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Spreu und Weizen

3. März um 21:25 Letzte Antwort: 12. März um 11:20

Wie sucht ihr euch eure Freunde aus?

Es kommen massenhaft Menschen auf einen zu, der eine nimmt mit, was er kriegen kann, bezeichnet diese als " Freunde".
Der andere lässt auch auf sich zukommen, sortiert dann aber sehr.

Ich zähle mich eher zu diesem Typus.
Ich brauche keine Masse,
Ich verstehe auch nicht, warum Menschen " Massenfreunde" haben und sein müssen.

Für mich zählt der Mensch, seine Individualität, seine äusserst eigene Persönlichkeit.

Mit der ich mich dann gern näher befasse.

Ich bin da dann auch äusserst gradlinig beim " Aussortieren", es fängt an mit offen zu allen Seiten.
Letztendlich bin ich dann aber sehr froh, und es wundert mich auch gar nicht, wenn da wenige übrig bleiben.

Weil ich weiss:

das sind die Guten!

 

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4. März um 11:27

ich habe auch nur wenige sehr gute freunde.
aber auf die wenigen kann ich mich immer 100% verlassen.
auch mein beruf schreckt viele "neue freunde" ab.

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4. März um 11:32
In Antwort auf natascha2109

ich habe auch nur wenige sehr gute freunde.
aber auf die wenigen kann ich mich immer 100% verlassen.
auch mein beruf schreckt viele "neue freunde" ab.

Was hast du denn für einen schlimmen Beruf?

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4. März um 11:35
In Antwort auf janito

Was hast du denn für einen schlimmen Beruf?

das sag ich dir nur in einer pN.

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4. März um 13:20

Jetzt sind wir aber Alle neugierig

Wirkliche Freunde habe ich sehr wenige ...ich kann sie auf einer Hand abzählen ,
wobei ich das große Glück hatte , eine wirkliche Lebensfreundin gehabt zu haben ,
die ich nie ersetzen kann und will..
Es ist jedoch immer schön , Einige , wenige , Menschen um sich zu wissen ,
auf welche man zählen kann ...

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4. März um 13:37
In Antwort auf noah_18500950

Wie sucht ihr euch eure Freunde aus?

Es kommen massenhaft Menschen auf einen zu, der eine nimmt mit, was er kriegen kann, bezeichnet diese als " Freunde".
Der andere lässt auch auf sich zukommen, sortiert dann aber sehr.

Ich zähle mich eher zu diesem Typus.
Ich brauche keine Masse,
Ich verstehe auch nicht, warum Menschen " Massenfreunde" haben und sein müssen.

Für mich zählt der Mensch, seine Individualität, seine äusserst eigene Persönlichkeit.

Mit der ich mich dann gern näher befasse.

Ich bin da dann auch äusserst gradlinig beim " Aussortieren", es fängt an mit offen zu allen Seiten.
Letztendlich bin ich dann aber sehr froh, und es wundert mich auch gar nicht, wenn da wenige übrig bleiben.

Weil ich weiss:

das sind die Guten!

 

aussortieren - klar. Nach Sympathie und Kompatibilität.
Vor allem halte ich es mit dem Sprichwort "ein Freund ist jemand, der Dich mag, obwohl er Dich kennt".

"Die guten" gibt es in meiner Weltsicht genauso wenig wie "die Bösen / Schlechten / ..." Jeder von uns ist beides. Immer.

 

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4. März um 18:52

Ich habe sehr gute Freunde die ich seit laaangen Jahren kenne. Eine beste Freundin seit Schultagen. Unsere Freundschaft hat alle Veränderungen des Lebens überlebt. Unsere Töchter sind auch gute Freundinnen geworden. 

Andere habe ich im Laufe des Berufslebens kennengelernt. Eine Freundin die irgendwann meine Praktikantin war ist auch zu meiner Familie geworden. Ihre Tochter ist mein Patenkind. 

