffnen...

Naduah

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4. Dezember 2002 um 17:49

Bin definitiv
..für den langen samstag. in großbritanien und frankreich gibts das schon seit jahren. bis 18 uhr würde auch schon reichen.
es ist ja sehr umsichtig, wenn immer an die leute im einzelhandel gedacht wird, aber gemessen an den vielen kunden, denke ich, dass das der mehrheit sehr gelegen kommen würde.
dass verlängerte ladenöffnungszeiten nicht den umsatz steigern, ist das eine. aber für mich sind diese langen zeiten einfach eine verbesserung der lebensqualität, die ich während meiner zeit im ausland sehr geschätzt habe und bei uns sehr begrüßen würde.

sprachs und zog weiter...
annana

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4. Dezember 2002 um 19:35

Dito 2...
Genau das hoffe ich nämlich auch.

nindscha

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4. Dezember 2002 um 23:06

UHHAAARRR !!!
ich habe es befürchtet !

Also wie die meisten hier ja wissen, bin ich eine "Betroffene"

Die Öffnungszeiten sind bei uns in der Hannover Innenstadt derzeit von 9.00 - 20.00 und am Samstag von 9.00 bis 16.00 ( Weihnachtssamstage von 9.00 - 18.00 ) Ich sage es deshalb, weil ich den Eindruck habe, das einige von EUch das nicht zu wissen scheinen.

Die "armen" Verkäufer arbeiten im Normalfall bei uns von 10.00 bis 20.00 an 5 Tagen die Woche ( Vollzeit) Der Stundenlohn liegt bei gut 10 € brutto! Ohne Zuschläge, denn die gibt es im Einzelhandel nicht.

Wann sollen die denn mal bitte einkaufen gehen können ??? An ihrem freien Tag in der Woche? Nee, da muß man zur Bank, zum Amt, zum Arzt oder zum Elternabend oder die Schwiegermutter besuchen, weil die denkt, man lebe nicht mehr !

Was ist mit Anpassung in anderen Branchen?
Kindergarten, Schule, Bank, Post ect.?

Gut, die Mehrheit der Werktätigen scheint ja NICHT im Einzelhandel zu arbeiten. Die sehen manches eben als selbstverständlich an.

Was ist mit Familien, die wenigstens einmal am Tag zusammen Essen wollen ??? Ich kann das nur 2 Mal (!) in der Woche.

Was ist mit Freunden, die einladen zu Grillabenden im Sommer, zu einem Kinobesuch oder einfach nur so? Nee, ich kann nicht, muß arbeiten.

Was ist mit Verbindungen, die Angepaßt werden sollten denn Busse und Bahnen fahren immer noch nur bis 19.00 bzw 23.00?

Was ist mit VHS-Kursen, Fortbildung oder Sportvereinen? Bei einem unregelmäßigen Freien Tag in der Woche und Wechselschicht ist sowas gar nicht drin !

Oder der gemühtliche Fernsehabend mit dem Schatz auf dem Sofa? Fällt aus, weil der schon fast schläft, wenn man oder frau nach Hause kommt!

Und nicht zu letzt : WER soll das bezahlen?

Die Kunden, ganz klar. Also werden die Preise erhöt, die Steuern gehen rauf, der Umsatz sinkt und damit die Personalausgaben - sprich Stellenreduzierung.

Ihr glaubt doch nicht, das mehr Leute eingestellt werden, weil länger auf ist, oder doch?
Nein, die Frühschicht geht um 16.00 und die Spätschicht kommt dann gerade. Mit etwas Glück, hat man noch ein oder zwei, die einen Mitteldienst schieben, aber das ist selten. Gut 80% der Kollegen sind ja schon Teilzeitleute.

Und bei einer Lohnerhöhung von 3,1 %, die nur für einen Teil des Jahres gezahlt wird statt für 12 Monate und auch nur für die, die Tarif verdienen ( ich liege mit 1 € darüber!) - ich bitte Euch.

Ich sollte Krankenschwester werden - denn wenn ich an meine Schwägerin denke, die arbeitet 3 Nächte in der Woche und verdient mehr, als ihr Mann, der Vollzeit jobt... DAS lohnt sich wirklich.

Jaaa - ich rege mich auf und ich finde an solche Dinge wird zu wenig gedacht.

Ich bin nicht dagegen, von mir aus sollten die Geschäfte 24 h geöffnet haben, aber bitte dann sollte das drumherum auch stimmen !!! Solange es aber ausschließlich die Öffnungzeiten sind, dann bin ich sehr wohl dagegen. Entschieden !!!

Eure Romara
*die sich freud, das diese Diskussion ganz nett wird*

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4. Dezember 2002 um 23:19
In Antwort auf alexus_12900916

UHHAAARRR !!!
ich habe es befürchtet !

Also wie die meisten hier ja wissen, bin ich eine "Betroffene"

Die Öffnungszeiten sind bei uns in der Hannover Innenstadt derzeit von 9.00 - 20.00 und am Samstag von 9.00 bis 16.00 ( Weihnachtssamstage von 9.00 - 18.00 ) Ich sage es deshalb, weil ich den Eindruck habe, das einige von EUch das nicht zu wissen scheinen.

Die "armen" Verkäufer arbeiten im Normalfall bei uns von 10.00 bis 20.00 an 5 Tagen die Woche ( Vollzeit) Der Stundenlohn liegt bei gut 10 € brutto! Ohne Zuschläge, denn die gibt es im Einzelhandel nicht.

Wann sollen die denn mal bitte einkaufen gehen können ??? An ihrem freien Tag in der Woche? Nee, da muß man zur Bank, zum Amt, zum Arzt oder zum Elternabend oder die Schwiegermutter besuchen, weil die denkt, man lebe nicht mehr !

Was ist mit Anpassung in anderen Branchen?
Kindergarten, Schule, Bank, Post ect.?

Gut, die Mehrheit der Werktätigen scheint ja NICHT im Einzelhandel zu arbeiten. Die sehen manches eben als selbstverständlich an.

Was ist mit Familien, die wenigstens einmal am Tag zusammen Essen wollen ??? Ich kann das nur 2 Mal (!) in der Woche.

Was ist mit Freunden, die einladen zu Grillabenden im Sommer, zu einem Kinobesuch oder einfach nur so? Nee, ich kann nicht, muß arbeiten.

Was ist mit Verbindungen, die Angepaßt werden sollten denn Busse und Bahnen fahren immer noch nur bis 19.00 bzw 23.00?

Was ist mit VHS-Kursen, Fortbildung oder Sportvereinen? Bei einem unregelmäßigen Freien Tag in der Woche und Wechselschicht ist sowas gar nicht drin !

Oder der gemühtliche Fernsehabend mit dem Schatz auf dem Sofa? Fällt aus, weil der schon fast schläft, wenn man oder frau nach Hause kommt!

Und nicht zu letzt : WER soll das bezahlen?

Die Kunden, ganz klar. Also werden die Preise erhöt, die Steuern gehen rauf, der Umsatz sinkt und damit die Personalausgaben - sprich Stellenreduzierung.

Ihr glaubt doch nicht, das mehr Leute eingestellt werden, weil länger auf ist, oder doch?
Nein, die Frühschicht geht um 16.00 und die Spätschicht kommt dann gerade. Mit etwas Glück, hat man noch ein oder zwei, die einen Mitteldienst schieben, aber das ist selten. Gut 80% der Kollegen sind ja schon Teilzeitleute.

Und bei einer Lohnerhöhung von 3,1 %, die nur für einen Teil des Jahres gezahlt wird statt für 12 Monate und auch nur für die, die Tarif verdienen ( ich liege mit 1 € darüber!) - ich bitte Euch.

Ich sollte Krankenschwester werden - denn wenn ich an meine Schwägerin denke, die arbeitet 3 Nächte in der Woche und verdient mehr, als ihr Mann, der Vollzeit jobt... DAS lohnt sich wirklich.

Jaaa - ich rege mich auf und ich finde an solche Dinge wird zu wenig gedacht.

Ich bin nicht dagegen, von mir aus sollten die Geschäfte 24 h geöffnet haben, aber bitte dann sollte das drumherum auch stimmen !!! Solange es aber ausschließlich die Öffnungzeiten sind, dann bin ich sehr wohl dagegen. Entschieden !!!

Eure Romara
*die sich freud, das diese Diskussion ganz nett wird*

Klar
Jeder, der nicht betroffen ist, sieht es aus seiner Sicht. Ich bin nicht betroffen.

Und wenn ich manchmal so sehe, was abends und am Wochenende so an den Tankstellen los ist .....

Ich persönlich finde es angenehm. Ich gehe einkaufen, warum sollte mir dabei der Gedanke kommen, die armen Verkäuferinnen ...... ach je..., dieser Gedanke kommt mir beim Einkaufen nicht. Warum auch?

Ach je, der Arme an der Tankstelle ... neee! Er kann heute Abend garnicht mit seiner Familie zu Abend essen ..... *seufz*

Nee, liebe Romara, der Gedanke kommt mir nicht und ich sehe ihn auch nicht ein.

Wenn es so schlimm ist, es gibt Teilzeit, Wechselschicht und es gibt andere Jobs .....

Wenn es dann so bedrückend sein sollte, dann bitte Konsequenzen ziehen und nicht das Handeln und die Verantwortung dafür auf andere abschieben.

So nach dem Motto, ihr lieben Verbraucher, wenn ihr dann anders wolltet, dann könnten wir auch anders. Nein!

Also Romara, du hast so gewählt und nicht ich.

LG - Lourdes

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4. Dezember 2002 um 23:29
In Antwort auf beat_12643474

Dito 2...
Genau das hoffe ich nämlich auch.

nindscha

Keine dolle Idee...
finde ich.

Zum Einen kann ich einigen meiner Vorednierinnen zustimmen, daß es rgendwo kein richtiges WE mehr wäre. Ich war schon häufiger in England, wo ja auch Sonntags geöffnet ist, und um ehrlich zu sein, empfinde ich es eher als Streß. Denn statt ruhigenm Straßen zum Bummeln, bzw. auf dem Weg zur Kneipe Abends herrscht überall noch Gewusel. Für mich fängt so oder so das "Richtige" We erst dann an, wenn sich das Getummel legt, alles etwas ruhiger wird, sprich: die Läden geschlossen sind.

Naja, zum Anderen bin ich selber auch in einem großen Unternehmen, das u.A. wochentags bis 20, bzw. Samstags bis 16 (langer S. bis 18) Uhr geöffnet hat. Und die Erfahrungen bisher sind, daß der Umsatz wenn überhaupt minimal steigt (Und das auch nur solange, bis sämtliche anderen Betriebe mit den langen Öffnungszeiten hinterherzieen), dafür aber die Kosten. Denn bloß weil die Geschäfte länger geöffnet sind, kauft niemand mehr- es wird nur zu einem anderen Zeitpunkt gekauft. Der höhere Personalaufwand treibt allerdings die laufenden Kosten in die Höhe- und für 4 Stunden Samstags werden die wenigsten zusätzliche Kräfte einstellen, sondern versuchen durch Schichtumlegung o.Ä. die Zeit über das Stammpersonal abzudecken. Das Argument, daß diese Zeit ja zusättzlichen Verdienst für die Angestellten bringt, stimmt so auch nicht. Zwar wird in aller Regel ein Spätarbeitszuschlag bezahlt, aber das ist im Endeffekt auch nichts anderes, als das, was ohnehin auch unter der Woche, bzw. als Samstagszuschlag sowieso bezahlt wird- und diese Kleckerbeträge gleichen garantiert nicht aus, daß man dann Samtags erst gegen halb neun, bzw. als Kassenkraft durch das Auswerten des Umsatzes u.U. sogar erst nach neun, nach Hause kommt. Da in den meisten Geschäften Samstags und Montags verstärkt Mitarbeiter nötig sind (mehr Kundenzulauf, Warenanlieferung etc...) sind zwei Tage am Stück frei eher die Ausahmen, stattdessen werden freie Tage dann auf "Schwächere" Tage wie Dienstag oder Mittwoch gelegt. Und man kann sagen, was man will: es ist generell schon auf Dauer recht anstrengend, nur ca. einmal /Monat ein "richtiges WE" zu haben, und wenn man nun auch noch am Samstag erst so spät zum Abschalten kommt, ist man irgendwann total gestreßt.

Zum Thema Servicewüste Deutschland möchte ich nur soviel sagen: mag sein, daß es noch einiges zu verbessern gibt- aber ich habe es im Ausland auch noch nie erlebt, daß Verkäufer trotz freundlichem Auftreten von Kunden regelrecht beschimpft werden, bzw. man sich auf verwundertes Verhalten hin Sprüche wie "dafür seid ihr Verkäufer doch da, daß man seinen Frust mal ablassen kann" anhören muß. Und das ist ganz sicher nicht die Ausnahme! Ein "Guten Morgen" ist mittlerweile an manchen Tagen schon die Ausnahme. Man hat fast den Eindruck,. daß durch den ganzen Pressetumult zu diesem Thema immer mehr Leute schon mit dem Gedanken "alle Verkäufer sind sowieso unfreundlich und blöd, also warum soll ich mir da Mühe geben" aus dem Haus geben- zumindest wird solch unfreundliches Verhalten auf Seiten der Kunden in den letzten 2 Jahren zunehmend schlimmer.

