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Streitkultur

21. November 2017 um 16:14

ok, dann mal ein neues Thema:

- was ist Euch wichtig, was ist für Euch Bedingung?
- was geht für Euch gar nicht?
- seht Ihr eine Änderung in den letzten 10- 30 Jahren?
-- wenn ja: welche?
-- wenn ja: woran glaubt ihr liegt die Änderung?
- empfindet Ihr Streit generell als etwas negatives / positives / neutral?

(ja, ich antworte auch gleich selbst auf die Fragen)

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21. November 2017 um 19:20

gibts dazu 'ne Übersetzung lana? *kopfkratz* "Du gehst mir @rsch" ist mir grad zu hoch Vielleicht sollte ich mir erst noch was zu trinken einschenken

Ansonsten musste gofem ja vorhin gleich das ganze Forum töten, um meine versprochenen Antworten erst mal auszusetzen, ehrlich: einfach fragen hätte auch gereicht

Grad blökt erst mal das RL nach mir Mache ich samt Antwort @purple dann Morgen

Schönen Abend @all

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22. November 2017 um 8:18
In Antwort auf avarrassterne1

ok, dann mal ein neues Thema:

- was ist Euch wichtig, was ist für Euch Bedingung?
- was geht für Euch gar nicht?
- seht Ihr eine Änderung in den letzten 10- 30 Jahren?
-- wenn ja: welche?
-- wenn ja: woran glaubt ihr liegt die Änderung?
- empfindet Ihr Streit generell als etwas negatives / positives / neutral?

(ja, ich antworte auch gleich selbst auf die Fragen)

so, dann erst mal meine eigenen Antworten:

Die letzte Frage zu Erst: Für mich ist Streit überhaupt nicht negativ und ich bin wirklich froh, dass ich mir in vielerlei Hinsicht eine Umgebung suchen konnte, wo es noch aktiv gelebte Streitkultur gibt.
In meiner Ehe gehört es dazu, auch im Job unter den Kollegen, im Bekannten- und Freundeskreis ebenso, aber unter uns Gamern hat flaming auch eher den Charakter einer sportlichen Disziplin. Das ganze jeweils "all inclusive" - mit "laut werden" mit Worten, die man beim Tee mit der Queen nicht wiederholen würde usw. - bis hin zu einem unserer Chefs, der ein Choleriker wie aus dem Lehrbuch ist.

Mein Mann und ich, aber auch die meisten meiner Kollegen sind ... wie beschreibt man es am besten... starke Charaktere mit erkennbaren Ecken und Kanten. Sind mir die liebsten Menschen, aber viele davon zusammen gibt immer Reibungspunkte und Spannungen. Dann fliegen mal kurz die Fetzen über den Gang, das entlädt sich und alles ist wieder bereinigt.

Was für mich wichtig ist: nun, ich suche nach Menschen, die Streit grundsätzlich nicht negativ und verletzend finden und Streit leben wollen. Mit zu viel Harmonie komme ich nicht klar - und möchte ich auch nicht klar kommen, ich muss mir also (wie in allen anderen Punkten auch) ein Umfeld suchen, was zu mir passt.
Ich finde es wichtig, einen Streit nicht zu verschleppen und über lange Zeit zu manifestieren. In unserer Ehe gilt die absolute Grundsatzregel: egal wie sehr es kracht und knallt, vor dem Schlafengehen wird sich wieder vertragen und der Streit beigelegt, NIEMALS wird er über die Nacht mitgezogen. Es gibt kein "ich muss immer ankommen" und auch kein "er muss immer ankommen" im Zweifelsfalle müssen BEIDE ankommen.
Streit wird grundsätzlich in der Form "what happens in Vegas - stays in Vegas" gehandhabt. Das ist eine "Sandbox", nicht echt, nicht wichtig, vor allem nicht persönlich. Kommt dabei was hoch, was wichtig ist (was natürlich immer wieder mal so ist und auch ein wichtiger Punkt an einem Streit), muss man sich außerhalb dessen noch mal darum kümmern.