Ich lerne aber auch neue Freunde kennen. Nur sehr sehr wenige werden wirklich zu Freunden. Dabei muss bei mir viel stimmen. Es geht mir nicht um völlige Kompatibilität. Das ist mir gar nicht wichtig. 

Es geht um Authentizität und dass die Person "moralisch" passend ist. Das ist schwer zu erklären. Ich könnte nie mit jemand befreundet sein der/der seine Tiere oder Kinder vernachlässigt. Das ist ein nogo. 

Ich könnte auch nie mit jemanden befreundet sein der schwächere runter macht und intolerant gegenüber anderer Lebensentwürfe ist. Das ist ein deal breaker. 

Da ich sehr introvertiert bin und mit mir alleine hoechst zufrieden ist es mir völlig unwichtig von möglichst vielen a Personen gemocht zu werden. Künstliche Freundschaften nur weil man gemocht werden will sind also gar nicht mein Ding. 

 

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4. März um 20:16
In Antwort auf tahnee_12117418

Ich habe sehr gute Freunde die ich seit laaangen Jahren kenne. Eine beste Freundin seit Schultagen. Unsere Freundschaft hat alle Veränderungen des Lebens überlebt. Unsere Töchter sind auch gute Freundinnen geworden. 

Andere habe ich im Laufe des Berufslebens kennengelernt. Eine Freundin die irgendwann meine Praktikantin war ist auch zu meiner Familie geworden. Ihre Tochter ist mein Patenkind. 

Ich lerne aber auch neue Freunde kennen. Nur sehr sehr wenige werden wirklich zu Freunden. Dabei muss bei mir viel stimmen. Es geht mir nicht um völlige Kompatibilität. Das ist mir gar nicht wichtig. 

Es geht um Authentizität und dass die Person "moralisch" passend ist. Das ist schwer zu erklären. Ich könnte nie mit jemand befreundet sein der/der seine Tiere oder Kinder vernachlässigt. Das ist ein nogo. 

Ich könnte auch nie mit jemanden befreundet sein der schwächere runter macht und intolerant gegenüber anderer Lebensentwürfe ist. Das ist ein deal breaker. 

Da ich sehr introvertiert bin und mit mir alleine hoechst zufrieden ist es mir völlig unwichtig von möglichst vielen a Personen gemocht zu werden. Künstliche Freundschaften nur weil man gemocht werden will sind also gar nicht mein Ding. 

 

naja, das ist doch "Kompatibilität" oder?

Jemand, mit dem ich befreundet sein kann, muss nicht der gleichen Meinung sein wie ich - keineswegs. Aber keine moralischen Werte vertreten, die meinen entgegen stehen (oder welche völlig vernachlässigen, die für mich wichtig sind). Er muss mit meiner Art klar kommen - und ich mit seiner.
Das sind zum Teil solche Dinge wie .... aus Erfahrung mache ich einen möglichst riiiiiiieeeeeesen großen Bogen um Menschen, die sich selbst als "nett" und - noch kritischer "hilfsbereit" bezeichnen. Aber auch sowas wie gleiche Streitkultur oder ähnliche Kommunikatioskultur allgemein. Mit jemandem, dem es wichtig ist, dass man sich "regelmässig meldet" - ob es etwas zu sagen gibt oder nicht - würde es bei mir nichts werden. Bei jemandem, dem Geburtstagsglückwünsche wichtig sind, hätte ich keine Chance, da komme ich auch mit Einträgen in 3 oder 5 verschiedenen Kalendern nur auf unter 50% Trefferquote - hätte ich verka***, aber gründlich.
Genau wie .... zig andere Punkte, da "nicht kompatibel".

Ist man hingegen kompatibel und kommt Sympathie hinzu... kann es gut was werden mit der Freundschaft.Wenn beide wollen und was daraus machen. Und ja, Freunde sind etwas seltenes.

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5. März um 12:45
In Antwort auf avarrassterne1

naja, das ist doch "Kompatibilität" oder?