Mußte ich hier nur mal loswerden, denn es ist auf Dauer wirklich frustrierend, wenn erstens der ganze Berufstand ständig über einen Kamm geschert wird und zweitens viele Leute permanent die Schuld bei anderen Suchen, aber sich was ihr Verhalten angeht nicht mal selber auf die Finger schauen...

Ich würde mich aber über einen regen Meinungsaustausch wirklich freuen, auch wenn dabei andere Standpunkte dargestellt werden!

Viele Grüße,
Meengardis

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4. Dezember 2002 um 23:29
In Antwort auf Lourdes

Klar
Jeder, der nicht betroffen ist, sieht es aus seiner Sicht. Ich bin nicht betroffen.

Und wenn ich manchmal so sehe, was abends und am Wochenende so an den Tankstellen los ist .....

Ich persönlich finde es angenehm. Ich gehe einkaufen, warum sollte mir dabei der Gedanke kommen, die armen Verkäuferinnen ...... ach je..., dieser Gedanke kommt mir beim Einkaufen nicht. Warum auch?

Ach je, der Arme an der Tankstelle ... neee! Er kann heute Abend garnicht mit seiner Familie zu Abend essen ..... *seufz*

Nee, liebe Romara, der Gedanke kommt mir nicht und ich sehe ihn auch nicht ein.

Wenn es so schlimm ist, es gibt Teilzeit, Wechselschicht und es gibt andere Jobs .....

Wenn es dann so bedrückend sein sollte, dann bitte Konsequenzen ziehen und nicht das Handeln und die Verantwortung dafür auf andere abschieben.

So nach dem Motto, ihr lieben Verbraucher, wenn ihr dann anders wolltet, dann könnten wir auch anders. Nein!

Also Romara, du hast so gewählt und nicht ich.

LG - Lourdes

Ich weiß, Lourdes
daran denkt niemand. Aber an eine Servicewüste und an unfreundliche Verkäufer und sowas. Ebenso an die Preiserhöhung und an sonst was !

Wenn ich arbeite, und das tue ich gerne und lieber, als in einem Büro, dann tue ich das mit Leib und Seele.

Aber all das haben wir bereits vor gut 5 Jarhen gehabt, als es darum ging statt 18.30 bis 20.00 geöffnet zu sein.

Es passiert nichts, um es besser zu machen. Wir sind weniger Leute als früher. Und eine Etage hat überhauptkeine Kasse mehr, wer bezahlen will, der muß an die Sammelkasse eine Etage tiefer gehen. Wo alle zahlen, wo alle anstehen und wo es nicht weiter geht. Wo die Verkäuferin schuld ist und blöd und unfreundlich und was weiß ich noch alles.

Als ich diesen Job wählte, da gab es diese Öffnungzeiten noch gar nicht.

Und ich sprech nicht nur die Verbraucher an, sondern es geht um die allgemeinen Bedingungen.

Der Typ an der Tankstelle, der macht das, weil es gut Kohle gibt für den Job. Das sind Pächter oder Studenten oder Hausfrauen oder was weiß ich. Die machen das nicht für immer oder länger.

Das zweite Problem ist, es gibt keine anderen Jobs, oder woher kommen die Arbeitslosen? ES gibt nicht mal neue im Einzelhandel, und das kann doch nicht sein, wenn länger geöffnet sein soll, oder doch?

LG von Romara

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4. Dezember 2002 um 23:33

Mir ist das im Augenblick absolut wurscht!
Hallöchen!

Ich hab mir das jetzt mal eine ganze Weile durch den Kopf gehn lassen, ob ich es toll fände, später einkaufen zu können oder nicht. Und dabei kam mir ein ganz anderer Gedanke!
Es ist mir eigentlich egal, denn ich hab in dieser schwierigen finanziellen Zeit (und ich glaube, da geht es vielen von uns so) eh kaum Geld, einkaufen zu gehn. Wenn ich also jeden Monat genau schaun muss, wie ich mich finanziell über Wasser halte und wovon ich mich ernähre, dann nützt es mir nix, ob ein Laden bis 20 Uhr auf hat oder halt nur bis 18.30 Uhr!
Die ganzen Argumente, dass der Umsatz nicht reicht, um in einen Laden mehr Personal zu stecken, damit länger aufgemacht werden kann oder die vielen Überstunden gezahlt werden können, nützen mir solange nix, bis ich wieder weiß, wovon ich einkaufen gehn soll.
Vielleicht hab ich mehr Blick für diese Diskussion, wenn die deutsche Bürokratie ein Ende hat und meine diversen Anträge aufm Amt (die arbeiten ja anscheinend jeden Tag nur von 9.30-16 Uhr - hier geb ich dir, Romara, Recht, denn dort muss sich eher was tun als bei den Öffnungszeiten) bearbeitet wären.
Wenn die Kaufkraft im Lande noch mehr runter geht, bin ich bestimmt nicht mehr die einzige, die Schröders Ladenöffnugnsdiskussion lachhaft findet. Der sollte sich mal ganz schnell um ganz andere Sachen Gedanken machen!!

Nachdenkliche Grüße von Superbugie, die diesen Thread bestimmt nicht schreddern will, aber eben ganz andere Sorgen hat, als Ladenöffnungszeiten!

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4. Dezember 2002 um 23:36

Ungerechtigkeiten gibt es viele...
Liebe Romara,

es gibt viele Ungerechtigkeiten bei der Ausübung von Berufen.

Aber es gibt Spielregeln, die nun mal so laufen.
Wenn es keinen Bedarf für längere Öffnungszeiten gäbe, dann würde es auch keine geben.

Aber mal zum Nachdenken:

Was sollen die Krankenhäuser und Pflegeheime machen? Ihre Patienten Nachts und an Feiertagen nach Hause schicken, weil das Personal bei der Familie sein muss? Und Pflegepersonal verdiehnt auch nichts sonderlich viel - selbst mit üppigster Schichtzulage nicht.

Was sollen Kneipen und Discos machen? Um Mitternacht schließen?

Restaurants zu Weihnachten grundsätzlich geschlossen bleiben?

Flugzeuge nicht länger als 8 h fliegen, weil das Flugpersonal nicht so "lange" arbeiten kann?

Weisst Du, es gibt viele Ungerechtigkeiten und dennoch käme keiner auf die Idee, diese zu ändern. Mir fallen so viele ein, dass ich sie gar nicht alle aufzählen kann... Einige sind eben notwendig, andere vorhanden, weil sich unsere Gesellschaft zu "eingespielt" hat.

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4. Dezember 2002 um 23:38
In Antwort auf miina_12039440

Keine dolle Idee...
finde ich.

Zum Einen kann ich einigen meiner Vorednierinnen zustimmen, daß es rgendwo kein richtiges WE mehr wäre. Ich war schon häufiger in England, wo ja auch Sonntags geöffnet ist, und um ehrlich zu sein, empfinde ich es eher als Streß. Denn statt ruhigenm Straßen zum Bummeln, bzw. auf dem Weg zur Kneipe Abends herrscht überall noch Gewusel. Für mich fängt so oder so das "Richtige" We erst dann an, wenn sich das Getummel legt, alles etwas ruhiger wird, sprich: die Läden geschlossen sind.

Naja, zum Anderen bin ich selber auch in einem großen Unternehmen, das u.A. wochentags bis 20, bzw. Samstags bis 16 (langer S. bis 18) Uhr geöffnet hat. Und die Erfahrungen bisher sind, daß der Umsatz wenn überhaupt minimal steigt (Und das auch nur solange, bis sämtliche anderen Betriebe mit den langen Öffnungszeiten hinterherzieen), dafür aber die Kosten. Denn bloß weil die Geschäfte länger geöffnet sind, kauft niemand mehr- es wird nur zu einem anderen Zeitpunkt gekauft. Der höhere Personalaufwand treibt allerdings die laufenden Kosten in die Höhe- und für 4 Stunden Samstags werden die wenigsten zusätzliche Kräfte einstellen, sondern versuchen durch Schichtumlegung o.Ä. die Zeit über das Stammpersonal abzudecken. Das Argument, daß diese Zeit ja zusättzlichen Verdienst für die Angestellten bringt, stimmt so auch nicht. Zwar wird in aller Regel ein Spätarbeitszuschlag bezahlt, aber das ist im Endeffekt auch nichts anderes, als das, was ohnehin auch unter der Woche, bzw. als Samstagszuschlag sowieso bezahlt wird- und diese Kleckerbeträge gleichen garantiert nicht aus, daß man dann Samtags erst gegen halb neun, bzw. als Kassenkraft durch das Auswerten des Umsatzes u.U. sogar erst nach neun, nach Hause kommt. Da in den meisten Geschäften Samstags und Montags verstärkt Mitarbeiter nötig sind (mehr Kundenzulauf, Warenanlieferung etc...) sind zwei Tage am Stück frei eher die Ausahmen, stattdessen werden freie Tage dann auf "Schwächere" Tage wie Dienstag oder Mittwoch gelegt. Und man kann sagen, was man will: es ist generell schon auf Dauer recht anstrengend, nur ca. einmal /Monat ein "richtiges WE" zu haben, und wenn man nun auch noch am Samstag erst so spät zum Abschalten kommt, ist man irgendwann total gestreßt.

Zum Thema Servicewüste Deutschland möchte ich nur soviel sagen: mag sein, daß es noch einiges zu verbessern gibt- aber ich habe es im Ausland auch noch nie erlebt, daß Verkäufer trotz freundlichem Auftreten von Kunden regelrecht beschimpft werden, bzw. man sich auf verwundertes Verhalten hin Sprüche wie "dafür seid ihr Verkäufer doch da, daß man seinen Frust mal ablassen kann" anhören muß. Und das ist ganz sicher nicht die Ausnahme! Ein "Guten Morgen" ist mittlerweile an manchen Tagen schon die Ausnahme. Man hat fast den Eindruck,. daß durch den ganzen Pressetumult zu diesem Thema immer mehr Leute schon mit dem Gedanken "alle Verkäufer sind sowieso unfreundlich und blöd, also warum soll ich mir da Mühe geben" aus dem Haus geben- zumindest wird solch unfreundliches Verhalten auf Seiten der Kunden in den letzten 2 Jahren zunehmend schlimmer.

Mußte ich hier nur mal loswerden, denn es ist auf Dauer wirklich frustrierend, wenn erstens der ganze Berufstand ständig über einen Kamm geschert wird und zweitens viele Leute permanent die Schuld bei anderen Suchen, aber sich was ihr Verhalten angeht nicht mal selber auf die Finger schauen...

Ich würde mich aber über einen regen Meinungsaustausch wirklich freuen, auch wenn dabei andere Standpunkte dargestellt werden!

Viele Grüße,
Meengardis

Die lieben Engländer *gg*
Von wegen !

Ich habe mich über meine Schwiegermutter ( sie ist Britin) aufgeregt, weil sie weder grüßt noch Bitte oder Danke sagt, wenn sie im Laden betreut wird.

Ich fragte sie, warum sie nichts sagte, darauf hin meinte sie, wozu ? Das macht bei ihr zu Hause niemand der Kunden.

Service-Wüste - das ist doch ein Begriff, den die Medien geprägt haben. Die Verbraucher wissen zum Teil gar nicht, wie gut es ihnen bei uns geht.

Meine Abteilung wird regelmäßig getestet. Und unter anderen auf Freundlichkeit und Service. Wir haben immer die volle Punktzahl. Komisch, das sich immer noch Leute aufregen, das sie für eine Kaffeepott 1,50 € zahlen sollen. Und wenn ich sage, das sie das nicht müssen, dann werden sie sauer und schütten mir den heißen Kaffe über den Tresen ! Nee, also wer hier wohl unfreundlich ist und ungeduldig, das frage ich mich schon !

LG von Romara

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4. Dezember 2002 um 23:44
In Antwort auf veva_12867459

Mir ist das im Augenblick absolut wurscht!
Hallöchen!

