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Forum / Gesellschaft & Leben

Sind Kinder zu teuer geworden?

Letzte Nachricht: 14. Januar um 19:49
H
hannahkrie
07.11.21 um 15:06

Hallo alle zusammen,

ich habe letztens einen Artikel gelesen, dass so wenige Paare
Kinder bekommen, weil Kinder einfach viel teurer geworden sind
und Paare dazu nicht bereit sind,
was meint ihr ist das so?

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A
annika9219
09.11.21 um 12:55

Kinder haben immer "schon Geld" gekostet! Auch ich meinen Eltern. So wie jetzt unser Sohn seinen Eltern - UNS!

ABER Kinder Ja oder Nein, rein über den Kontostand zuentscheiden, das finde ich schon sehr bedenklich und stimmt mich auch traurig. 
Und ja .... Es wird in Deutschland zuwenig getan, etwas Anreiz zuschaffen, das sich mehr Paare für ein Kind entscheiden. 
 

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M
michael0970
10.11.21 um 6:15

Natürlich kosten Kinder Geld. Und das auch immer um einiges mehr, als das was dann auf der anderen Seite an Kindergeld und auch sonstigen Zulagen wieder herein kommt. Schließlich kann dann ein Elternteil ( oft immer noch die Frau) eine Zeit lang ihren Beruf nicht ausüben. Das muss man sich schon bewusst machen. Und deshalb sehe ich das eher bei besser verdienenden, da die je nachdem ihren hohen Lebensstandard nicht mehr halten können. Die mit weniger Geld sind das sparen gewohnt. 

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E
evakron
10.11.21 um 11:13

Klar sind Kinder nicht gerade günstig, aber die meisten Leute bekommen das 
schon hin.
Was genau macht dir den Angst oder wieso fragst du das hier?
Wenn es um Dinge, wie einen Kinderwagen geht, dann gibt es auch immer die Möglichkeit
sowas gebraucht zu kaufen

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M
mikesch07
11.11.21 um 10:02

Also in meinem Freundeskreis gibt es genau 3 Paare ohne Kinder. Eine Freundin wollte noch nie Kinder, hat aber nun ein Stiefkind. Die andere Freundin hat eine schwere chronische Erkrankung durch die eine Schwangerschaft zu gefährlich für sie und das Baby wäre. Bei der 3. Freundin hat es leider nie geklappt.
Bei manchen spielt dann eher das Geld eine Rolle, wenn es darum geht, ob sie ein 2 oder 3. Kind bekommen wollen. Denn da spielen die ganzen Folgekosten doch eine erhebliche Rolle (größere Wohnung, Auto etc). Das sind dann doch ziemliche Posten, mal abgesehen davon, dass es auch nicht überall ausreichend große Wohnungen zu bezahlbaren Preisen gibt.
Bei solchen Umfragen spielt sicherlich auch mit rein, dass es sich bei schlechter Finanzlage und noch nicht vorhandenem Kinderwunsch leicht dahin sagt, dass man sich halt keine Kinder leisten kann. Hat man aber mal den Wunsch nach einem Kind, finden sich schon Mittel und Wege das Ganze auch finanziell zu wuppen. Dazu ist der Wunsch nach Kindern einfach zu stark, was sich vermutlich die wenigsten vorher so vorstellen konnten. 

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E
eisbrecher
23.12.21 um 12:05

Kinder waren doch immer schon teuer. Man muss mehr einheizen, mehr Personen verbrauchen auch mehr Wasser und Lebensmittel, man braucht eine größere Wohnung, sie wachsen ständig aus Kleidung und Schuhen heraus, sie brauchen ständig irgendwas für die Schule und muss für Ausflüge/Wandertage/Skikurse usw. zahlen. 

Das ist vielleicht ein Grund, warum die Geburtenraten sinken, aber sicher nicht der einzige. Kinder kosten nämlich vor allem auch Zeit und Aufmerksamkeit. Man muss sich mit ihnen beschäftigen, die eigenen Wünsche hintanstellen. Kinder verändern das Leben komplett. 

Dazu ist nicht jeder bereit und das ist völlig in Ordnung so. Früher gab es für Frauen keine andere Möglichkeit, als zu heiraten und Kinder zu bekommen. Das ist heute in vielen Ländern anders. Wo Frauen Zugang zu Bildung haben, wo sie selbstbestimmt leben können, da sinken die Geburtenraten. Das ist völlig normal.