Jemand, mit dem ich befreundet sein kann, muss nicht der gleichen Meinung sein wie ich - keineswegs. Aber keine moralischen Werte vertreten, die meinen entgegen stehen (oder welche völlig vernachlässigen, die für mich wichtig sind). Er muss mit meiner Art klar kommen - und ich mit seiner.
Das sind zum Teil solche Dinge wie .... aus Erfahrung mache ich einen möglichst riiiiiiieeeeeesen großen Bogen um Menschen, die sich selbst als "nett" und - noch kritischer "hilfsbereit" bezeichnen. Aber auch sowas wie gleiche Streitkultur oder ähnliche Kommunikatioskultur allgemein. Mit jemandem, dem es wichtig ist, dass man sich "regelmässig meldet" - ob es etwas zu sagen gibt oder nicht - würde es bei mir nichts werden. Bei jemandem, dem Geburtstagsglückwünsche wichtig sind, hätte ich keine Chance, da komme ich auch mit Einträgen in 3 oder 5 verschiedenen Kalendern nur auf unter 50% Trefferquote - hätte ich verka***, aber gründlich.
Genau wie .... zig andere Punkte, da "nicht kompatibel".

Ist man hingegen kompatibel und kommt Sympathie hinzu... kann es gut was werden mit der Freundschaft.Wenn beide wollen und was daraus machen. Und ja, Freunde sind etwas seltenes.


avarrassterne, wenn ich sage, ich helfe recht gerne, falls ich kann. Findest du das auch schlimm?
Ist zwar OT, aber sagtest du nicht mal, dass du auch Altruisten blöd findest?

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5. März um 14:03
In Antwort auf etzel_18582783


avarrassterne, wenn ich sage, ich helfe recht gerne, falls ich kann. Findest du das auch schlimm?
Ist zwar OT, aber sagtest du nicht mal, dass du auch Altruisten blöd findest?

nein, ich sagte, dass ich mit Altruisten gar nicht klar komme - dem ist auch immer noch so und so wird es bleiben, ja. Das ist (zumindest für mich) ein ziemlich wichtiger Unterschied zu "finde ich blöd".

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5. März um 14:08
In Antwort auf avarrassterne1

nein, ich sagte, dass ich mit Altruisten gar nicht klar komme - dem ist auch immer noch so und so wird es bleiben, ja. Das ist (zumindest für mich) ein ziemlich wichtiger Unterschied zu "finde ich blöd".

genau wie ich auch nicht "schlimm" finde, wenn jemand von sich sagt, dass er gern anderen hilft. - Es sind nur Menschen, von denen ich mich (in ihrem und meinem Interesse) möglichst fern halte und die nie meine Freunde sein werden.
Aber "schlimm" ist das deswegen noch lange nicht. Jede/r wie er/sie mag, wenn das mit mir nicht zusammen passt, ist das doch aber keine Wertung.
Deswegen spreche ich (hoffentlich immer) auch von "Kompatibilität". Ich finde Egoisten nicht schlimm und Alturisten nicht schlimm. Nur mit den ersteren komme ich klar, mit letzteren nicht.

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5. März um 15:07
In Antwort auf avarrassterne1

nein, ich sagte, dass ich mit Altruisten gar nicht klar komme - dem ist auch immer noch so und so wird es bleiben, ja. Das ist (zumindest für mich) ein ziemlich wichtiger Unterschied zu "finde ich blöd".


Ich wollte mich auch nicht wertend ausdrücken. Aber du hast mal erklärt wieso du das findest und mir hat das eingeleuchtet. Leider vegass ich was du sagtest und wollte das nochmals gerne hören. Nur darum habe ich gefragt. 

