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Proteste gegen Sexualkunde

12. Februar 2015 um 15:15

Quelle: ( http://www.spiegel.de/schulspiegel/besorgte-eltern-und-ihr-seltsamer-protest-gegen-sexualkundeunterricht-a-1017578.html )



Die Gruppe ist klein, aber immer, wenn sie auf die Straße geht, geht es hoch her. Zum Beispiel in Hamburg, Ende Januar. "Finger weg von unseren Kindern", steht auf einem der Schilder. Auf einem anderen: "Kinder brauchen Liebe, keinen Sex". 100 bis 150 Menschen haben sie für ihren Protest zusammenbekommen. Und noch mehr Gegendemonstranten stehen ihnen gegenüber. Erst werfen sie Schneebälle, dann Eier. Die Polizei setzt Schlagstöcke ein.

Dabei klingt es unschuldig. "Besorgte Eltern" - so nennt sich das Bündnis, das seit einem Jahr in mehreren deutschen Städten zu Demonstrationen gegen den Sexualkundeunterricht aufruft. Im März wollen sie sich in München sammeln, im April in Kassel. Für fast jeden Monat ist in einer anderen Großstadt eine Kundgebung geplant. Zu früh, zu explizit würden Kinder heute mit dem Thema Sex in der Schule konfrontiert, finden die "Besorgten Eltern". Aber ist das schon alles?

Kritiker sehen in den "Besorgten Eltern" ein Bündnis, das in Wahrheit Stimmung gegen sexuelle Minderheiten macht, das zurück will zu einem streng traditionellen Familienbild. Im Umfeld der Gruppe stößt man tatsächlich auf allerlei merkwürdige Ideen und obskure Unterstützer.

"Wir sind eine neutrale Bewegung"

Initiator Mathias Ebert, 29, Vater von vier Kindern, betont zunächst, was er nicht ist: nicht rechts, nicht schwulenfeindlich, kein christlicher Fundamentalist, er sei noch nicht einmal Mitglied einer Kirche. "Wir sind eine neutrale Bewegung, die ein gemeinsames Anliegen eint", sagt er.

Irgendwann, erzählt Ebert, sei es ihm einfach zu viel geworden. Er erfuhr von Eltern, die in Haft mussten, weil sie ihr Kind nicht am Aufklärungsunterricht teilnehmen lassen wollten. An der Grundschule seiner Kinder ließ Ebert sich zum Elternvertreter wählen, um beim Aufklärungsunterricht besser mitreden zu können. Aber das Problem, findet er, ist grundsätzlicher. Ebert initiierte eine erste Demo, in Köln, nahe seinem Heimatort. Vor gut einem Jahr war das.

Seitdem, sagt er, bekomme er Zuschriften aus dem ganzen Bundesgebiet. "Ich habe nicht glauben können, was heute in der Schule gemacht wird", sagt er. "Sogar im braven Bayern."

Dabei sind die Beispiele, die die Elternaktivisten aufführen, oft nur auf den ersten Blick spektakulär. Etwa eine Broschüre der Lehrergewerkschaft GEW in Baden-Württemberg. Ein Unterrichtsvorschlag darin nennt sich "heterosexueller Fragebogen". Dabei werden Schüler mit Fragen konfrontiert wie: "Ist es möglich, dass deine Heterosexualität nur eine Phase ist und dass du diese Phase überwinden wirst?" Unter den Sexualkundekritikern wurde das Dokument herumgereicht als ein Beispiel dafür, wie die Schule Kinder angeblich zum Schwulsein erziehen wolle. Elternaktivist Ebert hält den Unterrichtsvorschlag für "ziemlich fragwürdig".

Dabei ist der Hintergrund des Fragebogens recht simpel: Er soll Jugendliche mit den Vorurteilen und dem Rechtfertigungsdruck konfrontieren, denen normalerweise Schwule und Lesben ausgesetzt sind. Nicht Umerziehung, sondern Empathie ist das Ziel.

