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Schluss mit #NotAllMen

Letzte Nachricht: 14. Juni um 8:47
25.03.21 um 12:37

Schluss mit #NotAllMen

Mit der Aufregung um Sarah Everards Mord und der weltweiten Protestbewegung geht auch eine Gegenbewegung einher. "Not All Men" (dt. "Nicht alle Männer" lautet der Leitspruch und gleichzeitig auch das Argument derer, denen die Diskussion um die männliche Gewalt gegen Frauen so gar nicht in den Kram passt.
Mehr zu dem Thema findet ihr in unserem Artikel:
https://www.gofeminin.de/aktuelles/not-all-men-der-fall-sarah-everard-s4023307.html

Doch wie sind eure Erfahrungen, wenn solch brisante Themen angesprochen werden? Besonders im Dialog mit Männern. Wann wird komplett abgeblockt? Wie kann man begreiflich machen, dass man sie nicht anfeinden will, sondern um Zuhören und Besserung bittet? Welche Tipps kann man ihnen an die Hand geben, um Frauen ein besseres Gefühl zu vermitteln?

Wir sind gespannt und schicken liebe Grüße
Euer gofeminin.de Team

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25.03.21 um 17:28

meine Erfahrung? Menschen verallgemeinern gern und stecken gern in Schubladen.

Das ist grundsätzlich notwendig, aber trotzdem falsch.

Wenn Dir jemand mit "Du als Frau..." kommt ohne Dich überhaupt zu kennen, bittest Du dann auch demütig um Hilfe, was Du ändern könntest?!? Na ich hoffe ja wohl nicht!
Also kann es auch kein "Du als Mann ... " geben.

Ich finde es absolut bedenklich, wie das gofem-Team hier solche Debatten weiter anheizt.
Als ob wir uns "nachts auf der Strasse" in einem Kriegsbegiet befinden.
Als ob nie Männer Opfer von Gewalttaten werden.
Als ob nicht die mit großem, großem, großem Abstand meiste Gewalt gegen Frauen, Tötungsdelikte inklusive, in Zentraleuropa von Partnern oder Ex-Partnern, meist sogar im eigenen Haus / Wohnung ausgeht statt von irgendwelchen Fremden nachts allein auf der Strasse.

#SchlußMitPanik!

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29.03.21 um 17:03
In Antwort auf

meine Erfahrung? Menschen verallgemeinern gern und stecken gern in Schubladen.

Das ist grundsätzlich notwendig, aber trotzdem falsch.

Wenn Dir jemand mit "Du als Frau..." kommt ohne Dich überhaupt zu kennen, bittest Du dann auch demütig um Hilfe, was Du ändern könntest?!? Na ich hoffe ja wohl nicht!
Also kann es auch kein "Du als Mann ... " geben.

Ich finde es absolut bedenklich, wie das gofem-Team hier solche Debatten weiter anheizt.
Als ob wir uns "nachts auf der Strasse" in einem Kriegsbegiet befinden.
Als ob nie Männer Opfer von Gewalttaten werden.
Als ob nicht die mit großem, großem, großem Abstand meiste Gewalt gegen Frauen, Tötungsdelikte inklusive, in Zentraleuropa von Partnern oder Ex-Partnern, meist sogar im eigenen Haus / Wohnung ausgeht statt von irgendwelchen Fremden nachts allein auf der Strasse.

#SchlußMitPanik!

Hallo avarrassterne3,

danke für deine Nachricht.
Natürlich ist es nicht unsere Absicht, etwas zu verallgemeinern oder Angst zu schüren. Dennoch halten wir es für wichtig auf genau solche Themen wie sexuelle Gewalt an Frauen aufmerksam zu machen und den Dialog zu suchen.

Die Bewegung, die sich gegen #NotAllMen richtet, kämpft für insgesamt mehr Sicherheit für Frauen. Sie bezieht sich also nicht nur auf Themen wie der "sichere Nachhauseweg" oder "lauernde Sexualtäter", sondern allgemein darauf, wie Frauen vor sexueller Belästigung, sexueller Gewalt oder sogar Vergewaltigung und Mord geschützt werden können, indem man versucht auch bei Männern Aufmerksamkeit zu generieren.
Natürlich sind nicht alle Männer Verbecher und das möchten wir ihnen auch nicht unterstellen. Genauso wenig dass sie nicht auch Opfer von Gewalt werden können.
Aber wenn mehr Männer auf die Sorgen und Ängste von Frauen, sowie Gefahren aufmerksam gemacht werden, denen leider so viele Frauen ausgesetzt sind, können sie ihnen besser helfen. Sie können Gefahrensituationen leichter erkennen, Freunde und Familienmitglieder zurechtweisen, Frauen ihr Gehör schenken oder Schutz anbieten. Nur um einige Beispiele zu nennen.