Eine Änderung in den letzten Jahren sehe ich schon. Den Punkt habe ich vor allem aufgenommen, weil mir das durch unseren Junior an der Schule erst so richtig aufgefallen ist. Schüler, die sich mal prügeln - ganz böse. Und "böse" Wörter - auch ganz böse. Und "wer schreit hat Unrecht" den Spruch find ich eh zum

Prima und welchen Kanal Spannungen aufzulösen haben sie dann noch? "Das finde ich jetzt aber gar nicht toll, dass Du meinen Lieblingsstift zertrampelt hast, vielleicht müsstest Du mich vorher fragen, bevor Du drauftrittst" und dann Sitzkreis bilden und Namen tanzen? Ich sehe nur, dass dass Spannungen verbirgt, unterdrückt, leugnet - aber nicht löst und umgehen können die Kinder damit auch nicht wirklich. Die Schule versucht es jetzt mit Angeboten für "faires Raufen" in den großen Pausen - mal sehen.
Ich glaube bei all unserem ach so zivilisierten Verhalten wird gern vergessen (oder verleugnet? ^^ ) dass "negative Emotionen" existieren. Zu uns Menschen gehören. Spannungen existieren und zu jeder menschlichen Gemeinschaft gehören. Wir kastrieren uns selbst die Möglichkeiten, die einfach aufzulösen.

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22. November 2017 um 9:56

ich roll mal Deine Antwort von hinten auf

Überreizung durch Licht und Lärm sind meiner Meinung nach zu sehr unterschätzt, ja. Das fällt mir sehr viel mehr auf als den meisten, weil mir hierfür die Wahrnehmungsfilter überwiegend fehlen - was den ausgelösten Streß entzückend maximiert, aber ich bin schon der Meinung, dass das auch auf gesunde Menschen starke Auswirkungen hat, die nur zu unterschwellig sind, dass sie wahr- und ernst genommen werden. Und klar, das erhöht den Stresspegel und hat damit Auswirkungen auf das Sozialverhalten. Aber meiner Meinung nach ist das nicht der Hauptteil, wie schon geschrieben.

Das mit dem Internet "da schreiben die Leute ganz anders, weil sie anonym sind" bringt mich irgendwie immer zum Schmunzeln. Insbesondere, wenn es mir unterstellt wird natürlich, generell aber auch. Gibt genug Leute, die auch offline die Klappe aufreißen und die werden online sicher nicht zu grauen Mäuschen, das wird da irgendwie gern vergessen.
Aber wie wäre es mit der Theorie, dass das Internet sich zum Kanal für all das, was wir offline so nicht mehr herauslassen DÜRFEN entwickelt hat?

Für meine persönliche Neugier: kannst (und willst) Du genauer sagen, warum es Dich so stört, wenn es mal lauter wird?
Ich für meinen Teil komme mit Cholerikern eigentlich gut klar, mit Menschen, die keine (offen ausgetragenen) Konflikte mögen, hingegen nur sehr schwer. Beauty is in the eye of the beholder

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22. November 2017 um 10:06

was bedeutet für Dich das "Wenn es nur darum geht Recht zu haben" - wurde mir auch gern unterstellt - war nur irgendwie nie das Gefühl, was ich aus der anderen Perspektive hatte

Hihi, die Regeln sind im Grunde genau das Gegenteil von flamewars und das Gegenteil mancher rethorischer Techniken ... faszinierend.

Abgesehen davon finde ich sie teilweise schwierig.
Mal am Beispiel
"u shall not attack a person's charakter..." hübsch. Und klar, bei einem Charakter gibt es an sich nicht "richtig" oder "falsch" sondern bestenfalls "kompatibel" / "Nicht kompatibel" - nur sind Charakter / Verhaltensweisen / Verhaltensmuster ja üblicher Weise der Hauptauslöser für Konflikte und Reibungspunkte und nicht irgendwelche rein wissenschaftlichen Ansichten über das Verhalten von Partikeln auf Quantenebene ^^

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22. November 2017 um 10:15

den Zusammenhang sehe ich beispielsweise gar nicht.
Kritik und der Umgang damit ist für mich von Streiten völlig losgelöst.

