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Todesstrafe -

16. Februar 2012 um 10:50

oder wie gehen wir mit Verbrechen um?

Es ist immer ein Thema das jeden von uns tief beschäftigt. Es wird meist sehr emotional diskutiert, weil auch jeder irgendwie berrührt und vielleicht sogar betroffen ist.

Ich habe mich gewundert, warum ein solches Thema in einem Themenbereich wie Sexualität eröffnet wurde, denke hier ist es besser aufgehoben und vielleicht ergibt sich eine anregende, offene Diskussion.

Eines unserer höchsten Güter ist das Leben, wir tun alles um es zu erhalten. Eines unserer größten Leidenschaften ist der Hass. Es ist schlicht einfacher zu hassen denn zu lieben.

Wenn wir heute unsere Wertevorstellungen über den Haufen werfen und Menschen erniedrigen, beleidigen und hassen, dann sind wir in keinster Weise besser wie die Tiere. Es ist dann einfach nur eine animalische Triebfeder, ganz begrenzt durch die eigene Sichtweise der Dinge, durch die eigene Wahrnehmung.

Nicht umsonst sind die Augen von Justicia verbunden.

Das Problem ist ja auch, selbst wenn ich hier von Menschlichkeit schreibe, weiß ich nicht wie ich reagieren würde, würde sich jemand an meiner Tochter vergreifen und das geht wohl jedem so.

Es kann aber nicht sein, das ich mich selbst oder durch Justiz auf die Ebene begebe und den Tod fordere. Das ist ja auch die große Paranoia mancher Staaten, auch Staaten die meinen Weltpolizei spielen zu müssen.

Wie fühlen Menschen sich, wenn man deren Heiligtümer mit Stiefeln tritt und sie selbst im eigenen Land nichts wert sind, gedemütigt werden usw. Geanu diese Menschen werden sich wehren, Gewalt erzeugt Gewalt, Stress erzeugt Stress, Hass erzeugt Hass.

Ich würde in keinem Staat leben wollen, wo Menschen das Töten anderer Menschen gut heissen. Das hat nichts mit Menschlichkeit zu tun, das hat einfach nur etwas mit Hass und einem enormen Gewaltpotential zu tun.

In der Folge, wäre niemand mehr sicher, jeder müsste jederzeit mit Anklage und Strafe rechnen, ob er was getan hat oder nicht, es wäre völlig egal.

Dann zählt nur noch die öffentliche Meinung und wie die gesteuert und manipuliert werden kann, das sehen und erleben wir täglich. Es sind schon viel zu viele Urteile im Namen des Mobs gefällt worden, schon viel zu viele im Namen des Mobs hingerichtet worden.

Das darf einfach nicht sein, auch wenn es mehr Kraft kostet, Liebe ist manchmal die schönere Sache und nicht umsonst findet man bei google viel häufiger etwas zu liebe wie etwas zu Hass.

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16. Februar 2012 um 12:15

Huhuu Chris und alle
da werd ich gleich bestimmt angezickt weil ich direkt am Thema vorbei anfange?

Aber ich möcht schon auch mal sagen, dass ich das richtig frisch finde, dass mal ein Thema bei "Gesellschaft" gemacht wird und nicht bei "Sexualität". Weil das ja hier auch richtig hin gehört

Vielleicht bleiben da jetzt ja die Zoffer und Stresser im anderen Bereich und merken überhaupt nicht, dass wir hier eine gute Diskussion zu dem schwierigen Thema haben...
*daumendrück*

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16. Februar 2012 um 13:40
In Antwort auf qitura_11873632

Huhuu Chris und alle
da werd ich gleich bestimmt angezickt weil ich direkt am Thema vorbei anfange?

Aber ich möcht schon auch mal sagen, dass ich das richtig frisch finde, dass mal ein Thema bei "Gesellschaft" gemacht wird und nicht bei "Sexualität". Weil das ja hier auch richtig hin gehört

Vielleicht bleiben da jetzt ja die Zoffer und Stresser im anderen Bereich und merken überhaupt nicht, dass wir hier eine gute Diskussion zu dem schwierigen Thema haben...
*daumendrück*

Warum angezickt....
nein, ist schon richtig und das Thema ist auch schwierig genug, das muss nicht noch mit Stress aufgeladen werden.

Ein Problem ist eben, das bei diesem Thema eben auch viele Gefühle eine Rolle spielen, unser gesamtes Umfeld und unsere Gesellschaft eine wesentliche Rolle dabei einnehmen.

Interessant ist dabei ja auch die jeweilige Glaubensfrage, wir sind in unserem Glaubenskreis aufgewachsen und unsere Wertevorstellungen drehen sich darum.

Aber haben diese Vorstellungen wie "Auge um Auge" heute in unserer Zivillisation noch wirklich gültigkeit oder haben wir nichts dazu gelernt. Denn Kriege zu führen ist genauso töten und haben wir wirklich das Recht zu entscheiden, wer leben darf und wer nicht?

Warum dürfen große Nationen überall Kriege führen. Was bringt uns das, was bringt es, wenn wir Menschen aufgrund eines Verbrechens töten?

Wer hat etwas davon, ist es wirklich Strafe oder ist es nicht einfach die Lust, eigene Rache zu befriedigen?

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16. Februar 2012 um 17:08

Rache und Vergeltung oder Kindesmißbrauch und Ethik...
Das Thema wird in jeder Diskussion, die ich kenne, mit diesen emotionalen Sachen aufgeladen und dann schnell unsachlich.

Ich bin auch eher ein Emotionsmensch und höre mehr auf meinen Bauch. Aber hier versuch ich lieber, das mit dem Kopf zu denken. Auch wenn das schwer fällt.
Dann geht sowas nicht, dass ich frage "würdest du das auch sagen, wenn deine kleine Tochter das Opfer wäre..."
Das sind so Totschlagargumente. Die machen die Diskussion kaputt. Finde ich jedenfals.

Religion hat für mich auch nix dabei zu suchen. Jedenfalls nicht wenn man sachlich Argumente hin und her besprechen möchte. Da kommt dann dieses "Du sollst nicht töten" und damit ist für denjenigen dann ganz oft der Fall erledigt. Das ist auch schade.

Du fragst, was es bringt, einen Verbrecher zu töten. Das ist für mich eine gute und sachliche Frage. So sollte die ganze Diskussion sein. Und nicht so wie in dem Thema mit Todesstrafe und Rechtsstaat (bei "Sexualität" hier).

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16. Februar 2012 um 17:27
In Antwort auf qitura_11873632

Rache und Vergeltung oder Kindesmißbrauch und Ethik...
Das Thema wird in jeder Diskussion, die ich kenne, mit diesen emotionalen Sachen aufgeladen und dann schnell unsachlich.

Ich bin auch eher ein Emotionsmensch und höre mehr auf meinen Bauch. Aber hier versuch ich lieber, das mit dem Kopf zu denken. Auch wenn das schwer fällt.
Dann geht sowas nicht, dass ich frage "würdest du das auch sagen, wenn deine kleine Tochter das Opfer wäre..."
Das sind so Totschlagargumente. Die machen die Diskussion kaputt. Finde ich jedenfals.

Religion hat für mich auch nix dabei zu suchen. Jedenfalls nicht wenn man sachlich Argumente hin und her besprechen möchte. Da kommt dann dieses "Du sollst nicht töten" und damit ist für denjenigen dann ganz oft der Fall erledigt. Das ist auch schade.

Du fragst, was es bringt, einen Verbrecher zu töten. Das ist für mich eine gute und sachliche Frage. So sollte die ganze Diskussion sein. Und nicht so wie in dem Thema mit Todesstrafe und Rechtsstaat (bei "Sexualität" hier).

Religionen
sind die Basis unserer Wertenormen.
Das Problem ist ja, wir als Menschen können uns vieles einfach nicht vorstellen, wir können nicht ahnen was nach dem Tod ist, nein, wir können es nicht wissen.
Im Grunde würden wir als Menschen nicht existieren, würden uns diese Fragen nicht beschäftigen. Religion oder besser Glaube ist etwas, was unser Unwissen füllt. Der Glaube gibt uns eben diese Kraft, auch den Tod anzunehmen.

Dabei sind die Religionen unserer Welt alle auf eine gleiche Basis gerichtet, sie werden aber alle anders gelebt.

Von daher stehe ich bei der Frage: Was bringt uns die Todesstrafe eigentlich vor einem Problem.

Dazu muss ich erstmal vorschiessen und sagen, ich habe mit Kirche nichts am Hut, bin aber gläubig.

Vor dem Problem deshalb, nach meinem Glauben ist der Tod auch eine Erlösung, ich würde mir wünschen, irgendwann wirklich friedlich sterben zu können. Wenn ich mir vorstelle, mein Leben würde nur durch Maschinen am Leben gehalten ... was wäre die größere Strafe?

So sind es für mich viele Aspekte, und sicher, der Moment des Todes ist sicherlich der schrecklichste für einen Deliquenten und sicher das härteste überhaupt. Würde jemand meiner Tochter etwas antun ... naja, lassen wir jetzt lieber...

Aber hätte ich dann nicht einfach nur das Gefühl einer Genugtuung?



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16. Februar 2012 um 18:33

ALso ich kann ja nur für mich reden...
...und das mach ich auch. So Verallgemeinern, das find ich nicht okay. Das klingt immer wie "son und nicht anders ist es richtig". Aber Verallgemeinerungen sind fas immer falsch.

Zum Beispiel wenn man sagt "Religionen sind die Basis unserer Wertenormen". Das stimmt jetzt vielleicht für dich und für ein paar Millionen Leute, aber nicht für alle. Ich kenne Leute, die ihre Werte woanders herholen als aus Religion.

Und wenn ich über das Thema Todesstrafe rede, dann interessiert mich die Frage "was kommt nach dem Tod" mal abolut nicht. Das ist ein spannendes Thema. Aber auch ein anderes.

Aber deine Fragge hatt ich noch gar nicht beantwortet, Chris, sorry

Also was mir die Todesstrafe bringen würde?
Das ist leicht:
Sicherheit.

Die würde mir Sicherheit bringen. Nicht mehr und nicht weniger.

Mich interessiert da auch nix anderes dran. Ich will keine Genugtuung, keine Rache. Ich will kein "Auge um Auge" oder Irgendwas heimzahlen. Das gehört für mich alles überhaupt nicht zu dem Thema.
Ich will einfach nur sicher sein, dass der Mensch, der einem Anderen das Leben genommen hat, das NIE WIEDER macht.
Ich finde auch, das ist gar nicht so viel verlangt. Und wo wir woanders schon beim Rechtsstaat waren: ich bin keine Juristin oder so. Aber ich finde, ein Staat hat sogar die Pflicht, seinen Bewohnern Sicherheit zu geben.

