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Starke und schwache Charaktere

4. August um 21:08

gibt es, jeder hat seinen eigenen Charakter, jeder hat mit jedem zu tun, geht auf seine eigene Weise mit diesen Menschen um.

Woran erkennt er sie, und mit welchen Charakteren geht ihr am liebsten um?


 

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7. August um 22:22

Das kommt darauf an, wie du Charakter definierst. Ist mit einem starken Charakter ein Mensch mit starkem Willen und Durchsetzungskraft gemeint? Oder geht es eher um moralisches Verhalten und Empathie? Mit empathischen und moralisch handelnden Menschen komme ich natürlich besser klar, als mit Menschen, die weniger empathisch sind und unmoralisch handeln. Zu Menschen mit einem sehr starken Willen und großer Durchsetzungskraft finde ich dagegen schlecht Zugang und empfinde sie oft als anstrengend.

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7. August um 23:50

Genau, wie definiert man eigentlich Charakter? Was ist hier Stärke, was ist Schwäche?

Mich wundern hier die Kriterien, nach denen du unterscheidest. Ein starker Charakter schliesst für mich all das ein:
Starker Wille, Durchsetzungskraft. Und ja, auch moralische Aspekte und Empathie.

Siehst du da irgendwo Gegensätze?

Menschen, die nur von starkem Willen und Durchsetzungskraft getrieben sind, denen es an Empathie mangelt, die kommen bei mir gar nicht an, ich empfinde sie als kalt und berechnend, egoistisch und egozentrisch.

All das gehört für mich zu einem starken Charakter.

Ein schwacher Charakter ist für mich jemand, der eigentlich um seine Schwäche weiss, diese aber nicht zugeben kann, deshalb in Lügen sich verstrickt, sich verbündet mit ebensolchen Charakteren, um sich auf diese Art seine vermeintliche Stärke zu beweisen.

Jemand, der empathisch und moralisch integer ist, hat so etwas nicht nötig.


Er ist vielleicht enttäuscht, aber er greift nicht zu hinterhältigen Mitteln.

Wendet sich eher ab von dieser Spezies Mensch.

 

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9. August um 23:04
In Antwort auf irmaladouche5

Genau, wie definiert man eigentlich Charakter? Was ist hier Stärke, was ist Schwäche?

Mich wundern hier die Kriterien, nach denen du unterscheidest. Ein starker Charakter schliesst für mich all das ein:
Starker Wille, Durchsetzungskraft. Und ja, auch moralische Aspekte und Empathie.

Siehst du da irgendwo Gegensätze?

Menschen, die nur von starkem Willen und Durchsetzungskraft getrieben sind, denen es an Empathie mangelt, die kommen bei mir gar nicht an, ich empfinde sie als kalt und berechnend, egoistisch und egozentrisch.

All das gehört für mich zu einem starken Charakter.

Ein schwacher Charakter ist für mich jemand, der eigentlich um seine Schwäche weiss, diese aber nicht zugeben kann, deshalb in Lügen sich verstrickt, sich verbündet mit ebensolchen Charakteren, um sich auf diese Art seine vermeintliche Stärke zu beweisen.

Jemand, der empathisch und moralisch integer ist, hat so etwas nicht nötig.


Er ist vielleicht enttäuscht, aber er greift nicht zu hinterhältigen Mitteln.

Wendet sich eher ab von dieser Spezies Mensch.

 

Wenn du z.B. bei Wikipedia nachliest, wirst du sehen, dass es tatsächlich verschiedene Definitionen für "Charakter" gibt. Deshalb fragte ich, wie du Charakter definierst. Man spricht ja manchmal auch von einem starken Charakter, wenn jemand sehr eigenwillig und temperamentvoll ist, was keineswegs immer positiv gemeint ist.
Eindeutiger wäre es, wenn du statt von einem starken Charakter von einem guten Charakter sprechen würdest. Dieser wäre dann nicht nur willensstark, sondern auch empathisch und moralisch integer.
Im Gegensatz dazu wäre ein schlechter Charakter jemand, der wankelmütig ist und sich aus niederen Beweggründen unmoralisch verhält.