Klar, mit Kritik umgehen muss man lernen, hat sich bei mir in den letzten 35 Jahren auch einiges entwickelt und bei Menschen, die mit Kritik auch in meinem Alter noch nicht sinnvoll umgehen können, habe ich auch so meine Not. Wobei das in dem, was ich erlebt habe und erlebe, NICHT die Menschen sind, die dann laut werden und "herumticken" - siehe Paradebeispiel Choleriker. Alle Choleriker, die ich kenne (und da ich an sich mit denen gut klar komme, sind das durchaus einige), flippen erst mal kurz aber heftig rum, ja. Per Definition. Ist in 3 min durch und dann geht es mit einer offenen und sehr konstruktiven Lösung weiter, weil sich die Spannung vollständig entladen hat. Probleme habe ich eher mit den Menschen, die für sich persönlich dann verstehen, dass sie als Mensch eine totale Katastrophe sind, nichts richtig machen können und die nächsten 3 Tage heulen, sobald man mal irgendwo etwas sagt, was nicht / nicht nur ein Lob ist. (ja, ist überzogen dargestellt) - bei denen komme ich nämlich nie an die Stelle mit einer Lösung und es ist mir 1000 fach unangenehmer als eine Explosiion auszulösen, die mir nichts tut.

Aber da ich mit meinem Streitverhalten ja unreif bin: warum sollte ich das Deiner Meinung nach ändern?

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22. November 2017 um 10:20

ach so, das war das "Du gehst mir am Ar*** vorbei" - hab ich gestern nicht mehr gerafft.

Je nach aussprechender Person finde ich "Du gehst mir am Ar*** vorbei" doch sehr viel persönlicher als "Du bist ein Ar***", um ehrlich zu sein.
"Du bist ein ... (was auch immer)..." bezieht sich üblicher Weise auf eine bestimmte Verhaltensweise in einer bestimmten Situation, die eben als @arschlochhaft empfunden wird. - ist nicht persönlich, ist eine Sichtweise mit einem bestimmten Hintergrund.
"Du gehst mir am *** vorbei" = "Du bist mir völlig egal" wertet eine Person stark ab, indem sie als irrelevant eingestuft wird. Allgemein kein Kompliment, aber bei Menschen, denen man eigentlich nahesteht schon ein ziemlich tief gezielter persönlicher Angriff.
 

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22. November 2017 um 11:09

von dem, was Du heut im Kaffee hattest hätt ich auch gern was

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22. November 2017 um 14:07

Nicht? Och schade, das "Also würde ich sagen, dass WIE man sich streitet mit seiner Reife und Einstellung sehr viel zu tun hat." klang so vielversprechend nach laut = unreif. Bei "jeder anders und es hat mit dem Charakter zu tun" bin ich glatt Deiner Meinung, da gibt es nix zu streiten und noch nicht mal was zu diskutieren

Probleme, Sorgen ansprechen... weiß ich nicht, ob das so einfach ist. Klar mache ich, insbesondere mit meinem Mann eigentlich auch sehr intensiv.
Ich würde mich jetzt auch mal ohne falsche Bescheidenheit als durchaus gut reflektierten Menschen bezeichnen.
Dennoch habe ich da immer wieder den einen oder anderen Punkt, der erst im Streit mit hochkommt und vorher zu unterbewusst war und / oder zu unbedeutend erschien. Oder im umgekehrten Fall, ich höre etwas, was mir vielleicht derjenige auch schon mal erzählt hatte, ich aber im "ruhigen Gespräch" mit einer ganz anderen Priorität eingestuft hatte.
 

