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Prügelnde Eltern

29. Juni 2002 um 13:27

Hallo ...

Ich muss schnell was loswerden, weil es mich eben ziemlich bedrückt hat und mir nun Kopfzerbrechen bereitet.

Ich bin eben von der Arbeit zurückgefahren. An einer Ampel musste ich halten weil Rot war.
Ein Kind ca. 6 Jahre turnt gefährlich nahe an der Straße um seine Mutter herum. Die Mutter schimpft,aber das Kind hört nicht.
Plötzlich rastet die Mutter total aus und schlägt das Kind erst 2x ganz doll auf dem Po und dann noch 3x sehr heftig auf den Hinterkopf und brüllt es mit Schimpfworten an. Das Kind fing natürlich zu weinen an und dann zerrte die Mutter das Mädchen über die Straße. Weil es nicht schnell genug weinend mit kam, gab es mitten auf der Straße noch mal 2x auf den Hinterkopf. Und das richtig doll das knallte.

Mir tat es in der Seele weh und ich war wie gelähmt. Ich wusste gar nicht wie ich mich verhalten soll.
Einerseits soll man was sagen, andererseits frage ich mich ob ich das Recht habe mich einzumischen.
Immerhin war es ja auch an einer Straße und es war auch gefährlich für das Kind.
Aber wo sind die Grenzen in der Erziehung?
Was kann ich als Mann überhaupt machen?
Was soll ich denn sagen und wie verhält man sich richtig?
Sie wird mir ja sicher sagen, dass es mich nichts angeht. Und dann ??? Was sagt man dann? Wie handelt man richtig, dass nicht das Kind danach noch wegen meinem "Einwand" dafür büßen muss?

Ich bin ganz durcheinander. Was ist den wirklich richtig und was hilfreich?

Zusehen ist schlimm und soll nicht sein. Aber was kann ich gerade als Mann wirklich machen in so einer Situation?

Ich bin selbst früher als Kind täglich verprügelt worden und noch viel schlimmer als bei diesem Kind. Und doch hatte ich immer gehofft, dass mir irgendjemand hilft.

Aber wie weiß dürfen sich Fremde Leute einmischen?
Ich fühle mich jetzt irgendwie schlecht, so gar nichts gesagt zu haben ....

traurige Stromergrüße

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29. Juni 2002 um 13:43

Ich würde mich schämen
mein kind auf der straße zu prügeln. (aber ich machs auch nicht im stillen kämmerlein!) es gibt auch bei uns regeln, z.b. ist der kleine in straßennähe immer an der hand, da kann er auch toben wie er will. da muss ich halt festhalten. wenn richtig viel zoff gibt, lass ich schon auch mal nen brüller los, für den ich mich dann auch schäme. aber schläge haben meine kinder noch nie bekommen!
sich einmischen und was sagen sollte man/frau schon. aber ich guck auch manchmal nur zu. neulich hat einer seinen schäferhund verhaun, weil der gebellt hat oder so. da bin ich hin und hab ne ziemliche schimpftirade bekommen und ich bin sicher,der arme hund hat nochmal nen klaps extra gekriegt.
aber manchmal trau ich mich auch nicht hinzugehen. es ist ja sicher, dass man einen dummen spruch erntet, welche mutter würde in solch einem fall schon sagen: sie haben ja recht!?
aber eigentlich sollte man sich schon einmischen...
mich macht sowas auch immer traurig...
L.

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29. Juni 2002 um 13:46

Hallo Stromer!
Mach Dir nur keine Vorwürfe, denn ich denke, Du hättest nichts ändern können, sondern die Situation vielleicht tatsächlich nur verschlimmert!

Wenn jemand so ausrastet, stecken dahinter meist ganz andere Gründe und es hätte vielleicht Sinn gemacht, die Mutter darauf anzusprechen, wenn sie sich wieder beruhigt hat.

Ich kann Dir da gerne mal ein Beispiel von mir erzählen.
Ich habe gestern meiner kleinn Tochter mit der Bürste fast die Haare ausgerissen!
Ich war im nachhinein über mich selbst vollkommen erschrocken, weil ich in dem Moment, wo es passiert ist, daß Gefühl hatte, mich noch vergleichsweise gut im Griff zu haben. Am liebsten hätte ich nämlich genauso reagiert, wie die Mutter, die Du heute gesehen hast.

Die Ursache für mein Verhalten (das ich überhauptn nicht entschuldigen will!) lag gar nicht darin begründet, daß meine Tochter meine Nerven bis zum äußersten strapaziert hat, ihr Zimmer mal wieder einer Müllhalde gleicht und ich stinksauer war, weil wir mit einer halben Stunde Verspätung aus dem Haus kamen, weil meine Töchter trotz mehrmaliger Mahunng zu Eile trödelten, sondern es lag daran, daß ich eine schreckliche Woche hinter mit habe und mein ganzes Leben ein wenig aus den Fugen geraten ist.

Sechs Tage lang habe ich diese Belastung von meinen Kindern komplett fernhalten können, aber dann haben Kleinigkeiten das Faß zum Überlaufen gebracht.
Hätte da noch jemand zu mir gesagt: "Was machst Du denn da? Das arme Kind!", wäre ich vermutlich erst recht ausgerastet.

Bleibt nur zu hoffen, daß auch diese Mutter wirklich nur einen ganz schlechten Tag hatte und am Ende ihrer Kräfte war.
Und falls das Kind tatsächlich täglich geprügelt wird, fürchte ich, kann kein Fremder helfen.
Da müßten dann schon nahestehende Personen eingereifen und das ganze gehört dann in die Hände von Fachleuten.