Und bevor jetzt alle über mich her fallen mit "einsperren statt umbringen", da sag ich dazu:
eingesperrt wird schon sooo lange... und genau sooo lange kann jeder sehen, dass Einsperren eben NICHT sicher ist.

So, das denk ich dazu. Und dazu steh ich, auch wenns nicht so beliebt ist.

Amy








Von daher stehe ich bei der Frage: Was bringt uns die Todesstrafe eigentlich vor einem Problem.

Dazu muss ich erstmal vorschiessen und sagen, ich habe mit Kirche nichts am Hut, bin aber gläubig.

Vor dem Problem deshalb, nach meinem Glauben ist der Tod auch eine Erlösung, ich würde mir wünschen, irgendwann wirklich friedlich sterben zu können. Wenn ich mir vorstelle, mein Leben würde nur durch Maschinen am Leben gehalten ... was wäre die größere Strafe?

So sind es für mich viele Aspekte, und sicher, der Moment des Todes ist sicherlich der schrecklichste für einen Deliquenten und sicher das härteste überhaupt. Würde jemand meiner Tochter etwas antun ... naja, lassen wir jetzt lieber...

Aber hätte ich dann nicht einfach nur das Gefühl einer Genugtuung?

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16. Februar 2012 um 18:39


Klingt hart, aber:
1. Die Vergewaltiger, Möder, Misshandler, also die TÄTER hätten angst und würden weniger zuschlagen
2. Wieso sollte Deutschland für so eine Person Geld bezahlen, für essen, Dusche, Personal das sich um die kümmert???

aber nicht wegen einem Diebstahl, sondern wegen harten Fällen wie Entführung eines Kindes oder so.

"Life is hard.. Sometimes you should to boe harder"

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16. Februar 2012 um 19:23
In Antwort auf arya_12438511


Klingt hart, aber:
1. Die Vergewaltiger, Möder, Misshandler, also die TÄTER hätten angst und würden weniger zuschlagen
2. Wieso sollte Deutschland für so eine Person Geld bezahlen, für essen, Dusche, Personal das sich um die kümmert???

aber nicht wegen einem Diebstahl, sondern wegen harten Fällen wie Entführung eines Kindes oder so.

"Life is hard.. Sometimes you should to boe harder"

Das seh ich anders...
...als du. Obwohl ich dafür bin.

Hallo Rainbowprincess *wink*

nein, sorry, aber dass die Todesstrafe Verbrecher nicht abschreckt, das ist mittlerweile bekannt. Erstens gehen die Verbrecher ja nicht davon aus, dass sie erwischt werden (sonst würden sie es lassen und was anderes machen) und ausserdem würde es dann in Ländern mit Todesstrafe viel weniger von den Verbrechen geben, auf die dann Todesstrafe steht.

Aber dein anderes Argument, naja, das stimmt schon. Also dass dadurch Geld gespart würde.

Ich fänds aber traurig für eine Gesellschaft, Leute zu töten um Kosten zu sparen. DAS wär für mich jetzt kein Grund, für die Todesstrafe zu sein. Für mich zählt da echt nur die Sicherheit.

Ich finds aber schön. dass du hier deine Meinung sagst und ich hoffe, du bleibst noch zum Mitdiskutieren dabei. Auch wenn wir hier nicht im Bereich "Sexualität" sind.
(das war auch Absicht

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17. Februar 2012 um 0:10

Auge um Auge, Zahn um Zahn
Ich kann nochvollziehen, dass man in manchen Situationen seinem Peiniger nichts als den Tod wünscht und es gibt auch Punkte die für die Todesstrafe sprechen. Das Argument vom rainbowprincess, also die geringeren Kosten, würde ich absolut gelten lassen. Vorallem wenn der Staat das ersparte Geld zum Beispiel in gute! Präventionsmaßnahmen stecken würde. Ein weiteres Argument zieht klar die Opfer in betraacht. Dabei geht es aber weniger um Genugtuung, sondern vielmehr um die Gewissheit, dass der Täter niemals wieder in die Freiheit gelangt. Die Todesstrafe kann somit den Opfern helfen besser mit der Vergangenheit abzuschließen.
Allerdings bekommen wir auch ziemlich heftige Probleme wenn wir die Todesstrafe einführen. Im Gegensatz zu allen anderen Maßnahmen ist die Todesstrafe irreversibel. Wenn nun jemand unschuldig zum Tode verurteilt wird, wird es dieser Person nicht mehr viel nützen, wenn man nach der Vollstreckung seine Unschuld feststellt.
Man muss bei der Todesstrafe immer damit rechnen, dass wir auch unschuldige Menschen dabei töten.
Generell besteht die Aufgabe des Staates darin seine Bürger zu schützen. Durch das Einsperren der Strafftäter ist die Sicherheit allerdings bereits gewährleistet. Es gibt hier offenbar keinen wirklichen Grund für den Staat dem Angeklagten das Leben zu nehmen. Vorallem, weil das Abschrekungsargument nicht funktioniert.
Vielmehr ist der Verurteilte, wenn auch ein Verbrecher, ein Staatsbürger und Mensch und damit ein Träger von Rechten. Und der Staat hat hier weiterhin die Aufgabe, diese Rechte zu schützen.
Und moralisch ist eine Todesstrafe sowieso nicht zu rechtfertigen.

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17. Februar 2012 um 9:25
In Antwort auf arya_12438511


Klingt hart, aber:
1. Die Vergewaltiger, Möder, Misshandler, also die TÄTER hätten angst und würden weniger zuschlagen
2. Wieso sollte Deutschland für so eine Person Geld bezahlen, für essen, Dusche, Personal das sich um die kümmert???

aber nicht wegen einem Diebstahl, sondern wegen harten Fällen wie Entführung eines Kindes oder so.

"Life is hard.. Sometimes you should to boe harder"

Die Frage dabei
ist dann aber auch, wer richtet?

und ab wann kommt die Todesstrafe?

Zum 1. es würde schon wesentlich "gerechter" zugehen, würde die Justiz auch wirklich nachvollziehbare Urteile sprechen und sich nicht dauernd mit irgnedwelchen Verfahrensfragen befassen.

Zum anderen schreckt die Todesstrafe in keinster Weise. Denn viele der Verbrechen geschehen im Moment, im Affekt. Selten das eine Körperverletzung mit Todesfolge wirklich so geplant ist.

Was ist mit den "Tätern" auf der Straße, was ist mit dem LKW Fahrer, dem ein Kind auf der Straßenkreuzung beim Linksabiegen seitlich unter den LKW geriet.

Haben hier die Eltern nicht den gleichen Schmerz? Ist der LKW Fahrer jetzt schuldig? obwohl er keine Chance hatte das Kind zu sehen, sind die Eltern schuldig, weil sie ein 7-järiges Kind unbeaufsichtigt am frühen Morgen die vielbefahrene Hauptstraße überqueren ließen?

Der Fahrer wurde verklagt, er wurde schuldig gesprochen und zu seinen eigenen Vorwürfen kam noch die Strafe ... obwohl er trotz aller Sorgfalt es nicht hätte verhindern können.

Das Ganze wurde in der Presse ziemlich hochgespielt und ziemlich sicher ist der Urteilsspruch nicht frei von objektiven Meinungen.

Ich denke, wir müssen uns hier nach unseren moralische und ethischen Werten richten und danach entscheiden.

Es kann nicht richtig sein, nach persönlichen Gefühlen zu handeln, denn die sind nicht objektiv. Sie sind immer beeinflusst von der persönlichen Situation, von der persönlichen Nähe zum Opfer oder aber auch zum Täter.

Sicherheit Amy, haben wir die wirklich? Wir haben den einen weggesperrt oder getötet, da ist der nächste doch schon wieder da.
Das hört doch nicht auf, weil abschreckend ist es doch eh nicht. Ein Freund arbeitet beim weißen Ring und kennt viele Situation, aber auch viele Pädophile. Wir sagen gern, der ist krank, der ist pervers ... so gibt es aber in den Menschen immer Fantasien, in allen von uns und wir alle haben unsere Fantasien unter Kontrolle. Es gibt Menschen, da geht das nicht, da wird der Druck enorm, denk mal an den Kanibalen, du findest im Netz Menschen die sich selbst anbieten aufgegessen zu werden.

Diese Menschen gehören weggesperrt, Lebenslang unter Sicherheitsverwahrung ... ohne jede Frage, denn hier ist das Hirn einfach nur noch krank!

Aber stellen wir uns nicht auf die gleiche Stufe, in der wir nach vermeintlicher Sicherheit den Tod eines anderen Menschen fordern?

... jetzt mal ganz provokant, nimms mir nicht übel ...

... aber irgendwann gehst du aus dem Haus und wirst überfahren ... hat dir der Tod des anderen jetzt etwas genutzt?

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17. Februar 2012 um 10:56
In Antwort auf godric_11948361

Auge um Auge, Zahn um Zahn
Ich kann nochvollziehen, dass man in manchen Situationen seinem Peiniger nichts als den Tod wünscht und es gibt auch Punkte die für die Todesstrafe sprechen. Das Argument vom rainbowprincess, also die geringeren Kosten, würde ich absolut gelten lassen. Vorallem wenn der Staat das ersparte Geld zum Beispiel in gute! Präventionsmaßnahmen stecken würde. Ein weiteres Argument zieht klar die Opfer in betraacht. Dabei geht es aber weniger um Genugtuung, sondern vielmehr um die Gewissheit, dass der Täter niemals wieder in die Freiheit gelangt. Die Todesstrafe kann somit den Opfern helfen besser mit der Vergangenheit abzuschließen.
Allerdings bekommen wir auch ziemlich heftige Probleme wenn wir die Todesstrafe einführen. Im Gegensatz zu allen anderen Maßnahmen ist die Todesstrafe irreversibel. Wenn nun jemand unschuldig zum Tode verurteilt wird, wird es dieser Person nicht mehr viel nützen, wenn man nach der Vollstreckung seine Unschuld feststellt.
Man muss bei der Todesstrafe immer damit rechnen, dass wir auch unschuldige Menschen dabei töten.
Generell besteht die Aufgabe des Staates darin seine Bürger zu schützen. Durch das Einsperren der Strafftäter ist die Sicherheit allerdings bereits gewährleistet. Es gibt hier offenbar keinen wirklichen Grund für den Staat dem Angeklagten das Leben zu nehmen. Vorallem, weil das Abschrekungsargument nicht funktioniert.
Vielmehr ist der Verurteilte, wenn auch ein Verbrecher, ein Staatsbürger und Mensch und damit ein Träger von Rechten. Und der Staat hat hier weiterhin die Aufgabe, diese Rechte zu schützen.
Und moralisch ist eine Todesstrafe sowieso nicht zu rechtfertigen.

