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Tsunamis

27. Dezember 2004 um 17:30

schrecklich was da rund um den indischen ozean passiert ist!

aber da gibt es etwas das ich noch nicht verstanden habe: bevor die flutwelle kam hat sich das wasser erst zurückgezogen. warum?

dankeschön!
sparkling

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27. Dezember 2004 um 19:45

Vielleicht
weil das Wasser ja insgesamt nicht mehr geworden ist.

Durch das Erdbeben kamen ja riesige Wassermassen in Bewegung. Kann man vielleicht vergleichen mit einer Schüssel Wasser. Wenn man die Schüssel bewegt, kommt ja auch das Wasser in Bewegung und schwabt auf der einen Seite über aber auf der anderen Seite der Schüssel ist grad keins

oder so ähnlich

Ingrid

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27. Dezember 2004 um 20:40
In Antwort auf tori_12368199

Vielleicht
weil das Wasser ja insgesamt nicht mehr geworden ist.

Durch das Erdbeben kamen ja riesige Wassermassen in Bewegung. Kann man vielleicht vergleichen mit einer Schüssel Wasser. Wenn man die Schüssel bewegt, kommt ja auch das Wasser in Bewegung und schwabt auf der einen Seite über aber auf der anderen Seite der Schüssel ist grad keins

oder so ähnlich

Ingrid

Wie im Kleinen, so im Großen
Wenn du schon einmal an der See warst, wirst du bemerkt haben , das Wellen an den Strand spülen. Dabei zieht sich das Wasser zurück, um danach wieder nach vorn zu spülen. Das kommt von Wasserbewegungen, in der See, die du so nicht warnimmst. Im Wasser allerdings, ziehen dich die Wellen hin und her.
Nicht anders ist es nun bei großen Wellen. Durch die Druckwelle wird erst am Strand eine Riesenwelle erzeugt, die vorerst das Wasser zurückzieht um dann mit voller Wucht zurückzukehren.
Im Wasser werden Druckwellen leider sehr gut weitergeleitet, deshalb kann die Quelle auch sehr weit entfernt sein.

Teddy

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27. Dezember 2004 um 20:40

Ich versuch's mal
also, durch das verschieben der erdplatten hat sich der meeresboden um ca. 10 meter gesenkt, auf hunderten von kilometern - das wasser hinterher. dadurch geht der wasserpegel auch am strand zurück.
aber wenn sich so viel wasser so plötzlich bewegt, entsteht entsprechend in der mitte der abwärtsbewegung wieder eine aufwärtsbewegung, die sich dann in form von wellen nach allen seiten ausbreitet.
diese welle, oder besser wellen bewegen sich dann mit der geschwindigkeit eines düsenjets vom mittelpunkt in alle richtungen.
das ganze ist nicht mit einem sturm zu vergleichen, da sich da nur die wasseroberfläche bewegt. im falle eines erdbebens geht die bewegung aber vom meeresgrund aus.

ich hoffe das war, ohne das ich hände und füsse mitbenutzen konnte, trotzdem einigermassen verständlich.
andrea

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27. Dezember 2004 um 20:46
In Antwort auf jonny_12159999

Wie im Kleinen, so im Großen
Wenn du schon einmal an der See warst, wirst du bemerkt haben , das Wellen an den Strand spülen. Dabei zieht sich das Wasser zurück, um danach wieder nach vorn zu spülen. Das kommt von Wasserbewegungen, in der See, die du so nicht warnimmst. Im Wasser allerdings, ziehen dich die Wellen hin und her.
Nicht anders ist es nun bei großen Wellen. Durch die Druckwelle wird erst am Strand eine Riesenwelle erzeugt, die vorerst das Wasser zurückzieht um dann mit voller Wucht zurückzukehren.
Im Wasser werden Druckwellen leider sehr gut weitergeleitet, deshalb kann die Quelle auch sehr weit entfernt sein.