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12. August um 9:49
In Antwort auf irmaladouche5

gibt es, jeder hat seinen eigenen Charakter, jeder hat mit jedem zu tun, geht auf seine eigene Weise mit diesen Menschen um.

Woran erkennt er sie, und mit welchen Charakteren geht ihr am liebsten um?


 

ich unterscheide nicht zwischen stark und schwach - jede Schwäche kann auch eine Stärke sein - und umgekehrt.

Menschen, mit denen ich am liebsten umgehe haben:
- eine ordentliche Portion Egoismus
- Eigenverantwortung
- intaktes Selbstbewußtsein
- einen erkennbaren Charakter mit Ecken und Kanten

Menschen, mit denen ich den Umgang vermeide, haben demnach:
- ein schwaches Selbstbewußtsein
- ein Helfersyndrom
- Altruismus

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12. August um 22:07

Ich komme mit altruistischen Menschen nicht klar und die mit mir nicht, das ist alles. Ich gehe ihnen so weiträumig wie möglich aus dem Weg. Und da ist viel weiträumig möglich.

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12. August um 22:16
In Antwort auf avarrassterne1

Ich komme mit altruistischen Menschen nicht klar und die mit mir nicht, das ist alles. Ich gehe ihnen so weiträumig wie möglich aus dem Weg. Und da ist viel weiträumig möglich.

Ich würde mich selbst icht als besonders altruistisch oder besonders egoistisch bezeichnen. Ich bin so mittendrin.

Weil ich ein sehr introvertierter Mensch bin musste ich lernen mich abzugrenzen. Das war ein langer Prozess und das war nicht immer einfach. 
 

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12. August um 22:17

Warum sollte ich meine Zeit mit Menschen verbringen, wo weder die noch ich mich dabei wohl fühlen? Nee, da hat jeder die passenden Menschen fuer sich verdient.

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13. August um 8:26

nein, im Forum nicht, im Gegenteil, hier habe ich die Distanz, die es mir möglich macht, mehr zu verstehen als persönlich und das kann ich nutzen und hier kann ich mich auch bei Altruisten nicht in die Nesseln setzen - in RL passiert das, bevor ich es überhaupt bemerke und das mag ich mal GAR NICHT.

Du hattest oben gefragt, ob ich finde, das Altruismus das Gegenteil von Egoismus ist, fällt mir ein - nein, finde ich nicht. Es gibt eine philosophische These: "Altruismus ist eine Erscheinungsform des Egoismus" - der schließe ich mich eigentlich an. Doch das Selbstbild unterscheidet sich bei beiden gewaltig.

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13. August um 8:33
In Antwort auf evaeden

Ich würde mich selbst icht als besonders altruistisch oder besonders egoistisch bezeichnen. Ich bin so mittendrin.

Weil ich ein sehr introvertierter Mensch bin musste ich lernen mich abzugrenzen. Das war ein langer Prozess und das war nicht immer einfach. 
 

"so mittendrin" sind sind natürlich wie immer die meisten Menschen. (und so ist es auch gut und richtig )

Abzugrenzen in Bezug auf was meinst Du damit?

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13. August um 21:59
In Antwort auf avarrassterne1

ich unterscheide nicht zwischen stark und schwach - jede Schwäche kann auch eine Stärke sein - und umgekehrt.

Menschen, mit denen ich am liebsten umgehe haben:
- eine ordentliche Portion Egoismus
- Eigenverantwortung
- intaktes Selbstbewußtsein
- einen erkennbaren Charakter mit Ecken und Kanten

Menschen, mit denen ich den Umgang vermeide, haben demnach:
- ein schwaches Selbstbewußtsein
- ein Helfersyndrom
- Altruismus

Altruismus bedeutet für mich, sich in andere hineinzuversetzen, mitzufühlen und der Wille und die Freude daran anderen zu helfen. Ich wüsste nicht, warum dies nicht mit einem ausgeprägten Selbstbewusstsein, Eigenverantwortung und auch einem Charakter mit Ecken und Kanten einhergehen sollte. Altruistisch zu handeln heißt ja nicht automatisch sich selbst aufzugeben. Selbst wenn bei der Handlung selbst nicht die eigenen Interessen im Vordergrund stehen, zieht man selbst ja durchaus auch einen Nutzen daraus (Glückshormone!).