Wir hoffen, wir haben unseren Standpunkt und den der feministischen Bewegung etwas deutlicher für dich machen können.

Liebe Grüße
Dein gofeminin.de Team

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29.03.21 um 17:39
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Hallo avarrassterne3,

danke für deine Nachricht.
Natürlich ist es nicht unsere Absicht, etwas zu verallgemeinern oder Angst zu schüren. Dennoch halten wir es für wichtig auf genau solche Themen wie sexuelle Gewalt an Frauen aufmerksam zu machen und den Dialog zu suchen.

Die Bewegung, die sich gegen #NotAllMen richtet, kämpft für insgesamt mehr Sicherheit für Frauen. Sie bezieht sich also nicht nur auf Themen wie der "sichere Nachhauseweg" oder "lauernde Sexualtäter", sondern allgemein darauf, wie Frauen vor sexueller Belästigung, sexueller Gewalt oder sogar Vergewaltigung und Mord geschützt werden können, indem man versucht auch bei Männern Aufmerksamkeit zu generieren.
Natürlich sind nicht alle Männer Verbecher und das möchten wir ihnen auch nicht unterstellen. Genauso wenig dass sie nicht auch Opfer von Gewalt werden können.
Aber wenn mehr Männer auf die Sorgen und Ängste von Frauen, sowie Gefahren aufmerksam gemacht werden, denen leider so viele Frauen ausgesetzt sind, können sie ihnen besser helfen. Sie können Gefahrensituationen leichter erkennen, Freunde und Familienmitglieder zurechtweisen, Frauen ihr Gehör schenken oder Schutz anbieten. Nur um einige Beispiele zu nennen.

Wir hoffen, wir haben unseren Standpunkt und den der feministischen Bewegung etwas deutlicher für dich machen können.

Liebe Grüße
Dein gofeminin.de Team

Vergewaltiger und Mörder sind Straftäter. Nicht weniger.
Straftaten sind kein Problem von Männern, sondern eines der Justiz.

Einem Mann zu erzählen, er solle doch bitte die Strassenseite wechseln, wenn er in der Nacht einer Frau begegnet ist sexistisch und diskriminierend bis zum Anschlag.
"Beweise mir, dass Du kein Straftäter bist, obwohl Du ein Mann bist, dem ich nachts begegne"?!? NEIN, NEIN, NEIN!!!
Was würdest Du einem Mann sagen, der Dir mit "Du solltest als Frau die Strassenseite wechseln, damit Du mich nicht unbeabsichtigt erregst" antworten? Ich denke, eine Ohrfeige, wäre durchaus angemessen.
Nur sehe ich den Unterschied zu "wechsel als Mann die Strassenseite, damit Du mich nicht unbeabsichtigt ängstigst" leider überhaupt nicht.

Schutz von einem Mann?!? Wir leben in Europa. Im Jahre 2021! Am besten fahre ich auch nicht mehr selbst Auto, er kann mich auch besser schützen, wenn er fährt, nicht ich. Und er schützt mich auch vor falschen finanziellen Entscheidungen, indem er mein Geld verwaltet. Oder wie jetzt?
Ja, ein Mann ist mir an Körperkraft überlegen. Eine durchtrainierte Frau übrigens auch. Nur mehr Schutz habe ich in Begleitung eines Mannes nur in ganz, ganz bestimmten Situationen - in anderen dafür weniger. Ok, wenn ein einzelner Typ auf der Suche nach einer einzelnen Frau ist - may be. Der würde aber auch ohne Mann an meiner Seite feststellen, dass ich weder wehrlos noch Opfer bin.
Auf der anderen Seite eskaliert Gewalt wahrscheinlich eher, wenn auf beiden Seiten Testosteron ist und gegen eine Gruppe gibt ein Mann an meiner Seite zum "Schutz" mal schlich nur 2 Opfer statt einem. Ok, außer Chuck Norris kommt mit.

Ich glaube, wir Frauen sollten uns einfach mal lieber darauf konzentrieren, unsere Ängste und Sorgen nicht an so etwas zu hängen! Selbstbewußt sein. Für Ängste und Sorgen gibt es keinen Grund.