Teddy

Setzen, sechs
stimmt nicht, die wellen entstehen auf dem meer, und nicht erst in landnähe.
deshalb liesse sich ja auch frühwarnen - wenn man das geld dafür hätte.

in spanien - wo man ähnliches befürchtet, durch abbrechen sehr grosser landmassen (gleicher effekt) ist das geld da, und auch ein entsprechendes system installiert.

na ja, vielleicht schmeissen die 'reichen' länder ja mal zusammen, und tun was gutes. zum urlaub machen werden die regionen ja auch gern genutzt, dan kann man doch rein theoretisch auch schützen helfen. (bin ich wieder zu optimistisch?)

lg, andrea

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27. Dezember 2004 um 20:51
In Antwort auf sora_11879443

Ich versuch's mal
also, durch das verschieben der erdplatten hat sich der meeresboden um ca. 10 meter gesenkt, auf hunderten von kilometern - das wasser hinterher. dadurch geht der wasserpegel auch am strand zurück.
aber wenn sich so viel wasser so plötzlich bewegt, entsteht entsprechend in der mitte der abwärtsbewegung wieder eine aufwärtsbewegung, die sich dann in form von wellen nach allen seiten ausbreitet.
diese welle, oder besser wellen bewegen sich dann mit der geschwindigkeit eines düsenjets vom mittelpunkt in alle richtungen.
das ganze ist nicht mit einem sturm zu vergleichen, da sich da nur die wasseroberfläche bewegt. im falle eines erdbebens geht die bewegung aber vom meeresgrund aus.

ich hoffe das war, ohne das ich hände und füsse mitbenutzen konnte, trotzdem einigermassen verständlich.
andrea

Abwärts/aufwärts...
sieh das so =
von allen seiten strömt wasser mit ungeheurer kraft in ein loch (den abgesenkten meeresboden), trifft dort aufeinander, und erzeugt dadurch in der mitte eine welle.

(liest sich einfacher, finde ich)

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27. Dezember 2004 um 21:25
In Antwort auf sora_11879443

Setzen, sechs
stimmt nicht, die wellen entstehen auf dem meer, und nicht erst in landnähe.
deshalb liesse sich ja auch frühwarnen - wenn man das geld dafür hätte.

in spanien - wo man ähnliches befürchtet, durch abbrechen sehr grosser landmassen (gleicher effekt) ist das geld da, und auch ein entsprechendes system installiert.

na ja, vielleicht schmeissen die 'reichen' länder ja mal zusammen, und tun was gutes. zum urlaub machen werden die regionen ja auch gern genutzt, dan kann man doch rein theoretisch auch schützen helfen. (bin ich wieder zu optimistisch?)

lg, andrea

Meine liebe gute Andrea
Die Druckwellen entstehen tatsächlich irgendwo im Wasser (oder auf dem Land) und breiten sich dann aus. Wellen sind Wasserbewegungen, die sich fortsetzen. Auf dem Wasser besteht aber genügend Raum um die Wassermassen auszugleichen. Deshalb ist diese Welle dort nur etwa ein Meter hoch und nicht so leicht zu erkennen. Trifft sie auf Land, so findet so ein Ausgleich nicht statt und das Wasser türmt sich auf. Die hohen Wellen entstehen tatsächlich erst an der Küste (lt. Nachricht heute Nachmittag)
Wat sachste nu.

Teddy nix setzen sechs

frechguck

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27. Dezember 2004 um 21:35

An alle, an alle
Habe gerade mal Yahoot

ERGEBNIS:

Was ist ein Tsunami?
Das Wort "Tsunami" stammt aus dem Japanischen und ist ein Fachbegriff für Wellen mit extrem großer Wellenlänge, die durch plötzliche Verdrängung von Wasser ausgelöst werden. Ein Tsunami kann verschiedene Ursachen haben: Erdbeben, Erdrutsche, Vulkanausbrüche, Nuklearexplosionen und Meteoriteneinschläge. Die bei weitem häufigste Ursache sind heftige Erdbeben, und daher wird auch der Zirkumpazifische Raum am häufigsten von ihnen heesucht.
Solange ein Tsunami den tiefen Ozean durchquert, beträgt die Entfernung von Wellenkamm zu Wellenkamm 150 km oder mehr. Die Amplitude erreicht lediglich wenige Dezimeter. Daher ist die Welle auf dem freien Ozean kaum wahrnehmbar. Ihre Geschwindigkeit kann 1000 km/h erreichen, so daß die Flutwelle innerhalb weniger Stunden den Pazifik überqueren kann. Erreicht der Tsunami die flacher werdenden Küstengewässer, so nimmt die Geschwindigkeit der Welle ab und die Amplitude vergrößert sich. Die Küstenform - vorgelagerte Inseln oder Flußmündungen und Buchten - beeinflussen die Gestalt des Tsunamis weiter. Er äußert sich als mehrere schnell ansteigende und wieder fallende Fluten, als eine Serie sich brechender Wellen oder in seltenen Fällen als eine einzige mächtige Flutwelle mit einer steilen, sich brechenden Front. In Ausnahmefällen können Tsunamis Höhen von 30 m erreichen und haben dann unvorstellbare Zerstörungskraft.

