Anzeige

Forum / Gesellschaft & Leben

Rentner erhalten deutlich mehr

Letzte Nachricht: 4. September 2023 um 17:45
A
albert99
04.05.23 um 19:00



Nun ist es beschlossen: Rentner erhalten deutlich mehr: Zum 1. Juli sollen die Renten um 4,39 Prozent erhöht werden. Scheinbar müssen wir Rentner für eine solche Großzügigkeit des Bundeskabinetts auch noch dankbar sein. Immerhin lag die Inflationsrate in letzter Zeit bei fast zehn Prozent.

Im Gegensatz zur Rentenerhöhung wurden im öffentlichen Dienst die Löhne gleich um bis zu fast 18 Prozent erhöht. Wie passt so etwas zusammen? Ist den nicht schon unser Rentenniveau eine Zumutung? Die Niederländer können mit 89 Prozent ihres letzten Nettogehalts rechnen, Griechen mit 84, Italiener mit 82 und die Deutschen bekommen gerade mal knapp die Hälfte, müssen aber auch noch versteuern und Kranken- und Pflegeversicherung bezahlen.

Für die eigene Bevölkerung, die ihr Leben lang gearbeitet hat, hat unser Staat nichts mehr übrig. Auf der anderen Seite wird das Geld förmlich zum Fenster hinaus geworfen, wenn man nur mal an die ständigen Flugreisen unserer Minister, die andauernden Geschenke ans Ausland, die Unterstützung von Kriegen und danach Wiederaufbau, die selbstgemachte Energiekrise, die Flüchtlingshilfe oder an Klimagelder denkt.


Doch dies alles interessiert unsere Politiker überhaupt nicht, denn nach zwei Jahren als Minister erhalten sie bereits 4.500,- Euro.


 

Mehr lesen

fuechslein-101
fuechslein-101
09.05.23 um 13:16

Das nennt sich Kapitalismus!

Die maßlosen Preissteigerungen der letzten Monate gehen doch nicht bzw. nur zu einem geringen Teil auf die gestiegenen Produktionskosten zurück, sondern auf die unverschämte Gier der Groß- und Einzelhändler. 

Man braucht sich doch nur einmal die Aktienausschüttungen im letzten Jahr schauen, die stiegen im Schnitt um deutlich über 9 %, die Eigentümer der größten Handelskonzerne (die Familien Albrecht und und der "ehrenwerte" Dieter Schwarz) finden sich allesamt unter den Top 10 der deutschen Forbesliste! Und wenn man sich die Preise bei Aldi, Lidl, Kaufland usw. anschaut, weiß man auch, warum die dort stehen!

Gefällt mir

det92
det92
09.05.23 um 13:46

Und in welchem Dienst sind Altenpfleger beispielsweise tätig? Wo die Busfahrer, welche die Rentner in der Stadt zu Freunden und an den Friedhof fahren ?  Richtig... Das war schon nötig. Irgendwann wills halt wirklich niemand mehr machen sonst...

Füchsleins Kommentar ist folgerichtig. Der Skandal dabei: Den Lebensmittelhandel teilen in Deutschland eigentlich Rewe (inklusive Penny) Edeka (mit Netto) Lidl (mit Kaufland) und Aldi fast komplett untereinander auf. Sie machen die Preise. Das es die gazen Fusionen auf dem Gebiet gab, ist skandalös.

1 -Gefällt mir

fuechslein-101
fuechslein-101
09.05.23 um 14:55

Es ist doch nicht nur das. Vor allem bei den Handelsmarken sind die Preise bei allen Discountern im Prinzip identisch. Und wenn irgend einer über Nacht einen der Preise ändert, ändern sich bei allen diese Preise (eben bei den Eigenmarken). Warum pennen hier die Kartellämter (seit Jahrzehnten!!!)? Mir kann keiner mehr erzählen, dass es hier keine Preisabsprachen gibt! Weiter: Vor allem bei Molkereiprodukten (Milch, Butter, Quark, teilweise auch beim Käse) kommen alle Handelsmarkenangebote von ein und dem selben Hersteller (in unserer Gegend vor allem von Sachsenmilch Leppersdorf, einer 100 %igen Müllermilch-Tochter), man hat zwar unterschiedliche (Eigen-) Markennamen auf dem Produkt, aber eine identische Herkunft und identische Preise. Konkurrenz? Fehlanzeige, warum auch, es läuft doch so phantastisch für den Herrn Müller. Dass der seine Rohmilch zu einem recht großen Teil billig in Tschechien einkauft, weiß kaum einer. Von Freunden weiß ich, dass es an der Mecklenburger Seenplatte ähnlich ausschaut, dort ist Müritzmilch der Platzhirsch, die als Tochter der DMK zum größten Milchproduzenten in Deutschland (weltweit Platz 12 mit ca 6 Mrd. € pro Jahr) gehört und somit von Norddeutschland über NRW, Thüringen bis BaWü die Preise diktieren kann. Auch hier natürlich mit dem Segen der Deutschen Kartellämter. Müller liegt mit 4,5 Mrd. € jährlich weltweit auf Platz 20 und hat seinen Firmensitz mittlerweile von Bayern in die luxemburgische Steueroase verlegt.