Ich hab mir das jetzt mal eine ganze Weile durch den Kopf gehn lassen, ob ich es toll fände, später einkaufen zu können oder nicht. Und dabei kam mir ein ganz anderer Gedanke!
Es ist mir eigentlich egal, denn ich hab in dieser schwierigen finanziellen Zeit (und ich glaube, da geht es vielen von uns so) eh kaum Geld, einkaufen zu gehn. Wenn ich also jeden Monat genau schaun muss, wie ich mich finanziell über Wasser halte und wovon ich mich ernähre, dann nützt es mir nix, ob ein Laden bis 20 Uhr auf hat oder halt nur bis 18.30 Uhr!
Die ganzen Argumente, dass der Umsatz nicht reicht, um in einen Laden mehr Personal zu stecken, damit länger aufgemacht werden kann oder die vielen Überstunden gezahlt werden können, nützen mir solange nix, bis ich wieder weiß, wovon ich einkaufen gehn soll.
Vielleicht hab ich mehr Blick für diese Diskussion, wenn die deutsche Bürokratie ein Ende hat und meine diversen Anträge aufm Amt (die arbeiten ja anscheinend jeden Tag nur von 9.30-16 Uhr - hier geb ich dir, Romara, Recht, denn dort muss sich eher was tun als bei den Öffnungszeiten) bearbeitet wären.
Wenn die Kaufkraft im Lande noch mehr runter geht, bin ich bestimmt nicht mehr die einzige, die Schröders Ladenöffnugnsdiskussion lachhaft findet. Der sollte sich mal ganz schnell um ganz andere Sachen Gedanken machen!!

Nachdenkliche Grüße von Superbugie, die diesen Thread bestimmt nicht schreddern will, aber eben ganz andere Sorgen hat, als Ladenöffnungszeiten!

Genau das !
Du sagst es selbst, Du hast einfach kein Geld, warum solltest DU Dir Gedanken machen ?


Und richtig, es gibt viele, denen es ebenso geht.

Für wen bitte sind diese Öffnungzeiten denn dann da?
Wer 100 DM bzw 50 € zum ausgeben hat, der hateben nur diese, egal ob der Laden 8 oder 10 oder 12 oder 24 Stunden offen ist, oder nicht?!

LG von Romara
*die Dir mal die Daumen drückt und hofft, das es bald Klarheiten über Deine Finanzen gibt !*

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4. Dezember 2002 um 23:53
In Antwort auf vita_12371736

Ungerechtigkeiten gibt es viele...
Liebe Romara,

es gibt viele Ungerechtigkeiten bei der Ausübung von Berufen.

Aber es gibt Spielregeln, die nun mal so laufen.
Wenn es keinen Bedarf für längere Öffnungszeiten gäbe, dann würde es auch keine geben.

Aber mal zum Nachdenken:

Was sollen die Krankenhäuser und Pflegeheime machen? Ihre Patienten Nachts und an Feiertagen nach Hause schicken, weil das Personal bei der Familie sein muss? Und Pflegepersonal verdiehnt auch nichts sonderlich viel - selbst mit üppigster Schichtzulage nicht.

Was sollen Kneipen und Discos machen? Um Mitternacht schließen?

Restaurants zu Weihnachten grundsätzlich geschlossen bleiben?

Flugzeuge nicht länger als 8 h fliegen, weil das Flugpersonal nicht so "lange" arbeiten kann?

Weisst Du, es gibt viele Ungerechtigkeiten und dennoch käme keiner auf die Idee, diese zu ändern. Mir fallen so viele ein, dass ich sie gar nicht alle aufzählen kann... Einige sind eben notwendig, andere vorhanden, weil sich unsere Gesellschaft zu "eingespielt" hat.

Ich habe da einige Gegenargumente !
Hallo Clubby,

Flugpersonal, das sind doch meistens die jungen hübschen, die die Welt kennenlernen wollen!

Die Restaurants arbeiten mit Weihnachtsbuffets und haben somit einen kleineren AUfwand, dafür machen die ihren Laden im Sommer für 4 bis 8 Wochen einfach zu !

Die Hotels haben auch nur Notbesetztung, ich weiß das, ich komme aus der Branche.

Pflegepersonal verdienen ganz gut und werden immer gebraucht. Aber die wußten es alle bereits, als sie die Ausbildung machten, die im Einzelhandel wußten das vor 5 Jahren noch nicht, das sie völlig anders arbeiten sollen.

Es hat sich nichts eingespielt in unserer Gesellschaft, denn dann würde es auch andere Dinge geben, wie Betriebskindergärten, nur noch Ganztagsschulen und vorallem - weniger Arbeitslose !

Wenn ich auf einem Freitag einen neuen Personalausweis brauche, weil ich eben nur am Freitag frei habe, dann haben die da heute leider geschlossen !

Oder Fragen zu meinem Rentenkonto- da geht um halb 9 niemand an Telefon und um eine Stunde später haben die Frühstück und dann Mittag oder sowas !

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5. Dezember 2002 um 0:01
In Antwort auf alexus_12900916

Ich habe da einige Gegenargumente !
Hallo Clubby,

Flugpersonal, das sind doch meistens die jungen hübschen, die die Welt kennenlernen wollen!

Die Restaurants arbeiten mit Weihnachtsbuffets und haben somit einen kleineren AUfwand, dafür machen die ihren Laden im Sommer für 4 bis 8 Wochen einfach zu !

Die Hotels haben auch nur Notbesetztung, ich weiß das, ich komme aus der Branche.

Pflegepersonal verdienen ganz gut und werden immer gebraucht. Aber die wußten es alle bereits, als sie die Ausbildung machten, die im Einzelhandel wußten das vor 5 Jahren noch nicht, das sie völlig anders arbeiten sollen.

Es hat sich nichts eingespielt in unserer Gesellschaft, denn dann würde es auch andere Dinge geben, wie Betriebskindergärten, nur noch Ganztagsschulen und vorallem - weniger Arbeitslose !

Wenn ich auf einem Freitag einen neuen Personalausweis brauche, weil ich eben nur am Freitag frei habe, dann haben die da heute leider geschlossen !

Oder Fragen zu meinem Rentenkonto- da geht um halb 9 niemand an Telefon und um eine Stunde später haben die Frühstück und dann Mittag oder sowas !

Pssssst
Mal ein Zwischeneinwurf

Das geht mittlerweile alles Online.

Hat sich selbst der lahme Behördenapparat angepaßt?

LG - Lourdes, die Romara durchaus versteht, aber ...

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5. Dezember 2002 um 0:48
In Antwort auf alexus_12900916

UHHAAARRR !!!
ich habe es befürchtet !

Also wie die meisten hier ja wissen, bin ich eine "Betroffene"

Die Öffnungszeiten sind bei uns in der Hannover Innenstadt derzeit von 9.00 - 20.00 und am Samstag von 9.00 bis 16.00 ( Weihnachtssamstage von 9.00 - 18.00 ) Ich sage es deshalb, weil ich den Eindruck habe, das einige von EUch das nicht zu wissen scheinen.

Die "armen" Verkäufer arbeiten im Normalfall bei uns von 10.00 bis 20.00 an 5 Tagen die Woche ( Vollzeit) Der Stundenlohn liegt bei gut 10 € brutto! Ohne Zuschläge, denn die gibt es im Einzelhandel nicht.

Wann sollen die denn mal bitte einkaufen gehen können ??? An ihrem freien Tag in der Woche? Nee, da muß man zur Bank, zum Amt, zum Arzt oder zum Elternabend oder die Schwiegermutter besuchen, weil die denkt, man lebe nicht mehr !

Was ist mit Anpassung in anderen Branchen?
Kindergarten, Schule, Bank, Post ect.?

Gut, die Mehrheit der Werktätigen scheint ja NICHT im Einzelhandel zu arbeiten. Die sehen manches eben als selbstverständlich an.

Was ist mit Familien, die wenigstens einmal am Tag zusammen Essen wollen ??? Ich kann das nur 2 Mal (!) in der Woche.

Was ist mit Freunden, die einladen zu Grillabenden im Sommer, zu einem Kinobesuch oder einfach nur so? Nee, ich kann nicht, muß arbeiten.

Was ist mit Verbindungen, die Angepaßt werden sollten denn Busse und Bahnen fahren immer noch nur bis 19.00 bzw 23.00?

Was ist mit VHS-Kursen, Fortbildung oder Sportvereinen? Bei einem unregelmäßigen Freien Tag in der Woche und Wechselschicht ist sowas gar nicht drin !

Oder der gemühtliche Fernsehabend mit dem Schatz auf dem Sofa? Fällt aus, weil der schon fast schläft, wenn man oder frau nach Hause kommt!

Und nicht zu letzt : WER soll das bezahlen?

Die Kunden, ganz klar. Also werden die Preise erhöt, die Steuern gehen rauf, der Umsatz sinkt und damit die Personalausgaben - sprich Stellenreduzierung.

Ihr glaubt doch nicht, das mehr Leute eingestellt werden, weil länger auf ist, oder doch?
Nein, die Frühschicht geht um 16.00 und die Spätschicht kommt dann gerade. Mit etwas Glück, hat man noch ein oder zwei, die einen Mitteldienst schieben, aber das ist selten. Gut 80% der Kollegen sind ja schon Teilzeitleute.

Und bei einer Lohnerhöhung von 3,1 %, die nur für einen Teil des Jahres gezahlt wird statt für 12 Monate und auch nur für die, die Tarif verdienen ( ich liege mit 1 € darüber!) - ich bitte Euch.

Ich sollte Krankenschwester werden - denn wenn ich an meine Schwägerin denke, die arbeitet 3 Nächte in der Woche und verdient mehr, als ihr Mann, der Vollzeit jobt... DAS lohnt sich wirklich.

Jaaa - ich rege mich auf und ich finde an solche Dinge wird zu wenig gedacht.

Ich bin nicht dagegen, von mir aus sollten die Geschäfte 24 h geöffnet haben, aber bitte dann sollte das drumherum auch stimmen !!! Solange es aber ausschließlich die Öffnungzeiten sind, dann bin ich sehr wohl dagegen. Entschieden !!!

Eure Romara
*die sich freud, das diese Diskussion ganz nett wird*

Jicha
Da steig mach ich doch ghleich mal weiter mit, bei der Diskussion!

Schön zu sehen, daß ich nicht die einzige bin, die die Sache so sieht! Während ich meinen ersten Beitrag geschrieben habe, hab´ß ich mir schon ausgemalt, wieviele aufgebrachte Antworten ich wohl bekommen mag!

Ich kann Romara nur zustimmen- viele sehen das "Dahinter" gar nicht, bloß die allzeit parate Verkäuferin, möglicht mit Dauergrinsen im Gesicht, auch wenn sie vor einem Haufen weiterer Kunden heruntergeputzt wird.

Entschuldigt bitte- aber in Zeiten, in denen man sich von Kunden anschreien lassen muß, wieso es beim Getränkeautomaten HINTER den Kassen , für welchen eine Fremdfirma die Stellfläche angemietet hat, keine Strohhalme für die Dosen (?!?) gibt, da fragt man sich doch, welche Partei unfreundlich ist- die Angestellten oder die Kunden?
Wenn ein Kunde hereinkommt, schaut einem ins Gesicht und man lächelt freundlich und grüßt, die Kollegin grüßt, er schaut sie auch an+ dreht sich dann einfach weg ohne ein Wort und schaut sich im Laden um- wer hat dann keinen Anstand?

Ich will hier wirklich nicht alle in eine Tüte packen- aber wie schon geasgt, tendenziell wird dieses Verhalten schlimmer. Und das traurigste ist, daß viele Betrieb mittlerweile viel Geld in Mitarbeiterschulungen stecken und ihr Serviceangebot (und dazu gehören auch möglichst lange Öffnungszeiten) verbessern (tolerante Umtauschgarantie, Lieferservice, Hängerverleih, kostenlose Getränke etc...)- aber anstatt, daß dies in irgeneiner Weise honoriert wird, heißt es (gerade eben durch die Medien) immer wieder Servicewüste, schlechte Beratung etc. Es wird immer irgendetwas zu verbessern geben, aber erstens nicht nur von Seiten der Betriebe aus, sondern auch beim Konsumenmten, und zweitens kann man innerhalb von 2 Jahren nicht alle Fehler ausm,erzen, bzw. ein komplett neues Öffnungszeitensystem ohne Probleme auf die Beine stellen und dies auch verwirklichen.

Wie auch Romara geschrieben hat- wenn irgendwann das Drumherum stimmt, dann jkönnen wir gerne ein anderes System einführen. Aber in der momentane´n wirtschaftlichen Lage werden eben..
... die wenigsten Betriebe in der Lage sein, weitere Mitarbeiter einzustellen. Das bedeutete entweder massive Überstunden für das Stammpersonla oder aber knapper besetzte Schichten zu anderen Zeiten, woruinter auch wieder der Kunde zu leiden hat.
... werden kleine Betriebe (insbesondere in kleineren Gemeinden) zunehmend konkurrenzunfähig werden, denn diese können sich durch meist kleines Stammpersonal erst recht keine längeren Öffnungszeiten leisten (bzw. auch keine zusätzlichen Mitarbeiter), sprich: diese werden auf lange Sicht hin eher weniger. Längere Öffnungszeiten bringen wenn überhaupt (!) nur größeren Unternehmen mehr Umsatz. Die Infrastruktur wird auf lange Sicht in schlechter, da Einkäufe irgendwann nur noch in größeren Gemeinden (wo entsprechend "stabile" Geschäfte angesiedelt sind) vorgenommen werden können.

