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Schule

8. April 2005 um 10:32

Hallo Ihr,

wusste nicht so recht wohin mit meinem Beitrag, denke mal unter "Mix" passts auf alle Fälle.

Ich wollte einfach mal fragen, wem es vielleicht genauso geht. Wir alle kennen wohl den Spruch der älteren Generationen "die Schulzeit ist die schönste Zeit und eines Tages wirst du sie vermissen" - so oder so ähnlich Und natürlich streitet man das vehement ab, wenn man im entsprechenden Alter ist und die Schule blöd findet.
Aber als ich letzte Nacht wach lag (und ich lag sehr lange wach ), musste ich plötzlich an meine Schulzeit denken, ganz genau an die 10. Klasse. Das war neben den zwei Abijahren die wirklich schönste Zeit in meinem Schülerinnenleben. Alles war toll, ich hatte viele Freunde, eine allerallerbeste Freundin, Jungs waren interessant... Das ganze ist jetzt 10 Jahre her und ich wünsche mir, ich könnte die Zeit zurück drehen und dieses Schuljahr noch einmal erleben!
Geht es Euch auch so oder ähnlich? Warum ist das so? Irgendwie hab ich den Eindruck man verklärt alles ein wenig und wenn ich grad so zurück denke, könnte ich direkt sentimental werden. Und ich muss heute sagen, ja, es war tatsächlich die schönste Zeit!

Wetterfee80

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8. April 2005 um 10:52

Nun ja...
Ich denke auch, dass man das Ganze ein wenig verklärt.

Prinzipiell denke ich auch, dass es eine tolle Zeit war. Besonders die Oberstufe, in der man scheinbar noch keine Sorgen hatte. Aber wenn ich dann mal so nachdenke, dann fallen mir auch die anderen Dinge wieder ein: Die Enttäuschung, wenn ausgerechnet der Angebetete einen nicht wollte. Der Stress mit den Eltern, wenn man länger als bis 12 ausgehen wollte. Die Mitschüler, die man nicht leiden konnte und die "gemein" zu einem waren. Das ewige frühe aufstehen und stundenlange Busfahren...

Also es war nicht nur alles schön. Aus der heutigen Sicht erscheint es mir aber so, als wäre alles leichter gewesen. Ich denke aber das liegt daran, das ich die damaligen Probleme im nachhinein als lächerlich empfinde. Damals waren sie das nicht, sondern weltbewegend schlimm.

Trotz allem war man damals in einem geschützten Raum. heute muss man in der "bösen Welt" klarkommen...

Hach, machmal werde ich auch sentimental... Aber dann freue ich mich auch weider, dass ich jetzt das Leben führen kann, das ich will.

LG, Nindscha, die vor 8 Jahren Abi gemacht hat...

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8. April 2005 um 11:12

Never!
Bis zur 10. Klasse habe ich die Schule gehasst: Lehrer, Mitschüler, einfach alles. Danach wurde es ein wenig besser, aber nie im Leben möchte ich diese Zeit noch einmal durchleben.
Ich muss dazu sagen, dass ich keiner Zeit hinterhertrauere, das hört sich so nach "früher war alles besser" an und diesen Spruch finde ich schlimm.

Gruß
kratzamkopp

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8. April 2005 um 11:25

Zurück?
Hm... doch, wenn ich zurückdenke, Schule war schon besser, war schon ne schöne Zeit

Aber: Würdest du in die heutige 10. Klasse wollen oder doch lieber in die von früher?

Glaub ich müsst mich entweder den ganzen Tag kaputtlachen oder ich wäre sooo genervt von den heutigen Ober-coolen-(10.Klässer)-Kids...

Die Zeit, in dem Alter, die prägt einen Menschen -behaupte ich mal-. Das ist einfach eine Umbruchsituation. Man wird flügge...