Mit einem ausgeprägten Helfersyndrom dagegen wird das Helfen und das Gefühl gebraucht zu werden zur Sucht. Die Betroffenen halten sich selbst nur dann für wertvoll, wenn sie sich selbst opfern und dadurch Anerkennung bekommen. Eigene Bedürfnisse und Wünsche werden oft völlig ignoriert oder gar nicht wahrgenommen und selbst keine Hilfe angenommen.
Mir sind solche Menschen durchaus bekannt und ich finde den Umgang mit ihnen auch sehr sehr schwierig!

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16. August um 12:53
In Antwort auf blaetterrascheln

Altruismus bedeutet für mich, sich in andere hineinzuversetzen, mitzufühlen und der Wille und die Freude daran anderen zu helfen. Ich wüsste nicht, warum dies nicht mit einem ausgeprägten Selbstbewusstsein, Eigenverantwortung und auch einem Charakter mit Ecken und Kanten einhergehen sollte. Altruistisch zu handeln heißt ja nicht automatisch sich selbst aufzugeben. Selbst wenn bei der Handlung selbst nicht die eigenen Interessen im Vordergrund stehen, zieht man selbst ja durchaus auch einen Nutzen daraus (Glückshormone!).

Mit einem ausgeprägten Helfersyndrom dagegen wird das Helfen und das Gefühl gebraucht zu werden zur Sucht. Die Betroffenen halten sich selbst nur dann für wertvoll, wenn sie sich selbst opfern und dadurch Anerkennung bekommen. Eigene Bedürfnisse und Wünsche werden oft völlig ignoriert oder gar nicht wahrgenommen und selbst keine Hilfe angenommen.
Mir sind solche Menschen durchaus bekannt und ich finde den Umgang mit ihnen auch sehr sehr schwierig!

das ist genau die These, dass Altruismus eine Form des Egoismus ist.
Auch Egoisten helfen anderen - aus genau dem gleichen Grund.

Selbstaufgabe ist da aber schon das Extrem, der Grund, warum ich mit Altruisten nicht umgehen kann und mag ist, dass ich die Grenzen anderer Menschen schlecht erkenne und deswegen auch schnell mal unbeabsichtigt überschreite. Oder das Gleichgewicht aus Geben und Nehmen schlecht einschätzen kann - und auch das unbeabsichtigt überschreite. Bei einem Egoisten bin ich da save, der kann und wird mir nie vorwerfen, ihn ausgenutz zu haben - für diese Dinge sorgt ein Egoist immer selbst, legt die nie in die Hände von anderen.

Davon abgesehen - nein, schließt sich nicht unbedingt gegenseitig aus, aber jeder Punkt auf der Liste ist auch für sich ein k.o. - Kriterium.

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20. August um 8:33
In Antwort auf avarrassterne1

"so mittendrin" sind sind natürlich wie immer die meisten Menschen. (und so ist es auch gut und richtig )

Abzugrenzen in Bezug auf was meinst Du damit?

Abgrenzen indem ich Zeit fuer mich alleine einfordere. Ich brauche Zeit fuer mich. Viel Zeit. Viel mehr Zeit als die meisten anderen Menschen. 

Das wird oft von anderen fast als Beleidigung empfunden....wenn ich diese Rückzugszeiten für mich brauche. 

Ich habe lange gedacht mit mir stimmt etwas nicht, wollte mich auch ändern, mich nicht so viel zurückziehen, geselliger sein. Aber das hat mir natürlich nicht gut getan. 

Ich musste akzeptieren, dass ich bin wie ich bin...und dass ich nicht anders sein muss. 

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20. August um 8:38
In Antwort auf evaeden

Abgrenzen indem ich Zeit fuer mich alleine einfordere. Ich brauche Zeit fuer mich. Viel Zeit. Viel mehr Zeit als die meisten anderen Menschen. 