Puh, ich bin auf interessante Antworten gespannt!

Viele Grüße,
Merengardis

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5. Dezember 2002 um 1:11
In Antwort auf vita_12371736

Ungerechtigkeiten gibt es viele...
Liebe Romara,

es gibt viele Ungerechtigkeiten bei der Ausübung von Berufen.

Aber es gibt Spielregeln, die nun mal so laufen.
Wenn es keinen Bedarf für längere Öffnungszeiten gäbe, dann würde es auch keine geben.

Aber mal zum Nachdenken:

Was sollen die Krankenhäuser und Pflegeheime machen? Ihre Patienten Nachts und an Feiertagen nach Hause schicken, weil das Personal bei der Familie sein muss? Und Pflegepersonal verdiehnt auch nichts sonderlich viel - selbst mit üppigster Schichtzulage nicht.

Was sollen Kneipen und Discos machen? Um Mitternacht schließen?

Restaurants zu Weihnachten grundsätzlich geschlossen bleiben?

Flugzeuge nicht länger als 8 h fliegen, weil das Flugpersonal nicht so "lange" arbeiten kann?

Weisst Du, es gibt viele Ungerechtigkeiten und dennoch käme keiner auf die Idee, diese zu ändern. Mir fallen so viele ein, dass ich sie gar nicht alle aufzählen kann... Einige sind eben notwendig, andere vorhanden, weil sich unsere Gesellschaft zu "eingespielt" hat.

Hm...
Naja, grundsätzlich hast Du echt recht. Es geht debke ich auch gar nicht darum grundsätzlich zu sagen: "das wolln mer nicht, das ist doof!". Im Gegenteil. Wie mehrfach gesagt wurde, wenn das Drumherum stimmt, dann ist das ja auch in Ordnung. Ich hab´schon in meiner Lehre als Floristin JEDEN Samstag gearbeitet, jeden dritten Sonntag, fast jeden Feiertg, Weihnachten bis Nachmittags etc.. 80 Überstunden im Dezember waren da der Durchschnitt. Jetzt arbeite ich eben in einem größeren Unternehmen in meinem Beruf. Das hat Vorteile : kein Sonntagsdienst, keine Arbeit an Feiertagen. Dafür Wechselschichten, lange Samstage. Es geht generell also nicht darum, daß die Leute im Einzelhandel keine Lust auf die Überstunden haben. Aber wenn nun auch NOCH längere Öffnungszeiten kommen, dann gerät einfaxch alles etwas aus dem Gleichgewicht. Natürlich läuft auch in anderen Berufen nicht alles so, wie es sollte, keine Frage. (zum Beispiel Krankeschwester: wenn alles glatt läuft, sind nach einer Einheit (dauert mehrerer Tage) Spätdienst immer 4 Tage am Stück frei- in den meisten Krankenhäusern ist dies aus Personal mngel auch nicht möglich). Aber ich finde, es ist vermessen zu sagen: "wieso sollte es Euch besser gehen, wenn es in anderen Berufe doch auch nicht so gut ist".

Meiner Meinung nach ist es ein verdammt*** Irrglaube mit längeren Öffnungszeiten die Wirtschaft ankurbeln zu können. Und das macht mich einfach so wütend. Denn niemand wird deswegen mehr ausgeben. Niemand wird deswegen mehr zum Ausgeben haben. Stattdessen steigen die Kosten für die Unternehmen. Stattdessen geraten kleine Läden in echte Bedrängnis, weil sie aus finanziellen Gründen mit den "Großen" nicht mithalten können. Und gerade letzteres macht mir irgendwo wirklich Angst. Wenn ab nächstem Jahr dann auch noch die Mehrwertsteuer für Pflanzen/ Schnittblumen (das betrifft mich nun einmal persönlich) um 9% angehoben wird, dann kann ein nicht unbeträchtlicher Teil der Branche erst recht einpacken. Denn gerade im Floristikbereich stellen die kleinen Geschäfte den Großteil dar.
Das ist nur EIN Beispiel, einerseits meckert jeder über zu kurze Öffnungszeiten, anderseits beschweren sich aber alle, daß "ihr" kleiner Lebensmittelaladen im Ort zumacht. Merkt ihr eigentlich, wie paradox das ist?!

Erwartungsvolle Grüße,
Merengardis

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5. Dezember 2002 um 1:23
In Antwort auf miina_12039440

Hm...
Naja, grundsätzlich hast Du echt recht. Es geht debke ich auch gar nicht darum grundsätzlich zu sagen: "das wolln mer nicht, das ist doof!". Im Gegenteil. Wie mehrfach gesagt wurde, wenn das Drumherum stimmt, dann ist das ja auch in Ordnung. Ich hab´schon in meiner Lehre als Floristin JEDEN Samstag gearbeitet, jeden dritten Sonntag, fast jeden Feiertg, Weihnachten bis Nachmittags etc.. 80 Überstunden im Dezember waren da der Durchschnitt. Jetzt arbeite ich eben in einem größeren Unternehmen in meinem Beruf. Das hat Vorteile : kein Sonntagsdienst, keine Arbeit an Feiertagen. Dafür Wechselschichten, lange Samstage. Es geht generell also nicht darum, daß die Leute im Einzelhandel keine Lust auf die Überstunden haben. Aber wenn nun auch NOCH längere Öffnungszeiten kommen, dann gerät einfaxch alles etwas aus dem Gleichgewicht. Natürlich läuft auch in anderen Berufen nicht alles so, wie es sollte, keine Frage. (zum Beispiel Krankeschwester: wenn alles glatt läuft, sind nach einer Einheit (dauert mehrerer Tage) Spätdienst immer 4 Tage am Stück frei- in den meisten Krankenhäusern ist dies aus Personal mngel auch nicht möglich). Aber ich finde, es ist vermessen zu sagen: "wieso sollte es Euch besser gehen, wenn es in anderen Berufe doch auch nicht so gut ist".

Meiner Meinung nach ist es ein verdammt*** Irrglaube mit längeren Öffnungszeiten die Wirtschaft ankurbeln zu können. Und das macht mich einfach so wütend. Denn niemand wird deswegen mehr ausgeben. Niemand wird deswegen mehr zum Ausgeben haben. Stattdessen steigen die Kosten für die Unternehmen. Stattdessen geraten kleine Läden in echte Bedrängnis, weil sie aus finanziellen Gründen mit den "Großen" nicht mithalten können. Und gerade letzteres macht mir irgendwo wirklich Angst. Wenn ab nächstem Jahr dann auch noch die Mehrwertsteuer für Pflanzen/ Schnittblumen (das betrifft mich nun einmal persönlich) um 9% angehoben wird, dann kann ein nicht unbeträchtlicher Teil der Branche erst recht einpacken. Denn gerade im Floristikbereich stellen die kleinen Geschäfte den Großteil dar.
Das ist nur EIN Beispiel, einerseits meckert jeder über zu kurze Öffnungszeiten, anderseits beschweren sich aber alle, daß "ihr" kleiner Lebensmittelaladen im Ort zumacht. Merkt ihr eigentlich, wie paradox das ist?!

Erwartungsvolle Grüße,
Merengardis

Was mir grade noch einfällt...
Ich denke, es ist keine Lösung, einfach zu sagen: es sind doch genug da, die die Zeit überbrücken können- und dann z.B. Studenten etc. nennt. Das mag ja in vielen Fällen noch gehen, aber was ist denn in Bereichen, in denen es um Beratung geht? Z.B. Floristen, Gartenbedarf (Dünger etc...).

Es hat schon Sinn, daß es eine geregelte Ausbildung für Verkäufwer u.Ä. gibt, auch wenn viele das nicht wahrhaben wollen. DAS ist nämlich auch so eine verzwickte Sache. Immer, wenn es um längere Öffnungszeiten geht, heißt es: "Es gibt doch genug Studenten oder Schüler, die Aushilfsjobs suchen!" Daß dadurch in vielen Fällen das Beratungsniveau sinkt mag keiner sehen. Aber wehe, wenn man dann einmal eine Frage hat+ die Aushilfskraft nicht ganz so gut Beschied weiß- dann heißt es gleich wieder "Die Verkäuferin hatte bestimmt nur keine Lust zum Beraten!"-> Servicewüste Deutschland!

In diesem Sinne gute Nacht!
Merengardis

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5. Dezember 2002 um 1:50

Welch schöne Diskussion...
Hallo ihr Lieben,

ich verfolge diese Diskussion jetzt sehr gespannt und muß noch mal meinen Senf dazugeben.

Ich frage mich, warum man so etwas wie Ladenschlußzeiten überhaupt regeln muß? Sehe ich nicht ein. Jeder soll öffnen wie er will.

Servicewüste Deutschland: Meinetwegen ist der Begriff Mediengeprägt. Und sicherlich trifft er auch nicht auf alle Verkäufer zu und schon gar nicht ausschließlich auf diese. Aber aus persönlicher Erfahrung muß ich sagen: Ich bin in keinem Land der WElt (Okay, kenn nicht alle) so von Verkäufern angeblafft worden, wie in Deutschland. Trotz Freundlichkeit meinerseits. Die Liste der Läden, in die ich deshalb keinen Fuß mehr setze ist relativ lang.

Arbeitszeiten von Verkäufern: Auch eine Verkäuferin hat keine Wochenarbeitszeit von 60 Stunden. Wo arbeitet ihr denn? Kann sowas nicht glauben, sorry.

Gehalt von Pflegepersonal: Zufällig sind in meinem Umkreis einige Krankenschwestern. Und was die verdienen... Eine Zumutung. Und die haben auch nicht nach ein paar Tagen 4 Tage frei.

Klar muß vieles abgepaßt werden. Klar ist das für die Betroffenen blöd.

Aber ich finds trotzdem gut. Denn das Gesetz an sich ist relativ unsinnig.

nindscha, die die Betroffenen gerne verstehen will und auch bitte nicht über einen Kamm scheren will, die aber trotzdem DAFÜR ist.

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5. Dezember 2002 um 13:16

Meine Meinung
Im Prinzip sollte es in gewissen Grenzen jedem überlassen sein, wann er öffnet. Grundsätzlich sollte der Sonntag jedoch als "freier Tag" und als kleine Erholpause von Konsum und Kommerz erhalten bleiben. Ein Tag ohne Einkaufen geht schon .
In der Woche allerdings würde ich gern auch mal noch um 21 Uhr einkaufen. Zum Beispiel CDs oder Klamotten suchen sich nun mal nicht so gut nachmittags zwischendurch aus, mit der Aktentasche unter dem Arm und der Zeit im Nacken. Das Argument "wer's bis 20 Uhr nicht geschafft hat, schaffts auch nicht bis 22 Uhr" zählt insofern nicht, als dass für manche eben die Freizeit erst um 7 beginnt, manche den Einkauf eben nicht als Notwendigkeit sondern als angenehme Abendbeschäftigung sehen, dass es auch Touristen gibt, die nicht den Rhythmus eines Werktätigen haben etc.
Na ja und Samstag abend... das ist doch DIE ideale Zeit, um Geschäfte zu machen. Wenn man vor der Kinovorstellung noch ne halbe Stunde in den CD-Angeboten stöbern kann, wenn man das Abendessen mit der Familie nutzen kann, gleich noch mal die neuen Möbel anzuschauen, wenn man die Knabber- und Trinksachen für den späteren spontanen Videoabend eben nicht "tanken" sondern richtig kaufen kann, und vor allem überhaupt wenn man mal richtig stöbern und "shoppen" gehen kann ohne dass irgend etwas, sei es nun das Abendbrot, Treffen, Termine, die Sportschau oder sonstetwas "drängt".
Ich habe jedenfalls bisher bestimmt 70% meiner CDs nach 20 Uhr gekauft - im Kulturkaufhaus Dussmann, dass Mo-Sa bis 22 Uhr aufhat. Und den "großen Einkauf" mit der Familie gibts auch meistens, so wie heute abend wieder , nach 20 Uhr im Großmarkt...
Was die Angestellten angeht, so hört man übrigens immer mal wieder, es wäre sogar ganz angenehm, abends zu arbeiten, die Kunden wären ruhiger und entspannter, es würde sich eher Zeit genommen um sich richtig zu informieren etc. Und in anderen Berufen - auch wenn das vielleicht ein hinkender Vergleich ist - muss doch auch so gut wie rund um die Uhr gearbeitet werden und keiner käme auf die Idee daran was zu ändern...

Daniel

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5. Dezember 2002 um 21:47
In Antwort auf Lourdes

Pssssst
Mal ein Zwischeneinwurf

Das geht mittlerweile alles Online.

