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Sensible Ex- DDRler

25. April 2017 um 16:01

Ich komme aus NRW und bin mit einem Mann aus MV verheiratet. Mit fällt auf, dass er einen sehr starken Bezug zur DDR hat, obwohl er bei der "Wende" 14 war. Seit 18 Jahren lebt er in Hessen (ich nun auch). Er hat ein ganz starkes Wir- die- Denken. "Bei uns..." höre ich fast täglich. Oft geht es auch um Gegenstände, die nicht typisch für die DDR, sondern für die 70er, 80er Jahre waren. Wenn ich anmerke, dass wir dies oder das auch hatten, wird nicht weiter darauf eingegangen. Wenn ich Glück habe. Häufig ist er auch ganz schnell beleidigt. Ich darf eigentlich keine Meinung zu irgendwas haben, was mit der DDR zu tun hat,vweil ich es ja nicht erlebt habe. Dass ich mich sehr viel mit der DDR beschäftigt habe, spielt keine Rolle. Für ihn ist auch extrem wichtig, woher jemand kommt. Und ist derjenige auch aus den neuen Bundesländern, ist das sogleich ein Verbündeter. Mir geht das auf Dauer etwas auf die Nerven. Ich lebe im Hier und Jetzt. Ja, unsere Kindheit hat uns geprägt, aber er scheint nur Dingen hinterher zu laufen, die es damals gab. Irgendwann ist doch auch Mal gut. Ich kann das Thema gar nicht ansprechen, sonst ist er sofort total beleidigt uns fühlt sich persönlich angegriffen, wenn ich irgendwas gegen die heilige DDR. Hat da jemand ähnliche Erfahrungen?! 

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26. April 2017 um 22:41
In Antwort auf 777lucky03

ich bin auch eine ex ddr'lerin mit einem großen bezug zu meiner alten heimat , aber ich gehe damit niemanden auf die nerven .

ich war zur wende 16 und kann deinen mann verstehen , aber es ist vorbei .

vernuenftig,  dass du nicht mit deinem mod account schreibst. 

als mod schreiben sollte nur,  wer keine partei ergreift. 
 

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26. April 2017 um 22:05

ich bin auch eine ex ddr'lerin mit einem großen bezug zu meiner alten heimat , aber ich gehe damit niemanden auf die nerven .

ich war zur wende 16 und kann deinen mann verstehen , aber es ist vorbei .

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26. April 2017 um 22:41
In Antwort auf 777lucky03

ich bin auch eine ex ddr'lerin mit einem großen bezug zu meiner alten heimat , aber ich gehe damit niemanden auf die nerven .

ich war zur wende 16 und kann deinen mann verstehen , aber es ist vorbei .

vernuenftig,  dass du nicht mit deinem mod account schreibst. 

als mod schreiben sollte nur,  wer keine partei ergreift. 
 

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2. Mai 2017 um 20:32
In Antwort auf unbekannt8110

Ich komme aus NRW und bin mit einem Mann aus MV verheiratet. Mit fällt auf, dass er einen sehr starken Bezug zur DDR hat, obwohl er bei der "Wende" 14 war. Seit 18 Jahren lebt er in Hessen (ich nun auch). Er hat ein ganz starkes Wir- die- Denken. "Bei uns..." höre ich fast täglich. Oft geht es auch um Gegenstände, die nicht typisch für die DDR, sondern für die 70er, 80er Jahre waren. Wenn ich anmerke, dass wir dies oder das auch hatten, wird nicht weiter darauf eingegangen. Wenn ich Glück habe. Häufig ist er auch ganz schnell beleidigt. Ich darf eigentlich keine Meinung zu irgendwas haben, was mit der DDR zu tun hat,vweil ich es ja nicht erlebt habe. Dass ich mich sehr viel mit der DDR beschäftigt habe, spielt keine Rolle. Für ihn ist auch extrem wichtig, woher jemand kommt. Und ist derjenige auch aus den neuen Bundesländern, ist das sogleich ein Verbündeter. Mir geht das auf Dauer etwas auf die Nerven. Ich lebe im Hier und Jetzt. Ja, unsere Kindheit hat uns geprägt, aber er scheint nur Dingen hinterher zu laufen, die es damals gab. Irgendwann ist doch auch Mal gut. Ich kann das Thema gar nicht ansprechen, sonst ist er sofort total beleidigt uns fühlt sich persönlich angegriffen, wenn ich irgendwas gegen die heilige DDR. Hat da jemand ähnliche Erfahrungen?! 

ja, habe ich Ich treffe oft auf Menschen, die eine Bestätigung ihrer Meinung ... ähm ... "ähnliche Erfahrungen" suchen, was auch immer sie gerade glauben.

