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Stammzellenforschung in Großbritannien erlaubt

19. April 2009 um 21:19

Hybride aus Menschen- und Tierzellen sind seid neustem in Großbritannien möglich. Ein neues Gesetz zum Thema Stammzellenforschung fand im britischen Parlament eine große Mehrheit. Man darf dort nun tierischen Eizellen entkernen und menschliche Zellkerne implantieren. So entsteht ein Embryo, eine Mischung aus Mensch und Tier!

Aufbewahrt werden diese Zellen mehrere Wochen, bis man dem Hybriden wertvolle Stammzellen entnehmen kann. Da die Nachfrage an Stammzellen viel höher ist als die zu Verfügung stehenden, originalen Menschenstammzellen, bedient man sich somit diesen Hybrid-Zellen, um schwere Krankheiten zu heilen.

Zellen von zwei genetisch verschiedenen Lebewesen, Tier und Mensch, können also jetzt im Labor miteinander verbunden werden, eine Chimäre wird erzeugt.

Man geht sogar einen Schritt weiter.
Es ist ebenfalls erlaubt, tierische Eizellen mit menschlichen Samenzellen zu befruchten, oder menschliche Eizellen mit tierischen Samenzellen.
Somit wäre es theoretisch in einem Jahrzehnt (oder Jahrzehnte) möglich, Lebewesen auf die Welt zu bringen, halb Mensch, halb Tier.

Einerseits kann dies Fortschritte bei der Erforschung von Krankheiten bedeuten, andererseits kann dieser erste Schritt der Türöffner für eine komplett neue Rassenordnung sein. Wird es bald Lebewesen wie Furries auf der Welt geben?

Obwohl ich ebenfalls gläubig bin sehe ich dem ganzen interessiert zu. Ich bin ein Befürworter dieser Medizin, da man so Menschenleben retten kann.

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23. April 2009 um 11:07

"möglich, Lebewesen auf die Welt zu bringen, halb Mensch, halb Tier"
das finde ich unheimlich!
und ich weiß nicht, ob mein ethisches gewissen damit konform geht. andererseits: WENN es funktioniert, dann nur mit Gottes wille.
ich habe mal gelesen: "der mensch kann nichts alleine erschaffen, er kann nur entdecken, was Gott längst erschaffen hat"
wäre das bei so einer entwicklung hinfällig?
oder ist es nicht Gott, der uns viel eher die möglichkeiten dazu gibt, all das zu entdecken? (missbrauch - gar nicht auszudenken! - inklusive?)

die andere frage ist:
was, wenn man damit völlig neue desaster hervorruft? krankheiten, die nie gekannt, die menschheit befallen?
heute haben stammzellen-therapierte patienten noch mit nebenwirkungen zu rechnen, in einzelfällen enstanden aus den verabreichten SZ sogar bösartige tumore...
also weiterforschen...



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23. April 2009 um 17:31
In Antwort auf lemonice73

"möglich, Lebewesen auf die Welt zu bringen, halb Mensch, halb Tier"
das finde ich unheimlich!
und ich weiß nicht, ob mein ethisches gewissen damit konform geht. andererseits: WENN es funktioniert, dann nur mit Gottes wille.
ich habe mal gelesen: "der mensch kann nichts alleine erschaffen, er kann nur entdecken, was Gott längst erschaffen hat"
wäre das bei so einer entwicklung hinfällig?
oder ist es nicht Gott, der uns viel eher die möglichkeiten dazu gibt, all das zu entdecken? (missbrauch - gar nicht auszudenken! - inklusive?)

die andere frage ist:
was, wenn man damit völlig neue desaster hervorruft? krankheiten, die nie gekannt, die menschheit befallen?
heute haben stammzellen-therapierte patienten noch mit nebenwirkungen zu rechnen, in einzelfällen enstanden aus den verabreichten SZ sogar bösartige tumore...
also weiterforschen...



Der Satz
dürfte eher der Sensationslust geschuldet sein. Fakt ist, eine echte Mischung ist NICHT möglich, wegen genetischer Unterschiede. Man kann ab einer bestimmten Differenz nicht einmal Tiere der gleichen Rasse miteinander kreuzen (ich sage nur, Chihuahua und Dogge...). Also das geht ganz einfach nicht. Gentechnik ist eine wesentlich kompliziertere und feinere Geschichte, als man es sich im allgemeinen vorstellt. Jedes Lebewesen, dass Zeugung und Entwicklung überlebt und dann noch ohne starke Defekte geboren wird, ist eigentlich ein kleines Wunder. Und auch wir alle, die es "geschafft" haben, haben übrigens alle Defekte bis obenhin - es sind nur keine, die lebenswichtige und/oder bemerkbare Faktoren betreffen würden. Und in dieses fragile Bauwerk mal eben eine völlig fremde Mischung bringen? Das geht nicht. Einzelne Gene sind schon schwer genug.