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5. März um 17:00
In Antwort auf etzel_18582783


Ich wollte mich auch nicht wertend ausdrücken. Aber du hast mal erklärt wieso du das findest und mir hat das eingeleuchtet. Leider vegass ich was du sagtest und wollte das nochmals gerne hören. Nur darum habe ich gefragt. 

dann frag mich doch danach

Hat verschiedene Gründe.
Der hauptsächliche: ich bin nicht so die hellste Kerze auf der Torte, wenn es darum geht, die Erwartungen und vor allem auch die Grenzen anderer Menschen zu erkennen. Eher im Gegenteil.
Menschen, die gern helfen sind idR. Menschen, die nicht sehr sorgfältig darauf achten, dass Ihre Grenzen dabei gewahrt bleiben, das liegt dann in der Verantwortung des anderen - und bei mir ist es in verdammt schlechten Händen.
Es ist mir schon mehrfach passiert, dass sich auf diesem Wege jemand von mir ausgenutzt fühlte, ohne dass ich das überhaupt bemerkt, geschweige denn beabsichtigt habe. Und jemanden auszunutzen ist etwas, was ich weder machen noch über mich gesagt wissen möchte.

Der zweite hat auch wieder mit Grenzen zu tun - ich verstehe das Ganze (die Mechanismen, Erwartungen, Ansichten... ) nicht so wirklich.
Es ist nicht so, dass ich nie jemandem helfe, auch wenn ich mich als bekennenden Egoisten sehe. Aber mich damit auszunutzen ist schlichtweg gar nicht möglich.
Ich helfe jemanden mal bei der Gartenarbeit. Weil ich selbst keinen Garten habe und das ab und an durchaus nice und entspannend finde (immer wäre es sicher furchtbar, aber paar mal im Jahr... ). Oder bei Bewerbungen, weil mich das interessiert. Oder ich bezahle jemandem, der das Geld selbst nicht hat / nicht dafür ausgeben will oder kann, den Abend im Club / Restaurant  oder die Woche Besuch bei mir oder manchmal auch den Urlaub. Weil mir der gemeinsame Abend oder die Zeit auf Besuch oder der gemeinsame Urlaub eben mehr wert ist als das Geld. Oder ... - allem gemeinsam ist: der Gegenwert für mich ist quasi automatisch inklusive. Keine Erwartungshaltung, dass derjenige jetzt "dankbar" ist, nie wieder meinen Geburtstag vergißt bis ans Ende aller Tage oder mich dafür das nächste Mal zum Essen einlädt oder sonst irgendwas. 
Bei allen, die sich selbst als "Egoisten" sehen, weiß ich, dass es genau so ist. Wenn ich da eine Einladung / ein Hilfsangebot bekomme, werden die Bedingungen entweder sofort und im Klartext genannt (ala "ich helfe Dir im Garten, wenn Du dafür mal meinen PC flott machst / mir 20 Geld gibst / ..." ) - oder es gibt keine Bedingungen bzw. Erwartungen, weil der Ausgleich per se inklusive ist.
Bei Nicht-Egoisten gibt es die Bedingungen / Erwartungen aber immer - nur werden sie nie genannt. Hat für mich etwas von "Katze im Sack kaufen". Ich nehme also die Hilfe bei der Gartenarbeit von X an - wenn X aber 5 Monate später plötzlich umziehen will / muss und ich nicht als Umzugshelfer antrete, ist X sauer, beleidigt und fühlt sich ausgenutzt.
Und nein, ich helfe NIE bei Umzügen, ich hasse Umzüge, ich hasse die Tätigkeit und den Rahmen.
Nur weiß ich beim Annehmen der Hillfe für den Garten im Juni noch gar nicht, dass ich mich damit für November als Umzugshelfer zwangsverpflichte oder das @r...l... vom Dienst bin. - oder lügen muss, dass ich da gerade krank bin oder sonst irgend ein überzeugendes Alibi für "nein, das möchte ich NICHT" auftue (nein, ist nicht so wörtlich und starr gemeint, sondern nur ein Beispiel)

Letzter Punkt, der mir auf die Schnelle einfällt: ich bin auch niemand, der gern Hilfe annimmt. Die Hilfe eines Altruisten ABZULEHNEN ist aber zum ersten manchmal echt harte Arbeit - ein schlichtes "Nein, Danke" tut es da nun einmal selten, da wird eine min. 1/2h - Debatte daraus, an deren Ende mein Gegenüber sehr wahrscheinlich - zum zweiten - auch noch beleidigt / gekränkt ist. Total lustig und entspannend...
 