Liebe Grüße, harter Kern

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29. Juni 2002 um 14:39

Das risiko
angemacht zu werden, mit der begründung "was geht dich das an, kümmer dich um deine probleme" musste ich schon öfter in kauf nehmen, war mir dann aber immer egal.
wenn ich nen hals hab, weil ich sehe, wie kinder angeschriehen oder geschlagen werden, kann ich meist gar nicht anders..

kinder sind total wehrlos, wer schützt die kinder vor gewaltätigen eltern, zu oft wird weggeschaut, zu oft wird geschwiegen. das ist falsch. natürlich kommt es auf die situation drauf an, man muss da sehr vorsichtig sein..

wer schützt denn die tiere vor skrupelosen haltern?? da muss man zivilcourage an den tag legen. ich persönlich kann gar nicht anders, als meinen mund aufmachen, wenn ich sehe wie jemand auf seinen hund einprügelt, das tut mir einfach in der seele weh.


generell wird in unserer gesellschaft meiner meinung nach zu oft weggeschaut. ich kann das auf jeden fall nicht ab.

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29. Juni 2002 um 14:46
In Antwort auf tiara_12957280

Das risiko
angemacht zu werden, mit der begründung "was geht dich das an, kümmer dich um deine probleme" musste ich schon öfter in kauf nehmen, war mir dann aber immer egal.
wenn ich nen hals hab, weil ich sehe, wie kinder angeschriehen oder geschlagen werden, kann ich meist gar nicht anders..

kinder sind total wehrlos, wer schützt die kinder vor gewaltätigen eltern, zu oft wird weggeschaut, zu oft wird geschwiegen. das ist falsch. natürlich kommt es auf die situation drauf an, man muss da sehr vorsichtig sein..

wer schützt denn die tiere vor skrupelosen haltern?? da muss man zivilcourage an den tag legen. ich persönlich kann gar nicht anders, als meinen mund aufmachen, wenn ich sehe wie jemand auf seinen hund einprügelt, das tut mir einfach in der seele weh.


generell wird in unserer gesellschaft meiner meinung nach zu oft weggeschaut. ich kann das auf jeden fall nicht ab.

Kinder
sind nicht das EIGENTUM ihrer elter!

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29. Juni 2002 um 15:57

Immer einmischen!!!!
Lieber Stromer,

den Zwiespalt in dem du dich bfindest kann ich gut nachempfinden. Helfen wollen, aber nicht wissen ob man helfen kann ist ein sehr eigenartiges Gefühl.

Nichts desto trotz: Gewalt gegen Kinder ist strafbar, auch wenn es die leiblichen Eltern machen.

Ich kann nicht verstehen, wenn gesagt wird, naja die Mutter hatte vielleicht einen schlechten Tag, ne schlechte Woche. Das kann es ja wohl nicht sein. Das würde also alles entschuldigen? Darf ich dann meine Kinder schlagen, nur weil ich ne Scheißwoche hinter mir hab?

Ein Klaps auf den Hintern, ja, wenn leicht und nicht weh tut. Aber immer wieder auf das Kind gebrüllt und geschlagen ist eindeutig Mißhandlung. In dem Falle auch noch öffentlich *Kopfschüttel* (nicht das ich damit sagen will, zu Hause ist es weniger schlimm). Du hättest die Mutter anzeigen können/müssen!

Hier bedarf es offensichtlich sehr viel Aufklärung. Wer zuschaut und nicht eingreift, macht sich mitschuldig! Mißhandlung von Kindern gehen nicht nur die engsten Familienangehörigen an, sondern auch den, der es sieht. Es ist unsere Plicht einzugreifen, denn Kinder können sich nicht wehren.

Greifen aber viel zu wenige ein, weil sie denken, dass es dem Kind recht geschieht?*leicht schmunzel* Ich habe es schon oft gesehen und gehört, wenn Kinder im Supermarkt schreiend nach der Tüte Bonbon verlangen, dass viele Zuschauer sogar darauf hoffen, dass Mama dem Kind dann ordentlich den Hintern versohlt.

Eltern, die ihre Kinder prügeln, dürfen kein Verständnis bekommen.

Klar geht es uns als Eltern nicht immer gut, und ja, die Kinder nerven gelegentlich so sehr, dass man an de Decke gehen möchte, aber rechtfertigt es die Mißhandlung? N E I N ! ! !

Stromer, du fragst nach der Grenze in der Erziehung? Ganz klare Antwort: KEINE GEWALT!

Was du gesehen hast, dass war Gewalt, auch wenn das Kind sich in eine für sich gefährliche Situation begeben hat. Ich habe selbst zwei Kinder und auch die probieren gelegentlich Turnübungen an der Straße, oder malen Richtungspfeile drauf. Wenn sich die Mutter zu dem Kind heruntergebeugt hätte und ihr in Ruhe klrgemacht hätte was geschieht, wenn ein Auto das Kind erfasst, wäre dem Kind eine Menge erspart geblieben.

Lieber Stromer, zögere bitte das nächste mal nicht, wenn du soetwas siehst, wie soll das Kind zu seinem Recht kommen, wenn niemand für es eintritt?

herzlichst Murmel

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29. Juni 2002 um 17:04

Erziehungsmethoden...
Hallo Stromer,

vor einigen Monaten wurde dieses Thema im Schwangerschaftsforum ausgiebig diskutiert.