Hat sich selbst der lahme Behördenapparat angepaßt?

LG - Lourdes, die Romara durchaus versteht, aber ...

*ggg*
*flüster*

blöde Frage: Gilt das auch für einen neuen Personalausweis, wenn mein alter abläuft?

LG von Romara
*die hofft, das diese Diskussion nicht das zwischenmenschliche zerrstört*

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6. Dezember 2002 um 1:05

Jetzt muss ich mal Frust loswerden
Für Konsumenten sind Öffnungszeiten bis 22 Uhr und noch länger wahrhaftig eine Gaumenfreude - das kann ich mir vorstellen.

Nur betrachtet bitte auch das Drumherrum - seht nicht nur die Unzufriedenheit vieler Verkäufer und Kaufleute. Klar sind viele unzufrieden bei der Aussicht bis 22 Uhr arbeiten zu müssen. Vor ein paar Jahren hieß es noch Ladenschluß bis 18.30 Uhr - annehmbar für Frau mit Kind, alleinerziehend oder nicht. Es war ein BEruf, der einem Spaß machte - bei dem man wußte, was auf einen zukommt - deswegen erlernte man diesen BEruf auch. Es gibt Tagesstätten, die für die Betreuung garantierten oder eben auch die Omas und Babysitter. Bis 20 Uhr ist diese Regelung mit der Kita nicht zu vereinbaren - Oma und Babysitter schon eher - aber bis 22 Uhr? Nimmt ein AG etwa eine Mutter, die diesen Beruf vor 5 Jahren lernte und die nur bis 18.30 Uhr arbeiten kann, weil es damals so üblich war???

Klar - jetzt könnte man sagen, man kann umschulen. Nur wird eine Umschulung nicht so ohne weiteres genehmigt - denn Kaufleute und Verkäufer werden gesucht, wie Sand am Meer. Und bis man da eine Umschulung bekommt - das dauert in manchen Fällen.

Aber es geht ja nicht nur darum. Ihr werdet spätestens dann meckern, wenn euer Supermarkt um die Ecke die Preise um mind. 50% erhöht - schließlich müssen Nebenkosten, Lohnkosten und Miete ect bezahlt werden. Nette Stromrechnung, wenn eine Festtagsbeleuchtung bis 22 Uhr vorhanden ist. Die horrenden Preise - in so nem EKZ sitzen die Mieten wegen der ganzen Masse an Laufkundschaft schon recht hoch. Und wem werden sie wohl angelastet - nicht dem armen Verkäufer, der Beziehungen zu anderen Verkäufern hat und deswegen noch locker Prozente rausschlagen kann. Nein, es sind die ach so kauffreudigen Konsumenten. Ich möchte zu gerne eure Gesichter sehen, wenn ihr für einen Liter 3,5% Milch 2,-€ hinlegen müßt. Und das Lidl oder Aldi.
Oder wenn ihr im Fachgeschäft einer fremdsprachigen Aushilfe gegenüber steht, die weder von vom Fach ist - noch euch versteht, die aber nur 400€ monatlich kostet. Denn mehr wird in viele Firmen dann nicht drin sein.

Ganz zu schweigen von den neuen 100.000 Arbeitslosen - denn viele kleine Geschäfte, die sich das finanziell nicht leisten können, werden den Bach runtergehen.*schwupp* Und irgendwann in ein paar Jahren stehen dann nur noch Betonklotzer und Glaspaläste von Einkaufszentren. Is die Aussicht nicht Spitze? Ich meine, die paar Tausend Arbeitslose mehr, was ist das schon. Davon bringen sich dann auch noch ein paar pleitegegangene Kleinunternehmer um, weil sie keine andere Möglichkeit sehen, um ihre Schulden loszuwerden.


Liebe Grüße
ToyotaDoc *diehofft,dassmanihrjetztihrenFrustnichtallzukrumm
nimmt"

Bevor ich es vergesse - ihr wollt dann alle ja schließlich mehr Lohn - Mann und Frau muss ja leben können, Urlaub muss auch drinne sein. Das hat dann ja wie selbstverständlich wieder Preiserhöhungen in allen Richtungen zur Folge - zur Freude des Herrn Bundeskranzlers, denn so kommt mit der erhöhten Mwst doch mehr Kohle in die Staatskasse *freu*.

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6. Dezember 2002 um 11:24
In Antwort auf mave_12909122

Jetzt muss ich mal Frust loswerden
Für Konsumenten sind Öffnungszeiten bis 22 Uhr und noch länger wahrhaftig eine Gaumenfreude - das kann ich mir vorstellen.

Nur betrachtet bitte auch das Drumherrum - seht nicht nur die Unzufriedenheit vieler Verkäufer und Kaufleute. Klar sind viele unzufrieden bei der Aussicht bis 22 Uhr arbeiten zu müssen. Vor ein paar Jahren hieß es noch Ladenschluß bis 18.30 Uhr - annehmbar für Frau mit Kind, alleinerziehend oder nicht. Es war ein BEruf, der einem Spaß machte - bei dem man wußte, was auf einen zukommt - deswegen erlernte man diesen BEruf auch. Es gibt Tagesstätten, die für die Betreuung garantierten oder eben auch die Omas und Babysitter. Bis 20 Uhr ist diese Regelung mit der Kita nicht zu vereinbaren - Oma und Babysitter schon eher - aber bis 22 Uhr? Nimmt ein AG etwa eine Mutter, die diesen Beruf vor 5 Jahren lernte und die nur bis 18.30 Uhr arbeiten kann, weil es damals so üblich war???

Klar - jetzt könnte man sagen, man kann umschulen. Nur wird eine Umschulung nicht so ohne weiteres genehmigt - denn Kaufleute und Verkäufer werden gesucht, wie Sand am Meer. Und bis man da eine Umschulung bekommt - das dauert in manchen Fällen.

Aber es geht ja nicht nur darum. Ihr werdet spätestens dann meckern, wenn euer Supermarkt um die Ecke die Preise um mind. 50% erhöht - schließlich müssen Nebenkosten, Lohnkosten und Miete ect bezahlt werden. Nette Stromrechnung, wenn eine Festtagsbeleuchtung bis 22 Uhr vorhanden ist. Die horrenden Preise - in so nem EKZ sitzen die Mieten wegen der ganzen Masse an Laufkundschaft schon recht hoch. Und wem werden sie wohl angelastet - nicht dem armen Verkäufer, der Beziehungen zu anderen Verkäufern hat und deswegen noch locker Prozente rausschlagen kann. Nein, es sind die ach so kauffreudigen Konsumenten. Ich möchte zu gerne eure Gesichter sehen, wenn ihr für einen Liter 3,5% Milch 2,-€ hinlegen müßt. Und das Lidl oder Aldi.
Oder wenn ihr im Fachgeschäft einer fremdsprachigen Aushilfe gegenüber steht, die weder von vom Fach ist - noch euch versteht, die aber nur 400€ monatlich kostet. Denn mehr wird in viele Firmen dann nicht drin sein.

Ganz zu schweigen von den neuen 100.000 Arbeitslosen - denn viele kleine Geschäfte, die sich das finanziell nicht leisten können, werden den Bach runtergehen.*schwupp* Und irgendwann in ein paar Jahren stehen dann nur noch Betonklotzer und Glaspaläste von Einkaufszentren. Is die Aussicht nicht Spitze? Ich meine, die paar Tausend Arbeitslose mehr, was ist das schon. Davon bringen sich dann auch noch ein paar pleitegegangene Kleinunternehmer um, weil sie keine andere Möglichkeit sehen, um ihre Schulden loszuwerden.


Liebe Grüße
ToyotaDoc *diehofft,dassmanihrjetztihrenFrustnichtallzukrumm
nimmt"

Bevor ich es vergesse - ihr wollt dann alle ja schließlich mehr Lohn - Mann und Frau muss ja leben können, Urlaub muss auch drinne sein. Das hat dann ja wie selbstverständlich wieder Preiserhöhungen in allen Richtungen zur Folge - zur Freude des Herrn Bundeskranzlers, denn so kommt mit der erhöhten Mwst doch mehr Kohle in die Staatskasse *freu*.

Zwang
Nur vergaßest Du, dass es kein Zwang wäre, so lange geöffnet zu haben. Allerdings IST es HEUTE ein Zwang, nicht dann geöffnet haben zu dürfen, wenn man Kunden und Umsätze hätte. Wer es nicht nötig hat, soll doch um kurz nach 6 dicht machen (so wie fast ein komplettes EKZ hier um die Ecke um 18:30!! Solche Bastarde!!) Wer allerdings meint, ein paar Tage in der Woche oder Samstag nachmittag seinen Kunden das gewisse Mehr an Freiheit gönnen zu wollen, dem soll man das doch nicht per Gesetz verbieten. Das ist doch an der Wirklichkeit vorbei!

LG,
Daniel
(der am Sonntag abend überraschenderweise in Kufstein noch leckere Brötchen ergattert hat und durch diverse kleine Lädchen gebummelt ist...)

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6. Dezember 2002 um 12:19
In Antwort auf zev_12155958

Zwang
Nur vergaßest Du, dass es kein Zwang wäre, so lange geöffnet zu haben. Allerdings IST es HEUTE ein Zwang, nicht dann geöffnet haben zu dürfen, wenn man Kunden und Umsätze hätte. Wer es nicht nötig hat, soll doch um kurz nach 6 dicht machen (so wie fast ein komplettes EKZ hier um die Ecke um 18:30!! Solche Bastarde!!) Wer allerdings meint, ein paar Tage in der Woche oder Samstag nachmittag seinen Kunden das gewisse Mehr an Freiheit gönnen zu wollen, dem soll man das doch nicht per Gesetz verbieten. Das ist doch an der Wirklichkeit vorbei!

LG,
Daniel
(der am Sonntag abend überraschenderweise in Kufstein noch leckere Brötchen ergattert hat und durch diverse kleine Lädchen gebummelt ist...)

Hallo Daniel
nein, ich habe den Zwang nicht vergessen - ich habe nur das drumherum beschrieben und bin gefrustet, was passiert wenn das Gesetz gelockert wird.

Es besteht kein Zwang länger geöffnet zu haben - aber dann hat auch das kleine Tante Emma Lädchen keine Chance mehr (hat es ja jetzt kaum schon - da vieles von den EKZs niedergewalzt wird). Aber dann passiert zu 99% das, was ich oben schon beschrieben habe.


Liebe Grüße
ToyotaDoc

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6. Dezember 2002 um 12:49
In Antwort auf mave_12909122

Hallo Daniel
nein, ich habe den Zwang nicht vergessen - ich habe nur das drumherum beschrieben und bin gefrustet, was passiert wenn das Gesetz gelockert wird.

Es besteht kein Zwang länger geöffnet zu haben - aber dann hat auch das kleine Tante Emma Lädchen keine Chance mehr (hat es ja jetzt kaum schon - da vieles von den EKZs niedergewalzt wird). Aber dann passiert zu 99% das, was ich oben schon beschrieben habe.


Liebe Grüße
ToyotaDoc

Versteh deinen Frust...
Muß mich aber trotzdem danielp anschließen.

Hallo ToyotaDoc,

Klar hat das alles auch Nachteile. Das will ich gar nicht bestreiten. Aber der Tante-Emma-Laden ist bereits tot. Der hat heute schonkeine Chance mehr, weil im Zeitalter der Großkonzerne die Preise ganz einfach nicht gehalten werden können. das ist traurig, aber nicht mehr zu ändern.

Ich verstehe vor allem deinen Punkt mit der Kinderbetreuung auch sehr gut... Allerdings denke ich, dass man ja auch bei längeren Öffnungszeiten nicht rund um die Uhr arbeiten muß, dannkann man ja vielleicht auch die Vormittagsschicht nehmen. Denn (ich glaube unten wurde es schon mal erwähnt) es gibt viele Leute, die gerne Abends arbeiten, ganz einfach weil ihr Lebensrhythmus ein anderer ist.

Und letzten Endes geht es mir bei der Sache vor allem um eins: Ich sehe einfach nicht ein, warum die Ganze Sache überhaupt geregelt werden muss. Woanders gibts darüber auch keine Gesetze und jeder öffnet wie er will. Und das ist gut so. Leider ist sowas in Deutschland ja wie gesagt nicht möglich, weil viel zu viele Leute ihren Daumen drauf haben. Alles muß geschützt werden: Die Angestellten durch ihre Gewerkschaften, die Kaufleute durch ihre Verbände, das Land vor den Arbeitslosen, die durch die Regelung entstehen würden... Das finde ich sowieso immer die netteste Unternehmendrohung: Wenn ihr das nicht so macht, wie wir es wollen, dann müssen wir entlassen... Ganz toll. Nie die Möglichkeiten sehen, sondern sofort blocken.