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5. März um 17:24
In Antwort auf avarrassterne1

dann frag mich doch danach

Hat verschiedene Gründe.
Der hauptsächliche: ich bin nicht so die hellste Kerze auf der Torte, wenn es darum geht, die Erwartungen und vor allem auch die Grenzen anderer Menschen zu erkennen. Eher im Gegenteil.
Menschen, die gern helfen sind idR. Menschen, die nicht sehr sorgfältig darauf achten, dass Ihre Grenzen dabei gewahrt bleiben, das liegt dann in der Verantwortung des anderen - und bei mir ist es in verdammt schlechten Händen.
Es ist mir schon mehrfach passiert, dass sich auf diesem Wege jemand von mir ausgenutzt fühlte, ohne dass ich das überhaupt bemerkt, geschweige denn beabsichtigt habe. Und jemanden auszunutzen ist etwas, was ich weder machen noch über mich gesagt wissen möchte.

Der zweite hat auch wieder mit Grenzen zu tun - ich verstehe das Ganze (die Mechanismen, Erwartungen, Ansichten... ) nicht so wirklich.
Es ist nicht so, dass ich nie jemandem helfe, auch wenn ich mich als bekennenden Egoisten sehe. Aber mich damit auszunutzen ist schlichtweg gar nicht möglich.
Ich helfe jemanden mal bei der Gartenarbeit. Weil ich selbst keinen Garten habe und das ab und an durchaus nice und entspannend finde (immer wäre es sicher furchtbar, aber paar mal im Jahr... ). Oder bei Bewerbungen, weil mich das interessiert. Oder ich bezahle jemandem, der das Geld selbst nicht hat / nicht dafür ausgeben will oder kann, den Abend im Club / Restaurant  oder die Woche Besuch bei mir oder manchmal auch den Urlaub. Weil mir der gemeinsame Abend oder die Zeit auf Besuch oder der gemeinsame Urlaub eben mehr wert ist als das Geld. Oder ... - allem gemeinsam ist: der Gegenwert für mich ist quasi automatisch inklusive. Keine Erwartungshaltung, dass derjenige jetzt "dankbar" ist, nie wieder meinen Geburtstag vergißt bis ans Ende aller Tage oder mich dafür das nächste Mal zum Essen einlädt oder sonst irgendwas. 
Bei allen, die sich selbst als "Egoisten" sehen, weiß ich, dass es genau so ist. Wenn ich da eine Einladung / ein Hilfsangebot bekomme, werden die Bedingungen entweder sofort und im Klartext genannt (ala "ich helfe Dir im Garten, wenn Du dafür mal meinen PC flott machst / mir 20 Geld gibst / ..." ) - oder es gibt keine Bedingungen bzw. Erwartungen, weil der Ausgleich per se inklusive ist.
Bei Nicht-Egoisten gibt es die Bedingungen / Erwartungen aber immer - nur werden sie nie genannt. Hat für mich etwas von "Katze im Sack kaufen". Ich nehme also die Hilfe bei der Gartenarbeit von X an - wenn X aber 5 Monate später plötzlich umziehen will / muss und ich nicht als Umzugshelfer antrete, ist X sauer, beleidigt und fühlt sich ausgenutzt.
Und nein, ich helfe NIE bei Umzügen, ich hasse Umzüge, ich hasse die Tätigkeit und den Rahmen.
Nur weiß ich beim Annehmen der Hillfe für den Garten im Juni noch gar nicht, dass ich mich damit für November als Umzugshelfer zwangsverpflichte oder das @r...l... vom Dienst bin. - oder lügen muss, dass ich da gerade krank bin oder sonst irgend ein überzeugendes Alibi für "nein, das möchte ich NICHT" auftue (nein, ist nicht so wörtlich und starr gemeint, sondern nur ein Beispiel)