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27. Dezember 2004 um 22:14
In Antwort auf jonny_12159999

Wie im Kleinen, so im Großen
Wenn du schon einmal an der See warst, wirst du bemerkt haben , das Wellen an den Strand spülen. Dabei zieht sich das Wasser zurück, um danach wieder nach vorn zu spülen. Das kommt von Wasserbewegungen, in der See, die du so nicht warnimmst. Im Wasser allerdings, ziehen dich die Wellen hin und her.
Nicht anders ist es nun bei großen Wellen. Durch die Druckwelle wird erst am Strand eine Riesenwelle erzeugt, die vorerst das Wasser zurückzieht um dann mit voller Wucht zurückzukehren.
Im Wasser werden Druckwellen leider sehr gut weitergeleitet, deshalb kann die Quelle auch sehr weit entfernt sein.

Teddy

Nun ja...
... das klingt ja einleuchtend, aber das wasser kommt vom offenen meer und durch die hindernisse an der küste türmt es sich zu den riesenwellen auf.

warum genau ziehen die noch wasser vom strand weg?


sparkling

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27. Dezember 2004 um 22:17
In Antwort auf sora_11879443

Ich versuch's mal
also, durch das verschieben der erdplatten hat sich der meeresboden um ca. 10 meter gesenkt, auf hunderten von kilometern - das wasser hinterher. dadurch geht der wasserpegel auch am strand zurück.
aber wenn sich so viel wasser so plötzlich bewegt, entsteht entsprechend in der mitte der abwärtsbewegung wieder eine aufwärtsbewegung, die sich dann in form von wellen nach allen seiten ausbreitet.
diese welle, oder besser wellen bewegen sich dann mit der geschwindigkeit eines düsenjets vom mittelpunkt in alle richtungen.
das ganze ist nicht mit einem sturm zu vergleichen, da sich da nur die wasseroberfläche bewegt. im falle eines erdbebens geht die bewegung aber vom meeresgrund aus.

ich hoffe das war, ohne das ich hände und füsse mitbenutzen konnte, trotzdem einigermassen verständlich.
andrea

Äh....
... das kann doch kaum sein?

das zurückziehen des wasser dauerte etwa 10min, dann kamen die wellen. das eigentlich erdbeben lag da aber schon circa eine stunde zurück( deswegen wäre auch eine frühwarnung möglich).

oder?


sparkling

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28. Dezember 2004 um 0:09
In Antwort auf jonny_12159999

Meine liebe gute Andrea
Die Druckwellen entstehen tatsächlich irgendwo im Wasser (oder auf dem Land) und breiten sich dann aus. Wellen sind Wasserbewegungen, die sich fortsetzen. Auf dem Wasser besteht aber genügend Raum um die Wassermassen auszugleichen. Deshalb ist diese Welle dort nur etwa ein Meter hoch und nicht so leicht zu erkennen. Trifft sie auf Land, so findet so ein Ausgleich nicht statt und das Wasser türmt sich auf. Die hohen Wellen entstehen tatsächlich erst an der Küste (lt. Nachricht heute Nachmittag)
Wat sachste nu.

Teddy nix setzen sechs

frechguck

Nix mehr
> setzt sich jetzt still in die ecke, und überdenkt noch mal alles, was sie da wohl falsch verstanden hat.

...warum geht das wasser an land weg ?
...wie funktioniert dann ein frühwarnsystem ?
...

brauchst gar nicht so frech zu gucken
dankeschön, andrea *fragendguck*

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28. Dezember 2004 um 7:45
In Antwort auf sora_11879443

Nix mehr
> setzt sich jetzt still in die ecke, und überdenkt noch mal alles, was sie da wohl falsch verstanden hat.

...warum geht das wasser an land weg ?
...wie funktioniert dann ein frühwarnsystem ?
...

brauchst gar nicht so frech zu gucken
dankeschön, andrea *fragendguck*

Der nächste Versuch
Die Kernfrage ist doch, warum zieht sich das Wasser zurück. Eigendlich ist die Antwort erst einmal banal. Wenn sich eine Welle auftürmt muß das Wasser ja irgendwo herkommen. Von unten geht nicht das ist ja (im Gegensatz zum offenen Meer ) Land. Also nimmt die Welle sich das von der Küste weg.

