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Scheidung der Eltern nach 25 Ehejahren..

13. Januar um 23:56 Letzte Antwort: 16. Januar um 17:47

Hi Leute, ich bin mittlerweile aus dem Alter heraus, in dem es noch an einem nagt, wenn man seitens der Eltern nicht verstanden wird und das "Zickenalter", um nur die Aufmerksamkeit von Mama und Papa zu ergattern, habe ich schon längst hinter mir. Eigentlich lebt jeder sein eigenes Leben und es könnte mir egal sein, wer nun sich für entscheidet. So haben sich auch meine Eltern nach 25 Ehejahren entschieden nun eigene Wege zu gehen. Ich habe das erstmal so akzeptiert. Ich und meine Geschwister sind alt genug und haben teilweise schon ihre eigenen Familien. Also wie gesagt, eigentlich könnte es mir egal sein, hauptsache es geht allen gut. Sie werden Mama und Papa bleiben. Aber es nagt doch an mir. Ich wage kaum darüber zu sprechen, da ich am Anfang so souverän damit umgegangen bin. Aber als ich mitansehen musste, wie Papa seinen Koffer packt um zu seiner neuen Lebensgefährtin zu ziehen, hat es sich in mir umgedreht. Plötzlich fühlte ich mich so klein und so hilflos. Ich wollte innerlich schreien und sagen, nein geh nicht aber das habe ich mich nicht getraut und ich wollte es auch nicht. Ich bin eine Person, die meistens eher nach Logik geht als nach Gefühlen. Ich mag keine emotionalen Ausbrüche, sie verschleiern mir alles vor Augen. Dann kann ich nicht mehr klar denken und mache mir zuviele Gedanken. Meistens kann ich diese "Tugend" von mir auch schützen aber diesmal zerreist es mich. Mehr als ich zugeben kann. Ich würde gerne mit meinen Eltern darüber sprechen, aber sie haben sich entschieden. Ich möchte nicht noch mehr verkomplizieren. Es ist nur so schwer, damit umzugehen. Ich kann im Moment auch nicht mehr so gut schlafen und bin sehr traurig und still. Was soll ich nur tun und wie komme ich da wieder raus?

g

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14. Januar um 10:41

hm, erst einmal: natürlich kannst Du mit Deinen Eltern darüber sprechen.
Klar, sie haben sich entschieden und es ist auch ihre Entscheidung. Aber Deine Sorgen, Deine Ängste, Deine Gefühle kannst Du dennoch ansprechen.

Das mit den emotionalen Ausbrüchen kenne ich, ich mag sie auch nicht, aus ähnlichen Gründen. Kontrollverlust mit reichlich Bullsh*tpotenial. Pardon.
Aber Gefühle brauchen manchmal auch ein Ventil, sonst kochen sie über. Wenn Du das nicht ausgleichen kannst, wird auch nichts besser. Und Deine Eltern sollten es Dir doch verzeihen, wenn Du in so einer Situation auch mal "komisch" statt rational bist.

Dass Du Dich nicht traust, weil Du am Anfang so cool reagiert hast, ist kein Argment - Denk mal darüber nach, es gibt einen Unterschied zwischen "ich akzeptiere Eure Entscheidung" und "es ist mir egal" - richtig? Egal ist es Dir nicht (und das wäre auch bestimmt kein Kompliment für Deine Eltern! ) - das kannst Du auch zeigen

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15. Januar um 12:41

Hallo, Liebe kommt und Liebe kann auch wieder gehen. Deine Eltern sind erwachsen und du bist es auch! Sie haben ein Recht darauf glücklich zu sein und wenn das nicht zusammen ist, dann ist das ok. Im Grunde möchtest du doch, dass beide und jeder für sich glücklich ist und glaub mir, die Zeit heilt die Wunden. Es ist gut und richtig, dass du trauerst und es wird auch wieder bessere Zeiten geben. Vielleicht ist es nicht immer Notwendig alles zu vermeiden. Vielleicht ist es jetzt richtig, dass du trauerst - wenn Körper und Seele trauern, dürfen sie verarbeiten. Für deine Eltern ist es eine Chance für einen Neuanfang. Bleib ihr Kind und übernehem nicht die Aufgabe und Pflicht eines Betreuers. Alles wird gut - wirst sehen! 

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16. Januar um 17:47

Ich finde es in Ordnung und verständlich, dass es dich traurig macht, auch wenn du erwachsen bist. Das darf es doch auch. Es ist traurig und vermutlich für dich mit ängsten und Unsicherheiten verbunden. Du musst erst mal eine neue routine im Umgang mit deinen Eltern entwickeln und abwarten welche Veränderungen da genau auf dich zukommen. 

Ich war ein Teenager, als meine Eltern sich getrennt haben, d.h. wohl durchaus jünger als du, aber kein Kind mehr und durchaus so weit, das alles zu verstehen. Trotzdem hat mich das sehr belastet und in verschiedener Hinsicht irrational sein lassen. Das ist mittlerweile 15 Jahre her und mittlerweile würde ich sagen, habe ich es verdaut und komme damit klar, aber es hat gedauert. Deshalb würde ich in egal welchem alter von niemandem erwarten, dass das spurlos an einem vorbei geht. 

Such dir wen, zum drüber reden. Am besten eine Freundin, die auch ein Scheidungskind ist. Die wird dich am ehesten verstehen!

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