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22. November 2017 um 14:15

ja, genau das ist der Punkt. Man lernt keine Streitkultur mehr. Laut sein ist falsch, Prügelei ist falsch, Schimpfworte sind falsch - (und ehrlich, mir ist auch offline "Du @rschloch spinnst wohl völlig?!?" sehr, sehr viel lieber als " höflich sein, auch wenn sie sich "du @rschloch" denken" ) und dann? Kommt es 1000fach durch, sobald sich irgend ein Kanal findet wo es (tatsächlich oder scheinbar) geht - und das ist nicht nur das Internet.
Darauf in etwa wollte ich mit der Änderung in den letzten Jahren hinaus.

Meiner Meinung nach liegt es gewiss nicht nur daran, dass man im Internet anonym ist und da manchen erst "Mut" wächst, wo offline keiner ist - es liegt eher daran, dass es heutzutage zu wenig legitime Kanäle gibt, seine Emotionen zu leben.
Fängt an Schulen an und ist bei den Erwachsenen nicht anders.
Es sind so viele die "Du @rschloch" denken, aber "höflich" sind - und was macht das mit uns? Auf beiden Seiten? Nicht wirklich viel positives unterm Strich finde ich.

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22. November 2017 um 14:32

tinchen, ich hab zu wenig Drogen bei, um mich mit Dir unterhalten zu können, sorry

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22. November 2017 um 15:10

deckt sich sehr mit meiner Sichtweise

Da weiß ich jetzt gar nicht, was ich noch schreiben soll, Zustimmung braucht so viel weniger Worte als Gegenargumentation

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22. November 2017 um 16:14

nein, ich kenne tinchen überhaupt nicht, woher sollte ich?!? Dich auch nicht, karin  ^^
Aber Fluppe ist 'nen prima Plan, ich geb eine aus

  ____________________
(___)_________________) ~~~~

(hoffentlich zerschiesst es das beim Posten nicht )

im Übrigen hatte ich das Thema extra allgemein formuliert, die Debatte, was man im gofem sagen darf oder nicht, ist da:
http://gesellschaft.gofeminin.de/forum/na-hier-ist-auch-nix-mehr-los-fd976520
:P

Aber "Beleidigungen" sind etwas sehr relatives.
Wie kann man also JE "frei von Beleidigungen" seine Meinung äußern, wenn für den einen etwas ganz anderes beleidigend ist als für den anderen?

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22. November 2017 um 16:26

und was ist "richtig"?
Deine Version? Meine? Eine andere?

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22. November 2017 um 19:19

warum sollte man das?

Ich bin auch der Meinung, es gibt nur eine "richtige" Art - und das ist die, die zu allen Beteiligten passt - und im Umkehrschluss: wenn die Beteiligten nicht zueinander passen, gibt es gar keine "richtige" Art und Weise.

Bei Menschen wie meinem Mann, meinen Kollegen, ist ab und an streiten sehr viel BESSER als nur diskutieren, warum also sollten wir versuchen, nur zu diskutieren und nicht zu streiten? Ich denk doch gar nicht dran
Das mache ich höchsten gegenüber Menschen, die auch nicht streiten wollen - zugegeben aber niur manchmal, meistens gehe ich denen aus dem Weg. Und im Grunde bin ich auch nicht wirklich dafür zu begeistern, mich immer auf deren Pfad schwingen zu müssen, denn auf den Gedanken, sich ab und an auch mal auf meinen zu bemühen, werden gerade die nicht kommen - vom Umsetzen der Idee nicht zu reden

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23. November 2017 um 7:32

ja, so ungefähr hatte ich mir das vorgestellt, erwischt

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23. November 2017 um 7:42

mir hängt das "man traut sich das real nicht" irgendwie immer noch quer.
"Man DARF es real nicht" ist das Problem.