Bei Fleisch- und Wurstwaren dem nächsten Preistreiber, schaut es letztlich ähnlich aus (Tönnies!), den Zuckermarkt teilen sich auch nur 2 Großkonzerne den Markt unter sich auf. Und alle machen auf Kosten der Kunden kräftig Kasse. Und wir staunen über die Preise. Ich nicht.
 

Gefällt mir

Anzeige
C
cimmy1102
01.08.23 um 9:33

Na ja, von einer "deutlichen" Erhöhung der Renten kann man da ja wohl nicht sprechen. Deutlich wird es nur, wenn die Rente sowieso schon überdurchschnittlich hoch ist.
Bei einer Rente von 1200 Euro sind das nur um die 50 Euro mehr, bei 3000 Euro Rente schon 130 Euro! Das alte Prinzip: Geld zu Geld!
Um diese soziale Ungerechtigkeit zu beheben, müsste die Progression umgekehrt laufen. Je weniger Einkommen, umso mehr Unterstützung. Was sind heute bei den (noch ständig steigenden Preisen) schon 50 Euro im Monat! Wir sollen uns gesund ernähren, aber wie bezahlen? 
Ich wünsche der Regierung, dass möglichst viele Rentner und Hilfsbedürftige ihre Anträge zur Unterstützung stellen. Vielleicht geht den entsprechenden Stellen dann einmal ein Licht auf wie es in unserem Luxusland tatsächlich bei der Bevölkerung aussieht. Die paar Prozent unverschämt Reiche in Deutschland haben zur Folge, dass in allen Bereichen (Verdienst, Rente, etc.) der Durchschnitt auf unrealistische Beträge steigt. 
Die Löhne einfacher Handwerker und Dienstleister reichen kaum um ohne staatliche Unterstützung eine Familie zu gründen und zu versorgen, Eigentum (was eigentlich von der Regierung gewünscht wird) zu schaffen, Mieten bezahlbar zu machen. 
Es ist einfach lächerlich und beschämend für alle, die ein Leben lang gearbeitet haben und nun als Rentner den Status eines Sozialhilfeempfängers annehmen müssen und die, die sich krumm arbeiten, teilweise nur mit Nebenjobs überleben, und von ihrer Arbeit nicht anständig leben können.
Mann muss sich nur einmal die Verschuldung (auch von Rentnern) anschauen. Kein Wunder, dass viele junge Menschen auswandern oder keine Lust haben für einen Hungerlohn zu arbeiten.
Dieses System wird keine Zukunft haben, das ist auch keine echte Demokratie mehr sondern purer Kapitalismus. 
Immer nur in die Taschen der Ärmsten zu greifen und sie am Ende der Kette bezahlen lassen, ist unmoralisch und dieses reichen Landes unwürdig.

Gefällt mir

O
originalguy
01.08.23 um 10:24

Hallo Albert,

Ja, das passt nicht zusammen. 

Genauso wenig wie es zu den Friseur-, Visagisten- und Fotografenaufgaben unserwr aktuellen Regierung passt.

Stichwort 150.000 Euro für einen Fotografen. 

Meine persönliche Gehaltserhöhung lag bei 5 % im letzten Jahr und ich arbeite gerne auch mal 60 Stunden die Woche, keine Übertreibung.


Das deutsche Rentensystem, das uns in der Form von der CDU eingebrockt wurde, ist schon lange nicht mehr tragbar.
Traurig ist, dass man das schon vor 30 Jahren wusste.

