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Rachefantasie in argentinischem Roman

13. Oktober 2018 um 0:33

Vergangene Woche habe ich bei einer eigentlich klugen Freundin eine Argentinierin kennengelernt, mit der ich über die Schilderung eines Romans in Streit geraten bin. Er stammt von einer Autorin aus Buenos Aires. Hauptfigur ist eine Ballerina, die mit ihrer älteren Schwester, einer Ärztin, zusammenlebt. Zwei Frauen mobben die Tänzerin wohl sehr schlimm, die ältere Schwester sinnt auf Rache. Sie beobachtet die bad girls, die knappe Bikinis tragen. Die Autorin schildert dann, dass die Ärztin die Frauen betäubt, ihnen die inneren Lippen und die Klitoris abschneidet und auf ein Tablett legt. Als die Frauen aufwachen, wird voller Häme beschrieben, wie sie sich in den Schritt greifen und um Hilfe rufen. Die Ärztin und die Ballerina feiern die Tat. 
Ich bin Amerikanerin, und durch metoo ist bei uns in den Staaten viel in Bewegung geraten. Es wäre unvorstellbar, dass eine Autorin so über die Beschneidung von Frauen schreibt. Ich hoffe, dass das in Deutschland auch so ist. Die Argentinierin meinte, das sei nur eine Fantasie und das könne man schreiben. Findet ihr so einen Roman akzeptabel? 

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13. Oktober 2018 um 0:44
In Antwort auf mair_12302295

Vergangene Woche habe ich bei einer eigentlich klugen Freundin eine Argentinierin kennengelernt, mit der ich über die Schilderung eines Romans in Streit geraten bin. Er stammt von einer Autorin aus Buenos Aires. Hauptfigur ist eine Ballerina, die mit ihrer älteren Schwester, einer Ärztin, zusammenlebt. Zwei Frauen mobben die Tänzerin wohl sehr schlimm, die ältere Schwester sinnt auf Rache. Sie beobachtet die bad girls, die knappe Bikinis tragen. Die Autorin schildert dann, dass die Ärztin die Frauen betäubt, ihnen die inneren Lippen und die Klitoris abschneidet und auf ein Tablett legt. Als die Frauen aufwachen, wird voller Häme beschrieben, wie sie sich in den Schritt greifen und um Hilfe rufen. Die Ärztin und die Ballerina feiern die Tat. 
Ich bin Amerikanerin, und durch metoo ist bei uns in den Staaten viel in Bewegung geraten. Es wäre unvorstellbar, dass eine Autorin so über die Beschneidung von Frauen schreibt. Ich hoffe, dass das in Deutschland auch so ist. Die Argentinierin meinte, das sei nur eine Fantasie und das könne man schreiben. Findet ihr so einen Roman akzeptabel? 

Ich finde die Geschichte total bescheuert. 

Aber das heißt nicht, dass man solche Dinge nicht schreiben darf. Du weißt doch auch sicher wie hoch die Freiheit der Rede und des Ausdrucks in den USA geschaetzt wird. 
 

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13. Oktober 2018 um 20:19
In Antwort auf mair_12302295

Vergangene Woche habe ich bei einer eigentlich klugen Freundin eine Argentinierin kennengelernt, mit der ich über die Schilderung eines Romans in Streit geraten bin. Er stammt von einer Autorin aus Buenos Aires. Hauptfigur ist eine Ballerina, die mit ihrer älteren Schwester, einer Ärztin, zusammenlebt. Zwei Frauen mobben die Tänzerin wohl sehr schlimm, die ältere Schwester sinnt auf Rache. Sie beobachtet die bad girls, die knappe Bikinis tragen. Die Autorin schildert dann, dass die Ärztin die Frauen betäubt, ihnen die inneren Lippen und die Klitoris abschneidet und auf ein Tablett legt. Als die Frauen aufwachen, wird voller Häme beschrieben, wie sie sich in den Schritt greifen und um Hilfe rufen. Die Ärztin und die Ballerina feiern die Tat. 
Ich bin Amerikanerin, und durch metoo ist bei uns in den Staaten viel in Bewegung geraten. Es wäre unvorstellbar, dass eine Autorin so über die Beschneidung von Frauen schreibt. Ich hoffe, dass das in Deutschland auch so ist. Die Argentinierin meinte, das sei nur eine Fantasie und das könne man schreiben. Findet ihr so einen Roman akzeptabel? 

