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Tussis im büro

1. Oktober 2003 um 11:13

boah. könnte mich ja sowas von aufregen:

einem kollegen ist vor 2 wochen der schwager gestorben und heute morgen erzählt er, daß bei seinem anderen schwager eine schlimme krankheit festgestellt wurde.

reaktion der anderen kolleginnen? nix. gar nix. keine spur von anteilnahme.

aber der husten des kleinen rackers der einen wird stundenlang durchgekaut und beweihräuchert.

mich kotzt das an. kann man den nicht mal nem kollegen gegenüber bischen mitgefühl äussern? ist vielleicht für ihn doch auch einfacher, mal drüber zu reden.

nöööö, da wird in den bildschirm gestarrt und keinen mucks von sich gegeben.

mich regt sowas auf. man arbeitet doch schließlich zusammen.

hab ihr auch so prachtexemplare bei euch rumsitzen?

lg

lily

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1. Oktober 2003 um 11:29

Gott sei Dank nicht...
habe hier sehr nette Kolleginnen, mit denen man ab und an auch mal Probleme diskutieren kann. Find ich schade, daß bei Euch ein bissel Menschlichkeit fehlt...

LG
Ramazotti

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1. Oktober 2003 um 11:31

Unsicherheit
Hallo Lilly,

wie eng ist denn das Verhältnis zu dem Kollegen?
Manchmal weiß man in solchen Situationen gar nicht was man sagen soll. vielleicht will der Betroffene die Anteilnahme gar nicht.

Letztes Jahr ist einem Kollegen das kind bei einem Unfall gestorben. Unser Chef erzählte das uns während der Kollege selber ein paar tage nicht da war. Wir fragten dann auch wie wir und ihm gegenüber am besten verhalten. Einhellige Meinung war, ihn so normal wie möglich zu behandeln, was wir dann auch taten.
Zuviel Mitleid und Anteilnahme kann nämlich auch als störend und aufdringlich empfunden werden.

Wir waren auf der Beerdingung und haben der Familie unser Beleid bekundet, aber am Arbeitsplatz haben wir das ganze rausgehalten. Er hat das Thema von sich aus allerdings auch nie angesprochen.

LG

RedDevil

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1. Oktober 2003 um 11:33

Kenn ich!

Ich wurde als unhöflich bezeichnet, da ich nicht nach dem Urlaub meiner Abteilungsleiterin gefragt hab und mir den ausführlichen Bericht der 2-wöchigen Kanarenreise nicht antun wollte, weil ich nen Bericht für den Cheffe fertig machen musste... aber als mein Vater einen Herzanfall hatte und im Krankenhaus lag, wurde nicht einmal danach gefragt oder nicht einmal gute Besserung gewünscht... man hat mir zähneknirschend und murrend frei gegeben... inzwischen hab ich meine Versetzung beantragt und hoffe, dass ich bald weg bin hier...

Tolles Arbeitsklima, super Zusammenarbeit... mir kommt jeden Tag aufs neue das K...en (sorry) wenn ich mein Büro betrete... auch wenn man da ist zum arbeiten, ein wenig Menschlichkeit zu zeigen tut doch nicht weh!

Liebe Grüße, lass dich nicht stressen!
Lisa

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1. Oktober 2003 um 11:49
In Antwort auf RedDevil1

Unsicherheit
Hallo Lilly,

wie eng ist denn das Verhältnis zu dem Kollegen?
Manchmal weiß man in solchen Situationen gar nicht was man sagen soll. vielleicht will der Betroffene die Anteilnahme gar nicht.

Letztes Jahr ist einem Kollegen das kind bei einem Unfall gestorben. Unser Chef erzählte das uns während der Kollege selber ein paar tage nicht da war. Wir fragten dann auch wie wir und ihm gegenüber am besten verhalten. Einhellige Meinung war, ihn so normal wie möglich zu behandeln, was wir dann auch taten.
Zuviel Mitleid und Anteilnahme kann nämlich auch als störend und aufdringlich empfunden werden.

Wir waren auf der Beerdingung und haben der Familie unser Beleid bekundet, aber am Arbeitsplatz haben wir das ganze rausgehalten. Er hat das Thema von sich aus allerdings auch nie angesprochen.

LG

RedDevil

Hallo reddevil
es ist nicht so, daß wir ständig zusammen ein bier trinken gehen, aber was soweit beim anderen abläuft ist schon klar.

auf unsicherheit würd ich bei den beiden nicht tippen. letzte woche war es ja auch kein problem, beileid zu wünschen.

es ist ja auch nicht so, daß er hier kurz vorm zusammenbruch steht. ich hatte eben mit einem witz (wußte es da natürlich noch nicht) den anfang gemacht und sofort sprudelte alles aus ihm raus. eine bessere vorlage gibt es doch gar nicht. du hast richtig gemerkt, daß er darüber reden wollte.

für meine verständnisse dreht man seinen hintern im sessel mal rum und hört ihm zu. aber nööö.

eben kam ja noch die größte, in meinen augen, frechheit: wir sprachen über seinen schwager, daß er hoffentlich morgen operiert wird usw.

da gehts: xxx, guck mal, wie findeste denn den hundenamen??

ich find es einfach nur unmöglich.

klar sind manche leute unsicher und man muß sich auch nicht an solch einem gespräch beteiligen, wenn es einem zu heikel erscheint.

aber kann man nicht mal sagen, daß es einem leid tut? zumal man merkt, daß der andere wirklich das bedürfniss hat, zu reden.