Einsperren reicht eben nicht
Hallo Wolfgang guten Morgen

Ich finds gut, dass du die Gründe von Rainbowprincess und mir auch gelten lässt. Obwohl du ja gegen die Todesstrafe bist. Naja eigentlich ist das normal, aber woanders bei gofeminin bleiben die Leute nicht so sachlich und tolerant.
Was ich dir sagen will, das wiederhol ich nochmal.

Das Kostenargument, das würde ich nie gelten lassen. Was sollte denn das für eine Gesellschaft sein, die Leuten das Leben nimmt, weil es billiger ist ?! Nein, auch wenn das Ersparte (wie will man das berechnen?) für gute Zwecke verwendet wird. DAS darf einfach kein Argument sein, jemanden hinzurichten, finde ich.

Und Genugtuung oder Rache, das hat hier, finde ich, auch nix zu suchen. Die Justiz ist doch nicht dafür da, für Genugtuung zu sorgen?! Da können wir dann ja anfangen, Täter zu foltern, weil ihre Opfer auch leiden mussten und sowas... neee, da landen wir glatt wieder im Mittelalter.

Du sagst auch, dass die Todesstrafe nicht mehr rückgängig zu machen geht. Das stimmt natürlich. Ich frag mich aber auch, ob das rückgängig zu machen geht, wenn jemand unschuldig Jahre lang im Gefängnis war. Kann man das wirklich? Geht sowas mit Geld und einem Sorry zu entschädigen? Ich kann das nicht beurteilen. Dazu müßte man das wohl selber erleben. Aber ich hab da echt Zweifel dran...

~ ~ ~

Warum ich für die Todesstrafe bin, das hat nur einen einzigen Grund. Und den hast du auch total richtig erkannt, Wolfgang. SICHERHEIT.
Ich möchte, dass ich (und jeder) einfach ganz sicher sein darf, dass der Mörder XY nie, nie, nie wieder zuschlägt.
Das ist alles. Nicht mehr und nicht weniger.

Und wenn der Staat mir das auf irgendeine andere Art garantieren könnte als den XY zu töten, dann würd ich sofort wieder gegen die Todesstrafe sein und für die andere Methode.
Kann er aber nicht, Wolfgang. Nein er kann das nicht, auch wenn du ja sagst:

"Durch das Einsperren der Strafftäter ist die Sicherheit allerdings bereits gewährleistet"

Das ist eine Stelle, wo ich jetzt nicht nicken kann. Und ich glaube auch, du weißt das selber. Ich meine, es ist doch kein Geheimnis, dass
* Häftlinge ausbrechen
* Häfftlinge vorzeitig raus dürfen
* Verrückte von Psychologen als harmlos und geheilt entlassen werden oder auch ganz einfach
* Mörder nach ihrer Haftzeit wieder raus kommen

Das weißt du aber selber. Und dass es vorkommt, dass es Leute gibt, die raugekommen sind und dann wieder andere Leute getötet haben, weißt du auch. Da brauchen wir hier doch nicht drüber diskutieren, ob das Einsperren der Täter Sicherheit bringt oder nicht.

Wo ich dir Recht gebe: ja, der Mörder ist auch ein Mensch und ein Bürger und der hat auch Rechte. Ja, das stimmt. Aber manchmal muss dder Staat bzw. die Justiz auch mal schauen, welche Rechte denn mehr wiegen. Die vom jemandem, der einen Unschuldigen ums Leben gebracht hat oder die Rechte der Unschuldigen, die vor diesem Mörder beschützt werden wollen? Das finde ich nämlich, ist MEIN Recht, Wolfgang. Und wenn einer SOWAS Schlimmes gemacht hat, jemand anderen zu töten, dann finde ich das Recht auf Sicherheit vor diesem Mörder wichtiger.

Das will ich nochmal sagen, weils ganz wichtig ist: ich finde die Todesstrafe nicht toll. Ich fühl mich dabei nicht super, wenn ich sage, da muss jemand sterben. Und wenn es andere Möglichkeiten geben würde, echte Sicherheit vor Mördern zu bieten, dann würd ich die besser finden. Aber die seh ich nicht. Und nur deswegen bin ich für die Todesstrafe.

Amy

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17. Februar 2012 um 13:51
In Antwort auf qitura_11873632

Einsperren reicht eben nicht
Hallo Wolfgang guten Morgen

Ich finds gut, dass du die Gründe von Rainbowprincess und mir auch gelten lässt. Obwohl du ja gegen die Todesstrafe bist. Naja eigentlich ist das normal, aber woanders bei gofeminin bleiben die Leute nicht so sachlich und tolerant.
Was ich dir sagen will, das wiederhol ich nochmal.

Das Kostenargument, das würde ich nie gelten lassen. Was sollte denn das für eine Gesellschaft sein, die Leuten das Leben nimmt, weil es billiger ist ?! Nein, auch wenn das Ersparte (wie will man das berechnen?) für gute Zwecke verwendet wird. DAS darf einfach kein Argument sein, jemanden hinzurichten, finde ich.

Und Genugtuung oder Rache, das hat hier, finde ich, auch nix zu suchen. Die Justiz ist doch nicht dafür da, für Genugtuung zu sorgen?! Da können wir dann ja anfangen, Täter zu foltern, weil ihre Opfer auch leiden mussten und sowas... neee, da landen wir glatt wieder im Mittelalter.

Du sagst auch, dass die Todesstrafe nicht mehr rückgängig zu machen geht. Das stimmt natürlich. Ich frag mich aber auch, ob das rückgängig zu machen geht, wenn jemand unschuldig Jahre lang im Gefängnis war. Kann man das wirklich? Geht sowas mit Geld und einem Sorry zu entschädigen? Ich kann das nicht beurteilen. Dazu müßte man das wohl selber erleben. Aber ich hab da echt Zweifel dran...

~ ~ ~

Warum ich für die Todesstrafe bin, das hat nur einen einzigen Grund. Und den hast du auch total richtig erkannt, Wolfgang. SICHERHEIT.
Ich möchte, dass ich (und jeder) einfach ganz sicher sein darf, dass der Mörder XY nie, nie, nie wieder zuschlägt.
Das ist alles. Nicht mehr und nicht weniger.

Und wenn der Staat mir das auf irgendeine andere Art garantieren könnte als den XY zu töten, dann würd ich sofort wieder gegen die Todesstrafe sein und für die andere Methode.
Kann er aber nicht, Wolfgang. Nein er kann das nicht, auch wenn du ja sagst:

"Durch das Einsperren der Strafftäter ist die Sicherheit allerdings bereits gewährleistet"

Das ist eine Stelle, wo ich jetzt nicht nicken kann. Und ich glaube auch, du weißt das selber. Ich meine, es ist doch kein Geheimnis, dass
* Häftlinge ausbrechen
* Häfftlinge vorzeitig raus dürfen
* Verrückte von Psychologen als harmlos und geheilt entlassen werden oder auch ganz einfach
* Mörder nach ihrer Haftzeit wieder raus kommen

Das weißt du aber selber. Und dass es vorkommt, dass es Leute gibt, die raugekommen sind und dann wieder andere Leute getötet haben, weißt du auch. Da brauchen wir hier doch nicht drüber diskutieren, ob das Einsperren der Täter Sicherheit bringt oder nicht.

Wo ich dir Recht gebe: ja, der Mörder ist auch ein Mensch und ein Bürger und der hat auch Rechte. Ja, das stimmt. Aber manchmal muss dder Staat bzw. die Justiz auch mal schauen, welche Rechte denn mehr wiegen. Die vom jemandem, der einen Unschuldigen ums Leben gebracht hat oder die Rechte der Unschuldigen, die vor diesem Mörder beschützt werden wollen? Das finde ich nämlich, ist MEIN Recht, Wolfgang. Und wenn einer SOWAS Schlimmes gemacht hat, jemand anderen zu töten, dann finde ich das Recht auf Sicherheit vor diesem Mörder wichtiger.

Das will ich nochmal sagen, weils ganz wichtig ist: ich finde die Todesstrafe nicht toll. Ich fühl mich dabei nicht super, wenn ich sage, da muss jemand sterben. Und wenn es andere Möglichkeiten geben würde, echte Sicherheit vor Mördern zu bieten, dann würd ich die besser finden. Aber die seh ich nicht. Und nur deswegen bin ich für die Todesstrafe.

Amy

Stimmt! Da hängt noch sehr viel mehr mit dran
Hallo Amy

Erstmal Danke für die Ausführliche Antwort. Da hab ich natürlich direkt Lust weiter zu diskutieren.

Der Unschuldig eingesperrte verliert durch seine Haft selbstverständlich eine Menge Lebenszeit und Lebensqualität. Aber er verliert wenigstens nicht sein Leben und bekommt nach der Entlassung wieder die Chance auf ein gutes Leben. Oder besser gesagt: Er sollte sie bekommen.
Die Strafe ist definitiv nicht komplett Rückgängig zu machen und die verlorene Zeit auch sicherlich nicht in irgendeiner Form zu vergelten, aber die meisten Unschuldig inhaftierten würden diesen Weg trotzdem bevorzugen als den Gang in den Todestrakt.

Nach deinen Ausführungen muss ich meinen Satz wohl etwas erweitern:
Durch das Einsperren der Strafftäter ist die Sicherheit bereits gewährleistet, wenn das Vollzugssystem nicht versagt und wir vernünftige Regelungen haben, wie mit Straftätern umgegangen wird.
Wie ich herausgelesen habe, wärst auch du mit einem besser funktionierenden Strafvollzug auch glücklicher als mit der Todesstrafe. Dann gibt es ja ein klares Arbeitsfeld
Dazu gehört in jedem Fall, in besonderen Härtefällen, eine Art der Sicherungsverwahrung, oder direkt ein härteres Strafmaß. Ich glaube einfach, dass auch eine lange Zeit im Gefägnis würdevoller ist als eine Hinrichtung. Zumal wenn in den Gefängisen das Recht auf Arbeit und Besitz gesichert wird. Eine Entlassung dürfte erst geschehen, wenn mehrere unabhängige, gute Psychologen tatsächlich keine Gefahr für die Bevölkerung sehen.
Selbstverständlich müssen Gefägnisse ausbruchssicher sein. Aber ich bin fest davon überzeugt, dass dies mit den heutigen technischen Mitteln auch durchaus möglich ist.
Ein Ausbruch aus der Todeszelle ist übrigens genauso möglich wie aus einer normalen Zelle. Der Straftäter hat vielleicht weniger Zeit für eine Flucht, dafür dürfte sein Ausbruchswunsch aber auch umso stärker sein. Immerhin geht es für ihn um Leben und Tod.
Man sieht es gäbe einiges zu tun, nur leider hat das doch wieder mit einer ganzen Menge Geld zu tun.
Aber wie sagst du so schön:
"Was sollte denn das für eine Gesellschaft sein, die Leuten das Leben nimmt, weil es billiger ist ?"