Ich hab nocheinmal etwas herausgesucht, was auf dieses Phänomen eingeht.

Zitat: "Eine der Hauptursachen, warum Tsunamis auftreten, sind vor allem Seebeben. Natürlich können sie auch durch untermeerische Vulkanausbrüche oder sonstige grössere Störungen, wie zum Beispiel das Brechen eines Eisberges, hervorgerufen werden.

Die Energie, die dabei freigesetzt wird, breitet sich wellenförmig mit bis zu 800 km/h im Medium Wasser aus. Auf dem offenen Meer hat diese Energie genügend Raum, da die Meerestiefe mehrere Kilometer beträgt. An der Wasseroberfläche ist die Welle mit ihren ca. 30 Zentimetern Höhe kaum von anderen zu unterscheiden.

Wenn die Welle nun auf einen Kontinentalsockel oder eine Insel trifft, beträgt die Meerestiefe nur noch ein paar hundert Meter. Unsere Welle, die vorher genügend Raum hatte, wird nun in ihrer Höhe rapide eingeengt. Die Energie weicht nach oben aus und nimmt das Wasser mit. Es entstehen riesige Flutwellen von bis zu 30 Metern Höhe.

Das erste Anzeichen für einen Tsunami ist das extreme Absinken des Meeresspiegels bedingt durch das Wellental, das der Welle vorausläuft. Danach können mehrere Riesenwellen in Minutenabständen folgen. Ein Tsunami kann dadurch über eine Stunde dauern."

Im kleinen kann man das auch schon beobachten. Wie ich schon sagte bei normalem Wellenbewegungen wird das Wasser vor eine Welle weggezogen. Das zum Wasser

Gleichzeitig kann mann immerwieder Wellen beobachten, die gegenüber den anderen ehrheblich höher sind. Hier überlagert sich die Energie von mehreren Wellen.
Ein Hinweis für die hohen Wellen.

Zum Frühwarnsystem.
Hier ist wesentlich das erfassen der Druckwelle. Damit ist nicht eine Wasserwelle gemeint, die ja auf offener See praktisch nicht vorhanden ist.
Eine Druckwelle ist eine Energieleitung.
Da gibt es einen interessanten Versuch aus dem Mittelalter. Zehn Metallkugeln werden so aufgehängt, daß sie nebeneiander hängen und sich berühren. Wird die erste Kugel angehoben und fallengelassen schlägt sie an die Zweite. Die ganze Reihe der Kugeln bewegt sich fast nicht. Aber die letzte Kugel schlägt ebenso weit aus, wie die erste angehoben wurde.

-Im Wasser wird die Energie auch so übertragen. Ein Molekül schubst das Andere an ohne sich selbst wesentlich von der Stelle zu bewegen. Dort aber wo die Bewegung nicht mehr übertragen werden kann (also die Uferzone) wird sie wieder frei.-

Uuh, hoffentlich habe ich jetzt nicht alle Klarheiten beseitigt.


malsehen was kommt.

Teddy

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28. Dezember 2004 um 8:42
In Antwort auf janene_12645599

Nun ja...
... das klingt ja einleuchtend, aber das wasser kommt vom offenen meer und durch die hindernisse an der küste türmt es sich zu den riesenwellen auf.

warum genau ziehen die noch wasser vom strand weg?


sparkling

Massetransport
ich denke hier liegt der Trugschluß bei vielen Menschen.
Es wird bei einem Tsunamie vorerst kein Wasser transportiert. Das klingt beim Wasser wenig glaubhaft aber es ist so.
Das Wasser bleibt faßt auf der Stelle stehen. Aber wie oben beschrieben wird die Energie weitergeleitet.
Anders währe auch die Energieübertragung an Land nicht zu verstehen. An Land wird auch kein Boden transportiert. Wohl aber an der Stelle bewegt.
Erst wenn ein Ausgleich an der Stelle nicht mehr möglich ist, wird die Energie frei und nimmt sich die Masse der Umgebung. Also klaut das Wasser vom Strand.

Teddy

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28. Dezember 2004 um 12:27
In Antwort auf jonny_12159999

Der nächste Versuch
Die Kernfrage ist doch, warum zieht sich das Wasser zurück. Eigendlich ist die Antwort erst einmal banal. Wenn sich eine Welle auftürmt muß das Wasser ja irgendwo herkommen. Von unten geht nicht das ist ja (im Gegensatz zum offenen Meer ) Land. Also nimmt die Welle sich das von der Küste weg.