Das wird oft von anderen fast als Beleidigung empfunden....wenn ich diese Rückzugszeiten für mich brauche. 

Ich habe lange gedacht mit mir stimmt etwas nicht, wollte mich auch ändern, mich nicht so viel zurückziehen, geselliger sein. Aber das hat mir natürlich nicht gut getan. 

Ich musste akzeptieren, dass ich bin wie ich bin...und dass ich nicht anders sein muss. 

oh ja, kenne ich.
Ich war noch nie in meinem Leben einsam, wenn ich allein war, aber ich werde unausstehlich, wenn ich einige Tage am Stück keine Rückzugsmöglichkeit habe.
Das differenzieren zu können und einen für mich sinnvollen Weg zu finden, war schon so ein gutes Stück zu tun... im Alltag, in der Beziehung, im Urlaub ...

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20. August um 8:40
In Antwort auf avarrassterne1

oh ja, kenne ich.
Ich war noch nie in meinem Leben einsam, wenn ich allein war, aber ich werde unausstehlich, wenn ich einige Tage am Stück keine Rückzugsmöglichkeit habe.
Das differenzieren zu können und einen für mich sinnvollen Weg zu finden, war schon so ein gutes Stück zu tun... im Alltag, in der Beziehung, im Urlaub ...

und oh ja: es gibt Menschen, die werten das immer als persönlichen Affont gegen sie, wenn man sich zurück zieht, die habe ich auch getroffen, klar.
Inzwischen kann ich das als simple Inkompatibilität sehen, aber auch das war ein gutes Stück Weges...

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20. August um 10:07
In Antwort auf irmaladouche5

gibt es, jeder hat seinen eigenen Charakter, jeder hat mit jedem zu tun, geht auf seine eigene Weise mit diesen Menschen um.

Woran erkennt er sie, und mit welchen Charakteren geht ihr am liebsten um?


 

" Woran erkennt er sie, und mit welchen Charakteren geht ihr am liebsten um? "

Selbst-bestimmt und Selbst-bewusst, das macht für mich einen starken Charakter aus.

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20. August um 10:15
In Antwort auf avarrassterne1

und oh ja: es gibt Menschen, die werten das immer als persönlichen Affont gegen sie, wenn man sich zurück zieht, die habe ich auch getroffen, klar.
Inzwischen kann ich das als simple Inkompatibilität sehen, aber auch das war ein gutes Stück Weges...

Simple Inkompatibilität ist da sicher ein gutes Wort dafür. Meistens sind das ja Menschen, die selbst gar nicht so sind und das Bedürfnis des Rückzugs nicht nachvollziehen können und darum auch kein Verständnis dafür haben. Ich musste auch erst lernen, mir das selbst zu "erlauben" und einzufordern. Das haben nicht alle Freundschaften überlebt.

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20. August um 10:23
In Antwort auf evalina93

Simple Inkompatibilität ist da sicher ein gutes Wort dafür. Meistens sind das ja Menschen, die selbst gar nicht so sind und das Bedürfnis des Rückzugs nicht nachvollziehen können und darum auch kein Verständnis dafür haben. Ich musste auch erst lernen, mir das selbst zu "erlauben" und einzufordern. Das haben nicht alle Freundschaften überlebt.

meine Freundschaften schon, eine Beziehung aber nicht - hat mich sehr einprägsam gelehrt, von da an auf Kompatibilität zu achten, BEVOR ich eine Beziehung eingehe.

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20. August um 10:26
In Antwort auf avarrassterne1

meine Freundschaften schon, eine Beziehung aber nicht - hat mich sehr einprägsam gelehrt, von da an auf Kompatibilität zu achten, BEVOR ich eine Beziehung eingehe.

Das ist aber auch schwierig, finde ich. Man kann das schon vorher abschätzen und auch mal nachfragen, wie der andere da so tickt, aber wirklich rausstellen tut sich das doch erst nach einiger Zeit. Ist zumindest meine Erfahrung. Es sagen auch viele Menschen, dass sie ihren Freiraum brauchen und dann stellt sich raus, dem ist gar nicht so. Oder jeder versteht unter "Freiraum" etwas anderes.