ändern werd ich sie nicht. aber aufregen tu ich mich.

liebe grüße

lily

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1. Oktober 2003 um 11:54
In Antwort auf genna_12886650

Kenn ich!

Ich wurde als unhöflich bezeichnet, da ich nicht nach dem Urlaub meiner Abteilungsleiterin gefragt hab und mir den ausführlichen Bericht der 2-wöchigen Kanarenreise nicht antun wollte, weil ich nen Bericht für den Cheffe fertig machen musste... aber als mein Vater einen Herzanfall hatte und im Krankenhaus lag, wurde nicht einmal danach gefragt oder nicht einmal gute Besserung gewünscht... man hat mir zähneknirschend und murrend frei gegeben... inzwischen hab ich meine Versetzung beantragt und hoffe, dass ich bald weg bin hier...

Tolles Arbeitsklima, super Zusammenarbeit... mir kommt jeden Tag aufs neue das K...en (sorry) wenn ich mein Büro betrete... auch wenn man da ist zum arbeiten, ein wenig Menschlichkeit zu zeigen tut doch nicht weh!

Liebe Grüße, lass dich nicht stressen!
Lisa

Prioritäten
hallo lisa,

da sieht man mal, wie wo die prioritäten liegen.

weißt du, mich würd es ja nicht aufregen, wenn ein kollege sich grundsätzlich aus allem raushält.

aber wenn der erste pups des kleinen zum 3 stunden-thema gemacht wird und alles andere einem am arsch vorbei geht - nee nee, das ist nix für mich.

viel glück bei deiner versetzung.

lg

lily

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1. Oktober 2003 um 11:56
In Antwort auf Ramazotti1

Gott sei Dank nicht...
habe hier sehr nette Kolleginnen, mit denen man ab und an auch mal Probleme diskutieren kann. Find ich schade, daß bei Euch ein bissel Menschlichkeit fehlt...

LG
Ramazotti

Och so schlimm ist es eigentlicht nicht
aber es fällt mir in der letzten zeit öfter auf, daß bei den 2 lustigen damen nur ihre eigenen themen wichtig sind.

aber schön, daß es bei dir so gut läuft.

lg

lily

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1. Oktober 2003 um 11:59
In Antwort auf oxana_12753055

Hallo reddevil
es ist nicht so, daß wir ständig zusammen ein bier trinken gehen, aber was soweit beim anderen abläuft ist schon klar.

auf unsicherheit würd ich bei den beiden nicht tippen. letzte woche war es ja auch kein problem, beileid zu wünschen.

es ist ja auch nicht so, daß er hier kurz vorm zusammenbruch steht. ich hatte eben mit einem witz (wußte es da natürlich noch nicht) den anfang gemacht und sofort sprudelte alles aus ihm raus. eine bessere vorlage gibt es doch gar nicht. du hast richtig gemerkt, daß er darüber reden wollte.

für meine verständnisse dreht man seinen hintern im sessel mal rum und hört ihm zu. aber nööö.

eben kam ja noch die größte, in meinen augen, frechheit: wir sprachen über seinen schwager, daß er hoffentlich morgen operiert wird usw.

da gehts: xxx, guck mal, wie findeste denn den hundenamen??

ich find es einfach nur unmöglich.

klar sind manche leute unsicher und man muß sich auch nicht an solch einem gespräch beteiligen, wenn es einem zu heikel erscheint.

aber kann man nicht mal sagen, daß es einem leid tut? zumal man merkt, daß der andere wirklich das bedürfniss hat, zu reden.

ändern werd ich sie nicht. aber aufregen tu ich mich.

liebe grüße

lily

Huch, da fehlt ja was
zum thema tod:

wenn einer ganz klar signalisiert - laßt mich damit in ruhe, ich möchte nicht drüber sprechen - find ich das in ordnung und damit können kollegen auch umgehen (hab ich letztes jahr selbst so gehandhabt).

ich glaub eher, daß es die ladies momentan einfach mal nicht interessiert. und wer weiß? vielleicht schläft der kleine sack ja mal durch und morgen gibt es kein thema!

lg

lily

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1. Oktober 2003 um 12:24
In Antwort auf oxana_12753055

Huch, da fehlt ja was
zum thema tod:

wenn einer ganz klar signalisiert - laßt mich damit in ruhe, ich möchte nicht drüber sprechen - find ich das in ordnung und damit können kollegen auch umgehen (hab ich letztes jahr selbst so gehandhabt).

ich glaub eher, daß es die ladies momentan einfach mal nicht interessiert. und wer weiß? vielleicht schläft der kleine sack ja mal durch und morgen gibt es kein thema!

lg

lily

Solche Leute wirds immer geben
sowohl im Büro als auch privat.
Wenn jemand signalisiert, daß er darüber reden möchte, dann kann man schon mal zuhören auch wenn man selber nichts dazu beizutragen hat.

Meine "Spezielfreundin" hier ist ein ähnlicher Fall, anere ständig über die eigenen Probleme vollabern, aber selber nie zuhören.

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1. Oktober 2003 um 12:55


Deswegen liebe meine Arbeit so!
Hab nämlich durchweg nur nette Kollegen!!!

Denn stressige Arbeit und dann noch stressige Kollegen? Nein Danke!

Aber man hat ja bei der Wirtschaftslage leider nicht so viel Möglichkeiten!

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