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Pescetarismus - kein Fleisch, aber noch Fisch essen

20. Juni um 9:42 Letzte Antwort: 30. Juni um 0:40

Hallo liebe Community,

ich habe schon seit längerem mit dem Gedanken gespielt Vegetarierin zu werden und war es in meiner Kindheit sogar schon mal für mehrere Jahre. Die Zustände in der Massentierhaltung und in den Schlachthöfen finde ich einfach nur unerträglich  Auf Fisch möchte ich nicht verzichten und deswegen habe ich mich entschlossen Pescetarier zu werden d.h. kein Fleisch mehr zu essen, aber weiterhin tierische Produkte wie Milch und Eier und eben auch Fisch.

Gibt es hier Leute, die sich auch so ernähren? Ich würde mich freuen von euren Beweggründen und Erfahrungen zu hören. Warum ernährt ihr euch so und nicht vegetarisch oder sogar vegan? Wie reagiert euer Umfeld auf diese Ernährung? Falls ihr Kinder habt, dürfen die Fleisch essen? 

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20. Juni um 13:30

Mache ich schon lange so. Wie soll mein Umfeld reagieren? Unspektakulär. Es interessiert niemanden. Ich esse was ich für richtig halte. Was interessiert mich, was andere denken? Was interessiert es andere, was ich esse? 

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21. Juni um 16:31

Erstmal vielen Dank für die Antworten 

Ich habe auch gelesen, dass Pescetarier die höchste Lebenserwartung haben, aber das war für meine Entscheidung nicht ausschlaggebend. Mir geht es vor allem um das Leid der Tiere. Natürlich trägt man auch dazu bei, wenn man Eier, Milch und co. ist. Bei Eiern haben wir seit Jahren nur noch Freilandeier gekauft und Marken, wo die männlichen Küken nicht sofort getötet werden. Das löst das Problem natürlich nicht vollständig, aber es ist sicherlich viel besser als Eier aus Käfighaltung zu kaufen. Bei Milch werde ich auch aufhören "normale" Milch zu kaufen und auf Bio umsteigen. Auch hier bleibt natürlich das Problem ungelöst, aber besser ein Schritt in die richtige Richtung als gar keiner.   

Vor Veganern habe ich großen Respekt. Persönlich kenne ich nur einen und der ist in meinen Augen im Alltag sehr eingeschränkt. Wenn wir essen gehen, gibt es oft nur ein oder zwei Gerichte auf der Karte, die er essen kann. Er wird dauernd gefragt, ob das nicht etwas übertrieben ist und er nicht an Vitaminmangel leidet. Ich habe das Gefühl, dass Vegetarier sein akzeptiert wird, aber Veganer oft als Spinner gelten. Das ist nicht meine Meinung sondern die Beobachtung, die ich gemacht habe! 
 

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21. Juni um 19:26
In Antwort auf naschkatze

Erstmal vielen Dank für die Antworten 

Ich habe auch gelesen, dass Pescetarier die höchste Lebenserwartung haben, aber das war für meine Entscheidung nicht ausschlaggebend. Mir geht es vor allem um das Leid der Tiere. Natürlich trägt man auch dazu bei, wenn man Eier, Milch und co. ist. Bei Eiern haben wir seit Jahren nur noch Freilandeier gekauft und Marken, wo die männlichen Küken nicht sofort getötet werden. Das löst das Problem natürlich nicht vollständig, aber es ist sicherlich viel besser als Eier aus Käfighaltung zu kaufen. Bei Milch werde ich auch aufhören "normale" Milch zu kaufen und auf Bio umsteigen. Auch hier bleibt natürlich das Problem ungelöst, aber besser ein Schritt in die richtige Richtung als gar keiner.   

Vor Veganern habe ich großen Respekt. Persönlich kenne ich nur einen und der ist in meinen Augen im Alltag sehr eingeschränkt. Wenn wir essen gehen, gibt es oft nur ein oder zwei Gerichte auf der Karte, die er essen kann. Er wird dauernd gefragt, ob das nicht etwas übertrieben ist und er nicht an Vitaminmangel leidet. Ich habe das Gefühl, dass Vegetarier sein akzeptiert wird, aber Veganer oft als Spinner gelten. Das ist nicht meine Meinung sondern die Beobachtung, die ich gemacht habe! 
 