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20. August um 10:43
In Antwort auf evalina93

Das ist aber auch schwierig, finde ich. Man kann das schon vorher abschätzen und auch mal nachfragen, wie der andere da so tickt, aber wirklich rausstellen tut sich das doch erst nach einiger Zeit. Ist zumindest meine Erfahrung. Es sagen auch viele Menschen, dass sie ihren Freiraum brauchen und dann stellt sich raus, dem ist gar nicht so. Oder jeder versteht unter "Freiraum" etwas anderes.

trifft sich, ich brauche eh lange (meint ~6 Monate regelmäßigen Kontakt), bis ich mich auf Beziehungen einlasse.

Aber lieber so als die "verbrannte Erde", die dabei heraus kommt, wenn man sich liebt, aber eben nicht kompatibel ist.

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20. August um 18:08
In Antwort auf avarrassterne1

oh ja, kenne ich.
Ich war noch nie in meinem Leben einsam, wenn ich allein war, aber ich werde unausstehlich, wenn ich einige Tage am Stück keine Rückzugsmöglichkeit habe.
Das differenzieren zu können und einen für mich sinnvollen Weg zu finden, war schon so ein gutes Stück zu tun... im Alltag, in der Beziehung, im Urlaub ...

Ich bin auch nie einsam, wenn ich alleine bin. Urlaub kann schwierig sein. Ich habe schon viele Urlaubsideen mit Freunden im Keim erstickt, weil ich weiß, dass ich das nicht kann. Ständiges Zusammensein, staendige Unternehmungen, staendig jemand der redet.....grauenhaft. 

Ich habe lange gedacht, dass mit mir etwas nicht stimmt. Dass ich mich anpassen und ändern muss. Ich habe wirklich ein großes Bedürfnis nach dieser Zeit fuer mich alleine. 

Ich habe auch immer Auszeiten von der Familie, von den Kindern gebraucht. Das versteht nicht jeder. 

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20. August um 19:26
In Antwort auf evaeden

Ich bin auch nie einsam, wenn ich alleine bin. Urlaub kann schwierig sein. Ich habe schon viele Urlaubsideen mit Freunden im Keim erstickt, weil ich weiß, dass ich das nicht kann. Ständiges Zusammensein, staendige Unternehmungen, staendig jemand der redet.....grauenhaft. 

Ich habe lange gedacht, dass mit mir etwas nicht stimmt. Dass ich mich anpassen und ändern muss. Ich habe wirklich ein großes Bedürfnis nach dieser Zeit fuer mich alleine. 

Ich habe auch immer Auszeiten von der Familie, von den Kindern gebraucht. Das versteht nicht jeder. 

Ferienhäuser sind da beispielsweise eine super Option, auch, aber nicht nur für den Urlaub mit Freunden.
Die kennen mich eh gut genug und wissen, dass ich mich auch regelmässig mal "abseile" und irgendwo allein spazieren gehe bzw. wahrscheinlicher irgendwo eine Tür hinter mir zu mache und dann mir auch bittschön KEINER nachdackelt - und sie kennen mich gut genug, um zu wissen, dass sie das kein bißchen persönlich nehmen solltendenn es hat mit ihnen gar nichts zu tun.
Klappt so auch, wenn wir Freunde besuchen oder sie uns (was eigentlich immer mehrere Tage sind).

Auch unser Sohn weiß schon lange, dass Mama irgendwann mal "voll" (nein, nicht sternhagelvoll) ist und dann auch mal Ruhe braucht. Passt super.

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21. August um 23:09
In Antwort auf avarrassterne1

Ferienhäuser sind da beispielsweise eine super Option, auch, aber nicht nur für den Urlaub mit Freunden.
Die kennen mich eh gut genug und wissen, dass ich mich auch regelmässig mal "abseile" und irgendwo allein spazieren gehe bzw. wahrscheinlicher irgendwo eine Tür hinter mir zu mache und dann mir auch bittschön KEINER nachdackelt - und sie kennen mich gut genug, um zu wissen, dass sie das kein bißchen persönlich nehmen solltendenn es hat mit ihnen gar nichts zu tun.
Klappt so auch, wenn wir Freunde besuchen oder sie uns (was eigentlich immer mehrere Tage sind).