Fakt bleibt aber auch, dass man um die Forschung auch unter zuhilfenahme tierischer Materialien nicht drumherum kommt. Aids und Krebs sind nur die prominentesten Kandidaten, bei denen gerade die Gentechnik die Erlösung bringen könnte. Es gibt ja aber noch Parkinson und angeborene Krankheiten und und und...Dabei muss es nicht einmal immer um Veränderungen am Genmaterial des Menschen gehen, ein Forschungspunkt ist auch die Herstellung "intelligenter" Arzneimittel - wiederum zB im Fall von Aids. Da gibt es eine recht triviale theoretische Stoppmethode, das blöde ist nur, dass man dafür ein Arzneimittel braucht dass durch Zellenwände "schauen" kann. Und das hat noch keiner gefunden.

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23. April 2009 um 18:14
In Antwort auf polmanina

Der Satz
dürfte eher der Sensationslust geschuldet sein. Fakt ist, eine echte Mischung ist NICHT möglich, wegen genetischer Unterschiede. Man kann ab einer bestimmten Differenz nicht einmal Tiere der gleichen Rasse miteinander kreuzen (ich sage nur, Chihuahua und Dogge...). Also das geht ganz einfach nicht. Gentechnik ist eine wesentlich kompliziertere und feinere Geschichte, als man es sich im allgemeinen vorstellt. Jedes Lebewesen, dass Zeugung und Entwicklung überlebt und dann noch ohne starke Defekte geboren wird, ist eigentlich ein kleines Wunder. Und auch wir alle, die es "geschafft" haben, haben übrigens alle Defekte bis obenhin - es sind nur keine, die lebenswichtige und/oder bemerkbare Faktoren betreffen würden. Und in dieses fragile Bauwerk mal eben eine völlig fremde Mischung bringen? Das geht nicht. Einzelne Gene sind schon schwer genug.

Fakt bleibt aber auch, dass man um die Forschung auch unter zuhilfenahme tierischer Materialien nicht drumherum kommt. Aids und Krebs sind nur die prominentesten Kandidaten, bei denen gerade die Gentechnik die Erlösung bringen könnte. Es gibt ja aber noch Parkinson und angeborene Krankheiten und und und...Dabei muss es nicht einmal immer um Veränderungen am Genmaterial des Menschen gehen, ein Forschungspunkt ist auch die Herstellung "intelligenter" Arzneimittel - wiederum zB im Fall von Aids. Da gibt es eine recht triviale theoretische Stoppmethode, das blöde ist nur, dass man dafür ein Arzneimittel braucht dass durch Zellenwände "schauen" kann. Und das hat noch keiner gefunden.

Dann doch lieber tierische
als menschliche (embryonale) stammzellen...

ich gebe zu, ich kenne mich auf dem gebiet viel zu wenig (nahezu null) aus, um mit argumenten zu kommen, aber weil das thema sehr interessant ist, habe ich ein bisschen rumgegoogelt und eine seite gefunden,
http://www.welt.de/wissenschaft/medizin/article3302307/Schaffung-ethisch-korrekter-St ammzellen-in-Sicht.html
, laut der koreanische wissenschaftler eine methode gefunden haben, stammzellen OHNE embryonen und ohne zuhilfenahme von viren zu züchten.
das verringere auch das krebsrisiko, heißt es da.

es ist also genauso unaufhaltsam wie unentbehrlich.
trotzdem beunruhigt mich die vision von genmanipulierten lebewesen irgendwie...

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23. April 2009 um 18:29
In Antwort auf lemonice73

Dann doch lieber tierische
als menschliche (embryonale) stammzellen...

ich gebe zu, ich kenne mich auf dem gebiet viel zu wenig (nahezu null) aus, um mit argumenten zu kommen, aber weil das thema sehr interessant ist, habe ich ein bisschen rumgegoogelt und eine seite gefunden,
http://www.welt.de/wissenschaft/medizin/article3302307/Schaffung-ethisch-korrekter-St ammzellen-in-Sicht.html
, laut der koreanische wissenschaftler eine methode gefunden haben, stammzellen OHNE embryonen und ohne zuhilfenahme von viren zu züchten.
das verringere auch das krebsrisiko, heißt es da.

es ist also genauso unaufhaltsam wie unentbehrlich.
trotzdem beunruhigt mich die vision von genmanipulierten lebewesen irgendwie...

