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Sterbehilfe!

14. September um 21:26

Was haltet ihr von legalisierter Sterbehilfe?

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14. September um 23:29

Ich finde legalisierte Sterbehilfe in Ordnung. Jeder sollte selbst entscheiden können was mit ihm geschehen soll, wenn er entsprechend krank, behindert usw. ist. Ich habe beruflich viel mit Krankenhaus, Sterben, Hospiz usw zu tun und weiß wovon ich rede. Ich selbst werde, falls es hier nicht möglich sein wird auch in ein Land gehen wo dies möglich ist. 

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14. September um 23:43
In Antwort auf micky790

Was haltet ihr von legalisierter Sterbehilfe?

Prinzipiell in Ordnung, weil ich der Meinung bin, dass jeder Mensch das Recht hat, zu entscheiden, wie und wann sein Leben endet.

Problematisch ist die Umsetzung: wie wird 100%ig sichergestellt, dass der jeweilige Mensch das wirklich soselbst entschieden hat? Dass ihm niemand eingeredet hat, er sei ja nur mehr eine Last? Dass es es mit klarem Verstand so entschieden hat und nicht in einer emotionalen Ausnahmesituation, die ihn zu einer Kurzschlusshandlung gebracht hat?

Es ist widersprüchlich, wenn eine Gesellschaft einerseits Selbstmord zu verhindern versucht, aber andererseits Sterbehilfe legalisiert. Konsequenterweise dürfte man dann auch Selbstmord nicht mehr verhindern, es sei denn, ein Mensch bittet explizit um Hilfe, was viele ja nicht tun.

Wie verhindert man Missbrauch durch andere Personen? In den Niederlanden ist Sterbehilfe ja legal und es ist leider nicht immer so klar, ob diese Menschen alle wirklich aus freiem Willen sterben wollten.

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15. September um 7:50
In Antwort auf lunaviolet99

Prinzipiell in Ordnung, weil ich der Meinung bin, dass jeder Mensch das Recht hat, zu entscheiden, wie und wann sein Leben endet.

Problematisch ist die Umsetzung: wie wird 100%ig sichergestellt, dass der jeweilige Mensch das wirklich soselbst entschieden hat? Dass ihm niemand eingeredet hat, er sei ja nur mehr eine Last? Dass es es mit klarem Verstand so entschieden hat und nicht in einer emotionalen Ausnahmesituation, die ihn zu einer Kurzschlusshandlung gebracht hat?

Es ist widersprüchlich, wenn eine Gesellschaft einerseits Selbstmord zu verhindern versucht, aber andererseits Sterbehilfe legalisiert. Konsequenterweise dürfte man dann auch Selbstmord nicht mehr verhindern, es sei denn, ein Mensch bittet explizit um Hilfe, was viele ja nicht tun.

Wie verhindert man Missbrauch durch andere Personen? In den Niederlanden ist Sterbehilfe ja legal und es ist leider nicht immer so klar, ob diese Menschen alle wirklich aus freiem Willen sterben wollten.


Ich wohne in der Schweiz! Bei uns ist Sterbehilfe auch legal! Mein Mann und ich sind beide Mitglied von Exit! Wir sehen es beide für uns als letzte Möglichkeit falls wir in eine unerträgliche Situation kommen würden!
ich selbst denke, dass die Legalität ein Schutz ist vor Missbrauch! Exit klärt alles genau ab! Das ist dann ein langes Verfahren! Genau solche Fragen ob eine völlige Freiwilligkeit besteht, sind für sie extrem wichtig! Und die Prognose muss wirklich infaust sein! Und der Sterbewunsch muss übere eine längere Zeit konstant sein!
Ich empfinde es als unwürdiger wenn jemand aus dem Ausland anreisen muss um bei uns sterben zu können!

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15. September um 7:54
In Antwort auf desteufelsengel2

Ich finde legalisierte Sterbehilfe in Ordnung. Jeder sollte selbst entscheiden können was mit ihm geschehen soll, wenn er entsprechend krank, behindert usw. ist. Ich habe beruflich viel mit Krankenhaus, Sterben, Hospiz usw zu tun und weiß wovon ich rede. Ich selbst werde, falls es hier nicht möglich sein wird auch in ein Land gehen wo dies möglich ist. 


Ich habe auch viel Erfahrungen im Pflegeberuf und mich darum entschieden Mitglied von Exit zu werden! Exit ist die Schweizer Sterbehilfsorganisation! Ich sehe es als grossen Vorteil dass die Sterbehilfe hier legal idt!

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15. September um 11:41
In Antwort auf micky790

Was haltet ihr von legalisierter Sterbehilfe?