Auch unser Sohn weiß schon lange, dass Mama irgendwann mal "voll" (nein, nicht sternhagelvoll) ist und dann auch mal Ruhe braucht. Passt super.

Ich greife mal hier auf:

Option Urlaub war für mich von jeher nur Ferienhaus oder eben dann Wohnwagen.

Hotelzimmer hätte ich mich immer gefühlt wie eingeknastet.

Meine Freiheit fand immer in meinem Zuhause statt.

Vielleicht war mir deshalb jede Art von Urlaub von jeher völlig unwichtig.

 

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21. August um 23:23
In Antwort auf irmaladouche5

gibt es, jeder hat seinen eigenen Charakter, jeder hat mit jedem zu tun, geht auf seine eigene Weise mit diesen Menschen um.

Woran erkennt er sie, und mit welchen Charakteren geht ihr am liebsten um?


 

Ich kann einen starken Charakter nicht bloß anhand bestimmter Charaktereigenschaften definieren.

Ein starker Charakter wird vom Leben geformt. Die Menschen die einen haben, sind charakterlich oft völlig verschieden.

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22. August um 20:58
In Antwort auf mosaique.

Ich kann einen starken Charakter nicht bloß anhand bestimmter Charaktereigenschaften definieren.

Ein starker Charakter wird vom Leben geformt. Die Menschen die einen haben, sind charakterlich oft völlig verschieden.

Auch das ist eine sehr interessante Perspektive.

Einen starken Charakter machen doch diverse Charaktereigenschaften aus.

Es gibt schwache und starke Charaktereigenschaften, oder eben positive und negative, ganz wie man will und es auslegt.

Man kann einen starken Charakter nicht ausschliessen von diversen anderen Charaktereigenschaften. Ob die nun überwiegend positiv oder negativ sind, das steht wiederum auf einem ganz anderen Blatt.

Ich meine, diese Eigenschaften sollten überwiegend positiv sein, da ja allgemein Charaktereigenschaften auch andere Menschen und deren Verhalten beeinflussen.

Wenn negativen Charaktereigenschaften Machtbefugnisse übertragen werden, geht es irgendwann den Bach runter.

Ich weiss nicht, ob negativ beeinflusste Menschen unbedingt negative Personen mit Machtauftrag bevollmächtigen.

Zumindest haben sie dann einen Sündenbock, wenn ihre Rechnung so nicht aufgeht.

Hinzu kommt hier die Frage der Gene:

Du schliesst das quasi aus.

Ich denke schon, dass der Charakter der Menschen vorangelegt ist in seinen Genen.

Und hier wird es mit Sicherheit positive und negative geben.

Die weitere Lebenserfahrung wird hier den Ausschlag geben, was dominiert.


Ich nenne dir hier mal ein ganz persönliches Beispiel, das mich selbst sehr erstaunt hat.

Ich wurde als zäh benannt.

Das mag nun jeder wieder auslegen, wie es ihm beliebt.

Es kam von meinem Sohn, der seine Mutter wohl sehr kennt.

Das hat mich sehr erstaunt.

Ich musste da erstmal selbst drüber nach denken.

Ich habe es getan.

Ich kam zu dem Schluss:

er hat recht.

ich bin sehr geradlinig.
So ist mein Weg, so ist mein Charakter.

Es gibt viele Charaktere, die um Kurven sich enorm bemühen, das auszuschalten.

Die erkenne ich sofort.

Und das sind Charaktere, die nicht in mein Leben gehören.


.

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22. August um 21:41
In Antwort auf irmaladouche5

Auch das ist eine sehr interessante Perspektive.

Einen starken Charakter machen doch diverse Charaktereigenschaften aus.

Es gibt schwache und starke Charaktereigenschaften, oder eben positive und negative, ganz wie man will und es auslegt.