Das ist
im Moment alles noch Stochern im Nebel. Die Stammzellenforschung ist zu jung, als dass man wirklich großflächige und umfassende Untersuchungen hätte, und hirnrissige Gesamtverbote anstatt vernünftiger Regelungen und Kontrollen bremsen das umso mehr ab und schaffen ja gerade den Raum für fatale Fehler. Bleibt nur zu hoffen, dass man bald, wirklich bald erkennt, wie wichtig dieses Gebiet ist - und wie wichtig es ist, es in geregelten Rahmen zu fördern anstatt zu verbieten. Für unser aller Wohl.

Und Genmanipulation...nun ja. Kreuzungen sind nichts anderes, nur langsamer und "ungefährer". Dieses Panikgeschrei über genmanipuliertes Essen vergisst eben diesen kleinen Punkt. Insofern auch bei Lebewesen - warum nicht? Ob wir nun Widerstandskraft gegen einen gefährlichen Virus nach Dutzenden von Jahren und mit X Todesopfern gewinnen oder ohne all das durch eine direkte Genveränderung...was ist wohl humaner? Auch angeborene Krankheiten und Behinderungen könnte man damit von vorn herein ausschalten im Endeffekt. Darum geht es ja, nicht um Monsterwesen oder Designmenschen, wie die lieben Journalisten so gerne herumkreischen.

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24. April 2009 um 0:06
In Antwort auf polmanina

Das ist
im Moment alles noch Stochern im Nebel. Die Stammzellenforschung ist zu jung, als dass man wirklich großflächige und umfassende Untersuchungen hätte, und hirnrissige Gesamtverbote anstatt vernünftiger Regelungen und Kontrollen bremsen das umso mehr ab und schaffen ja gerade den Raum für fatale Fehler. Bleibt nur zu hoffen, dass man bald, wirklich bald erkennt, wie wichtig dieses Gebiet ist - und wie wichtig es ist, es in geregelten Rahmen zu fördern anstatt zu verbieten. Für unser aller Wohl.

Und Genmanipulation...nun ja. Kreuzungen sind nichts anderes, nur langsamer und "ungefährer". Dieses Panikgeschrei über genmanipuliertes Essen vergisst eben diesen kleinen Punkt. Insofern auch bei Lebewesen - warum nicht? Ob wir nun Widerstandskraft gegen einen gefährlichen Virus nach Dutzenden von Jahren und mit X Todesopfern gewinnen oder ohne all das durch eine direkte Genveränderung...was ist wohl humaner? Auch angeborene Krankheiten und Behinderungen könnte man damit von vorn herein ausschalten im Endeffekt. Darum geht es ja, nicht um Monsterwesen oder Designmenschen, wie die lieben Journalisten so gerne herumkreischen.

@Kreuzungen sind nichts anderes@
stimmt eigentlich--
kreuzungen und evolution haben dein und mein dasein überhaupt erst ermöglicht! unsere großväter und urgroßväter waren stark und resistent genug, seuchen, hungernöte, kriege, epidemien und erkältungen die ganze kindheit lang zu überstehen!
insofern macht es wirklich sinn, "der natur ein wenig nachzuhelfen".

aber es lässt sich doch auch nicht ausschliessen, dass in den kranken hirnen weniger wissenschaftler missbrauch erweckt wird und profitgier das gewissen ausschaltet, wenn irgendwelche superreichen DEN perfekten nachwuchs generieren lassen wollen - oder?
oder dass ganz andere furchtbare und vererbliche krankheiten damit einhergehen.
für solche phantasien braucht man keinen sensationsjournalismus - man nehme eine x-beliebige, wirklich nützliche errungenschaft der moderne und überprüfe die "missbrauch- und unfallquote"

versteh mich nicht falsch! dass starre verbote das thema verkehrt angehen, denke ich auch und ich sehe die notwendigkeit absolut ein. deine ausführungen haben mir viele antworten gegeben. (ist das eigentl allgemeinwissen oder kennst du dich speziell damit gut aus? ) bin vl nur etwas zu besorgt, mit solchen utopien...