Letzter Punkt, der mir auf die Schnelle einfällt: ich bin auch niemand, der gern Hilfe annimmt. Die Hilfe eines Altruisten ABZULEHNEN ist aber zum ersten manchmal echt harte Arbeit - ein schlichtes "Nein, Danke" tut es da nun einmal selten, da wird eine min. 1/2h - Debatte daraus, an deren Ende mein Gegenüber sehr wahrscheinlich - zum zweiten - auch noch beleidigt / gekränkt ist. Total lustig und entspannend...
 

sorry  habe falsch gefragt! Ja, die Menschen, die Dankbarkeit erwarten finde ich auch nicht gut. Manchmal wittere ich das auch bei der Freiwilligenarbeit. Dauernd wollen sie Dankbarkeit, unausgesprochen natürlich!

Danke für deine ausführliche Antwort! 

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5. März um 17:33
In Antwort auf etzel_18582783

sorry  habe falsch gefragt! Ja, die Menschen, die Dankbarkeit erwarten finde ich auch nicht gut. Manchmal wittere ich das auch bei der Freiwilligenarbeit. Dauernd wollen sie Dankbarkeit, unausgesprochen natürlich!

Danke für deine ausführliche Antwort! 


Und kann dir auch voll zustimmen! 

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9. März um 20:14
In Antwort auf avarrassterne1

naja, das ist doch "Kompatibilität" oder?

Jemand, mit dem ich befreundet sein kann, muss nicht der gleichen Meinung sein wie ich - keineswegs. Aber keine moralischen Werte vertreten, die meinen entgegen stehen (oder welche völlig vernachlässigen, die für mich wichtig sind). Er muss mit meiner Art klar kommen - und ich mit seiner.
Das sind zum Teil solche Dinge wie .... aus Erfahrung mache ich einen möglichst riiiiiiieeeeeesen großen Bogen um Menschen, die sich selbst als "nett" und - noch kritischer "hilfsbereit" bezeichnen. Aber auch sowas wie gleiche Streitkultur oder ähnliche Kommunikatioskultur allgemein. Mit jemandem, dem es wichtig ist, dass man sich "regelmässig meldet" - ob es etwas zu sagen gibt oder nicht - würde es bei mir nichts werden. Bei jemandem, dem Geburtstagsglückwünsche wichtig sind, hätte ich keine Chance, da komme ich auch mit Einträgen in 3 oder 5 verschiedenen Kalendern nur auf unter 50% Trefferquote - hätte ich verka***, aber gründlich.
Genau wie .... zig andere Punkte, da "nicht kompatibel".

Ist man hingegen kompatibel und kommt Sympathie hinzu... kann es gut was werden mit der Freundschaft.Wenn beide wollen und was daraus machen. Und ja, Freunde sind etwas seltenes.

Ja, das stimmt schon, das ist schon eine Kompatibilität. 

Ich habe mich wahrscheinlich ziemlich schlecht ausgedrückt. 

🤔

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12. März um 9:30
In Antwort auf avarrassterne1

dann frag mich doch danach

Hat verschiedene Gründe.
Der hauptsächliche: ich bin nicht so die hellste Kerze auf der Torte, wenn es darum geht, die Erwartungen und vor allem auch die Grenzen anderer Menschen zu erkennen. Eher im Gegenteil.
Menschen, die gern helfen sind idR. Menschen, die nicht sehr sorgfältig darauf achten, dass Ihre Grenzen dabei gewahrt bleiben, das liegt dann in der Verantwortung des anderen - und bei mir ist es in verdammt schlechten Händen.
Es ist mir schon mehrfach passiert, dass sich auf diesem Wege jemand von mir ausgenutzt fühlte, ohne dass ich das überhaupt bemerkt, geschweige denn beabsichtigt habe. Und jemanden auszunutzen ist etwas, was ich weder machen noch über mich gesagt wissen möchte.

