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SCHON WIEDER ein Sprung vom Hochhaus

24. April 2003 um 8:19

Gestern
Einige von haben vor einiger Zeit mitbekommen was beim letzten mal passiert war....
Eine junge Frau sprang von unserem Haus in den Tod. Ich war dabei... habe alles mit angesehn.
Gestern sprang wieder einer. Es war der Paul. Ich kannte ihn ganz gut. Er hatte vor ca. 2 Wochen Geburtstag. Er war gerade erst 36 Jahre. Sein Körper zerschellte... Auch er sprang ohne Schrei....
Sie schreien alle nicht...

Mir gehts dementsprechend nicht grade gut heute.
Ich weiß nicht mal warum ich es euch erzähle, vielleicht nur um mit jemanden drüber zu reden können.

Ich werde mir eine neue Wohnung suchen.
Ich halte das psychisch nicht aus. Ich möchte nicht noch mehr Menschen springen sehen.

Danke das Ihr mir zugehört habt.

*grasblättle*

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24. April 2003 um 8:24

Armes mauserl...
Das tut mir wirklich sehr leid, daß es schon wieder passiert ist, die armen Menschen, sehen wirklich keinen anderen Ausweg mehr...
Ich denke auch, es wird das beste sein, du suchst Dir eine andere Wohnung, ich hoffe sehr, die schlimmen Bilder und Gedanken werden mit der Zeit verblassen..

alles Gute
natasha

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24. April 2003 um 9:14

Hmm!
Du scheinst wohl in einer stark suizid-gefärdeten Ecke zu wohnen, repektive Haus!

Hatten die zwei was miteinander gemein?

Vom wievielten OG ist er denn gesprungen? Ein Körper zerschellt nicht, er hat i.d.R. offene Frakturen, besonders Schädelfrakturen, die neben dem Rückrad- und Genickverletzungen, die eigentliche Todesursache ergeben.

Noch übler sehen die Suizidopfer aus, die sich vor den Zug werfen und die klassische Art der Strangulation ist auch kein schöner Anblick!

Wenn es Dir hilft, kannst Du gern mit mir über dieses Thema reden.

So und jetzt mal den Kopf hoch, weil Läbbe geht weiter !

greez vom Jo

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24. April 2003 um 9:15

Dich mal in den arm nimmt...
und einfach nur festhält. gar nichts sagt und zuhört. und nachdenkt...

die ToffiFee

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24. April 2003 um 9:15

Tut mir leid...
... für dich, ich glaube ich würde an deiner Stelle mir auch eine neue Wohnung suchen. Ich wünsche niemanden das irgendwer sowas erlebt.

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24. April 2003 um 9:33

Liebes Grasblaettle,
es tut mir so leid für dich *drück dich*

Wenn du mal jemandem zum reden brauchst, jemanden, der mit dir am Neckar eine raucht, dann melde dich... das Angebot steht, das weißt du doch, meine Nummer hast du ja...

Die liebsten Grüße für dich, Lisa

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24. April 2003 um 9:43

Hallo Blättle
.....

Ich denk an dich
Emmilee

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24. April 2003 um 10:43

.....
.....

Liebe Grüsse von Romara

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24. April 2003 um 11:00

Einfach akzeptieren.
ich empfinde gar keine solche gefühle wie du, wenn jemand für sich den freitod wählt.

weil ich denke, es ist jeden sein gutes recht, mit seinem leben zu machen was er/sie möchte.
da sollte kein anderer reinreden.

klar, für die hinterblieben ist es ein schock, die haben viel mehr mit dem verlust zu kämpfen, ABER ich denke nur darum, weil sie einfach den jenigen nicht die erlaubnis erteilen frei zu entscheiden.

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24. April 2003 um 11:28
In Antwort auf sommer2003

Einfach akzeptieren.
ich empfinde gar keine solche gefühle wie du, wenn jemand für sich den freitod wählt.

weil ich denke, es ist jeden sein gutes recht, mit seinem leben zu machen was er/sie möchte.
da sollte kein anderer reinreden.

klar, für die hinterblieben ist es ein schock, die haben viel mehr mit dem verlust zu kämpfen, ABER ich denke nur darum, weil sie einfach den jenigen nicht die erlaubnis erteilen frei zu entscheiden.

*gruebel*
Hallo,

also im Prinzip muss ich Dir Recht geben - jeder sollte das Recht haben sein Leben zu beenden wann er will. Im Prinzip....

Aber:

1. Soll er damit keine anderen Menschen schädigen - sei es körperlich bei z.B. einem Autounfall oder seelisch durch solche Erlebnisse wie es unsre Kleine erleben musste ..

2. Hmm .. wollte mich auch mal umbringen, habe keine Zukunft mehr gesehen. Bin froh, dass ich es nicht genacht habe und kenne noch einige Leute die die Versuche überlebt haben und nun glücklich sind ...

Wo willst Du eine Abgrenzung treffen? Meine Meinung: Selbstmord staatlich kontrolliert und unterstützt. D.h. entsprechende Zentren in denen die Leute betreut werden und nach einer entsprechenden betreuten, kostenfreien Wartezeit ihnen die Möglichkeit des sauberen Selbstmords gegeben wird. Sicherlich in bestimmter Weise erschreckend und abstossend, koennte aber meiner Meinung nach viele Leben retten ..

Gruß

DS

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24. April 2003 um 11:34
In Antwort auf DunklerSchatten

*gruebel*
Hallo,

also im Prinzip muss ich Dir Recht geben - jeder sollte das Recht haben sein Leben zu beenden wann er will. Im Prinzip....