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24. April 2009 um 0:17
In Antwort auf lemonice73

@Kreuzungen sind nichts anderes@
stimmt eigentlich--
kreuzungen und evolution haben dein und mein dasein überhaupt erst ermöglicht! unsere großväter und urgroßväter waren stark und resistent genug, seuchen, hungernöte, kriege, epidemien und erkältungen die ganze kindheit lang zu überstehen!
insofern macht es wirklich sinn, "der natur ein wenig nachzuhelfen".

aber es lässt sich doch auch nicht ausschliessen, dass in den kranken hirnen weniger wissenschaftler missbrauch erweckt wird und profitgier das gewissen ausschaltet, wenn irgendwelche superreichen DEN perfekten nachwuchs generieren lassen wollen - oder?
oder dass ganz andere furchtbare und vererbliche krankheiten damit einhergehen.
für solche phantasien braucht man keinen sensationsjournalismus - man nehme eine x-beliebige, wirklich nützliche errungenschaft der moderne und überprüfe die "missbrauch- und unfallquote"

versteh mich nicht falsch! dass starre verbote das thema verkehrt angehen, denke ich auch und ich sehe die notwendigkeit absolut ein. deine ausführungen haben mir viele antworten gegeben. (ist das eigentl allgemeinwissen oder kennst du dich speziell damit gut aus? ) bin vl nur etwas zu besorgt, mit solchen utopien...

Nunja
das mit den kranken Hirnen weniger Wissenschaftler ist natürlich eine theoretische Gefahr. Praktisch kam noch nie ein durchgeknallter Wissenschaftler mit Profitgier in der neueren Weltgeschichte vor, außer in einschlägenen Superhelden-Filmen. Das ist kein Zufall. Wer in die Wissenschaft geht, tut es nicht wegen Geld, das ist eine Berufung. Da knallt niemand mehr durch, als man bei Beginn schon ist, anders ausgedrückt Geniale Wissenschaftler haben die dumme Angewohnheit, sich für nichts außer ihrer Wissenschaft zu interessieren. Das schadet ihren Familien, aber bewahrt die Welt vor Superschurken. Und ich glaube man kann sich darauf recht sicher verlassen.

Was eine viel realere Gefahr darstellt, sind etwaige Sponsoren die die Ergebnisse dann tatsächlich missbrauchen oder nach links und rechts verschachern. Deswegen ist es ja so unerlässlich, dass der STAAT sich dessen annimmt und Forschungsräume schafft. Wer von Staats wegen nicht forschen darf oder kann, der geht ins Private. Und damit in die Grauzone, vor allem, da es auch noch keine klaren Gesetze oder Umgangsregeln gibt. Gentechnik gehört nicht in private Hände - aber der Staat behandelt sie wie eine heiße Kartoffel. Das kann tatsächlich zu Katastrophen führen.

Wegen meinem Auskennen - 2 Jahre Bio LK das dank Leidenschaft des Lehrers (der ist heute Professor glaube ich...seltener Fall) ein reiner Intensivkurs in Genetik und Gentechnik war. Sowas bleibt einem sehr lange in Erinnerung Ein Experte ist man damit natürlich nicht, aber wenigstens die wichtigsten Grundsätze habe ich drauf, und ich denke, gut drauf. Zumindest gut genug um diese Schreckensszenarien als purer und zuweilen schädlicher Unsinn erkennen zu können. Was mich umso mehr zu der Überzeugung bringt, dass es hier um reine Verkaufszahlenpanik geht, ich kann mir nicht vorstellen, dass man sich das normale Grundwissen nicht in ein paar Monaten gründlicher Recherche anlesen könnte, wenigstens so weit, dass man keine Märchen von Eselsmenschen erzählt oder Gurken die unsere Gene verändern...brrr.

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24. April 2009 um 0:30
In Antwort auf polmanina

Nunja
das mit den kranken Hirnen weniger Wissenschaftler ist natürlich eine theoretische Gefahr. Praktisch kam noch nie ein durchgeknallter Wissenschaftler mit Profitgier in der neueren Weltgeschichte vor, außer in einschlägenen Superhelden-Filmen. Das ist kein Zufall. Wer in die Wissenschaft geht, tut es nicht wegen Geld, das ist eine Berufung. Da knallt niemand mehr durch, als man bei Beginn schon ist, anders ausgedrückt Geniale Wissenschaftler haben die dumme Angewohnheit, sich für nichts außer ihrer Wissenschaft zu interessieren. Das schadet ihren Familien, aber bewahrt die Welt vor Superschurken. Und ich glaube man kann sich darauf recht sicher verlassen.