Keinem geliebten Haustier mutet man es zu, sich bis zum Ende durch eine todbringende Krankheit zu quälen. Man erlöst es von seinem Leid. Warum hat man diese humane, liebende Toleranz nicht für Menschen ?

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15. September um 12:22
In Antwort auf user14131

Keinem geliebten Haustier mutet man es zu, sich bis zum Ende durch eine todbringende Krankheit zu quälen. Man erlöst es von seinem Leid. Warum hat man diese humane, liebende Toleranz nicht für Menschen ?


Ja, aber im Gegensatz zu Tieren entscheidet der Mensch selbst!

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15. September um 15:38
In Antwort auf micky790


Ich wohne in der Schweiz! Bei uns ist Sterbehilfe auch legal! Mein Mann und ich sind beide Mitglied von Exit! Wir sehen es beide für uns als letzte Möglichkeit falls wir in eine unerträgliche Situation kommen würden!
ich selbst denke, dass die Legalität ein Schutz ist vor Missbrauch! Exit klärt alles genau ab! Das ist dann ein langes Verfahren! Genau solche Fragen ob eine völlige Freiwilligkeit besteht, sind für sie extrem wichtig! Und die Prognose muss wirklich infaust sein! Und der Sterbewunsch muss übere eine längere Zeit konstant sein!
Ich empfinde es als unwürdiger wenn jemand aus dem Ausland anreisen muss um bei uns sterben zu können!

Hat das nicht irgendein prominenter Wissenschaftler erst kürzlich gemacht?

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15. September um 15:43
In Antwort auf user14131

Keinem geliebten Haustier mutet man es zu, sich bis zum Ende durch eine todbringende Krankheit zu quälen. Man erlöst es von seinem Leid. Warum hat man diese humane, liebende Toleranz nicht für Menschen ?

Wobei ich gerade das Einschläfern kritisch betrachte, weil man das Tier nicht fragen kann.

Ich persönlich euthanasiere meine Tiere nicht. Wenn es nicht gerade ein furchtbarer Unfall ist oder eine akute, tödliche Erkrankung, die höllische Schmerzen verursacht, lasse ich meine Tiere zu Hause sterben. Ein Sterbeprozess, auf den man sich vorbereiten kann, tut nicht weh, dafür sorgt die Natur schon durch die Ausschüttung von Endorphinen. Man kann Tiere auch palliativ betreuen und Schmerzen ausschalten.

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15. September um 15:44
In Antwort auf micky790


Ja, aber im Gegensatz zu Tieren entscheidet der Mensch selbst!

Ganz wichtiger Punkt für mich.

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15. September um 16:33
In Antwort auf lunaviolet99

Hat das nicht irgendein prominenter Wissenschaftler erst kürzlich gemacht?


Nein, das weiss ich nicht! Weisst du wie er heisst? Ich habe grad letzthin mit meiner Freundin über das Thema, sterben von Tieren besprochen! Sie hatte eine 16 jährige Katze, die sehr krank war! Sie hat mir gesagt dass sie ihn natürlich sterben lassen wolle, aber eine andere Freundin habe sie Tierquälerin genannt weil sie ihn nicht einschläfern lassen wollte!  Aber sie hat geagt, dass er keine Schmerzen habe. Ich würde das genau gleich machen wie du! Ein natürlicher Tod zuhause ist immer noch das Beste! Auch bei einem Menschen ist sehr wahrscheinlich ein natürlicher Tod weitaus das Beste! 
Exit sagt aber, dass sie Menschen gerade diese Sicherheit geben dass man nicht leiden müsste! Und gerade deshalb, halten die Menschen das länger durch! Kann ich mir durchaus vorstellen!

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17. September um 3:11

Ich bin da sehr zwiegespalten....eienrseits bin ih durchaus für auch aktive sterbehilfe bei sehr schweren, tödlichen KRankheiten im Endstadium, vor allem, wenn die Schmerzen nicht mehr vollständig ausgeschaltet werden können (ja, das gibt es! Nicht jeden Schmerz kriegt man mit Morphin weg!).
Andererseits sehr ich gerade bei Betagten, evtl. schon leicht dementen Kranken, die grosse Gefahr, dass erbe-gierige Verwandte und Freunde/Familienangehörige den Todkranken "subtil" dahin maniulieren könnten, dass er Sterbehilfe verlangt. Z.B. indem man immer wieder dezent erwähnt, dass nun auch sein Haus(=Erbe) oder Ersparnisse schmelzen wegen der Pflegeheimkosten und dass es doch eh "sinnlos" ist, gerade Depressive (und bei Schwerstkranken sind VIELE auch depressiv und leicht beeignflussbar!) sind hier leicht zu beeinflussen. Man bedenke nur mal, wie viele Alte sich von diesen Haustürbetrügern oder Bettlern auf der Strasse abzocken und beeinflussen lassen, die sind wehrlos dann auch gegen Einflüsterungen der geldgierigen Verwandtschaft und lassen sich seelisch unter DRUCK setzen ("meine Enkel brauchen das Geld ja SOOO dringend für den Hausbau, das ich jetzt dem Pflegeheim gebe", "ich bin für meine Familie nur noch eine LAST", wenn ich tot wäre, wäre alles besser für sie, etc etc )