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29.03.21 um 18:50
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Schluss mit #NotAllMen

Mit der Aufregung um Sarah Everards Mord und der weltweiten Protestbewegung geht auch eine Gegenbewegung einher. "Not All Men" (dt. "Nicht alle Männer" lautet der Leitspruch und gleichzeitig auch das Argument derer, denen die Diskussion um die männliche Gewalt gegen Frauen so gar nicht in den Kram passt.
Mehr zu dem Thema findet ihr in unserem Artikel:
https://www.gofeminin.de/aktuelles/not-all-men-der-fall-sarah-everard-s4023307.html

Doch wie sind eure Erfahrungen, wenn solch brisante Themen angesprochen werden? Besonders im Dialog mit Männern. Wann wird komplett abgeblockt? Wie kann man begreiflich machen, dass man sie nicht anfeinden will, sondern um Zuhören und Besserung bittet? Welche Tipps kann man ihnen an die Hand geben, um Frauen ein besseres Gefühl zu vermitteln?

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Euer gofeminin.de Team

Ich schleiche seit Tagen um diesen Beitrag herum, genauso wie um den dazu gehörigen Artikel.
Und ich kann mich Ava nur anschließen, das was ihr hier schreibt ist bedenklich.
Was immer für "nette" Absichten ihr mit dem Beitrag verfolgt haben mögt, das ist gründlich in die Hose gegangen.

Daran ändert auch eure Antwort hier nichts, die macht es nicht besser.
Was nützt es zu betonen, ihr wollt nicht alle Männer pauschal in eine Ecke stellen, wenn ihr letzlich doch aber genau das tut?
Es ist ja fast schon großzügig zu nennen, dass ihr zugesteht, nicht alle Männer seien Verbrecher.

So wie Artikel und Beitrag, aber auch eure Antwort aufgezogen  sind, werft ihr hier ziemlich deutlich pauschal alle Männer in einen Topf. Und doch, ihr unterstellt, ihr beschuldigt, ihr feindet an, ihr verdächtigt.
Was sind solche Formulierungen hier denn sonst, wenn nicht pauschale Unterstellung? "denen die Diskussion um die männliche Gewalt gegen Frauen so gar nicht in den Kram passt."

Menschen mit xy-Chromosomen müssen, so wirkt es auf mich, in "Vorleistung" gehen. Die sollen erst mal aktiv, durch zusätzliche Dinge, beweisen, dass sie "gute" gewaltfreie Menschen sind, engagierte Menschen bzw. Männer. Es genügt nicht, dass sie noch nie gewalttätigt waren, dass sie sich noch niemals was haben zu Schulden kommen lassen.
Darauf habe ich persönlich keine Lust. Und ich kann verstehen, dass es etlichen Männern so geht.
 

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29.03.21 um 19:44
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Hallo avarrassterne3,

danke für deine Nachricht.
Natürlich ist es nicht unsere Absicht, etwas zu verallgemeinern oder Angst zu schüren. Dennoch halten wir es für wichtig auf genau solche Themen wie sexuelle Gewalt an Frauen aufmerksam zu machen und den Dialog zu suchen.

Die Bewegung, die sich gegen #NotAllMen richtet, kämpft für insgesamt mehr Sicherheit für Frauen. Sie bezieht sich also nicht nur auf Themen wie der "sichere Nachhauseweg" oder "lauernde Sexualtäter", sondern allgemein darauf, wie Frauen vor sexueller Belästigung, sexueller Gewalt oder sogar Vergewaltigung und Mord geschützt werden können, indem man versucht auch bei Männern Aufmerksamkeit zu generieren.
Natürlich sind nicht alle Männer Verbecher und das möchten wir ihnen auch nicht unterstellen. Genauso wenig dass sie nicht auch Opfer von Gewalt werden können.
Aber wenn mehr Männer auf die Sorgen und Ängste von Frauen, sowie Gefahren aufmerksam gemacht werden, denen leider so viele Frauen ausgesetzt sind, können sie ihnen besser helfen. Sie können Gefahrensituationen leichter erkennen, Freunde und Familienmitglieder zurechtweisen, Frauen ihr Gehör schenken oder Schutz anbieten. Nur um einige Beispiele zu nennen.

Wir hoffen, wir haben unseren Standpunkt und den der feministischen Bewegung etwas deutlicher für dich machen können.

Liebe Grüße
Dein gofeminin.de Team

P.S. 
Wir haben 2021, dass es nicht legal und nicht in Ordnung ist, einen Menschen umzubringen, wissen die Leute, ohne dass man sie darauf aufmerksam macht.
Wir haben 2021, dass sexuelle Handlungen jeder Art das Einverständnis aller Beteiligten voraussetzen und weder legal noch in Ordnung sind, wenn das nicht der Fall ist, wissen die Leute, auch ohne Aufklärungskampagne.

Also was soll diese "Aufmerksamkeit" jetzt genau bewirken?