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17. Februar 2012 um 19:20
In Antwort auf godric_11948361

Stimmt! Da hängt noch sehr viel mehr mit dran
Hallo Amy

Erstmal Danke für die Ausführliche Antwort. Da hab ich natürlich direkt Lust weiter zu diskutieren.

Der Unschuldig eingesperrte verliert durch seine Haft selbstverständlich eine Menge Lebenszeit und Lebensqualität. Aber er verliert wenigstens nicht sein Leben und bekommt nach der Entlassung wieder die Chance auf ein gutes Leben. Oder besser gesagt: Er sollte sie bekommen.
Die Strafe ist definitiv nicht komplett Rückgängig zu machen und die verlorene Zeit auch sicherlich nicht in irgendeiner Form zu vergelten, aber die meisten Unschuldig inhaftierten würden diesen Weg trotzdem bevorzugen als den Gang in den Todestrakt.

Nach deinen Ausführungen muss ich meinen Satz wohl etwas erweitern:
Durch das Einsperren der Strafftäter ist die Sicherheit bereits gewährleistet, wenn das Vollzugssystem nicht versagt und wir vernünftige Regelungen haben, wie mit Straftätern umgegangen wird.
Wie ich herausgelesen habe, wärst auch du mit einem besser funktionierenden Strafvollzug auch glücklicher als mit der Todesstrafe. Dann gibt es ja ein klares Arbeitsfeld
Dazu gehört in jedem Fall, in besonderen Härtefällen, eine Art der Sicherungsverwahrung, oder direkt ein härteres Strafmaß. Ich glaube einfach, dass auch eine lange Zeit im Gefägnis würdevoller ist als eine Hinrichtung. Zumal wenn in den Gefängisen das Recht auf Arbeit und Besitz gesichert wird. Eine Entlassung dürfte erst geschehen, wenn mehrere unabhängige, gute Psychologen tatsächlich keine Gefahr für die Bevölkerung sehen.
Selbstverständlich müssen Gefägnisse ausbruchssicher sein. Aber ich bin fest davon überzeugt, dass dies mit den heutigen technischen Mitteln auch durchaus möglich ist.
Ein Ausbruch aus der Todeszelle ist übrigens genauso möglich wie aus einer normalen Zelle. Der Straftäter hat vielleicht weniger Zeit für eine Flucht, dafür dürfte sein Ausbruchswunsch aber auch umso stärker sein. Immerhin geht es für ihn um Leben und Tod.
Man sieht es gäbe einiges zu tun, nur leider hat das doch wieder mit einer ganzen Menge Geld zu tun.
Aber wie sagst du so schön:
"Was sollte denn das für eine Gesellschaft sein, die Leuten das Leben nimmt, weil es billiger ist ?"

Solange es keine andere Möglichkeit gibt...
Hallo Wolfgang

ich freu mich auch. Also eigentlich sogar doppelt. Einmal über deine Antwort und dann auch weil wir hier so schön normal diskutieren können. Also wie das eigentlich überall sein sollte im Forum. Und ich hoff echt, dass die Zoffmacher oben im Bereich "Sexualität" bleiben *lach*
Da können die sich dann die Köpfe einhauen...

Also das denke ich auch und geb ich leicht zu, dass die Unschuldigen bestimmt lieber das Gefängnis als das Sterben wählen würden. Da hast du Recht. Die meisten Schuldigen würden das bestimmt auch. Ich wollte mit meiner Frage auch nur sagen, dass ungerechtes Eingesperrtsein sich nicht einfach so *schnipp* "rückgängig machen lässt.
Manche Todesstrafengegner klingen nämlich so, wenn die das sagen.

Sicher hängt das immer auch von der Person und der Zeit im Gefängnis ab, aber ich könnt mir schon vorstellen, dass sowas auch Menschen seelisch kaputt machen kann. Da geht nix mehr mit "rückgängig", da geht höchstens was mit Neuanfang.
Aber da sind wir dann ja gar nicht so weit voneinander weg, Wolfgang.

Bei deinem Satz mit dem "klaren Arbeitsfeld", da hab ich grad gegrinst hier. Das klingt so geschäftmäßig
Aber du hast Recht. Also du hast mich total richtig verstanden, ja.

Wenn das eine andere Möglichkeit gäb, hundertprozentig sicher zu sein, dass der Mörder XY nie wieder jemandem was antun kann, dann würd ich das besser finden als die Todesstrafe. JA.

Es gibt bestimmt andere Leute, die aus anderen Gründen für die Todesstrafe sind, zum Beispiel aus Geldgründen oder aus Rache. Dann sehen die das eben anders als ich, das ist auch okay, jeder kann ja seine eigene Meinung haben.

Aber ich sehe einfach keine andere Möglichkeit, die genau so sicher ist wie die Todesstrafe. Alles andere hat doch mittlerweile oft genug versagt, oder? Wie viele Unschuldige könnten noch leben, wenn ihr Mörder schon nach seinem ersten Verbrechen weg gewesen wäre? Ich geb zu, dass ich die zahl nicht weiß. Aber die ist sicher hoch. Und wenns auch nur ein einziger Unschuldiger wäre, das würde für mich Grund genug sein.

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18. Februar 2012 um 9:54
In Antwort auf qitura_11873632

Solange es keine andere Möglichkeit gibt...
Hallo Wolfgang

ich freu mich auch. Also eigentlich sogar doppelt. Einmal über deine Antwort und dann auch weil wir hier so schön normal diskutieren können. Also wie das eigentlich überall sein sollte im Forum. Und ich hoff echt, dass die Zoffmacher oben im Bereich "Sexualität" bleiben *lach*
Da können die sich dann die Köpfe einhauen...

Also das denke ich auch und geb ich leicht zu, dass die Unschuldigen bestimmt lieber das Gefängnis als das Sterben wählen würden. Da hast du Recht. Die meisten Schuldigen würden das bestimmt auch. Ich wollte mit meiner Frage auch nur sagen, dass ungerechtes Eingesperrtsein sich nicht einfach so *schnipp* "rückgängig machen lässt.
Manche Todesstrafengegner klingen nämlich so, wenn die das sagen.

Sicher hängt das immer auch von der Person und der Zeit im Gefängnis ab, aber ich könnt mir schon vorstellen, dass sowas auch Menschen seelisch kaputt machen kann. Da geht nix mehr mit "rückgängig", da geht höchstens was mit Neuanfang.
Aber da sind wir dann ja gar nicht so weit voneinander weg, Wolfgang.

Bei deinem Satz mit dem "klaren Arbeitsfeld", da hab ich grad gegrinst hier. Das klingt so geschäftmäßig
Aber du hast Recht. Also du hast mich total richtig verstanden, ja.

Wenn das eine andere Möglichkeit gäb, hundertprozentig sicher zu sein, dass der Mörder XY nie wieder jemandem was antun kann, dann würd ich das besser finden als die Todesstrafe. JA.

Es gibt bestimmt andere Leute, die aus anderen Gründen für die Todesstrafe sind, zum Beispiel aus Geldgründen oder aus Rache. Dann sehen die das eben anders als ich, das ist auch okay, jeder kann ja seine eigene Meinung haben.

Aber ich sehe einfach keine andere Möglichkeit, die genau so sicher ist wie die Todesstrafe. Alles andere hat doch mittlerweile oft genug versagt, oder? Wie viele Unschuldige könnten noch leben, wenn ihr Mörder schon nach seinem ersten Verbrechen weg gewesen wäre? Ich geb zu, dass ich die zahl nicht weiß. Aber die ist sicher hoch. Und wenns auch nur ein einziger Unschuldiger wäre, das würde für mich Grund genug sein.

Amy
"wie viele könnten noch leben, wäre der gleich nach dem ersten Verbrechen weg gewesen"

Ja, ich kann die Aussage verstehen und nachvollziehn. Ich habe auch immer einen riesigen Hals, wenn ich höre das da schon wieder jemand aufgrund von Psychokaspern entlassen wurde.

Denke aber, das ist ein politisches Problem, genauso wie unsere Justiz nicht in der Lage ist, wirkliche Urteile zu sprechen, in der Form das die auch wirklich abschreckend sind.

Wenn ich hier so sehen, das junge Verbrecher immer wieder mit Bewährung davon kommen, Leute mit Flaschen bewusst niederschlagen und dann mit Bewährung den Gerichtssaal als freie menschen verlassen können ... das ist der Skandal und ich denke, da sollten wir anfassen.

Die Todesstrafe zur Sicherheit bringt meiner Ansicht nach nichts, denn wenn auch der eine weg ist, so steht der nächste schon da. Auch weil die Justiz viel zu harmlos mit den Tätern umspringt.

Sprech mal mit Polizisten, wie gefrustet die oft sind wenn sie einen Verbrecher geschnappt haben und der nur Stunden später vom Haftrichter wieder entlassen wird.

Wir haben hier bei uns grad die sogenannte "Douglas-Bande" übelste Kriminalität, Justiz, Polizei und Presse werden auf das massivste bedroht, Zeugen beeinflusst und bedroht und die Polizei ist machtlos.

Zum anderen, ich hab da noch Zahlen einer Polizeistatistik im Kopf, wonach der überwiegend größte Teil an Tötungsdelikten und sexuellen Übergriffen auch Kindern gegenüber, im engeren Familienkreis stattfinden. Das sind wohl an die 80% aller Fälle, ich muss aber die genauen Zahlen nochmal eruieren.

Nur diese Fälle kommen auch selten in die Öffentlichkeit.

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18. Februar 2012 um 10:19

DNA Tests
Weil in dem anderen Thread da von Sicherheit usw. gesprochen wurde und ein User davon ausgeht, das in Deutschland zu 99,9999999% kein Unschuldiger verurteilt wird:


Vielleicht ganz spannend, DNA Tests haben wohl eine Sicherheit von 99,99 %, also gehen wir zurecht davon aus: Das ist sicher!

Doch das heisst aber auch das 0,01% unsicher sind, das ist verdammt klein und vernachlässigbar, oder?

Hamburg hat nicht ganz 2 Millionen Einwohner, 0,01% entsprechen dabei 200 Menschen, d.h. bei 1,7 Mio sind es immer noch 170 Menschen auf die die DNA struktur passen könnte.

Das ist dann Sicherheit

Und nein, wenn mein Kind angeklagt wäre, ich würde alles machen um mein Kind daraus zu bekommen.

