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Radikalisierung in Frankreich - ist der Front National eine Antwort auf den radikalen Islamismus?

12. April 2017 um 15:37

Hallo!

Da mein Thread gelöscht wurde  - eröffne ich diesen Thread jetzt nochmal.
Thema war ein Artikel eines franzözischen Sozialwissenschaftlers. 
(http://www.bpb.de/gesellschaft/migration/laenderprofile/245057/2017-interview-mit-dem-franzoesichen-politikwissenschaftler-gilles-kepel)

Zu dem Autor - er gilt als einer der grössten Kritiker und Kenner der salafischten Szene in Frankreich.
(https://de.wikipedia.org/wiki/Gilles_Kepel)

Marine le Pen leugnete gestern offiziell Frankreichs Beteiligung im 2.Weltkrieg - an der Beihilfe zur Deportation an 13 000 Juden.

Was meint ihr zur anstehenden franzözischen Wahl? Kommt ein Rechtsruck oder ein Europaruck?

LG

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Top 3 Antworten

28. April 2017 um 1:09

Ich denke, die eu ist gerade dabei, sich selbst abzuschaffen.

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17. April 2017 um 15:05

na dann denk mal drüber nach und schlag mal eine Lösung vor

sollen wir in Zukunft mehr französischen Käse essen, mehr Bordeaux statt Bier trinken, oder BMW, Audi und Mercedes-Käufern im Ausland stattdessen französische Autos empfehlen.

Gerade ein Ex-Investmentbanker wie der, der unter anderm für den Nestle-Heuschreckenkonzern tätig war, sollte vielleicht mal den Ball etwas flacher halten.
 

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14. April 2017 um 23:24

Tststs... jetzt wird aber voll auf de Kacke gehauen. Facebook löschte auf Druck der EU 30.00 pro Le Pen accounts, Google mischt jetzt beim dubiosen französischen "Cross Check" Projekt mit und es gab einen erneuten Angriff auf das Wahlbüro des Front National. 
Da hat aber jemand echt Schiss davor, dass Le Pen gewinnen könnte.
Zurecht.
Glaubt man den Umfragen, lag sie zuletzt bei 28%, Macron bei 25% und Fillon bei 20%.
In der Wählergruppe 18-24 Jahre lag Le Pen sogar bei 39%. Ein ganz anderes Bild als in England, wo diese Altersgruppe eher pro EU ist und liberal wählt.

Selbst wenn Le Pen im Mai nicht gewinnen sollte, kann die EU-Elite die Anti-EU Stimmung in Frankreich nicht mehr rückgängig machen. Die Unterdrückung konservativer Wähler wird nur dazu führen, dass bei den nächsten Wahlen jemand noch radikaleres gewählt wird. 

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12. April 2017 um 16:03

ich denke auch - Macron ist sehr energetisch.

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12. April 2017 um 16:25

Stimmt - die Türkeiwahl wird auch spannend werden!
Le Pen hat sich ins eigene Fleisch geschnitten mit der Aussage - kann man nur begrüssen.
Hochglanzliberaler -kreative Wortschöpfung. Naja - man muss jetzt auch weit denken für ein starkes Europa und da gehört die Wirtschaft auch mit ins Boot.
Frankreich und Deutschland sollten darauf zu arbeiten.

LG

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12. April 2017 um 21:18

Hallo Anouchka!

Deine Erklärung - nunja, ich finde das etwas dürftig. Für mich klingt die Aussage von Marine le Pen danach - Frankreich von der Verantwortung freizusprechen.
( der Gegensatz zum Ansatz von Macron - der will Aufarbeitung der franzözischen Geschichte und Kolonialzeit)
Selbst wenn De Gaulle nicht im Land war - dann wird es doch andere Handlanger gegeben haben? Jemand muss (!) der Polizei den Befehl erteilt haben - ansonsten hätte die Polizei doch zivilen Ungehorsam betrieben?

LG

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12. April 2017 um 21:59

O.k. - danke für die Erklärung. Kann an dieser Stelle auch ganz ehrlich sagen, das die franzözische Innenpolitik der Zeit, nicht mein absolutes Steckenpferd ist.
Werde da nochmals nachlesen!
LG

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13. April 2017 um 10:54

Das hast du tatsächlich geschafft? Hut ab!

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13. April 2017 um 16:28

was wäre die richtige Antwort auf den Islamismus?

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13. April 2017 um 19:42

finde ich super Puzze, jede Stimme weniger zählt!

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14. April 2017 um 11:29

:superanke, ich hatte mich nicht mehr getraut diesbezüglich was zu schreiben, ist ja immer sehr emotional gefärbt. 

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14. April 2017 um 23:24

Tststs... jetzt wird aber voll auf de Kacke gehauen. Facebook löschte auf Druck der EU 30.00 pro Le Pen accounts, Google mischt jetzt beim dubiosen französischen "Cross Check" Projekt mit und es gab einen erneuten Angriff auf das Wahlbüro des Front National. 
Da hat aber jemand echt Schiss davor, dass Le Pen gewinnen könnte.
Zurecht.
Glaubt man den Umfragen, lag sie zuletzt bei 28%, Macron bei 25% und Fillon bei 20%.
In der Wählergruppe 18-24 Jahre lag Le Pen sogar bei 39%. Ein ganz anderes Bild als in England, wo diese Altersgruppe eher pro EU ist und liberal wählt.