Und noch mal: welche Gefahren meinst Du bitte? 
Die Gefahr "männliche(r) Gewalt gegen Frauen"? Ganz ehrlich, statistisch und praktisch und real: In unserem Land in unserer Zeit spielt die eine untergeordnete Rolle - und gerade wir Frauen sollten keinesfalls dazu beitragen "Ängste und Sorgen" zu schüren, indem wir das anders darstellen.
Wenn dann geht es noch am ehesten darum: Wenn Dein Mann / Partner / ... Dich schlägt: Verlasse ihn. SOFORT. Hol Dir Hilfe. SOFORT. Hilfe findest Du bei....
Lass Dir nichts erzählen, erzähl Dir auch vor allem selbst keine Märchen, entschuldige ihn nicht, Pack ein paar Sachen, verlasse die Wohnung und geh nie wieder allein dort hin. (In dem Falle wäre ich wirklich ein Fan von Unterstützung durch eine, gern viel mehr Begleitperson/en)
Aber auch das änderst Du nicht durch Aufklärung an Männer. Die, die schlagen, wissen, dass sie wirklich Mist bauen. Die im Umfeld bemerken es (wie auch Frauen) meist nicht, weil die Betroffenen selbst es verstecken. Und wenn können sie nicht viel tun. Die Betroffenen selbst müssen diesen einen Schritt aus der Tür tun - erst dann ist Hilfe möglich.

Mehr Sicherheit für Frauen? Da fällt mir was ein:
Nehmen wir mal die häufigsten Probleme, die Du als Zeuge oder Betroffene erleben könntest:
- Herzinfakt,
- Schlaganfall
- Über- oder Unterzuckerung
- allergischer Schock
- Panikattacke
- Verletzungen aus einem (Verkehrs-)unfall
Und jetzt sage mir: in wie vielen Fällen könntest Du das Problem erkennen und wüßtest, wie Du Dir und anderen helfen kannst, bis der Notarzt da ist? Wie viele andere in Deinem Umfeld oder hier im Forum wissen es? 

Wie wäre es damit? Praktisches Wissen, was Leben retten kann.
Und eine sehr, sehr viel wahrscheinlichere "Gefahrensituation", auch für Frauen.

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30.03.21 um 7:14

Oh dachte eigentlich der Thread: nachts alleine unterwegs,
würde den Artikel mitbehandeln, ich hab schon ein wenig dazu dort geschrieben.
Ich selber bin ja grundsätzlich schon nach wie vor bereit, wenn ich denn von ner Mehrheit Frauen höre dass sie sich den Wechsel der Straßenseite wünschen, das dann künftig auch im Hinterkopf zu haben und zu berücksichtigen.
Bisher sehe ich da eher den Wunsch nach normalem Alltagsverhalten.
Am meisten stört mich an dem Artikel, der Satz:

"Statt junge Mädchen für Selbstverteidigungskurse anzumelden und ihnen schon in Kinderjahren beizubringen, wie sie sich schützen können, sollten wir den Fokus auf die Jungs und Männer legen."

Selbstverteidigungskurse stärken finde ich Selbstbewußtsein in eben solchen Situationen. Das genau ist nötig um sicher von a nach b zu kommen.
Meine kleine Schwester durfte teilweise an mir testen was MANN so aushält, klar intim nich bei mir, hab ich ihr geraten so fest es geht und die zielhöhe auf die Knie soll is bauchnabel für den Schwung.
Eins der großen Probleme ist bei Frauen ohne erfahrung/schulung, 
dass das meiste trotz geringerer Kraft immer noch zurückhaltend ausgeführt wird.
Faust im kampf hab ich im Krav Maga Kurs mit meiner Ex, gelernt ist gerade bei Leuten mit zarteren Händen oft mit Brüchen verbunden da sollte eher der Handballen zum Schlag genutzt werden.
Denke Knie und weichteile Stirn auf Nase, Augen oder Hals attackieren ist das beste.
Ach und natürlich nicht nur Frauen helfen Frauen wenn ich nachts jemand Hilfe rufen höre Lauf ich los.
Auch wenn ich spätestens nach dem Kurs weiß, dass ich mit Situationen konfrontiert werden kann in denen Kraft nicht viel ändert (Spritze mit Substanz, offenbar wird gern HIV infiziertes Blut genannt.)
Aber avarrassterne3 hat schon recht, erste Hilfe können die wenigsten richtig und immer mehr Männer und Frauen greifen lieber für n vid zum Handy als für den Notruf. 