Deshalb ist es schwer wirklich sachlich zu diskutieren, ich hoffe, wir kriegen hier wirklich ein gutes "Arbeitsfeld"

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18. Februar 2012 um 12:28
In Antwort auf qitura_11873632

Solange es keine andere Möglichkeit gibt...
Hallo Wolfgang

ich freu mich auch. Also eigentlich sogar doppelt. Einmal über deine Antwort und dann auch weil wir hier so schön normal diskutieren können. Also wie das eigentlich überall sein sollte im Forum. Und ich hoff echt, dass die Zoffmacher oben im Bereich "Sexualität" bleiben *lach*
Da können die sich dann die Köpfe einhauen...

Also das denke ich auch und geb ich leicht zu, dass die Unschuldigen bestimmt lieber das Gefängnis als das Sterben wählen würden. Da hast du Recht. Die meisten Schuldigen würden das bestimmt auch. Ich wollte mit meiner Frage auch nur sagen, dass ungerechtes Eingesperrtsein sich nicht einfach so *schnipp* "rückgängig machen lässt.
Manche Todesstrafengegner klingen nämlich so, wenn die das sagen.

Sicher hängt das immer auch von der Person und der Zeit im Gefängnis ab, aber ich könnt mir schon vorstellen, dass sowas auch Menschen seelisch kaputt machen kann. Da geht nix mehr mit "rückgängig", da geht höchstens was mit Neuanfang.
Aber da sind wir dann ja gar nicht so weit voneinander weg, Wolfgang.

Bei deinem Satz mit dem "klaren Arbeitsfeld", da hab ich grad gegrinst hier. Das klingt so geschäftmäßig
Aber du hast Recht. Also du hast mich total richtig verstanden, ja.

Wenn das eine andere Möglichkeit gäb, hundertprozentig sicher zu sein, dass der Mörder XY nie wieder jemandem was antun kann, dann würd ich das besser finden als die Todesstrafe. JA.

Es gibt bestimmt andere Leute, die aus anderen Gründen für die Todesstrafe sind, zum Beispiel aus Geldgründen oder aus Rache. Dann sehen die das eben anders als ich, das ist auch okay, jeder kann ja seine eigene Meinung haben.

Aber ich sehe einfach keine andere Möglichkeit, die genau so sicher ist wie die Todesstrafe. Alles andere hat doch mittlerweile oft genug versagt, oder? Wie viele Unschuldige könnten noch leben, wenn ihr Mörder schon nach seinem ersten Verbrechen weg gewesen wäre? Ich geb zu, dass ich die zahl nicht weiß. Aber die ist sicher hoch. Und wenns auch nur ein einziger Unschuldiger wäre, das würde für mich Grund genug sein.

Todesstrafe für wen?
Zu Beginn hab ich noch ein Argument gegen die Todesstrafe, oder zumindest einen Punkt über den zu selten Nachgedacht wird: Die Angehörigen des Angeklagten.
Mal Angenommen sie brechen den Kontakt aufgrund der Tat nicht ab und halten weiterhin zu dem Täter. Mit der Todesstrafe würden wir ihnen zumuten, dass sie einen geliebten Menschen verlieren. Ich stelle mir dabei das alte Mütterchen vor, das erfährt, dass ihr heißgeliebter Sohn zum Tode verurteilt wird. Für uns ausenstehende ist diese Liebe zu einem Verbrecher schwer vorstellbar, aber sie ist nun einmal da und man sollte sie nicht ignorieren.
Mit einer Gefägnisstrafe würden die Angehörigen wenigstens die Chance erhalten weiterhin Kontakt zu haben.

Und nun noch einen Punkt, den ich gerne Diskutieren würde:
Nämlich welche Straftaten wir mit dem Tod bestrafen sollten.
Darüber wurde bisher noch gar nicht gesprochen, es viel höchsten mal in Nebensätzen. Es ist herauszulesen, das vorallem Mord und Vergewaltigung die Todesstrafe verdient.
Aber bei Mord habe ich noch ein paar bedenken.
Ich behaupte, dass Mord nicht gleich Mord ist. Sicherlich bedeutet es immer, dass ein Mensch einen anderen Menschen tötet und das ist schlimm!
Aber ich glaube, dass die Motive entscheidend sind um die Tat zu beurteilen. Davon hängt auch ab, ob von dem Mörder tatsächlich eine Gefahr für die Gesellschaft ausgeht, oder ob seine Tat ein absoluter Einzelfall in einer ganz bestimmten Situation war.
Bei Gefängnisstrafen hat man die Möglichkeit zu differenzieren. Wir können dem immer Gewaltbereiten, der seinen Mord aus purer Lust am töten begangen hat, eine längere Zeit im Gefängnis auferlegen (möglicherweise sogar eine Lebenslange im wahrsten Sinne des Wortes), als dem Kerl der im Streit mit einem Messer zugestoßen hat. Vielleicht im Affekt, möglicherweise gar nicht mit der Absicht zu töten, aber trotzdem ein Mord.
Meine These ist gewagt, aber ich hoffe man versteht was ich damit meine.
Wir gehen bisher ja davon aus, dass die einzige Begründung, die man für die Todesstrafe gelten lassen kann, die Sicherheit der anderen Menschen ist. Aber warum einen Menschen zum Tode verurteilen, von dem keine Gefahr ausgeht?
Und ich glaube nicht, dass man bei der Todesstrafe noch differenzieren kann. Wir können ja nicht den einen Mörder töten und den anderen nur für Jahre ins Gefägnis stecken.

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18. Februar 2012 um 18:23
In Antwort auf nori_12261313

Amy
"wie viele könnten noch leben, wäre der gleich nach dem ersten Verbrechen weg gewesen"

Ja, ich kann die Aussage verstehen und nachvollziehn. Ich habe auch immer einen riesigen Hals, wenn ich höre das da schon wieder jemand aufgrund von Psychokaspern entlassen wurde.

Denke aber, das ist ein politisches Problem, genauso wie unsere Justiz nicht in der Lage ist, wirkliche Urteile zu sprechen, in der Form das die auch wirklich abschreckend sind.

Wenn ich hier so sehen, das junge Verbrecher immer wieder mit Bewährung davon kommen, Leute mit Flaschen bewusst niederschlagen und dann mit Bewährung den Gerichtssaal als freie menschen verlassen können ... das ist der Skandal und ich denke, da sollten wir anfassen.

Die Todesstrafe zur Sicherheit bringt meiner Ansicht nach nichts, denn wenn auch der eine weg ist, so steht der nächste schon da. Auch weil die Justiz viel zu harmlos mit den Tätern umspringt.

Sprech mal mit Polizisten, wie gefrustet die oft sind wenn sie einen Verbrecher geschnappt haben und der nur Stunden später vom Haftrichter wieder entlassen wird.

Wir haben hier bei uns grad die sogenannte "Douglas-Bande" übelste Kriminalität, Justiz, Polizei und Presse werden auf das massivste bedroht, Zeugen beeinflusst und bedroht und die Polizei ist machtlos.

Zum anderen, ich hab da noch Zahlen einer Polizeistatistik im Kopf, wonach der überwiegend größte Teil an Tötungsdelikten und sexuellen Übergriffen auch Kindern gegenüber, im engeren Familienkreis stattfinden. Das sind wohl an die 80% aller Fälle, ich muss aber die genauen Zahlen nochmal eruieren.

Nur diese Fälle kommen auch selten in die Öffentlichkeit.

Puuuh, das sind viele Sachen jetzt...
...die ihr beide toll erklärt habt. Und ich sag da auch gerne zu allen was zu. Hoffentlich wird das nicht zu lang?

Also Wolfgang, die Frage ist schon okay, die du stellst. Also für welche Verbrechen denn die Todesstrafe gegeben werden soll. Und trotzdem würd ich die hier gerne weglassen.
Entweder erstmal weglassen und dafür eine extra Thema machen. Oder für später verschieben. Wenn wir jetzt irgendwo real zusammen sitzen und reden würden, dann wär das bestimmt irgendwann das Thema. Aber hier im Forum, da hab ich grad Angst dass das irgendwie zerfranst und von dem eigentlichen Thema weg führt. Aber sag mal bitte wenn du das anders siehst?

Ich kann für mich erstmal sagen, dass die Todesstrafe für Verbrechen verhängt werden könnte, wo jemand einem Anderen das Leben nimmt. Und zwar absichtlich. Also nicht bei einem Unfall. Es müsste schon ein Mord sein.

Gefahr für andere seh ich bei Mördern immer. Auch wenn die jetzt "nur" den Liebhaber ihrer Frau töten oder den mobbigen Kollegen, mit dem die Situation irgendwann eskaliert.
Ich hab schon gesagt, dass ich keine Juristin bin. Aber ich hab trotzdem ein Bauchgefühl. Da schau ich, ob sich etwas "richtig" anfühlt oder ein Grummeln macht.

Und es macht mir ein Grummeln, wenn einer sagt: "ups, da hab ich jetzt den Liebhaber umgebracht oder den Kollegen, das tut mir leid, aber der hatte mich echt sowas von auf die Palme gebracht..." NEIN, so gehts nicht, Wolfgang.

Ich glaube, wenn einer jemand anders umgebracht hat, dann hat der eine Grenze überschritten. Ich denke, es ist ein Unterschied, ob man im Kopfkino jemanden aus der Welt schafft (hab ich ja auch schon) oder ob einer das dann auch wirklich MACHT.

Wenn der gezeigt hat, dass er sowas TUT, dann zeigt der auch, dass er seine eigenen Regeln wichtiger findet als die der Gesellschaft. Und dann rechne ich auch damit, dass das kein Einzelfall bleibt. Weil die Denke, die dahinter steckt, so eine Bereitschaft hat. Dann IST der Typ eine Gefahr. Dann hätt ich vor dem gerne Sicherheit.

Was du über die Angehörigen sagst, das stimmt auch. Also da geb ich dir schon wieder Recht Wolfgang

Das ist für die Familien vom Verurteilten traurig. und die tun mir auch leid. Aber die Familen vom Opfer auch. Die kann ich nicht so einfach vergessen, wenn ich das Argument mit der Mörderfamilie bringe, oder?
Also traurig und schlimm ist das für alle. Wenn man da ganz kaltblütig oder herzlos wäre, könnte man sagen: das hebt sich auf, also bleibt bei DEM Argument kein pro oder conta Punkt bei der Diskussion.

Ich bin aber nicht so herzlos oder kaltblütig.
Deswegen sag ich dazu: ja, das stimmt, das IST traurig und da wäre Gefängnis schöner für alle, weil die Familie den Verbrecher besuchen kann.