Für mich persönlich kann ich erst sagen, ob ich Sterbehilfe will, wenn ich in der Situation selber drin bin, alles andere ist krude Theorie.
Ich habe mich SEHR GUT über für Deutsche mögliche Sterbehilfe, die möglichen Methoden, damit es SCHMERZFREI erfolgt und die juristischen "Fallstricke" informiert, vor allem weil die Schwester einer Frau, die ich bei der Wohnungssuche vor 10 Jarhen mal kennenlernte und in Kontakt geblieben war, an Mesothelium (unheilbarerer "Asbestkrebs/Ruppenfellkrebs) erkrankt war und mich bat, mich nach Sterbehilfemöglichkeiten und Selbstmordmöglichkeiten zu erkundigen.
Hab ihr sogar in Holland ein gewisses, in Deutschland verbotenes Buch "zum Selbermachen" besorgt, und hatte mich auch bereit erklärt, "dabei zu sein", da ihre Schwester es sich seelisch nicht zutraute beim Sterbeprozess dabei zu sitzen (für mich Gottseidank) starb sie dann aber vorher schon von selber plötzlich sehr schnell (und quasi schmerzlos) im Endstadium im Haus ihrer Tochter an plötzlichem Hirnschlag oder so was ähnlichem, das heisst, Tochter verlies das Zimmer, um ihr ein Eis zu holen, und als sie paar Minuten später wieder reinkam, lag sie tot auf im Sessel. Hier hatte Geld keine Rolle gespielt, wenn ich irgend einen kleinsten Verdacht gehabt hätte, dass die "beeinflusst" wird, hätte ich das Buch und die Infos nicht besorgt.

Ich sehe halt bei völliger Freigabe der aktiven Sterbehilfe schon die grosse Gefahr, dass wenig "widerstandsfähigen" Todkranken dann sugeriert wird, dass es nun doch für ALLE besser wäre, wenn sie ginge...Oder dass todkranken Patienten dann subtil zu verstehen gegeben wird, wie TEUER sie die Krankenkasse und die Gesellschaft kommen und es doch eh "nicht mehr lange dauern" würde. Da verändert man dann einfach die Schmerzmittel auf "unterdosiert" und schon kriegt der Krebskranke im Endstadium bei unerträglichen Dauerschmerzen dann den "Wunsch" sein unerträgliches Leiden möglichst schnell zu beenden ganz von selber....oder dass überlastete oder auch nur kriminelle sadistisch veranlagte Pflegeheim- und Altenpfleger dann noch leichteres Spiel haben, sich der Alten zu entledigen, so nach dem Motto, war ja deren Wunsch.

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17. September um 3:15
In Antwort auf micky790


Ich wohne in der Schweiz! Bei uns ist Sterbehilfe auch legal! Mein Mann und ich sind beide Mitglied von Exit! Wir sehen es beide für uns als letzte Möglichkeit falls wir in eine unerträgliche Situation kommen würden!
ich selbst denke, dass die Legalität ein Schutz ist vor Missbrauch! Exit klärt alles genau ab! Das ist dann ein langes Verfahren! Genau solche Fragen ob eine völlige Freiwilligkeit besteht, sind für sie extrem wichtig! Und die Prognose muss wirklich infaust sein! Und der Sterbewunsch muss übere eine längere Zeit konstant sein!
Ich empfinde es als unwürdiger wenn jemand aus dem Ausland anreisen muss um bei uns sterben zu können!

Es gibt auch in Deutschland einen schons ehr alten  Arzt(Urologe), der in Deutschland Sterbehilfe quasi betreibt, die entsprechend geeigneten Medikamente besorgt und übergibt (mal auf Youtube nach ihm gucken) und damit permanent seine Zulassung gefährdet. 
Schweiz finde ich in Sachen Sterbehilfe okay, aber wie "locker" Sterbehilfe in Belgien gehandhabt wird, absolut nicht.

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17. September um 6:03
In Antwort auf lunaviolet99

Hat das nicht irgendein prominenter Wissenschaftler erst kürzlich gemacht?