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30.03.21 um 8:32
In Antwort auf

Oh dachte eigentlich der Thread: nachts alleine unterwegs,
würde den Artikel mitbehandeln, ich hab schon ein wenig dazu dort geschrieben.
Ich selber bin ja grundsätzlich schon nach wie vor bereit, wenn ich denn von ner Mehrheit Frauen höre dass sie sich den Wechsel der Straßenseite wünschen, das dann künftig auch im Hinterkopf zu haben und zu berücksichtigen.
Bisher sehe ich da eher den Wunsch nach normalem Alltagsverhalten.
Am meisten stört mich an dem Artikel, der Satz:

"Statt junge Mädchen für Selbstverteidigungskurse anzumelden und ihnen schon in Kinderjahren beizubringen, wie sie sich schützen können, sollten wir den Fokus auf die Jungs und Männer legen."

Selbstverteidigungskurse stärken finde ich Selbstbewußtsein in eben solchen Situationen. Das genau ist nötig um sicher von a nach b zu kommen.
Meine kleine Schwester durfte teilweise an mir testen was MANN so aushält, klar intim nich bei mir, hab ich ihr geraten so fest es geht und die zielhöhe auf die Knie soll is bauchnabel für den Schwung.
Eins der großen Probleme ist bei Frauen ohne erfahrung/schulung, 
dass das meiste trotz geringerer Kraft immer noch zurückhaltend ausgeführt wird.
Faust im kampf hab ich im Krav Maga Kurs mit meiner Ex, gelernt ist gerade bei Leuten mit zarteren Händen oft mit Brüchen verbunden da sollte eher der Handballen zum Schlag genutzt werden.
Denke Knie und weichteile Stirn auf Nase, Augen oder Hals attackieren ist das beste.
Ach und natürlich nicht nur Frauen helfen Frauen wenn ich nachts jemand Hilfe rufen höre Lauf ich los.
Auch wenn ich spätestens nach dem Kurs weiß, dass ich mit Situationen konfrontiert werden kann in denen Kraft nicht viel ändert (Spritze mit Substanz, offenbar wird gern HIV infiziertes Blut genannt.)
Aber avarrassterne3 hat schon recht, erste Hilfe können die wenigsten richtig und immer mehr Männer und Frauen greifen lieber für n vid zum Handy als für den Notruf. 

Das ist auch etwas, was man in Selbstverteidigungskursen lernt, ja.

Wenn es nicht hart auf hart kommt - super. Aber wenn es doch dazu kommen sollte - keine falsche Scheu. Wenn man sich wirklich mal verteidigen muss, dann ist Schluß mit Walddorfschule. Kein Anstand, keine Fairness, keine Rücksicht, so lange das Gegenüber noch eine Gefahr ist, ist alles erlaubt. Und für denjenigen mit geringerer Körperkraft heißt das: direkt auf die Schwachpunkte. In die Kronjuwelen bei einem Mann. Und zwar mit voller Kraft. nix halbherzig. Gelenke, Nervenpunkte, Ohren, Augen. Da braucht es verblüffend wenig Kraft. Man kann ohne weiteres mit bloßen Händen jemandem ein Ohr abreißen, kein Witz. Und auch wenn die Vorstellung häßlich ist - bevor ich mich in irgend eine finstere Ecke verschleppen lasse, werde ich das tun. Wenn ich erst gefesselt in einem abgelegenen Haus liege, ist es zu spät. Jemanden, der einen angreift, muss man nicht schonen, nicht nett und nicht fair sein.
Und vor allem: LAUT SEIN.

Das habe ich auch schon versucht meinem Junior von Kind an beizubringen. Bei einer "Rauferei" fair spielen.
Wenn möglich immer verhindern, dass etwas eskaliert, egal wie toll man sich fühlt, es gibt immer einen Stärkeren.
Aber bei einer echten Gefahr: jeden schmutzigen Trick einsetzen, keine Zurückhaltung, kein Anstand und immer Brüllen was die Lunge her gibt, um alle Aufmerksamkeit zu ziehen. Selbst wenn alle Umstehenen nur filmen - auch das will kein Straftäter. Macht sich nicht so gut in der Gerichtsverhandlung.

Nun, ich habe noch nie jemandem ein Ohr abreißen müssen - und ich fände es gut, wenn es dabei bleibt. Aber ich fühle mich nie hilflos oder ausgeliefert und das ist wichtig. Für mich selbst in erster Linie, denn nein, ich habe keine Angst, nachts durch dunkle Strassen zu gehen, mir nie Gedanken gemacht, wem ich Bescheid gesagt habe und welche Schuhe ich dabei trage.