Man kann einen starken Charakter nicht ausschliessen von diversen anderen Charaktereigenschaften. Ob die nun überwiegend positiv oder negativ sind, das steht wiederum auf einem ganz anderen Blatt.

Ich meine, diese Eigenschaften sollten überwiegend positiv sein, da ja allgemein Charaktereigenschaften auch andere Menschen und deren Verhalten beeinflussen.

Wenn negativen Charaktereigenschaften Machtbefugnisse übertragen werden, geht es irgendwann den Bach runter.

Ich weiss nicht, ob negativ beeinflusste Menschen unbedingt negative Personen mit Machtauftrag bevollmächtigen.

Zumindest haben sie dann einen Sündenbock, wenn ihre Rechnung so nicht aufgeht.

Hinzu kommt hier die Frage der Gene:

Du schliesst das quasi aus.

Ich denke schon, dass der Charakter der Menschen vorangelegt ist in seinen Genen.

Und hier wird es mit Sicherheit positive und negative geben.

Die weitere Lebenserfahrung wird hier den Ausschlag geben, was dominiert.


Ich nenne dir hier mal ein ganz persönliches Beispiel, das mich selbst sehr erstaunt hat.

Ich wurde als zäh benannt.

Das mag nun jeder wieder auslegen, wie es ihm beliebt.

Es kam von meinem Sohn, der seine Mutter wohl sehr kennt.

Das hat mich sehr erstaunt.

Ich musste da erstmal selbst drüber nach denken.

Ich habe es getan.

Ich kam zu dem Schluss:

er hat recht.

ich bin sehr geradlinig.
So ist mein Weg, so ist mein Charakter.

Es gibt viele Charaktere, die um Kurven sich enorm bemühen, das auszuschalten.

Die erkenne ich sofort.

Und das sind Charaktere, die nicht in mein Leben gehören.


.

Von dieser Sichtweise habe ich mich mittlerweile ziemlich entfernt. Charaktereigenschaften in stark und schwach einzuteilen, mag oberflächlich betrachtet ganz gut funktionieren, aber tiefergehend betrachtet kann man Charaktereigenschaften nicht bloß in schwarz und weiß einteilen. Auch vermeintlich schwache Eigenschaften können viel Stärke in sich tragen, sowie auch vermeintlich starke Eigenschaften Schwäche enthalten können. Es gibt so vieles zwischen diesem "stark & schwach". 

Deshalb mache ich Stärke und Schwäche weniger am Charakter fest, dieser spielt zwar auch eine Rolle, aber ich finde es viel aussagekräftiger wie jemand sein Leben mit all seinen Höhen und Tiefen meistert, und auch wie jemand mit seinen Mitmenschen umgeht.

Es gibt so viele verschiedene Arten von starken Menschen. 
Ich kann einen starken Charakter nicht nur in ein paar wenige Kategorien einordnen. 

Ich schließe die Gene nicht aus, aber ich teile die Ansicht, dass ein Charakter nur im kleinen genetisch bedingt ist, vor allem aber wird er geformt von äußeren Einflüssen, vom Leben und auch man selbst kann ihn meiner Meinung nach ziemlich weit nach belieben formen. Ich beschäftige mich öfter mit Persönlichkeitsentwicklung. Ich bin der Meinung, dass wir einen Großteil unseres Charakters in unserer eigenen Hand halten und formen können.

Bei positiven und negativen Charaktereigenschaften sehe ich es ähnlich... Es gibt so vieles zwischen diesen beiden.

Ein Beispiel welches ich mal woanders aufgeschnappt habe:
Ein wirklich armer Mann der in einem Laden Nahrung klaut, ist in unseren Augen ein schlechter Mensch, wir ahnen vielleicht nicht mal, dass er sehr arm ist. 

Wenn dieser Mann aber mit der Nahrung zu seinem kleinen Sohn kommt, den er alleine groß ziehen muss, dann ist der Mann für seinen Sohn der Held, weil er etwas zu essen besorgt hat. 

Es gibt nicht nur böse und gut, schlecht und positiv, stark und schwach. Das sind Begriffe an denen man sich nur oberflächlich orientieren kann. 

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23. August um 19:22
In Antwort auf mosaique.