Ja, ein 104 jähriger Australier (Botaniker) namens David Goodall, das ging im Mai durch die Medien.

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17. September um 9:10

Prinzipiell dafür, aber nur mit den strengstmöglichen Auflagen, da die Gefahr des Missbrauchs so hoch ist und es um Menschenleben geht.

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17. September um 9:14

Viel wichtiger wäre, die Drogengesetze so zu ändern, dass jeder leidende Mensch ein Anrecht drauf an. Ich persönlich möchte im Vollrausch von dieser Welt gehen dürfen.

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17. September um 9:21
In Antwort auf micky790

Was haltet ihr von legalisierter Sterbehilfe?

finde ich wichtig und richtig, dass diese letzte Entscheidung jeder Mensch selbst treffen kann - ggf. auch als Rahmenbedingung im Vorfeld.

Für mich gehört so etwas auch zum Recht auf Menschenwürde.

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17. September um 9:28
In Antwort auf lunaviolet99

Prinzipiell in Ordnung, weil ich der Meinung bin, dass jeder Mensch das Recht hat, zu entscheiden, wie und wann sein Leben endet.

Problematisch ist die Umsetzung: wie wird 100%ig sichergestellt, dass der jeweilige Mensch das wirklich soselbst entschieden hat? Dass ihm niemand eingeredet hat, er sei ja nur mehr eine Last? Dass es es mit klarem Verstand so entschieden hat und nicht in einer emotionalen Ausnahmesituation, die ihn zu einer Kurzschlusshandlung gebracht hat?

Es ist widersprüchlich, wenn eine Gesellschaft einerseits Selbstmord zu verhindern versucht, aber andererseits Sterbehilfe legalisiert. Konsequenterweise dürfte man dann auch Selbstmord nicht mehr verhindern, es sei denn, ein Mensch bittet explizit um Hilfe, was viele ja nicht tun.

Wie verhindert man Missbrauch durch andere Personen? In den Niederlanden ist Sterbehilfe ja legal und es ist leider nicht immer so klar, ob diese Menschen alle wirklich aus freiem Willen sterben wollten.

Kann man nie völlig verhindern.
Man wird auch nie völlig verhindern können, dass Menschen sich als "Last" für Angehörige sehen - obwohl das gar nicht der Fall ist. 

Es gibt auf dieser Welt keine "100%" - NIE.

Was den Selbstmord angeht - ist es bedingt widersprüchlich. Bei einer Depression beispielsweise ist die Todessehnsucht, Hoffnungslosigkeit etc. nun einmal Bestandteil der Symptome der Krankheit. In anderen Fällen kann auch unbeabsichtigter Suizid eine Rolle spielen. Das da ggf. eingegriffen wird, ist ein ganz anderes Thema.
Wenn hingegen jemand über Jahre immer wieder depressive Episoden hat und in einer Phase zwischen den Schüben (also im weitestgehend symptomfreien Zustand) entscheidet, dass er sich das nicht mehr Jahr umd Jahr um Jahr antun will, sieht es für mich schon ganz anders aus.

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17. September um 9:35
In Antwort auf venus.finsternis

Viel wichtiger wäre, die Drogengesetze so zu ändern, dass jeder leidende Mensch ein Anrecht drauf an. Ich persönlich möchte im Vollrausch von dieser Welt gehen dürfen.


Oder, während eines Liebesaktes! Wär doch auch noch was??

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17. September um 9:36
In Antwort auf werkoderko

Es gibt auch in Deutschland einen schons ehr alten  Arzt(Urologe), der in Deutschland Sterbehilfe quasi betreibt, die entsprechend geeigneten Medikamente besorgt und übergibt (mal auf Youtube nach ihm gucken) und damit permanent seine Zulassung gefährdet. 
Schweiz finde ich in Sachen Sterbehilfe okay, aber wie "locker" Sterbehilfe in Belgien gehandhabt wird, absolut nicht.

nicht nur einen.
Rein rechtlich ist es möglich, wenn der Doc die Medikamente verschreibt / besorgt, aber nicht verabreicht afaik.

Aber diese Ärzte balancieren auf einem sehr, sehr schmalen Grat, schon allein, weil "erlaubt" und "toleriert" da völlig verschiedene Dinge sind.

Dann haben wir ja noch das Thema "Tötung auf Verlangen" in unserem Strafrecht, die Grenze ist zu schnell überschritten. Bei diesen Ärzten, die in DE aktuell in der Sterbehilfe unterstützen, gibt es dann oft noch jemanden, der sich des Risikos "Tötung auf Verlangen" aussetzen muss.

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