"Subtiler Kampf gegen Homosexualität"

Anja Henningsen, die an der Uni Kiel Juniorprofessorin für Sexualpädagogik ist, geht davon aus, dass die Elternaktivisten den Aufklärungsunterricht ganz bewusst missverstehen. "Ein guter Sexualkundeunterricht greift die Themen auf, die im Alltag der Kinder und Jugendlichen eine Rolle spielen. Es ist hanebüchen, so zu tun, als wäre er damit eine Werbeveranstaltung für Pornografie und homosexuellen Lebensstil", sagt sie. In Wahrheit führe die Elternbewegung einen "subtilen Kampf gegen Homosexualität".

Mathias Ebert von den "Besorgten Eltern" weist das zwar vehement zurück. Auf der Homepage finden sich aber Sätze, die nicht so recht dazu passen wollen. In einem Beitrag wehren sich die "Besorgten Eltern" gegen die Gender-Theorie - denn diese Lehre "unterstellt, dass jede sexuelle Orientierung gleichwertig ist und von der Gesellschaft akzeptiert werden muss". Das erinnert an die Kapriolen der Pegida-Anhänger, die gegen die "Islamisierung" kämpfen und gleichzeitig betonen, nichts gegen Muslime zu haben.

Auf ihren Demonstrationen lassen die "Besorgten Eltern" wiederum Aktivisten mit fragwürdigem Hintergrund sprechen.

Bei einer Kundgebung in Köln im vergangenen Jahr etwa trat Béatrice Bourges auf, eine der Mitinitiatoren der Massenproteste gegen die Homo-Ehe in Frankreich vor zwei Jahren. Das französische Organisationsteam hatte sie rausgeworfen, weil sie selbst den Homo-Kritikern zu militant wurde. In Köln dagegen darf sie den "Besorgten Eltern" Mut machen: "Die Wahrheit wird siegen", sagt sie auf Französisch. Auf der Bühne hinter ihr steht Ebert und nickt.

Aus Belgien spricht der Vorsitzende des christlichen Vereins Civitas, der sich für die traditionelle Familie starkmacht und der rechtskatholischen Pius-Bruderschaft nahesteht. Der fabuliert auf der Demo, dass es beim Sexualkundeunterricht um einen "Kampf zwischen Christus und Teufel" gehe. Man befinde sich in einer "Diktatur", in der der Staat Kinder in seine Gewalt bringe, "um ihre Seelen zu beschmutzen".

Sexualkunde als Bürgerkrieg

In Dresden durfte kurz darauf der Rechtspopulist und Verschwörungstheoretiker Jürgen Elsässer zu den "Besorgten Eltern" sprechen. Elsässer hält etwa die Terrorattacken des 11. Septembers für inszeniert und Deutschland für ein immer noch von den Amerikanern besetztes Land.

Auf dem Bühnenwagen der "Besorgten Eltern" echauffierte der umstrittene Publizist sich im November über die Gender-Theorie, die die Unterschiede zwischen den Geschlechtern leugne. Dann gleiten die Ausführungen langsam ins Absurde ab: EU und Uno würden Deutschland die Gender-Lehre aufzwingen. Der Sexualkundeunterricht sei eine "Strategie für den Bürgerkrieg", mit der fromme Muslime zur Militanz provoziert werden sollten. Die Demonstranten applaudieren.

Demo-Initiator Ebert hat offenbar kein Problem mit umstrittenen Gastrednern. "Jürgen Elsässers Meinung in der Familienpolitik halte ich unheimlich hoch", sagt Ebert. Welche Positionen Elsässer sonst vertrete, wisse er nicht. Es kümmere ihn auch nicht.