Grüßle ff

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8. April 2005 um 14:48

Mein beratungslehrer...
sagte uns beim kurstreffen, dass auch er sich immer glücklich an seine schulzeit erinnert... und gleichzeitig, dass er dann aber auch immer nur an den abiball, nicht aber an die abiklausuren denkt...

ich denke, es spielt eine große rolle, dass man sich eher an das gute und schöne zurück erinnert, als an das schlechte.

wenn ich jetzt an meine 10. klasse zurückdenke, fällt mir nur schönes ein, ich würde das gern nochmal erleben. ich finde meine schwärmereien, unsicherheiten, liebeskummer etc. irgendwie sehr süß. aber wenn ich mich wirklich erinnere und mich bemühe, fällt mir wieder ein, dass mir damals viel davon nicht gut gefallen hat, was ich jetzt süß finde... trotzdem hab ich überwiegend gutes aus der zeit mitgenommen und ich denke, dass ich das so stehen lassen und mich daran erfreuen sollte.

momentan stehe ich (fast) mitten im abi, also in 10 tagen schreibe ich meine erste klausur. ich habe noch 4 schultage vor mir. viele leute erzählen mir, die schulzeit sei die schönste zeit im leben, etwas vergleichbares wird man nie mehr erleben... danke. jetzt, wo ich gehe, kommt sowas

einige zeit lang habe ich mir dann wirklich sorgen gemacht bzw hatte angst, dass es wirklich nie mehr so schön wird wie jetzt. doch ich habe darüber nachgedacht und bin (auch durch den oben erwähnten spruch meines lehrers) eben dahinter gekommen, dass die menschen vergangenes nunmal idealisieren... und begnüge mich nun damit, die letzte zeit zu genießen, mich auf den ball zu freuen und zu versuchen, aus der zukunft das beste zu machen

lg sunseeker

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10. April 2005 um 7:38

Neee,...
ich trauere dem höchstens hinterher, wenn ich an all die verpassten chancen denke. wenn ich dort heute noch mal wäre, würde ich vieles anders machen!
aber ich finde, da hat jeder abschnitt so seine vorzüge (und auch sehr viele nachteile).
in meiner zivi-zeit z.b. hatte ich dafür eher den kopf frei. um das was morgen kam, musste ich mir keine gendanken machen. jeden tag sehr früh morgens arbeitsbeginn und die gleiche monotone arbeit. (und da klingen auch schon nachteile durch...)

jetzt als student bin ich wieder in der situation, dass ich oft ein schlechtes gewissen habe wenn ich freizeit mache, weil ich ja was lernen/lesen könnte, meine hausarbeiten endlich schreiben etc. ich finde, das belatet mich schon sehr.
andererseits habe ich heute freiheiten, die ich so nie hatte. ich wohne jetzt über 700 km von meinen eltern entfernt. habe dadurch keinen stress mehr mit meinen eltern... und wenn ich morgens keinen bock habe, aufzustehen und in die vorlesung oder die übung zu gehen - wen kümmerts? letztlich mein problem, die nächsten prüfungen kommen bestimmt! kein lehrer führt mehr strichliste über nicht gemachte hausaufgaben, niemand notiert (unentschuldigte) fehl- und verspätungszeiten im klassenbuch, ich kann kurse nach meinen interessen wählen. mit meinen hassfächern (außer mathe, das braucht man in der ökonomie halt) hab ich nix mehr zu tun.
nie wieder diese lateinstunden, die ich wie die pest gehasst habe. nie wieder chemie, wo ich es mit würgen und brechen noch auf eine 4minus brachte. auch ist der umganston an de uni ein viel besserer und freundlicherer. hier schreit niemand mitten in der übung "du blöder ... oder sowas. ein richtiges mobbing gegen andere gibt es hier - soweit ich es mitbekomme - eigentlich auch nicht, mal davon abgesehen, dass viele schweizer uns deutsche nicht mögen...

also ich finde, dass jeder lebensabschnitt da vorteile und nachteile hat. auch glaube, ich könnte auch nicht mehr längere zeit mit meinen eltern unter einem dach leben. das wird schon nach ein paar tagen stressig, wenn ich zu besuch bin.

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11. April 2005 um 12:23

JAAAAAAAA!!!
Also meine Schulzeit ist ja noch nicht so lange hin, aber dennoch...vermissen tu ich die Zeit schon, obwohl ich nicht zurück wollte, aber auch nur us dem Grund, dass die Uni mir besser gefällt.

Aber ich denke, dass wenn ich mal arbeiten geh...ja dan...dann will ich wieder zurück.

Das ist typisch Mensch: Wir haben einfach einen supi Verdrängungmechanismus...und das ist in vielen Lebenslagen so.

Wenn Menschen in irgendeiner Lebenkrise stecken, dann denken sie die Welt geht unter, aber nach ein paar Jahren sehen sie das als nicht mehr sooo wild an.

Und das ist auch gut so!

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