Die höchste Lebenserwartung hat ..mit Fisch essen nix zu tun..
Fische müssen auch Leid ertragen (nicht nur im Glas ).

Wenn du anfängst dich mit Leid zu beschäftigen, wird dir auch Getreide leid tun.
Bio ist schön und gut. Demeter war gross im visier, negativ. Fällt mir schwer ,a ber kauf ich nicht mehr.
Das sehe ich nicht wie du...Prob ungelöst, aber besser...

Probs löst man nicht durch,..aber besser...
Meine Kinder sind mittlerweile durchweg Veganer. War wohl ansteckend.Respekt habe ich dadurch nicht mehr oder weniger.

Spinner sind,..die sich als irgendwas betiteln.

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21. Juni um 21:35
In Antwort auf naschkatze

Hallo liebe Community,

ich habe schon seit längerem mit dem Gedanken gespielt Vegetarierin zu werden und war es in meiner Kindheit sogar schon mal für mehrere Jahre. Die Zustände in der Massentierhaltung und in den Schlachthöfen finde ich einfach nur unerträglich  Auf Fisch möchte ich nicht verzichten und deswegen habe ich mich entschlossen Pescetarier zu werden d.h. kein Fleisch mehr zu essen, aber weiterhin tierische Produkte wie Milch und Eier und eben auch Fisch.

Gibt es hier Leute, die sich auch so ernähren? Ich würde mich freuen von euren Beweggründen und Erfahrungen zu hören. Warum ernährt ihr euch so und nicht vegetarisch oder sogar vegan? Wie reagiert euer Umfeld auf diese Ernährung? Falls ihr Kinder habt, dürfen die Fleisch essen? 

Ich persönlich kann es nicht nachvollziehen. Der einzige Grund für mich, auf Fleisch zu verzichten ist nämlich der, dass ich keine Tiere essen möchte. Fische sind aber nunmal auch Tiere, daher gibt es für mich nur vegetarisch oder vegan oder eben omnivor. 

Aber das ist nur meine persönliche Meinung dazu, das kann jeder so machen, wie er möchte. Ich achte überhaupt nicht darauf, wie andere Menschen essen, wenn es mir also jemand nicht explizit erzählt, würde es mir nicht auffallen. Ich achte auch nicht darauf, was jemand im Restaurant bestellt. 

Zu mir zu Hause lade ich niemanden zum Essen ein, weil ich ganz einfach nicht so gerne koche und mir die Mühe nicht machen möchte. Folglich gibt es für mich auch keinen Grund, jemanden danach zu fragen, wie er oder sie sich ernährt. Muss doch jeder selbst wissen.

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27. Juni um 19:21

Also den Ansatz finde ich nicht verkehrt. So gesundheitlich.
Bei uns ist es so, dass wir uns hauptsächlich so ernähren.

Wegen dem Tierwohl ganz auf Fleisch zu verzichten finde ich aber auch seltsam. (Also nur weil man gegen Massentierhaltung ist und nicht grundsätzlich gegen den Tod eines Tieres zum Verzehr)
Persönlich habe ich kein Problem mit dem Essen von Fleisch. Aber ich möchte, dass das Tier bis dahin ein "gutes" Leben hatte.
Billigfleisch aus Massentierhaltung finde ich furchtbar.

Gutes Fleisch ist aber so teuer, dass ich mir das sowieso nicht ständig leisten könnte.
Das finde ich persönlich noch einen gangbaren Weg zum Vorschlag: Auf Fleisch glücklicher Tiere achten. Dabei ist Bio aber nicht gleich Bio.
Am besten ist es, du hast einen Landwirt deines Vertrauens.
Z.B. gibt es Höfe, die um glückliche Tierhaltung bemüht sind. Wir kaufen unsere Produkte gerne bei unserem Bioland-Bauern (Demeter natürlich auch zu empfehlen). Da kann ich mir die Rinder anschauen und ich weiß, dass sie ein ziemlich naturnahes Leben fühlen mit viel Freiraum, Weide, Ammenkühen, Hörnern, Gras+Heu, usw.

Auch die Hühner können meist rennen, picken, scharren.
Eigene Hühner finde ich aber noch schöner, da hat man dann, wenns einem wichtig ist, auch nicht so ein überzüchtetes Legenhuhn, sondern kann sich eine ursprünglichere Rasse hertun oder rückzüchten. Aber das muss man halt auch wollen.