Ich hab nocheinmal etwas herausgesucht, was auf dieses Phänomen eingeht.

Zitat: "Eine der Hauptursachen, warum Tsunamis auftreten, sind vor allem Seebeben. Natürlich können sie auch durch untermeerische Vulkanausbrüche oder sonstige grössere Störungen, wie zum Beispiel das Brechen eines Eisberges, hervorgerufen werden.

Die Energie, die dabei freigesetzt wird, breitet sich wellenförmig mit bis zu 800 km/h im Medium Wasser aus. Auf dem offenen Meer hat diese Energie genügend Raum, da die Meerestiefe mehrere Kilometer beträgt. An der Wasseroberfläche ist die Welle mit ihren ca. 30 Zentimetern Höhe kaum von anderen zu unterscheiden.

Wenn die Welle nun auf einen Kontinentalsockel oder eine Insel trifft, beträgt die Meerestiefe nur noch ein paar hundert Meter. Unsere Welle, die vorher genügend Raum hatte, wird nun in ihrer Höhe rapide eingeengt. Die Energie weicht nach oben aus und nimmt das Wasser mit. Es entstehen riesige Flutwellen von bis zu 30 Metern Höhe.

Das erste Anzeichen für einen Tsunami ist das extreme Absinken des Meeresspiegels bedingt durch das Wellental, das der Welle vorausläuft. Danach können mehrere Riesenwellen in Minutenabständen folgen. Ein Tsunami kann dadurch über eine Stunde dauern."

Im kleinen kann man das auch schon beobachten. Wie ich schon sagte bei normalem Wellenbewegungen wird das Wasser vor eine Welle weggezogen. Das zum Wasser

Gleichzeitig kann mann immerwieder Wellen beobachten, die gegenüber den anderen ehrheblich höher sind. Hier überlagert sich die Energie von mehreren Wellen.
Ein Hinweis für die hohen Wellen.

Zum Frühwarnsystem.
Hier ist wesentlich das erfassen der Druckwelle. Damit ist nicht eine Wasserwelle gemeint, die ja auf offener See praktisch nicht vorhanden ist.
Eine Druckwelle ist eine Energieleitung.
Da gibt es einen interessanten Versuch aus dem Mittelalter. Zehn Metallkugeln werden so aufgehängt, daß sie nebeneiander hängen und sich berühren. Wird die erste Kugel angehoben und fallengelassen schlägt sie an die Zweite. Die ganze Reihe der Kugeln bewegt sich fast nicht. Aber die letzte Kugel schlägt ebenso weit aus, wie die erste angehoben wurde.

-Im Wasser wird die Energie auch so übertragen. Ein Molekül schubst das Andere an ohne sich selbst wesentlich von der Stelle zu bewegen. Dort aber wo die Bewegung nicht mehr übertragen werden kann (also die Uferzone) wird sie wieder frei.-

Uuh, hoffentlich habe ich jetzt nicht alle Klarheiten beseitigt.


malsehen was kommt.

Teddy

Alles verstanden...
habe gestern auch mal gegoogelt
also, die druckwelle entsteht entweder durch das beben, also durch das absenken des meeresbodens, oder durch verdrängung, wie z.b. abbruch von landteilen.
aber diese welle hält im vergleich zu anderen 'normalen' wellen den kontakt zum boden. dadurch kann sie auch so sausen.
und die frühwarnsysteme messen diesen druck der welle unter wasser, aber nicht in landnähe, sondern schon vorher.

und nun fangen sie an, und überlegen wie sie das system auch dort anwenden - jetzt, wo es zu spät ist. dabei haben sie wohl gewusst, das solche wellen kommen, hatten nur keinen "ansprechpartner".
da fragt man sich, wofür das telefon erfunden wurde.

mann mann, was eine schreckliche sache. und besonders, wenn man weiss, das es nicht so hätte ausgehen müssen.

andrea

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29. Dezember 2004 um 10:15

@ alle..
ihr lieben,

es steht in der Tageszeitung dass:

das Z D F eine Programmänderung vorgenommen hat.
Um 14.15 Uhr wird gezeigt: " Riesenwelle Tsunami- wenn das Meer tobt".
...man stell sich bloss vor,dass diese Welle mit unglaublichen 1000 stundenkilometer über das offene Meer gerast ist, erschreckend, und unvorstellbar.
mögen die armen verirrten Seelen den richtigen weg zum Frieden in die andere Ebene finden.
l.G.: L.M