Der zweite hat auch wieder mit Grenzen zu tun - ich verstehe das Ganze (die Mechanismen, Erwartungen, Ansichten... ) nicht so wirklich.
Es ist nicht so, dass ich nie jemandem helfe, auch wenn ich mich als bekennenden Egoisten sehe. Aber mich damit auszunutzen ist schlichtweg gar nicht möglich.
Ich helfe jemanden mal bei der Gartenarbeit. Weil ich selbst keinen Garten habe und das ab und an durchaus nice und entspannend finde (immer wäre es sicher furchtbar, aber paar mal im Jahr... ). Oder bei Bewerbungen, weil mich das interessiert. Oder ich bezahle jemandem, der das Geld selbst nicht hat / nicht dafür ausgeben will oder kann, den Abend im Club / Restaurant  oder die Woche Besuch bei mir oder manchmal auch den Urlaub. Weil mir der gemeinsame Abend oder die Zeit auf Besuch oder der gemeinsame Urlaub eben mehr wert ist als das Geld. Oder ... - allem gemeinsam ist: der Gegenwert für mich ist quasi automatisch inklusive. Keine Erwartungshaltung, dass derjenige jetzt "dankbar" ist, nie wieder meinen Geburtstag vergißt bis ans Ende aller Tage oder mich dafür das nächste Mal zum Essen einlädt oder sonst irgendwas. 
Bei allen, die sich selbst als "Egoisten" sehen, weiß ich, dass es genau so ist. Wenn ich da eine Einladung / ein Hilfsangebot bekomme, werden die Bedingungen entweder sofort und im Klartext genannt (ala "ich helfe Dir im Garten, wenn Du dafür mal meinen PC flott machst / mir 20 Geld gibst / ..." ) - oder es gibt keine Bedingungen bzw. Erwartungen, weil der Ausgleich per se inklusive ist.
Bei Nicht-Egoisten gibt es die Bedingungen / Erwartungen aber immer - nur werden sie nie genannt. Hat für mich etwas von "Katze im Sack kaufen". Ich nehme also die Hilfe bei der Gartenarbeit von X an - wenn X aber 5 Monate später plötzlich umziehen will / muss und ich nicht als Umzugshelfer antrete, ist X sauer, beleidigt und fühlt sich ausgenutzt.
Und nein, ich helfe NIE bei Umzügen, ich hasse Umzüge, ich hasse die Tätigkeit und den Rahmen.
Nur weiß ich beim Annehmen der Hillfe für den Garten im Juni noch gar nicht, dass ich mich damit für November als Umzugshelfer zwangsverpflichte oder das @r...l... vom Dienst bin. - oder lügen muss, dass ich da gerade krank bin oder sonst irgend ein überzeugendes Alibi für "nein, das möchte ich NICHT" auftue (nein, ist nicht so wörtlich und starr gemeint, sondern nur ein Beispiel)

Letzter Punkt, der mir auf die Schnelle einfällt: ich bin auch niemand, der gern Hilfe annimmt. Die Hilfe eines Altruisten ABZULEHNEN ist aber zum ersten manchmal echt harte Arbeit - ein schlichtes "Nein, Danke" tut es da nun einmal selten, da wird eine min. 1/2h - Debatte daraus, an deren Ende mein Gegenüber sehr wahrscheinlich - zum zweiten - auch noch beleidigt / gekränkt ist. Total lustig und entspannend...
 

Da finde ich mich tatsächlich zu 100 Prozent drin wieder 

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12. März um 11:20
In Antwort auf zahrakhan

Da finde ich mich tatsächlich zu 100 Prozent drin wieder 

ungemein beruhigend, dass ich nicht die einzige bin, der es so geht

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