Aber:

1. Soll er damit keine anderen Menschen schädigen - sei es körperlich bei z.B. einem Autounfall oder seelisch durch solche Erlebnisse wie es unsre Kleine erleben musste ..

2. Hmm .. wollte mich auch mal umbringen, habe keine Zukunft mehr gesehen. Bin froh, dass ich es nicht genacht habe und kenne noch einige Leute die die Versuche überlebt haben und nun glücklich sind ...

Wo willst Du eine Abgrenzung treffen? Meine Meinung: Selbstmord staatlich kontrolliert und unterstützt. D.h. entsprechende Zentren in denen die Leute betreut werden und nach einer entsprechenden betreuten, kostenfreien Wartezeit ihnen die Möglichkeit des sauberen Selbstmords gegeben wird. Sicherlich in bestimmter Weise erschreckend und abstossend, koennte aber meiner Meinung nach viele Leben retten ..

Gruß

DS

Selbstmord staatlich unterstützt?
Hmmmmmm, also diesen Gedanken finde ich wirklich erschreckend. Warum sollte man den Leuten die "Möglichkeit des sauberen Selbstmordes" geben? Um unschuldige Beteiligte (U-Bahn-Fahrer oder Zuschauer wie grasblättle) zu schützen? Dieser Schutz wäre gut, aber doch nicht durch eine Beihilfe zum Selbstmord.

Da braucht es halt auch beim bedauernswerten Suizidwilligen noch eine Selbstverantwortung. Wer will, kann sich auch selbst, ohne staatliche Hilfe, "sauber" umbringen. Man muss sich nicht vor die U-Bahn oder vom Hochhaus stürzen.

Sinnvoll finde ich allerdings den Teil Deiner Idee mit den Zentren und der fachmännischen Betreuung. Es gibt ja schon diverse Initiativen, z.B. das dky Projekt, da geht es speziell gegen Suizid durch Liebeskummer.

Meistens wollen die Leute doch nicht ihr Leben beenden, sondern nur den unerträglich erscheinenden Schmerz...

Meine Meinung.

LG von Netten Mädel

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24. April 2003 um 11:46
In Antwort auf nettesmaedel

Selbstmord staatlich unterstützt?
Hmmmmmm, also diesen Gedanken finde ich wirklich erschreckend. Warum sollte man den Leuten die "Möglichkeit des sauberen Selbstmordes" geben? Um unschuldige Beteiligte (U-Bahn-Fahrer oder Zuschauer wie grasblättle) zu schützen? Dieser Schutz wäre gut, aber doch nicht durch eine Beihilfe zum Selbstmord.

Da braucht es halt auch beim bedauernswerten Suizidwilligen noch eine Selbstverantwortung. Wer will, kann sich auch selbst, ohne staatliche Hilfe, "sauber" umbringen. Man muss sich nicht vor die U-Bahn oder vom Hochhaus stürzen.

Sinnvoll finde ich allerdings den Teil Deiner Idee mit den Zentren und der fachmännischen Betreuung. Es gibt ja schon diverse Initiativen, z.B. das dky Projekt, da geht es speziell gegen Suizid durch Liebeskummer.

Meistens wollen die Leute doch nicht ihr Leben beenden, sondern nur den unerträglich erscheinenden Schmerz...

Meine Meinung.

LG von Netten Mädel

*gruebel*
Hallo Nettes Maedel,

hast je Recht - ich will den Selbstmord ja auch nicht fördern. Nur:

Viele Jugendliche wissen nicht wie man sich umbringt. Da wird dann halt mit dem Auto irgendwo langgerast und gegen nen Pfeiler gesteuert --> Hat oft andere Verletzte / Tote zur Folge und bei den Betreffenden öfters mal nur eine Verkrüppelung mit der sie dann ewig leben muessen .. *sigh*

Gleiches mit Giftkaufen usw .. die Leute überleben dann doch zwischenzeitlich mal und müssen ewig mit den Folgen kämpfen (Ich kenne solche Beispiele). Auch Pistolen usw. Ein Freund hat mal eine Waffe bei einem Selbstmörder gefunden (16 war er da). Haette ins Auge gehen koenne, da von verantwortungsbewusstem Umgang mit der Waffe war natürlich keine Rede.

Wieso machen die Leute das? Weil Selbstmord nunmal ein leichter Weg aus dem Kummer heraus ist und einem von keiner Seite Hilfe angeboten wird. Also ich wusste nichts von dem von Dir angesprochenen Projekt als ich Liebeskummer hatte.

Gibst Du diesen Leuten eine staatlich geförderte und !!öffentlich bekannte!! (nicht totgeschwiegene) Stelle, so würden sich einige, sicher nicht alle, dahin wenden und könnten zu 90% aufgefangen werden. Wer nach einigen Wochen Betreuung immer noch Selbstmord begehen will, der soll es aber dann auch dürfen ...

Gruß

DS

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27. April 2003 um 16:21

...
hey süße!

bin grad erst wieder da, deswegen komme ich auch erst jetzt dazu, hier was zu schreiben!

das ist ja schrecklich!! dass du sowas jetzt schon zweimal erleben musstest, und das auch noch in so kurzer zeit... ich kann verstehen, dass du das nicht aushältst und dann ist das mit der neuen wohnung wahrscheinlich ne gut idee! ich wünsch dir viel glück bei der suche danach und dass dir sowas nie nie wieder passiert!!

hoffentlich gehts dir schon wieder besser!!!
gedankenkaefer

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