Ich will das nicht schönreden. Sicher gibt es viele negative Aspekte. Es kommt auf die Ausgestaltung und Umsetzung des ganzen an. Aber ich habe manchmal das Gefühl, viele Menschen wollen die Augen davor verschließen, dass sich die Zeiten nun mal ändern. Und damit auch manches andere... Auf dauer kann man sich dem sowieso nicht verschließen. Wir leben in einer globalisierten Welt.

Prinzipiell: Abschaffung des Ladenschlußgesetzes. Und nicht gleich alles schlecht reden, sondern erstmal gucken, was man draus machen könnte. Denn die Dinge entwickeln sich nicht immer so, wie man das dachte.

Liebe Grüße,
nindscha, die gerne alle Seiten verstehen will, es aber nur bis zu einem gewissen Punkt schafft. Leider.

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6. Dezember 2002 um 13:26
In Antwort auf beat_12643474

Versteh deinen Frust...
Muß mich aber trotzdem danielp anschließen.

Hallo ToyotaDoc,

Klar hat das alles auch Nachteile. Das will ich gar nicht bestreiten. Aber der Tante-Emma-Laden ist bereits tot. Der hat heute schonkeine Chance mehr, weil im Zeitalter der Großkonzerne die Preise ganz einfach nicht gehalten werden können. das ist traurig, aber nicht mehr zu ändern.

Ich verstehe vor allem deinen Punkt mit der Kinderbetreuung auch sehr gut... Allerdings denke ich, dass man ja auch bei längeren Öffnungszeiten nicht rund um die Uhr arbeiten muß, dannkann man ja vielleicht auch die Vormittagsschicht nehmen. Denn (ich glaube unten wurde es schon mal erwähnt) es gibt viele Leute, die gerne Abends arbeiten, ganz einfach weil ihr Lebensrhythmus ein anderer ist.

Und letzten Endes geht es mir bei der Sache vor allem um eins: Ich sehe einfach nicht ein, warum die Ganze Sache überhaupt geregelt werden muss. Woanders gibts darüber auch keine Gesetze und jeder öffnet wie er will. Und das ist gut so. Leider ist sowas in Deutschland ja wie gesagt nicht möglich, weil viel zu viele Leute ihren Daumen drauf haben. Alles muß geschützt werden: Die Angestellten durch ihre Gewerkschaften, die Kaufleute durch ihre Verbände, das Land vor den Arbeitslosen, die durch die Regelung entstehen würden... Das finde ich sowieso immer die netteste Unternehmendrohung: Wenn ihr das nicht so macht, wie wir es wollen, dann müssen wir entlassen... Ganz toll. Nie die Möglichkeiten sehen, sondern sofort blocken.

Ich will das nicht schönreden. Sicher gibt es viele negative Aspekte. Es kommt auf die Ausgestaltung und Umsetzung des ganzen an. Aber ich habe manchmal das Gefühl, viele Menschen wollen die Augen davor verschließen, dass sich die Zeiten nun mal ändern. Und damit auch manches andere... Auf dauer kann man sich dem sowieso nicht verschließen. Wir leben in einer globalisierten Welt.

Prinzipiell: Abschaffung des Ladenschlußgesetzes. Und nicht gleich alles schlecht reden, sondern erstmal gucken, was man draus machen könnte. Denn die Dinge entwickeln sich nicht immer so, wie man das dachte.

Liebe Grüße,
nindscha, die gerne alle Seiten verstehen will, es aber nur bis zu einem gewissen Punkt schafft. Leider.

Hallo Nindscha
das mit der Frühschicht ist nicht so einfach. Wir sind eine egoistische und leider auch neidische Gesellschaft. Versuch mal im Handel nur Frühschicht zu schieben - nicht möglich, ich habe es bei meinem ersten Kind hinter mir.

Tante Emma Läden würden noch existieren, wenn Preis- und Steuertreibereien nicht so extrem wären und wenn das Ladenschlussgesetz so wäre wie noch vor 5 Jahren. Aber mal abgesehen davon - es geht ja nicht nur um die Zeiten. Obwohl ich dazu sagen muss, wenn ich hätte Nachtschicht schieben wollen, wäre ich Krankenschwester oder weiß ich was geworden. Es gibt noch andere Aspekte.

Alles was an weiteren Kosten anfällt wird dem Endverbraucher angelastet - deine Grundnahrungsmittel werden teurer, viel teurer.

Aber nicht nur das - arbeitest du im Handel? Was meinst du, warum fast alle Tankstellen um 22 Uhr dichtmachen und wenn dann nur noch hinter dicker Scheibe kassieren und keinen mehr in den Laden lassen. Tankstellen sind von der Regelung ausgeschlossen - es passiert auch mir, das ich nachts noch mal Heisshunger bekomme und am liebsten zur Tanke stürmen würde. Nun stell dir mal einen Laden vor, der rund um die Uhr auf hat. Was da ab einem gewissen Zeitpunkt an Kohle rumliegt, egal ob Tresor oder nicht. Und das nicht hinter dicker Scheibe (nur mal so am Rande erwähnt).

Aber zurück zum Thema - die Sache mit dem LSG war ja schon mal. Klar ist es schön bis 20 Uhr einkaufen zu gehen. Aber es ist und bleibt ein ewiger Kreislauf der sich nie ändern wird. Es ändert sich nur die Dicke eures Portomonaies. Aber dann schimpft nicht auf die Preise der EH rum, sondern aktzeptiert sie!!!


Liebe Grüße
T.D.

Und schiebt bitte, bitte doch nicht immer die anderen Berufe vor.</b>

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6. Dezember 2002 um 14:11
In Antwort auf mave_12909122

Hallo Nindscha
das mit der Frühschicht ist nicht so einfach. Wir sind eine egoistische und leider auch neidische Gesellschaft. Versuch mal im Handel nur Frühschicht zu schieben - nicht möglich, ich habe es bei meinem ersten Kind hinter mir.

Tante Emma Läden würden noch existieren, wenn Preis- und Steuertreibereien nicht so extrem wären und wenn das Ladenschlussgesetz so wäre wie noch vor 5 Jahren. Aber mal abgesehen davon - es geht ja nicht nur um die Zeiten. Obwohl ich dazu sagen muss, wenn ich hätte Nachtschicht schieben wollen, wäre ich Krankenschwester oder weiß ich was geworden. Es gibt noch andere Aspekte.

Alles was an weiteren Kosten anfällt wird dem Endverbraucher angelastet - deine Grundnahrungsmittel werden teurer, viel teurer.

Aber nicht nur das - arbeitest du im Handel? Was meinst du, warum fast alle Tankstellen um 22 Uhr dichtmachen und wenn dann nur noch hinter dicker Scheibe kassieren und keinen mehr in den Laden lassen. Tankstellen sind von der Regelung ausgeschlossen - es passiert auch mir, das ich nachts noch mal Heisshunger bekomme und am liebsten zur Tanke stürmen würde. Nun stell dir mal einen Laden vor, der rund um die Uhr auf hat. Was da ab einem gewissen Zeitpunkt an Kohle rumliegt, egal ob Tresor oder nicht. Und das nicht hinter dicker Scheibe (nur mal so am Rande erwähnt).

Aber zurück zum Thema - die Sache mit dem LSG war ja schon mal. Klar ist es schön bis 20 Uhr einkaufen zu gehen. Aber es ist und bleibt ein ewiger Kreislauf der sich nie ändern wird. Es ändert sich nur die Dicke eures Portomonaies. Aber dann schimpft nicht auf die Preise der EH rum, sondern aktzeptiert sie!!!


Liebe Grüße
T.D.

Und schiebt bitte, bitte doch nicht immer die anderen Berufe vor.</b>

Hallo Toyota Doc,
Der Sicherheitsaspekt ist ein neuer in dieser Diskussion- und nicht zu verachten, da hast du recht.

Ich habe mal im Handel gearbeitet, allerdings nur nebenbei, um mein Studium zu finanzieren. Und von daher kenn ich auch die Zeiten-problematik. Ich war da so ziemlich der "Arsch". Keine Kinder, jung und ja eh nur "Aushilfskraft" (auch nach drei Jahren noch...)... also mußte ich immer arbeiten, wenn sonst keiner wollte, und an Urlaub zu einer halbwegs brauchbaren Zeit war schon gar nicht zu denken. Ich könnte ja immer fahren, als Student hätte ich ja sonst keine Verpflichtungen... So nach dem Motto. Das war auch der Grund, warum ich da gekündigt habe. Von daher kann ich das schon alles verstehen.

Ich verstehe auch, dass ihr nicht mit anderen berufen verglichen werden möchtet. Das bleibt aber leider nicht aus, gerade wenn es um so etwas wie Arbeitszeiten geht. Es kann nicht sein, dass eine Berufsgruppe sich so über Zeiten azfregt, die für andere normal sind. Selbst wenn man das objektiv sehen will, gerade Leute die jetzt schon, zu ungünstigen zeiten arbeiten werden denken, mann was soll das alles?

Der Kostenaspekt... Klar ist der nicht zu verkennen. Aber man muß ja nicht öffnen, Und Läden, wei zum Beispiel Aldi haben ja auch jetzt nicht bis 20 Uhr auf... Und trotzdem geht (fast) jeder hin.

Auf der anderen Seite sind viele Leute aber auch bereit, für mehr Leistung auch mehr zu zahlen. Auch in unseren wirtschaftlich schlechteren Zeiten.

Man kann lange hin und her reden. Letzten Endes wird diese Diskussion sowieso immer wieder hochkommen. Deshalb denke ich auch, das man das Gesetz abschaffen sollte... Und das wird sich dann schon alles von alleine einpendeln. Wir leben in einer Marktwirtschaft, und deren Grundsatz ist ja bekanntlicherweise, dass sie am besten funktioniert, wenn sie unbeeinflußt von außen alleine nach Angebot und Nachfrage funktioniert.

In diesem Sinne,
liebe Grüße,
nindscha

PS: Bitte nicht so verstehen, dass ich nichts von Verkäufern halte, oder die resultierenden Probleme nicht ernst nehme... Dem ist nämlich nicht so.

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6. Dezember 2002 um 18:59
In Antwort auf beat_12643474

Hallo Toyota Doc,
Der Sicherheitsaspekt ist ein neuer in dieser Diskussion- und nicht zu verachten, da hast du recht.

Ich habe mal im Handel gearbeitet, allerdings nur nebenbei, um mein Studium zu finanzieren. Und von daher kenn ich auch die Zeiten-problematik. Ich war da so ziemlich der "Arsch". Keine Kinder, jung und ja eh nur "Aushilfskraft" (auch nach drei Jahren noch...)... also mußte ich immer arbeiten, wenn sonst keiner wollte, und an Urlaub zu einer halbwegs brauchbaren Zeit war schon gar nicht zu denken. Ich könnte ja immer fahren, als Student hätte ich ja sonst keine Verpflichtungen... So nach dem Motto. Das war auch der Grund, warum ich da gekündigt habe. Von daher kann ich das schon alles verstehen.

Ich verstehe auch, dass ihr nicht mit anderen berufen verglichen werden möchtet. Das bleibt aber leider nicht aus, gerade wenn es um so etwas wie Arbeitszeiten geht. Es kann nicht sein, dass eine Berufsgruppe sich so über Zeiten azfregt, die für andere normal sind. Selbst wenn man das objektiv sehen will, gerade Leute die jetzt schon, zu ungünstigen zeiten arbeiten werden denken, mann was soll das alles?

Der Kostenaspekt... Klar ist der nicht zu verkennen. Aber man muß ja nicht öffnen, Und Läden, wei zum Beispiel Aldi haben ja auch jetzt nicht bis 20 Uhr auf... Und trotzdem geht (fast) jeder hin.

Auf der anderen Seite sind viele Leute aber auch bereit, für mehr Leistung auch mehr zu zahlen. Auch in unseren wirtschaftlich schlechteren Zeiten.

Man kann lange hin und her reden. Letzten Endes wird diese Diskussion sowieso immer wieder hochkommen. Deshalb denke ich auch, das man das Gesetz abschaffen sollte... Und das wird sich dann schon alles von alleine einpendeln. Wir leben in einer Marktwirtschaft, und deren Grundsatz ist ja bekanntlicherweise, dass sie am besten funktioniert, wenn sie unbeeinflußt von außen alleine nach Angebot und Nachfrage funktioniert.

In diesem Sinne,
liebe Grüße,
nindscha

PS: Bitte nicht so verstehen, dass ich nichts von Verkäufern halte, oder die resultierenden Probleme nicht ernst nehme... Dem ist nämlich nicht so.

Um noch mal auf die Berufsgruppen zu kommen
ich kann verstehen, wenn sich der Handel über diese Zeiten aufregt.
Wie würden denn unsere lieben Beamten oder reagieren, wenn sie urplötzlich von Montags bis Samstags von 8-22 Uhr arbeiten müssten??? Schichten schieben - Hoolla das wäre ein Spaß Und wenn das für sämtliche Berufszweige gelten würde, angefangen bei den Bürohengsten über die Arzthelferin bis hin zur Straßenreinigung.
Nun frage ich mich mal ehrlich, wer dann noch groß hier schreien würde.