Selbst wenn Le Pen im Mai nicht gewinnen sollte, kann die EU-Elite die Anti-EU Stimmung in Frankreich nicht mehr rückgängig machen. Die Unterdrückung konservativer Wähler wird nur dazu führen, dass bei den nächsten Wahlen jemand noch radikaleres gewählt wird. 

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17. April 2017 um 9:48
In Antwort auf kriemhild3

Hallo!

Da mein Thread gelöscht wurde  - eröffne ich diesen Thread jetzt nochmal.
Thema war ein Artikel eines franzözischen Sozialwissenschaftlers. 
(http://www.bpb.de/gesellschaft/migration/laenderprofile/245057/2017-interview-mit-dem-franzoesichen-politikwissenschaftler-gilles-kepel)

Zu dem Autor - er gilt als einer der grössten Kritiker und Kenner der salafischten Szene in Frankreich.
(https://de.wikipedia.org/wiki/Gilles_Kepel)

Marine le Pen leugnete gestern offiziell Frankreichs Beteiligung im 2.Weltkrieg - an der Beihilfe zur Deportation an 13 000 Juden.

Was meint ihr zur anstehenden franzözischen Wahl? Kommt ein Rechtsruck oder ein Europaruck?

LG

Ein Europaruck mit Macron etwa, der sich jetzt zu der Aussage berufen fühlte:

"dass seine (Deutschlands)  wirtschaftliche Stärke in der jetzigen Ausprägung nicht tragbar ist"

ich glaub, ich lese nicht richtig.

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17. April 2017 um 11:50
In Antwort auf canisigneus

Ein Europaruck mit Macron etwa, der sich jetzt zu der Aussage berufen fühlte:

"dass seine (Deutschlands)  wirtschaftliche Stärke in der jetzigen Ausprägung nicht tragbar ist"

ich glaub, ich lese nicht richtig.

Guten Morgen!

Er muss ja Wahlkampf machen jetzt und auch das nationale Bewusstsein der Franzosen berühren. Ich sehe die Aussage als nicht "so negativ", er möchte ein starkes Frankreich. Und wenn beide Länder, Deutschland und Frankreich stark sind und bleiben, könnte das sehr gut für Europa sein.

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17. April 2017 um 12:01
In Antwort auf kriemhild3

Guten Morgen!

Er muss ja Wahlkampf machen jetzt und auch das nationale Bewusstsein der Franzosen berühren. Ich sehe die Aussage als nicht "so negativ", er möchte ein starkes Frankreich. Und wenn beide Länder, Deutschland und Frankreich stark sind und bleiben, könnte das sehr gut für Europa sein.

Wahlkampf auf Kosten eines EU-Partners ?

Halte ich jetzt nicht gerade für eine gute Idee.

Na hoffentlich kommt jetzt keiner im Bundestagswahlkampf auf die Idee in Deutschland das nationale Bewusstsein berühren zu wollen. Dann wird gleich wieder ein 4tes Reich an die Wand gemalt.

Die Franzosen sollten lieber mal ihre eigenen Hausaufgaben machen.

Ist immer das gleiche. Wenn man innenpolitisch nichts zuwege bringt, muss man aussenpolitisch auf die Pauke hauen. 

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17. April 2017 um 15:05

na dann denk mal drüber nach und schlag mal eine Lösung vor

sollen wir in Zukunft mehr französischen Käse essen, mehr Bordeaux statt Bier trinken, oder BMW, Audi und Mercedes-Käufern im Ausland stattdessen französische Autos empfehlen.

Gerade ein Ex-Investmentbanker wie der, der unter anderm für den Nestle-Heuschreckenkonzern tätig war, sollte vielleicht mal den Ball etwas flacher halten.
 

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22. April 2017 um 18:33
In Antwort auf kriemhild3

Hallo!

Da mein Thread gelöscht wurde  - eröffne ich diesen Thread jetzt nochmal.
Thema war ein Artikel eines franzözischen Sozialwissenschaftlers. 
(http://www.bpb.de/gesellschaft/migration/laenderprofile/245057/2017-interview-mit-dem-franzoesichen-politikwissenschaftler-gilles-kepel)

Zu dem Autor - er gilt als einer der grössten Kritiker und Kenner der salafischten Szene in Frankreich.
(https://de.wikipedia.org/wiki/Gilles_Kepel)

Marine le Pen leugnete gestern offiziell Frankreichs Beteiligung im 2.Weltkrieg - an der Beihilfe zur Deportation an 13 000 Juden.

Was meint ihr zur anstehenden franzözischen Wahl? Kommt ein Rechtsruck oder ein Europaruck?