Ist das Unbedarftheit? Oder doch eher Kalkül? Ebert sagt: "Ich bin einfach dankbar für jede Unterstützung."


meine meinung dazu:

das sich einige auch für nichts zu schade sind!

ich bin für sexualaufklärung in der schule, fachgerecht ohne bienchen und blümchen. die kinder müssen heutzutage aufgeklärt sein, damit sie wissen was sie (hoffentlich später) tun. gerade im zeitalter von unterschichten-tv oder im gegensatz dazu eltern, die meinen alles, was mit nicht-ehelichem sex zu tun hat, wäre eine sünde.

die menschen, die ihre kinder von dieser aufklärung fernhalten, vermitteln den eindruck sie seien rückständig und extrem und in diesem aspekt bildungsfern. es wird kein porno gezeigt, nur die sachen mit namen benannt. jedes körperteil/organ hat einen namen. wieso haben menschen ein problem damit, dass ihr kind weiß, dass es statt eines schniedels, schwanzes etc einen penis hat? oder die scheide eine scheide ist?
ist es dreckig den kindern zu erklären, was passiert, wenn mama schwanger wird oder was sie tut um selbiges zu verhindern? ist es dreckig den kindern zu vermitteln, dass es sowas wie ansteckende geschlechtskrankheiten oder auch so hübsche dingelchen wie hepatitis gibt?

das hat sich mir bisher auch noch nicht erschlossen.

und homosexualität ist genauso normal wie heterosexualität. wer das bisher noch nicht verstanden hat, hat auch nicht mehr alle tassen im schrank!

thalia



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14. Februar 2015 um 17:05

...
"ich bin für sexualaufklärung in der schule, "

wie man in meinem post zu meiner eigenen meinung lesen kann, sollte in der SCHULE sexualaufklärung stattfinden, genauer gesagt ab der 3. klasse. vorher nicht, weil das verständnis gar nicht da ist und es auch absolut nicht notwendig ist. das einzige, was da aufgeklärt werden sollte ist nicht mit fremden menschen mitzugehen und das persönliche grenzen wie anfassen (muß ich das näher erläutern? )nicht erlaubt sind.

ab der dritten klasse (gemeinhin sind die kinder 9 jahre und älter) halte ich für unabdingbar. manche mädchen bekommen ende der dritten, anfang der 4. schon ihre periode, vorpubertäres verhalten beginnt und ich finde, manche schimpfwörter, die da über den schulhof geflegelt werden, könnten spätestens dann mal erläutert werden.
in dieser klassenstufe sollten begrifflichkeiten geklärt werden und wie entsteht eine schwangerschaft, was ist eine abtreibung, was gibt es für krankheiten, was ist homosexualität, was ist verhütung etc. in der regel wollen die kidner auch einiges wissen.
und natürlich ist es immer jemandem peinlich. darauf kann und sollte keine rücksicht genommen werden, weil das eben wissen ist, was wichtig ist. eine mündliche note wie bei allen anderen themen gibt es deshalb auch nicht, weil nicht jeder sich daran mündlich beteiligen will.

es geht also nicht darum zu erklären, was ein dark room ist (was ist das? ich glaube, das google ich nachher mal!), welche unterschiedlichen sexualpraktiken es gibt, ob schmerzen beim sex spaß machen können etc.

ab der 5. klasse beginnen durchaus die ersten freundschaften, die zwar in der regel harmlos sind, aber man soltle wissen was man tut, wenn man es denn tut.

@apo: werden die kinder in berlin nicht ab 5 eingeschult? ich meine, das gehört zu haben. dann finde ich das zu früh. 8 jahre in der dritten klasse ist hier selten ein kind.

thalia

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14. Februar 2015 um 17:30
In Antwort auf thalia1908

...
"ich bin für sexualaufklärung in der schule, "

wie man in meinem post zu meiner eigenen meinung lesen kann, sollte in der SCHULE sexualaufklärung stattfinden, genauer gesagt ab der 3. klasse. vorher nicht, weil das verständnis gar nicht da ist und es auch absolut nicht notwendig ist. das einzige, was da aufgeklärt werden sollte ist nicht mit fremden menschen mitzugehen und das persönliche grenzen wie anfassen (muß ich das näher erläutern? )nicht erlaubt sind.