Die hohen Rentenbezüge in anderen EU-Länder sind Teil einer sozialistischen Umverteilungspolitik innerhalb der EU.

Hier bezahlen ein paar wenige produktive Staaten die Ausgaben und Schulden vieler nichtproduktiver Staaten.

Insgesamt ein riesen Murks.

Gefällt mir

O
originalguy
01.08.23 um 10:56

Im aktuellen Rentensystem sind die Probleme nicht mehr lösbar. 

Das Umlageverfahren, das aufgrund des Demographischen Wandels scheitert, müsste durch ein kapitalgedecktes Rentensystem, ähnlich dem, welches von Otto v. Bismarck ursprünglich eingeführt wurde ersetzt werden.

Eine Lösung wäre, für jeden deutschen Staatsbürger bis bspw. 60 Jahre einen Betrag X als Staatskredit auf zu nehmen. Für alle >60 Jahre läuft das aktuelle System wie bisher.
Dieser Betrag müsste direkt in Aktien angelegt werden.

Das Ganze müsste in Form eines Aktienfonds aufgelegt, in den man auch als Privatbürger Erspartes eingezahlten kann, um seine persönliche Rente aufzubessern.

Wichtig dabei:
-Die Anlagestrategie wird durch ein kleines Team (ca. 5 Spezialisten) festgelegt. 
-Diese Anlagespezialisten werden nach Qualifikation ausgewählt und Marktüblich (sehr gut) bezahlt.
-Einziges Ziel des Fonds: Steigerung des Fondsvermögen.
-Keine Nebenziele/Politische Einmischung.

Damit könnte man das Rentensystem sinnvoll umgestalten. 

DE würde damit die eigenen Staatsschulden von 2.367.687.164.090 Euro um 1.189.800.000.000 Euro auf 3.557.487.164.099 Euro steigern. 

Gemessen am BIP(3.888.000.000.000)würde DE die eigene Staatsverschuldung an den Durchnitt der europ. Staatsverschuldung (91,3 % des BIP) angleichen. 
DE läge dann bei 91,499% des eigenen BIP.

Das wäre machbar und eine würde eines der größten Probleme unsereres Landes lösen.
 

Gefällt mir

Kannst du deine Antwort nicht finden?

Anzeige
O
originalguy
01.08.23 um 11:03

Die obige Rechnugn basiert auf der Annahme, dass DE pro Person bis 59 Jahre einen Betrag von 20.000 Euro als Kredit aufnimmt.

Das wäre quasi das Anfangskapital für den Aktienfonds, aus dem später die Renten bezahlt werden.

Gefällt mir

beria89
beria89
22.08.23 um 15:00

2005 hat der Bundestag mit rot-grüner Mehrheit das Gesetz zur Rentensteuer verabschiedet.
- Hoffentlich vergisst das niemand!

9 -Gefällt mir

Anzeige
weggefaehrtin
weggefaehrtin
22.08.23 um 15:09

Eigentlich müsste jeder Einwanderer einen Rentner finanzieren. Aber in Deutschland finaziert jeder Retner einen Einwanderer. Deshalb am besten noch mehr besteuern, am besten dreifach oder vierfach um ganz sicher zu gehen, dass der letze Mensch in Ostanatolien eine deutsche Krankenversicherung hat...

13 -Gefällt mir

D
doris
23.08.23 um 18:32
In Antwort auf beria89

2005 hat der Bundestag mit rot-grüner Mehrheit das Gesetz zur Rentensteuer verabschiedet.
- Hoffentlich vergisst das niemand!

Lach, in dem Jahr bin ich nach fast 15 Jahren SPD ausgetreten

6 -Gefällt mir

Anzeige
R
reese_47257100
04.09.23 um 17:45
In Antwort auf beria89

2005 hat der Bundestag mit rot-grüner Mehrheit das Gesetz zur Rentensteuer verabschiedet.
- Hoffentlich vergisst das niemand!

Die Richter des Bundesverfassungsgericht forderten eine Neuregelung der Rentenbesteuerung bis zum 1. Januar 2005.
Deshalb hat der Bundestag das Gesetz zur Rentenbesteuerung verabschiedet. Geklagt hatte ein pensionierter Beamter, da er die Besteuerung seiner Pension gegenüber den Rentner als ungerecht empfand.

Hoffentlich vergisst das niemand!!!!

Gefällt mir

Diskussionen dieses Nutzers
Anzeige