Von dieser Sichtweise habe ich mich mittlerweile ziemlich entfernt. Charaktereigenschaften in stark und schwach einzuteilen, mag oberflächlich betrachtet ganz gut funktionieren, aber tiefergehend betrachtet kann man Charaktereigenschaften nicht bloß in schwarz und weiß einteilen. Auch vermeintlich schwache Eigenschaften können viel Stärke in sich tragen, sowie auch vermeintlich starke Eigenschaften Schwäche enthalten können. Es gibt so vieles zwischen diesem "stark & schwach". 

Deshalb mache ich Stärke und Schwäche weniger am Charakter fest, dieser spielt zwar auch eine Rolle, aber ich finde es viel aussagekräftiger wie jemand sein Leben mit all seinen Höhen und Tiefen meistert, und auch wie jemand mit seinen Mitmenschen umgeht.

Es gibt so viele verschiedene Arten von starken Menschen. 
Ich kann einen starken Charakter nicht nur in ein paar wenige Kategorien einordnen. 

Ich schließe die Gene nicht aus, aber ich teile die Ansicht, dass ein Charakter nur im kleinen genetisch bedingt ist, vor allem aber wird er geformt von äußeren Einflüssen, vom Leben und auch man selbst kann ihn meiner Meinung nach ziemlich weit nach belieben formen. Ich beschäftige mich öfter mit Persönlichkeitsentwicklung. Ich bin der Meinung, dass wir einen Großteil unseres Charakters in unserer eigenen Hand halten und formen können.

Bei positiven und negativen Charaktereigenschaften sehe ich es ähnlich... Es gibt so vieles zwischen diesen beiden.

Ein Beispiel welches ich mal woanders aufgeschnappt habe:
Ein wirklich armer Mann der in einem Laden Nahrung klaut, ist in unseren Augen ein schlechter Mensch, wir ahnen vielleicht nicht mal, dass er sehr arm ist. 

Wenn dieser Mann aber mit der Nahrung zu seinem kleinen Sohn kommt, den er alleine groß ziehen muss, dann ist der Mann für seinen Sohn der Held, weil er etwas zu essen besorgt hat. 

Es gibt nicht nur böse und gut, schlecht und positiv, stark und schwach. Das sind Begriffe an denen man sich nur oberflächlich orientieren kann. 

Deshalb meinte ich ja, es fliessen ganz viele unterschiedliche Charaktereigenschaften hinein, die letztendlich einen starken Charakter ausmachen.

Auch hier gibt es wieder eine subjektive Betrachtungsweise:

Was der eine als starken Charakter empfindet, findet ein anderer schwach.
Schwarz-weiss-Denken scheidet hier also grundsätzlich aus.

Wie der Deckel auf den Topf, der nicht auf jeden passt.

Du sagst, du machst nicht am Charakter fest. Was ist denn für dich Charakter? Zu Charakter zählen für mich z. B. auch die Gefühle der jeweiligen Person.
Sein Leben auch in Tiefzeiten zu meistern, das ist Charakterstärke. Ein charakterlich schwacher Mensch schafft das nciht, er gibt dann auf, ergibt sich seinem Schicksal, gibt sich selbst auf.

Inwieweit Charakter nun beeinflusst ist durch Gene und Lebenserfahrung, ich denke, darüber lohnt es sich nciht, hier zu debattieren, denn dann wüssten wir wohl mehr als die Forschung.

Und klar gibt es immer eine grosse Spannbreite, die wenigsten Menschen sind extrem, dazwischen gibt es immer Tendenzen in die eine oder andere Richtung.

In welche der Mensch sich beeinflussen lässt, in die positive, hier sehe ich z. B. Charakterstärke, um mal ein Beispiel zu nennen, oder in die negative, das empfände ich als eher schwach.

Mottospruch:

wer nicht kämpft hat schon verloren.

Dein Beispiel:

nein, so einen Mann würde ich nciht als charakterschwach empfinden.

Denn:

er kämpft, um sein Überleben.

Wie gesagt, die Spannbreite ist gross, Extreme haben keine Chance.




 

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