Und das mit den Alternativen...
Gaming - jaaaaaaaaaa, es hilft schon, sich nach einem nervigen Tag durch eine Horde unschuldiger Monster zu metzeln. Aber gegen Spannungen zwischen bestimmten Personen hilft das null. Ok, bissl über Null, weil es die eigene Grundanspannung runter bringt. Die ist mit der Methode am nächsten Arbeitstag aber 30 min nach Arbeitsbeginn wieder da. Genau wie mit allem anderen, was Du aufgezählt hast.

Ist auch eines der Bedenken, die ich bezüglich der Lösung "faires Raufen" in der Schule habe. "faires Raufen" ist da tatsächlich etwas, was körperlich schwächere benachteiligt. Das wäre ohne "fair" nicht ganz so der Fall und bei reinen Wortgefechten könnten die andere Stärken ausspielen.

Warum man negative Emotionen ausleben sollte? Weil sie zu uns Menschen gehören, uns definieren, nicht weniger wichtig als die positiven sind.
Nachtragend bin ich eigentlich auch nicht. Es gibt ein paar Dinge, die ich weder vergebe noch vergesse, aber das sind wirklich nur ein paar einzelne Dinge - und beim Rest bin ich eigentlich auch gar nicht nachtragend.
 

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23. November 2017 um 7:50

Hm, in der wirklich schweren Zeit (als unser Sohn schwer erkrankte) sind bei meinem Mann und mir auch keine Fetzen geflogen - aber da es für uns schon vieles verbessert, haben wir das danach auch bald wieder aufgenommen.

So wie Du es beschreibst, wäre es für mich sicher nicht angenehmer, aber wenn Ihr für Euch beide offensichtlich die passende Lösung gefunden habt - perfekt

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23. November 2017 um 7:51

darf ich an Dich die gleiche Frage wie an purple stellen: kannst Du sagen, was Du daran verletzend findest / warum Du es verletzend findest?

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23. November 2017 um 8:09

das mit den Kontroversen verschärfen durch einen Streit fällt mir am häufigsten bei Menschen auf, die sich "sonst nie streiten" - da gibt es in dem Sinne keine "Streitkultur" und wenn bei denen mal was eskaliert, wird es gleich tragisch.
Ok, ich habe auch schon so einige erlebt, die sich öfter streiten und dennoch keine Streitkultur haben, Übung allein tut es da auch nicht.

Ab wann geht für Dich eine Beleidigung "unter die Gürtellinie"?

Deinen letzten Punkt verstehe ich nicht wirklich.
Man kann im Nachinein nicht erklären, warum eine Diskussion eskaliert war? Naja, bei Menschen, die Streit nicht an sich aktiv leben, liegt es doch meist daran, dass bei einem ein wunder Punkt getroffen wurde - und der fungiert dann als Druckschalter und es sprudelt alles raus, was sich angestaut hatte - je länger der Stau, desto Dusche...
Aber an sich, muss man überhaupt klären, warum? Das ist ja immer nur ein Tropfen im Fass - der hat eine beachtlich Wirkung, trotzdem ist der Tropfen selbst doch nicht wichtig.

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23. November 2017 um 8:44

erst mal: vielen Dank für die Anregung, die Sophismen hatte ich bis jetzt als rethorische Technik überhaupt noch nicht auf dem Radar, denen werde ich bestimmt demnächst bißchen Zeit widmen, interessantes Thema.

Aber ja, das ist der Punkt, ich komme als "ich will einfach unter allen Umständen gewinnen" rüber. Meist, wenn mich die Disskussion an sich reizt. Ich diskutiere auch gern um der Diskussion willen, da muss mich das Thema ggf. auch nur bestenfalls sekundär interessieren oder ich kann in der Diskussion auch einen anderen Standpunkt vertreten, als ich eigentlich habe. Und ob ich "gewinne" oder "verliere" ist mir meistens eh egal, ich gewinne doch sowieso immer - an Ideen, Ansichten, Standopunkten, ich lerne - das ist der Gewinn, auf den ich aus bin.