Wenn man ernährungstechnische Besonderheiten hat, hat man immer Einschränkungen. Ist ja logisch. Egal ob aus Überzeugung oder wegen Unverträglichkeiten oder Allergien.

Also wir verzichten nicht gänzlich auf Fleisch und das tun auch meine Kinder nicht. Sie essen gerne Fisch. Aber einmal in der Woche kommt halt auch ein Päckle Bio-Wurst auf den Tisch und die Bioland-Rohmilch gehört bei uns auch zur Ernährung.
Eier sowieso. Aber gute Milch und Eier reichen meiner Meinung nach auch, um ein Kind gesund zu halten, vor allem wenns dann auch noch Fisch gibt.

Wobei es schon auch so ist, dass manchmal sicher auch ein unglückliches Tier in meinem Magen landet. Wenn ich z.B. bei Freunden zum Essen bin, dann ess ich auch das konventionelle Fleisch, dass dann dort evtl verbraten wurde. Aber das fällt mir auch zunehmend schwerer, da drüber weg zu gehen. Da ist es sicher einfacher zu sagen: Ich bin Vegetarier/Veganer/Pescetarier. Das finden dann halt wirklich manchmal die Leute komisch, blöd, extrem, lästig oder sonstiges, aber dann musst du zumindest nicht darüber reden, warum du letztens totes Tier serviert hast und das von ihnen liebevoll zubereitete jetzt nicht essen willst.

Ich wünsch euch an der Stelle einen guten Weg für euch.

(Übrigens finde ich jeden Schritt in die richtige Richtung gut. Ernährung ist meist auch ein Weg und von heut auf morgen alles anders zu machen ist nicht realistisch - da ist man dann mit ner radikal veganen Diät noch am ehesten schnell dabei.)

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27. Juni um 22:37

Hey naschkatze, ich kenne viele, die auf Fleisch verzichten und trotzdem Fisch essen. Für manche ist das aber komisch, weil es eben beides Tiere sind, aber für Veganer ist es wohl auch komisch, dass ich kein Fleisch esse, aber trotzdem Eier und Milch konsumiere. Wobei das in letzter Zeit auch immer mehr abnimmt. Was ich damit sagen will: Es ist ja nicht so, dass man von einen Tag auf den anderen seine komplette Ernährung umstellt und plötzlich zum Vegetarier oder Veganer oder Pescetarier wird. Und ganz ehrlich, eigentlich sollte es dir egal sein, was andere von dir denken. Du musst schlussendlich selbst von deiner Ernährung überzeugt sein und solltest eventuell auch ab und zu testen lassen, wie es um dich steht. Eine ausgewogene Ernährung mit vielen Vitaminen, Ballaststoffen und Mineralien ist sowieso wichtiger, als jetzt irgendetwas zu „sein“ – weil das heißt noch lange nichts.  
 

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30. Juni um 0:40
In Antwort auf 12zeichen

Die höchste Lebenserwartung hat ..mit Fisch essen nix zu tun..
Fische müssen auch Leid ertragen (nicht nur im Glas ).

Wenn du anfängst dich mit Leid zu beschäftigen, wird dir auch Getreide leid tun.
Bio ist schön und gut. Demeter war gross im visier, negativ. Fällt mir schwer ,a ber kauf ich nicht mehr.
Das sehe ich nicht wie du...Prob ungelöst, aber besser...

Probs löst man nicht durch,..aber besser...
Meine Kinder sind mittlerweile durchweg Veganer. War wohl ansteckend.Respekt habe ich dadurch nicht mehr oder weniger.

Spinner sind,..die sich als irgendwas betiteln.

Käse ist nicht vegetarisch. 

Für die Herstellung von Käse wird Lab benötigt. Lab ist ein Enzym, dass durch das Auskochen von Kälbermägen gewonnen wird. Kälber benötigen dieses Enzym zur Verdauung der Muttermilch. 

In der Käseherstellung dient es der Gerinnung der Milch um Molke und feste Bestandteile der Milch zu trennen. 

Lab kann aber auch synthetisch sein. Bei hochwertigem Käse wird allerdings nur echtes Lab verwendet. Synthetisches Lab findet man vor allem in "billigem" Käse. 

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