Du wirst nie (D)ein Kind nach einem bestimmten Schema erziehen können, denn jedes Kind, jede Situation, jedes Umfeld und jedes Verhältnis zwischen Eltern und Kindern ist anderes.

Ich wurde mit Prügel erzogen und mit Missachtung gestraft.

Meine Erfahrungen sind, dass seelische Grausamkeit zwar keine erkennbaren Spuren hinterlässt, aber sehr viel tiefer gehen als eine Tracht Prügel.

Auch ich bin eine Mutter, die hin und wieder einen Urschrei durch die Wohnung schallen lässt,wenn meine Geduld erschöpft ist.

Auch ich bin eine Mutter, der hin und wieder mal die Hand ausgerutscht ist.

Aber was ich nicht tue, ist meine Kinder seelisch zu bestrafen.

Ich kenne das Gefühl von Nichtbeachtung am eigenen Leibe und als Kind wünschte ich mir, dass ich lieber eine Tracht Prügel bekomme, als stundenlang in der Ecke zu knien. Denn das ist Demütigung.

Oder wie würdest Du es finden, wenn Dich Deine Eltern 2 wochenlang anschweigen würden ?

Ich habe mittlerweile meinen Erziehungsstil gefunden und lasse meine Kinder wachsen.

Erziehung hat für mich auch etwas mit Formen zutun. Jedoch weiß Heute noch keiner wie Morgen diese Form aussieht.

Wir alle sind Individuen, und das was mir nützt schadet vielleicht meinen Kindern.

Meine Kinder haben sehr viele Freiheiten und meine Tochter bestimmt im Großen und Ganzen über ihr Leben selbst.
Sie hat durch uns Rückendeckung, wenn sie mal nicht mehr weiter weiß. Aber ansonsten darf sie experimentieren.

Bei meinem Sohn sieht die Sachlage durch sein ADS etwas anders aus, aber er bekommt von meiner Seite mittlerweile sehr viel Verständnis, weil sich sein Leben etwas anders gestaltet, als bei normalen Kindern.

Einmischen, denke ich, ist so eine Sache. Man muss selbst erst Lösungen parat haben um sich einzumischen, den anders geht es nicht. Man kennt die Vorgeschichte nicht und ich denke, dass man hier gegen eine Wand rennt.

Prügelnde Eltern müssen selbst zur Einsicht kommen, dass diese Erziehungsmethode nicht richtig ist und sie müssen sich helfen lassen.

Auch ich wurde mit meinen beiden Kindern im Supermarkt beobachtet, wenn meine anfingen zu quengeln.

Auch ich beobachte Mütter mit quengelnden Kindern.

Es ist meiner Erfahrung nach so, dass wenn man nicht " hart " durchgreift, man bei den anderen keinen guten Stand hat. Greift man jedoch durch, ist es auch falsch.

Es ist für Eltern immer eine Gratwanderung der Situation angemessen zu reagieren.

" Tue was du für richtig hälst und es wird in den Augen der anderen immer falsch sein "

Meine Kinder wissen, das eine Ohrfeige, ein Schlusspunkt ist und kein Anfang einer Anreihungen von sonstigen Sanktionen.

Ich fahr bei meinen Kindern gut damit, denn dadurch wissen sie, wenn sie den Bogen überspannt haben. Wenn sich unsere Gemüter wieder abgekühlt haben, redet man darüber und findet eine Lösung um dieses Problem zu vermeiden.

Ohrfeigen wurden bei uns schon lange nicht mehr ausgeteilt. somit gehe ich davon aus, dass mein System funktioniert.

Grüsse Ester

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29. Juni 2002 um 18:20
In Antwort auf hailey_12049151

Immer einmischen!!!!
Lieber Stromer,

den Zwiespalt in dem du dich bfindest kann ich gut nachempfinden. Helfen wollen, aber nicht wissen ob man helfen kann ist ein sehr eigenartiges Gefühl.

Nichts desto trotz: Gewalt gegen Kinder ist strafbar, auch wenn es die leiblichen Eltern machen.

Ich kann nicht verstehen, wenn gesagt wird, naja die Mutter hatte vielleicht einen schlechten Tag, ne schlechte Woche. Das kann es ja wohl nicht sein. Das würde also alles entschuldigen? Darf ich dann meine Kinder schlagen, nur weil ich ne Scheißwoche hinter mir hab?

Ein Klaps auf den Hintern, ja, wenn leicht und nicht weh tut. Aber immer wieder auf das Kind gebrüllt und geschlagen ist eindeutig Mißhandlung. In dem Falle auch noch öffentlich *Kopfschüttel* (nicht das ich damit sagen will, zu Hause ist es weniger schlimm). Du hättest die Mutter anzeigen können/müssen!

Hier bedarf es offensichtlich sehr viel Aufklärung. Wer zuschaut und nicht eingreift, macht sich mitschuldig! Mißhandlung von Kindern gehen nicht nur die engsten Familienangehörigen an, sondern auch den, der es sieht. Es ist unsere Plicht einzugreifen, denn Kinder können sich nicht wehren.

Greifen aber viel zu wenige ein, weil sie denken, dass es dem Kind recht geschieht?*leicht schmunzel* Ich habe es schon oft gesehen und gehört, wenn Kinder im Supermarkt schreiend nach der Tüte Bonbon verlangen, dass viele Zuschauer sogar darauf hoffen, dass Mama dem Kind dann ordentlich den Hintern versohlt.

Eltern, die ihre Kinder prügeln, dürfen kein Verständnis bekommen.