LG

Was ich mich frage, warum wird eigentlich immer so tief in der Vergangenheit gegraben. Die Frage, wer damals schuldig und unschuldig war, hilft doch keinem. Umso genauer man hinsieht, umso mehr sieht man, dass niemand wirklich unschuldig ist. Dass heute noch darüber gestritten wird, ob, wie viele und von wem Juden deportiert wurden, finde ich überflüssig.
Ich bin auch nicht so der EU-Freund. Sicher bringt es einige Annehmlichkeiten mit sich. Aber das ist ein anderes Thema. Wenn ich jetzt gegen die EU bin, ohne sie zu verteufeln, gehöre ich dann zum rechten Flügel?
Den allgemeinen Rechtsruck kann man kaum wegdiskutieren. Aber ich glaube nicht, dass die Menschen mehr oder weniger rechts sind, als vor 20 Jahren. Es gibt viele menschen, die Angst haben, nicht immer zu Unrecht, weil viele soziale Probleme sich häufen. Und selbst Sozialdemokraten lösen sie nicht, also ist das Wählen gegen die Aktuelle Regierung ein Trend.

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27. April 2017 um 10:41

Es geht nicht um ressentiments sondern darum, dass Macron für eine gescheiterte Politik steht. Macron ist ein Sosie von Hollande. Und Hollande/ Sarkozy sind verantwortlich für eine unglaubliche Politikverdrossenheit in Frankreich. Sämtliche politischen Massnahmen, für die Macron während seiner Zeit als politischer Berater von Hollande und Minister zuständig war, haben hauptsächlich dazu geführt, sehr teure und nutzlose Geschenke an die französische Grossindustrie zu machen. Und so einer behauptet, es sei kein Geld mehr da, um die Rente, Arbeitslosigkeit etc. zu bezahlen. Nach 5 Jahren Macron wird Frankreich aussehen, wie Griechenland heute: bankrott und sämtlicher, irgendwie wertvoller staatlicher Besitz wird an ausländische Investoren verkauft.  

Der FN gewinnt vielleicht in Prozenten, aber kaum in absoluten Zahlen. Was zunimmt, sind vor allem die Enthaltungen.

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27. April 2017 um 10:43

????
Das stimmt so nicht. Es gab die ganze Zeit eine französische Regierung, die nur immer weniger Frankreich zum regieren hatten. Aber Südfrankreich wurde nie offiziell von Deutschland besetzt, weil dort die Vichy-Regierung unter Petain regierte. 

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27. April 2017 um 10:46
In Antwort auf kriemhild3

Hallo Anouchka!

Deine Erklärung - nunja, ich finde das etwas dürftig. Für mich klingt die Aussage von Marine le Pen danach - Frankreich von der Verantwortung freizusprechen.
( der Gegensatz zum Ansatz von Macron - der will Aufarbeitung der franzözischen Geschichte und Kolonialzeit)
Selbst wenn De Gaulle nicht im Land war - dann wird es doch andere Handlanger gegeben haben? Jemand muss (!) der Polizei den Befehl erteilt haben - ansonsten hätte die Polizei doch zivilen Ungehorsam betrieben?

LG

Da Gaulle war du der Zeit nur ein General unter anderen. Er war weder gewählt noch von irgendwem offiziell ernannt, anders als beispielsweise bei den Polen.
 

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27. April 2017 um 10:50
In Antwort auf dlazaru

Tststs... jetzt wird aber voll auf de Kacke gehauen. Facebook löschte auf Druck der EU 30.00 pro Le Pen accounts, Google mischt jetzt beim dubiosen französischen "Cross Check" Projekt mit und es gab einen erneuten Angriff auf das Wahlbüro des Front National. 
Da hat aber jemand echt Schiss davor, dass Le Pen gewinnen könnte.
Zurecht.
Glaubt man den Umfragen, lag sie zuletzt bei 28%, Macron bei 25% und Fillon bei 20%.
In der Wählergruppe 18-24 Jahre lag Le Pen sogar bei 39%. Ein ganz anderes Bild als in England, wo diese Altersgruppe eher pro EU ist und liberal wählt.

Selbst wenn Le Pen im Mai nicht gewinnen sollte, kann die EU-Elite die Anti-EU Stimmung in Frankreich nicht mehr rückgängig machen. Die Unterdrückung konservativer Wähler wird nur dazu führen, dass bei den nächsten Wahlen jemand noch radikaleres gewählt wird. 

Der einzige, der das Steuer hätte herumreissen können, ist Melenchon ...
Sniff

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27. April 2017 um 10:52
In Antwort auf kriemhild3

Guten Morgen!

Er muss ja Wahlkampf machen jetzt und auch das nationale Bewusstsein der Franzosen berühren. Ich sehe die Aussage als nicht "so negativ", er möchte ein starkes Frankreich. Und wenn beide Länder, Deutschland und Frankreich stark sind und bleiben, könnte das sehr gut für Europa sein.

Macron möchte kein starkes Frankreich. Der tut nur so. Deshalb wollen die Franzosen ihn selbst gegen Le Pen eigentlich nicht wählen. Für den 7 Mai gibt es eine Bewegung, die lieber picknicken geht als zur Wahl.

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