ab der dritten klasse (gemeinhin sind die kinder 9 jahre und älter) halte ich für unabdingbar. manche mädchen bekommen ende der dritten, anfang der 4. schon ihre periode, vorpubertäres verhalten beginnt und ich finde, manche schimpfwörter, die da über den schulhof geflegelt werden, könnten spätestens dann mal erläutert werden.
in dieser klassenstufe sollten begrifflichkeiten geklärt werden und wie entsteht eine schwangerschaft, was ist eine abtreibung, was gibt es für krankheiten, was ist homosexualität, was ist verhütung etc. in der regel wollen die kidner auch einiges wissen.
und natürlich ist es immer jemandem peinlich. darauf kann und sollte keine rücksicht genommen werden, weil das eben wissen ist, was wichtig ist. eine mündliche note wie bei allen anderen themen gibt es deshalb auch nicht, weil nicht jeder sich daran mündlich beteiligen will.

es geht also nicht darum zu erklären, was ein dark room ist (was ist das? ich glaube, das google ich nachher mal!), welche unterschiedlichen sexualpraktiken es gibt, ob schmerzen beim sex spaß machen können etc.

ab der 5. klasse beginnen durchaus die ersten freundschaften, die zwar in der regel harmlos sind, aber man soltle wissen was man tut, wenn man es denn tut.

@apo: werden die kinder in berlin nicht ab 5 eingeschult? ich meine, das gehört zu haben. dann finde ich das zu früh. 8 jahre in der dritten klasse ist hier selten ein kind.

thalia

Ich finde Sexualkunde und Aufklärung sollte erst
in der 5.Klasse stattfinden.
Die Einschulung ist ab 5 und ich finde es befremdlich,daß 7/8jährige Kinder solch einen Unterricht bekommen.

Ganz nebenbei,die Beste Verhütung vor Geschlechtskrankheiten und Schwangerschaft ist nach wie vor,bis zur Ehe zu
warten

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14. Februar 2015 um 17:55
In Antwort auf liesa_12125474

Ich finde Sexualkunde und Aufklärung sollte erst
in der 5.Klasse stattfinden.
Die Einschulung ist ab 5 und ich finde es befremdlich,daß 7/8jährige Kinder solch einen Unterricht bekommen.

Ganz nebenbei,die Beste Verhütung vor Geschlechtskrankheiten und Schwangerschaft ist nach wie vor,bis zur Ehe zu
warten

...
"Die Einschulung ist ab 5 und ich finde es befremdlich,daß 7/8jährige Kinder solch einen Unterricht bekommen."

und ich finde es befremdlich, dass du nicht lesen kannst.

ich schrieb, dass in den allermeisten fällen die kinder in der dritten klasse 9 jahre und älter sind, und ACHTUNG jetzt kommt der zusatz: wenn sie, wie in den allermeisten bundesländern üblich ab 6 bzw. sogar ab 7 eingeschult werden. die grenze in schleswig-holstein ist 30. juni. alles was davor 6 wird, wird eingeschult, alles was danach 6 wird in dem jahr, wird erst mit 7 in die schule kommen.

wenn es so gehandhabt wird, wie du es dir vorstellst, also ab der 5. klasse, dann sind einige kinder zwischen 11 und 13 jahren. ja, schon klar. unwissen schützt vor schwangerschaft und aids etc.

"Ganz nebenbei,die Beste Verhütung vor Geschlechtskrankheiten und Schwangerschaft ist nach wie vor,bis zur Ehe zu
warten "

tolles statement und vor allem so realistisch....!

thalia

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14. Februar 2015 um 19:09
In Antwort auf thalia1908

...
"Die Einschulung ist ab 5 und ich finde es befremdlich,daß 7/8jährige Kinder solch einen Unterricht bekommen."

und ich finde es befremdlich, dass du nicht lesen kannst.

ich schrieb, dass in den allermeisten fällen die kinder in der dritten klasse 9 jahre und älter sind, und ACHTUNG jetzt kommt der zusatz: wenn sie, wie in den allermeisten bundesländern üblich ab 6 bzw. sogar ab 7 eingeschult werden. die grenze in schleswig-holstein ist 30. juni. alles was davor 6 wird, wird eingeschult, alles was danach 6 wird in dem jahr, wird erst mit 7 in die schule kommen.

wenn es so gehandhabt wird, wie du es dir vorstellst, also ab der 5. klasse, dann sind einige kinder zwischen 11 und 13 jahren. ja, schon klar. unwissen schützt vor schwangerschaft und aids etc.