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23. November 2017 um 8:51

was du nicht willst das man dir tu, das füg auch keinem andren zu 
gilt für mich auch nicht - das Ding ist der Inbegriff der Egozentrik Ich bin ja nun wirklich bekennender Egoist, aber dieses Motto finde ich wesentlich ZU egoistisch bzw. vielmehr zu egozentrisch.

Es ging mir aber nicht um das Forum sondern allgemein um die Frage, primär aus reinem persönlichen Interesse. Ich weiß, dass es die meisten Menschen verletzend finden, wenn es laut wird. Da das für mich aber gar keine "perönliche Ebene hat" (offline nicht und in einem Forum schon gar nicht) kann ich das nicht nachvollziehen.

Von mir auch einen wunderschönen guten Morgen @all und einen schönen Tag
 

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23. November 2017 um 16:10

nicht wundern, ich antworte Euch wohl erst morgen, heute bekomme ich nix tiefsinnigeres mehr unter...

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23. November 2017 um 16:17

ich glaub, bei mir reicht es heute nur noch für "was blödes"

Halb verschleppte arge Erkältung + anstrengender Tag = nur noch Watte im Kopf ... und noch 45 min bis Feierabend

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24. November 2017 um 11:03

Spockinchen? Kannst Du eine Augenbraue heben? Das würde mich schon neidisch machen, hab ich mindestens 999 mal vergeblich versucht!

Hm, dann kann ich den Rest wohl unter "ich tick halt anders" verbuchen, für mich ist da weder Geringschätzung noch "Agression auslassen" enthalten (bei den meisten Menschen zumindest, allen voran bei tatsächlichen Cholerikern).

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24. November 2017 um 11:04

ich meinte an sich schon "Streit" und nicht "Diskussion".
Also ja, die Version mit laut und Worten, die man beim Tee mit der Queen nicht verwenden würde und eher nicht sachlich.

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24. November 2017 um 11:15

Mein Ziel ist es eher, gar keine negativen Emotionen mehr zu empfinden.
das finde ich ehrlich gesagt sogar einen gefährlichen Ansatz, aber das ist wohl ein anderes Thema.

Den anderen sind meine negativen Empfindungen ja sowieso scheißegal, sie interessieren keinen.
Falsch. Mich interessieren die von anderen schon - zumindest bei Menschen, die mir wichtig sind und bei denen, mit denen ich zwangsläufig viel zu tun habe, gehört das definitiv dazu.

Ich denke aber, dass es einfacher ist, ein Problem zu klären, wenn man nicht gerade stinksauer ist
=> ich sehe Streit auch nie als einen Weg zur Lösung eines Konfliktes.

Faires Raufen...
... soll auch eher in Richtung "Sport" gehen, soweit ich das verstanden habe. Aber ich könnte nicht gerade behaupten, dass ich die Idee voll verstanden habe und überzeugt dahinter stehe, also... *schulterzuck* Immerhin hat es das "Faire Raufen" nicht in die Top10 der (aus meiner persönlichen Sicht) idiotischsten "Schulabenteuer" geschafft, das schau ich mir erst mal noch eine Weile an, was dabei heraus kommt.

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26. November 2017 um 14:58

ich weiß nicht, OB sie überhaupt anders können, wenn ja, dann mit wahnsinnsinnig viel Training und einer immensen Anstrengung, die dann mit Sicherheit auch einen Preis hat.

Ok ist es aber weil es mir nun einmal nichts tut. Das ist der Punkt mit dem "was Du willst, dass man Dir nicht tu..." - weswegen ich das für einen ziemlich großen Mist halte - was man mir nicht antun sollte, ist das was MIR weh tut und nicht das, was irgendwem sonst weh tut. Und das, was ich anderen nicht antun sollte, ist das was SIE stört  - was mich an deren Stelle stören würde, ist hingegen völlig irrelevant.