Liebe Grüße
ToyotaDoc

Nicht falsch auffassen - ich will damit nur deutlich machen, dass man nur solange hier schreit, wie man selber nicht betroffen ist. Bin übrigens keine Verkäuferin sondern Kauffrau im EH - zwar nur ein kleiner Unterschied, aber es ist einer.

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6. Dezember 2002 um 21:08
In Antwort auf miina_12039440

Hm...
Naja, grundsätzlich hast Du echt recht. Es geht debke ich auch gar nicht darum grundsätzlich zu sagen: "das wolln mer nicht, das ist doof!". Im Gegenteil. Wie mehrfach gesagt wurde, wenn das Drumherum stimmt, dann ist das ja auch in Ordnung. Ich hab´schon in meiner Lehre als Floristin JEDEN Samstag gearbeitet, jeden dritten Sonntag, fast jeden Feiertg, Weihnachten bis Nachmittags etc.. 80 Überstunden im Dezember waren da der Durchschnitt. Jetzt arbeite ich eben in einem größeren Unternehmen in meinem Beruf. Das hat Vorteile : kein Sonntagsdienst, keine Arbeit an Feiertagen. Dafür Wechselschichten, lange Samstage. Es geht generell also nicht darum, daß die Leute im Einzelhandel keine Lust auf die Überstunden haben. Aber wenn nun auch NOCH längere Öffnungszeiten kommen, dann gerät einfaxch alles etwas aus dem Gleichgewicht. Natürlich läuft auch in anderen Berufen nicht alles so, wie es sollte, keine Frage. (zum Beispiel Krankeschwester: wenn alles glatt läuft, sind nach einer Einheit (dauert mehrerer Tage) Spätdienst immer 4 Tage am Stück frei- in den meisten Krankenhäusern ist dies aus Personal mngel auch nicht möglich). Aber ich finde, es ist vermessen zu sagen: "wieso sollte es Euch besser gehen, wenn es in anderen Berufe doch auch nicht so gut ist".

Meiner Meinung nach ist es ein verdammt*** Irrglaube mit längeren Öffnungszeiten die Wirtschaft ankurbeln zu können. Und das macht mich einfach so wütend. Denn niemand wird deswegen mehr ausgeben. Niemand wird deswegen mehr zum Ausgeben haben. Stattdessen steigen die Kosten für die Unternehmen. Stattdessen geraten kleine Läden in echte Bedrängnis, weil sie aus finanziellen Gründen mit den "Großen" nicht mithalten können. Und gerade letzteres macht mir irgendwo wirklich Angst. Wenn ab nächstem Jahr dann auch noch die Mehrwertsteuer für Pflanzen/ Schnittblumen (das betrifft mich nun einmal persönlich) um 9% angehoben wird, dann kann ein nicht unbeträchtlicher Teil der Branche erst recht einpacken. Denn gerade im Floristikbereich stellen die kleinen Geschäfte den Großteil dar.
Das ist nur EIN Beispiel, einerseits meckert jeder über zu kurze Öffnungszeiten, anderseits beschweren sich aber alle, daß "ihr" kleiner Lebensmittelaladen im Ort zumacht. Merkt ihr eigentlich, wie paradox das ist?!

Erwartungsvolle Grüße,
Merengardis

Ich bin auch der meinung.....
mit längeren öffnungszeiten kann man keine wirtschaft ankurbeln.
es wird einfach alles nur verlagert. die leute haben deswegen ja nicht mehr geld, sie gehen bloss zu anderen zeiten einkaufen. und werden einfach bequemer.
nix gegen pensionisten, aber wenn ich seh, dass um 19.30 uhr eine ältere dame gemütlich im supermarkt herumschlendert, dann denk ich mir schon, die hat doch den ganzen tag zeit, muss die ausgerechnet kurz vorm zusperren einkaufen gehen?

ich ich bin der meinung: längere öffnungszeiten sind familienfeindlich.
ich stelle mir da eine mutter mit kindern vor, wann bitteschön soll sie sich mit ihren kids befassen, wenn sie bis 22 uhr arbeiten muss ?

nein ich denke, es ist genug, die handelsangestellten sind ohnehin schon arm dran mit den jetzigen öffnungszeiten.

trotzdem liebe grüsse an alle
maya

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6. Dezember 2002 um 21:19
In Antwort auf velma_12528538

Ich bin auch der meinung.....
mit längeren öffnungszeiten kann man keine wirtschaft ankurbeln.
es wird einfach alles nur verlagert. die leute haben deswegen ja nicht mehr geld, sie gehen bloss zu anderen zeiten einkaufen. und werden einfach bequemer.
nix gegen pensionisten, aber wenn ich seh, dass um 19.30 uhr eine ältere dame gemütlich im supermarkt herumschlendert, dann denk ich mir schon, die hat doch den ganzen tag zeit, muss die ausgerechnet kurz vorm zusperren einkaufen gehen?

ich ich bin der meinung: längere öffnungszeiten sind familienfeindlich.
ich stelle mir da eine mutter mit kindern vor, wann bitteschön soll sie sich mit ihren kids befassen, wenn sie bis 22 uhr arbeiten muss ?

nein ich denke, es ist genug, die handelsangestellten sind ohnehin schon arm dran mit den jetzigen öffnungszeiten.

trotzdem liebe grüsse an alle
maya

Ergänzend dazu noch:
ich bin keine handelsangestellte, aber ich habe vollstes mitleid mit den verkäuferinnen.

dafür schlag ich mich mit den arbeitslosen herum....die ja auch jede menge zeit haben, aber kurz vorm zusperren kommen...

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10. Dezember 2002 um 22:24
In Antwort auf alexus_12900916

*ggg*
*flüster*

blöde Frage: Gilt das auch für einen neuen Personalausweis, wenn mein alter abläuft?

LG von Romara
*die hofft, das diese Diskussion nicht das zwischenmenschliche zerrstört*

Naja ...
...wie oft macht man sowas?

Alle 5 oder 10 Jahre?

Ist jetzt auch wurscht.

Für mich darf eine Diskussion auch ruhig mal hitzig sein. Wenn nicht, dann müssen wir uns hier alle was aus der Bibel vorlesen und das muß ja nun doch nicht sein.

Mach dir also keine Gedanken um das Zwischenmenschliche, es ist alles in bester Ordnung.

Komme aber erst heute dazu dir zu antworten, denn ich hatte die letzten Tage ein bißchen Streit mit der Telekom. Der war auch recht hitzig ....

LG - Lourdes

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10. Dezember 2002 um 23:12
In Antwort auf Lourdes

Naja ...
...wie oft macht man sowas?

Alle 5 oder 10 Jahre?

Ist jetzt auch wurscht.

Für mich darf eine Diskussion auch ruhig mal hitzig sein. Wenn nicht, dann müssen wir uns hier alle was aus der Bibel vorlesen und das muß ja nun doch nicht sein.

Mach dir also keine Gedanken um das Zwischenmenschliche, es ist alles in bester Ordnung.

Komme aber erst heute dazu dir zu antworten, denn ich hatte die letzten Tage ein bißchen Streit mit der Telekom. Der war auch recht hitzig ....

LG - Lourdes

Also
Ich hätte jetzt demnächst eine Vermißtenanzeige aufgegeben

Schön Dich wieder hier zu haben

Liebe Grüße
Buffy

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11. Dezember 2002 um 12:17

Meine Meinung
Das Ladenschlußgesetz gehört gekippt und dies nicht nur aus der Sicht der Verbraucher, sondern auch der Händler und Ladenbesitzer, weil sie teil-weise um's nackte Überleben kämpfen und nach jedem Strohhalm greifen, der sich ihnen bietet.

Natürlich werden die Öffnungszeiten zwischen einem Geschäft in einer Kreisstadt oder einer Metropole weiterhin differenziert sein. Aber dem Unternehmer muß es letztendlich selbst überlassen sein, wie er seine Art von "Dienst am Kunden" interpretiert und somit seine Öffnungszeiten gestaltet. Dabei wird eine gewisse Analyse großes Mitspracherecht besitzen.

Was mich am meisten bewegt, an dieser Dis-kussion, ist die Meinung der Verkäuferinnen.
Welche Berufsgruppe hat heute noch das Privileg einer geregelten und normalen Arbeitszeit.
Das Argument, ich habe den Beruf ausgewählt, um spätestens 18.30 Uhr Feierabend zu haben o.ä., kann ich persönlich nicht akzeptieren. Wenn ich heutzutage nicht mehr arbeitszeitmäßig mitziehen kann, muß ich entweder Kompromisse schließen, oder mir eine andere Arbeit suchen, wo alles paßt.
Ich glaube aber, dass aufgrund der prekären Arbeitsmarktsituation 95 % der Angestellten ihrem Arbeitgeber entgegenkommen werden. Diese werden dann ja auch nicht ausgebeutet und schaffen von morgens bis abends, sondern werden in einem Schichtplan eingetaktet.

Ich bin übrigens seit 25 Jahren Bürokauffrau, hätte also nie gedacht meine Arbeitszeit bis 17.00 Uhr mal zu verändern. Seit 10 Jahren arbeite ich als Zolldeklarantin im 3-Schicht-system 7 Tage rund um die Uhr. Ich mußte also auch Kompromisse eingehen. Übrigens hatten unsere Kindereinrichtungen früher bereits ab 16.15 Uhr geschlossen, Tagesmütter oder einspringende Großeltern gab es auch nicht.

Nach 10 Jahren Schichtarbeit kann ich immer wieder bestätigen und dies werden andere Schichtarbeiter auch, nie wieder Arbeitszeit von
8.00 - 17.00 Uhr. Es ist halt nur eine Frage der Organisation und der Einstellung.

Zur Frage der Sicherheit. Ein Überfall kann auch am Tag passieren. (Da dürfte ich keinen Abend mehr
auf Arbeit. Wir sitzen nämlich auch alleine im Büro, haben nur mit ausländischen Kraftfahrern zu tun und eine ständig gefüllte Kasse im Schreibtisch. Mit Panzerglas ist bei uns erst der Zöllner geschützt.)

Also liebe Verkäuferinnen, seit nicht so pessimistisch, erst probieren, dann schimpfen.

In diesem Sinne einen schönen Tag. Ich kann meinen genießen. In aller Ruhe mein Haus putzen und heute Abend 18.00 Uhr in aller Ruhe meinen
12 h Nachtdienst antreten.

LG, Mutsch

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11. Dezember 2002 um 16:09
In Antwort auf sheine_12176134

Meine Meinung
Das Ladenschlußgesetz gehört gekippt und dies nicht nur aus der Sicht der Verbraucher, sondern auch der Händler und Ladenbesitzer, weil sie teil-weise um's nackte Überleben kämpfen und nach jedem Strohhalm greifen, der sich ihnen bietet.

Natürlich werden die Öffnungszeiten zwischen einem Geschäft in einer Kreisstadt oder einer Metropole weiterhin differenziert sein. Aber dem Unternehmer muß es letztendlich selbst überlassen sein, wie er seine Art von "Dienst am Kunden" interpretiert und somit seine Öffnungszeiten gestaltet. Dabei wird eine gewisse Analyse großes Mitspracherecht besitzen.

Was mich am meisten bewegt, an dieser Dis-kussion, ist die Meinung der Verkäuferinnen.
Welche Berufsgruppe hat heute noch das Privileg einer geregelten und normalen Arbeitszeit.
Das Argument, ich habe den Beruf ausgewählt, um spätestens 18.30 Uhr Feierabend zu haben o.ä., kann ich persönlich nicht akzeptieren. Wenn ich heutzutage nicht mehr arbeitszeitmäßig mitziehen kann, muß ich entweder Kompromisse schließen, oder mir eine andere Arbeit suchen, wo alles paßt.
Ich glaube aber, dass aufgrund der prekären Arbeitsmarktsituation 95 % der Angestellten ihrem Arbeitgeber entgegenkommen werden. Diese werden dann ja auch nicht ausgebeutet und schaffen von morgens bis abends, sondern werden in einem Schichtplan eingetaktet.

Ich bin übrigens seit 25 Jahren Bürokauffrau, hätte also nie gedacht meine Arbeitszeit bis 17.00 Uhr mal zu verändern. Seit 10 Jahren arbeite ich als Zolldeklarantin im 3-Schicht-system 7 Tage rund um die Uhr. Ich mußte also auch Kompromisse eingehen. Übrigens hatten unsere Kindereinrichtungen früher bereits ab 16.15 Uhr geschlossen, Tagesmütter oder einspringende Großeltern gab es auch nicht.