Wir haben ohnehin noch genügend Menschen auf der Welt, so schnell wird die Menschheit nicht aussterben. Es ist besser, wenn wirklich nur jene Menschen Kinder bekommen, die das auch wirklich möchten und sich bemühen, gute Eltern zu sein.

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E
eisbrecher
23.12.21 um 12:06
In Antwort auf annika9219

Kinder haben immer "schon Geld" gekostet! Auch ich meinen Eltern. So wie jetzt unser Sohn seinen Eltern - UNS!

ABER Kinder Ja oder Nein, rein über den Kontostand zuentscheiden, das finde ich schon sehr bedenklich und stimmt mich auch traurig. 
Und ja .... Es wird in Deutschland zuwenig getan, etwas Anreiz zuschaffen, das sich mehr Paare für ein Kind entscheiden. 
 

Meines Erachtens braucht es solche Anreize auch nicht. Wir haben Überbevölkerung auf der Welt. Anstatt zu verlangen, dass die deutsche Frau mehr Kinder in die Welt setzt, weil man Angst um die Renten hat, könnte man doch auch die bereits lebenden Menschen besser verteilen.

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S
schaedelkino
23.12.21 um 13:47

Prinzipiell nicht...man muss ja nicht mit all den vielen (zu viel ?) dieser Welt mitgehen, zu kaufen......Stellt sich die Frage was für Kinder wirklich wichtig ist und ob man bis zum 5LJ beinahe alle Spielsachen der Welt! haben muss!...
Man sollte auch sehen, was der Staat unter Umständen alles auch für Kinder ausgibt. Es wird hier Ausnahmen geben, die leider durchs Raster fallen...aber Schulfahrten ins Ausland, die 3 Skifreizeit wird für manche Leute gezahlt....da haben sich früher Eltern viel mehr den Kopf darüber zerrissen, wie das bezahlt werden soll, dass das eigene Kind nicht ausgeschlossen wird.

Von daher finde ich, kann man heutzutage schon sehr gut steuern, dass es dem eigenen Kind/ern gut geht, ohne ein Vermögen ausgeben zu müssen....es kommt halt auch ein wenig auf Werte an

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K
klara.sonnenberg
04.01.22 um 13:21

Ich glaube, das viel größere Problem ist, dass ein Elternteil allein nicht mehr für eine ganze Familie sorgen kann. Und wenn dann beide Elternteile Vollzeit arbeiten, wer kümmert sich dann noch um die Kinder? Bleibt ein Elternteil daheim, entfällt ein Großteil des Einkommens, dass durch Kindergeld keinesfalls ausgeglichen werden kann.

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J
jessicabudimir
08.01.22 um 12:29

Zu teuer würde ich jetzt auch nicht sagen, so ist es halt gar nicht.

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M
Miran
15.01.22 um 18:06

Wenn ich einen inneren Drang nach Kindern gehabt hätte, hätte mich das Geld nicht aufgehalten. Aber da ich den Drang nicht hatte, hab eich keine, und ich lebe in einer Gesellschaft, in der das glücklicherweise möglich ist. Früher gab es das Modell "gewollt kinderlos" nur in ganz reduzierter Form, und das ist heute in Deutschland eben anders, und nur die, die einen starken Drang danach haben, bekommen dann die Kinder.

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H
halis_21934042
16.01.22 um 0:31

Ich kenne schon Leute, welche meinen, sie könnten sich Kinder nicht leisten. Bei manchen stimmt das. Was ich als ein Totalversagen des Systems werte. Geld ist ein von Menschen selbst erfundenen System, oft gereicht es zum Nachteil. Ich wäre eine Befürwortern des Geben und Nehmens, ohne Münzen und Scheine....

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dickunddoof
16.01.22 um 3:03
In Antwort auf halis_21934042

Ich kenne schon Leute, welche meinen, sie könnten sich Kinder nicht leisten. Bei manchen stimmt das. Was ich als ein Totalversagen des Systems werte. Geld ist ein von Menschen selbst erfundenen System, oft gereicht es zum Nachteil. Ich wäre eine Befürwortern des Geben und Nehmens, ohne Münzen und Scheine....

Was genau wäre ohne Geld an der Grundsituation anders?

Auch ohne Geld gäbe es doch Waren und Dienstleistungen.
Für die in irgendeiner Form eine Gegenleistung erbracht werden müsste.

Oder kriegen Menschen mit Kindern dann alles "kostenlos"?

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juliax1
juliax1
16.01.22 um 16:49

Hi!