War es akzeptabel, das "Schweigen der Lämmer" zu schreiben?

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15. Oktober 2018 um 6:54
In Antwort auf mair_12302295

Vergangene Woche habe ich bei einer eigentlich klugen Freundin eine Argentinierin kennengelernt, mit der ich über die Schilderung eines Romans in Streit geraten bin. Er stammt von einer Autorin aus Buenos Aires. Hauptfigur ist eine Ballerina, die mit ihrer älteren Schwester, einer Ärztin, zusammenlebt. Zwei Frauen mobben die Tänzerin wohl sehr schlimm, die ältere Schwester sinnt auf Rache. Sie beobachtet die bad girls, die knappe Bikinis tragen. Die Autorin schildert dann, dass die Ärztin die Frauen betäubt, ihnen die inneren Lippen und die Klitoris abschneidet und auf ein Tablett legt. Als die Frauen aufwachen, wird voller Häme beschrieben, wie sie sich in den Schritt greifen und um Hilfe rufen. Die Ärztin und die Ballerina feiern die Tat. 
Ich bin Amerikanerin, und durch metoo ist bei uns in den Staaten viel in Bewegung geraten. Es wäre unvorstellbar, dass eine Autorin so über die Beschneidung von Frauen schreibt. Ich hoffe, dass das in Deutschland auch so ist. Die Argentinierin meinte, das sei nur eine Fantasie und das könne man schreiben. Findet ihr so einen Roman akzeptabel? 

Nach dem, was du beschrieben hast, wuerde ich den Roman nicht lesen - also er scheint mir kein Meisterwerk zu sein, um es mal vorsichtig auszudrücken. Aber schreiben kann man das sicher.

Stell dir mal vor, man wuerde sämtliche Grausamkeiten oder andere Dinge, die Leute stören (manche stört Homosexualität oder Abtreibung oder Ehescheidung oder Vampire oder Menschenfresser), nicht mehr in ROMANE schreiben duerfen.

Das wärs dann für das Metier der Schriftsteller...

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27. November 2018 um 19:34

Sorry, aber ich finde sehr wohl, dass es ein anderer Tabubruch ist, wenn so etwas bei Frauen geschildert wird. Frauen verdienen einen beonderen Schutz. In dem Roman wird beschrieben, wie die Täterin die Bikinihosen als Angriffsziel in den Blick nimmt und dann Entsetzliches tut, das ist eine Provokation. Jede Frau hat bestimmt schon einmal gelacht, wenn es in Romanen oder Filmen irgendeinem Machoschwein an die Eier geht. Aber eine solche Rache an Frauen finde ich inakzeptabel, auch in einem Buch. 

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27. November 2018 um 21:31

Weil ich die Darstellung schlicht frauenverachtend finde. 

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27. November 2018 um 21:31

Wann kommt der Absatz mit der Sauna? 

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27. November 2018 um 22:41

Das Aufgreifen dieses Themas und die Art und Weise wie das Buch beschrieben wird, erinnert mich nur sehr stark an die Sauna-Threads.

 

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29. November 2018 um 22:50

FGM

was für ein trauriges Thema..

jenseits von Rachephantasien

In Ägypten sind offiziellen Zahlen zufolge 90 Prozent der 15- bis 49-jährigen Frauen beschnitten.

Flächendeckend also....

Ägypten, also, das moderne  Urlaubsland Ägypten? bunte Revolution und so??  wer hätte das gedacht ?.....  Jemen, Eritrea, Äthiopien... hätte ich solche Irrsinnsunkulturen vielleicht zugetraut... aber Ägypten...

In deutsch...

Diesen Frauen, Kindern, Mädchen werden die äusseren Geschlechtsorgane entfernt, also Schamlippen abgeschnitten, ausgeschabt, Klitoris entfernt,  mal mehr mal weniger, zugenäht und bei Bedarf wieder geöffnet...


Warum schreit da niemand auf?    Wo sind da die ganzen Feministinnen?

klare Kante zeigen und so.... aber wahrscheinlich reicht das Engagement nur bis zum Stellen eines Brüderle mit seinem Spruch zum Journalistinnendekollete.... 


Es macht mich unendlich traurig, dass es sehr oft die Mütter ihren Töchtern antun und scheinbar so viel Angst vor der ( wunderbaren) Lust der Frau vorherrscht.


J.


demnächst vielleicht auch  hier?

 

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