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Soll die Tuerkei EU-Mitglied werden?

28. April 2005 um 21:17

Bloß nicht!
Ich wüsste auch keinen einzigen Punkt, der absolut dafür sprechen würde, dass die Türkei ein "Teil von uns wird".

Besser, die bleiben da, wo sie hingehören, wir haben so oder so genug Einwanderer von der Seite (und genug Probleme)...

lg mysticdevil

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28. April 2005 um 22:10

Die EU ist sowieso zum Scheitern verurteilt, und wenn die Türkei irgendwann mal beitrittsreif ist...
...wird sie gar nicht mehr beitreten wollen!

Was werden die denn in 10-20 Jahren in einer stillstehenden Mega-Bürokratie noch wollen?
Die nächsten 3000 Jahre muss die EU erst einmal zig Milliarden in zweite Welt Mitgliedsstaaten wie Rumänien und Bulgarien pumpen, denn deren Wirtschaftskraft muss erst mal verzehnfacht (!) werden um sich dem Niveau der Alt-EU von heute nur anzugleichen.

In 20 Jahren sind bestimmt noch andere wohlhabende Länder beigetreten...die Ukraine, Russland und Weißrussland, die Mongolei, Kasachstan, Tadschikistan, Turkmenistan, Aserbaidschan....hab ich wen vergessen?

___________
www.franciandfriends.com

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30. April 2005 um 12:57

Nein, die EU muss jetzt erstmal
die neuen Länder aufpeppeln. Damit hat sie erstmal genug zu tun.

Wenn wir die Schulden dann langsam wieder abgebaut haben, können wir wieder ein neues Land aufpeppeln.

Und wenn wir dann alle Länder durchhaben, dann können wir auch einmal an uns selbst denken.

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13. Mai 2005 um 19:26

NEIN
Ein ganz klares NEIN. Ich bin dagegen. Ich bin Christ und hier in Deutschland kann sich jede Religion austoben, und die anderen Länder sind auch tolerant. Aber so lange dies in der Türkei unterdrückt wird: bitte bleibt wo ihr seid. Wir sollen uns immer anpassen, was ist bitte mit diesem Land? Da sollte man dann auch mal tolerant sein und da ist das Volk noch weit von entfernt. Nichts gegen die Türkei als solches. Es gibt dort nette Mitmenschen, die Landschaft ist wunderschön und die Gastfreundschaft ist auch klasse. Aber dann hört es auch auf!

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15. Mai 2005 um 20:05
In Antwort auf zykade

NEIN
Ein ganz klares NEIN. Ich bin dagegen. Ich bin Christ und hier in Deutschland kann sich jede Religion austoben, und die anderen Länder sind auch tolerant. Aber so lange dies in der Türkei unterdrückt wird: bitte bleibt wo ihr seid. Wir sollen uns immer anpassen, was ist bitte mit diesem Land? Da sollte man dann auch mal tolerant sein und da ist das Volk noch weit von entfernt. Nichts gegen die Türkei als solches. Es gibt dort nette Mitmenschen, die Landschaft ist wunderschön und die Gastfreundschaft ist auch klasse. Aber dann hört es auch auf!

Nein ? ? ? aber bitte mit einem anderen Grung.
EU gleich Christenclub gleich Fact. Die Juden haben sich vor nicht langer zeit in Deutschland aber sehr kräftig ausgetobt
Die Osmanen sind eines der Ersten völker diese Planeten die JUden und alle andere Religionen aufgenommen und Toleriert haben.
Wenn Sie die falschen Geschichtsbücher lesen und ein gewaltig falsches bild der religiösen situation in der Türkei haben.... Suchen Sie sich bitte ein anderes Themengabiet aus um in Irgeneiner form gegen einen Beitritt der Türkei zu finden.....
Prost Mahzeit.

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2. Juni 2005 um 15:10

Definitiv NEIN!!!!!!!!!!

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31. Juli 2005 um 4:37
In Antwort auf haylie_12673227

Definitiv NEIN!!!!!!!!!!