"Ganz nebenbei,die Beste Verhütung vor Geschlechtskrankheiten und Schwangerschaft ist nach wie vor,bis zur Ehe zu
warten "

tolles statement und vor allem so realistisch....!

thalia

Bei uns werden die Kinder mit 5 spätestens 6
Jahren eingeschult und genau darauf bezog sich mein Beitrag (es lag nicht an meinen leseverständnis) .
Aufklärung bezüglich des Körpers und verschiedenen Merkmalen sowie auch Periode ist meiner Meinung nach Elternsache.

Bis zur Ehe zu warten ist deiner Meinung nach unrealistisch,vielleicht liegt es aber auch an der stetigen Sexualisierung und zu frühen Sexualaufklärung.

Ich finde Sexualität sollte man jemanden besonderen schenken und man sollte sich nicht hergeben,weil es für alle ach so normal ist und es fast jeder tut.

Ich bin auch davon überzeugt,daß das fremdgehen und entsorgen des Partners bei kleinsten Problemen,darauf zurück zuführen ist,daß Sexualität nicht mehr als etwas vermittelt wird,welches man jemanden besonderen schenken sollte (jemanden mit dem man alt werden möchte,dem man voll und ganz vertraut) .
Zuviel wechselnde Partnerschaften sind meiner Meinung nach,die Hauptursache dafür,daß viele Beziehungen nicht dauerhaft funktionieren.

Jeden ist selber überlassen,wie er es für sich handhaben möchte,aber deshalb muß ich dies noch lange nicht gutheißen.

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14. Februar 2015 um 19:55
In Antwort auf liesa_12125474

Ich finde Sexualkunde und Aufklärung sollte erst
in der 5.Klasse stattfinden.
Die Einschulung ist ab 5 und ich finde es befremdlich,daß 7/8jährige Kinder solch einen Unterricht bekommen.

Ganz nebenbei,die Beste Verhütung vor Geschlechtskrankheiten und Schwangerschaft ist nach wie vor,bis zur Ehe zu
warten


Das ich nicht lache sorry ist deine einstellung und meinung zu warten bis zur ehe aber bitte die realität sieht anders aus kein mensch wartet mehr bis zur ehe

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15. Februar 2015 um 0:18
In Antwort auf liesa_12125474

Bei uns werden die Kinder mit 5 spätestens 6
Jahren eingeschult und genau darauf bezog sich mein Beitrag (es lag nicht an meinen leseverständnis) .
Aufklärung bezüglich des Körpers und verschiedenen Merkmalen sowie auch Periode ist meiner Meinung nach Elternsache.

Bis zur Ehe zu warten ist deiner Meinung nach unrealistisch,vielleicht liegt es aber auch an der stetigen Sexualisierung und zu frühen Sexualaufklärung.

Ich finde Sexualität sollte man jemanden besonderen schenken und man sollte sich nicht hergeben,weil es für alle ach so normal ist und es fast jeder tut.

Ich bin auch davon überzeugt,daß das fremdgehen und entsorgen des Partners bei kleinsten Problemen,darauf zurück zuführen ist,daß Sexualität nicht mehr als etwas vermittelt wird,welches man jemanden besonderen schenken sollte (jemanden mit dem man alt werden möchte,dem man voll und ganz vertraut) .
Zuviel wechselnde Partnerschaften sind meiner Meinung nach,die Hauptursache dafür,daß viele Beziehungen nicht dauerhaft funktionieren.

Jeden ist selber überlassen,wie er es für sich handhaben möchte,aber deshalb muß ich dies noch lange nicht gutheißen.