Es wird sicher Paare geben bei denen das der Fall ist, aber diese werden wohl eher die Ausnahme sein. Ich denke, dass diese Leute ganz einfach keine Kinder möchten?
Kinder kosten, und das nicht zu wenig. Allerdings geben Eltern -zumindest jene die ich kenne- auch gerne das Geld für ihre Sprösslinge aus. Das muss man aber individuell betrachten. Mich würde nur der Lebensstandard von Leuten die aus finanziellen Aspekten keine Kinder möchten, interessieren.
LG

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H
halis_21934042
19.01.22 um 1:12

Nein, nicht ohne Selbsteinbringung...
ich habe halt schon oft die Erfahrung gemacht, dass Leute, Mieter beispielsweise, keine Arbeit finden. Wenn dann nicht bezahlt wederden kann, und man ein Gegenleistungsystem anbietet, ist es durchaus eine win-win Situation. Ich freu mich über Hilfe, z.B. im Haushalt genauso, als wenn ich mir von der Einnahme ein Unterstützung suchen würde. Auf der anderen Seite hat der "bargeldlose Geschäftspartner" weniget Stress.

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D
dickunddoof
19.01.22 um 10:16
In Antwort auf halis_21934042

Nein, nicht ohne Selbsteinbringung...
ich habe halt schon oft die Erfahrung gemacht, dass Leute, Mieter beispielsweise, keine Arbeit finden. Wenn dann nicht bezahlt wederden kann, und man ein Gegenleistungsystem anbietet, ist es durchaus eine win-win Situation. Ich freu mich über Hilfe, z.B. im Haushalt genauso, als wenn ich mir von der Einnahme ein Unterstützung suchen würde. Auf der anderen Seite hat der "bargeldlose Geschäftspartner" weniget Stress.

Also schwebt dir eher so eine Art "Tauschwirtschaft" vor, wo man weniger mit Geld, als vielmehr mit Waren aber gleichberechtigt auch mit Dienstleistungen bezahlen kann.

Die Grundidee finde ich sehr interessant.
Und ich denke, dass das in kleineren sozialen Gefügen auch durchaus funktioniert.
Um bei deinem Beispiel "Miete" zu bleiben - weniger Mietzahlung und dafür werden etwa Hausmeistertätigkeiten, Gartenarbeit oder auch Flurreinigung vom Mieter erledigt, soetwas kenne ich auch bzw. solche Konstellationen sind mir schon begegnet.

Ich meine auch gelesen zu haben, dass solche Tauschwirtschaften in manchen Kommunen oder Nachbarschaften "probiert" werden. Da werden die Leute zusammengebracht und dann wird Auto reparieren oder Hecke schneiden mit Kuchenbacken oder Hilfe bei der Steuererklärung "bezahlt". Ich glaube mancherorts wurde dafür dann sogar eine eigene Art "Währung" eingeführt.

Ich bin mir nur nicht sicher, ob soetwas global betrachtet heutzutage noch funktionieren würde.
Viele Bereiche des Lebens, der täglichen Versorgung sind bereits so spezialisiert oder wurden auch an bestimmte Orte "ausgelagert". Und 20 Leute, die mir Kuchen backen oder die Hecke schneiden nützen mir wenig, wenn ich bspw, ein bestimmtes Medikament benötige, aber auf 1000 Kilometer keinen habe, der das hier herstellt.

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H
halis_21934042
24.01.22 um 0:43

Ja, genau so. Da hab ich gute Erfahrungen.

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D
dickunddoof
24.01.22 um 10:09
In Antwort auf halis_21934042

Ja, genau so. Da hab ich gute Erfahrungen.

Magst du da ein bisschen erzählen, wie genau das läuft bzw. welche Erfahrungen du da hast?
Das würde mich sehr interessieren.

So ganz auf Geld verzichten kann man ja schlecht.
We schon angedeutet, bestimmte Dinge, Dienstleistungen sind heutzutage ohne Geld ja kaum zu bewerkstelligen.
Ich kann mir im "privaten" Bereich sehr viel vorstellen, finde das auch tatsächlich einen guten Ansatz. Ich kann mir vorstellen, dass solche Modelle auch das Gemeinschaftsgefühl in einer Gesellschaft oder auch "nur" Nachbarschaft erhöhen können. Und ein klein wenig mehr Miteinander und gegenseitiger Unterstützung täte vielen Ländern gut.

