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Nonne stirbt bei Exorzismus (Rumänien) - was haltet ihr von diesem Fall?

9. Juni 2015 um 21:37

Am Samstag lief der Film über diese wahre Begebenheit: eine junge Novizin wurde im Jahr 2005 in einem Kloster in Rumänien von Nonnen und dem Priester 3 Tage lang ohne Essen an ein Kreuz gefesselt, um ihr "den Teufel auszutreiben". (In Wirklichkeit litt sie an Schizophrenie). Die Frau verstarb daraufhin.

Was haltet ihr von diesem Fall?

(Nähere Informationen zB. unter
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/exorzismus-nonne-stirbt-qualvollen-tod-am-kreuz-a-360834.html)

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19. Juni 2015 um 0:06

Unfassbar
Was ich davon halte? Was soll man davon halten? Eine junge Frau wird zu Tode gefoltert im Namen der Religion. Gesetzten Falles, die Frau wäre vom Teufel besetzt gewesen, zeigt das Resultat des Exorzismus - Frau tot - dass mit der Methodik etwas nicht stimmt. Hier müssen sich die Exorzisten die Frage gefallen lassen, ob sie nicht den Teufel mit Belzeebub ausgetrieben haben.

Jesus hat zwar Teufel ausgetrieben aus Menschen, die Menschen haben das aber problemlos überlebt und waren nachher frei, gesund und bei normalem Verstand. Nun, Jesus hat keinen einzigen Menschen an ein Kreuz gefesselt, noch hat er geboten, so eine Person verdursten zu lassen. Wenn wir schauen, wie Jesus und die Jünger Teufel austrieben, sollten wir uns genau an das biblische Vorbild halten und nicht eigene skurilen und krankhafte Ideen umsetzen. Ja wieder einmal haben einfältige Menschen es geschafft, Religion in Verruf zu bringen.

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27. Juni 2015 um 21:04

An den Früchten werdet ihr erkennen
Alles, was im Namen Jesu getan wird, soll an den Früchten geprüft werden:

Gute Frucht ist: Leben, Gesundheit, die Verherrlichung des Namens Jesu und Dankbarkeit Gott gegenüber.

Auch das Wort Jesu: wenn dir ein Glied zum Ärgernis wird, so reiss es aus: verführt dich dein Auge zur Sünde, dann reiss es aus. Das hat Jesus nicht wortwörtlich gemeint. Aber er hat es radikal ausgedrückt: Wir müssen so radikal mit Sünde umgehen, wie bei einer Amputation. Aber wir dürfen diese Aufforderung niemals so umsetzen, dass ein Mensch zu Schaden kommt im physichsen, leiblichen Sinn.

Ob natürlich der Film tatsächlich so umgesetzt wurde, wie es geschehen war wissen wir auch nicht. Und wir wissen auch nicht, was tatsächlich passiert ist. Aber sicherlich wurde der Film so inszeniert, dass die Christen wieder mal wie die Idioten dastehen.

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27. Juni 2015 um 21:24
In Antwort auf grace4you

An den Früchten werdet ihr erkennen
Alles, was im Namen Jesu getan wird, soll an den Früchten geprüft werden:

Gute Frucht ist: Leben, Gesundheit, die Verherrlichung des Namens Jesu und Dankbarkeit Gott gegenüber.

Auch das Wort Jesu: wenn dir ein Glied zum Ärgernis wird, so reiss es aus: verführt dich dein Auge zur Sünde, dann reiss es aus. Das hat Jesus nicht wortwörtlich gemeint. Aber er hat es radikal ausgedrückt: Wir müssen so radikal mit Sünde umgehen, wie bei einer Amputation. Aber wir dürfen diese Aufforderung niemals so umsetzen, dass ein Mensch zu Schaden kommt im physichsen, leiblichen Sinn.

Ob natürlich der Film tatsächlich so umgesetzt wurde, wie es geschehen war wissen wir auch nicht. Und wir wissen auch nicht, was tatsächlich passiert ist. Aber sicherlich wurde der Film so inszeniert, dass die Christen wieder mal wie die Idioten dastehen.

Berichten zufolge
muss sich das Ganze sehr ähnlich abgespielt haben.
Diese Berichte allein haben mich ziemlich schockiert, doch durch den Film keimte in mir schließlich so etwas wie Verständnis für den Priester und die Nonnen auf.

Ich denke, man muß diese in Rumänien gelebte Religiösität näher kennen, um sich wirklich anmaßen zu können, sie zu verurteilen.

Natürlich heiße ich es nicht gut, was da geschehen ist, schließlich ist dabei eine junge Frau gestorben. Trotzdem hatte ich den Eindruck, dass der Priester und die Nonnen der Frau wirklich helfen wollten.

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27. Juni 2015 um 22:04
In Antwort auf fortunafeuer

Berichten zufolge
muss sich das Ganze sehr ähnlich abgespielt haben.
Diese Berichte allein haben mich ziemlich schockiert, doch durch den Film keimte in mir schließlich so etwas wie Verständnis für den Priester und die Nonnen auf.

Ich denke, man muß diese in Rumänien gelebte Religiösität näher kennen, um sich wirklich anmaßen zu können, sie zu verurteilen.

Natürlich heiße ich es nicht gut, was da geschehen ist, schließlich ist dabei eine junge Frau gestorben. Trotzdem hatte ich den Eindruck, dass der Priester und die Nonnen der Frau wirklich helfen wollten.

Beurteilen ist nicht dasselbe wie Verurteilen
Nun, wir müssen schon Handlungsweisen aufgrund der Resultate beurteilen, damit man Konsequenzen aus der Handlung ableiten kann und Verbesserungen macht.

Oft wird Verurteilen und Beurteilen vermischt. Aber wir haben die Aufgabe unser Handeln anhand ethischer und moralischer Normen zu prüfen und zu beurteilen.

Also welche Resultate kommen aus gewissen Handlungsweisen hervor: Sind es gute, gewinnbringende, gesundende, erbauende, lebenssspendende Resultate oder totbringende, einengende, versklavende Resultate. Das gilt nicht nur für die Wirtschaft und Wissenschaft und Politik sondern auch für uns im Alltag.

Die Bibel ermahnt Menschen dazu, alles zu prüfen und das Gute zu behalten.

Jesus sagte, richtet nicht, auf dass ihr nicht gerichtet werden. Hier handelt es sich um aburteilen. Das heisst jemanden einfach verurteilen. Aber das schliesst das Beurteilen nicht aus, denn an anderer Stelle sagt Jesus ganz klar: prüft die Früchte eines Menschen. Prüfen heisst eben beurteilen. Welche Frucht bringt ein Mensch oder eine Tat hervor.

Wir können nicht einfach durch die Welt laufen und aufhören zu beurteilen und unterscheiden, was gut und was böse ist, weil wir uns einbilden wollen, es gäbe kein Böses. Es gibt Böses, es gibt böse Taten und Handlungen und es gibt böse Motive. Das müssen wir beurteilen und ggf. vor ein Gericht bringen. Wir müssen auch unsere eigenen Handlungsweisen und Motive prüfen, wollen wir das Gute oder wollen wir das Böse. Wir sind in diese Welt gesetzt und müssen uns immer wieder entscheiden für das Gute oder Böse, denn der Mensch hat diesen Weg gewählt. Aber wir schaffen das Böse nicht aus der Welt indem wir behaupten es gäbe nichts Böses und deshalb gäbe es nichts zu beurteilen.

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