Aber da müsste die Justiz eben schauen, was wichtiger ist: der Wunsch nach Sicherheit für die Bürger oder der Wunsch nach Kontakt beim Verbrecher.
Da lasse ich jedem seine eigene Meinung, wie er das sieht. Ich, Amy, finde das Bedürfnis von den Bürgern aber wichtiger.

~~~

Chrisko, zwei von Christians Freunden sind Polizisten. Und über die kennen wir auch noch andere Polizisten und feiern auch gerne mit denen oder machen andere Freizeitsachen zusammen. Ich konnte auch schon beim Polizeisportfest mitmachen, da war ich außer der Reihe (das war auch besser so *lach* )
Also was da für ein Frust ist, das weiß ich ein bißchen. Und das versteh ich auch.
Und dazu kriegen die Polizisten ja ganz oft die Wut auf irgendwas ab, was die gar nicht verantworten müssen. Das seh ich bei Demonstrationen zum Beispiel. Aber das ist ja ein anderes Thema *ups*

Was du mit "Psychokasper" meinst, das weiß ich genau! Da könnt ich nämlich auch auf die Palme gehen, wenn die dann jemanden als geheilt und harmlos raus lassen und dann wieder was Schlimmes passiert.
Wenns nach mir geht, dann würden die Psychologen genau so mitbestraft wie der Verbrecher. Dann würden die sich das nämlich zweimal überlegen.
Also in Wirbelquirlhausen, da wär das so

Das eine Argument kann ich aber jetzt nicht so toll finden, was du sagst. Also dass die Todesstrafe nix bringt weil sowieso der nächste Täter kommt.
Mit DER Begründung würden wir doch überhaupt keine Strafen mehr brauchen. Auch kein Gefängnis.
Wieso einen Drogendealer einsperren? Es steht ja eh schon ein anderer an der gleichen Ecke...
Neee, da kann ich echt nicht mitgehen jetzt, Chrisko.

Was ich aber wieder richtig finde: ja die Justiz geht zu lasch mit denen um. Da wird, glaube ich, mehr für die Täter getan als für die Opfer (oder die Zurückgebliebenen).

Und wenn "lebenslänglich" nicht auch bedeutet, dass einer im Gefängnis alt wird und stirbt, dann find ich das einfach albern. Dann soll man das auch nicht so nennen.

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19. Februar 2012 um 10:38
In Antwort auf qitura_11873632

Puuuh, das sind viele Sachen jetzt...
...die ihr beide toll erklärt habt. Und ich sag da auch gerne zu allen was zu. Hoffentlich wird das nicht zu lang?

Also Wolfgang, die Frage ist schon okay, die du stellst. Also für welche Verbrechen denn die Todesstrafe gegeben werden soll. Und trotzdem würd ich die hier gerne weglassen.
Entweder erstmal weglassen und dafür eine extra Thema machen. Oder für später verschieben. Wenn wir jetzt irgendwo real zusammen sitzen und reden würden, dann wär das bestimmt irgendwann das Thema. Aber hier im Forum, da hab ich grad Angst dass das irgendwie zerfranst und von dem eigentlichen Thema weg führt. Aber sag mal bitte wenn du das anders siehst?

Ich kann für mich erstmal sagen, dass die Todesstrafe für Verbrechen verhängt werden könnte, wo jemand einem Anderen das Leben nimmt. Und zwar absichtlich. Also nicht bei einem Unfall. Es müsste schon ein Mord sein.

Gefahr für andere seh ich bei Mördern immer. Auch wenn die jetzt "nur" den Liebhaber ihrer Frau töten oder den mobbigen Kollegen, mit dem die Situation irgendwann eskaliert.
Ich hab schon gesagt, dass ich keine Juristin bin. Aber ich hab trotzdem ein Bauchgefühl. Da schau ich, ob sich etwas "richtig" anfühlt oder ein Grummeln macht.

Und es macht mir ein Grummeln, wenn einer sagt: "ups, da hab ich jetzt den Liebhaber umgebracht oder den Kollegen, das tut mir leid, aber der hatte mich echt sowas von auf die Palme gebracht..." NEIN, so gehts nicht, Wolfgang.

Ich glaube, wenn einer jemand anders umgebracht hat, dann hat der eine Grenze überschritten. Ich denke, es ist ein Unterschied, ob man im Kopfkino jemanden aus der Welt schafft (hab ich ja auch schon) oder ob einer das dann auch wirklich MACHT.

Wenn der gezeigt hat, dass er sowas TUT, dann zeigt der auch, dass er seine eigenen Regeln wichtiger findet als die der Gesellschaft. Und dann rechne ich auch damit, dass das kein Einzelfall bleibt. Weil die Denke, die dahinter steckt, so eine Bereitschaft hat. Dann IST der Typ eine Gefahr. Dann hätt ich vor dem gerne Sicherheit.

Was du über die Angehörigen sagst, das stimmt auch. Also da geb ich dir schon wieder Recht Wolfgang

Das ist für die Familien vom Verurteilten traurig. und die tun mir auch leid. Aber die Familen vom Opfer auch. Die kann ich nicht so einfach vergessen, wenn ich das Argument mit der Mörderfamilie bringe, oder?
Also traurig und schlimm ist das für alle. Wenn man da ganz kaltblütig oder herzlos wäre, könnte man sagen: das hebt sich auf, also bleibt bei DEM Argument kein pro oder conta Punkt bei der Diskussion.

Ich bin aber nicht so herzlos oder kaltblütig.
Deswegen sag ich dazu: ja, das stimmt, das IST traurig und da wäre Gefängnis schöner für alle, weil die Familie den Verbrecher besuchen kann.

Aber da müsste die Justiz eben schauen, was wichtiger ist: der Wunsch nach Sicherheit für die Bürger oder der Wunsch nach Kontakt beim Verbrecher.
Da lasse ich jedem seine eigene Meinung, wie er das sieht. Ich, Amy, finde das Bedürfnis von den Bürgern aber wichtiger.

~~~

Chrisko, zwei von Christians Freunden sind Polizisten. Und über die kennen wir auch noch andere Polizisten und feiern auch gerne mit denen oder machen andere Freizeitsachen zusammen. Ich konnte auch schon beim Polizeisportfest mitmachen, da war ich außer der Reihe (das war auch besser so *lach* )
Also was da für ein Frust ist, das weiß ich ein bißchen. Und das versteh ich auch.
Und dazu kriegen die Polizisten ja ganz oft die Wut auf irgendwas ab, was die gar nicht verantworten müssen. Das seh ich bei Demonstrationen zum Beispiel. Aber das ist ja ein anderes Thema *ups*

Was du mit "Psychokasper" meinst, das weiß ich genau! Da könnt ich nämlich auch auf die Palme gehen, wenn die dann jemanden als geheilt und harmlos raus lassen und dann wieder was Schlimmes passiert.
Wenns nach mir geht, dann würden die Psychologen genau so mitbestraft wie der Verbrecher. Dann würden die sich das nämlich zweimal überlegen.
Also in Wirbelquirlhausen, da wär das so

Das eine Argument kann ich aber jetzt nicht so toll finden, was du sagst. Also dass die Todesstrafe nix bringt weil sowieso der nächste Täter kommt.
Mit DER Begründung würden wir doch überhaupt keine Strafen mehr brauchen. Auch kein Gefängnis.
Wieso einen Drogendealer einsperren? Es steht ja eh schon ein anderer an der gleichen Ecke...
Neee, da kann ich echt nicht mitgehen jetzt, Chrisko.

Was ich aber wieder richtig finde: ja die Justiz geht zu lasch mit denen um. Da wird, glaube ich, mehr für die Täter getan als für die Opfer (oder die Zurückgebliebenen).

Und wenn "lebenslänglich" nicht auch bedeutet, dass einer im Gefängnis alt wird und stirbt, dann find ich das einfach albern. Dann soll man das auch nicht so nennen.

Moin Amy
okay, das mit dem: "... da steht schon der nächste" ist in der tat unglücklich formuliert. Mein gedanke dahinter war einfach der, das die todesstrafe in keinster Weise abschreckend ist. Sich also niemand wirklich ernsthaft gedanken um eine "mögliche" Strafe macht, denn das wird zum Zeitpunkt des Verbrechens ausgeblendet.

Oder warum gehen junge Leute mit Schreckschußpistole in die Tanke für 50 Euro Beute??? und lassen sich dabei noch filmen... War grad bei uns in der Presse, wie der Täter nach Hause kam, hat die Polizei ihn schon erwartet.

Hoffe, mein gedanke wird verständlicher.

Dein Argument, das mit der Todesstrafe eben genau diesr eine Täter unschädlich gemacht wurde ist nachvollziehbar und sicher auch diskussionswürdig, sollte man weiter drüber reden.

Ich hab da eben so meine Zweifel, wie ich allein schon mit den DNA Tests beschrieben habe. Ich will das auch mal an einem konkreten Fall hier aus Uelzen beschrieben. Das ist jetzt wohl so 15 Jahre her, Yasmin Stieler, ein damals wohl 17-18 jähriges Mädel wird ermordet, zerstückelt, der Kopf ist bis heute nicht gefunden.
Es gab eine ganze Reihe von Verdächtigungen, die alle ins Nirwana verliefen. Rund 10 Jahre später gabs neue Hinweise. Dabei wurde dann am Arbeitsplatz des Verdächtigen ein Arbeitsgerät, ich glaube das war ein Spaten, gefunden an dem Anhaftungen der DNA von der Yasmin gefunden wurden.
Es hat einen riesigen Aufschrei hier gegeben und alles an möglichen Strafen wurde gefordert. Wo es auch noch ein paar weitere Indizien gab war die Beweislage viel zu dünn

Hier mal der Link zu einem Artikel:http://www.blogigo.de/gedanken_oder_fragen/Mordfall-Yasmin-Stieler-sitzt-der-falsche-Haft/932/

Ich hab das nicht mehr so richtig im Kopf ...

Interessant der lezte absatz:
"
Ein 16 jähriger tötet den 13 jährigen Sohn der Familie Wachtel, zerstückelt ihn. Der Täter bekam 6 Jahre Jugendstrafe.
"

Das macht mich richtig wütend ...

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19. Februar 2012 um 11:20
In Antwort auf nori_12261313

Moin Amy
okay, das mit dem: "... da steht schon der nächste" ist in der tat unglücklich formuliert. Mein gedanke dahinter war einfach der, das die todesstrafe in keinster Weise abschreckend ist. Sich also niemand wirklich ernsthaft gedanken um eine "mögliche" Strafe macht, denn das wird zum Zeitpunkt des Verbrechens ausgeblendet.

Oder warum gehen junge Leute mit Schreckschußpistole in die Tanke für 50 Euro Beute??? und lassen sich dabei noch filmen... War grad bei uns in der Presse, wie der Täter nach Hause kam, hat die Polizei ihn schon erwartet.

Hoffe, mein gedanke wird verständlicher.

Dein Argument, das mit der Todesstrafe eben genau diesr eine Täter unschädlich gemacht wurde ist nachvollziehbar und sicher auch diskussionswürdig, sollte man weiter drüber reden.