Was eine viel realere Gefahr darstellt, sind etwaige Sponsoren die die Ergebnisse dann tatsächlich missbrauchen oder nach links und rechts verschachern. Deswegen ist es ja so unerlässlich, dass der STAAT sich dessen annimmt und Forschungsräume schafft. Wer von Staats wegen nicht forschen darf oder kann, der geht ins Private. Und damit in die Grauzone, vor allem, da es auch noch keine klaren Gesetze oder Umgangsregeln gibt. Gentechnik gehört nicht in private Hände - aber der Staat behandelt sie wie eine heiße Kartoffel. Das kann tatsächlich zu Katastrophen führen.

Wegen meinem Auskennen - 2 Jahre Bio LK das dank Leidenschaft des Lehrers (der ist heute Professor glaube ich...seltener Fall) ein reiner Intensivkurs in Genetik und Gentechnik war. Sowas bleibt einem sehr lange in Erinnerung Ein Experte ist man damit natürlich nicht, aber wenigstens die wichtigsten Grundsätze habe ich drauf, und ich denke, gut drauf. Zumindest gut genug um diese Schreckensszenarien als purer und zuweilen schädlicher Unsinn erkennen zu können. Was mich umso mehr zu der Überzeugung bringt, dass es hier um reine Verkaufszahlenpanik geht, ich kann mir nicht vorstellen, dass man sich das normale Grundwissen nicht in ein paar Monaten gründlicher Recherche anlesen könnte, wenigstens so weit, dass man keine Märchen von Eselsmenschen erzählt oder Gurken die unsere Gene verändern...brrr.

Übersehen...
Wegen deiner Frage nach neuen Krankheiten. Also eigentlich weniger realistisch - wenn ich ein Gen ändere, ändere ich ein Gen. Ich ändere mein Immunsystem etc nicht. Problematisch wird es allerdings bei Genen, die nicht sooo gut erforscht sind. Jemandem das Haar von blond auf braun "schalten", das ist vorhersehbar unproblematisch. Ebenso das "Ausbessern" (angenommen man hätte die Technik dafür) eines defekten Gens und damit einer Erbkrankheit. Man ändert einen Zustand zwar zu einem anderen ab, aber man bleibt damit im Rahmen auch in der Natur vorkommender Prozesse. Teils kommt so etwas sogar bei natürlichen Funktionen vor. Zb sind Frauen bei vielen Erbkrankheiten (berühmtestes Beispiel, Bluter) nur Trägerinnen, während die Söhne einer Trägerin garantiert erkranken werden. Da hat die Genetik der Frau einen kleinen Vorteil: zwei X-Chromosome. Wenn nun eines defekt ist, also zb die Bluterkrankheit mitträgt (nicht alle, aber viele Erbkrankheiten sitzen auf den Geschlechtschromosomen), wird einfach das zweite "eingeschaltet". Nur, wenn auch das dann defekt ist, wird auch die Frau krank - das kommt jedoch ziemlich selten vor. Also hier passiert schon von Natur aus eine kleine Genmanipulation, wenn du so willst. In diese Richtung kann ein Zweig der Gentechnik gehen, gerade der, der sich mit Erbkrankheiten und Ähnlichem beschäftigt.
Ich hoffe es ist klar, was ich sagen will...ist jetzt natürlich auch alles etwas schematisch dargestellt.

Problematisch wird es allerdings wohl, wenn man etwas komplett Neues machen würde (wovon wir meeeilenweit entfernt sind ohnehin...). Denn da sind etwaige Kettenreaktionen im Körper zumindest mit den jetztigen Mitteln tatsächlich nicht absehbar. Dafür braucht es Forschung...viel Forschung. Allein schon, um die Funktionen und Wechselwirkungen im Körper überhaupt vollständig nachvollziehen zu können. Man knabbert ja immer noch an der Ursache fürs Altern herum, nicht mal das ist wirklich gänzlich klar (trotz glaube ich gefühlten 100 "Entdeckungen" des Altersgens...). Man hat erst in den letzten Monaten rausgefunden, warum Haare im Alter ergrauen. Also wirklich "Banalitäten", und nicht einmal die hat man im Moment voll nachvollzogen. Die Stammzellenforschung, um damit den Bogen zum Thema zu schließen, könnte auch gerade hier eine große Hilfe sein.

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