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Staatliche Überwachungssysteme in Deutschland

29. August 2012 um 16:13

Hallo,
Ich bin vor ein paar Wochen über ein paar youtube Videos auf das Thema Indect (Intelligentes Informationssystem zur Unterstützung von Überwachung,bildet die umfassende Videoüberwachung des öffentlichen Raums siehe wikipedia etc), auch mit dem Hinweis das am 20.10.2012 europaweite Proteste angesetzt sind gestoßen. Dabei sollen Computer in den Bildern von Überwachungskamers und von fliegenden Kamera-Drohnen vollautomatisch "abnormal" handelnde Menschen erkennen können, siehe wikipedia).(1945-1989?Deutschland)
Ich hatte das zuerst für einen schlechten Scherz gehalten, zuerst die Kamera Drohnen (-wo leben wir bitte schön?) und dann wegen den Kosten die das Projekt verschlungen hat (- warum werden davon keine Kitaplätze finanziert damit Erziehende arbeiten gehen können ohne stress wegen der Platzfindung zu haben?) und die neuen Kosten wegen der Umsetzung ( -nicht nur die Kameras kosten Geld) und wer bestimmt bitteschön was "abnormal" ist? Wer nicht, und wer Überwacht die Bewacher und wer sagt, dass die Daten nicht wie im Internet oder Firmen weitergegeben werden, zB um den Joghurt im Supermark besser verkaufen zu können oder um den Versicherungen zu sagen, ob jemand mehr bezahlen muss weil er bei rot über die Ampel geht?
Leider forschen die Leute nicht nur in Deutschland an Indect sondern auch in anderen Ländern an ähnlichen Systemen Trapwire (Amerika), Ceta und wie sie nicht alle heißen.
Ich gehöre jetzt nicht zu den Leuten die direkt Wahnvorstellungen bekommen, wenn eine Kamera auf sie gerichtet ist. An einigen Orten macht es durchaus Sinn. Aber eben nicht überall. Ich finde es einfach nicht in Ordnung, dass wieder alles still und heimlich hinter unseren Rücken besprochen wurde. Ich habe keine Lust auf eine zweite Stasi. Wie denkt ihr darüber?

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30. August 2012 um 16:57

Jo ist mir bekannt und bei den Piraten und Nerds schon lange nen Thema
ACTA kommt auch mit ipred2 wieder , Die Schlacht ist leider nicht gewonnen.

Du musst dazu auch die Bundeswehren im Inneren in dem Kontext sehn, was auch nen verfassungsbruch war den die CDU uns da aufgehetzt hat.

Das man gegen die dreisten Befugnisse unsere Ermittlungsbehörden sich nicht aufregen vermag wenn man von der Bild geblendet ist, ist die eine Sache, aber Militäreinsätze im Inneren dagegen, lassen instinktiv Erinnerungen aus dem finstersten Kapitel unseres Landes wach werden. Die Gleichschaltung von Exekutive und Militär hatte im Nazideutschland zu Denunziantentum und Überwachung geführt. Von der Verschmelzung der SS mit den Polizeiorganen bis zu den späteren Standgerichten: Die unseelige Verbindung brachte Staatsterror und Gewalt in die zivile Gesellschaft. Wem dieser Zusammenhang zu entfernt scheint, sei ein Besuch der Wehrmachtsaustellung empfohlen. Als Deutschland dann in den frühen Jahren der Republikgründung die ersten Soldaten rekrutierte, war das rigorose Verbot eines Einsatzes im Inneren der selbstverständliche Schluß aus der eigenen Vergangenheit.

Heute wissen wir, das der gesellschaftlicher Friede, das Vertrauen ins Gemeinwesen und der Schutz der Privatsphäre am besten vor Terroranschlägen schützen. Keiner der Überwachungsorgane in den geheimdienstlich so hochgerüsteten Vereinigten Staaten konnte 9/11 verhindern. Trotzdem hat sich die Doktrin der Überwachung in den konservativen Bereichen der westlichen Gesellschaften festgefressen. Die vom Gericht festgeschriebene Grenze der ungewöhnlichen Ausnahmesituationen katastrophischen Ausmaßes ist ein viel zu schwammiger Begriff und illustriert die Gefahr von Missbrauch in einem einfachen Planspiel.


Das Europaweit im Test befindliche INDECT Überwachungssystem generiert aus falschen Schlussfolgerungen und Kombinationen von Quellenüberwachung eine Terrorwarnung, die zu einem unmittelbaren Aufmarsch von bewaffneten Bundeswehreinheiten an neuralgischen Punkten in der Bundesrepublik führt. Hitzige Kundgebungen und darauf folgende Demonstrationen münden in katastrophale Szenarios an deren Ende auch eine gewalttätige Auseinandersetzungen mit dem Militär stehen könnte. Was nach einer schlecht inszenierten Katastrophensoap klingt, kann in der Realität schnell durch Fehlentscheidungen zu Bürgerkriegsähnlichen Situationen führen. Und wirkliche Terrorgefahr wächst besonders im Schatten verunsicherter Gesellschaften.
Zum Tode entschlossene Attentäter lassen sich auch nicht durch eine militärische Drohkulisse abschrecken, die übrigens dann auch immer in einem angeregten Alarmmodus bereit stehen müßte.

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30. August 2012 um 17:22

Ich hoffe hier beteiligen sich mal
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9. September 2012 um 20:52

Sagt dir vielleicht Gladio etwas?
Man munkelt dass es heute in den westlichen Ländern immernoch solche Strukturen gibt. http://de.wikipedia.org/wiki/Bande_von_Nijvel die belgische nijvel gang oder braband killerbande zeigt auch schöne parrallelen zu unseren Nazi/Geheimdienst Geschichtchen . Aber naja, ist auch alles bislang nur Verschwörung ^^

Zumindest zeigt die Geschichte dass es nicht unschlössig/unlogisch wäre anhand Gladio oder auch die Werfwolf Einheit der Deutschen im 2 WK.

Kleiner Witz am Rande, welcher ist der beste Geheimdienst auf der Welt?
Der dänische(die haben auch einen^^), oder hast du je von dem gehört? so gut sind sie =D

Wem Geheimdienstanektoden interessierne, muss unbedingt mal den podcast hier anhören (ca 2 stunden)http://alternativlos.org/8/
Genau genommen können wir dankbar sein, dass die Geheimdienstler meistens alles Pfeiffen sind(oder zumindest zu Zeiten des kalten krieges oO), es gab im Hintergrund allein durch technische Fehler , Fehlinformationen und Fehlinterpretationen so haar scharfe Gelegenheiten für den 3 Weltkrieg wie bei der Kuba kriese . Fand ich echt spannend^^



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