Werteweltmeister

Natürlich ist es angenehm, sich selbst zum Werteweltmeister zu ernennen und aus der Geschichte - wie aus dem Supermarkt - das zu nehmen, was man gerade braucht. Doch die Mär von der europäischen Geschichte als unaufhaltsamer Vervollkommnung des christlichen Abendlandes wird heute weder in Europas Schulen unterrichtet noch an seinen Universitäten gelehrt. Der türkische Islam eignet sich für Dämonisierungen denkbar schlecht. Das Osmanische Reich war der muslimische Staat mit dem stärksten Bevölkerungsanteil von Christen. Die christlichen Gemeinden auf dem Balkan und in Anatolien haben die 700 Jahre des Reiches überdauert, für religiöse Minderheiten im christlichen Europa beileibe keine Selbstverständlichkeit. Die armenische Tragödie hat mit dem Islam nichts zu tun. Sie markiert den Zerfall des Reiches und den Beginn der Nationalbewegungen. Doch das Wort Islam hat es nun einmal in sich. Für ein idealisiertes Europa scheint darin die Gegenwelt aufzuscheinen, in der sich vieles bündelt: nicht-christlich, nicht aufgeklärt, nicht gleichberechtigt (zu den Geschlechtern) und nicht fortschrittlich. Hier wird ein Popanz aufgebaut. Europas Öl fließt durch die Türkei Der Wert der Türkei für die EU liegt primär im Bereich der Außenpolitik. Die Stichworte sind Energiepolitik und Sicherheit. Ende der ersten Augustwoche wurde in London jenes Konsortium gegründet, das die lange geplante Erdölpipeline vom aserbaidschanischen Baku nach Tiflis und von dort zum türkischen Mittelmeerhafen Ceyhan bauen wird. Damit haben sich Ankara und Washington nach achtjährigem Ringen um die Erdöl- und Erdgasvorräte in der kaukasischen Senke gegen Teheran und Moskau durchgesetzt. Bereits jetzt durchziehen Röhren mit turkmenischem, iranischem und sibirischem Gas die türkische Erde. Mittelfristig wird die Türkei zur wichtigsten Verteilerstelle der Öl- und Gasvorräte einer Region, deren Reserven Kuwait den Rang ablaufen. MFG ÖZTÜRK



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25. August 2005 um 13:55

NIEEEEEEEEEEEEEEMALS!!!!!!!!
Leute, das wär der untergang!

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8. September 2005 um 0:47

NEIN
AUF KEINEN FALL

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29. Dezember 2007 um 1:12

.............
[]http://i26.photobucket.com/albums/c145/alanson/o-smansahinolanlar.jpg[/]

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9. Februar 2008 um 16:34
In Antwort auf seve_12909338

Werteweltmeister

Natürlich ist es angenehm, sich selbst zum Werteweltmeister zu ernennen und aus der Geschichte - wie aus dem Supermarkt - das zu nehmen, was man gerade braucht. Doch die Mär von der europäischen Geschichte als unaufhaltsamer Vervollkommnung des christlichen Abendlandes wird heute weder in Europas Schulen unterrichtet noch an seinen Universitäten gelehrt. Der türkische Islam eignet sich für Dämonisierungen denkbar schlecht. Das Osmanische Reich war der muslimische Staat mit dem stärksten Bevölkerungsanteil von Christen. Die christlichen Gemeinden auf dem Balkan und in Anatolien haben die 700 Jahre des Reiches überdauert, für religiöse Minderheiten im christlichen Europa beileibe keine Selbstverständlichkeit. Die armenische Tragödie hat mit dem Islam nichts zu tun. Sie markiert den Zerfall des Reiches und den Beginn der Nationalbewegungen. Doch das Wort Islam hat es nun einmal in sich. Für ein idealisiertes Europa scheint darin die Gegenwelt aufzuscheinen, in der sich vieles bündelt: nicht-christlich, nicht aufgeklärt, nicht gleichberechtigt (zu den Geschlechtern) und nicht fortschrittlich. Hier wird ein Popanz aufgebaut. Europas Öl fließt durch die Türkei Der Wert der Türkei für die EU liegt primär im Bereich der Außenpolitik. Die Stichworte sind Energiepolitik und Sicherheit. Ende der ersten Augustwoche wurde in London jenes Konsortium gegründet, das die lange geplante Erdölpipeline vom aserbaidschanischen Baku nach Tiflis und von dort zum türkischen Mittelmeerhafen Ceyhan bauen wird. Damit haben sich Ankara und Washington nach achtjährigem Ringen um die Erdöl- und Erdgasvorräte in der kaukasischen Senke gegen Teheran und Moskau durchgesetzt. Bereits jetzt durchziehen Röhren mit turkmenischem, iranischem und sibirischem Gas die türkische Erde. Mittelfristig wird die Türkei zur wichtigsten Verteilerstelle der Öl- und Gasvorräte einer Region, deren Reserven Kuwait den Rang ablaufen. MFG ÖZTÜRK