Aber immer noch: erste Hilfe braucht man viel, viel öfter als Selbstverteidigung. Auch als Frau. Darüber sollten wir diskutieren, nicht über "die männliche Gewalt gegen Frauen", denn die ist kein wirkliches Problem mehr. Ja, es gibt Sexualstraftaten und Morde. Es gibt auch Frauen die morden. Es gibt auch Sexualstraftaten gegen Kinder und das liegt auch bestimmt nicht daran, dass niemand darüber aufklären würde, dass Sex mit Kindern echt unter aller *** ist. Es gibt Raub, Betrug, Scamming, Phishing, Abzocke, Identitätsdiebstahl und jede Menge mehr. Nicht weil niemand darüber aufklären würde, dass es Pfui ist, andere abzuzocken.
Eine Gesellschaft ohne Kriminalität wird es einfach nicht geben. Zumindest nicht in den nächsten 100 Generationen, das gibt die Menschheit nicht her.

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02.04.21 um 15:16

Doch, ich bestehe drauf, ich bin so ein bösartiges männliches Subjekt. Wir Männer sind halt Schweine, das lässt sich leider nicht mehr ändern. Gut, vielleicht, wenn man ihnen rosa Kleidchen anzieht als Kinder, werden sie später vielleicht etwas sanfter Ich habe mal beim Jugendmagazin der Zeit ein Kommentar verfasst zu einem ähnlichen Thema- und geschrieben, dass sich das Machoverhalten meines Erachtens auch seit dem Zuzug x-tausender Männer aus archaischen Kulturen verstärkt hat, und dass auch die Einheimischen da offenbar nicht als Weicheier dastehen wollen. Der Kommentar wurde nicht freigeschaltet, wie zu erwarten war.... ja, was nun? Es gibt zuviele Männer, da stimme ich zu. Weniger Männer, weniger Probleme. Frauen, bekommt weniger Männer, das ist die Lösung.

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02.04.21 um 19:36

Jab vor was man sich fürchtet, ausrotten... Auch n trauriger menschlicher Zug von dem sich die Menschheit möglichst schnell trennen sollte

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02.04.21 um 20:02
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Jab vor was man sich fürchtet, ausrotten... Auch n trauriger menschlicher Zug von dem sich die Menschheit möglichst schnell trennen sollte

Nicht gleich ausrotten. Einfach nur weniger Männer in die Welt setzen....

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02.04.21 um 20:20

Hm ich wage trotzdem zu bezweifeln dass auf die Weise das eigentliche Problem Gewalt gelöst wird.
Denke die Rolle der gewalttätigen Männer würde von gewalttätigen Frauen übernommen. 
Und das mit den Männern aus Archaischen Kulturen und den einheimischen Männern, trauriges Bild. 
Trauriges selbstwertbild das du da zeichnest, dass da von solchen nach Anerkennung gehaischt wird, reden wir von Männern oder welchen auf dem Weg dahin? 

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02.04.21 um 20:33
In Antwort auf

Hm ich wage trotzdem zu bezweifeln dass auf die Weise das eigentliche Problem Gewalt gelöst wird.
Denke die Rolle der gewalttätigen Männer würde von gewalttätigen Frauen übernommen. 
Und das mit den Männern aus Archaischen Kulturen und den einheimischen Männern, trauriges Bild. 
Trauriges selbstwertbild das du da zeichnest, dass da von solchen nach Anerkennung gehaischt wird, reden wir von Männern oder welchen auf dem Weg dahin? 

Des isch meine subjektive Wahrnehmung, aber da bin ich wohl nicht der Einzige. Besonders diese zunehmende Fixierung auf Geschlechtsidentitäten (und jetzt auch dieses Gender-Dings) das habe ich aus meiner Jugend alles noch etwas entspannter in Erinnerung (Männer lassen sich seit einiger Zeit wieder vermehrt Bärte wachsen oder tragen wieder vermehrt militärisch anmutende Frisuren usw, das war in den 90'ern nicht so krass) Dass die Aggressivität dann von den Frauen übernommen würde, wenn es weniger Männer gäbe.... weil sie sich um die wenigen Männer schlagen oder was? Es sind die Hormone, da gibt es glaube ich nicht viel Interpretationsspielraum, weshalb Männer oder Frauen eben ein bestimmtes Verhalten an den Tag legen. Es gibt zwar immer mal wieder Versuche, das zu widerlegen, ändert aber an geschlechtsspezifischen Verhaltensweisen wohl wenig.

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Kannst du deine Antwort nicht finden?