Klar geht es uns als Eltern nicht immer gut, und ja, die Kinder nerven gelegentlich so sehr, dass man an de Decke gehen möchte, aber rechtfertigt es die Mißhandlung? N E I N ! ! !

Stromer, du fragst nach der Grenze in der Erziehung? Ganz klare Antwort: KEINE GEWALT!

Was du gesehen hast, dass war Gewalt, auch wenn das Kind sich in eine für sich gefährliche Situation begeben hat. Ich habe selbst zwei Kinder und auch die probieren gelegentlich Turnübungen an der Straße, oder malen Richtungspfeile drauf. Wenn sich die Mutter zu dem Kind heruntergebeugt hätte und ihr in Ruhe klrgemacht hätte was geschieht, wenn ein Auto das Kind erfasst, wäre dem Kind eine Menge erspart geblieben.

Lieber Stromer, zögere bitte das nächste mal nicht, wenn du soetwas siehst, wie soll das Kind zu seinem Recht kommen, wenn niemand für es eintritt?

herzlichst Murmel

Hallo Murmel!
Da Du Dich in weiten Teilen auf meinen Beitrag beziehst:
Ich wollte hier prügelnde Eltern keinesfalls in Schutz nehmen und hatte auch für meinen eigenen Fall extra angefügt, daß es sich nicht um eine Entschuldigung, sonder nur um eine Erklärung handelt!

Es freut mich für Dich, wenn Dein Leben so freidvoll verläuft und Deine Kinder die reinsten Engel sind, so daß Du niemals Gefahr läufst, die Nerven zu verlieren.

Aber meinst Du nicht, daß auch Du vielleicht überreagieren würdest, wenn Dein Kind evtl. das gleiche Theater an der mitlerweile dritten Ampel abzieht und schon geradezu provozierend am Straßenrand rumturnt?

Um da gleich beim Thema zu bleiben: Man kann Kinder auch nicht immer so festhalten, daß nichts passiert!
Meine Tochter hatte mit ca. 3 Jahren auch mal eine Zeit lang das dringende Bedürfnis, an der Straße herumzuturnen - trotz aller Warnunge, Erklärungen,Mahnungen.
Ich hielt sie sogar IM Laden fest und dennoch hat sie sich in einem Fall losgerissen und ist aus dem Laden heraus auf die Straße gelaufen.
Ich bin bis heute heilfroh, daß kein Auto kam!
Anschließend habe ich sie auch hinter mir her nach hause geschleift und möchte gar nicht wissen, was die Leute da gedacht haben, die uns gesehen haben.
Das hat sie sich allerdings gemerkt und nach der nachfolgenden (hundertsten!) Diskussion zuhause ist es nicht mehr vorgekommen.

Was das mit dem anzeigen angeht:
Kannst Du ja gerne mal versuchen!
1. Welche Konsequenzen soll das Deiner Meinung nach haben?
Eine Geldstrafe für die Mutter?
Soll das Kind ins Heim?

2. Ich habe mal einen Fall von Kindesmißhandlung beim Jugendamt zur Anzeige gebracht.
Weißt Du was die machen?
Die kündigen ihren Besuch in der Familie vorher an und wenn sie nicht gerade auf offensichtliche Mißstände treffen und die Eltern sich gut verkaufen,passiert NICHTS!
Im Gegenteil, die betreffende Familie hat sich komplett zurückgezogen und niemand von uns kann dem kleinen Jungen mehr zur Seite stehen, weil wir gar nicht mehr erfahren, was in der Familie vor sich geht.

Ich würde mich dennoch immer wieder so verhalten, auch wenn ich mittlerweile weißt, das es in vielen Fällen so ausgeht und ich stark zu bezweifeln wage, daß es irgendjemandem was gebracht hat.

Liebe Grüße, harter Kern

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29. Juni 2002 um 18:28
In Antwort auf afia_12116270

Erziehungsmethoden...
Hallo Stromer,

vor einigen Monaten wurde dieses Thema im Schwangerschaftsforum ausgiebig diskutiert.

Du wirst nie (D)ein Kind nach einem bestimmten Schema erziehen können, denn jedes Kind, jede Situation, jedes Umfeld und jedes Verhältnis zwischen Eltern und Kindern ist anderes.

Ich wurde mit Prügel erzogen und mit Missachtung gestraft.

Meine Erfahrungen sind, dass seelische Grausamkeit zwar keine erkennbaren Spuren hinterlässt, aber sehr viel tiefer gehen als eine Tracht Prügel.

Auch ich bin eine Mutter, die hin und wieder einen Urschrei durch die Wohnung schallen lässt,wenn meine Geduld erschöpft ist.

Auch ich bin eine Mutter, der hin und wieder mal die Hand ausgerutscht ist.

Aber was ich nicht tue, ist meine Kinder seelisch zu bestrafen.

Ich kenne das Gefühl von Nichtbeachtung am eigenen Leibe und als Kind wünschte ich mir, dass ich lieber eine Tracht Prügel bekomme, als stundenlang in der Ecke zu knien. Denn das ist Demütigung.

Oder wie würdest Du es finden, wenn Dich Deine Eltern 2 wochenlang anschweigen würden ?

Ich habe mittlerweile meinen Erziehungsstil gefunden und lasse meine Kinder wachsen.

Erziehung hat für mich auch etwas mit Formen zutun. Jedoch weiß Heute noch keiner wie Morgen diese Form aussieht.

Wir alle sind Individuen, und das was mir nützt schadet vielleicht meinen Kindern.

