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No risk, no fun?????

31. August 2003 um 18:28

Also liebe Anwesende, wenn mir schon kein ... erzählen kann, wie ich NICHT durch den Englischtest an der Uni falle und mir die Chance meines Lebens versaue *lol*, naja gut, man kann auch alles dramatisieren, dann verratet mir doch mal folgendes, das würd mich sehr interessieren: Welche Art von Leuten faszinieren euch, mit welchem Typ Mensch kommt ihr hauptsächlich gut aus?
Ich hab grad Abi gemacht und es gibt jetzt zwei Typen Mensch:

Die einen studieren so sicherheitshalber mal Jura oder BWL, obwohl sie ein Jahr zuvor noch von einem Kunststudium an der Sorbonne Paris geträumt haben. Aber jetzt ist es ihnen zu riskant. Sie nehmen den sicheren Weg. Die anderen Typen- sehr viel weniger Leute - scheißen auf finanzielle Sicherheit und studieren z.B. Philosophie oder Altgriechisch.

Was für Erfahrungen habt ihr mit Risiko und Sicherheitsdenken gemacht? Hat es sich bei euch- in jeder Hinsicht- eher gelohnt, oder seid ihr öfter auf die Schnauze gefallen? Beneidet ihr Leute, die den Mut haben, etwas zu wagen, oder haltet ihr das für Spinnerei?

Vielen Dank für Antworten, eure Norea

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31. August 2003 um 20:13

Much risk - more fun
Hallo Norea,

wie du merkst, musste ich keinen Englischtest bestehen und kann dir daher auch leider keinen Tipp geben

Ich komme mit beiden "Menschentypen" gut zurecht, wahrscheinlich weil ich ein absolutes Mischmasch aus ihnen bin.

Auf der einen Seite habe ich aus dem Bauchgefühl heraus entschieden, was ich studieren möchte. Ich hatte einen Traum, in dem mich mein jetziges Studium glücklich gemacht und erfüllt hat, und ich habe mir am nächsten Morgen gleich die Einschreibeunterlagen besorgt.
Ich bin nach wie vor zufrieden damit, auch, wenn ich oft feststellen musste, dass ich "Kleinigkeiten" doch besser hätte vor-denken sollen, z.B. lieber FH als Uni etc.
Ich weiß auch nicht, was ich mit meinem Studium anfangen kann bzw. werde.
Was für mich zählt: Ich möchte mit dem, was ich gut kann, mein Geld verdienen. Und nicht ganz so nebenbei ist meine Berufswahl meine Berufung

Auf der anderen Seite kompensiere ich meine "spontane Studienwahl" durch viel Praxis-Erfahrung und inneres Engagement, um die Schattenseiten dieser Spontanwahl etwas abzumildern

Auf die Nase geflogen: ja und oft, aber bereuen: nein.

Alles Liebe von peas



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31. August 2003 um 23:48

Das ist echt ein Problem
Hi Norea

Ich merke immer wieder, wie mich diejenigen faszinieren, die sozusagen "sorglos" durch die Welt gehen, das machen was ihnen Spaß macht und nicht sonderlich "absichernd" denken.
Doch gleichzeitig merke ich immer wieder, dass die zwar einen unglaublichen Reiz ausüben, dass ich es aber immer noch am "besten" finde, wenn jemand beides gut unter einen Hut bekommt. Sprich, wenn die Person letztlich immer noch der "Vernunft" einen großen Einfluss lässt. Aber von dem Weg nur auf Sicherheit gehen, bin ich selbst inzwischen abgekommen.

Ich selbst, ich wäre so gerne "sorglos", bin es aber nicht, im Gegenteil, ich bin schon voll in der Mühle des "lieber alles sicher" gelandet. Habe das aber erkannt und versuche gerade herauszukommen.

Doch ich glaube ganz werde ich es nie schaffen, da bei mir der Vernunfts/Sicherheitsfaktor oder auch einfach das ängstliche immer eine große wenn nicht sogar zu große Rolle spielen wird.

Letztlich komm ich selbst mit beiden Seiten und beiden "Drängen" in mir noch nicht zurecht. Kann wirklich zwiespältig sein, daher gefällt mir Dein Posting auch so gut, weil es für mich echt ein Problem ist.

