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Präsidentschaftswahl in Frankreich

28. Februar 2017 um 16:05

Interessiert das jemanden? Ich wohne in Frankreich und dieser Wahlkampf macht mich total fertig. So ungewiss war der Ausgang noch nie und es kann sich sowohl alles zum guten wie auch alles zum ganz Schlimmen wenden.

Und wenn ich in Deutschland die Berichterstattung verfolge, ist die total einseitig und man hat fast den Eindruck, als gäbe es eigentlich niemanden ausser Emmanuel Macron und Marine Le Pen.

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2. März 2017 um 21:51

Gut wäre für mich, Melenchon, weil das der einzige nicht korrupte Kandidat ist. In den deutschen Medien taucht allerdings fast ausschliesslich Macron auf, der eine echte Katastrophe für das Land wäre. 

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2. März 2017 um 22:54

Aus zwei Gründen: 

1) Macron ist seit Jahren im Schatten für eine Reihe von Gesetzen verantwortlich, die alle darauf abzielen, Geld vom Staat in Richtung der grossen Privatunternehmen umzuleiten (loi Macron, CICE, Pacte de responsabilité. Er hat als Wirtschaftsminister eine Reihe von Privatisierungen koordiniert, und wird jetzt von genau den Leuten unterstützt, die von den Privatisierungen profitiert haben (bespielsweise BFMTV, die ständig und sehr positiv über ihn berichten). Ich denke, wenn er Präsident wird, wird Frankreich in einem Jahr in der selben Situaion sein wie Griechenland heute, unter Vormundschaft einer Organisation, die ausschliesslich die Interessen der Gläubiger vertritt und alles tut, um die Demokratie auszuhebeln.  

2) Macron ist höchstwahrscheinlich korrupt, versteckt es allerdings viel besser als zum Beispiel Cahuzac. Er hat zum Beispiel für eine Bank gearbeitet, während er Beamter war. Daran ist erstmal nichts verbotenes. Allerdings hätte er sich beurlauben lassen müssen, von dieser Beurlaubung gibt es aber keine Spur (die sind eigentlich übers Internet zugänglich). Es gibt in Frankreich auch ein Gesetz, nach dem die Abgeordneten und Minister ihre Bezüge offenlegen müssen. Wenn man dieses Dokument analysiert, merkt man, dass er über vier Jahr jeden Tag 2000 Euros an Ausgeben gehabt haben müsste (Einkommen 4 Mio über 4 Jahre, allerdings keinerlei Vermögensaufbau in diesem Zeitraum). Er wird auch beschuldigt, fast das gesamte Budget für öffentlichkeitsarbeit des Wirtschaftsministeriums für Essenseinladungen von Industriellen und Medienleuten ausgegeben zu haben, um seine Bewegung aufzubauen (was gesetzwidrig ist, aber schwer zu beweisen).

Und Melenchon ist wie Bernie Sanders. 

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