Meine Kinder haben sehr viele Freiheiten und meine Tochter bestimmt im Großen und Ganzen über ihr Leben selbst.
Sie hat durch uns Rückendeckung, wenn sie mal nicht mehr weiter weiß. Aber ansonsten darf sie experimentieren.

Bei meinem Sohn sieht die Sachlage durch sein ADS etwas anders aus, aber er bekommt von meiner Seite mittlerweile sehr viel Verständnis, weil sich sein Leben etwas anders gestaltet, als bei normalen Kindern.

Einmischen, denke ich, ist so eine Sache. Man muss selbst erst Lösungen parat haben um sich einzumischen, den anders geht es nicht. Man kennt die Vorgeschichte nicht und ich denke, dass man hier gegen eine Wand rennt.

Prügelnde Eltern müssen selbst zur Einsicht kommen, dass diese Erziehungsmethode nicht richtig ist und sie müssen sich helfen lassen.

Auch ich wurde mit meinen beiden Kindern im Supermarkt beobachtet, wenn meine anfingen zu quengeln.

Auch ich beobachte Mütter mit quengelnden Kindern.

Es ist meiner Erfahrung nach so, dass wenn man nicht " hart " durchgreift, man bei den anderen keinen guten Stand hat. Greift man jedoch durch, ist es auch falsch.

Es ist für Eltern immer eine Gratwanderung der Situation angemessen zu reagieren.

" Tue was du für richtig hälst und es wird in den Augen der anderen immer falsch sein "

Meine Kinder wissen, das eine Ohrfeige, ein Schlusspunkt ist und kein Anfang einer Anreihungen von sonstigen Sanktionen.

Ich fahr bei meinen Kindern gut damit, denn dadurch wissen sie, wenn sie den Bogen überspannt haben. Wenn sich unsere Gemüter wieder abgekühlt haben, redet man darüber und findet eine Lösung um dieses Problem zu vermeiden.

Ohrfeigen wurden bei uns schon lange nicht mehr ausgeteilt. somit gehe ich davon aus, dass mein System funktioniert.

Grüsse Ester

Hm
zitat: "Einmischen, denke ich, ist so eine Sache. Man muss selbst erst Lösungen parat haben um sich einzumischen, den anders geht es nicht. Man kennt die Vorgeschichte nicht und ich denke, dass man hier gegen eine Wand rennt. "

dazu kann ich nur sagen, wenn eltern schon so skrupelos sind und ihre kinder in aller öffentlichkeit schlagen und anschreien, möchte ich gar nicht erst wissen, wie es bei denen zuhause zugeht, wahrscheinlich noch ne spur härter! davon kann man ja wohl ausgehen. ich mische mich auch nicht ein, wenn ich sehe wie kinder in supermärkten rumnörgeln und die mutter oder die eltern sichtlich genervt etwas lauter werden oder ruppiger mit ihren kindern umgehen, aber alles was darüber hinaus geht, weckt die wut in mir. und zum thema lösungen:
wenn einem nichts anderes mehr einfällt, als sein kind zu schlagen, muss man die erzieherischen kompetenzen der eltern in frage stellen. ich kann verstehen, dass man mal ausflippt und rumschreit, aber köperliche gewalt anzuwenden KANN UND DARF nicht die lösung sein.
seelische gewalt ist genauso schlimm da geb ich dir recht.
es gibt für eltern, die probleme mit ihren kindern haben, die oftmals mit der erziehung überfordert sind anlaufstellen. beratungszentren für eltern.

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29. Juni 2002 um 18:31

Boah
Man muss WILLKÜRLICHE MISSHANDLUNG von ERZIEHERISCH NOTWENDIGER GEWALT unterscheiden, das wird nur allzugerne in den selben Topf geworfen.

das ist jawohl der größte schwachsinn den ich jemals gehört hab! erzieherisch notwendige gewalt .. wenn ich sowas hör, platzt mir echt der kragen!

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29. Juni 2002 um 18:42
In Antwort auf tiara_12957280

Hm
zitat: "Einmischen, denke ich, ist so eine Sache. Man muss selbst erst Lösungen parat haben um sich einzumischen, den anders geht es nicht. Man kennt die Vorgeschichte nicht und ich denke, dass man hier gegen eine Wand rennt. "

dazu kann ich nur sagen, wenn eltern schon so skrupelos sind und ihre kinder in aller öffentlichkeit schlagen und anschreien, möchte ich gar nicht erst wissen, wie es bei denen zuhause zugeht, wahrscheinlich noch ne spur härter! davon kann man ja wohl ausgehen. ich mische mich auch nicht ein, wenn ich sehe wie kinder in supermärkten rumnörgeln und die mutter oder die eltern sichtlich genervt etwas lauter werden oder ruppiger mit ihren kindern umgehen, aber alles was darüber hinaus geht, weckt die wut in mir. und zum thema lösungen:
wenn einem nichts anderes mehr einfällt, als sein kind zu schlagen, muss man die erzieherischen kompetenzen der eltern in frage stellen. ich kann verstehen, dass man mal ausflippt und rumschreit, aber köperliche gewalt anzuwenden KANN UND DARF nicht die lösung sein.
seelische gewalt ist genauso schlimm da geb ich dir recht.
es gibt für eltern, die probleme mit ihren kindern haben, die oftmals mit der erziehung überfordert sind anlaufstellen. beratungszentren für eltern.

Kurze Frage...
Hast Du selber Kinder ?