...
"Aufklärung bezüglich des Körpers und verschiedenen Merkmalen sowie auch Periode ist meiner Meinung nach Elternsache."

du willst mir doch jetzt nicht wirklich erklären, dass du wertfrei und neutral über sex und den menschlichen körper mit deinen kindern sprichst. und erzählst du deinen kindern von beiden geschlechtern oder nur, was du meinst, was sie angeht?

"Bis zur Ehe zu warten ist deiner Meinung nach unrealistisch,vielleicht liegt es aber auch an der stetigen Sexualisierung und zu frühen Sexualaufklärung."

schwachsinn. eigentlich ging man früher auch als jungfrau bzw. jungmann in die ehe. ich schreibe deshalb eigentlich, weil es in gaaaanz vielen fällen sicherlich nicht der fall war. das leben war bestimmt schick damals.

"Bis zur Ehe zu warten ist deiner Meinung nach unrealistisch,"

unrealistisch deshalb, weil ich diese erwartungen an die kinder (ob nun fremde oder meine eigenen) einfach nicht habe und auch nicht haben will. das leben ist nicht nur schwarz und weiß, sondern hat auch grautöne dazwischen. das ist zu einfach.

"Ich bin auch davon überzeugt,daß das fremdgehen und entsorgen des Partners bei kleinsten Problemen,darauf zurück zuführen ist,daß Sexualität nicht mehr als etwas vermittelt wird,welches man jemanden besonderen schenken sollte (jemanden mit dem man alt werden möchte,dem man voll und ganz vertraut) ."

ach herrje. denkst du ehrlich, man kann nicht mit jemandem alt werden oder ihm vertrauen, nur weil man vor der ehe sex mit demjenigen hatte? ich sage nur, ich hatte vor der ehe sex mit meinem partner mit dem ich seit 24 jahren zusammen und 18 davon verheiratet bin.
und nun? meinst du das geht nicht?
ich habe meinen kindern vermittelt, dass ich ihnen für alle fragen, die mit dem sexualkundeunterricht zu tun hatten bzw. noch haben werden immer zur verfügung stehe. denn fragen sind wichtig und tauchen nun mal auf, auch wenn du das nicht wahr haben willst. und mir ist es lieber, dass meine kinder aufgeklärt sind und mit mir sprechen, als dass sie nachher heimlich irgendwelche sachen machen, weil mami ein problem hat, weil das liebe töchterchen/oder der liebe sohn eine (n) freund/freundin hat.so funktioniert das leben nicht. kinder machen nicht immer alles, was die eltern wollen.
ich gehe mit meinen kindern offen um und sie erzählen mir bisher vielleicht nicht alles, aber doch ziemlich viel. die große wird nun bald 15 und hat noch kein interesse am anderen geschlecht, wenn sie auch einige männliche freunde hat. in ihren augen sind jungs oft unproblematischer, weil ungleich ehrlicher. die kleine mit ihren 12,5 jahren findet jungs irgendwie interessant, aber irgendwie auch nicht, eben anstrengend manchmal.

und siehe da, ganz normale kinder trotz aufklärung. was sagt man dazu? je unverfänglicher man damit umgeht, je weniger drama aus der sache, desto entspannter und unproblematischer ist es.

"Zuviel wechselnde Partnerschaften sind meiner Meinung nach,die Hauptursache dafür,daß viele Beziehungen nicht dauerhaft funktionieren."

zuviele wechselnde partnerschaften weisen auf probleme hin, aber sicher nicht auf sexualität. mag sein, dass die ein oder andere partnerschaft nicht funktioniert, weil es im bett nicht harmoniert, aber es gibt viele probleme die zum ende einer partnerschaft führen. zu einfache denkstruktur.

die einzige sache, bei der ich dir wirklich zustimme ist das zu schnelle hinwerfen einer ehe/beziehung. es wird zu schnell aufgegeben. das hat aber nix mit sexualität zu tun.