Ich hab da eben so meine Zweifel, wie ich allein schon mit den DNA Tests beschrieben habe. Ich will das auch mal an einem konkreten Fall hier aus Uelzen beschrieben. Das ist jetzt wohl so 15 Jahre her, Yasmin Stieler, ein damals wohl 17-18 jähriges Mädel wird ermordet, zerstückelt, der Kopf ist bis heute nicht gefunden.
Es gab eine ganze Reihe von Verdächtigungen, die alle ins Nirwana verliefen. Rund 10 Jahre später gabs neue Hinweise. Dabei wurde dann am Arbeitsplatz des Verdächtigen ein Arbeitsgerät, ich glaube das war ein Spaten, gefunden an dem Anhaftungen der DNA von der Yasmin gefunden wurden.
Es hat einen riesigen Aufschrei hier gegeben und alles an möglichen Strafen wurde gefordert. Wo es auch noch ein paar weitere Indizien gab war die Beweislage viel zu dünn

Hier mal der Link zu einem Artikel:http://www.blogigo.de/gedanken_oder_fragen/Mordfall-Yasmin-Stieler-sitzt-der-falsche-Haft/932/

Ich hab das nicht mehr so richtig im Kopf ...

Interessant der lezte absatz:
"
Ein 16 jähriger tötet den 13 jährigen Sohn der Familie Wachtel, zerstückelt ihn. Der Täter bekam 6 Jahre Jugendstrafe.
"

Das macht mich richtig wütend ...

Das mit der Abschreckung
...das seh ich ganz genau so wie du

Hallo Chrisko guten Morgen


Also das hab ich ja nie behauptet, dass ich da eine Abschreckung sehe. Im Gegenteil. Wenn das funktionieren würde, dann gäbs ja viel VIEL weniger solche Verbrechen in den betreffenden Ländern. Das passt aber nicht.

Wir sehen das ja bei anderen Diskussionen zum gleichen Thema, dass da manche Leute gleich mehrere Gründe pro Todesstrafe bringen. Also Kosten sparen, Abschreckung, Rache, Genugtuung, und so weiter.

Ich kann für mich nur einen einzigen sagen: SICHERHEIT.

Für mich ist die Todesstrafe bis jetzt die einzige Möglichkeit, dass alle hundertprozentig sicher sein können, dass der Mörder XY nie wieder einem Anderen das Leben nimmt.

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19. Februar 2012 um 15:38
In Antwort auf qitura_11873632

Das mit der Abschreckung
...das seh ich ganz genau so wie du

Hallo Chrisko guten Morgen


Also das hab ich ja nie behauptet, dass ich da eine Abschreckung sehe. Im Gegenteil. Wenn das funktionieren würde, dann gäbs ja viel VIEL weniger solche Verbrechen in den betreffenden Ländern. Das passt aber nicht.

Wir sehen das ja bei anderen Diskussionen zum gleichen Thema, dass da manche Leute gleich mehrere Gründe pro Todesstrafe bringen. Also Kosten sparen, Abschreckung, Rache, Genugtuung, und so weiter.

Ich kann für mich nur einen einzigen sagen: SICHERHEIT.

Für mich ist die Todesstrafe bis jetzt die einzige Möglichkeit, dass alle hundertprozentig sicher sein können, dass der Mörder XY nie wieder einem Anderen das Leben nimmt.

Das Argument Sicherheit
Ich schalte mich mal wieder ein in die Diskussion.
Zunächst einmal können wir den Punkt für welche Taten die Todesstrafe verhängt werden soll, m.E. tatsächlich erst einmal ignorieren. Da hast du schon recht Amy. Das würde jetzt zu weit führen und vom eigentlichen Thema ablenken. Stattdessen betrachte ich das Argument, das Amy so schön treffend als das einzig mögliche Argument herausgestellt hat etwas genauer. Ich bin da völlig Deiner Meinung: Wenn es etwas gibt, dass die Todesstrafe legitimieren würde, dann wäre es die Sicherheit der restlichen Bevölkerung.
Jetzt ein paar Zahlenspiele und ich möchte im Vorfeld schon einmal warnen, dass meine Ausführungen eventuell nicht jedem schmecken werden
Laut einem Zeitungsbericht aus dem Jahr 2007 sind seit dem Jahr 2000 217 Sträflinge aus deutschen JVAs ausgebrochen. ( http://www.mittelbayerische.de/index.cfm?pid=1304&pk=154268 )
Ich gehe also davon aus das pro Jahr etwa 31 Häftlinge aus einem Gefängnis ausbrechen können. Da stecken aber auch noch die efangenen mit drin, die direkt nach ihrer Flucht wieder geschnappt wurden.
Dann habe ich mal einen Blick in die Polizeiliche Kriminalitätsstatistik 2010 geworfen (http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/2011/PKS2010.pdf?__blob=publicationFile)
und dabei natürlich nur die aufgeklärten Fälle betrachtet. Die Täter von nicht aufgeklärten Fällen sitzen ja leider nicht im Gefängnis. Im Jahr 2010 wurden in Deutschland insgesamt 3.322.320 Fälle aufgeklärt. Mord und Todschlag konnte insgesamt 2.116 (Wert aufgerundet) mal aufgeklärt werden. Vergewaltigung und sexuelle Nötigung konnte 6.311 (Wert aufgerundet) mal aufgeklärt werden.
In Prozent bedeutet das: dass man bei 0,06369 % aller aufgeklärten Fälle von Mord oder Todschlag ausgehen kann und bei 0,189958 % aller Fälle von Vergewaltigung und sexuelle Nötigung.
Der größte Teil aller aufgeklärten Fälle wird wohl nicht eine Gefägnisstrafe für die Verurteilten bedeuten, da in der Statistik auch gerungfügige Straftaten wie etwa Beleidigungen aufgeführt werden. Ich habe auch nichts darüber finden können wieviel Verurteilte tatsächlich eine Gefängnisstrafe bekommen und hatte keine Muße das aus der Seitenlangen Statistik herauszuarbeiten. Ich bitte um Nachsicht
Deshalb kann ich aber auch keinen Wert angeben wie wahrscheinlich es ist, dass unter den Jährlich 31 Flüchtlingen tatsächlich ein Mörder oder Vergewaltiger ist.
Ich habe aber so die vermutung, dass diese Zahl glücklicherweise nicht besonders hoch sein dürfte.

Wozu diese ganze Rechnerei?
Ich wollte aufzeigen, dass wir die Fluchtgefahr und die daraus resultierende Gefahr für die Bevölkerung nicht wirklich beachten müssen. Ob der Kerl im Gefägnis sitzt oder umgebracht wird scheint für unsere Sicherheit keine Rolle zu spielen. Problematischer sind sicherlich Entlassungen, vorallem Frühzeitige. Aber das haben wir ja auch schon diskutiert und festgestellt, dass der Staat einfach mehr Methoden braucht um Straftäter länger und besser zu betreuen und zu bewachen.
Man darf bei der Forderung nach der Todesstrafe einfach nicht vergessen, dass wir da einen Menschen tatsächlich töten. Einen Menschen, der bei vernünftigen Gesetzten zur langfristigen Überwachung von Schwerstverbrechern nie wieder einem anderen Menschen ein Leid zuführen würde. Die Todesstrafe klingt da nach wie vor für mich wie eine "gut & günstig" Lösung und das darf nicht sein, wenn Menschenleben von der Lösung abhängig sind.
Aber ich habe schon viel zu viel geschrieben und räume jetzt das Feld für euch

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19. Februar 2012 um 19:04
In Antwort auf godric_11948361

Das Argument Sicherheit
Ich schalte mich mal wieder ein in die Diskussion.
Zunächst einmal können wir den Punkt für welche Taten die Todesstrafe verhängt werden soll, m.E. tatsächlich erst einmal ignorieren. Da hast du schon recht Amy. Das würde jetzt zu weit führen und vom eigentlichen Thema ablenken. Stattdessen betrachte ich das Argument, das Amy so schön treffend als das einzig mögliche Argument herausgestellt hat etwas genauer. Ich bin da völlig Deiner Meinung: Wenn es etwas gibt, dass die Todesstrafe legitimieren würde, dann wäre es die Sicherheit der restlichen Bevölkerung.
Jetzt ein paar Zahlenspiele und ich möchte im Vorfeld schon einmal warnen, dass meine Ausführungen eventuell nicht jedem schmecken werden
Laut einem Zeitungsbericht aus dem Jahr 2007 sind seit dem Jahr 2000 217 Sträflinge aus deutschen JVAs ausgebrochen. ( http://www.mittelbayerische.de/index.cfm?pid=1304&pk=154268 )
Ich gehe also davon aus das pro Jahr etwa 31 Häftlinge aus einem Gefängnis ausbrechen können. Da stecken aber auch noch die efangenen mit drin, die direkt nach ihrer Flucht wieder geschnappt wurden.
Dann habe ich mal einen Blick in die Polizeiliche Kriminalitätsstatistik 2010 geworfen (http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/2011/PKS2010.pdf?__blob=publicationFile)
und dabei natürlich nur die aufgeklärten Fälle betrachtet. Die Täter von nicht aufgeklärten Fällen sitzen ja leider nicht im Gefängnis. Im Jahr 2010 wurden in Deutschland insgesamt 3.322.320 Fälle aufgeklärt. Mord und Todschlag konnte insgesamt 2.116 (Wert aufgerundet) mal aufgeklärt werden. Vergewaltigung und sexuelle Nötigung konnte 6.311 (Wert aufgerundet) mal aufgeklärt werden.
In Prozent bedeutet das: dass man bei 0,06369 % aller aufgeklärten Fälle von Mord oder Todschlag ausgehen kann und bei 0,189958 % aller Fälle von Vergewaltigung und sexuelle Nötigung.
Der größte Teil aller aufgeklärten Fälle wird wohl nicht eine Gefägnisstrafe für die Verurteilten bedeuten, da in der Statistik auch gerungfügige Straftaten wie etwa Beleidigungen aufgeführt werden. Ich habe auch nichts darüber finden können wieviel Verurteilte tatsächlich eine Gefängnisstrafe bekommen und hatte keine Muße das aus der Seitenlangen Statistik herauszuarbeiten. Ich bitte um Nachsicht
Deshalb kann ich aber auch keinen Wert angeben wie wahrscheinlich es ist, dass unter den Jährlich 31 Flüchtlingen tatsächlich ein Mörder oder Vergewaltiger ist.
Ich habe aber so die vermutung, dass diese Zahl glücklicherweise nicht besonders hoch sein dürfte.