Grüsse Ester

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29. Juni 2002 um 18:48
In Antwort auf megan_12750002

Hallo Murmel!
Da Du Dich in weiten Teilen auf meinen Beitrag beziehst:
Ich wollte hier prügelnde Eltern keinesfalls in Schutz nehmen und hatte auch für meinen eigenen Fall extra angefügt, daß es sich nicht um eine Entschuldigung, sonder nur um eine Erklärung handelt!

Es freut mich für Dich, wenn Dein Leben so freidvoll verläuft und Deine Kinder die reinsten Engel sind, so daß Du niemals Gefahr läufst, die Nerven zu verlieren.

Aber meinst Du nicht, daß auch Du vielleicht überreagieren würdest, wenn Dein Kind evtl. das gleiche Theater an der mitlerweile dritten Ampel abzieht und schon geradezu provozierend am Straßenrand rumturnt?

Um da gleich beim Thema zu bleiben: Man kann Kinder auch nicht immer so festhalten, daß nichts passiert!
Meine Tochter hatte mit ca. 3 Jahren auch mal eine Zeit lang das dringende Bedürfnis, an der Straße herumzuturnen - trotz aller Warnunge, Erklärungen,Mahnungen.
Ich hielt sie sogar IM Laden fest und dennoch hat sie sich in einem Fall losgerissen und ist aus dem Laden heraus auf die Straße gelaufen.
Ich bin bis heute heilfroh, daß kein Auto kam!
Anschließend habe ich sie auch hinter mir her nach hause geschleift und möchte gar nicht wissen, was die Leute da gedacht haben, die uns gesehen haben.
Das hat sie sich allerdings gemerkt und nach der nachfolgenden (hundertsten!) Diskussion zuhause ist es nicht mehr vorgekommen.

Was das mit dem anzeigen angeht:
Kannst Du ja gerne mal versuchen!
1. Welche Konsequenzen soll das Deiner Meinung nach haben?
Eine Geldstrafe für die Mutter?
Soll das Kind ins Heim?

2. Ich habe mal einen Fall von Kindesmißhandlung beim Jugendamt zur Anzeige gebracht.
Weißt Du was die machen?
Die kündigen ihren Besuch in der Familie vorher an und wenn sie nicht gerade auf offensichtliche Mißstände treffen und die Eltern sich gut verkaufen,passiert NICHTS!
Im Gegenteil, die betreffende Familie hat sich komplett zurückgezogen und niemand von uns kann dem kleinen Jungen mehr zur Seite stehen, weil wir gar nicht mehr erfahren, was in der Familie vor sich geht.

Ich würde mich dennoch immer wieder so verhalten, auch wenn ich mittlerweile weißt, das es in vielen Fällen so ausgeht und ich stark zu bezweifeln wage, daß es irgendjemandem was gebracht hat.

Liebe Grüße, harter Kern

Hallo harter Kern
ich wollt dich bestimmt nicht angreifen.

1. Meine Kinder sind nur Engel wenn sie endlich schlafen
2. rutsch auch mir gelegentlich mal die Hand aus
3. Kennen meine Kinder das Löwengebrüll ihrer Mutter, wenn deren Nerven am Ende sind
4. Ich weiß auch, dass das Jugendamt verdammt wenig unternimmt und sich hinterher auch noch rausredet
5. Geldstrafe wäre schon mal ein Anfang
6. ja ich wäre ziemlich sauer, wenn meine Kinder an der 3. Ampel immer noch nicht spuren, allerdings schlage ich dann nicht öffentlich immer wieder auf die Kinder ein, weder belege ich sie mit Schimpfwörtern, sonder ziehe sie wie du in Richtung Heimat und schicke sie in ihr Zimmer
7. Finde ich zuschauen bei so offensichtlichen Mißhandlungen zum Kotzen, ebenso wie rumstehen bei Unfällen und warten ob noch was passiert.

Und warum nicht anzeigen? Es gibt solche Fälle schon vor Gericht und sie sollten mehr werden. Wenn wir nämlich immer nur zuschauen und nichts dagegen unternehmen, dann macht diese Mutter nämlich weiter und irgendwann passiert etwas grauenvolles und niemand will etwas bemerkt haben.

Und ich glaube, das Kinder, die von ihren Eltern mißhandelt werden, in Heimen und Pflegefamilien besser aufgehoben sind, als zu Hause. Das ist meine persönliche Meinung.

LG Murmel

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29. Juni 2002 um 18:52
In Antwort auf afia_12116270

Kurze Frage...
Hast Du selber Kinder ?

Grüsse Ester

Nein
... und?

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29. Juni 2002 um 19:16
In Antwort auf tiara_12957280

Nein
... und?

Was soll die frage?
ne art entschuldigung derer, die ihre kinder schlagen, an die die keine eigenen haben?? einfach sagen "ja du hast ja keine eigenen du kannst dir nicht vorstellen wie das ist?

ich hab schon viel mit kindern gearbeitet und auch jetzt helf ich bei einer familie die 3 eigene und 2 pflegekinder bei sich aufgenommen haben. ich weiß was das ist- stress- und ich weiß dass kinder kleine monster sein können, erst recht wenn man sie rund um die uhr 24/7 um die ohren hat. trotzdem kommen wir alle ganz gut ohne prügeln aus!