Türkei gehört nicht in die EU!!!!!
Lieber Öztürk,

zum ersten Punkt (der türkische Islam und das Osmanische Reich) kurzzusammengefasst: im osmanischen Reich wurden alle Bevölkerungsgruppen insbesondere die christlichen Völker bis zum späten 19. Jahrhundert ünterdrückt und systematisch abgeschlachtet. Der Gipfel ist der Völkermord an den Armeniern(1915 bis 1917). Besonders verblüffend ist, dass sowohl der Kemal Atatürk, als auch die aktuelle konservative (islamistische) Regierung der Türkei die Taten abstreiten. Die Zahlen sind aber eindeutig ca. 2,000,000 Opfer. Alle türkische Wissenschaftler die nur versuchen über das Thema zu diskutieren werden zum Schweigen gebracht. Übrigens Mustafa Kemal, der Gründer der ,,modernen`` Türkei war regelrecht an dem Massaker beteiligt. Er war sich aber keine Schuld bewußt.
Zitat Wikipedia:
Am 24. April 1920 nahm Mustafa Kemal bei seiner Rede zur Eröffnung der Großen Türkischen Nationalversammlung in Ankara zum Vorschlag der Briten Stellung, die Massaker an Armeniern zu beenden:

Der [...] Vorschlag sieht vor, im Innern des Landes keine Massaker an Armeniern zu verüben. Dass solche an Armeniern vorkamen, ist ausgeschlossen. Wir alle kennen unser Land. Auf welchem seiner Kontinente wurden oder werden Massaker an Armeniern verübt? Mit ihrer Behauptung, dass derartige Katastrophen heute in unserem Land durchgeführt würden, forderten sie von uns, davon Abstand zu nehmen.

Wie man erkennen kann war er ein sehr einsichtiger und friedensbemühter Mann.

Zum Zweiten Thema: Türkei und EU. Es gibt klare Kriterien für die Aufnahme von Verhandlungen, die erfüllt werden müssen. Entweder die Türkei erfüllt sie ,oder eben nicht. Es wird nicht verhandelt. Es ist kein orientalischer Markt,wo jeder versucht den anderen zu überlisten. Das geht nur auf dem ,,Kapal Çar,, in Instanbul. Da werden auch die Machtspiele des Erdogans auch nicht helfen. Die Regierung in Ankara muß sich einfach zu den europäischen Werten bekennen und zwar bedingungslos. Dann kommen die wirtschaftlichen Kriterien. Und zuletzt
(aber nicht unwichtig) muß man auch die Bevölkerung der EU Länder überzeugen, dass die Türkei bereit ist. Mich kann die Türkei momentan nicht mal für eine privilegierte Partnerschaft begeistern.

3. Die Öl-Pipeline. Die Abhängigkeit vom russischen Gas und Öl kann diese Pipeline auf keinen Fall aufheben. Die Angst vor Rußland dient nur der USA, die den eigenen Einfluß in Europa schwinden sehen. Die Energiequellen sind einfach knapp und ohne Rußland kann Europa nicht. Man muß einfach in Zukunft auf erneubare Energie setzen.
Nur zur Information: alle türkischen Pipelines von Asien verlaufen durch das umkäpfte Kurdengebiet im Osten des Landes. Da würde ich ein schlechtes Gefühl haben, wenn man Europas Energiepolitik auf den Pipelines der Türkei baut. Und wie die Türkei mit den Rechten der Kurden umgeht will ich gar micht erläutern.

Meiner Meinung können die Wege der Türkei und der EU parallel laufen, aber auf keinen Fall zusammen.




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