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Studium ohne Abi - tickt die SPD noch richtig???

28. Juni 2008 um 19:45

Hier, die Meldung ist von heute
http://de.news.yahoo.com/afp/20080628/tde-d-bildun-g-hochschule-a4484c6.html

"Berlin (AFP) - SPD-Arbeitsminister Olaf Scholz will Hochschulen und Universitäten stärker auch für Nicht-Abiturienten öffnen. Im Rahmen einer "nationalen Bildungsstrategie" sollen Berufstätige studieren können, die eine Lehre gemacht und drei Jahre Berufspraxis haben, sagte Scholz dem Berliner "Tagesspiegel". Außerdem soll die Meisterprüfung als Befähigung zum Studium anerkannt werden. "Wir müssen für mehr und bessere Bildungsabschlüsse sorgen", begründete der Arbeitsminister seine Forderung nach "mehr Durchlässigkeit im Bildungssystem".

Scholz bekräftigte zudem seine Pläne, im Rahmen der Arbeitsförderung jedem Schulabbrecher die Chance einzuräumen, den Hauptschulabschluss nachzuholen. Er rechne mit bis zu 250.000 Interessenten; das wäre etwa jeder zweite Langzeitarbeitslose, der bisher keinen Schulabschluss hat. Bildung sei "der Schlüssel zur Bekämpfung von Arbeitslosigkeit und Armut", sagte Scholz. Betroffene sollen demnach im Rahmen von Berufsausbildungen den Schulabschluss nachholen. Den Ländern warf Scholz vor, ihrer Verantwortung noch nicht voll nachzukommen. "Wenn acht Prozent der Jugendlichen jedes Jahr die Schule abbrechen, dann kann an dieser Bildungspolitik etwas nicht stimmen", sagte er."


Was soll denn das? o_0

Wenn die Zahl der Studenten und Akademiker zurück geht, sollte man die Studiengebühren abschaffen. Man sollte Arbeitsplätze für Geisteswissenschaftler und andere "brotlose" Künstler schaffen. Oder überhaupt mehr Arbeitsplätze.

Wenn die Zahl der gebildeten Bürger zurück geht, sollte man für ein größeres und besseres Bildungsangebot in den Schulen sorgen. Es gibt dort genügend intelligente junge Menschen, die völlig entmutigt sind und zum Teil gar nicht wissen, was sie alles könnten.
Aber einfach den schwarzen Peter ans Bildungsministerium weiterschieben und mit Schulabschlüssen um sich werfen, entwertet diese nur.


Es ist unerhört, was sich da eine "soziale" Partei erlaubt. Und wie wir die CDU kennen, stimmen dem auch noch zu.
Wo soll das alles enden

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28. Juni 2008 um 22:03

Im Prinzip..
... ist doch nichts gegen einzuwenden. In vielen Berufen ist der Meister schwerer zu erlangen als das Abi in manchen Bundesländern. Bösen Zungen behaupten in manchen SPD geführten Ländern kann man sich vor den Abitur nur durch Suizid retten. Ich finde man sollte angagierten Leuten keine Steine in den Weg legen. Die Leute die einen Meister haben und noch studieren wollen werden hoch motivierte Leute sein die wissen was sie erreichen wollen. Die angesprochenen Studiengebühren werden auch dafür sorgen dass die Leute nicht nur zum Spaß kommen und auch dafür dass manch ein Pädagogikstudent im 18.Semester wenigstens einen Job als Taxifahrer annimmt oder aufhört die Steuergelder anderer Leute zu verschwenden.

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29. Juni 2008 um 5:44

Blöd gesagt
kann jeder, der sich ein bisschen anstrengt sein Abi machen... Auch in Bayern oder sonst wo. Genauso gibt es 1er Abiturienten, die später im Studium sauschlecht sind und 3er Abiturienten, die total absahnen und ein 1er Diplom hinlegen...

Ein Abi hat also nichts zu heißen.

Was lernt man denn großartig zwischen Klasse 11 und 13? Moment ich fasse zusammen... äähm Mitochondrien.... Weimarer Republik.... Goethe.... ääähm .... toll

Abiturient = allgemein gebildet! Mehr nicht!

Bio, Geschichte und Mathe helfen einem auch nicht, wenn man Jura studieren möchte


Nichtsdestotrotz... hätte ich drei Jahre früher die Schule beendet, wäre ich um Einiges "blöder" und deshalb bin ich froh, dass ichs durchgezogen hab. Wer nichts drauf hat, wird auch im Studium nicht weitkommen (egal ob mit oder ohne Abi). Deshalb spielt es keine Rolle.

Aber wer geht dann noch freiwillig auf ein Gymnasium??

Wenn ich etwas verändern könnte, dann würde ich die Schulzeit kürzen. Der Gedanke, dass man erst mit Mitte/Ende 20 Geld verdient ist nicht gerade attraktiv. Zudem diese blöden Studiengebühren... Ne Frechtheit für BILDUNG Geld zu bezahlen.

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