Ich bin auch "Ex-DDRler", habe dann lange in Berlin (WEST :roll gelebt und inzwischen bin ich seit gut 8 Jahren in Bayern. Bin genug "Wessis" mit dem "Wir-die-Denken" begegnet und genug Ossis mit dem gleichen Denken und jeder Menge anderer, denen das völlig egal ist. Ganz normal eben. Wie bei jedem anderen Thema auch.
Mag die Sehnsucht nach einem gefühlt wesentlich unbeschwerterem und leichteren Leben sein, warum Dein Mann da so stark reagiert. Das würde ich für die wahrscheinlichste Erklärung halten.

@guardiolas: ich schließe mich der Revolverheldin an. Auch ein Mod darf und soll eine Meinung haben. Nein, nicht nur, wer völlig neutral ist, sollte moderieren.

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3. Mai 2017 um 4:50

Ist/War seine Familie denn recht konservativ? Gläubige Parteimitglieder? Die früher alles besser fanden?
Könnte mir vorstellen, dass es sehr viel damit zu tun hat wie die Familie reagiert hat.
Meine war froh dass die DDR aufgelöst wurde.
 

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3. Mai 2017 um 7:24
In Antwort auf adele123456789

Ist/War seine Familie denn recht konservativ? Gläubige Parteimitglieder? Die früher alles besser fanden?
Könnte mir vorstellen, dass es sehr viel damit zu tun hat wie die Familie reagiert hat.
Meine war froh dass die DDR aufgelöst wurde.
 

nach meiner Erfahrung sind die wenigsten, die dem heute nachtrauern früher "gläubige Parteimitglieder" gewesen - auch die Familie nicht.

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3. Mai 2017 um 16:05
In Antwort auf avarrassterne1

nach meiner Erfahrung sind die wenigsten, die dem heute nachtrauern früher "gläubige Parteimitglieder" gewesen - auch die Familie nicht.

Ändert ja nichts daran dass es viel von dem Verhalten der Familie abhängt. Was bitte weiß man schon groß mit 14.

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3. Mai 2017 um 16:06
In Antwort auf avarrassterne1

nach meiner Erfahrung sind die wenigsten, die dem heute nachtrauern früher "gläubige Parteimitglieder" gewesen - auch die Familie nicht.

Ändert ja nichts daran dass es viel von dem Verhalten der Familie abhängt. Was bitte weiß man schon groß mit 14.

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3. Mai 2017 um 16:30
In Antwort auf avarrassterne1

nach meiner Erfahrung sind die wenigsten, die dem heute nachtrauern früher "gläubige Parteimitglieder" gewesen - auch die Familie nicht.

Ändert ja nichts daran dass es viel von dem Verhalten der Familie abhängt. Was bitte weiß man schon groß mit 14.

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3. Mai 2017 um 16:35
In Antwort auf adele123456789

Ändert ja nichts daran dass es viel von dem Verhalten der Familie abhängt. Was bitte weiß man schon groß mit 14.

man weiß herzlich wenig zu politischen Ideologien denke ich, aber ziemlich viel dazu, wie man die Menschen in seiner Umgebung erlebt - ausgeglichen und entspannt oder unter Druck und gestresst, beispielsweise.
Da hat sich seit dieser Zeit schon viel verschoben, auch wenn das auch meiner Sicht nicht daran hängt, dass es die DDR nicht mehr gibt, zumal es die "Ex-Wessis" wohl auch ähnlich erleben. Wenn man das aber nicht hinterfragt, kann man ganz fix zu dem Schluss kommen, dass das Leben in der DDR wesentlich besser war. Nimmt man noch hinzu, dass Erinnerungen sich im Laufe der Zeit verzerren (und meist rosaroter werden, als man sie eigentlich erlebt hat) ...

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