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26. November 2017 um 14:59

thx

jetzt hab ich erst mal eine Woche frei, herrlich

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26. November 2017 um 17:08

alles. Das ist der Inbegriff der Egozentrik

Mir bedeuten sexuelle Exklusivrechte gar nichts. Was ist falsch daran, wenn mir das "Fremdgehen" jemand "antut", den es selbst stören würde? Na nichts. Und wenn ich es als Freibrief nehme, dass es mich nicht stört? Schon.
Wenn mich schreien und eine farbenfrohe Wortwahl nicht stören, ist was falsch daran, wenn es mir jemand "antut", den es selbst stören würde? Nichts. Nehme ich es als Freibrief, dass es mich nicht stört...?

Usw. Usw. usw. - wir Menschen ticken nicht alle gleich. Wenn ich mir mit dem Spruch auf die Schulter klopfe, dass ich ja ach so moralisch inter handle (und das tun nun mal die meisten) dann impliziere ich damit, dass die verdammte Welt gefälligst nicht zu stören hat, was mich stört - aber alle das schrecklich finden müssten, was ich schrecklich finde. So ist es aber nun einmal nicht. Noch nicht mal in einer Beziehung, geschweige denn in einem weiter gesteckten Rahmen.
Wenn man Rücksicht auf andere Menschen nehmen möchte, dann muss man gefälligst Rücksicht nach DEREN Maßstäben nehmen und nicht nach den EIGENEN, sonst kann man es auch gleich sein lassen. Alles andere ist Egozentrik und Heuchelei.

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26. November 2017 um 17:48

ich bin schon zu viel argem Vertrauensbruch begegnet, der genau auf dieser Schiene lief, das ist alles. Seit dem löst der Spruch bei mir heftige allergische Reaktionen aus.

Kompliziert war das eigentlich gar nicht.

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26. November 2017 um 19:32

Mir ist wichtig, dass Diskussionen und auch Streit auf der Sachebene geführt werden können. Dass man sich gegenseitig zuhört und auch versucht den Standpunkt des jeweils anderen einzunehmen, um dessen Sichtweise besser nachvollziehen zu können. Und ich finde es auch wichtig, dass man es manchmal einfach hinnehmen kann, wenn man nicht einer Meinung ist. Weil es manchmal nicht nur eine richtige Seite gibt. 

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26. November 2017 um 21:14

wurde schon verschiedentlich definiert im Thread.

Laut und emotional bei eine Streit würde ich ja unterschreiben, auch dass viel das Gesagte als respektlos empfinden. Aber wenn ich mich mit meinem Mann streite, auch wenn so richtig die Fetzen fliegen, ist es nie so, dass ich mich "ohne Respekt" behandelt fühle, egal, welche Worte da fallen. Auch bei meinen Kollegen nie. Und wie gesagt, da ist so einiges dabei, was man beim Tee mit der Queen sicher nicht wiederholen möchte.

Also diskutiere UND streite ich gern

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26. November 2017 um 21:21

und ich finde es respektlos, andere zu behandeln, wie ich behandelt werden möchte.
Denn wenn ich es anders handhaben würde, könnte ich Dich jederzeit anbrüllen und mit farbenfrohen Worten bedenken und das total respektvoll finden

Und umgekehrt hat es für mich auch nichts mit Respekt vor meiner Person zu tun, wenn ich mich IMMER auf den anderen einstellen muss und niemand auch MIR entgegen kommt.

(Nein, heißt NICHT, dass ich bevorzugt schreiend kommuniziere, falls das jemand implizieren möchte. Aber bevorzugt direkt und bevorzugt ohne alles in Bonbonpapier eingewickelt zu servieren, das schon - und Rücksicht auf die Punkte nehmend, an denen ICH verletzlich bin, nicht der Sprecher, das auch.)

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26. November 2017 um 21:24
In Antwort auf gelberhund

Mir ist wichtig, dass Diskussionen und auch Streit auf der Sachebene geführt werden können. Dass man sich gegenseitig zuhört und auch versucht den Standpunkt des jeweils anderen einzunehmen, um dessen Sichtweise besser nachvollziehen zu können. Und ich finde es auch wichtig, dass man es manchmal einfach hinnehmen kann, wenn man nicht einer Meinung ist. Weil es manchmal nicht nur eine richtige Seite gibt. 

ich würde sogar sagen, dass es sehr oft (bzw. eher fast immer) nicht "richtig" und "falsch" gibt, ja.