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29. Dezember 2004 um 18:37

Also gut!
das hängt mit dem sog zusammen, das wasser der welle muss ja auch irgendwo herkommen! nagut das war ne scheiß erklärung- einfach schrecklich, vor allem die touris die unterbleiben und sich über den dreck jetzt beschweren weil er ihnen angeblich den urlaub verdirbt --- echt peinlich sowas oder, die menschen dort haben jetzt andere sorgen!
ich finde, anstatt sich böller für sylvester zu kaufen sollten wir das geld lieber gescheit investieren und es spenden, den opfern ist besimmt schon mit 5-10 euro geholfen, das ist echt viel wert!

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2. Januar 2005 um 1:25
In Antwort auf sora_11879443

Alles verstanden...
habe gestern auch mal gegoogelt
also, die druckwelle entsteht entweder durch das beben, also durch das absenken des meeresbodens, oder durch verdrängung, wie z.b. abbruch von landteilen.
aber diese welle hält im vergleich zu anderen 'normalen' wellen den kontakt zum boden. dadurch kann sie auch so sausen.
und die frühwarnsysteme messen diesen druck der welle unter wasser, aber nicht in landnähe, sondern schon vorher.

und nun fangen sie an, und überlegen wie sie das system auch dort anwenden - jetzt, wo es zu spät ist. dabei haben sie wohl gewusst, das solche wellen kommen, hatten nur keinen "ansprechpartner".
da fragt man sich, wofür das telefon erfunden wurde.

mann mann, was eine schreckliche sache. und besonders, wenn man weiss, das es nicht so hätte ausgehen müssen.

andrea

Warum geht's Wasser denn zurück
Hallo zusammen
Habe mich gerade frisch im Forum angemeldet und mich heute mit einem Freund darüber unterhalten / gestritten. Die Antworten hier find ich auch unbefriedigend. Das Phänomen des zurückgehenden Wasser kann ich auch bei einem vorbeifahrendem Schiff am Rhein beobachten, oder welcher Fluß (oder Gewässer) auch immer.
Okay, die Wassermenge ist konstant und wenn viel Wasser kommt muß irgendwo weniger sein. Aber warum in der Reihenfolge? Woher weiß der Rhein denn, daß da gleich ein Schiff kommt? Das Wasser zieht sich zurück, bevor das Schiff die Höhe erreicht an der das Wasser zurück geht. Ist wohl Physik, aber eine befriedigende Antwort habe ich darauf nicht?
Schönen Gruß
Dumpfschrumpf

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2. Januar 2005 um 15:33

So schrecklich dieser Tsunami auch war ...
es war nur ein Baby! So paradox es klingt, die Länder ringsrum hatten sogar noch Glück, dass das Seebeben so tief war. Im anderen Falle hätte es noch viel schlimmer ausgehen können. Vergleichbar mit nem Stein, der ins Wasser geworfen wird: Es gibt mehrere konzentrische Wellen, die sich aufbauen, die Küsten überfluten und durch den Sog alles mitzurücknehmen, was rumsteht. Zum Teil war es ja so, bloß die Folgewellen blieben aus und der Rücksog war gebremst. Gut beschrieben wird das in Frank Schätzings "Schwarm", der ja zum Inhalt hat, wie sich die Natur am Raubbau des Menschen rächt. Theoretisch wäre das auch bei uns möglich. Benelux wäre weg und halb Deutschland auch. -
Auch wenn dies keine "Rache" war, sollte man global mal überlegen, wie winzig und "überflüssig" die Menschheit letztlich ist. Die Natur kümmert es nicht, ob da satte Urlauber rumliegen oder arme Einheimische ihre paar Habseligkeiten verlieren. Schlimm ist s, dass die Einheimischen alles buchstäblich ausbaden müssen, denn der Tourismus als fast einzige Einnahmequelle ist dort bis auf weiteres erledigt. Noch schlimmer war allerdings, als sich deutsche Touries! aufregten, dass nun alles so dreckig sei. Die Einheimischen sollten sich nicht so aufregen und lieber ihre Arbeit machen - da ist mir fast das Essen aus dem Gesicht gefallen. - Es müßte doch rauszubekommen sein, wer diese Nasen waren. Gleich ne Anklage wegen Völkerhass oder so.