02.04.21 um 20:49

Nein ich denke das Gewalt nicht rein männersache ist.
Gewalt unter frauen nimmt finde ich auch zu.
Unabhängig davon ist trauriger Fakt das handlungsbedarf besteht.
Ich finde nur den Ansatz, da ein allgemeines verantwortungsgefühl für den Schutz von schwächeren besser nich wie aktuell wird schon wer anders richten.
Heißt aber halt auch Eigenverantwortung wenn keiner nahe ist kann keiner helfen, drum finde ich n Selbstverteidigungskurs nie verkehrt.
 

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02.04.21 um 20:54
In Antwort auf

Nein ich denke das Gewalt nicht rein männersache ist.
Gewalt unter frauen nimmt finde ich auch zu.
Unabhängig davon ist trauriger Fakt das handlungsbedarf besteht.
Ich finde nur den Ansatz, da ein allgemeines verantwortungsgefühl für den Schutz von schwächeren besser nich wie aktuell wird schon wer anders richten.
Heißt aber halt auch Eigenverantwortung wenn keiner nahe ist kann keiner helfen, drum finde ich n Selbstverteidigungskurs nie verkehrt.
 

Ja, das kann auf alle Fälle nicht schaden. So richtig üble Typen wird das aber auch nicht abhalten, vor allem, wenn mit Waffen operiert wird. So einem richtig üblen Serienvergewaltiger hält frau wahrscheinlich nicht so schnell auf, der weiß, was er tut, so böse sich das anhört. Übrigens fände ich es wünschenwert, wenn Du dir bei deinen Kommentaren vielleicht auch in Sachen Grammatik usw. mal etwas mehr Mühe gibst- das ist kein Schulhof hier, zumindest meiner Wahrnehmung nach.

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02.04.21 um 22:12
In Antwort auf

Schluss mit #NotAllMen

Mit der Aufregung um Sarah Everards Mord und der weltweiten Protestbewegung geht auch eine Gegenbewegung einher. "Not All Men" (dt. "Nicht alle Männer" lautet der Leitspruch und gleichzeitig auch das Argument derer, denen die Diskussion um die männliche Gewalt gegen Frauen so gar nicht in den Kram passt.
Mehr zu dem Thema findet ihr in unserem Artikel:
https://www.gofeminin.de/aktuelles/not-all-men-der-fall-sarah-everard-s4023307.html

Doch wie sind eure Erfahrungen, wenn solch brisante Themen angesprochen werden? Besonders im Dialog mit Männern. Wann wird komplett abgeblockt? Wie kann man begreiflich machen, dass man sie nicht anfeinden will, sondern um Zuhören und Besserung bittet? Welche Tipps kann man ihnen an die Hand geben, um Frauen ein besseres Gefühl zu vermitteln?

Wir sind gespannt und schicken liebe Grüße
Euer gofeminin.de Team

Ich finde nicht das es Aufgabe normal gepolter Männer ist das zu ändern wenn es unter ihnen, genau wie unter Frauen auch, kranke Individuen gibt.

Wie viele Mörderinnen gibt es denn? Gewalt gegen Kinder zuhause? Da will ich als Frau auch nicht mit in einen Topf geworfen werden.
 

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08.04.21 um 13:15
In Antwort auf

Ich finde nicht das es Aufgabe normal gepolter Männer ist das zu ändern wenn es unter ihnen, genau wie unter Frauen auch, kranke Individuen gibt.

Wie viele Mörderinnen gibt es denn? Gewalt gegen Kinder zuhause? Da will ich als Frau auch nicht mit in einen Topf geworfen werden.
 

Ich denke Die Anzahl, der von Frauen getätigten Gewaltatten, gegen irgendjemanden, macht es schon deutlich, dass sich diese beiden Dinge dahingehend eines Vergleiches nicht relativieren lassen, sprich etwas ist scheiße "ja aber das andere ist auch scheiße"
Zudem wäre es ganz nett zu wissen worauf du@">alucard dich in deinem Vorherigen Post beziehst mit der Aussage "Gewalt unter frauen nimmt finde ich auch zu"
LG

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10.04.21 um 1:01

Darum das jetzt schon die Gewalt durch die Umwelteinflüsse steigt, in der Kindheit meiner Mutter kam es kaum zu Schlägereien zwischen Mädels zu meiner Schulzeit war das schon im Kommen heute sind Schlägereien von Mädels teis enthemmter als von Männern.
Daher bin ich nicht der Meinung, dass die Aussage Männer dezimieren löst das gewaltproblem gegen Frauen. 