Aber um nochmal konkret auf Deine Frage zurückzukommen. Mein Sicherheitsdenken hat dazugeführt mich vollkommen einzuengen und ich beneide absolut diejenigen, die den Mut besitzen aus der Reihe zu tanzen, ich wäre gerne eine von denen, die wissen was ihr Traum ist und diesen verwirklichen, und dabei in Kauf nehmen Sicherheit abgeben zu müssen, wenn das ganze dann aber nicht utopisch wird, sondern immer noch ein "vernünftiges" "Konzept" dahinter steckt, finde ich das absolut genial.

Nur diese vollkommenen "das Leben ist ein Spiel" Leute, die werden mir gleich wieder unsympathisch, denn das geht oftmals auf KOsten anderer, und das ist etwas was ich gar nicht mag !

Von dem her, ergo, das MIttelmaß mal wieder, aber mit dem Mut und der Tendenz auch einfach mal was zu riskieren !

Viele Grüße
Ricky

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2. September 2003 um 15:29
In Antwort auf winnie_12164884

Much risk - more fun
Hallo Norea,

wie du merkst, musste ich keinen Englischtest bestehen und kann dir daher auch leider keinen Tipp geben

Ich komme mit beiden "Menschentypen" gut zurecht, wahrscheinlich weil ich ein absolutes Mischmasch aus ihnen bin.

Auf der einen Seite habe ich aus dem Bauchgefühl heraus entschieden, was ich studieren möchte. Ich hatte einen Traum, in dem mich mein jetziges Studium glücklich gemacht und erfüllt hat, und ich habe mir am nächsten Morgen gleich die Einschreibeunterlagen besorgt.
Ich bin nach wie vor zufrieden damit, auch, wenn ich oft feststellen musste, dass ich "Kleinigkeiten" doch besser hätte vor-denken sollen, z.B. lieber FH als Uni etc.
Ich weiß auch nicht, was ich mit meinem Studium anfangen kann bzw. werde.
Was für mich zählt: Ich möchte mit dem, was ich gut kann, mein Geld verdienen. Und nicht ganz so nebenbei ist meine Berufswahl meine Berufung

Auf der anderen Seite kompensiere ich meine "spontane Studienwahl" durch viel Praxis-Erfahrung und inneres Engagement, um die Schattenseiten dieser Spontanwahl etwas abzumildern

Auf die Nase geflogen: ja und oft, aber bereuen: nein.

Alles Liebe von peas



Hallo ihr beiden!

Peas, das finde ich echt faszinierend, wer hat das heute schon noch, eine Berufung? Das ist toll. Darf ich erfahren, was du studierst? Ich bin grad dabei, mich gegen meinen Traum zu entscheiden, weil die Alternative einfach viel sicherer, viel "angesehener" ist, wenn ihr versteht, was ich meine. Ich wünschte mir, ich könnte mir da mehr zutrauen, aber die Angst vor dem Versagen und ganz ohne dastehen ist glaub ich stärker. Und manchmal hass ich mich echt dafür. Aber ich muss auch erst noch leben lernen. Und das heißt wohl auch seine Träume irgendwie zu begraben.
Norea

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2. September 2003 um 16:27
In Antwort auf norea

Hallo ihr beiden!

Peas, das finde ich echt faszinierend, wer hat das heute schon noch, eine Berufung? Das ist toll. Darf ich erfahren, was du studierst? Ich bin grad dabei, mich gegen meinen Traum zu entscheiden, weil die Alternative einfach viel sicherer, viel "angesehener" ist, wenn ihr versteht, was ich meine. Ich wünschte mir, ich könnte mir da mehr zutrauen, aber die Angst vor dem Versagen und ganz ohne dastehen ist glaub ich stärker. Und manchmal hass ich mich echt dafür. Aber ich muss auch erst noch leben lernen. Und das heißt wohl auch seine Träume irgendwie zu begraben.
Norea

Soo bekanntvorkommt
Hi

Genau dieser Satz von Dir
"erst mal leben lernen"
ist einer der Argumente die mich auch immer wieder zur sicheren Seite tendieren lassen.

Manchmal denke ich, ich sollte nicht irgendwelchen Träumen hinterher schwelgen, wenn ich mein Leben noch nicht mal im Griff habe. Stattdessen lieber mal daran (am leben lernen) arbeiten und irgendetwas kleines, feines uns sicheres machen.

Hmm...

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