Nach 10 Jahren Schichtarbeit kann ich immer wieder bestätigen und dies werden andere Schichtarbeiter auch, nie wieder Arbeitszeit von
8.00 - 17.00 Uhr. Es ist halt nur eine Frage der Organisation und der Einstellung.

Zur Frage der Sicherheit. Ein Überfall kann auch am Tag passieren. (Da dürfte ich keinen Abend mehr
auf Arbeit. Wir sitzen nämlich auch alleine im Büro, haben nur mit ausländischen Kraftfahrern zu tun und eine ständig gefüllte Kasse im Schreibtisch. Mit Panzerglas ist bei uns erst der Zöllner geschützt.)

Also liebe Verkäuferinnen, seit nicht so pessimistisch, erst probieren, dann schimpfen.

In diesem Sinne einen schönen Tag. Ich kann meinen genießen. In aller Ruhe mein Haus putzen und heute Abend 18.00 Uhr in aller Ruhe meinen
12 h Nachtdienst antreten.

LG, Mutsch

Nette ansicht
es wird nicht mehr kunden geben. es wird sich alles nur in die länge ziehen.
ich denke mal es geht hier nicht nur um die verkäufer sondern um die preiserhöhungenn die dann kommen. darauf habe ich keine lust.

grüßli
twiggeline

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11. Dezember 2002 um 16:42
In Antwort auf sheine_12176134

Meine Meinung
Das Ladenschlußgesetz gehört gekippt und dies nicht nur aus der Sicht der Verbraucher, sondern auch der Händler und Ladenbesitzer, weil sie teil-weise um's nackte Überleben kämpfen und nach jedem Strohhalm greifen, der sich ihnen bietet.

Natürlich werden die Öffnungszeiten zwischen einem Geschäft in einer Kreisstadt oder einer Metropole weiterhin differenziert sein. Aber dem Unternehmer muß es letztendlich selbst überlassen sein, wie er seine Art von "Dienst am Kunden" interpretiert und somit seine Öffnungszeiten gestaltet. Dabei wird eine gewisse Analyse großes Mitspracherecht besitzen.

Was mich am meisten bewegt, an dieser Dis-kussion, ist die Meinung der Verkäuferinnen.
Welche Berufsgruppe hat heute noch das Privileg einer geregelten und normalen Arbeitszeit.
Das Argument, ich habe den Beruf ausgewählt, um spätestens 18.30 Uhr Feierabend zu haben o.ä., kann ich persönlich nicht akzeptieren. Wenn ich heutzutage nicht mehr arbeitszeitmäßig mitziehen kann, muß ich entweder Kompromisse schließen, oder mir eine andere Arbeit suchen, wo alles paßt.
Ich glaube aber, dass aufgrund der prekären Arbeitsmarktsituation 95 % der Angestellten ihrem Arbeitgeber entgegenkommen werden. Diese werden dann ja auch nicht ausgebeutet und schaffen von morgens bis abends, sondern werden in einem Schichtplan eingetaktet.

Ich bin übrigens seit 25 Jahren Bürokauffrau, hätte also nie gedacht meine Arbeitszeit bis 17.00 Uhr mal zu verändern. Seit 10 Jahren arbeite ich als Zolldeklarantin im 3-Schicht-system 7 Tage rund um die Uhr. Ich mußte also auch Kompromisse eingehen. Übrigens hatten unsere Kindereinrichtungen früher bereits ab 16.15 Uhr geschlossen, Tagesmütter oder einspringende Großeltern gab es auch nicht.

Nach 10 Jahren Schichtarbeit kann ich immer wieder bestätigen und dies werden andere Schichtarbeiter auch, nie wieder Arbeitszeit von
8.00 - 17.00 Uhr. Es ist halt nur eine Frage der Organisation und der Einstellung.

Zur Frage der Sicherheit. Ein Überfall kann auch am Tag passieren. (Da dürfte ich keinen Abend mehr
auf Arbeit. Wir sitzen nämlich auch alleine im Büro, haben nur mit ausländischen Kraftfahrern zu tun und eine ständig gefüllte Kasse im Schreibtisch. Mit Panzerglas ist bei uns erst der Zöllner geschützt.)

Also liebe Verkäuferinnen, seit nicht so pessimistisch, erst probieren, dann schimpfen.

In diesem Sinne einen schönen Tag. Ich kann meinen genießen. In aller Ruhe mein Haus putzen und heute Abend 18.00 Uhr in aller Ruhe meinen
12 h Nachtdienst antreten.

LG, Mutsch

Hallo Mutsch,
ich kann dir nur zustimmen. Ich denke auch, man sollte es jedem selber überlassen und sich das ganze einpendeln lassen, und nicht von vornherein alles schlechtreden.

Habe heute übrigens im Radio gehört, dass die Änderungen Zustimmung bei unseren lieben Herren Politikern gefunden haben und einem Beschluß nichts mehr im Wege steht. Im Gegenteil: einige BUndesländer fordern gar eine generelle Erlaubnis für 24 Stunden, 6 Tage die Woche.

In diesem Sinne,
Liebe Grüße,
nindscha

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6. Januar 2003 um 3:52
In Antwort auf alexus_12900916

UHHAAARRR !!!
ich habe es befürchtet !

Also wie die meisten hier ja wissen, bin ich eine "Betroffene"

Die Öffnungszeiten sind bei uns in der Hannover Innenstadt derzeit von 9.00 - 20.00 und am Samstag von 9.00 bis 16.00 ( Weihnachtssamstage von 9.00 - 18.00 ) Ich sage es deshalb, weil ich den Eindruck habe, das einige von EUch das nicht zu wissen scheinen.

Die "armen" Verkäufer arbeiten im Normalfall bei uns von 10.00 bis 20.00 an 5 Tagen die Woche ( Vollzeit) Der Stundenlohn liegt bei gut 10 € brutto! Ohne Zuschläge, denn die gibt es im Einzelhandel nicht.

Wann sollen die denn mal bitte einkaufen gehen können ??? An ihrem freien Tag in der Woche? Nee, da muß man zur Bank, zum Amt, zum Arzt oder zum Elternabend oder die Schwiegermutter besuchen, weil die denkt, man lebe nicht mehr !

Was ist mit Anpassung in anderen Branchen?
Kindergarten, Schule, Bank, Post ect.?

Gut, die Mehrheit der Werktätigen scheint ja NICHT im Einzelhandel zu arbeiten. Die sehen manches eben als selbstverständlich an.

Was ist mit Familien, die wenigstens einmal am Tag zusammen Essen wollen ??? Ich kann das nur 2 Mal (!) in der Woche.

Was ist mit Freunden, die einladen zu Grillabenden im Sommer, zu einem Kinobesuch oder einfach nur so? Nee, ich kann nicht, muß arbeiten.

Was ist mit Verbindungen, die Angepaßt werden sollten denn Busse und Bahnen fahren immer noch nur bis 19.00 bzw 23.00?

Was ist mit VHS-Kursen, Fortbildung oder Sportvereinen? Bei einem unregelmäßigen Freien Tag in der Woche und Wechselschicht ist sowas gar nicht drin !

Oder der gemühtliche Fernsehabend mit dem Schatz auf dem Sofa? Fällt aus, weil der schon fast schläft, wenn man oder frau nach Hause kommt!

Und nicht zu letzt : WER soll das bezahlen?

Die Kunden, ganz klar. Also werden die Preise erhöt, die Steuern gehen rauf, der Umsatz sinkt und damit die Personalausgaben - sprich Stellenreduzierung.

Ihr glaubt doch nicht, das mehr Leute eingestellt werden, weil länger auf ist, oder doch?
Nein, die Frühschicht geht um 16.00 und die Spätschicht kommt dann gerade. Mit etwas Glück, hat man noch ein oder zwei, die einen Mitteldienst schieben, aber das ist selten. Gut 80% der Kollegen sind ja schon Teilzeitleute.

Und bei einer Lohnerhöhung von 3,1 %, die nur für einen Teil des Jahres gezahlt wird statt für 12 Monate und auch nur für die, die Tarif verdienen ( ich liege mit 1 € darüber!) - ich bitte Euch.

Ich sollte Krankenschwester werden - denn wenn ich an meine Schwägerin denke, die arbeitet 3 Nächte in der Woche und verdient mehr, als ihr Mann, der Vollzeit jobt... DAS lohnt sich wirklich.

Jaaa - ich rege mich auf und ich finde an solche Dinge wird zu wenig gedacht.

Ich bin nicht dagegen, von mir aus sollten die Geschäfte 24 h geöffnet haben, aber bitte dann sollte das drumherum auch stimmen !!! Solange es aber ausschließlich die Öffnungzeiten sind, dann bin ich sehr wohl dagegen. Entschieden !!!

Eure Romara
*die sich freud, das diese Diskussion ganz nett wird*

Da kann ich nur
zustimmen.
Ich komme aus dem Einzelhandel. Naja, gut. ich war im EH bis zu meinem Erziehungsurlaub 1997. Da wurden grade die Ladenschlussgesetze auf 20 Uhr gelegt.
Von wegen, dass neue Leute eingestellt wurden. Pustekuchen. Bei dem Betrieb wo ich war wurden die vier Leute in der Abteilung geteilt. Ich war Halbtags angestellt. Meine Arbeitszeit ging 9-15 Uhr auf Frühschicht und 14-20 Uhr auf Spätschicht.
Diel Vollzeitkräfte von 9-18:30 Uhr auf Früh und auf Spät von 10:30-20 Uhr. Im ganzen Laden kamen 3 Azubis hinzu und gaaaanz viele Schülerinnen und Schüler zur Aushilfe (die kosten ja was weniger und mit denen gibts weniger Ärger, wenn man sie wieder vor die Türe setzt).
Arbeitslose von der Strasse holen? Nee, das war nicht.
Um dem ganzen ein Ende zu machen, habe ich mich im Erziehungsurlaub selsbtändig gemacht und kann nun meine eingenen Arbeitszeiten festlegen. Klar, habe ich mehr Freizeit für Mann, und zwei Kinder. Ich kann bestimmen, wann der Wecker morgens rappelt, ich kann festlegen, wann ich arbeiten will. Ich kann sagen, wann die erste Kundin mich besuchen darf, bzw. ich sie. Das war für mich die beste Entscheidung (nach der Auswahl des richtigen Mannes und der Entschluss mit ihm Kinder zu haben )
Und jetzt geht unsere ach so tolle Regierung hin und will das Gesetz noch weiter lockern? Dann bitte auch, dass ALLE was davon haben. Die Arbeitslosen wieder eine Stelle, die Verkäuferinnen und Verkäufer auch mehr von ihren Familien, anstelle, dass sie nach Hause kommen, die Kinder erschrocken sich hinter der Oma verstecken und brüllen 'Wer ist die Frau/der Mann da?'
Früher hat es doch auch gereicht, dass man von 9-18:30 Uhr eingekauft bekommen hat. Die Leute haben doch nicht mehr Geld in der Tasche davon, dass die Läden länger auf sind. Nein, bei uns im Laden war es immer so, dass sie um kurz vor Ladenschluss noch reingeschneit kamen und in aller Seelenruhe gestöbert, aber doch nix gekauft haben. Also, uns nur vom Feierabend abgehalten haben. Dann stochern sie halt um kurz vor 22 oder 24 Uhr in den Laden.
Ich finde, dass es nochmal ugt überdacht werden sollte. Zum Wohle ALLER Beteiligten!

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7. Januar 2003 um 12:57

Ladenschlußgesetz-was soll das überhaupt...
wenn's nach mir ginge, dürfte jeder Inhaber/Betreiber sich aussuchen, wielange er seinen Laden auflassen will, egal an welchem Tag. Meinetwegen auch am Wochenende, 24 Stunden, rund um die Uhr!

Klar kommen dann wieder die Einwände derer, die im Verkauf tätig sind (verseh' ich ja auch) und die der "Tante-Emma-Läden"...

Ich zum Beispiel muss in der Woche leider solange arbeiten, dass ich es in unserer (Groß-)Stadt nicht schaffen, einzukaufen, es sei denn ich nutze die wenigen einzigen Supermärkte im Umkreis die sich damals dazu entschliessen konnten, bis 20:00 Uhr für mich dazusein.

Also, warum den Zeitrahmen überhaupt setzen? Gäbe es kein Ladenschlussgesetz, so würde sich das schon irgendwie einpendeln.

Allerdings sollte sich unsere Regierung derzeit wirklich mit anderen Dingen beschäftigen, denn ich bin mir in einer Sache ziemlich sicher: Auch wenn Geschäfte in D theoretisch länger geöffnet haben dürfen, werden sie das 1. noch lange nicht tun und 2. hebt das meiner Meinung nach definitiv nicht den Gesamtumsatz, denn das miserabele Angebot bleibt ja doch das gleiche und mehr
gekauft wird daher auch nicht.

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Von: alexus_12900916
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20. Februar 2005 um 21:24
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