Wozu diese ganze Rechnerei?
Ich wollte aufzeigen, dass wir die Fluchtgefahr und die daraus resultierende Gefahr für die Bevölkerung nicht wirklich beachten müssen. Ob der Kerl im Gefägnis sitzt oder umgebracht wird scheint für unsere Sicherheit keine Rolle zu spielen. Problematischer sind sicherlich Entlassungen, vorallem Frühzeitige. Aber das haben wir ja auch schon diskutiert und festgestellt, dass der Staat einfach mehr Methoden braucht um Straftäter länger und besser zu betreuen und zu bewachen.
Man darf bei der Forderung nach der Todesstrafe einfach nicht vergessen, dass wir da einen Menschen tatsächlich töten. Einen Menschen, der bei vernünftigen Gesetzten zur langfristigen Überwachung von Schwerstverbrechern nie wieder einem anderen Menschen ein Leid zuführen würde. Die Todesstrafe klingt da nach wie vor für mich wie eine "gut & günstig" Lösung und das darf nicht sein, wenn Menschenleben von der Lösung abhängig sind.
Aber ich habe schon viel zu viel geschrieben und räume jetzt das Feld für euch

Das Problem
und da hat Amy ja durchaus Recht, das wir es immer wieder erleben, das Schwerstverbrecher ausbrechen können. Das haben wir in der Vergangenheit ja erlebt ... leider.

Die Frage ist aber auch, was haben wir wirklich erlebt?

Wenn einem Verbrecher die Flucht gelungen ist, ist die Presse da, sind die Medien mit Übertragungswagen und Liveschalte vor Ort und wir erleben eine übermächtige Berichterstattung und haben das Gefühl, real und live direkt bedroht und betroffen zu sein.

Ich weiß nicht Wolfgang, wieviel Morde passieren tatsächlich im Jahr? Bei wieviel Morden wird tatsächlich eine besondere Schwere der Schuld festgestellt?

Wär interessant wenn du das mal ausgraben könntest.

Zum anderen kann ich mich an einen Bericht aus der Gerichtsmedizin erinnern, wonach die meisten Ärzte, die eben Totenscheine ausstellen einen unnatürlichen Tod überhaupt nicht feststellen oder feststellen können, weil die Ausbildung fehlt.

So erleben wir immer nur die spektakulären Morde, eben die Morde und Verbrechen auf die sich die Medien stürzen. Vom Alltag des Verbrechens kriegen wir kaum etwas mit. Die Medien heizen natürlich alles an, auch um die eigenen Auflagenhöhen anzukurbeln.

@Amy, was ist Sicherheit? Gibt es die wirklich oder reden wir nur von einer gefühlten Sicherheit.

Ich habe da immer Probleme, denn Sicherheit ist immer etwas ganz subjektives. Ich kann mir einen bunker bauen und mich sicher fühlen, irgnedwann aber muss ich da raus und was ist dann?

Zum anderen was mich auch immer sehr nachdenklich macht, ist das Verhalten in den USA. Ist euch dort schon mal aufgefallen das die Medien überwiegend Schwarze als Verbrecher darstellen und zeigen?

Ich hatte mal die Adresse irgendwas mit Verbrechen in der Nachbarschaft, da waren beinah ausschließlich Schwarze als Verbrecher gezeigt ... begehen Weiße keine Verbrechen? Wenn dem so wäre, dürfte es hier bei uns ja überhaupt keine Verbrechen geben.

Was ich damit ausdrücken möchte, wir werden sehr stark von den Medien beeinflusst, wir bilden uns unsere Meinung aus den von uns selbst bevorzugten Medien. Darin sehe ich ein großes Problem und darin sehe ich auch für mich ein riesiges Problem ... auch den wirklich richtigen in die Kammer zu schicken, ich könnte das mit mir nicht vereinbaren.

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23. Februar 2012 um 15:45

In einer anderen Diskussion...
...hier bei gofeminin, da hat einer vorgeschlagen, die Verbrecher einfach auf eine Insel zu schicken. Praktisch wie Verbannung. Da könnten die sich dann also die Köpfe einhauen oder gegenseitig ...

Aber mir würde das genauso wenig sicher sein wie Gefängnis oder so. Es ist ja nicht komplett unmöglich, von sowas wegzukommen.

Also auch keine echte Möglichkeit.

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23. Februar 2012 um 16:38
In Antwort auf qitura_11873632

In einer anderen Diskussion...
...hier bei gofeminin, da hat einer vorgeschlagen, die Verbrecher einfach auf eine Insel zu schicken. Praktisch wie Verbannung. Da könnten die sich dann also die Köpfe einhauen oder gegenseitig ...

Aber mir würde das genauso wenig sicher sein wie Gefängnis oder so. Es ist ja nicht komplett unmöglich, von sowas wegzukommen.

Also auch keine echte Möglichkeit.

Sowas gibt es sogar schon
hier einige Beispiele:

http://de.wikipedia.org/wiki/Gef%C3%A4ngnisinsel

Ich hab mal ein Bericht über die Italienische im Mittelmeer gesehen, war ganz interessant.

Wie das dort mit Ausbrüchen aussieht, weiß ich nicht, sind aber nicht soviele Insassen.

Im wesentlichen sind unsere Hochsicherheitstrakts doch ausbruchsicher, siehe das Dinge in München Stadelheim, da sitzen und saßen die Topterrorristen der RAF und keinem ist der Ausbruch geglückt.

So gibt es also Möglcihkeiten, nur ich denke, unsere Justiz muss diese Möglichekiten auch mal richtig ausnutzen. Denn das diese Verbrecher durch Psychokasper wieder frei kommen, liegt einwandfrei an unserer Justiz und das Strafen so wenig abschrecken, liegt auch schon an dem laschen Verhalten der Justiz.

Todesstrafe muss nicht sein, die Justiz muss effektiver werden ...

In diesem Douglasfall hier bei uns vor Ort haben die den Beklagten mit einem ebenfalls beklagten Zeugen zusammen in eine Zelle gesperrt ... na wie gleichlautend da nachher die Aussagen sind will ich mir garnicht vorstellen.

Wenn sowas passieren kann, welche Fehler können dann in einem Prozess zur Todesstrafe passieren ... das mag ich mir noch weniger ausmalen.



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27. Februar 2012 um 11:07

Der hier zum Beispiel...
das ist jetzt einer, vor dem wär ich gerne sicher. Und zwar sicherer als wenn der "nur" eingesperrt ist.
Und wenn ich jetzt Kinder hätte, dann wär der Wunsch noch viel viel stärker:

~~~~~

Höchststrafe für den "Maskenmann"

Die Phantomskizze zeigt den gesuchten Sexualstraftäter im Mordfall Dennis K. dpa - Bildfunk Fotograf: dpa Detailansicht des Bildes So maskiert machte sich Martin N. auf den Weg zu seinen Opfern. Der sogenannte "Maskenmann" muss lebenslang ins Gefängnis. Das Landgericht Stade ordnete zudem Sicherungsverwahrung für den 41-Jährigen im Anschluss an die Haft an. Er kann somit nicht vorzeitig nach 15 Jahren auf Bewährung entlassen werden. Martin N. hatte gestanden, zwischen 1992 und 2001 drei Jungen entführt und getötet und zahlreiche weitere missbraucht zu haben. Die Richter stellten eine besondere Schwere der Schuld fest. Gutachter Norbert Nedopil hatte N. in einem Gutachten zudem als "rückfallgefährdet" eingeschätzt. Die Verteidigung hatte auf eine lebenslange Haftstrafe ohne Sicherungsverwahrung plädiert.

~~~~~

(von ndr.de hab ich das)
Und im Fernsehen waren eben so Psychologen, die haben gesagt, der kann gar nicht anders. Wenn der frei ist und ein Kind holen kann, dann holt der das auch.

Ob das stimmt, kann ich ja nicht sagen. Ich kann aber sagen, dass ich vor DEM gerne sicher wäre. Und Kinder das auch sein dürfen sollten.

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28. Februar 2012 um 8:46

Das meine ich...
Magdeburg Wieder so eine Entscheidung, die fassungslos macht! Ein Richter ließ einen Vater frei, der seine zwei Monate alte Tochter aus Wut totgeprügelt hatte. Begründung für die Aussetzung des Haftbefehls: Es bestehe keine Fluchtgefahr und er muss sich regelmäßig bei der Polizei melden. BILD fordert jetzt: Sperrt den Totschläger ein!

Aus Bild.de

Die Justiz ist das Problem, wie kann es sein dsa so jemand wieder frei gelassen wird?
Der rennt doch sofort los und prügelt wiedr drauf.

Der Maskenmann hat die Höchststrafe mit Sicherheitsverwahrung, das heisst der kommt nicht wieder raus. Aber hier wird ein Totschläger direkt wieder frei gelassen, wie krank ist das denn?

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28. Februar 2012 um 16:33
In Antwort auf nori_12261313

Das meine ich...
Magdeburg Wieder so eine Entscheidung, die fassungslos macht! Ein Richter ließ einen Vater frei, der seine zwei Monate alte Tochter aus Wut totgeprügelt hatte. Begründung für die Aussetzung des Haftbefehls: Es bestehe keine Fluchtgefahr und er muss sich regelmäßig bei der Polizei melden. BILD fordert jetzt: Sperrt den Totschläger ein!

Aus Bild.de

Die Justiz ist das Problem, wie kann es sein dsa so jemand wieder frei gelassen wird?
Der rennt doch sofort los und prügelt wiedr drauf.

Der Maskenmann hat die Höchststrafe mit Sicherheitsverwahrung, das heisst der kommt nicht wieder raus. Aber hier wird ein Totschläger direkt wieder frei gelassen, wie krank ist das denn?

"Maskenmann kommt nicht wieder raus"
... und würdest du da dein Leben drauf verwetten, Chrisko?

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28. Februar 2012 um 17:29
In Antwort auf qitura_11873632

"Maskenmann kommt nicht wieder raus"
... und würdest du da dein Leben drauf verwetten, Chrisko?

Das ist
natürlich schwer zu beantworten.

Wir können uns aber nicht auf die Stufe dieser Mörder stellen und selbst morden.

Zum einen, ein kurzer Moment und die sind weg. Was ist das für ne Strafe? Tötung, so human wie irgendmöglich, die entschlafen samt und gut ist.

Dagegen, ein Leben lang hinter Gittern, weggesperrt mit Sicherheitsverwahrung ist schon okay.

Was n icht okay ist, ist was unsere Justiz draus macht, da muss wirklich mehr getan werden, da muss die Abschreckung ansetzen, die müssen wissen das sie weggesperrt werden ... und was ist, die meisten lachen sich doch tot...

Schlägt sein Kind tot und geht als freier Mann wider nach Hause???? da muss was getan werden, da muss die Justiz aufräumen und insbesondere der Gesetzgeber, weggesperrt wie in alten Piratenfilmen, bei Wasser und Brot und nicht die ganze Gefühlsduselei der "Gutmenschen" ...

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