Aber aus meiner Sicht funktioniert sowas nur auf  unteren Ebenen. Im gesamten Staat oder gar zwischen Staaten fide ich das schwierig.
Obwohl - zwischen Staaten könnte man vermutlich sogar noch Waren gegeneinander stellen und "aufrechnen, dazu bräuchte es vermutlich kein Geld.
Aber im Staatsgefürge selbst - ohne Steuern/Abgaben - da fehlt mir gerade die Fantasie, wie dann bspw. kostenlose Bildung oder Gesundheitsversorgung für jeden gewährleistet werden könnte.
Und was ist mit alten, behinderten, kranken Menschen - was sollen oder besser gefragt: können diese einbringen?
(Ich möchte mit der Frage - was können sie leisten, nicht andeuten, dass diese Menschen "wertlos" sind, weil sie keinen Beitrsg für die Gemeinschaft mehr erbringen könnten. Es geht mir tatsächlich lediglich um den Fakt, dass es manchen Menschen alters- oder gesundheitsbedingt schlicht nicht mehr möglich ist.)

Ist Tauschwirtschaft für dich dann nur auf kleinere Bereiche beschränkt, oder hast du Überlegungen/Vorstellungen, wie das auch in größerem Rahmen funktionieren könnte?

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H
hemmabouche
15.12.22 um 8:42

Mein Baby ist so klein und ich wollte vor kurzem neue Babybettsets und Taschensets kaufen, um seinen Transport und Schlaf so angenehm wie möglich zu gestalten. Einmal habe ich zufällig den Service gefunden,   zu bestellen, wäre eine gute und bequeme Lösung für Ihr Baby, und ich gehe davon aus, dass es auch für Sie hilfreich sein wird.

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einhauchvonnichts
10.01.23 um 22:54

Wer soll deine Rente später finanzieren?

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S
siafra_29211568
11.01.23 um 18:52
In Antwort auf hannahkrie

Hallo alle zusammen,

ich habe letztens einen Artikel gelesen, dass so wenige Paare
Kinder bekommen, weil Kinder einfach viel teurer geworden sind
und Paare dazu nicht bereit sind,
was meint ihr ist das so?

Hi
Älteste Tochter mit Auslandssemester in Edinburgh, kein WG-Zimmer (Bruchbuden) unter 750 Euro, plus korrespondierende Lebenshaltungkskosten... Noch 2 Girlies zuhause... Soviel dazu 😀🎖️

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fuechslein-101
fuechslein-101
14.01.23 um 9:55

Ich denke, wir sollten uns wieder viel mehr auf unsere alten Tugenden konzentrieren. Muss denn für die Kinder immer alles vom Neuesten sein? 

Als damals unsere Tochter geboren wurde, haben wir auch nicht alles neu gekauft, warum auch? Kleidung, die nur wenige Tage oder Wochen getragen wird, muss nicht neu sein. Und man muss diese nach dieser kurzen Zeit auch nicht in die Tonne schmeißen! Es gab bei uns Vereine (meist von der Caritas), die sehr gut erhaltene Kleidung gratis abgab und auch wieder entgegen nahm. Na klar haben wir auch mal das eine oder andere Teil neu gekauft, aber das war nicht die Welt (und auch diese Neukleidung floss dann zurück an diese Vereine). Ähnlich sah es mit Gläschenwärmer usw. aus, nur die Fläschchen wurden neu gekauft.

Und vor der Geburt meiner Enkelin? Eine Fahrt nach Erfurt, wo eine FB-Bekanntschaft von mir die Babysachen ihrer Tochter für wenig Geld abgeben hatte, paar Tage später "Große Wäsche", und was wir nicht benötigten, hatten wir günstig weiter gegeben. Es muss nicht immer viel Geld ausgegeben werden! 

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I
ich2022
14.01.23 um 14:35

denke und weiß,
das Teuerste und Beste für die Kinder ist die liebevolle Zuwendung und Zeit sie wirklich wahrzunehmen und sich  mit ihren Bedürfnissen zu beschäftigen wertvoller ist - anstatt ihnen wegen mangelnder Zeit bzw eigenen Interessen materiellen Ersatz anzubieten.

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I
ich2022
14.01.23 um 14:46
In Antwort auf ich2022

denke und weiß,
das Teuerste und Beste für die Kinder ist die liebevolle Zuwendung und Zeit sie wirklich wahrzunehmen und sich  mit ihren Bedürfnissen zu beschäftigen wertvoller ist - anstatt ihnen wegen mangelnder Zeit bzw eigenen Interessen materiellen Ersatz anzubieten.

bzw anderen Erziehungsinstanzen abzuschieben, welche die Kinder besser kennen - als die eigenen Eltern 😔

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mascha11
mascha11
14.01.23 um 19:49

So viel Wahres in den letzten drei Beiträgen. 

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