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4. Januar 2005 um 8:05

Dass und wie so etwas passiert
verstehe ich. Man kann sich das Ausmaß des Schreckens wahrscheinlich wirklich nicht vorstellen.

Was ich nicht verstehe: Wenn sich das Wasser derart zurück zieht, weiß jeder Einheimische, was im Gang ist. Warum wurde niemand gewarnt. Hab im Fernsehen gehört, es hätte angeblich kein Telefon in den Strandhotels gegeben.
Weiterhin habe Fernsehbilder gesehen, daß die Touristen noch extra an den Stand gelaufen sind, um zu bestaunen, wie sich das Wasser zurück zieht.

Schlagt mich, aber mir würde das schon Angst machen und ich würde mich vom Strand entfernen.

Lini.

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5. Januar 2005 um 15:38

Vulkaninsel
es handelt sich um teneriffa und der vulkan ist der teide. der abriss der gesteinsmassen verursacht solche energien, dass die wellen quer über den atlantik rollen und anders als in asien nicht durch land abgebremst werden.

auf www.spiegel.de gibt es ein paar nette wissenschaftliche erkenntnisse darüber. die rede ist auch von der balearen-insel la palma, dort könnte gleiches passieren und dann wäre der gesamte mittelmeerraum betroffen. ferner berichtet spiegel von angeblichen mega-methangasvorräten im norwegischen ostseeraum. wenn diese explodieren, ist nicht nur holland in not sondern bremen und hamburg zukünftig nicht mehr auf der landkarte. ein bekannter sagte mir allerdings hierzu, dass methangas nur in verbindung mit sauerstoff explodieren kann und im meer gibt es keinen sauerstoff geschweige denn unter der erdoberfläche. hm, mag ich nicht so ganz glauben...vielleicht kann ja jemand was zu methangas sagen.
lg
taschenfimmel

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5. Januar 2005 um 15:44
In Antwort auf janene_12645599

Äh....
... das kann doch kaum sein?

das zurückziehen des wasser dauerte etwa 10min, dann kamen die wellen. das eigentlich erdbeben lag da aber schon circa eine stunde zurück( deswegen wäre auch eine frühwarnung möglich).

oder?


sparkling

Situation in khao lak
also: in khao lak liegen die touri-gebiete auf einer ca. 30 km langen strecke entlang des strandes als bungalows und nicht in bettenburgen, wie man sie von malle kennt. keiner der bungalows verfügt über telefon, es gibt nur irgendwo eine zentrale rezeption. sollte die rezeption 30 km ablaufen und die leute warnen? und die entfernteren dörfer: verfügen diese überhaupt über radio/fernsehen? man stellt sich das immer so einfach vor "hätte man warnen können/sollen/müssen". Wir sind hier nicht in Europa, wo sich der informationsfluss in windeseile verbreitet. hätte die lokale polizei vielleicht mit megaphon in allen straßen rumfahren sollen? sprechen die touristen thai?

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5. Januar 2005 um 15:48
In Antwort auf olida_11984191

Situation in khao lak
also: in khao lak liegen die touri-gebiete auf einer ca. 30 km langen strecke entlang des strandes als bungalows und nicht in bettenburgen, wie man sie von malle kennt. keiner der bungalows verfügt über telefon, es gibt nur irgendwo eine zentrale rezeption. sollte die rezeption 30 km ablaufen und die leute warnen? und die entfernteren dörfer: verfügen diese überhaupt über radio/fernsehen? man stellt sich das immer so einfach vor "hätte man warnen können/sollen/müssen". Wir sind hier nicht in Europa, wo sich der informationsfluss in windeseile verbreitet. hätte die lokale polizei vielleicht mit megaphon in allen straßen rumfahren sollen? sprechen die touristen thai?

Ergänzung
wie würde denn in deutschland in so einer situation die information verbreitet? wer schaut bitte ständig ins internet/sieht fern/hört radio? und wer davon erfährt, rennt in der hoffnung auf schnelles entkommen auf die straße und die massenhysterie geht los und wird zum massengrab. Wer glaubt, er kann sich dadurch retten, indem er auf die straße rennt wie 2 millionen andere menschen zu gleichen zeit, denkt vielleicht ein bißchen an der realität vorbei. wie können in buenos aires in einer disco über 100 menschen sterben trotz notausgänge? weil massenhysterie ausbricht !

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