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10.04.21 um 1:01
In Antwort auf

Ich denke Die Anzahl, der von Frauen getätigten Gewaltatten, gegen irgendjemanden, macht es schon deutlich, dass sich diese beiden Dinge dahingehend eines Vergleiches nicht relativieren lassen, sprich etwas ist scheiße "ja aber das andere ist auch scheiße"
Zudem wäre es ganz nett zu wissen worauf du@">alucard dich in deinem Vorherigen Post beziehst mit der Aussage "Gewalt unter frauen nimmt finde ich auch zu"
LG

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11.04.21 um 20:43

Wie wäre es, von Gewalt gegen Menschen zu reden. Dadurch dürfte sich niemand angegriffen fühlen und es schließt auch Gewalt gegen Männer mit ein!

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12.04.21 um 14:35

Ich fühle mich nicht angegriffen als mann, ich werde wütend als Mensch weil wieder genau das Verhalten rausgekehrt wird für welches ich mich schäme ... 
Es gibt ne Angst vor Männern.
Die ist durch das was so passiert gar nich so unbegründet und über was denkt der Mensch so nach wenn er Angst hat? Dezimieren! 
Haben wir aber eigentlich schon immer so gemacht warum reg ich mich also auf?

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30.04.21 um 10:16
In Antwort auf

Ich fühle mich nicht angegriffen als mann, ich werde wütend als Mensch weil wieder genau das Verhalten rausgekehrt wird für welches ich mich schäme ... 
Es gibt ne Angst vor Männern.
Die ist durch das was so passiert gar nich so unbegründet und über was denkt der Mensch so nach wenn er Angst hat? Dezimieren! 
Haben wir aber eigentlich schon immer so gemacht warum reg ich mich also auf?

Hey alucard,
Man kann aber ein Verhalten doch nicht damit begründen, dass man es schon immer so macht und gemacht hat. Man würde doch stagnieren und sich nicht weiterentwickeln, was ja auch schon immer so gemacht wurde, sich weiterentwickeln Ich meine zu behaupten, dass wir auf der gleichen Seite sind, was dieses Thema angeht, nur ist das ein emotional aufgeladenes und man kann dahingehend nicht emotional und irrational Argumentieren, das hilft dem Diskurs einfach nicht weiter.
Davon mal abgesehen, es geht ja nicht um eine Dezimierung oder so, es geht darum, Verhalten, was anderen schädigt zu ändern, nicht den Menschen dahinter zu Dezimieren. 

LG

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30.04.21 um 13:07
In Antwort auf

Hey alucard,
Man kann aber ein Verhalten doch nicht damit begründen, dass man es schon immer so macht und gemacht hat. Man würde doch stagnieren und sich nicht weiterentwickeln, was ja auch schon immer so gemacht wurde, sich weiterentwickeln Ich meine zu behaupten, dass wir auf der gleichen Seite sind, was dieses Thema angeht, nur ist das ein emotional aufgeladenes und man kann dahingehend nicht emotional und irrational Argumentieren, das hilft dem Diskurs einfach nicht weiter.
Davon mal abgesehen, es geht ja nicht um eine Dezimierung oder so, es geht darum, Verhalten, was anderen schädigt zu ändern, nicht den Menschen dahinter zu Dezimieren. 

LG

aber gerade in diesem Sinne kann es doch nicht der Ansatz sein, dass wir nachdem "Frauen sind eben eine Versuchung, also am besten im Haus wegsperren und wenn überhaupt dann nur mit Säcken bekleidet vor die Tür lassen" gerade überwunden haben, jetzt mit "Männer sind gewaltätig und müssen sich, besonders nachts, von Frauen fernhalten" kommen.

Was soll das werden? Sexismus und Diskrimienierung mit Sexismus und Diskriminierung bekämpfen?!? Nein, Mädels, so darf das nicht laufen.
Und zu viel, was ich in diesem Thread gelesen habe, ist leider Sexismus pur. Schon allein diese Idee, Männer sollten nachts die Strassenseite wechseln, beispielsweise ist so ...

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14.06.21 um 8:46

Ich finde den Artikel gut und das Thema wichtig. Es stört mich, dass die Verantwortung für solche Übergriffe oder sogar Morde den Frauen zugeschoben wird. Es sind vielleicht nicht alle Männer, aber alle Männer sollten in die Verantwortung gehen, um auch Frauen zu schützen. 
"NotAllMen" existiert nur, weil hier von einem dringenden Problem abgelenkt werden soll.

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14.06.21 um 8:47

Dass Männer nachts die Straßenseite wechseln fänd ich super. Und gerade der Vorschlag Männer sollen doch Nachts zu Hause bleiben ist nicht mal Ernst gemeint, sondern eher dazu da um zu zeigen wie hirnrissig es ist, Frauen stattdessen zu sagen, dass sie zu Hause bleiben sollen. So schiebt man nämlich die Verantwortung den Frauen zu, was ein absolutes Unding ist!

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