"Jeden ist selber überlassen,wie er es für sich handhaben möchte,aber deshalb muß ich dies noch lange nicht gutheißen."

sicher, das geht mir bei menschen, die nur schwarz oder weiß sehen genauso.

thalia

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15. Februar 2015 um 0:32

...
"Ich kann Dir versichern die lernen nicht nur Grundlagen, da werden schon sehr deutliche Filme und Bilder gezeigt."

also, wenn bei uns der sexualkundeunterricht angesagt ist, wird erstmal ein elternabend gemacht und den eltern gezeigt, welche unterrichtsmaterialien zur verfügung stehen und was besprochen wird, damit jedes elternteil weiß, was auf die kinder bzw. sie selbst zukommt.

das muß sein.

filme finde ich in der grundschule total unnötig und sehen wir nicht. bilder durchaus. ich weiß jetzt ja nicht, wie die bilder bei euch ausgesehen haben, aber irgendwie muß man ja die körperteile etc auch darstellen können.

das buch (obwohl für die vorschule gedacht!) war bei dem elternabend ausgelegt:

http://www.amazon.de/kommen-eigentlich-die-Babys-Aufkl%C3%A4rungsbuch/dp/3811815539

das ist so toll skizziert und beschrieben, dass ich mir das für meine eigenen kinder gekauft habe. alles für die grundschule nötige wurde angesprochen auf deutliche, aber angenehme weise. und ich weiß, dass meine kinder immer mal wieder aus interesse dieses buch in die hand genommen haben. normal eben.

nochmal zur frage, wann denn der sexualkundeunterricht stattfinden sollte. wenn kinder tatsächlich mit 5 eingeschult werden, hätte ich auch kein problem mit der 4. klasse. allerdings sollte es nicht später gemacht werden. ich glaube, das wäre nicht förderlich für die entwicklung der kinder.

thalia


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14. März 2015 um 21:55

Wenns nicht so ernstzunehmen wär...
könntich mich kranklachen über das was hier berichtet wird.....
Scheint aber wohl leider war zu sein - Sexualkundeunterricht als Bürgerkrieg....
Denkt mal an den berühmten ausspruch von Asterix über die Römer....

Mal so als kleiner Seitenhieb:
@puzzzekazzze:
Das ist im BW eine grün-rote Regierung, dank Fukushima, SG 21 und strategischen Fluchtmanövern unserer Oberd....in ( ihr wisst schon was ich meine! ).... und das ist von Bedeutung:

Wer über das Programm der Grünen zu einschlägigen hier diskutierten Themen noch aus dem Jahr 1988/1989 informiert ist und sich noch daran erinnert denkt sich seinen Teil - auch diese (scheinbar) so fortschrittliche Spezies ist ziemlich wahrnehmungsresistent, wenn ich das so lese...
Mitunter findet die Beeinflussung unserer Kinder in den Schulen ( bisher überwiegend in den höheren Schulen und bei anderen Themen ) seit Jahrzehnten schleichend und überwiegend durch Lehrkräfte einer bestimmten politischen Gruppe statt, die sich im Bildungsbereich zunehmend verfestigt und andere Stimmen mit teilweise herbeigeredeten Argumenten sowie administrativen Tricks aus "ihren Reihen" hinterrücks entfernt um es mal deutlich zu sagen.
Denktmal an die Erderwärmungskirche.... wie kommt das wohl...?

Aber darüber darf nicht öffentlich gesprochen werden.
Und weil dieses seit 1972 andauernde die persönliche Entwickelung jedes einzelnen gefährdene Tabu( trotz grundgesetzlich garantierter Freiheit ihre /seine Meinung frei zu äußern )
und als nur im Resultat wahrnehmbar verhindert zunehmend durchsetzungsfähig wird schlagen dann andere wieder über die Stränge und bilden Protestbewegungen wie "Pedgida" und andere Gruppierungen wie die von der Threaderstellerin beschriebene....
Der politische Klein"krieg" ist gewollt damit beide Seiten den Sinn ihres Daseins öffentlich rechtfertigen können und Gelder aus allen möglichen Töpfen fließen...

Gibts in Deutschland wirklich keine anderen Probleme...?

Mal zum Nachdenken:
https://www.youtube.com/watch?v=2k_laKjibMg
....


Silvy

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