Das mit der Sachebene ist schwierig, wie ich hier schon schrieb - es ist nun einmal so, dass gerade die Punkte, wo sich Streit entzündet, per se nicht auf der Sachebene befinden.

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28. November 2017 um 6:33

deckt sich irgendwie überhaupt nicht mit meinen Erfahrungen.

Klar unser Chef wird nicht bei einem Kundentermin herumticken - dafür ist er danach immer immens angespannt und "unter Strom" - bei den Cholerikern unter meinen Bekannten habe ich an der Stelle interveniert, dass sie in dem Zustand zumindest nicht mehr Auto fahren, da hab ich echt Angst, dass da was passiert.

Zudem sehe ich mich jetzt nicht unter den "Schwachen" und um der Wahrheit die Ehre zu geben: unter den Menschen, mit denen ich meine Zeit freiwillig verbringe, sind auch keine, die ich als "schwach" empfinde, mit denen kann ich nicht wirklich umgehen. Unter meinen Kollegen gibt es auch fast nur sehr starke Charaktere. Also dass sie sich immer an Schwachen auslassen, erlebe ich demnach nie.
Mein Erleben ist eher, dass Choleriker auch mal ganz froh sind, sich mit Menschen umgeben zu können, wo sie nicht immer gleich Porzellan zerschlagen. Was, aus etwas anderen Gründen, auch bei mir der Punkt ist, warum ich mich lieber mit "starken" Menschen umgebe - und da gehören auch die Choleriker dazu, die dafür dort, wo ich es brauche, auch mal einstecken können.

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28. November 2017 um 6:35

ist hier jetzt etwas zu sehr OT, ich hatte dazu glaub auch einen eigenen Thread...

Wie gesagt: mir ist durchaus bewußt, dass ich auf dem Ohr zu empfindlich bin.

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28. November 2017 um 6:36

Kontrolle ist überbewertet
Und mir persönlich eh im Übermaß unsympathisch.

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2. Dezember 2017 um 15:55

fand ich auch mal, bis ich mich ziemlich gründlich in die *** geritten habe, weil ich es mit meiner eigenen übertrieben hatte.

Inzwischen weiß ich einmal mehr: zu viel ist so ebenso wenig gut, wie zu wenig und ein Ideal erkenne ich darin auch schon lange nicht mehr.

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2. Dezember 2017 um 19:54

klar, zum Glück ist das nicht für alle gleich und auch bei einer Person kann es sich zum Glück ändern - sonst müsste ich ja ständig in die gleiche Falle tapsen

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3. Dezember 2017 um 9:27

ohhhhhhhh jaaaaaaaaaaa.
Die gibt es definitiv. Aber ich versuche zumindest, deren Zahl so klein wie möglich zu halten.

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5. Dezember 2017 um 8:16

ja, gibt es. Für mich zumindest. Zumal man auch die Emotionen unterdrückt, wenn man "den Impulsen nicht nachgibt".

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5. Dezember 2017 um 13:06

gut so, die sind mir persönlich lieber

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5. Dezember 2017 um 15:39

stimmt Deinen Nick übrigens auch

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6. Dezember 2017 um 8:14

und warum sollte man seine eigenen Emotionen, seine Erscheinung, ... daran ausrichten, ob man irgendwelchen Hinz und Kunz damit "stören" könnte?

Nee, lass mal, ich richtige mich ganz sicher nicht zuerst nach Hinz und Kunz, ich richte mich zuerst nach MIR. Wenn Hinz und Kunz mich daraufhin nicht lieb haben, sollen sie doch bitte weiter gehen und sich andere Gesellschaft suchen.

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