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29. Juni 2002 um 19:50
In Antwort auf tiara_12957280

Was soll die frage?
ne art entschuldigung derer, die ihre kinder schlagen, an die die keine eigenen haben?? einfach sagen "ja du hast ja keine eigenen du kannst dir nicht vorstellen wie das ist?

ich hab schon viel mit kindern gearbeitet und auch jetzt helf ich bei einer familie die 3 eigene und 2 pflegekinder bei sich aufgenommen haben. ich weiß was das ist- stress- und ich weiß dass kinder kleine monster sein können, erst recht wenn man sie rund um die uhr 24/7 um die ohren hat. trotzdem kommen wir alle ganz gut ohne prügeln aus!

Ganz einfach...
weil man zu fremden Kindern immer einen anderen Bezug hat. Deshalb ! Mit fremden Kindern ist die nötige Distanz da.

Meine beiden Kinder waren in einem Elite- Kindergarten mit sehr guten Erzieherinnen. Unterhalte Dich mal mit solchen Frauen und sie werden Dir das bestätigen.

Selbst die Kindergartenleiterin sagte, dass sie diese großen Ferien dringend braucht, weil sie ausgelaugt ist und am Ende ihrer Kräfte ist.

Obwohl wir in unserem Kindergarten keine Problemfälle hatten und der Ausländeranteil damals 5 % betrug.

Ich denke mal Du solltest für Dich selbst einmal differenzieren, was Du eigentlich unter prügelnden Eltern verstehst.

Denn so könnten man meinen, dass alle Eltern keine andere Erziehungsmethode praktizieren, als permanent ihre Kinder im Viereck herum zu schlagen.

Und wenn Du der Meinung bist, dass man alles ausdiskutieren kann, dann tu das. Aber Du wirst sehen, dass Du irgendwann einmal das Handtuch schmeissen wirst, denn mit Kindern im Kigaalter zu diskutieren, ist wie wenn man einen Pudding an die Wand nagelt.

Ich wünsche Dir viel Glück mit Deiner Einstellung und hoffe, dass Du damit bei Deinen eigenen Kindern durchkommst.

Grüsse Ester

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29. Juni 2002 um 20:32
In Antwort auf zosia_13023399

Ich würde mich schämen
mein kind auf der straße zu prügeln. (aber ich machs auch nicht im stillen kämmerlein!) es gibt auch bei uns regeln, z.b. ist der kleine in straßennähe immer an der hand, da kann er auch toben wie er will. da muss ich halt festhalten. wenn richtig viel zoff gibt, lass ich schon auch mal nen brüller los, für den ich mich dann auch schäme. aber schläge haben meine kinder noch nie bekommen!
sich einmischen und was sagen sollte man/frau schon. aber ich guck auch manchmal nur zu. neulich hat einer seinen schäferhund verhaun, weil der gebellt hat oder so. da bin ich hin und hab ne ziemliche schimpftirade bekommen und ich bin sicher,der arme hund hat nochmal nen klaps extra gekriegt.
aber manchmal trau ich mich auch nicht hinzugehen. es ist ja sicher, dass man einen dummen spruch erntet, welche mutter würde in solch einem fall schon sagen: sie haben ja recht!?
aber eigentlich sollte man sich schon einmischen...
mich macht sowas auch immer traurig...
L.

Was mir da ...
Hallo

(das hab ich mir mal so als Antwort zurechtgelegt, falls ich mal Zeuge einer solchen Situation würde)

... so spontan durch den Kopf geht: "Vielleicht schlägt Ihr Kind Sie, wenn es älter und größer und stärker ist"

Und diese eine Szene aus "Red Sonja" in der sie dem Kleinen den Hintern versohlen will und dessen Betreuer dazwischen geht "Wenn du jemanden schlagen willst, dann mich"

Und aus einem Clever & Smart - Comic: Ein Mann, der seinen Sohn schlug, bekam einen Verjüngungstrank eingeflößt, so das er etwa so groß wie sein Sohn wurde: "Aber Sohn, du wirst mich doch nicht schlagen" - "Warum nicht, du hast es ja auch oft genug gemacht"

Wie gesagt, das fällt mir dazu so ein ...........

Data

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29. Juni 2002 um 21:43
In Antwort auf hailey_12049151

Hallo harter Kern
ich wollt dich bestimmt nicht angreifen.

1. Meine Kinder sind nur Engel wenn sie endlich schlafen
2. rutsch auch mir gelegentlich mal die Hand aus
3. Kennen meine Kinder das Löwengebrüll ihrer Mutter, wenn deren Nerven am Ende sind
4. Ich weiß auch, dass das Jugendamt verdammt wenig unternimmt und sich hinterher auch noch rausredet
5. Geldstrafe wäre schon mal ein Anfang
6. ja ich wäre ziemlich sauer, wenn meine Kinder an der 3. Ampel immer noch nicht spuren, allerdings schlage ich dann nicht öffentlich immer wieder auf die Kinder ein, weder belege ich sie mit Schimpfwörtern, sonder ziehe sie wie du in Richtung Heimat und schicke sie in ihr Zimmer
7. Finde ich zuschauen bei so offensichtlichen Mißhandlungen zum Kotzen, ebenso wie rumstehen bei Unfällen und warten ob noch was passiert.

Und warum nicht anzeigen? Es gibt solche Fälle schon vor Gericht und sie sollten mehr werden. Wenn wir nämlich immer nur zuschauen und nichts dagegen unternehmen, dann macht diese Mutter nämlich weiter und irgendwann passiert etwas grauenvolles und niemand will etwas bemerkt haben.

Und ich glaube, das Kinder, die von ihren Eltern mißhandelt werden, in Heimen und Pflegefamilien besser aufgehoben sind, als zu Hause. Das ist meine persönliche Meinung.

LG Murmel

Tja mumel,
dann sind wir an einem Punkt, an dem man entscheiden können müßte, wo Mißhandlung anfängt.

Du hast geschrieben, auch Dir sei schon die Hand ausgerutscht!
Wenn das jemand gesehen und Dich angezeigt hätte, müßten Deiner Ansicht nach Deine Kinder ins Heim!

Aber ich glaube, wir können da übereinstimmend sagen, daß sie bei Dir weit besser aufgehoben sind und es durchaus menschlich ist, die Nerven zu verlieren, wenn man selbst mit der Situation überfordert ist oder das Kind es "herausfordert" - in einer Art und Weise, wie Michi und Esther es beschrieben haben.
Wenn es Einzelfälle sind, die wirklich nur in absoluten Ausnahmesituationen auftreten und dem Kind dabei kein körperlicher Schaden zugefügt wird, es ansonsten liebevoll und ohne körperliche und seelische Grausamkeit großgezogen wird, ist es sicher zuhause gut aufgehoben - weit besser als in einer fremden Familie oder im Heim.

Über Mißhandlungen jeglicher Art sind wir hier sicher auch alle einig!

Aber wo ist die Grenze und wie soll ich das als Aussenstehender beurteilen können?
Daher schrieb ich in meinem ersten Beitrag zu diesem Thema, daß in solchen Fällen diejenigen gefordert sind, die nah dran sind und den täglichen Ablauf beobachten und einschätzen können.
Auch wenn ich selber gesehen habe, daß man selbst damit nicht unbedingt weiterkommt.

Liebe Grüße, harter Kern

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30. Juni 2002 um 12:56
In Antwort auf megan_12750002

Tja mumel,
dann sind wir an einem Punkt, an dem man entscheiden können müßte, wo Mißhandlung anfängt.

Du hast geschrieben, auch Dir sei schon die Hand ausgerutscht!
Wenn das jemand gesehen und Dich angezeigt hätte, müßten Deiner Ansicht nach Deine Kinder ins Heim!

Aber ich glaube, wir können da übereinstimmend sagen, daß sie bei Dir weit besser aufgehoben sind und es durchaus menschlich ist, die Nerven zu verlieren, wenn man selbst mit der Situation überfordert ist oder das Kind es "herausfordert" - in einer Art und Weise, wie Michi und Esther es beschrieben haben.
Wenn es Einzelfälle sind, die wirklich nur in absoluten Ausnahmesituationen auftreten und dem Kind dabei kein körperlicher Schaden zugefügt wird, es ansonsten liebevoll und ohne körperliche und seelische Grausamkeit großgezogen wird, ist es sicher zuhause gut aufgehoben - weit besser als in einer fremden Familie oder im Heim.

Über Mißhandlungen jeglicher Art sind wir hier sicher auch alle einig!

Aber wo ist die Grenze und wie soll ich das als Aussenstehender beurteilen können?
Daher schrieb ich in meinem ersten Beitrag zu diesem Thema, daß in solchen Fällen diejenigen gefordert sind, die nah dran sind und den täglichen Ablauf beobachten und einschätzen können.
Auch wenn ich selber gesehen habe, daß man selbst damit nicht unbedingt weiterkommt.

Liebe Grüße, harter Kern

Ich denk du übertreibst
Lieber harter Kern,

Mißhandlung ist das, was oben beschrieben wurde und wenn diese Mutter dies schamlos in der Öffentlichkeit praktiziert, dann möcht ich mir nicht vorstellen müssen, was das Kind zu Hause ertragen muß.

Ich dek wir sind uns eiig darüber und auch, dass Müttern wegen einer Ohrfeige nicht das Sorgerecht entzogen werden sollte.

Ich schreibe hier auch ein wenig aus eigener Erfahrung, denn meine Eltern haben auch die Kontrolle verloren und Gott sei Dank gab es immer jemanden, der dazwischen ging.

Unterstell mir bitte nicht, dass ic dafür plädiere Kinder ins Heim zu schicken, die geohrfeigt werden.

Einen schönen Sonntag noch
Murmel

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30. Juni 2002 um 22:07

Ich bin genau Deiner Meinung!!!!!!
Es gibt diesen Unterschied und den muss es auch geben!!

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2. Juli 2002 um 10:30

Hallo Stromer
dein Beitrag ist zwar schon eine ganze Weile her, aber ich möchte dir trotzdem noch antworten. Dieses Thema ruft in mir immer extreme Magenschmerze hervor. Ich hasse Leute, die sich nicht unter Kontrolle haben und sich an Schwächeren vergehen!!!

Ich muß dir ehrlich sagen, wäre ich in deinem Wagen gesessen, dann hätte ich wohl den Verkehr lahm gelegt. Ich finde auf jeden Fall, daß man in solchen Situationen das Recht (oder sogar die Pflicht) hat, sich in sowas einzumischen. Würde ein Mann seine Frau auf offener Straße verprügeln, würde bestimmt auch jemand dazwischen gehen. Nur weil es die Mutter von diesem armen Kind ist (wobei ich nicht sicher bin, ob Mutter für so einen Menschen die richtige Bezeichnung ist), hat sie kein Recht ihr Kind so zu schlagen! Und wenn jemand auf offener Straße schon so ausrastet, wie ist das dann erst zu Hause???

Ich finde es sehr traurig und erschreckend, daß es Erwachsenen nicht schaffen, sich anständig mit einem Kind auseinander zu setzen und dann auch noch glauben sie wären im Recht. Schwache Kreaturen sind das!

Liebe Grüße
Heike

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